| 15. Juni 2006, 19:30 |
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”Paa Sjølunds
fagre Sletter” Multimedialer Vortrag von Dr. Yvonne Wasserloos mit Fotografien von Dr. Hagen Stockhausen und Konzert von Musikern der Universität der Künste Berlin Paa Sjølunds fagre Sletter – Auf Seelands lieblichen Ebenen – lautete der Titel eines schlichten dänischen Liedes, das in den 1840er Jahren das gesamte europäische Musikleben durcheinander wirbelte. Der Däne Niels W. Gade (1817–1890) hatte über dieses Lied eine ganze Symphonie komponiert und sich dort mit einem geheimnisvollen, düsteren Klang ein Denkmal gesetzt. Der ›Nordische Ton‹ war geboren. Dänische Volkslieder sowie der Eindruck der dänischen Natur und Landschaft spielten für den jungen Komponisten eine große Rolle. Diese neue Art des Komponierens löste vor allem in Leipzig eine überwältigende Begeisterung aus. Auf Einladung Felix Mendelssohn Bartholdys kam der 26jährige Gade 1843 nach Leipzig, um sich dort vom Musikleben einer der führenden Musikstädte Europas inspirieren zu lassen. Im selben Jahr wurde in Bergen Edvard Grieg (1843–1907) geboren. Als 15-Jähriger reiste er zum vierjährigen Studium nach Leipzig. Zurück in Norwegen, schloss er sich der nationalromantischen Bewegung an mit dem Ziel, ›nordisch‹ zu komponieren. So fuhr er auch nach Kopenhagen, um bei Gade den ›Nordischen Ton‹ zu erlernen. Doch die Hoffnungen zerschlugen sich, der Däne hatte sich mittlerweile einer europäischeren Kompositionsweise angenähert. Grieg verfolgte schließlich in Norwegen sein Ziel weiter, ein ›musikalischer Landschaftsmaler‹ zu werden, wie er selbst sagte: »Mein Lebenstraum ist es, die Natur des Nordens in Töne zu formen.« Ob und wie sich dieser Traum erfüllte, wird sich am 15. Juni 2006, Griegs 163. Geburtstag, zeigen. |
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Eine Veranstaltung des Kulturhus Berlin e.V. in Kooperation mit der Edvard-Grieg-Forschungsstelle an der Universität der Künste Berlin, der Dänischen Botschaft Berlin und dem Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin mit freundlicher Unterstützung der der Norwegischen Botschaft Berlin. |
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