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Rückblick

Filmvorführung und Podiumsgespräch zu "Tage des Zorns"
am 10. September 2008 im Felleshus der Nordischen Botschaften

Postkarte - Vorderseite Postkarte - RückseiteDänisch-deutsche Zeitgeschichte und ein großartiger Film. Das interessiert. Der Andrang war riesig, bis auf den allerletzten Platz besetzt war das Auditorium des Felleshus der Nordischen Botschaften, als KULTURHUS BERLIN am 10. September exklusiv „Tage des Zorns“ (Flammen og Citronen) in Berlin präsentierte – den erfolgreichsten dänischen Film aller Zeiten.

700 000 Menschen in Dänemark sahen dort den Film im Kino. Mit dem Film begann in Dänemark eine breite gesellschaftliche Debatte um die Geschichte der eigenen Nation, um Besatzungszeit und Widerstand, um Mut und Feigheit, Erinnerung und das Verhältnis zum großen Nachbarn Deutschland.

KULTURHUS BERLIN eröffnete die öffentliche Debatte um den dänischen Film in Deutschland mit einem dänisch-deutschen Podiumsgespräch. Film im Gespräch: Über „Tage des Zorns“, die Geschichte von Menschen, die es tatsächlich gab, die gemeinsame Geschichte zweier Nachbarländer diskutierte am 10. September in Berlin ein dänisch-deutsches Podium und das Berliner Publikum. Aus Dänemark angereist war Jens Ege, aktiv im dänischen Widerstand und beeindruckender Zeitzeuge. Dabei außerdem Peter Wivel, politischer Journalist und Autor sowie Deutschland-Korrespondent der großen dänischen Tageszeitung Politiken, und Florian Vollmers von den Nordischen Filmtagen Lübeck, Kenner insbesondere des dänischen Films. Jan-Hecker Stampehl, Historiker am Berliner Nordeuropa-Institut, moderierte die Debatte über den wichtigen Geschichtsfilm, an dem sich das Berliner Publikum mit vielen Fragen, Ansichten und großer Neugier intensiv beteiligte.

KULTURHUS BERLIN dankt dem NFP Filmverleih für die hervorragende Unterstützung des Abends. Wir danken der Königlich Dänischen Botschaft, der Landeszentrale für politische Bildung Berlin sowie der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft, die mit ihrem Engagement die Veranstaltung ermöglicht haben.

Die Filmdokumentation der Diskussionsrunde wird in Kürze unter www.kulturhus-berlin.de veröffentlicht. | Fotoquellen: © Ulrike Schulz, Kulturhus Berlin

 

Jens EgeJens Ege, geboren 1925, begann mit 17 Jahren im Herbst 1943 aktiv im dänischen Widerstand zu arbeiten, zunächst auf Fünen, zuletzt in Kopenhagen. Bis zur Befreiung Dänemarks war er direkt dem Dänischen Freiheitsrat unterstellt. Nach Kriegsende studierte er Jura an der Kopenhagener Universität und war jahrelang im diplomatischen Dienst Dänemarks, unter anderem als Generalkonsul in Berlin.

Er arbeitete in Flensburg, Reykjavik, Moskau, Bern, Jakarta, Dhaka und Berlin, war als Wahlbeobachter in Afrika, Russland, der Ukraine und auf dem Balkan. Vor kurzem erschien sein Buch „Interneringskartoteket – Om Carsten Høeg og hans gruppe under besættelsen“, das sich mit der Widerstandsarbeit des Kopenhagener Professors Carsten Høeg beschäftigt. Jens Ege ist im Vorstand der „Frihedkampens Veteraner“, einer Vereinigung von Dänen und deren Nachkommen, die aktiv im Widerstand gegen die deutsche Besatzung waren.

Peter WivelPeter Wivel, Jahrgang 1943, arbeitet seit 2004 als Deutschland-Korrespondent der dänischen Tageszeitung „Politiken“ in Berlin. Wivel war Chefredakteur dreier dänischer Zeitungen: Information (1987-1990), Weekendavisen (1992-98) und Berlingske Tidende (1998-2001). Er ist Autor von Büchern über George Orwell (1984), Benjamin Constant (1996), Jean-Jacques Rousseau (1998) und die RAF (2007).

Florian VollmersFlorian Vollmers wurde 1973 geboren, studierte Theater- Film- und Medienwissenschaft und Skandinavistik in Frankfurt am Main und ist Journalist für Wirtschafts- und Kultur-Themen in Print- und Onlinemedien. Sein Spezialgebiet sind die Gesellschaft und Kultur Dänemarks, insbesondere die dänische Filmgeschichte. Für die NORDISCHEN FILMTAGE LÜBECK, eines der renommiertesten Filmfestivals in Deutschland, übernimmt Florian Vollmers die Öffentlichkeitsarbeit. Er veröffentlicht u. a. in der F.A.Z., Handelsblatt, dem Hochschulanzeiger; seine Kinobesprechungen, Buch- und DVD-Rezensionen erscheinen in zahlreichen Magazinen und Tageszeitungen.

Jan Hecker-StampehlModeriert wird der Abend von Jan Hecker-Stampehl (Historiker, Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin). Jan Hecker-Stampehl (* 1974) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter für nordeuropäische Geschichte am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin. Dort forscht und unterrichtet er u. a. zur Geschichte Nordeuropas im 20. Jahrhundert, speziell zum Zweiten Weltkrieg.

Konzept und Gesamtleitung: Ulrike Schulz, KULTURHUS BERLIN

 
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