| Skandinavien & Ostsee zum Hören |
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06. Dezember 2011 | 19:30 Uhr | DR Kultur Nach fast vier Jahrzehnten freut sich die schwedische Literatur über einen Literaturnobelpreis. Mit Tomas Tranströmer wird der Lyriker unter den bedeutenden schwedischen Autoren geehrt. Mit seinen Texten beschert Tomas Tranströmer dem Leser ein Fest, das alle Sinne umfasst. Seine einst von den Surrealisten inspirierte Poesie ist kein Spiel, sie braucht keine Verkleidung durch Sprache. Tomas Tranströmers Rhetorik ist klar und geheimnisvoll. Es gilt die Realität des Alltäglichen als ein Universum zu erkunden, das voller wunderbarer Rätsel ist. Die Natur spielt darin eine eigenwillige Rolle. Sie ist ein Reservoir von kleingehaltenen Ekstasen, die sich in sachten Schwingungen und leisen Zwischentönen entladen. Mit Tomas Tranströmer gehen wir in eine Schule des Sehens und lernen, begierig das Alphabet neu zu buchstabieren. Am 10. Dezember wird die Auszeichnung der Schwedischen Akademie in Stockholm feierlich übergeben. Nach fast vier Jahrzehnten wird damit erstmals wieder ein schwedischer Schriftsteller geehrt. Tomas Tranströmer zählt längst zu den besten Lyrikern der Weltliteratur. |
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9. Dezember 2011 | 20.10 Uhr | Deutschlandfunk "Dänisch lernte ich buchstäblich spielend: beim Spielen mit Nachbarskindern am Peblingesee." Hanns Grössel, vielfach ausgezeichneter Übersetzer aus dem Dänischen, Schwedischen und Französischen, kam 1939, kurz vor Kriegsbeginn, mit seinen Eltern nach Kopenhagen. Sein Vater, ein Lehrer, war an die Sankt-Petri-Schule versetzt worden, eine zweisprachige Schule, in der dänische und deutsche Lehrer dänische und deutsche Schüler unterrichteten. Acht Jahre, die auch Kriegsjahre eines deutschen Jungen unter deutscher Besatzung waren, verbrachte er in Kopenhagen, zum Schluss in einem Internierungslager. Viele Jahre später kommt ihm die Erfahrung mit dem Dänischen als Sprache seiner Kindheit bei der Übersetzung des Werks der dänischen Schriftstellerin Inger Christensen zugute, etwa ihres großen Gedichts "alfabet". Ihm, so Grössel, verdanke er seine Re-Alphabetisierung im Dänischen, "denn im wortwörtlichen Sinne musste ich diesen Text durchbuchstabieren". |
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11. Dezember 2011 | 18.30 Uhr | DR Kultur Karl träumt davon ein Prinz zu sein, der die "Weiße Hirschkuh" erlegt. Er hält seine schöne Frau als Hirschkuh, nennt sie "mein kleines Tier" und legt ihr ein Halsband an. Wenn es ihn überkommt, beißt er ein Stück von ihr ab. Regie: Raoul Wolfgang Schnell Göran Tunström (1937-2000), schwedischer Schriftsteller. |
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23. Dezember 2011 | 0:05 Uhr | DR Kultur Die Samen in Nordskandinavien gelten als die einzige indigene Volksgruppe Europas. Seit Jahrtausenden treiben sie ihre Rentierherden durch die Taiga am Polarkreis. Der Autor und Musiker Nils Aslak Valkeapää (1943-2001) war einer der bekanntesten Samen im 20. Jahrhundert. Dessen Gedichtband "Sonne, mein Vater" hat der britische Klangkünstler Ross Adams ins Zentrum seines Hörstücks "Nord Rute" gestellt. Für diese Arbeit ist Adams mit zwei zeitgenössischen samischen Dichtern 450 Kilometer über Hochplateaus und gefrorene Seen gereist, um das Leben der Samen nachzuzeichnen. Teils Doku-Poem, teils musikalische Komposition, verwebt "Nord Rute" akustische Naturaufnahmen mit Interviews, Joiks (samischen Gesängen), Gedichten und Geschichten. Komposition: Ed Handley und Andy Turner Ross Adams lebt als Toningenieur, Sound Designer und
Produzent in Plymouth. |
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25. Dezember 2011 | 14.05 Uhr | DR Kultur In einem Fischbauch treffen sich ein Zinnsoldat, eine Stopfnadel, ein Fischkopf und ein Silberschilling. In einem Fischbauch treffen sich vier Dinge: ein Zinnsoldat, der nur ein Bein hat, eine eingebildete Stopfnadel, die sich für eine Nähnadel hält, ein Heringskopf, der von selbst leuchtet und ein Silberschilling, der keinen Wert mehr hat. Alle vier sind sie verlorengegangen. Und ein jedes Ding hat seine Geschichte. Der Zinnsoldat liebt eine kleine Tänzerin aus Papier. Die Stopfnadel ging zu Bruch, als sie einen Pantoffel stopfen musste. Der Heringskopf sah schon gute Chancen, Nachfolger einer alten Straßenlaterne zu werden, aber der Straßenfeger kehrte ihn in den Rinnstein. Und der Silberschilling war lange Zeit im Ausland, wo er als Falschgeld behandelt wurde. Am Ende galt er auch im eigenen Land nichts mehr. Nun sitzen alle Vier im Fischbauch und fragen sich: Wie kommen wir da wieder raus? Ab 7 Jahren Mario Göpfert, geboren 1957, lebt als freier Autor in Dresen, schreibt Prosa und Hörspiele für Kinder.
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Deutschlandradio Kultur | Montag, 6. Juni 2011 | 0.05 |
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NDR | Jeden Donnerstag | 21.05 Uhr Aktuelles rund ums Mare Baltikum: Reportagen, Interviews, Portraits,
Rezensionen. Seit Januar 2002 läuft das Ostseemagazin einmal wöchentlich.
Die Sendung wird wechselweise in Stockholm und Kiel moderiert. |
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