| Rezension |
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Zwischen zwei Welten. Ein neuer Jugendroman aus Schweden |
Arkan Assaad (Schwedisch) |
Der Jugendroman "Stjärnlösa Nätter” (Sternlose Nächte) von Arkan Asaad ist mehr als nur eine bloße Schilderung über das Leben eines jungen Immigranten in Schweden. Der Autor stammt ursprünglich selbst aus dem kurdischen Teil im heutigen Irak. Und er schildert ein schwieriges Leben zwischen zwei Welten. Seine Hauptfigur Amàr ist in Schweden geboren und hier aufgewachsen. Die schwedische Kultur ist seine Kultur geworden, obwohl die Eltern ihre kurdischen Traditionen weiterhin pflegten. Durch die Trennung seiner Eltern lastet als ältester Sohn schon
bald große Verantwortung auf Amàr. Als er 19 Jahre wird,
begibt sich der Vater mit seinen Kindern auf eine große Reise in
den Irak, um die dortige Verwandtschaft zu besuchen. Der väterliche Traditionswille stürzt den Sohn in eine tiefe Konfliktsituation, die ihn zu der unmöglichen Aufgabe zwingt, sich zu entscheiden. Amàr verzweifelter Kampf beginnt, er versucht, seinem Schicksal zu entkommen und geht dabei bis zum Selbstmordversuch. Allein, hilflos und ängstlich bleibt auch Amina, die in Syrien auf einen schwedischen Pass warten muss und keine Unterstützung von Amàr erfährt. Der Roman zeigt, wie heftig die eigentlichen Wünsche zweier Kinder übergangen werden – von einer übermächtigen Familie, dessen eigener Ruf wichtiger scheint, als das Leben seiner Mitglieder. Und der Roman zeigt uns Väter, die aus ihrer Sicht meinen, nur zum besten Wohle ihrer Kinder zu handeln. |
| Charlotte von Wussow | |
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