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Liebe Freundinnen und Freunde des KULTURHUS BERLIN, "Ich warte auf die Wiederholung von Heima!" oder "Der Nordische Filmklub bereichert die Stadt ungemein!" oder "Das ganze Jahr über Filme zeigen". Ideen, Anregungen, Wünsche – noch nie beteiligten sich so viele Leserinnen und Leser an unserer Umfrage zum NORDISCHEN FILMKLUB wie in diesem Jahr. Und: Noch nie zuvor erhielten wir für unsere Filmreihe so viel Lob. Wir freuen uns über Ihre Zustimmung, so wie wir uns über das nicht nachlassende Interesse am nordischen Film insgesamt freuen. Hervorragende Produktionen aus Skandinavien werden deshalb auch im neuen Programm des NORDISCHEN FILMKLUBs zu finden sein. Ab September wieder im Felleshus der Nordischen Botschaften. In dieser Doppelausgabe für Juli und August nun unsere Lektüretipps für den Sommer. KULTURHUS BERLIN sprach mit einer der erfolgreichsten Krimiautorinnen Schwedens: Åsa Larsson. Der große norwegische Dichter Knut Hamsun, der im August vor 150 Jahren geboren wurde, ist Thema eines weiteren Interviews. Im KULTUR SPIEGEL empfahl jüngst die Schauspielerin Birgit Minichmayr unsere Mumin-Ausstellung, die Sie noch bis zum 28. August in Berlin sehen können – bevor die Europareise beginnt. Sonnige Grüße, Ihr Inhalt
1.2 Oskar Werner spricht "Hunger" 1.3 "Hamsuns Geschichts- und Menschenbild war geprägt von Sozialdarwinismus" – Interview mit Prof. Walter Baumgartner 1.4 Zuviel des Bösen 1.5 Literaturgeschichte und Liebe 1.6 Bibendum. Münster trifft Kopenhagen 1.7 Das Turkuer Nachtleben und seine Folgen 1.8 Nordische Kuriositäten 1.9 "Ostberlin war das Helsinki meiner Kindheit" – Interview mit Juhani Seppovaara
2.2 Angekommen – die Mumin-Ausstellung in der KULTschule 2.3 Kleiner Troll und große Abenteuer
3.2 KULTURHUS BERLIN auf dem Sommerfest der Schwedischen Botschaft 4 VORSCHAU: Der Herbst wird nordisch! 5 TIPPS & TERMINE: Der Norden in Berlin 7 KULTURNOTIZEN aus dem NORDEN 1 KULTURHUS BERLIN: Lesen im Sommer - INTERVIEWS und REZENSIONEN1.1 "Ich komme ohne Kiruna nicht zurecht" – Interview mit Åsa Larsson
Åsa Larsson ist derzeit eine der erfolgreichsten schwedischen Krimiautorinnen. Sie debütierte 2003 mit dem Bestseller "Sonnensturm”, der als bestes Krimidebut 2003 ausgezeichnet wurde. "Sonnensturm" war das erste von sechs Büchern in einer Serie, von der bis jetzt vier Bände vorliegen – alle waren sehr erfolgreich und wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Gerade ist in Deutschland ihr viertes Buch "Bis Dein Zorn sich legt” erschienen. Als Åsa Larsson vier Jahre alt war, zog ihre Familie nach Kiruna in Nordschweden, wo Larsson aufwuchs. Sie studierte Jura an der Universität von Uppsala und arbeitete als Steuerfachanwältin. Heute aber ist sie Vollzeitschriftstellerin. Ihre Fähigkeit, Landschaften und Umwelt zu beschreiben, hat viele Leser gefesselt. Und dass ihre Kindheit und Jugend in Kiruna einen großen Einfluss auf ihre Bücher hatten, ist nicht zu übersehen. Wir treffen eine strahlend fröhliche Åsa Larsson an einem sonnigen Nachmittag in einem Hotel. Sie erzählt uns, dass dies ihr erster Berlinbesuch sei und sie die Stadt jetzt schon liebe. KULTURHUS BERLIN: Auf welche Weise haben die Landschaft, das Klima und die Mentalität in Kiruna Sie beeinflusst? Åsa Larsson: Die Natur ist unglaublich wichtig! Sie soll in meinen Büchern die ganze Zeit etwas widerspiegeln, entweder, wie sich ein Mensch fühlt, oder was in der Geschichte passiert. Ich will die Natur für mich verwenden, ihr eine Seele geben, so dass sie wie eine Person in der Geschichte wird. Kiruna ist einzigartig und für mich mehr eine Voraussetzung als eine Inspiration. Ich habe ein unglaublich starkes Gefühlsband zu dieser Stadt. Viele sagen, ich bedeute viel für Kiruna, aber es ist genau anders herum. Ich komme ohne Kiruna nicht zurecht. Ich habe versucht, Geschichten zu schreiben, die in Mariefred spielen, wo ich jetzt lebe, aber es geht nicht! KULTURHUS BERLIN: Wollten Sie immer schon schreiben? War das ein Kindheitstraum für Sie? Åsa Larsson: Ja, das wollte ich. Ich bin als Einzelkind aufgewachsen, mein Vater war Bibliothekar mit einem riesigen Literaturinteresse. Er fand, ich sollte nur gehobene Literatur lesen, ich durfte zum Beispiel nie ein "Kitty"-Buch lesen. Er hat sich immer für meine kreativen Projekte interessiert und hatte großen Einfluss auf mich. Ich habe Jura studiert und eine Weile als Juristin gearbeitet, und da bin ich vom Schreiben abgekommen. Erst als ich mein erstes Kind bekommen hatte, fing ich wieder damit an. Ich fühlte mich ein wenig leer und unglücklich und hatte das Bedürfnis, sehnte mich danach, etwas Kreatives zu machen. Es war ein fantastisches und unbeschreibliches Gefühl, als es begann, sich in meinem Kopf zu bewegen. Ich hatte wirklich viel Spaß.
Bis dein Zorn sich legt Der schwarze Steg Weiße Nacht Sonnensturm 1.2 Oskar Werner spricht "Hunger"
Constanze Gestrich Knut Hamsun 1.3 Jubilar mit schwierigem Erbe – Knut Hamsun
zum 150.
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Er gehört zu den Wegbereitern der literarischen Moderne, meisterte den Aufstieg vom Landproletarier und Gelegenheitsarbeiter zum gefeierten Autor und Nobelpreisträger. Doch so groß wie die Bewunderung für sein dichterisches Schaffen, so wichtig ist angesichts seines Bekenntnisses zum deutschen Nationalsozialismus die kritische Auseinandersetzung mit der Person Knut Hamsun (1859-1952). Am 4. August 2009 wäre der norwegische Schriftsteller 150 Jahre alt geworden. KULTURHUS BERLIN sprach über ihn mit Prof. em. Dr. Walter Baumgartner aus Greifswald.
KULTURHUS BERLIN: Was war für Sie persönlich die erste prägende Begegnung mit dem Autor Knut Hamsun und seinen Büchern?
Baumgartner: Während meines Stipendienaufenthalts in Uppsala schrieb ich eine Seminararbeit über Hamsuns Roman "Pan". Später, es waren die Jahre 1968 bis 1971, in Oslo wurde ich immer wieder in Gespräche gezogen, die sich um Hamsuns Engagement für Hitlerdeutschland drehten. Als ich 1980 in Bochum Professor wurde, war meine erste Vorlesung dem Klassiker Hamsun gewidmet.
KULTURHUS BERLIN: Als einer der Begründer der literarischen Moderne begeisterte und beeinflusste Knut Hamsun Schriftstellerkollegen wie Franz Kafka, Thomas Mann, oder Samuel Beckett. Ernest Hemingway meinte, Hamsun habe ihn das Schreiben gelehrt. Was war damals das Bahnbrechende an seiner Literatur?
Baumgartner: Hamsun hat von Dostojewski und Strindberg gelernt. In "Hunger" und "Mysterien" wendet er den sog. Stream of consciousnes an, für den später James Joyce berühmt geworden ist. Auch in seinen Heimatromanen bleibt er Modernist, seine Erzählweise ist ironisch und offen, sie fordert ständiges Mitdenken. Die Komposition seiner Romane scheint nachlässig, chaotisch zu sein, und doch ist genau dies der adäquate Ausdruck seiner Sicht auf die Welt. Seine Witze sind bösartig, man merkt oft erst wenn man lacht, dass man über sich selbst lacht, oder über Opfer der Romanhandlung, die eigentlich schon gestraft genug sind, so wie der Kastrat Oliver in "Die Weiber am Brunnen". Jedes Mal, wenn man ein Buch von ihm wieder liest, treten wie im Entwicklerbad neue raffiniert versteckte Zusammenhänge hervor, entfaltet sich ein anderer, neuer Sinn.
Das vollständige Interview von Tanja Bradtke lesen Sie Sie
in der Rubrik >> Interviews auf www.kulturhus-berlin.de.
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Walter Baumgartner
war bis zu seiner Emeritierung Inhaber des Lehrstuhls für Neuere
skandinavische Literaturen an der Universität Greifswald und ist
Leiter des dortigen Kulturfestivals Nordischer Klang. Über Knut Hamsun
hat er eine Biographie sowie zahlreiche Artikel veröffentlicht.
Die
Geschichte handelt von schwulen, pädophilen Dänen. Ein Kapitalist,
ein Grönlandforscher, ein Staatssekretär im Verteidigungsministerium,
die zu Nazis werden, weil ein schwuler SS-Mann sie fasziniert und ihr
privater "Führer" wird. Außerdem gibt’s da
noch Geldgründe, denn der Kapitalist betreibt in Litauen eine Firma,
die Juden und Zigeuner als Zwangsarbeiter ausbeutet. Der Krimi beginnt
mit dem Mord an dem Kapitalisten, den ein Eskimo auf rituelle Weise begeht
– sehr grausam. Entführte türkische Kinder spielen eine
Rolle, die persönlichen Probleme aller beteiligten Polizisten, die
Stasi, die CIA, die dänischen Geheimdienste, der KGB, Lech Walesa
und die Lenin-Werft. Ach ja: Man schreibt das Jahr 1979. Kollaboration
von Dänen mit deutschen Besetzern, der Kalte Krieg, Kinderhandel,
das kaputte Leben der Kriminalisten und drei Brüder, die sterben
müssen – Exkurse in Eskimo-Mystik und dänische Grönland-Verachtung.
Das alles ist zum Schluss ein bisschen viel Fracht.
Mario Fechner
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Christian Dorph und Simon Pasternak
Der deutsche Freund
Aus dem Dänischen von Ulrich Sonnenberg
Suhrkamp
ISBN-13: 978-3518460894
€ 9,95
Die
Doppelidentität von Jan Arnald (Kritiker und Autor anspruchsvoller
Literatur) und Arne Dahl (Krimiautor und Schöpfer der sogenannten
A-Gruppe um Paul Hjelm, Kerstin Holm und anderen charakteristischen Ermittlern
aus Stockholm, zuständig für die schweren Fälle internationaler
Art) wird dem Leser mittlerweile per Klappentext offenbart. Es ist also
längst kein Geheimnis mehr, und dennoch hält Arnald am Pseudonym
Dahl fest. So gelinge es ihm, die beiden unterschiedlichen Richtungen
seines Schaffens als zwei getrennte Sphären aufrechtzuerhalten.
Mit "Maria und Artur. Roman einer Schriftstellerliebe" begibt sich Arnald ins Zentrum der schwedischen Literaturgeschichte. Maria und Artur – das sind Karla Petersson alias Maria Wine und Artur Lundkvist, Schwedens bekanntestes Schriftstellerpaar, nicht nur wegen ihres umfangreichen Œuvres, sondern auch aufgrund ihrer unkonventionellen Ehe und ihres öffentlichen Auftritts. Wie Sartre und Beauvoir versuchten sie lebenslang eine offene Beziehung zu führen.
Die vollständige Rezension von Constanze Gestrich lesen
Sie Sie in der Rubrik >> Rezensionen auf www.kulturhus-berlin.de.
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Jan Arnald
Maria und Artur. Roman einer Schriftstellerliebe
Aus dem Schwedischen von Wolfgang Butt
Piper 2008
304 Seiten
ISBN-13: 978-3492051088
€ 19,90
Etwas
Ähnlichkeit haben sie schon, die beiden Herren. Wie Herr Wilsberg,
ist Erik Andersen Besitzer eines Antiquariats. Beide sind etwas schrullig
und mehr oder weniger freiwillig Radfahrer in Städten, in denen es
sich gut radeln lässt. Und vor allem: Beide verdingen sich als Privatdetektiv.
Ihre Vorgeschichten jedoch unterscheiden sich voneinander. Während
der eine als Anwalt tätig war, hat der andere als Polizist dafür
gesorgt, dass die Anwälte Kundschaft bekommen.
Die vollständige Rezension von Inken Dose lesen Sie Sie
in der Rubrik >> Rezensionen auf www.kulturhus-berlin.de.
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Niels Lillelund
Bibendum
Gyldendal, 2007
272 Seiten
ISBN 978-87-02-05994-6
DKK 275
Jussi
Vares gehört zu den Männern, die trinken, nein: die saufen,
pöbeln und vögeln, und die dennoch irgendwann sympathisch werden.
Wie gelingt das Rejio Mäki, dem finnischen Kult-Krimiautor, bloß?
Vielleicht ist es die Tatsache, dass die Schurken, die Vares schlussendlich
hinter Schloss und Riegel bringt, immer noch ein bisschen schlimmer und
unsympathischer sind als der Privatdetektiv, der trotz aller Männlichkeitsallüren
doch auf der Seite der Schwachen, Kleinen und Übervorteilten steht.
Die vollständige Rezension von Constanze Gestrich lesen
Sie Sie in der Rubrik >> Rezensionen auf www.kulturhus-berlin.de.
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Rejio Mäki
Der vierte Musketier
Aus dem Finnischen von Bernd Lüecke
Piper 2009
304 Seiten
ISBN 978-3-492-25364-2
€ 8,95 Euro
Kristof
Magnussons Erzählband beginnt leider mit einem Vorwort aus seiner
eigenen Feder. Dieses kann man sich getrost schenken, denn es reproduziert
vor allem schon längst Bekanntes. Der in Hamburg geborene Autor,
Sohn deutsch-isländischer Eltern, versucht sich einmal mehr in der
Kategorisierung von Skandinavien-Interessierten und reproduziert dabei
Stereotypen, die glücklicherweise in nicht vielen der folgenden Erzählungen
und Geschichten wiederholt werden. Denn was Magnusson zusammengetragen
hat, entpuppt sich als kleines, vor allem mit Humor zunehmendes Schatzkistlein
skandinavischer Erlebnisse und Herausforderungen. Und nachdem sich beim
Leser das erste Erstaunen gelegt hat, wer sich aus der deutschen Autorenwelt
so alles mit Skandinavien befasst, lässt sich doch die eine oder
andere Kostbarkeit zwischen eher Schnellvergänglichem entdecken.
Die vollständige Rezension von Constanze Gestrich lesen
Sie Sie in der Rubrik >> Rezensionen auf www.kulturhus-berlin.de.
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Kristof Magnusson (Hrsg.)
Dänen lügen nicht. Kuriose Geschichten aus Skandinavien
Piper 2009
240 Seiten
ISBN 978-3-492-05268-9
€ 16,95
![]() Foto: Simona Selenscig |
Juhani Seppovaara lernte 1980 auf einem internationalen Wirtschaftskongress in Budapest den Kollegen Leo aus Ostberlin kennen. In den folgenden Jahren besuchte Seppovaara ihn und seine Freunde regelmäßig im Prenzlauer Berg. Sein Buch "Unter dem Himmel Ostberlins" hat den Finnischen Buchkunstpreis 2007 gewonnen.
"Unter dem Himmel Ostberlins” zeigt Fotos von Produkten, Straßen, Menschen und besonderen Orten im ehemaligen Ostberlin. Das Buch ist mit seiner Kombination von Fotos und Geschichten wie eine Reise in Seppovaaras Universum des damaligen Ostens der Stadt. Seppovaara zeigt wie das Leben in Ostberlin alles andere war als grau: Für ihn war es bunt und interessant.
Dazu erzählt er 40 Geschichten, die im Prenzlauer Berg der 1980er Jahre spielen. In magischer, anziehender Art und Weise treffen wir bei ihm auf Menschen, die uns an ihrem Leben teilnehmen lassen.
Dorte Bruun-Christensen traf Juhani Seppovaara an einem Nachmittag in Berlin. In der Ruhe, die Seppovaara umgibt, sprach sie mit ihm über sein Buch und seine Beziehung zu Berlin.
KULTURHUS BERLIN: Was motivierte dich "Unter dem Himmel Ostberlins” zu schreiben? Was ist das Besondere?
Juhani Seppovaara: Erst einmal unterscheidet sich das Buch thematisch von meinen anderen Büchern, in denen es um volkstümliche Baukultur in Finnland geht. "Unter dem Himmel Ostberlins" ist weder Ostalgie noch handelt es sich um eine Biografie über meine Zeit am Prenzlauer Berg in den 80ern. Die Motivation, dieses Buch zu schreiben, war der Wunsch, die Geschichten von den Leuten zu erzählen, die ich damals kennenlernte. Einige Geschichten habe ich stark verändert, einige sind fast so, wie sie mir erzählt wurden.
Das vollständige Interview von Dorte Bruun-Christensen lesen
Sie Sie in der Rubrik >> Rezensionen auf www.kulturhus-berlin.de.
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Juhani Seppovaara
Unter dem Himmel Ostberlins
be.bra Verlag 2008
168 Seiten
ISBN 978-3-86124-628-2
€ 19,90
Das Buch ist auch mit einer DVD erhältlich, die eine kurze Geschichte der DDR auf Finnisch, Original-Beiträge aus dem finnischen Fernsehen und Musik von "Herbst in Peking" u.v.m. enthält – Buch und DVD (ISBN 978-3-86124-627-5) kosten zusammen € 24,50.
![]() Auf der diesjährigen Berlinale erhielt die aus Österreich stammende Schauspielerin den Silbernen Bären Quelle: Berlinale/ Andreas Teich |
Die Schauspielerin Birgit Minichmayr erwärmt sich in der Juni-Ausgabe des KulturSPIEGEL für unsere Mumin-Ausstellung. In der Monatsbeilage des in Hamburg erscheinenden SPIEGEL sagt sie:
"Als kleines Mädchen habe ich mich vor den Mumins gefürchtet – und ich habe sie geliebt: Wenn die Geschichten der nilpferdartigen Trolle im Fernsehen liefen, habe ich sie mir trotz meiner Angst immer angeschaut. In Berlin läuft zur Zeit eine Wanderausstellung über die Mumin-Geschichten der Autorin und Illustratorin Tove Jansson: bis 08. Juni in der Bibliothek am Luisenbad, ab 20. Juni in der KULTschule. Die Ausstellung ist klein, aber sie zieht mich magisch an."
KulturSPIEGEL 6/2009
Noch bis zum 28. August ist die Wanderausstellung "Schweben – Träumen – Leben. Tove Janssons Mumin-Geschichten" in Berlin. In der KULTschule Lichtenberg hat sie ihre letzte offizielle Station in der Hauptstadt, bevor sie auf Europatour geht. Am 23. Juni wurde die Ausstellung hier eröffnet, und um dies angemessen zu feiern, kamen große und vor allem viele kleine Mumin-Fans in die Sewanstraße 43.
Doris Kluge, Vorsitzende der KULTschule, war vergnügt und sichtlich stolz, als die Ausstellung eröffnet wurde: In der hauseigenen Werkstatt waren das Mumin-Haus, die hölzernen Mumin-Figuren und viele weitere Objekte der Ausstellung hergestellt worden...
Den vollständigen Beitrag von Verena Morys lesen Sie hier.
Außerdem verriet sie, dass die Mumin-Ausstellung als Beitrag des Lichtenberger Kulturvereins bei der "Langen Nacht der Bilder" am 4. Juli präsentiert werden würde. Ebenso gut gelaunt war die Leiterin des Finnland-Instituts, Marjaliisa Hentilä, die sich selbst, ihre Institutsmitarbeiterinnen und einige Mitarbeiterinnen der KULTschule und des KULTURHUS BERLIN als "Mumin-Mamas" vorstellte – zu erkennen an der rot-weiß-gestreiften Schürze. Wie die echte Mumin-Mama waren sie an diesem Tag dafür zuständig, dass sich alle Kinder wohlfühlten und mit ihren Fragen und Sorgen zu ihnen kommen konnten. Nach einer kurzen Vorstellung Tove Janssons’ und der Mumins konnte die Institutsdirektorin dann auch berichten, dass die Ausstellung nach ihrer Station in Lichtenberg auf Europatour gehen wird und bereits bis 2011 ausgebucht ist.
Schon als sie den Ausstellungsraum betraten, konnte man von den Erst- bis Drittklässlern erstaunte "Oh’s" und "Ah’s" hören. Ilka Sonntag vom KULTURHUS BERLIN erzählte die Geschichte "Mumin, wie wird’s weitergehen?", und als alle gemeinsam auf den Bildern im Buch nach der Kleinen My suchten, waren die Kinder endgültig verzaubert. Schließlich lernten sie auch noch sich zu verwandeln und selbst wie ein Mumin zu sein, zu lachen wie ein Mumin, wie die Kleine My wütend mit dem Fuß aufzustampfen oder sich wie Mumin-Mama die Schürze zu binden. Ein aufregender Nachmittag in der wunderbaren Mumin-Welt.
Verena Morys
Auch in der KULTschule Lichtenberg gibt es wieder ein Rahmenprogramm mit Workshops. Die Termine finden Sie unter www.kulturhus-berlin.de/mumin.
Wer
schon immer wissen wollte, wo die Mumintrolle eigentlich früher gelebt
haben oder wie die Muminfamilie zu ihrem schönen Haus in dem sonnigen
Tal gekommen ist, wird in "Mumins lange Reise" fündig.
Das erste Muminbuch Tove Janssons, das bereits 1945 in Finnland erschien,
ist das bei weitem kürzeste der insgesamt neun Muminbücher –
was seiner Qualität jedoch keinen Abbruch tut. "Mumins lange
Reise" entführt den Leser in eine zauberhafte Märchenwelt,
wie er sie von den anderen Mumingeschichten gar nicht gewohnt ist.
Die vollständige Rezension von Verena Morys lesen Sie Sie
in der Rubrik >> Rezensionen auf www.kulturhus-berlin.de.
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Tove Jansson
Mumins lange Reise
Aus dem Schwedischen von Birgitta Kicherer
Arena Verlag 2007, gebundene Ausgabe
ISBN 978-3-401-06094-1
63 Seiten
€ 8,95
![]() Besuch im Mumin-Haus | Quelle: KULTURHUS BERLIN/Ulrike Schulz |
Was wären wir ohne Finnland? Dass ein schnulzig-schmalziger Tango etwas richtig Schönes sein kann, erfuhr man auf der LANGEN NACHT DER WISSENSCHAFTEN am 13. Juni. Das Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität präsentierte an diesem Abend bis in die Nacht echten finnischen Tango und echte finnische Trolle. Fabelhafte Tanzkurse unter Leitung von Dr. Jochen Hille – im Haus am Hegelplatz wurde es eng, melancholisch und spät. Mittendrin – die Mumins, in diesem Jahr special guests des KULTURHUS BERLIN. Rappelvolle Sprachkurse für Dänisch, Isländisch, Finnisch in 20 Minuten Erste-Hilfe-Kurse in Sachen Skandinavien, Haru – der Originalfilm über Tove Jansson – und ein Vortrag über die kulinarische Welt des Nordens. In dieser Langen Nacht kamen 1200 Besucher, die mehr über Skandinavien wissen wollten.
Weitere Bilder von der LANGEN NACHT DER WISSENSCHAFTEN finden Sie Sie
in der Rubrik >> Rückblick auf www.kulturhus-berlin.de.
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"Er war ein Graugnom." Das ist die Erklärung. Jonas, der mit seiner Mutter gekommen ist, kennt die Geschichte von Ronja Räubertochter genau. "An seiner Schule war das nämlich gerade ein Theaterstück. Und er hat mitgespielt." Jonas nickt bescheiden. Heute aber ist er kein Graugnom, sondern Teilnehmer der Familien-Rallye, die KULTURHUS BERLIN für das Sommerfest der Schwedischen Botschaft konzipiert hatte, das an diesem letzten Juni-Wochenende und in schönstem Sommerwetter gefeiert wird. Da wimmelte es von Figuren aus schwedischen Kinderbüchern, schwedischen Städtenamen und Fragen über Fragen. Wie hört sich Schwedisch überhaupt an? Im Kinderzelt gab es Sprachkurse mit KULTURHUS BERLIN, Erzählstunden und einen leibhaftigen Petterson – nebst Findus. Pippi Langstrumpf hielt auf der großen Bühne zwei Polizisten vor ihrer kunterbunten Villa zum Narren. Musik aus Schweden, Filme aus Schweden, Design aus Schweden, Essen aus Schweden ... Schweden für jeden! 11 000 Besucher kamen, um das zu feiern.
Weitere Bilder vom Sommerfest der Schwedischen Botschaft finden Sie Sie
in der Rubrik >> Rückblick auf www.kulturhus-berlin.de.
10 Jahre Nordische Botschaften – feiern Sie mit und ...
... und vieles mehr, den ganzen Herbst über! Das vollständige Programm finden Sie ab September auf der Website www.nordischebotschaften.org sowie als gedruckte Version in Berliner Kulturinstitutionen und natürlich im Felleshus.
21., 22., 23., 26., 30. und 31. August,
4., 8., 9. und 27. September sowie im Oktober und November
Premiere am 21. August 2009
ConRytmo: Drums should be forbidden
Außergewöhnliche Percussion-Klangshow mit Laser- und Lichteffekten: Drum-Circus auf höchstem Niveau.
Das schwedische Schlagzeugensemble ConRytmo schuf mit der Show "Drums should be forbidden" ein ganz neues Veranstaltungskonzept mit klassischen Trommeln, Goldfischgläsern, Ventilationsrohren und anderen Instrumenten und alltäglichen Gebrauchsgegenständen.
Babylon Berlin
Rosa-Luxemburg-Str. 30
10178 Berlin
10. Juni – 10. September 2009 | 9 bis 17:30 Uhr
"Schwedische Transformation"
Die drei schwedischen Künstlerinnen Sofie Arfwidson, Ulrika Segerberg und Ninia Sverdrup, seit einiger Zeit in der Berliner Kunstszene beheimatet, stellen ihre Werke vor. So unterschiedlich die Künstlerinnen, so unterschiedlich sind auch ihre Motive und Techniken. In ihren Bildern begegnen uns opulente Märchenfiguren, außergewöhnliche Engel und sparsam in Szene gesetzte Philosophie zum Thema Urbanität.
PC-WARE AG
Alte Rhinstraße 16
12681 Berlin
Noch bis zum 29. August | Zeughauskino
Filmreihe DEUTSCHE UND POLEN
Aus Anlass des 70. Jahrestages des Überfalls auf Polen präsentiert das Zeughauskino die Filmreihe DEUTSCHE UND POLEN, die die gleichnamige Ausstellung des Deutschen Historischen Museums begleitet. Auf dem Spielplan stehen deutsche und polnische Produktionen, die eine mehr als sechshundertjährige Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen erzählen und ein wechselhaftes, immer facettenreicher werdendes Bild des jeweils Anderen zeichnen.
Zeughauskino
Deutsches Historisches Museum
(Zeughausgebäude Eingang Spreeseite)
Unter den Linden 2
10117 Berlin
Kinokasse: 030 / 20 30 4 – 770
Noch bis zum 30. August | täglich | FEZ
Spielofezien
Die FEZ-Sommerferienaktion mit Ronja, Michel und Pippilotta: Während der Sommerferien verwandelt sich das FEZ in ein Astrid-Lindgren-Geschichten-Land. Familien entdecken das schwedische Dorf Bullerbü mit Quatsch- und Ulkspielen, Krebsfangen und Spielen im Stroh. Seetaugliche lernen Piraten- und Seeleutetricks auf der Hoppetosse. Und in Ronjas Räuberwald erleben die Ferienkids das richtige Räuberleben. Hier wird gemeinsam mit dem ältesten Räuber Glatzenpeer die Mattisburg gebaut.
Eintritt: € 2,– / Familienticket € 6,50 / Wochenkarte € 10,-
FEZ-Berlin Kinder-, Jugend- und Familienzentrum
An der Wuhlheide 197
12459 Berlin
Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 13-18 Uhr, So 11-18 Uhr
Informationen von SpieloFEZien aus dem Jahr 2007 finden Sie unter:
www.spielofezien.de
Der Stummfilm "Segen der Erde" nach Knut Hamsuns "Markens Grøde" wird Ende August im deutschen Fernsehen gezeigt. Lange Zeit galten Film und Originalpartitur als verschollen – bis in New York eine unvollständige Kopie auftauchte. Als 1991 eine zweite Kopie im Niederländischen Filmmuseum identifiziert wurde, konnte der Film samt seinen beeindruckenden Original-Viragen aus den beiden Quellen wieder hergestellt werden. Die Originalmusik hat sich als Notensatz im Archiv des Norwegischen Rundfunks erhalten und wurde dort 1994 entdeckt. Arte zeigt den Klassiker am 31. August.
Außerdem ist Irene Huss von der Kripo Göteborg in diesem Sommer erstmals im deutschen TV präsent. Ihre Kollegen aus Stockholm und Ystad sind ebenfalls wieder auf unseren Bildschirmen zu sehen. Gezeigt werden wunderbare Spielfilme wie Lone Scherfigs "Italienisch für Anfänger" oder "Wie im Himmel" aus Schweden. Dem deutschen Überfall auf Polen vor 70 Jahren widmen sich eine Reihe von Dokumentationen sowie ein deutscher Spielfilm aus den 60ern.
Einige Empfehlungen schon hier. Mehr finden Sie wie immer aktuell unter
www.kulturhus-berlin.de.
Egon Olsen lebt in einem Kinderheim im Jahr 1958. Er hat einen Plan, wie er von dort wegkommt: Er möchte sich von einer reichen Familie adoptieren lassen. Benny und Kjeld sind begeistert, aber wie in fast jedem Olsenbandenfilm geht natürlich auch hier etwas schief. Die neuen Eltern stellen sich in Wirklichkeit als Raketenfabrikanten heraus und wollen Egon als ersten Menschen in den Weltraum schicken. Noch vor den Russen oder Amerikanern soll Dänemark als Raumfahrtnation in die Geschichte eingehen.
Der Film entstand als Fortsetzung der erfolgreichen Olsenbande-Filmreihe, nur dass in diesem Film die Geschichte der Olsenbande in ihren Kindertagen erzählt wird.
Varg Veum soll im Auftrag seines alten Freundes Jacob herausfinden, ob dessen Frau untreu ist. Der Job ist äußerst undankbar, denn Rebecca ist Veums heimliche, unerfüllte Liebe. Wider Willen schlittert er erneut in eine Affäre mit ihr. Als er die Beziehung beenden will, findet er Rebecca tot in ihrem Haus. Offenbar hat sie sich erhängt, doch Veum vermutet, dass jemand ihren Selbstmord vortäuschte. Weitere Frauen sterben auf die gleiche Art, jedes Mal wird ihr Tod durch Erhängen theatralisch inszeniert. In ihren weißen Kleidern erwecken die Opfer den Anschein gefallener Engel. Die Spur führt ausgerechnet zu jener Band, in der Varg Veums Freund Jacob spielte, bevor er seinen Durchbruch als Rockstar hatte.
Vattenfall, der schwedische Energieriese, steht unter Beschuss. Ein Atom-Störfall jagt den nächsten: Nach Krümmel in Schleswig-Holstein werden nun auch in Schweden immer mehr Störfälle publik gemacht.
Während in Deutschland eine heftige Kontroverse um die Sicherheit von Atomkraftwerken und die Informationspolitik ihrer Betreiber entbrannt ist, halten sich die Schweden mit Kritik sehr zurück, auch an ihrem Staatskonzern Vattenfall. Die schwedische Regierung will sogar ihren vor 30 Jahren per Volksentscheid beschlossenen Atomausstieg rückgängig machen, und die Mehrheit der Schweden unterstützt dies. Zudem wird das weltweit erste Endlager für hochradioaktiven Atommüll in Schweden gebaut.
* Spurensuche in Ostpreußen - ein Porträt des Architekten
und Buchautors Christian Papendick
* Die Entdeckung der Langsamkeit - unterwegs mit den finnischen Flößern
* Isländische Tauchabenteuer - die Papageitaucher von Grimsey
Weitere Themen:
* Bornholmer Sommer - auf den Spuren eines dänischen Schmetterlingsforschers
* Classic Car Week im schwedischen Rättvik - das größte
Oldtimertreffen Skandinaviens
Isak und Inger besiedeln ein karges Stück Land im rauen Norden von Norwegen. Obwohl ihr Alltag fast ausschließlich aus körperlicher Schwerstarbeit besteht, lernen sie beharrlich, mit der Natur und ihren Zyklen zu leben - und bringen es schließlich zu bescheidenem Wohlstand. Als Inger und Isaks drittes Kind mit einer Hasenscharte zu Welt kommt, entschließt sich Inger zum Kindsmord, um dem Neugeborenen das harte und unerbittliche Leben zu ersparen, wie sie es führen muss. Doch sie wird verraten und zu mehreren Jahren Freiheitsentzug verurteilt...
Der zwölfjährige Petter zieht mit seiner Familie aus einer norwegischen Großstadt auf einen abgelegenen Bauernhof, den seine Mutter künftig bewirtschaften will. Von diesem Umzug ist Petter wenig begeistert: Die neue Umgebung liegt in einem Funkloch, kein Handy funktioniert und es gibt auch keinen Internet-Anschluss. Deshalb kehrt sein Vater zum Arbeiten bald wieder in die Stadt zurück. Petter, der sich vergeblich bemüht, mit den früheren Freunden Kontakt zu halten, bleibt gar nichts anderes übrig, als sich mit der ungewohnten Situation abzufinden. Doch schnell stellt sich heraus, dass das Leben auf dem Land längst nicht so geruhsam und langweilig verläuft, wie es auf den ersten Blick aussah.
Aus Anlass des 150. Geburtstages Knut Hamsuns wurde am 4. August 2009 auf der nordnorwegischen Insel Hamarøy, wo der Schriftsteller seine Kindheit und Jugend verbrachte und später vorübergehend einen Bauernhof betrieb, ein Hamsun-Zentrum eröffnet. Der amerikanische Architekt Steven Holl versteht seinen von einer Vision des "Mysterien"-Helden Nagel inspirierten schwarzen Turm als "einen Körper, ein Schlachtfeld für unsichtbare Kräfte [und] Hamsun-Gestalt im architektonischen Sinne." Neben einer Ausstellung über Hamsuns Leben und Werk sowie dessen Interpretation bietet das Zentrum Räume für Seminare, Film- und Theateraufführungen sowie Festveranstaltungen und will zu Auseinandersetzung und Debatte über das umfangreiche und mehrdeutige Werk des wegen seines Bekenntnisses zum deutschen Nationalsozialismus umstrittenen Nobelpreisträgers im Kontext der gesellschaftlichen Strömungen anregen. (Quelle: www.hamsunsenteret.no)
Trotzdem vor zehn Jahren der vermeintlich letzte Roman um Kommissar Wallander erschien, wird im August nun in Schweden ein neuer veröffentlicht. Autor Henning Mankell betont: diesmal ist es wirklich der ALLERletzte. Die neue Geschichte soll aber weniger ein Krimi, als eine Art „gestaltete Tragödie“ sein, in der der Kommissar, der mittlerweile Großvater ist, nach den verschwundenen Schwiegereltern seiner Tochter Linda sucht. „Wenn man dieses Buch gelesen hat, sieht man ein, dass es keine Chance gibt noch irgendetwas über Kurt Wallander zu schreiben“, so der Autor. Auch sonst herrscht großer Trubel um den beliebten Kommissar – in diesem Sommer drehen sowohl die BBC mit Kenneth Branagh, als auch ein schwedisches Filmteam neue Wallander-Filme in Ystad. Insgesamt sollen noch 13 neue schwedische Filme mit Krister Henriksson in der Rolle des Wallander entstehen. Auch hier gelobt Autor Mankell: die Letzten. Ob man ihm das glauben kann? (Quelle: svd.se, 20.07.09)
Vier schwedische Generalkonsulate und eine Botschaft sollen geschlossen werden, ließ der Außenminister Carl Bildt am 23.07. bei einer Pressekonferenz verlauten. Betroffen sind die Konsulate in New York, Los Angeles, Kanton und Kaliningrad. Die zu schließende Botschaft befindet sich in Colombo, Sri Lanka. Mit diesen Aktionen möchte das Außenministerium nach eigenen Angaben sein Budget ausgleichen. Ein weiteres Ziel sei es, mehr auf operative, als auf repräsentative Bedarfe zu setzen. So werden beispielsweise in Bagdad, Kabul und Minsk neue Außenstellen errichtet. Das vorher von Schließung bedrohte schwedische Kulturhaus in Paris soll nun hingegen bestehen bleiben. Es bietet für ein paar hundert Schweden im Jahr Übernachtungsmöglichkeiten, außerdem lockt es die Pariser Bevölkerung mit Ausstellungen und einem schwedischen Café. So ist es laut dem Institutschef Mikael Jönsson neben einem wichtigen Ort für die schwedisch-französischen Kultur- und Wissenschaftsverbindungen auch ein Platz für die interkulturellen Begegnungen von normalen Bürgern. (Quellen: svd.se, dn.se, 23.07.09)
Das als Fortsetzung des legendären Romans von J. D. Salingers in den USA verbotene, in Großbritannien aber bereits veröffentlichte Buch soll nun in Kürze in englischer Sprache auch in Schweden herausgegeben und später dann ins Schwedische übersetzt werden. Am 1. Juli war die Veröffentlichung des Romans in den USA verboten worden. Der Verfasser des Nachfolgebuches, der schwedische Verleger Fredrik Colting, hatte sein Werk „60 Years Later – Coming through the Rye“ auf dem 1951 erschienenen Salinger-Buch aufgebaut. Salinger, der seit Jahrzehnten nicht mehr an die Öffentlichkeit getreten war, klagte gegen das Erscheinen des Romans in den USA aufgrund schwerer Urheberrechtsverletzungen. Das zuständige Gericht in New York beschloss nun, der Klage stattzugeben. In der Begründung kann man lesen, dass sich Coltings Werk „in großem Maße, sowohl stilistisch als auch inhaltlich, bei dem ‚Fänger im Roggen’ bedient.“ Colting empfindet den Gerichtsbeschluss zwar als „Zensur in einem eigentlich freien Land“. Er kann aber auch Positives aus dem Urteil ziehen: „Nichts macht ein Werk populärer als sein Verbot. Wir denken darüber nach, das Buch mit einem Aufkleber zu versehen, auf dem steht: ’Verboten in den USA’“. (Quelle: Dagens Nyheter)
Die dänische Reederei Scandlines verlegt ihren Sitz von Rostock-Warnemünde nach Puttgarden auf Fehmarn. Im Zuge der Verlagerung sollen 400 der insgesamt 2400 Stellen abgebaut werden. Nach Angaben eines Scandlines-Sprechers betrifft dies 200 Beschäftigte in Dänemark und 200 in Rostock. Vor zwei Jahren hatten die Deutsche Bahn und das dänische Verkehrsministerium die Reederei für 1,5 Milliarden Euro an drei private Gesellschafter verkauft. (Quelle: NDR)
Das dritte Jahr in Folge ist Dänemark zur besten IT-Nation der Welt gewählt worden. Das World Economic Forum untersuchte 134 Nationen unter anderem darauf, wie verbreitet IT-Nutzung ist und wie effektiv diese Technik gebraucht werden kann. Dänemark liegt vor Schweden und den USA sowie Singapur auf den folgenden Plätzen. (Quelle: Politiken)
Kino, Theater, Konzerte – die Zahl der verkauften Karten für Kulturveranstaltungen steigt in Dänemark rapide, und das der Finanzkrise zum Trotz. Allein 6.670.000 Kinokarten wurden im ersten Halbjahr verkauft, das sind sieben Prozent mehr als im Halbjahr zuvor. Der Juni war außerdem ein Rekordmonat für den Kartenverkauf insgesamt, mehr als 100 Millionen Kronen wurden für Festival- und Konzertkarten ausgegeben. Das ist die doppelte Summe im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres. (Quelle: Politiken)
In Lübeck werden vom 4. bis 8. November die 51. Nordischen Filmtage stattfinden. Rund 130 skandinavische und baltische Produktionen aus dem Bereich Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilm werden zu sehen sein. Es wird eine Deutsch-Nordische Drehbuch-Werkstatt geben, Erstmalig wird ein Filmmarkt für skandinavische Filme, die in Deutschland noch keine Auswertung erfahren haben, und ein Zusammentreffen deutscher und norwegischer Koproduzenten organisiert. Die Retrospektive widmet sich in diesem Jahr Grönland. In Berlin sind die Nordischen Filmtage am 8. September im Felleshus der Nordischen Botschaften. Um 20 Uhr wird dort „Der Mann, der Yngve liebte“ gezeigt, der Gewinner des NDR Spielfilmpreises 2008. (Quelle: Nordische Filmtage Lübeck)
Der gebürtige Finne Hannu Salonen dreht diesen deutsch-finnischen Krimi derzeit in Helsinki und Ilomantsi in Nordkarelien, der östlichsten Gemeinde der EU. Das Kieler Ermittlerteam wird diesmal von dem finnischen Schauspieler Janne Hyytiäinen verstärkt, der im letzten Film von Aki Kaurismäki die Hauptrolle spielte. (Quelle: ARD)
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