| Lars
Amund Vaage |
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| Zu einer Lesung des norwegischen Autors Lars
Amund Vaage lud KULTURHUS BERLIN am 21. März in die Schwedische Viktoriagemeinde
ein. Er stellte sein neues Buch „Die Kunst zu gehen“ vor, das
kürzlich auf deutsch erschienen ist.
Anti von Klewitz sorgte für die Musik. Unsere Bücher, die wir an diesem Abend dem ersten, dritten und dreiunddreißigsten Besucher schenkten, sind unter die Leute gebracht. |
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| 21. März 2007
· 19:00 Uhr U7 Berliner Straße Eintritt frei! |
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| Moderation: |
Sophie Wennerscheid |
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| Übersetzung: |
Margerita Bube |
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| Musik (Violine): |
Anti von Klewitz |
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| „Als ich klein war, beinah noch ein Kind, war ich mit Krankheiten geschlagen. Ich musste mehrere Male ins Hospital. Nach meiner letzten Entlassung war es, als ob mich das Böse nicht mehr aus seinen Händen lassen wollte. Es wollte keine Kraft mehr in meine Beine zurückkehren. Sie hingen einfach leblos herab ...“ Als Erwachsener versucht sich Svein darüber Rechenschaft abzulegen, was mit ihm geschah, als er dreizehn war und plötzlich nicht mehr gehen konnte. Der Vater betrieb einen kleinen Krämerladen auf dem Land, die Mutter war bei der Geburt gestorben, die jetzige Frau, Sveins Stiefmutter, tat ihr Bestes. Dann, eines Tages, ohne dass Vater und Mutter etwas davon erfahren, beginnt er zu gehen, gerät in eine Schiffswerft, wo er zu erzählen beginnt: über den Vater, die Mutter, über sich selber. In kunstvoller, musikalischer Komposition erzählt Vaage die Geschichte vom Aufwachsen eines Jungen auf dem Lande, im Norwegen der sechziger Jahre, in der dörflichen Enge und Langeweile, in der stickigen Erstarrung des elterlichen Hauses. Es ist die -- auch mit feinem Sinn für Humor erzählte – Geschichte einer allmählichen Bewusstwerdung und Befreiung, in die Schuld und uneingestandene Sehnsucht verknüpft sind, in langsamen, scheinbar schlichten, nüchternen und dennoch rhythmisch schwingenden Sätzen. Kontrapunktiert sind die Erinnerungen des Ich-Erzählers durch die seltenen, stets seltsam unbefriedigenden Begegnungen mit seinem einstigen Jugendfreund, einem Bischof, der durch ihn damals ein Auge verlor. |
Lars Amund Vaage Aus dem Norwegischen von Karl-Ludwig Wetzig 295 Seiten, geb. |
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| Lars Amund Vaage (geboren am 13. Mai 1954 in Sunde in Kvinnherad, Norwegen), wuchs in einem musikalischen Elternhaus auf und wollte lange Zeit Musiker werden. Nach dem Studium der Literatur und der Musik arbeitete er zunächst als Lehrer, Busfahrer und Journalist. 1979 publizierte er seinen ersten Roman Øvelse Kald vinter (Übung Kalter Winter) und hat seither zahlreiche Romane, Novellen, Theaterstücke, Kinderbücher und Gedichte verfasst. Für sein Werk, dessen musikalische Qualität von vielen Kritikern hervorgehoben wird, erhielt er mehrfach Auszeichnungen, unter anderem den Kritikerpreis für den Roman Rubato (1995), der auch für den Literaturpreis des Nordischen Rats nominiert wurde, den Oktoberpreis für den Wilhelm-Reich-Roman Den framande byen (Die fremde Stadt, 1999), und den Romanpreis der P2-Hörer für den 2002 in Norwegen erschienenen Roman Kunsten å gå (Die Kunst zu gehen). Für sein literarisches Schaffen insgesamt wurde er mit dem Aschehougpreis, dem Gyldendalspreis und dem Doblougpreis ausgezeichnet. |
![]() Foto: Torunn Nilsen |
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| Eine Veranstaltung von KULTURHUS BERLIN e.V. in Kooperation mit NORLA, dem Pforte Verlag, Victoriaförsamlingen, der Kgl. Norwegischen Botschaft Berlin. | |||
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