| Rezension |
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Eine Reise an die extremsten Orte der Welt |
Cecilie Skog |
„Ich zähle mich nicht zu den Eroberern, aber ich reise gern, ich liebe Zelte, einen weiten Himmel und frische Luft und Schnee in allen Farben. Klingt das nachvollziehbar?“ Cecilie Skog Cecilie Skog liebt es an die extremsten Orte dieser Welt zu reisen. Die norwegische Abenteurerin ist jung, hochmotiviert, naturverbunden – und vor allem zäh. Sie hat als erste Frau beide Pole und sieben der höchsten Gipfel der Welt bezwungen. In ihrem Buch erzählt sie von ihren eiskalten Expeditionen am Nord- und Südpol und ihrer Begegnung mit dem höchsten Berg der Erde – dem Mount Everest. Seit ihrer Kindheit fühlt sich die Norwegerin in der Natur am wohlsten. Jede freie Minute verbringt sie in den Bergen und träumt davon irgendwann die höchsten Berge der Welt zu erklimmen. Um sich diesen Traum zu erfüllen arbeitet sie im Winter Tag und Nacht als Krankenschwester in einer Klinik, im Sommer als Bergführerin. Hartnäckig verfolgt sie ihren Lebenstraum und lernt dabei auch noch ihre große Liebe kennen, den Bergsteiger Rolf Bae. 2003 wird sie mit der Besteigung des Cho Oyu (8188m, Himalya) die erste Norwegerin auf einem Achttausender und ihre steile Karriere als Alpinistin nimmt ihren Lauf. In Windeseile erklimmt sie weitere Gipfel und macht sich auf den Weg an die kältesten Punkte der Erde. In ihrer Autobiographie erzählt sie spannend und doch völlig unaufgeregt von ihren Reisen zu diesen unwirtlichsten Regionen der Welt. Gerade die Art des Erzählens macht Cecilie Skog und dieses Buch so sympathisch. Sie springt bei einer Expedition zum Nordpol gern mal ins minus 50 Grad kalte Polarmeer, um von Eisscholle zu Eisscholle zu schwimmen und schimpft fürchterlich auf die Blasen, die sich von den Füßen bis hoch zum Schienbein hinaufziehen. Trotzdem marschiert sie weiter. Gefährlich sind ihre Touren allemal. Kurz vor dem Nordpol bricht sie auf einer Eisscholle ein. Ihre Füße und Ski verklemmen sich unter der Scholle und sie versinkt bis zur Brust. Erst nach 11 Minuten kommt sie frei. Einfühlsam und durchaus selbstkritisch erzählt Cecilie Skog in „Den Himmel berühren“ von ihren Erfahrungen als Extremsportlerin. Dabei bleibt sie weit abseitsm der Selbstverliebtheit und Eitelkeit vieler Profi-Bergsteiger. Ihre Freude an Naturerlebnissen und ihre ungezügelte Abenteuerlust bringt sie auf den Punkt, einfach und ehrlich. Das befreiend Ungezwungene dieser norwegischen Abenteurerin begleitet den Leser auf jeder Seite. Man kann gar nicht anders, als gemeinsam mit ihr an die extremsten Orte dieser Welt zu reisen- und sich auch noch gut dabei fühlen. |
| Kathrin Friedrich | |
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