Berlin, Februar 2010

Liebe Freundinnen und Freunde des KULTURHUS BERLIN,

MAX MANUS hieß der Publikumsrenner im Kinowinter 2008/2009 in Norwegen. Anlässlich des Filmstarts in Deutschland zeigen KULTURHUS BERLIN und die Norwegische Botschaft in einem SPEZIAL die Geschichte eines der wagemutigsten Widerstandskämpfer und Saboteure gegen die deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkriegs – wie gewohnt in der Originalsprache mit deutschen Untertiteln. Wir freuen uns, zum anschließenden Podiumsgespräch mit Gunnar Sønsteby einen Weggefährten Max Manus’ und legendären Zeitzeugen gewonnen zu haben, der mit dem Produzenten John M. Jacobsen und der Historikerin Jorunn Sem Fure über den erfolgreichen Film und seine Zeit im norwegischen Widerstand sprechen wird.

Herzlich willkommen zu Film, Podium und einem Glas Wein!

Mehr über die lebende Legende Gunnar „Kjakan“ Sønsteby erfahren Sie schon einmal hier in unserem Newsletter.

Außerdem im Februar im NORDISCHEN FILMKLUB: Die preisgekrönte Fernsehverfilmung „Berlinerpoplene“ aus Norwegen. Die Geschichte der entzweiten Familie Neshof von einem Schweinezüchterhof nahe Trondheim nach dem Erfolgsroman „Das Lügenhaus“ von Anne B. Ragde. Und: Ein mehrfach ausgezeichneter Western in Gummistiefeln erwartet Sie mit der Krimikomödie „Frygtelig lykkelig“. Robert, ein Kopenhagener Polizist, strafversetzt in ein südjütländisches Dorf – muß lernen, mit den Regeln und Geheimnissen der bizarren Dorfbewohner umzugehen.

In unserem Rückblick können Sie unsere drolligen, spannenden oder einfach schönen Projekte des KULTURHUS-Jahres 2009 noch einmal Revue passieren lassen. Wir danken allen Projektpartnern und Mitarbeitern, Freunden und Förderern, kurz allen, die zum Gelingen dieser Projekte beigetragen haben, für die gute Zusammenarbeit und freuen uns, Sie als unsere Leser auch im Jahr 2010 wieder zu zahlreichen Veranstaltungen rund um Kultur und Wissenschaft aus dem Norden begrüßen zu dürfen.

Ihr KULTURHUS BERLIN

Inhalt

1 KULTURHUS BERLIN lädt ein:

2 RÜCKBLICK des KULTURHUS BERLIN auf das Programm 2009

3 PORTRÄT: Gunnar "Kjakan" Sönsteby

4 TIPPS & TERMINE: Nordische Kultur in Berlin

5 Nordisches bei der BERLINALE

6 Der NORDEN im TV

7 KULTURNOTIZEN aus dem NORDEN

1 KULTURHUS BERLIN lädt ein

1.1 SPEZIAL Max Manus im NORDISCHEN FILMKLUB

Postkarte Max Manus14.02.2010 | 15:00 | Felleshus der Nordischen Botschaften
KULTURHUS BERLIN und die NORWEGISCHE BOTSCHAFT laden herzlich ein:

Mehr als 1,2 Millionen Norweger strömten in die Kinos, um die Geschichte von MAX MANUS zu sehen – jeder vierte Bürger des Landes. In Norwegen wurde Max Manus zum Publikumsmagneten und zum erfolgreichsten norwegischen Film der letzten 35 Jahre. Die norwegisch-deutsche Koproduktion, u.a. norwegischer Bewerber um den Auslands Oscar, startet am 11. Februar 2010 in Deutschland im Kino.

15.00 Uhr Filmvorführung Max Manus
NO 2008 | Regie: ESPEN SANDBERG und JOACHIM RØNNING

Norwegen 1940. MAX MANUS (Aksel Hennie) ist nur einer von vielen jungen Männern in Norwegen, die entsetzt sind, als ihr Land in die Hände Nazi-Deutschlands fällt. Er schließt sich gemeinsam mit seinen besten Freunden dem Widerstand an und macht den deutschen Besatzern mit ersten Sabotageakten das Leben schwer. Die Aktionen seiner „Oslo-Gang“ bewegen das ganze Land. Erbarmungslos macht die Gestapo Jagd auf den norwegischen Widerstand.

17.30 Uhr Podiumsgespräch MIT

GUNNAR SØNSTEBY war der Chef der „Oslo-Gang“. Er ist Norwegens höchstdekorierter Bürger und bekannt als einer der wichtigsten Widerstandskämpfer während des Zweiten Weltkriegs. Der mittlerweile 92jährige wird im Film von Knut Joner gespielt. Mehr über Gunnar Sønsteby lesen Sie unten.

JOHN M. JACOBSEN ist der Produzent von MAX MANUS. Für seine Verdienste um den norwegischen Film erhielt Jacobsen vom norwegischen König den St.-Olav-Orden.

Prof. Dr. JORUNN SEM FURE befasst sich als Historikerin mit der Besatzungszeit in Norwegen. Die Norwegerin ist Gastprofessorin am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin.

Moderation
FRAUKE STUHL
KULTURHUS BERLIN

Eintritt: 5,- EUR
Sie können unter film(at)kulturhus-berlin.de Karten reservieren.

Eine Veranstaltung des KULTURHUS BERLIN - mit freundlicher Unterstützung von
Logos Norwegische Botschaft, B & T Film GmbH, Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft, norwegian.com

1.2 Berlinerpoplene und Frygtelig lykkelig im NORDISCHEN FILMKLUB

Mi 10.02.2010 | 19 Uhr | Felleshus
Berlinerpoplene I – Berlin Poplars I
NO 2007 – R: Anders T. Andersen – 150 Min. – OmeU
mit Nils Sletta, Andrine Sæther, Espen Skjænberg, Bjørn Sundquist, Jon Oigarden, Morten Rose [nach einem Roman von Anne B. Ragde]

Ein alter Bauernhof in Norwegen: Nach Jahren treffen sich die entzweiten Brüder Erlend, Margido und Tor sowie dessen bislang verheimlichte Tochter Torunn am Sterbebett ihrer Mutter Anna wieder. Als endlich die düsteren Geheimnisse der Familie enthüllt werden, brechen längst vergessene Gefühle auf. Mehrfach preisgekrönte TV-Verfilmung von Anne B. Ragdes Bestsellerroman Das Lügenhaus über die Familie Neshov. [Teil II am 31.03.]

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Mi 24.02.2010 | 19 Uhr | Felleshus
Frygtelig lykkelig – Terribly happy
DK 2008 – R: Henrik Ruben Genz – 100 Min. – OmeU
mit Jakob Cedergren, Kim Bodnia, Lars Brygmann, Lene Maria Christensen
[nach einem Roman von Erling Jepsen]

Robert, Polizist aus Kopenhagen, wird in die Provinz versetzt. Nordsee, Schlick und Schlamm, Gummistiefel, die Zivilisation ist weit. Der Anblick von Kühen, die mit Traktoren aus morastigen Feldern gezogen werden, gehört ab jetzt zum Aufregenderen in Roberts Dienstalltag. Doch so friedlich ist es hier nicht. Jørgen schlägt nämlich seine Frau. Und Robert greift ein. Die dänische Western-Groteske, international mit Preisen überhäuft, zählt zu den besten aktuellen Produktionen aus Skandinavien

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2 RÜCKBLICK des KULTURHUS BERLIN auf das Programm 2009

Krimis aus Schweden und Dänemark, Trolle aus Finnland, Musik aus Norwegen und Lyrik aus Island. KULTURHUS BERLIN brachte auch 2009 ein umfangreiches nordisches Kulturprogramm in die Hauptstadt. Wir danken allen, die unsere Veranstaltungen besuchten, und wir danken allen Freunden, Unterstützern, Förderern und Kooperationspartnern für die gute und ergiebige Zusammenarbeit.

2.1 Finnische Trolle in Berlin!

puppentheater

2009 war das Jahr der finnischen Trolle in Berlin: Die Mumins waren da! Von März bis August waren die weltbekannten Trolle unterwegs in unserer Stadt. Die Wanderausstellung „Schweben – Träumen – Leben. Tove Janssons Mumin-Geschichten“ machte viermal in Berlin Station: in der gelben Villa, der Bibliothek am Luisenbad, auf der Langen Nacht der Wissenschaften und in der Kultschule Lichtenberg. Ein buntes Programm lockte Familien, Schulklassen und Kita-Gruppen in die abenteuerliche Welt der nordischen Trolle. Und: Nach Stralsund und Frankfurt am Main sind die Mumins im Januar 2010 nun auch in Paris gelandet, bevor sie weiter Deutschland bereisen.

Das Lese- und Ausstellungsprojekt „Schweben – Träumen – Leben. Tove Janssons Mumin-Geschichten“ wurde vom KULTURHUS BERLIN gemeinsam mit dem Finnland-Institut in Deutschland konzipiert und in Zusammenarbeit mit der Botschaft von Finnland und dem Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität durchgeführt. In diesem Jahr erscheint das Handbuch zur Ausstellung, das diese auf ihrer Wanderschaft begleiten wird und neben Informationen über die Ausstellung viele interessante Artikel über Tove Jansson und die Mumins bietet.

(Fotoquelle: KULTURHUS BERLIN)

2.2 Arne Dahl und Bernd Michael Lade Gäste des KULTURHUS BERLIN

Lesung Arne Dahl

Mit Arne Dahl und Bernd Michael Lade waren am 11. März zwei Krimiprofis Gäste des KULTURHUS BERLIN. Der eine aus Schweden, der andere aus Deutschland. Der eine Autor erfolgreicher Krimiromane, der andere TV-Kommissar vieler Tatort-Krimis. Gelesen wurde aus „Totenmesse“ – Dahls neuem, im Februar 2009 frisch auf Deutsch erschienenem Buch. Eine idyllische Krimilesung mit Musik und ein munteres deutsch-schwedisches Gespräch über die Ausstrahlungskraft schwedischer Krimis, künstlerische Qualitäten, nordische Krimi-Traditionen, Gesellschaft und Gesellschaftskritik.

(Fotoquelle: KULTURHUS BERLIN)

2.3 KULTURHUS BERLIN lud ein: Populärmusik aus Kristianssand

Pop aus Norwegen

Am 2. April gaben Studenten der University of Agder (Kristiansand/Norwegen) ein Gratiskonzert in der Berliner Kulturbrauerei. KULTURHUS BERLIN lud zu einem Abend ein, der von vier Bands gestaltet wurde. Nach dem Konzert legten DJs norwegischen Rock und Pop auf.

 

 

 

 

 

2.4 Nordisches mit KULTURHUS BERLIN auf der Langen Nacht der Wissenschaften

Lange Nacht der Wissenschaften - Puzzle

Was wären wir ohne Finnland? Dass ein schnulzig-schmalziger Tango etwas richtig Schönes sein kann, erfuhr man auf der LANGEN NACHT DER WISSENSCHAFTEN am 13. Juni. Das Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität präsentierte an diesem Abend bis in die Nacht echten finnischen Tango und echte finnische Trolle. Fabelhafte Tanzkurse unter Leitung von Dr. Jochen Hille – im Haus am Hegelplatz wurde es eng, melancholisch und spät. Mittendrin – die Mumins, in diesem Jahr special guests des KULTURHUS BERLIN. Rappelvolle Sprachkurse für Dänisch, Isländisch, Finnisch in 20 Minuten, Erste-Hilfe-Kurse in Sachen Skandinavien, Haru – der Originalfilm über Tove Jansson – und ein Vortrag über die kulinarische Welt des Nordens. In dieser Langen Nacht kamen 1200 Besucher, die mehr über Skandinavien wissen wollten.

(Fotoquelle: Ulrike Schulz, KULTURHUS BERLIN)

2.5 Schweden für Jeden – Familienrallye des KULTURHUS BERLIN

"Er war ein Graugnom." Das ist die Erklärung. Jonas, der mit seiner Mutter gekommen ist, kennt die Geschichte von Ronja Räubertochter genau. "An seiner Schule war das nämlich gerade ein Theaterstück. Und er hat mitgespielt." Jonas nickt bescheiden. Heute aber ist er kein Graugnom, sondern Teilnehmer der Familien-Rallye, konzipiert von KULTURHUS BERLIN für das Sommerfest der Schwedischen Botschaft, das an diesem letzten Juni-Wochenende und in schönstem Sommerwetter gefeiert wird. Da wimmelte es von Figuren aus schwedischen Kinderbüchern, schwedischen Städtenamen und Fragen über Fragen. Wie hört sich Schwedisch überhaupt an? Im Kinderzelt gab es Sprachkurse mit KULTURHUS BERLIN, Erzählstunden und einen leibhaftigen Petterson – nebst Findus, und Pippi Langstrumpf hielt auf der großen Bühne zwei Polizisten vor ihrer kunterbunten Villa zum Narren. Musik aus Schweden, Filme aus Schweden, Design aus Schweden, Essen aus Schweden ... Schweden für jeden! 11 000 Besucher kamen, um das zu feiern.

2.6 Preview von „Verblendung“ im NORDISCHEN FILMKLUB – Das skandinavische Kinoereignis des Jahres!

Nordischer Filmklub
Ingerid Rudefors von der Stockholm Film Commission und Jeanette von Arnold von Stockholm Business Region

Im NORDISCHEN FILMKLUB feierten wir am 30. September die Preview von „Verblendung“ – der Verfilmung des ersten Teils der Millenium-Trilogie des Schweden Stieg Larsson.
Ulrika Holmgaard, Botschaftsrätin für Kultur der Schwedischen Botschaft, eröffnete die Preview-Feier vor ausverkauftem Hause. Über die Vorliebe seines Senders zu – vor allem – skandinavischen Krimis sprach Wolfgang Feindt, Redakteur des ZDF, das die grandiose Verfilmung koproduzierte. Und aus Stockholm angereist waren Ingerid Rudefors von der Stockholm Film Commission und Jeanette von Arnold von Stockholm Business Region, die eine Einführung zum Film gaben.

(Fotoquelle: Ulrike Schulz, KULTURHUS BERLIN)

2.7 KULTURHUS BERLIN lud ein: Steinunn Sigurðardóttir las isländische Lyrik

Porträt Sigurdardottir

Literatur, Poesie und Musik aus Island – all das gab es am 22. Oktober bei unserer Lesung mit Steinunn Sigurðardóttir in der Brotfabrik. Dass die bekannte isländische Autorin nicht nur ausgezeichnete Romane schreibt, sondern auch eine spitzfindige Dichterin ist, wurde im Laufe des literarischen Abends deutlich – denn Steinunn Sigurðardóttir las sowohl aus ihrem Roman „Sonnenscheinpferd“ als auch aus ihrem Lyrikrepertoire. Zwischendurch erzählte sie über Island nach der Krise, über die Vorbereitungen des Gastland-Auftritts Islands bei der Frankfurter Buchmesse 2011 und über ihre Selbstverortung zwischen Lyrik und Prosa. Für die musikalische Begleitung des Abends sorgte Gerður Gunnarsdóttir mit stimmungsvollen isländischen Volksliedern und von Island inspirierten Improvisationen.

Für diejenigen, die die Lesung verpasst haben, gibt es eine gute Nachricht: Wie Steinunn Sigurðardóttir ankündigte, wird mit „Ástarljód af landi“ in absehbarer Zeit erstmals einer ihrer Gedichtbände in deutscher Übersetzung erscheinen!

(Fotoquelle: KULTURHUS BERLIN)

2.8 Sissel-Jo Gazan und Julia Jäger Gäste des KULTURHUS BERLIN

Buchcover Dinosauerierfedern

Dass der Stoff einer Diplomarbeit nicht zwangsläufig in dunklen Universitätsarchiven sein staubiges Dasein fristen muss, sondern in guter Verpackung durchaus um die 40.000 Leser begeistern kann, bewies Sissel-Jo Gazan mit ihrem 2008 erschienenen Krimi „Dinosaurierfedern“. Kostproben aus ihrem vierten Roman stellte die Wahlberlinerin am 5. November im Kulturhaus Mitte vor. Im Gespräch mit Marion Brasch plauderte Sissel-Jo Gazan aus dem Nähkästchen über die gelungene Verbindung einer wissenschaftlichen Fachkontroverse und der therapeutischen Wirkung der literarischen Freiheit – so erfuhren die Gäste interessante Hintergrundinformationen zu den Romanfiguren und dass es nicht irgendein Professor war, der im Buch sein Leben lassen musste... Oder wie praktisch es sei, sich seinen Traummann zu kreieren. Die Schauspielerin Julia Jäger las ausgewählte Passagen.

Das nächste Werk von Sissel-Jo Gazan ist bereits in Arbeit, die ersten fünf Seiten sind geschrieben!

Miriam Horn

2.9 Kurzfilm-Spezial im NORDISCHEN FILMKLUB

Nordische Botschaften - Tag der offenen Tür

Mehr als 5000 Besucher kamen zum Tag der Offenen Tür in die Nordischen Botschaften. Zum ersten Mal seit ihrer Einweihung vor zehn Jahren öffneten die Botschaften am 21. November für die Berliner ihre Türen. Der NORDISCHE FILMKLUB präsentierte ganztägig Kurzfilme aus Skandinavien.

Radioeins berichtete live aus dem Felleshus über den NORDISCHEN FILMKLUB, nordische Filme und die Nordischen Botschaften.

Die Sendung können Sie hier hören:
http://www.radioeins.de/archiv/podcast/zwoelf_uhr_mittags.html

2.10 Selma Lagerlöf – ein Spezial von KULTURHUS BERLIN und der Schwedischen Botschaft

100 Jahre Literaturnobelpreis für Selma Lagerlöf. Nicht nur im NORDISCHEN FILMKLUB. Neben einem wissenschaftlichen Symposium, gab es einen Familiensonntag auf den Spuren von Nils Holgersson. Von den drei gut besuchten Filmabenden sorgte überraschenderweise die dreistündige Originalversion des Stummfilms „Gösta Berling“ von Mauritz Stiller für ein bis auf den letzten Platz gefülltes Auditorium.

 

2.11 Tomas Alfredson zu Gast im NORDISCHEN FILMKLUB

Gespräch
Patrick Vonderau und Tomas Alfredson

Im voll besetzten Auditorium der Nordischen Botschaften diskutierten am 27. November der schwedische Regisseur Tomas Alfredson, Filmwissenschaftler Patrick Vonderau und das Publikum über die neue Faszination, die Horror und Vampire in Buchform und von der Leinwand aus auf ein junges und neuerdings auch weibliches Publikum ausüben. Tomas Alfredsons Film wurde von Kritik und Publikum gleichermaßen gelobt für seinen eiskalten Erzählstil und das frostige, grell blendende Weiß, in dem er das Schweden der 80er darstellt. Sein Meisterwerk „So finster die Nacht” („Låt den rätte komma in“ nach dem gleichnamigen Roman von John Ajvide Lindqvist) erhielt bereits jetzt mehr als 46 Auszeichnungen und eine Nominierung für den European Film Award 2009. Wir haben uns sehr gefreut, Tomas Alfredson im NORDISCHEN FILMKLUB begrüßen zu dürfen.

Eine Kooperation der Schwedischen Botschaft und KULTURHUS BERLIN.

2.12 Deutschland-Premiere von Mika Kaurismäkis „Three Wise Men“ im NORDISCHEN FILMKLUB

Szenenfoto

Mit einem sensationellen Publikumserfolg endete die Jubiläumssaison im NORDISCHEN FILMKLUB. Vor ausverkauftem Haus und einem phantastischen Publikum im bis auf den – wirklich letzten möglichen Platz - besetzen Auditorium feierte Mika Kaurismäkis neuer Film "Three Wise Men" am 9. Dezember im NORDISCHEN FILMKLUB seine Deutschland-Premiere. Der NORDISCHE FILMKLUB hatte noch nie so viele Gäste! Wir haben diesmal aufgehört zu zählen...

Eine Kooperation des KULTURHUS BERLIN und der Finnischen Botschaft.

2.13 Thema: Grönland und mehr – Spezialpublikationen des KULTURHUS BERLIN

Anlässlich der Klimakonferenz in Kopenhagen gab KULTURHUS BERLIN ein Spezial zum Thema Grönland und Klima heraus. Alle Texte des Heftes, das zur LANGEN NACHT DER WISSENSCHAFTEN auch in gedruckter Form erschien, sind unter www.kulturhus-berlin.de zu finden. Ebenfalls 2009 erschienen ist ein Begleitheft zur Mumin-Ausstellung. Beide Bände können beim KULTURHUS BERLIN bezogen werden. Wir danken dem Nordeuropa-Institut für die freundliche Unterstützung.

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3 PORTRÄT: Gunnar "Kjakan" Sönsteby


Gunnar Sønsteby
Fotoquelle:
Norges Hjemmefrontmuseum

Gunnar Sønsteby, auch Kjakan oder No.24 genannt, gehört zu den bekanntesten Widerstandskämpfern Norwegens während des Zweiten Weltkrieges. Bei Ausbruch des Krieges ließ sich der damals 22-jährige aus Rjukan in Telemark von seiner Stelle als Revisorassistent in Oslo beurlauben, um an den Kämpfen in Nordnorwegen teilzunehmen. Nach der Kapitulation Norwegens im Juni 1940 schloss er sich dem Widerstand an und schrieb für die illegale Presse, darunter die illegale Zeitung „Vi vil oss et land“, für die auch Max Manus arbeitete. Er baute ein Netzwerk aus Kontakten zu Widerstandsgruppen und konspirativen Wohnungen auf, reiste als Kurier zwischen Oslo und Stockholm hin und her und wurde schließlich Vertrauensmann der Special Operations Executive (SOE), einer geheimen britischen Militäreinheit.

Verfolgt von der Gestapo ging er im Mai 1943 nach Großbritannien zu einer geheimdienstlichen Ausbildung bei der Norwegian Independend Company No. 1, der so genannten Kompanie Linge. Nach seiner Rückkehr leitete er von 1944 bis zum Ende des Krieges die so genannte Oslo-Gang, eine Sabotageeinheit der Kompanie Linge, die Anschläge auf deutsche Munitionslager, Schiffe, Flugzeuge und Eisenbahnlinien verübte. Zu Sønstebys spektakulärsten Aktionen gehören u.a. eine Anschlagsserie auf das Arbeitsamt in der Akersgate, Lochkartenmaschinen und einen Lastwagen mit Lebensmittelkarten, wodurch er zehntausende junger Norweger vor der Einberufung an die Ostfront bewahrte, oder die Sprengung der Waffenfabrik in Kongsberg. Bei der Gestapo führte er die Liste der meistgesuchten Norweger an, entging einer Festnahme jedoch immer wieder mithilfe seiner unzähligen falschen Identitäten und Deckadressen, seinem anonymen Äußeren und seinem Instinkt für Gefahr. „Kjakan“, der Name, der ihn bis heute begleitet, leitet sich von dem nicht ganz ernst gemeinten Decknamen Umulius Kjakabråten ab, den er in der Oslo-Gang führte.

Unmittelbar nach der Befreiung Norwegens im Mai 1945 war Gunnar Sønsteby Chef der königlichen Leibgarde und für die Bewachung Vidkun Quislings verantwortlich. Ab Herbst 1945 studierte er an der Havard Business School in den USA und arbeitete nach seiner Rückkehr nach Norwegen 1950 als Geschäftsmann. Er erhielt als bisher einziger Norweger das Kriegskreuz mit drei Schwertern und ist damit der höchstdekorierte Bürger seines Landes. Um die Erinnerung an die Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs lebendig zu halten, hat Gunnar Sønsteby mehrere Bücher veröffentlicht und reist zu Vorträgen durch ganz Norwegen und um die Welt. Mit seinen 92 Jahren arbeitet er auch heute noch täglich zusammen mit seiner Frau Anne-Karin Sønsteby in seinem Büro im Norwegischen Heimatfrontmuseum in Oslo.

Auf Einladung von KULTURHUS BERLIN und der Norwegischen Botschaft kommt Gunnar Sønsteby am 14. Februar nach Berlin, um am Podiumsgespräch zum Film MAX MANUS teilzunehmen.

www.kulturhus-berlin.de

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4 TIPPS & TERMINE: Nordische Kultur in Berlin

4.1 Theater

13. und 14.2. | jeweils 20:00 Uhr | Tik Süd
Fünfmal Gott von Jonas Hassan Khemiri in der Übersetzung von Jana Hallberg

Rolf ist neuer Lehrer einer schwedischen Schultheatergruppe. Mit den Jugendlichen möchte er "Ein Traumspiel" des nicht unbekannten Dramatikers und schwedischen Quasi-Nationalhelden August Strindberg auf die Bühne bringen.
Leider hat keiner der Schüler das Stück gelesen. Was nun? Rolf schlägt ein eigenes Traumspiel vor, in welchem jeder einmal Gott sein darf. Fünf Szenen bleiben, um die eigenen Wünsche, Hoffnungen und Ängste vorzutragen. Gott ist die kranke Schwester, die verschwundene Mutter oder ein amerikanischer HipHop-Star. Ganz am Ende darf auch Sanoj göttlich sein, die sonst nur die Requisiten spielt.Und sie erschüttert alles.

Boxhagener Straße 18
10245 Berlin
2.Hinterhof, 3 Etage
030/29000370

Karten: 6,- Euro, ermäßigt 4,- Euro
www.theater-im-kino.de

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15. + 16. März 2010, 28. + 29. Mai 2010 | Vaganten Bühne Berlin
Der Tod eines Bienenzüchters
von Lars Gustafsson

Mit Martin Molitor
Bühnenfassung und Regie: Martin Jürgens
Ausstattung: Olga Lunow

Vaganten Bühne Berlin
Kantstr. 12a
10623 Berlin
www.vaganten.de

Interview mit Lars Gustavson auf Deutschlandradio Kultur

4.2 Ausstellung

29. Januar-28. März 2010 | Felleshus der Nordischen Botschaften
Phänomen Nordlicht – Faszination und Fakten

Das Nordlicht hat zu allen Zeiten die Menschen fasziniert und inspiriert. Das zunächst unerklärliche Phänomen befeuerte in vielen Ländern die Entstehung zahlreicher Mythen und Legenden. Auch viele künstlerische Interpretationen sind bekannt.

Von Ende Januar bis Ende März präsentieren die norwegische Botschaft und das Andøya Rocket Range eine Ausstellung im Felleshus der Nordischen Botschaften, die u. a. zeigt, wie die Forscher seit mehr als hundert Jahren dem Rätsel Nordlicht auf der Spur sind und die Grundlage für die moderne Forschung legten.

Informationen und Fakten: Andøya Rocket Range
Fotografie: Hinrich Bäsemann

Nordische Botschaften | Felleshus
Mo-Fr 10-19 Uhr
Sa-So 11-16 Uhr
Eintritt frei

4.3 Film

Nord
Regie: Rune Denstad Langlo

Jomar raucht, schläft und trinkt ziemlich viel – mit Vorliebe hochprozentigen Alkohol. Seit ein Unfall seine Sportkarriere beendet hat, gibt er sich als Liftwärter in der verschneiten Einöde Norwegens seinem Selbstmitleid hin. Als Jomar erfährt, dass er einen vierjährigen Sohn hoch im Norden haben soll, begibt er sich mit seinem Schneemobil und einem Fünf-Liter-Kanister Alkohol als einzigem Proviant auf eine ebenso kuriose wie poetische Reise. Unterwegs durch atemberaubende Landschaften Richtung Polarkreis begegnen ihm allerhand seltsame Gestalten. Ein einsames junges Mädchen, ein lebensmüder Greis, ein fröhlicher Panzerfahrer und ein Junge mit originellen Trinkgewohnheiten weisen Jomar den Weg zurück ins Leben.

“Nord” ist ein skurriles Off-Road Movie. Als Eröffnungsfilm des Panoramas der Berlinale 2009 wurde „Nord“ mit dem FIPRESCI Preis und dem EUROPA CINEMA LABEL ausgezeichnet, auf der Filmkunstmesse Leipzig erhielt die Komödie den Publikumspreis. Ein lakonischer Film über die beredten Eigenheiten der wortkargen Norweger und ihre ungewöhnlichen Trinkgewohnheiten als präziser Beobachter der absurden Seiten des Lebens.

„Nord“ läuft in Berlin in den Kinos FaF Friedrichshain / Yorck / Hackesche Höfe / Filmkunst 66 und in Potsdam im Thalia.

4.4 Für Kinder

21.2. | 11:00 Uhr und 21.2. | 15:00 Uhr | Konzerthaus
Entdeckungsreisen in die Welt der Musik: 'Die kleine Meerjungfrau'
Vom Wasser und seinen Wesen
Moderiertes Konzert für Kinder im Grundschulalter (ab 6 Jahren).

Im Mittelpunkt des Programms steht die musikalische Geschichte "Die kleine Meerjungfrau", die der israelische Komponist Lior Navok 2007 komponiert hat. Er bezog sich dabei auf das bekannte Märchen von Hans Christian Andersen.
Neben einem aus Blas- und Streichinstrumenten bestehenden Mini-Orchester, das selbstverständlich einen Dirigenten benötigt, werden in diesem "wässrigen" Programm zwei Klaviere zum Einsatz kommen. Sie sind bestens geeignet, um zu zeigen, auf welche Art und Weise sich einige Komponisten der Vergangenheit dem feuchten Element gewidmet haben.

Konzerthaus - Kleiner Saal
Gendarmenmarkt
10117 Berlin

Karten 12 Euro, für Kinder 6 Euro

Nähere Informationen: www.lustaufkultur.de

4.5 Musik

23.2. | 20:00 Uhr | Konzerthaus – Kleiner Saal
NordNote – Finnland zu Gast
Konzert: Tempera Quartett & Risto Matti Martin; Klavier

Erik Furuhjelms Klavierquintett (1906) gehört zu den hervorragendsten Stücken finnischer Romantik – stilistisch ähnelt es den großen Werken von Johannes Brahms. Aulis Sallinens am häufigsten gespieltes Streichquartett „Einige Aspekte von Hintrikki Peltoniemis Trauermarsch“ (1969) beruht auf einer bekannten Volksmelodie westfinnischer Spielmänner. Das von Klassikfreunden hoch geschätzte Tempera-Quartett, 1997 an der Sibelius-Akademie in Helsinki gegründet, musiziert gemeinsam mit dem Preisträger des Liszt Klavierwettbewerbes (Weimar, 2003) Risto-Matti Marin.

Das Konzerthaus Berlin vergibt an die Leser des Newsletters von KULTURHUS BERLIN für das o. g. Konzert der Reihe NordNote am 23.2.2010 Tickets mit 20 Prozent Ermäßigung auf den Eintrittspreis. Die Eintrittskarten kosten demzufolge 16,- Euro bzw. 12,- Euro (statt 20,- Euro/ermäßigt 15,- Euro). Ermäßigte Karten können am Besucherservice des Konzerthauses oder über die Telefonhotline gekauft werden (Stichwort „Finnland-Institut“). Keine Ermäßigung an der Abendkasse!

Konzerthaus-Kasse
- im Besucherservice/Café Konzerthaus (Nordseite des Konzerthauses Berlin, gegenüber dem Französischen Dom). Öffnungszeiten: Mo–Sa 12.00–19.00 Uhr, Sonn- und Feiertage 12.00–16.00 Uhr
- telefonische Kartenbestellung unter (030) 20309-2101 (Mo–Sa 9.00–20.00 Uhr, Sonn- und Feiertage 12.00–20.00 Uhr )

Konzerthaus – Kleiner Saal
Gendarmenmarkt/ Charlottenstr. 56
10117 Berlin

Nähere Informationen: www.finnland-institut.de/nordnote2010

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5 Nordisches bei der Berlinale

Vom 11. bis zum 21. Februar drehen sich die Filmrollen etwas schneller, wenn die Internationalen Filmfestspiele Berlin zum 60. Mal stattfinden. Aus Anlass des Jubiläums werden einige der Highlights aus der Festivalgeschichte über die Leinwand gehen, darunter Alf Sjöbergs Meisterwerk "Fräulein Julie" mit Anita Björk in der Hauptrolle.

Schweden

Im Wettbewerb der Sektion Generation 14plus:

Sebbe von Babak Najafi
Sebbe ist 15 und fast ein Mann. Mit seiner Mutter lebt er in einer viel zu kleinen Wohnung, aber er macht das Beste daraus. Sebbe schlägt nie zurück. Aber als seine Mutter ihn im Stich lässt, gerät alles ins Schwanken…

Drei schwedische Kurzfilme im Wettbewerb
25 Kurzfilme treten an, um den Goldenen Bären im kurzen Format zu gewinnen. Als einzigem nordischen Land gelang es Schweden mit gleich drei Beiträgen, aus den über 2600 Einsendungen ausgewählt zu werden.

Tussilago von Jonas Odell
Nach seinem bei der Berlinale 2006 preisgekrönten Never like the first time legt Jonas Odell nun den dritten Teil seiner Trilogie vor, zu der auch noch Lies (2008) zählt. Der westdeutsche Terrorist Norbert Kröcher wurde am 31. März 1977 in Stockholm verhaftet. Er plante die Entführung der schwedischen Politikerin Anna-Greta Leijon. Auch Kröchers Ex-Freundin „A“ wurde einige Tage später in Haft genommen – dies ist ihre Geschichte…

Händelse vid bank von Ruben Östlund
Am 26. Juni 2006 wurden Ruben Östlund und der Produzent des Films, Erik Hemmendorff, Zeugen eines gescheiterten Banküberfalls. Hier stellen 96 Statisten die „Ereignisse bei der Bank“ nach – in einer einzigen Einstellung…

Unplay von Joanna Rytel
Ein Mädchen reist herum. Dieses Mädchen bin ich. Sie schläft sich so durch die Gegend. Bis sie zwei Kumpel trifft… Unplay bricht mit patriarchalen Rollen, denen junge Frauen zu folgen haben, und fragt nach Tabus und Ehrvorstellungen unter Männern.

Die Nordischen Botschaften nutzen ihre Nähe zum Festivalgetümmel, um die Rahmenbedingungen und Möglichkeiten filmischen Schaffens in den Blick zu nehmen. Am Montag, dem 15. Februar, von 12 bis 14 Uhr laden Scandinavian Locations Filmschaffende ein, sich dem Norden als Dreh- und Produktionsstandort anzunähern. Am Mittwoch, dem 17. Februar, zeigen sie ab 17 Uhr Fredrik Gerttens vielbeachteten Dokumentarfilm Bananas! – welcher auch in der Berlinale-Sektion Kulinarisches Kino zu sehen sein wird – und diskutieren anschließend mit dem Filmteam darüber, wie der globale Bananenmarkt vor den und abseits der Kameras funktioniert. Anmeldungen zu Bananas! an berlin.invit(at)foreign.ministry.se.

Dänemark

Der dänische Film ist mit u.a. SUBMARINO (Thomas Vinterberg), EN FAMILIE (Pernille Fischer Christensen), SUPERBROR (Birger Larsen) und den vier Kurzfilmen: FLØJTELØS (Siri Melchior), SOL SKIN (Alice de Champfleurys), ØNSKEBØRN (Birgitte Stærmose) und MEGAHEAVY (Fenar Ahmad) vertreten.

Informationen: www.berlinale.de / www.dfi.dk

Finnland

Neuverfilmung der Mumins in 3D

Eine bezaubernde Mumin-Animation aus den 1970er Jahren erwacht jetzt mit moderner 3D-Technik zu neuem Leben. Auf der Berlinale wird der Trickfilm ”Muumi ja punainen pyrstötähti” (Mumins und die Kometenjagd, Moomins and the Comet Chase) vor Fachleuten der Branche aufgeführt. Es ist der erste, mit 3D-Brillen zu betrachtende nordische Stereo-Film und überhaupt ein außergewöhnliches Projekt. Für die Filmmusik zeichnet die Isländerin Björk verantwortlich. Dem internationalen Publikum wird der Film nach seiner Fertigstellung erstmals im Mai 2010 bei den Filmfestspielen in Cannes präsentiert, während die Premiere in Finnland für August/September vorgesehen ist.

Außerdem dabei: In der Sektion Generation bewerben sich gleich drei Filme aus Finnland um die "Gläsernen Bären". In der Reihe Panorama läuft Aleksi Salmenperäs Paha perhe (Bad Family), während im Jubiläumsprogramm des 40. Forums Sieben Lieder aus der Tundra von Markku Lehmuskallio und Anastasia Lapsui sowie Das Mädchen aus der Streichholzfabrik von Aki Kaurismäki gezeigt werden.

Aus Norwegen

... kommen der Kurzfilm Sinna mann sowie Bestevenner, En ganske snill mann und Knerten.

Alle Informationen zu den Filmen unter www.berlinale.de.

6 Der NORDEN im TV

Schnee und Winter, Winter, Winter. Dazwischen Ingmar Bergmans „Wilde Erdbeeren“ und „Erik, der Wikinger“ in der Version von Terry Jones. Und natürlich jede Menge Verbrechen. Der Norden im TV – das komplette Februarprogramm finden Sie unter www.kulturhus-berlin.de. Und einiges wie immer schon hier.

ARTE | 15.02.10 | 20:15
Wilde Erdbeeren (Smultronstället)

Isak Borg, ein gefeierter Mediziner und Biologe, hat das Gefühl, in seinem Leben mehr falsch als richtig gemacht zu haben. Gegen die Verdrängung beschließt er, die Orte´ seiner Kindheit zu besuchen. Er stellt sich den Geistern der Vergangenheit.
Regie: Ingmar Bergman

BFS | 15.02.10 | 00:00
Erik, der Wikinger
Regie: Terry Jones

Spielfilm Großbritannien/Schweden 1989 (Erik the Viking)
Der junge, leicht tollpatschige Wikinger Erik hat genug von Raub, Plünderung und Mord. Um das finstere Zeitalter, in dem sein Volk lebt, endlich zu beenden, will er die Götter um Hilfe bitten.

PHOENIX | 27.02.10 | 11:45
Arktis - Kalter Krieg am Nordpol

Die arktischen Anrainerstaaten Russland, Kanada, USA, Norwegen und Dänemark rangeln um eine der letzten Regionen der Erde, die wirtschaftlich noch weitgehend unberührt ist.

KiKA | 28.02.10 | 14:15
Tsatsiki - Mama und der Polizist
Schweden/Norwegen/Dänemark 1999

Tsatsiki ist acht Jahre alt und heißt eigentlich Tobias. Mit seiner Mutter Tina lebt er in einem Vorort von Stockholm. Sein Vater ist weit weg in Griechenland und ahnt nicht einmal, dass er einen Sohn hat.

7 KULTURNOTIZEN aus dem NORDEN

NO: Bjørnson-Jahr in Oslo eröffnet

Ob Grieg, Ibsen, Wergeland oder Hamsun - auch die Norweger feiern ihre Künstler. Unter dem Motto "Bjørnson für unsere Zeit" und unter Schirmherrschaft von König Harald V. wurde 2010 nun zum Bjørnson-Jahr erklärt.

Bjørnstjerne Bjørnson (1832-1910), dessen Todestag sich am 26. April zum 100. Mal jährt, war nicht nur Dichter und Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger und Autor der norwegischen Nationalhymne. Als Politiker und Gesellschaftskritiker spielte er daneben eine wichtige Rolle für das Selbstverständnis und die Unabhängigkeit Norwegens als eigenständige Nation.

Offiziell werden die Feiern am 24. April mit einem Festakt im Osloer Nationaltheater und einer Ausstellung in der Nationalbibliothek eröffnet. Weitere Höhepunkte sind die Wiedereröffnung von Bjørnsons neu restauriertem Hof in Aulestad nahe Lillehammer und das Bjørnson-Festival Ende August in Molde. Darüber hinaus hat die Nationalbibliothek die Webseite www.bjørnstjerne.no eingerichtet.

Das mit 7 Millionen Kronen öffentlich geförderte Jubiläum entfachte erneut eine Debatte über die Erinnerungskultur im Lande. Dabei erachtet Kulturministerin Anniken Huitfeldt das nationale Kulturerbe als wichtig für eine junge Nation wie Norwegen und hofft auf ein neues Interesse an Bjørnsons Leben und Werk. (Quelle: Norwegische Nationalbibliothek)

NO: Versiegeltes Päckchen mit Hamsun-Briefen geöffnet

"Nicht vor 2010 zu öffnen" steht auf dem versiegelten Päckchen mit Briefen Knut Hamsuns "an ein junges Mädchen", dessen Geheimnis Hamsun-Biograph Ingar Sletten Kolloen und Lars Frode Larsen, Redakteur der Schriftenreihe "Nye Hamsun Samlede", nun nach 50 Jahren lüften durften. Die um 1890 entstandenen Briefe stammen aus einer Zeit, in der Hamsun teilweise in Kristiansund lebte und dort ein Verhältnis mit der jungen Klavierlehrerin Julie Amanda Lous, genannt Lulli, hatte. Er verließ Kristiansund jedoch unvermittelt und äußerte sich Dritten gegenüber wenig galant über Lulli. Sie selbst heiratete nie, stattdessen engagierte sie sich für Politik, Friedensarbeit und die Frauenbewegung. Experten bestätigten umgehend die Echtheit der Briefe, die Lullis Neffe 1960 der Norwegischen Nationalbibliothek übergeben hatte. Nun hoffen die Hamsun-Forscher, dass damit ein weiteres Teil in dem großen Puzzle von Hamsuns Leben und Werk seinen Platz findet. (Quelle: Norwegische Nationalbibliothek)

DK/DE: Knud Romer und Günter Grass

Als erster nicht-deutscher Schriftsteller wurde der Däne Knud Romer in die Gruppe "Lübeck 05" von Günter Grass eingeladen. Am 29. Januar diskutierte die Schriftstellergruppe in einem Seminar über Knud Romers neues Manuskript zu "Kort over paradis". Romer debütierte 2006 mit "Den der blinker er bange for døden" (Wer blinzelt, hat Angst vorm Tod). (Quelle: Danmarks Radio)

DE/IS: Erst die Schweden, jetzt die Isländer

Früher, als das Wünschen noch geholfen hat, kamen fast die meisten Spieler von Hansa Rostock aus Schweden, und die schwedischen Fußballfans stürmten das Rostocker Ostseestadion. Jetzt spielt Hansa eine Klasse tiefer und – orientiert sich noch nördlicher. Der Zweitligist hat die isländischen Fußball-Nationalspieler Helgi Valur Danielsson und Gardar Johannsson verpflichtet. Möge dies helfen. (Quelle: Isländische Botschaft)

DK: In Dänemark steht das teuerste Kunstwerk der Welt

Die bei Sotheby's in London für 65 Millionen Pfund versteigerte Plastik des Schweizer Bildhauers Alberto Giacometti der „Schreitende Mann“ kann man auch in Dänemark sehen. Darauf weist das Kunstmuseum in Louisiana hin. Das dänische Museum hat zwanzig Werke von Alberto Giacometti. Den gehenden Mann gibt es in einer Bronzekopie. Das Kunstwerk ist das teuerste, das jemals bei einer Auktion versteigert wurde. Poul Erik Tøjner vom Museum nannte die internationalen Auktionspreise „ein kapitalistisches Totalteater“. (Quelle: Kristelig Dagblad)

SE: Internationales Film Festival 2010 in Göteborg gefeiert

Das 33. Internationale Filmfestival, das vom 29. Januar bis zum 7. Februar in Göteborg stattfand, hat eine positive Festivalbilanz gezogen. Innerhalb von zehn Tagen wurden 130 400 Tickets für 450 unterschiedliche Filme aus 78 Ländern verkauft.
Rund 320 000 Zuschauer besuchten die 720 Vorstellungen und Rahmenveranstaltungen des größten Filmfestivals Skandinaviens. Im Vergleich zum Jahr 2009 gab es sogar ein Publikumszuwachs von fünf Prozent. Im Mittelpunkt des Festivals standen in diesem Jahr unter anderem afrikanischen Filme, wie „Soul boy“ von Hawa Essuman oder „Burdening Memories of a Cleaning Lady“ von Danii Kouyaté. Höchst erfolgreich war ebenfalls der deutsche Film „Soul Kitchen“ von Fathi Akin. Ein besonderer Reiz des Festivals bestand darin, dass die Besucher die Möglichkeit hatten, sowohl Regisseure als auch zu Schauspieler zu treffen. Auf der diesjährigen Gästeliste standen dabei nationale und internationale Größen wie: Vittorio Storaro, Claire Dans, Günther Wallraff sowie Mads Mikkelsen. (Ouelle: GIFF und www.goteborg-aktuell.blogspot.com)

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