| Rezension: Typisch Nordisch! Innendesign aus Dänemark |
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Originalausgabe: Auf Deutsch: |
Dorrit Elmquist und Birgitta Wolfgang Drejer aus Dänemark haben ihre Zusammenarbeit um einen neuen Bildband erweitert: Um die Fortsetzung ihres erfolgreichen Buches "Nordliv". 2007 in Dänemark publiziert, erschien es in deutscher Übersetzung bereits Anfang des Jahres 2008. Dass die beiden Verfasserinnen aus der Medien- und Werbebranche kommen, ist unverkennbar. Das Buch mutet als eine Art gebundene Sonderausgabe von "Schöner Wohnen" mit skandinavischem Schwerpunkt an. Präsentiert werden in detailreichen Bildern die Wohnungen und Häuser von 14 dänischen Familien. Auffallend dabei ist, dass größtenteils die Wohnungen von sogenannten Kreativen dargestellt werden, von Designern, Künstlern oder Werbefachleuten. Weniger die Wohnungen an sich, als dekorative Details der Inneneinrichtung prägen das Buch. Ergänzt werden die Fotografien von Birgitta Wolfgang Drejer durch Kurzporträts der Familien. Hier erfährt der Leser manches über die Eigentümer und über ihre Intentionen bei der Einrichtung der Domizile. Dorrit Elmquist streut in die einzelnen Wohnungskapitel verschiedene Rezepte, die weder typisch skandinavisch noch neu sind. In ihrem Buch möchten die Autorinnen den einfachen, typisch nordischen Einrichtungs- und Lebensstil festhalten. Für sie sind es das Material, das Licht und die – vor allem graublauen – Farben, die den besonderen Stil ausmachen. Die Motivation, einen zweiten Nordliv-Band zu machen, begründen Elmquist und Wolfgang Drejer damit, dass sich in den letzten Jahren einiges verändert habe, neue Trends seien zu erkennen: Blanke Oberflächen zum Beispiel, die das "nordische Licht" reflektieren. Die Einrichtungen seien persönlicher geworden – zu dem klassischen, romantischen oder minimalistischen Stil sei die Kategorie "mein eigener Stil" hinzugekommen. Er spiegle den Zeitgeist, eigene Wertvorstellungen und Erfahrungen. Hierzu gehören in zunehmendem Maße Reisen oder der Kontakt mit anderen Kulturen, der sich in den ethnischen Elementen der Einrichtungen zeige. Derartige Veränderungen hätte man vielleicht besser durch Porträts von "normalen" Familien zeigen können, die nicht in der Designbranche arbeiten. Natürlich bieten die Wohnungen dieser Fachleute mehr für das Auge – die Frage ist, wo man den Schwerpunkt setzten möchte. Die Familienporträts sind kurz gehalten, Kommentare fragmentarisch. Der Focus richtet sich hier eindeutig auf die Bilder, die mit Liebe zum Detail und zur Ästhetik fotografiert wurden. Teilweise wurden sie farblich verfremdet, um Stimmungen und Jahreszeiten intensiver darzustellen. Insgesamt ein ansehnliches Buch, das Anregungen für die eigene Wohnungseinrichtung und -dekoration vermitteln kann. Möglicherweise könnte man Inspiration auch etwas preiswerter finden. |
| Inken Dose | |
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