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Intervention
Hampus Bovbjerg-Grip: Ohne Titel
Sarah Oja: Ohne Titel
Johanna Wallin: The sun will come out tomorrow
Azmir Cordic: People from my country
Logo des Europäischen Monats der Fotografie Berlin

Fotografie-Studierende aus Schweden haben sich einen Traum erfüllt: Eine Ausstellung in Berlin!

Im Rahmen des 6. Europäischen Monats der Fotografie Berlin zeigen 16 Absolventinnen und Absolventen des Bachelor-Programms Fotografie der Akademi Valand (Göteborg) ihre Arbeiten unter dem Titel Intervention. Darin suchen sie Antwort auf die Frage: Was wäre Fotografie zwischen Indifferenz und Differenz?

So wird beispielsweise ein Foto von Sarah Oja 96 mal in der Ausstellung gezeigt. Jedes repräsentiert den Sitz eines rechtspopulistischen Politikers im EU-Parlament. Sarah Ojas Anliegen ist es, mit ihrer Kunst Zeuge zu sein, Zeuge von Themen, die ihr wichtig sind. Das können Gedanken, Erinnerungen, Orte oder Sichtweisen sein. Denn wenn – so Oja – Fotografie wichtig für einen selbst ist, dann vermag sie auch, andere zu inspirieren und ggf. etwas bewegen.

Für Andreas Engman kann Fotografie etwas Spezifisches verdeutlichen: einen Beweis, einen historischen Fakt, eine Ungerechtigkeit. Sie ist jedoch mehr als das. Zwar sei sie kein Gegenmittel zu den destruktiven Kräften unserer Zeit wie Kapitalismus, Xenophobie oder Sexismus, aber sie soll – wie die Kunst im Allgemeinen – die Menschen dazu motivieren, sich im Sinne Kants ihres Verstandes zu bedienen, sich kritisch mit sich selbst und ihrem Umfeld auseinander zu setzen, zu hinterfragen, was vermeintlich neutral und natürlich erscheint. Damit kann Fotografie auch ein Hoffnungsfunke in einer Zeit sein, die manchmal ohne Zukunft erscheint.

Auch in Johanna Wallins Fotos geht es um das, was über die konkrete Abbildung hinausweist. Sie nimmt ihren Ausgangspunkt in der Stille eines Regentages, dem Warten, dass etwas geschieht und der Suche nach etwas Anderem.

Azmir Cordic wiederum arbeitet mit Archivbildern, die etwas zu Erinnerungen beitragen können. Er verweist darauf, dass Fotos, die in neuen Kontexten gezeigt werden, sich verändern und dadurch Veränderungen anstoßen können.

In einer Zeit der Erschöpfung vermag die künstlerische Fotografie ein sonderbares Antidoton zu sein. Bewusst oder unbewusst stellt sie sich zwischen Verhältnisse, interveniert, vermischt sich oder vermittelt. Sie greift in die Gegenwart ein. Wie sieht sie aus, die Fotografie, die einen Unterschied ausmachen kann? Die dazu fähig ist, Indifferenz zu unterbinden? Wie bauen wir Gleichgültigkeit ab? – All dies zu entdecken gilt es vom 17. Oktober bis 16. November 2014 in der Galerie der Sozialkasse des Berliner Baugewerbes in der Lückstraße 72 in Lichtenberg.

Kuratiert und organisiert wurde die Ausstellung von Anja Linnea Hellström in Kooperation mit dem Kulturring in Berlin e.V. und KULTURHUS BERLIN. An der Ausstellung beteiligt sind darüber hinaus Hampus Bovbjerg-Grip, Dennis Burén, Rebecca Eskilsson, Brian Frænde, Elin Granath, Malin Griffiths, Mette Hartung Kirkegaard, Pia Johansson Goldmann, Elin Liljeblad, Sebastian Thomsen und Leila Wegner.

Die Akademi Valand ist die künstlerische Fakultät der Universität Göteborg mit einer langen Tradition in Film, Fotografie, freier Kunst und literarischem Gestalten. Sie ist die einzige Institution in Schweden, die eine Fotografieausbildung auf akademischem Niveau anbietet und versammelt jährlich Student/innen aus allen nordischen Ländern sowie Austauschstudent/innen aus ganz Europa.

 

Ausstellungszeitraum

18.10.2014 bis 16.11.2014

Ort

Galerie in der Sozialkasse für Bauwesen des Kulturrings in Berlin e. V.
Lückstraße 72
10317 Berlin

Öffnungszeiten

Mo–Fr 9–15.30 Uhr

am 17.10. von 11 bis 18 Uhr

Eintritt frei


Vernissage 17.10.2014 | 11.00 Uhr

 

Die Ausstellung wird am Freitag, dem 17.10.2014 um 11 Uhr eröffnet. Die Laudatio hält Lotta Antonsson, Professorin für Fotografie an der Kunsthochschule Valand und für ihre Arbeiten selbst ausgezeichnet mit dem Kulturpreis der schwedischen Provinz Halland 2012. Für musikalische Akzente sorgt Hartmut Behrsing, über vier Jahrzehnte Soloposaunist im Orchester der Komischen Oper Berlin und bekannt als Mitbegründer und Leiter der Konzertreihe „Jazz im Frack“ sowie aktuell als Leiter des Jazz Collegium Berlin. Auch seine Improvisationen zu den Fotografien versprechen neue Perspektiven und Entdeckungen. Herzlich willkommen!

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