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| Willkommen im NORDISCHEN FILMKLUB
2007/2008!
Aus Skandinavien kommen die Filme, von denen wir träumen.
Ein Kino voller Geschichten. Ein Kino der Bilder. Eine neue Kunst
des Filmemachens. Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und
Island – mit ihren Filmen sind die fünf Länder des
Nordens nicht nur international präsent. Sie bestimmen auch
die Qualitätsmaßstäbe im Kino mit. Dass dies so
sein kann, liegt nicht nur an den großzügigen staatlichen
Filmförderungen. Es liegt auch an der lebendigen skandinavischen
Kinokultur. Die vielen Kinos und Filmklubs gehören dazu, genauso
wie die große Erwartungshaltung der Zuschauer in den einzelnen
Ländern, die ihre Filme sehr intensiv sehen, diskutieren und
lieben.
Der NORDISCHE FILMKLUB bringt diese Kinowunderwelt aus dem Norden
nach Berlin. Mit unserem neuen Programm haben wir auf die wachsende
Besucherresonanz der vergangenen Jahre reagiert und die Zahl der
Filmvorführungen erweitert. Wir zeigen Ihnen in dieser Saison
noch mehr Filme, vor allem aktuelle, die in Deutschland noch nicht
zu sehen waren; deutsche Erstaufführungen. Filme, die durch
und durch gutes Handwerk sind. Geschichten über Heimat und
Fremde, Kindheit und Altsein, Zuversicht, Angst, Hoffnung und Trost
– mit Ernst und Witz, Verzweifl ung und Lebensfreude. Große
Filmkunst für ein großes Publikum.
Ihr NORDISCHER FILMKLUB |
| 10.10.2007
19:00 |
Direktøren for det hele | Der Boss
vom Ganzen
DK 2006 | R: Lars von Trier
| 100 Min. | OmdänU
Jens Albinus, Peter Gantzler, Iben Hjejle, Louise Mieritz,
Jean-Marc Barr, Casper Christensen, Sofi e Gråbøl
Ravn ist Chef einer IT-Firma und hat ein Problem: Er mag seinen
Angestellten keine schlechten Nachrichten überbringen. Um die
unangenehmen Situationen zu umgehen, erfi ndet er kurzerhand einen
mysteriösen Chef, dem er unliebsame Entscheidungen zuschreibt.
Als jedoch die Firma verkauft werden muss, möchte der cholerische
isländische Investor Finnur diesen Chef unbedingt persönlich
kennenlernen. Ravn heuert einen Schauspieler an, der den ›Boss‹
spielen soll. Der aber hat seine ganz eigene Interpretation von
der Rolle … Für seinen jüngsten, äußerst
komödiantischen Film hat Dänemarks bekanntester Regisseur
die neuen Regeln der ›Automavision‹ benutzt. Dabei arbeiten
Regisseur, Kameramann und Schauspieler nach den klassischen Vorgaben,
während ein Computer über den Filmschnitt nach Parametern
entscheidet, die aus anderen Bildschnitten und Tonangaben berechnet
werden. |
24.10.2007
19:00 |
Huutajat | Screaming Men
FIN 2003 | R: Mika Ronkainen | 74 Min.
| OmeU
Typisch fi nnisch! Ein Chor, der nicht singt, ein Chor, der schreit.
Gemeinsam schreien sie – voll Inbrunst – ihre Musik.
Die Männer intonieren Lieder von Schubert, patriotische Märsche
ebenso wie Kinderlieder und Nationalhymnen. Gutgekleidete Herren,
sehr diszipliniert und – ziemlich schräg. Der mehrfach
preisgekrönte Dokumentarfi lm begleitet den eigenwilligen Chor
auf seiner Reise von Finnland um die Welt. Ein wirklich einzigartiges
Bild- und Klangerlebnis. |
14.11.2007
19:00 |
Zum 100. Geburtstag von Astrid
Lindgren – Porträt & Film
Go'natt herr luffare | Gute Nacht, Herr
Landstreicher
S 1988 | R: Daniel Bergman | 29 Min.
| dt.
[nach einem Roman von Astrid Lindgren]
Björn Gustafson, Peter Hall, Stina Lindmark, Astrid Bräne,
Lena T. Hansson
Zum einhundertsten Geburtstag von Astrid Lindgren werden Filme
von, mit und über die große schwedische Kinderbuchautorin
gezeigt: Kurze Porträts, Interviews, Erinnerungen und der Spielfi
lm Gute Nacht, Herr Landstreicher bilden ein abwechslungsreiches,
unterhaltsames Programm. Einige der Aufnahmen sind nur auf Schwedisch,
für eine Übersetzung wird gesorgt.
Ein Abend kurz vor Weihnachten: Die Eltern müssen zu einer
Beerdigungsfeier und ermahnen ihre drei Kinder, die Haustür
gut zu verschließen. Als die Eltern mit Pferd und Wagen davongefahren
sind, machen es sich die Kinder gemütlich. Nach einiger Zeit
miaut die Katze, und Sven, der Älteste, lässt sie herein.
Dabei vergisst er, die Tür wieder zu verriegeln. Prompt betritt
ein fremder, schäbig gekleideter Mann das Haus.
In Kooperation mit den Märchentagen Berlin. |
21.11.2007
19:00 |
Mitt liv som hund | Mein Leben als Hund
S 1985 | R: Lasse Hallström | 101
Min. | OmU
[nach einem Roman von Reidar Jönsson]
Anton Glanzelius, Anki Lidén, Tomas von Brömsen, Manfred
Serner, Mlinda Kinnaman, Kicki Rundgren, Ing-Marie Carlsson, Lennart
Hjulström
Småland 1959. Ingemars Mutter ist schwerkrank. Trost findet
der Junge bei seinem Hund Sickan und in seiner Phantasie: Ingemar
ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Als der Junge aufs
Land zu seinem Onkel nach Småland geschickt wird, muss Sickan
ins Tierheim, und für Ingemar bricht die Welt zusammen. Erst
als er das hübsche Mädchen Saga trifft, das im Fußball
die Beste und im Boxen unschlagbar ist, fasst Ingmar wieder neuen
Lebensmut. Ein sensibler, mit Leichtigkeit erzählter Film über
einen kleinen, verzweifelten, lebensfrohen Jungen. Nach dem Welterfolg
dieses Films wurde Regisseur Lasse Hallström nach Hollywood
geholt.
In Kooperation mit den Märchentagen Berlin. |
04.12.2007
19:00 |
Blóðbönd – Thicker Than Water |
Blutsbande
IS 2006 | R: Arni Olafur Asgeirsson
| 87 Min. | OmeU
Hilmar Jonsson, Margret Vilhjalmsdottir, Aron Brink Sigurjonsson,
Elma Lisa Gunnarsdottir, Olafur Darri Olafsson, Laufey Elisasdottir,
Soley Eliasdottir
Erzählt wird die dramatische Geschichte einer Familie aus
Reykjavik, für die plötzlich alles zerbricht. Pétur
und Ásta sind glücklich miteinander verheiratet, sie
haben einen jungen Sohn und erwarten in wenigen Tagen ihr zweites
Kind. Doch dann stößt Pétur auf eine zehn Jahre
alte Lüge: Er ist nicht der biologische Vater seines Sohnes.
Für seinen ersten Spielfilm schrieb Arni Olafur Asgeirsson
selbst das Drehbuch. Mit Blóðbönd sorgten
der junge Regisseur und sein exzellentes Schauspielerensemble in
Island, aber auch auf zahlreichen internationalen Festivalen bereits
für große Überraschung. Der hochemotionale, intensive
Film wurde mehrfach ausgezeichnet und 2006 für den Nordic
Council Film Prize nominiert. |
19.12.2007
19:00 |
Den brysomme mannen | Der unbequeme Mann
N 2006 | R: Jens Lien | 95 Min. | OmeU
[nach einem Hörspiel von Per Schreiner]
Trond Fausa Aurvag, Petronella Barker, Brigitte Larsen
Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein Leben aus dem Katalog:
Andreas hat einen guten Job, Frau, Kind, Eigenheim. Etwas aber ist
sonderbar. Alles, was ihn umgibt, ist ihm fremd. Er weiß nicht,
wie er in die Stadt kam, in der er lebt, er kennt weder seine Frau
noch seine Kollegen, die zwar herzlich und liebevoll sind, aber
keinen tieferen Kern zu haben scheinen. Alles wirkt viel zu glatt.
Die Wahrheit herauszufinden ist schwierig und – gefährlich.
Jens Liens Hörspieladaption gehört zu den erfolgreichsten
norwegischen Filmen des Jahres 2006. Wegen seiner avancierten Formsprache
und des beißenden Humors als ›unnorwegischer‹
Film gefeiert, gilt Den brysomme mannen als ein Vorgeschmack
auf Norwegens Filmzukunft, als der Beginn eines ›neuen norwegischen
Filmes‹. |
16.01.2008
19:00 |
Matti. Hell is for heroes | Matti
FIN 2006 | R: Aleksi Mäkelä
| 130 Min.| OmeU
Jasper Pääkkönen, Peter Franzén, Elina Hietala,
Elina Knihtilä
Er war der beste Skispringer der Welt: der Finne Matti Nykänen.
In den 80er Jahren ein Star des Weltklassesports, folgt kurz darauf
der Absturz. Skandale, Drogenmißbrauch, eine gescheiterte
Karriere als Popsänger, Alkoholgeschichten und immer wieder
dicke Schlagzeilen in der finnischen Boulevardpresse. Ein erstklassiger,
tragikomischer Spielfilm über Matti Nykänen, der 2007
der erfolgreichste Kinofilm Finnlands wurde. |
30.01.2008
19:00 |
Hjemve | Heimweh
DK 2007 | R: Lone Scherfig | 100 Min.|
OmeU
Bodil Jørgensen, Ann Eleonora Jørgensen, Lars Kaalund,
Peter Gantzler, Mia Lyhne
Jeder kennt sich in der kleinen dänischen Provinzstadt, man
hilft einander, alles ist ganz normal, ganz gemütlich, vollkommen
friedlich. Die Idylle endet eines Nachts, als jemand etwas Unglaubliches
sieht: Ein nackter Mann läuft durch die Stadt, nur eine Zeitung
in den Händen. Und: Man konnte ›alles‹ sehen –
nur nicht, wer es war. Es hätte also jeder sein können.
Ein Gedanke, der die Leute mächtig durcheinanderbringt …
Nach den Erfolgsfilmen Italienisch für Anfänger
und Wilbur wants to kill himself ist dies die neueste Arbeit
der Dogma-Regisseurin Lone Scherfig. Ein typisch dänischer
Film über Vertrauen, Liebe und Gemeinschaft. |
13.02.2008
19:00 |
Á köldum klaka | Cold fever
IS 1995 | R: Friðrik Þór
Friðriksson | 85 Min. | OmeU
Masatoshi Nagase, Lili Taylor, Fisher Stevens
Zwei Wochen Wärme, zwei Wochen Hawai. Der erfolgreiche japanische
Geschäftsmann Hirata ist schon fast im Flugzeug, als sein Großvater
aus
dem fernen Island anruft: Hirata soll kommen. Er soll an einer traditionellen
Familienzeremonie teilnehmen. Aus der Reise nach Hawai wird eine
Reise in das winterliche, kalte Land, wo mehr Schafe als Menschen
leben. Hirata aber lernt in Island kuriose Menschen kennen und macht
Entdeckungen, die sein ganzes Leben verändern. Skurriler Witz
und eine atemberaubende Cinematografie stecken in der faszinierenden
Komödie aus Island. Die Hauptrolle wird von Japans beliebtestem
Schauspieler und Rockstar Masatoshi Nagase gespielt. |
27.02.2008
19:00 |
Zozo | Zozo
S 2005 | R: Jozef Fares | 100 Min. |
OmeU
Imad Creidi, Antoniette Turk, Viktor Axelsson, Elias Gergi, Yasmine
Awad, Carmen Lebbos, Charbel Iskandar, Jad Stephan
Seine größte Hoffnung ist – Schweden. Das unbekannte
Land, in das seine
Großeltern schon vor langer Zeit flohen. Der zwölfjährige
Zozo lebt allein in Beirut inmitten des Bürgerkriegs, nachdem
seine Eltern bei einem Bombenangriff ums Leben kamen. Zozos Leben
geht weiter, und schließlich kommt er in dieses fremde Land,
in den Norden. Der anrührende, mit trockenem Humor gedrehte
Film von Jozef Fares, der selbst aus dem Libanon stammt und zu Schwedens
besten zeitgenössischen Regisseuren zählt, gewann 2006
den Nordic Council Film Prize. |
12.03.2008
19:00 |
Elsk meg i morgen. Elling 3 | Lieb mich morgen. Elling
3
N 2005 | R: Petter Næss | 90 Min.
| OmeU
[nach einem Roman von Ingvar Ambjørnsen]
Per Christian Ellefsen, Sven Nordin, Marian Saastad Ottesen, Marit
Pia Jacobsen, Kjersti Holmen
Stärker als je zuvor balanciert der dritte und letzte Film
über Elling zwischen Komik und Tragödie: Gerade aus der
Psychiatrie entlassen, müssen die beiden Freunde Elling und
Kjell Barne das eigenständige Leben erneut erlernen. Während
sein Kumpel zu seiner Freundin Reidun zieht, bleibt der Außenseiter
Elling allein. Dann aber geschieht es doch noch: Elling verliebt
sich … Wohl keine Filmfigur sonst steht so nachdrücklich
für Mitgefühl und Solidarisierung wie der meisterhaft
gespielte Querulant Elling. »Eine schöne, rührende
und verzweifelte Geschichte über die letzte Chance eines Menschen,
sich an einen anderen zu binden.« (Peter Næss) |
26.03.2008
19:00 |
Kunsten at græde i kor | Die Kunst, im Chor zu
weinen
DK 2007 | R: Peter Schønau Fog
| 107 Min. | OmeU
[nach einem Roman von Erling Jepsen]
Jannik Lorenzen, Jesper Asholt, Hanne Hedelund, Julie Kolbech, Thomas
Knuth-Winterfeldt, Rita Angela, Gitte Siem Christensen, Lene Tiemroth,
Bjarne Henriksen
Alan ist 11 Jahre alt. Das Leben in der südjütländischen
Kleinstadt der 70er Jahre ist nicht leicht für den Jungen:
Der Vater ist psychisch instabil, droht mit Selbstmord, die Mutter
hat längst aufgegeben, nimmt Schlaftabletten, die Schwester
wird ins Hospital eingewiesen. Alan fühlt sich verantwortlich
für die Familie und will besonders den Vater aufheitern. Dessen
einzige Freude sind: Begräbnisreden. Und Alan kümmert
sich darum, dass es in der Stadt genügend Beerdigungen gibt.
Die Groteske einer kaputten Familie, die – mit den unschuldigen
Augen Alans gesehen – als eine aberwitzige Geschichte mit
viel Satire erzählt wird. Der großartig gespielte und
spannend in Szene gesetzte Film ist für den Oscar 2008 nominiert.
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