| Rezension: Die Frau mit dem roten Tuch |
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„Daran glaube ich ...“ Rationalität und Spiritualität in Jostein Gaarders neuem Buch Die Frau mit dem roten Tuch |
Jostein Gaarder Übersetzung: 18,90 € Originaltitel: |
Philosophieren bedeutet, über das Leben nachzudenken,
und jeder, der sich wundert, philosophiert. Steinn und Solrun kannten und liebten sich seit ihrer frühen Jugend, doch ein dramatischer Vorfall ließ die Beziehung zerbrechen. Dreißig Jahre später treffen sie sich genau dort wieder, wo das geheimnisvolle Ereignis stattfand – der pure Zufall oder eine übernatürliche Fügung des Schicksals? Jeder der beiden lebt sein Leben, ist verheiratet und hat Familie, aber dennoch fühlen Steinn und Solrun sich immer noch miteinander verbunden. Diese seltsame Begebenheit um die „Preiselbeerfrau“ hat sie geprägt und ihre stürmische, verrückte Liebe scheitern lassen. Als sich Solrun und Steinn Jahrzehnte später unerwartet treffen, entsteht ein Emailkontakt, der erneut ein dünnes Band zwischen ihnen knüpft. Der Briefwechsel ist voll von gemeinsamen Erinnerungen. Die vielen verrückten
Ideen wie das Hausen als Steinzeitmenschen in der norwegischen Hardangervidda
werden dabei genauso zur Sprache gebracht wie existentielle und philosophische
Fragen – nicht umsonst heißt der Autor des Romans Jostein
Gaarder. Gemeinsam arbeiten sie das Ereignis auf, dass damals zur Trennung führte und eine regelrechte „Glaubenskluft“ zwischen ihnen entstehen ließ. Die Geschichte von Steinn und Solrun ist die einer Liebe zwischen Rationalität und Spiritualität. Jostein Gaarder versteht es, wie in all seinen Büchern, philosophische Fragen um eine zarte Geschichte zu weben und komplizierte und anspruchsvolle Themen aufzuwerfen, die er dank seines besonderen Schreibstils selbst Nicht-Philosophiestudenten näher bringt. Ein Buch, das jeder Jostein Gaarder Fan gelesen haben muss! Über den Autor Jostein Gaarder, geboren am 8. August 1952, studierte
Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaft in Oslo und lehrte Philosophie
an den Universitäten Oslo und Bergen. Ins Deutsche übersetzt wurde Jostein Gaarders Werk von Gabriele
Haefs. Sie studierte Volkskunde und vergleichende Sprachwissenschaften
und arbeitet heute neben ihrer Übersetzertätigkeit auch als
Autorin. 2008 erhielt sie den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises
für das Gesamtwerk ihrer kinderliterarischen Übersetzungen. |
| Claudia Katzmarski | |
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