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| Liebe Freundinnen und Freunde des KULTURHUS BERLIN, Es ist das größte skandinavistische Institut außerhalb Nordeuropas. Und es ist wegen seiner kulturwissenschaftlichen Ausrichtung einmalig in der deutschsprachigen Skandinavistik: Das Nordeuropa-Institut der Berliner Humboldt-Universität. Über die Erfolgsgeschichte des 1994 gegründeten Institutes sprach KULTURHUS BERLIN mit dem Gründungsdirektor Bernd Henningsen. Ein Interview. Heavy-Metal-Musicals und Oper – was die finnische Stadt Turku als Europas Kulturhauptstadt im nächsten Jahr plant, finden Sie bei uns ebenso wie Hinweise auf nordische Kultur in Berlin und den Norden im TV. KULTURHUS BERLIN verlost außerdem Freikarten für das Sommertheater mit Pippi Langstrumpf in der Zitadelle Spandau. Schon jetzt einladen möchten wir Sie zu einer dänisch-deutschen Buchpremiere nach der Sommerpause im September: Der Däne Torben Guldberg wird seine »Thesen über die Existenz der Liebe« vorstellen, den deutschen Text liest der Berliner Schauspieler Dominick Raacke. Mehr Informationen im nächsten Newsletter. Sehr herzlich willkommen! Einen sonnigen Sommer wünscht
Inhalt1 AKTUELL: MAX MANUS-Podiumsgespräch des KULTURHUS BERLIN auf DVD 2 INTERVIEW mit Professor Bernd Henningsen 3 VERLOSUNG: Familientheater auf der Freilichtbühne an der Zitadelle
4.2 Iselin C. Hermann "Sommer war es" 4.3 Arthur Krasilnikoff "Das Auge des Wals" 4.4 Jostein Gaarder: "Die Frau mit dem roten Tuch" 4.5 Mikael Engström: "Ihr kriegt mich nicht" 6 TIPPS und TERMINE: Der NORDEN in BERLIN
1 AKTUELL: MAX MANUS-Podiumsgespräch des KULTURHUS BERLIN auf DVD
Podiumsgespräch und Grußwort sind jetzt auf der DVD zum Film zu finden. Der Film Max Manus erschien Ende Juli bei Capelight Pictures. Eine umfangreich und mit zahlreichen Extras ausgestattete DVD. Unser Film- und DVD-Tipp! Nicht nur für alle, die im Februar nicht dabei sein konnten. 2 INTERVIEW mit Professor Bernd Henningsen"Es war eine große Chance für die Skandinavistik"
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Professor Dr. Bernd Henningsen ist Gründungsdirektor des Nordeuropa-Instituts der Humboldt-Universität zu Berlin. Am 24. Juni hielt er in Berlin seine Abschiedsvorlesung. Er wurde 1992 an die Humboldt-Universität berufen, davor führten ihn Gastprofessuren und Vertretungen an die University of Minnesota/USA in Minneapolis, nach Zürich, Hamburg, Trier, Erlangen-Nürnberg und an die Freie Universität Berlin. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Preise wie 1985 den Theodor-Eschenburg-Preis oder 1991 den Forscherpreis des Jubiläumsfonds der Schwedischen Reichsbank und der Alexander-von-Humboldt-Stiftung. Bernd Henningsen wurde mit dem Norwegischen, Schwedischen und Dänischen Verdienstorden ausgezeichnet. Er ist Herausgeber der Zeitschrift NORDEUROPAforum und verschiedener Publikationsreihen. Zuletzt erschien sein Buch "Dänemark" im Beck-Verlag.
KULTURHUS BERLIN: Von Haus aus sind Sie Politikwissenschaftler, haben neben Nordischer Philologie Philosophie und Psychologie studiert. Woher stammen das Interesse für Nordeuropa und der Wunsch, sich wissenschaftlich damit auseinanderzusetzen?
Bernd Henningsen: Es ist eine Mixtur aus privatem Hintergrund und meiner fachlichen Orientierung. Ich bin im deutsch-dänischen Grenzgebiet aufgewachsen, dann zum Studium nach München gegangen und war dort auf der Suche nach einem ergänzenden Fach. Eric Voegelin hatte dort eine am angelsächsischen Modell orientierte Politikwissenschaft aufgebaut. Es gehörte zur Politik des Institutes, auch regional orientiert zu arbeiten. Man setzte auf Expertentum beispielsweise für den Nahen Osten, für China, für Japan und für Amerika. Aber Nordeuropa war, wenn man so will, ein weißer Fleck in dieser fachlichen Landschaft. Ich brachte Kenntnisse der dänischen Sprache mit und landete auf diese Weise an der Skandinavistik der Ludwig-Maximilian-Universität. Von den Kollegen in der Politikwissenschaft wurde ich in meiner Fächerkombination bestätigt, weil man dort wie gesagt eine regional ausgerichtete Politikwissenschaft betrieb.
KULTURHUS BERLIN: Woher stammten Ihre Kenntnisse der dänischen Sprache?
Bernd Henningsen: Ich bin in Flensburg geboren, im deutschen Milieu aufgewachsen und habe dieses Milieu damals als eher dänisch-feindlich erlebt. In jugendlicher Opposition entschloss ich mich, es genauer wissen zu wollen: Wir hatten durch meine Familie Beziehungen nach Dänemark, und ich begann dann Ende der 1950er Jahre – bei Besuchen und während Ferienaufenthalten in Dänemark – Dänisch zu lernen, als Autodidakt. An meiner Schule gab es kein Dänischangebot. Aber ich habe als Jugendlicher sehr viel gelesen, auf Dänisch, zum Teil auch auf Schwedisch. Professionellen Dänischunterricht erhielt ich dann in München am Nordischen Seminar...
Lesen Sie das vollständige Interview von Inken Dose und Ulrike Schulz auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de in der Rubrik >> Kultur >> Interviews.
Rote Zöpfe, Sommersprossen - jeder kennt Pippi Langstrumpf, und jeder weiß, dass sie auf strenge Autoritäten und sinnlose Ordnung im Leben ganz wunderbar verzichten kann. Schließlich lautet ihr Motto: "Ich mach' mir die Welt, wie sie mir gefällt!" Und: Pippi zeigt allen, "(...) dass man Macht haben kann, ohne sie zu missbrauchen." (Astrid Lindgren).
KULTURHUS BERLIN verlost 5 x 2 Freikarten für einen Besuch bei Astrid Lindgrens berühmtester Kinderbuchfigur in der Zitadelle Spandau. Unsere Frage: Pippi legt sich gern mit einer Frau an, der sie einen ganz besonderen Spitznamen gibt. Wie lautet dieser Spitzname?
Die Antwort schickt bitte bis zum 12. August an info (at) kulturhus-berlin.de. Es gewinnen die ersten Einsendungen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Termine:
So 08.08. | 11 Uhr, So 08.08. | 16 Uhr, Mi 11.08. | 10.30 Uhr,
Mi 11.08. | 15.30 Uhr, So 15.08. | 16 Uhr, Mi 18.08. |15.30 Uhr,
So 22.08. | 16 Uhr, So 29.08. | 16 Uhr, Mi 01.09. | 10.30 Uhr,
So 05.09. | 16 Uhr, Di 07.09. | 10.30 Uhr, Mi 08.09. | 10.30 Uhr,
Do 09.09. | 10.30 Uhr, So 12.09. | 16 Uhr
Tickethotline 030 – 627 059 26 und www.berliner-kindertheater.de
Kinder/ALG II/Studenten/Behinderte 8,- // Erwachsene 10,- // Schul- u.
Kitagruppen (2 Begleiter frei) 6,-
Freilichtbühne an der Zitadelle Spandau
Am Juliusturm
13599 Berlin
Sie
hat sich lange Zeit genommen, Zeit um sich von musikalisch sicherem Terrain
zu einem eigeneren Stil vorzuwagen. Nun hat Norwegens große Soulstimme
Torun Eriksen ihre dritte CD "Passage" präsentiert...
>> Rezension von Tanja Bradtke
Torunn Eriksen Passage
Audio CD, Emarcy Records (Universal), 2010
ASIN: B0036X90O0
Die
fünfjährige Zwetschge verbringt den Sommer auf den Gutshof ihrer
Großeltern. Ihre Eltern sind für drei Wochen in den Urlaub
gefahren – ohne sie. Doch der Alltag auf dem Land bietet dem Mädchen
viel Aufregendes: Es warten Pferde, Hunde und Kühe auf sie, und auch
die Jungen Hoftölpel, Puer und Østen sorgen für Abwechslung.
Natürlich gibt es auch noch die Haushälterin Nea, die immer
so süß nach Vanille und Butterschmalz riecht.
>> Rezension von Claudia Katzmarski
Iselin C. Hermann Sommer war es
Aus dem Dänischen von Regine Elsässer
Suhrkamp Verlag, 2008
ISBN: 3518459716, Preis: 7,50 €, 150 Seiten
Originaltitel: Trær sår sig selv, 2004
In
den späten 1940ern lebt der kleine Astur mit seiner dänischen
Familie für ein paar Jahre auf den Färöern. Er bestaunt
die Welt, erlebt große und kleine Geschichten und muss schließlich
Abschied von den Inseln und seiner Kindheit nehmen. Arthur Krasilnikoff
interessiert sich für fremde Welten. Weit entfernte Welten wie die
der Buschmenschen der Kalahari-Wüste oder die fremde Welt in uns,
das Irrationale unter der gesitteten Oberfläche...
>> Rezension von Malte Piersig
Arthur Krasilnikoff Das Auge des Wals
Verlag Martin Wallmann, 2010
Übersetzerin: Gisela Perlet
mit einem Nachwort von Verena Stössinger
ISBN: 978-3-908713-91-3
Originaltitel: Hvalens Øje, Gyldendal 2004
Philosophieren
bedeutet, über das Leben nachzudenken, und jeder, der sich wundert,
philosophiert.
(J. Gaarder)
Steinn und Solrun kannten und liebten sich seit ihrer frühen Jugend, doch ein dramatischer Vorfall ließ die Beziehung zerbrechen. Dreißig Jahre später treffen sie sich genau dort wieder, wo das geheimnisvolle Ereignis stattfand – der pure Zufall oder eine übernatürliche Fügung des Schicksals? ...
>> Rezension von Claudia Katzmarski
Jostein Gaarder Die Frau mit dem roten Tuch
Übersetzung: Gabriele Haefs
18,90 €, 221 Seiten, Hanser Verlag, 2010
ISBN: 3446234888
Originaltitel: Slottet i Pyreneene, 2008
"Ich
heiße Mik, und ich bin... verdammt klein für mein Alter, meine
Ohren sind das Einzige an mir, was wächst."
Der zwölfjährige Mik hat es nicht leicht im Leben. Seine Mutter ist tot, sein Vater betrinkt sich so sehr, dass er jeden Abend halb tot auf dem Küchenboden endet und sein älterer Bruder Tony ist kriminell. Dennoch versucht Mik, den Schein einer heilen Familie nach außen hin zu wahren: Die Schulpsychologin lügt er an und wenn ein Freund zu Besuch kommen möchte, ist sein Vater "erkältet"...
>> Rezension von Claudia Katzmarski
Jostein Gaarder Die Frau mit dem roten Tuch
Übersetzung: Gabriele Haefs
18,90 €, 221 Seiten, Hanser Verlag, 2010
ISBN: 3446234888
Originaltitel: Slottet i Pyreneene, 2008
Die finnische Stadt Turku darf sich nächstes Jahr – gemeinsam mit der estnischen Hauptstadt Tallinn – mit dem Titel Kulturhauptstadt Europas 2011 schmücken. Das Programm steht unter dem Motto "Turku in Flammen" – eine Anspielung auf die zahlreichen Brandkatastrophen, von denen Finnlands älteste Stadt im Laufe der Jahrhunderte heimgesucht wurde.
Turku, die ehemalige Hauptstadt Finnlands, gilt als Wiege der finnischen Kultur und stellt heute mit rund 177.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Finnlands dar. Die 781 Jahre alte Hansestadt liegt an der finnischen Westküste an der Mündung des Flusses Aurajoki in die Ostsee. Der Stadt vorgelagert ist der Schärengarten mit über 20.000 Inseln.
Mit der Eröffnungsfeier am 15. Januar 2011 fällt der Startschuss für ein Jahr kultureller Höhepunkte. Im Rahmen von Turku 2011 werden rund 150 Projekte und zahlreiche Einzelprojekte durchgeführt, die alle Sinne ansprechen und ein möglichst breites Publikum anlocken sollen. Das ganze Jahr hindurch werden unterschiedlichste Veranstaltungen von Zirkusshows, Lichterspielen, Ausstellungen, Theater bis zu Musikkonzerten für kulturelle Unterhaltung sorgen...
>> Artikel von Ulrike Schülper
22. Juni bis 12. September | Freilichtbühne Zitadelle Spandau Berlin
Pippi Langstrumpf
Kindertheater
Der Klassiker der Weltkinderliteratur schlechthin kehrt als "das Original" mit echtem Pferd und in neuer Bearbeitung von Andreas Schmidt auf die Freilichtbühne an der Zitadelle Spandau zurück!
Gemeinsam mit Thomas und Annika erlebt Pippi, was Sachensucher finden. Ob Wunschsterne tatsächlich Wünsche erfüllen? Oder machen das Spunks? Und ist ein Kaffeekränzchen geeignet, gute Erziehung zu beweisen? Und als eine Seeräuberreise ansteht, muss sich Pippi entscheiden: bleibt sie oder geht sie?
Kartentelefon: 030 - 627 059 26
Eintritt: 10.- € Erwachsene | 8.- € Kinder/ALGII | Schul- u.
Kitagruppen 6,-
Freilichtbühne Zitadelle Spandau Berlin
Am Juliusturm
13599 Berlin
17. August | 20 Uhr | Konzerthaus Berlin
Ungdomssymfonikerne
Dirigent: Ole, Kristian Ruud (N)
Die Ungdomssymfonikerne wurden 1973 gegründet und bringen jeden Sommer
die begabtesten jungen Musiker aus ganz Norwegen für eine vierwöchige
Probenphase zusammen. Die besten norwegischen Musiker wie Leif Ove Andsnes,
Solveig Kringelborn und Håkan Hardenberger haben mit dem Orchester
musiziert.
Dirigent des Orchesters ist Ole Kristian Ruud, eine feste Größe im norwegischen Musikleben. Er war Chefdirigent des Trondheim Symphony Orchesters und wurde 1999 einer der Künstlerischen Leiter des Stavanger Symphony Orchesters. Außerdem ist er Professor für Dirigieren an der Norwegischen Musikakademie.
Konzerthaus
Gendarmenmarkt 2
10117 Berlin
25. September bis 16. Oktober 2010 | Usedomer Musikfestival
Lettland – durch Musik zur Welt gebracht
In über 40 Veranstaltungen zeigen sich der Reichtum, die Qualität
und
die tiefe Verwurzelung der musikalischen Tradition des baltischen
Staates. Künstler des Landes wie Gidon Kremer und die Kremerata Baltica,
Baiba, Lauma und Linda Skride, Bassbariton Egils Silinš, Organistin
Iveta Apkalna, Pianist Vestards Šimkus sowie der Lettische Rundfunkchor
prägen die internationale Musikszene und sind zum Usedomer Musikfestival
zu erleben.
www.usedomer-musikfestival.de
Dünenstraße 45
17419 Seebad Ahlbeck
Bis 8. September | Galerie Jacksons Berlin
»Suomi. Finnish Design«
Finnland, das Land der tausend Seen, bekannt für die überwältigende Schönheit seiner Wälder und Gewässer. Endlose Sommernächte stehen im Kontrast zu harschen dunklen Wintern. Die Natur und ihre Elemente sind in Finnland allgegenwärtig und die Nähe dazu spiegelt sich seit jeher auch in finnischer Architektur und finnischem Design wieder, die eine unverwechselbare und stilbildende Position einnehmen.
In dieser Ausstellung sind seltene Stücke zu sehen von Eliel Saarinen, Alvar Aalto, Tapio Wirkkala, Ilmari Tapiovaara und anderen.
Galerie Jacksons
Berlin
Lindenstraße 34, Berlin-Kreuzberg
Tel 030-505 99 777
Dienstag bis Samstag 12.00 bis 18.00 Uhr
Noch bis Montag können Sie in Berlin Olafur Eliassons Ausstellung "Innen Stadt Außen" sehen. Dazu gibt’s im Fernsehen ein Porträt des medienscheuen, aber dennoch zu den einflussreichsten Künstlern der Gegenwart zählenden Mannes. Neben den Spielfilmen und Serien aus dem Norden purzeln im August die Freizeit-Machos vom Rugbyverein aus Oulu im Norden Finnlands über den Bildschirm. Und das ist immerhin der zweit- oder drittschlechteste in einer der schlechtesten Ligen der Welt. Mehr Norden im TV gibt es unter www.kulturhus-berlin.de – erste Tipps wie immer schon hier.
Olafur Eliasson, geboren 1967 in Kopenhagen, lebt in Berlin. Seine Kindheit verbrachte er in Island, von 1989 bis 1995 studierte er an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen. Seit 2006 unterrichtet Eliasson an der Universität der Künste in Berlin. Derzeit findet im Berliner Martin-Gropius-Bau die erste Einzelausstellung "Innen Stadt Außen" von Eliasson in Berlin noch bis zum 9. August 2010 statt. Der Film zeichnet ein intimes Porträt des medienscheuen, aber dennoch zu den einflussreichsten Künstlern der Gegenwart zählenden Mannes.
Drei Familienväter aus einer wohlhabenden Wohngegend von Ystad gründen eine Bürgerwehr, um sich gegen Einbrüche zu schützen. Sie ertappen einen polnischen Schwarzarbeiter scheinbar auf frischer Tat und richten ihn übel zu.
Die junge Rosa stirbt durch einen Giftanschlag, der ihrem Vater galt. Ihr Bräutigam Esteban betäubt seinen Schmerz mit Arbeit. Er steigt zum mächtigen Gutsbesitzer auf. Die Einsamkeit macht ihn zum despotischen Patriarchen. Oscar-Preisträger Bille August gelang eine stimmungsvolle Adaption von Isabel Allendes gleichnamigem Weltbestseller.
Der Rugbyverein von Oulu im Norden Finnlands ist immer der zweit- oder drittschlechteste in einer der schlechtesten Ligen der Welt. Hier spielen Männer, die sich nach einem Raum sehnen, in dem sie ihre Männlichkeit ausleben dürfen.
Die CWA (Crime Writers’ Association) verlieh Johan Theorin für den Roman "Nebelsturm" (Piper Verlag) den Preis für den besten internationalen Kriminalroman und lobte: "Vier Handlungsstränge kreisen um den Abgrund eines unerklärlichen Todesfalls. Dieser geheimnisvolle Roman ist Geister-, Kriminal- und Gruselgeschichte in einem." Schon 2009 hatte die Jury Johan Theorin mit dem "New Blood Dagger" für den besten Debütroman ("Öland", Piper) geehrt. Beide Romane sind Teil eines auf der Insel Öland spielenden "Jahreszeiten-Quartetts". "Blutstein", der dritte Teil, erscheint am 4. Januar 2011 im Piper Verlag. (Quelle: Börsenblatt des deutschen Buchhandels)
Man erkennt ihm am struppigen Fell, der roten Latzhose und der blauen Pudelmütze – und an seinem unglaublichen Appetit auf Eierkuchen mit Sirup: Rasmus Klump. Der dänische "Nationalbär", der 1951 von Ehepaar Carla und Vilhem Hansen entworfen wurde. Sein erstes Magazin erschien am 12. Juli im Egmont Serieforlaget. (Quelle Danmark Radio)
Im grönländischen Parlament Inatsisartut soll künftig nur noch Grönländisch gesprochen werden. Das fordert zumindest die autonomiefreundliche sozialdemokratische Oppositionspartei Siumut und stützt sich dabei auf ein juristisches Gutachten, das hierin keinen Verstoß gegen internationales Völkerrecht oder gegen das grönländische Selbstverwaltungsgesetz sieht. Das Problem einer solchen Regelung wäre jedoch eine Benachteiligung der dänischsprachigen Minderheit des Landes. Drei der insgesamt 31 Parlamentsmitglieder gehören dieser Minderheit an und sprechen kein Grönländisch. Sie fürchten, wegen fehlender Sprachkenntnis zukünftig von politischen Debatten ausgeschlossen zu sein.
Der Siumut-Abgeordnete Lars-Emil Johansen hält dem entgegen, es
sei natürlich, dass in einem Parlament dieselbe Sprache wie im Rest
der Gesellschaft gesprochen werde und wer in die Politik wolle, müsse
eben diese Sprache lernen. In Verbindung mit dem erweiterten Autonomieabkommen
zwischen Grönland und Dänemark gilt Inuktitut, wie die Sprache
eigentlich heißt, seit 2009 bereits als offizielle Landessprache.
(Quelle: Berlingske Tidende)
Das dänische Militär verlangte Aufnahmen aus dem Dokumentarfilm "Armadillo". Das sagte der Regisseur des in Cannes gefeierten Films, Janus Metz der Zeitung "Berlingske Tidende". Es gehe um die Szenen, in denen dänische Soldaten von der Liquidierung aufständischer Taliban sprechen. Nach den Interviews habe sich das Verhältnis zum Stab vor Ort eindeutig verändert, sagte der Filmemacher. Man habe die Herausgabe des Materials verlangt. Dem Filmteam sei mit Gefängnis gedroht worden, sollten die Aufnahmen veröffentlicht werden.
Der Produzent Ronnie Fridthjof von Fridthjof Film hatte bereits im Juni 2009 die Behandlung der Crew seitens der dänischen Armee in Afghanistan scharf kritisiert und von Zensur gesprochen. Das Militär bestreitet die Vorgänge. Man sei im Zweifel gewesen, ob ein strafbares Verhalten der Soldaten vorgelegen habe und wollte darüber Aufklärung. Deshalb habe man um das Material gebeten. Den Dokumentarfilm, der erst vor kurzem in die dänischen Kinos kam, sahen bereits mehr als 100 000 Dänen. (Quelle: Ritzau/Berlingske Tidende)
Der Schwede Lennart Hellsing erhält den Albert Engströmpris 2010. In der Begründung heißt es, "mit seiner Wortphantasterei, seiner Verspieltheit, seinem Ideenreichtum, seinem subtilen Humor und intelligentem Umgang mit der schwedischen Sprache" habe er "das ästhetische Erleben von Generationen von Kindern und Erwachsenen bereichert".
Lennart Hellsing, geboren 1919, ist eigentlich ausgebildeter Ingenieur und Journalist, debütierte aber bereits in den 1940er Jahren als Poet und Kinderbuchautor. Sein erstes Kinderbuch mit dem Titel Katten blåser i silverhorn kam 1945 heraus. Nach mehr als 60 Jahren in der Welt der Kinderbücher ist er noch immer ein Pionier innerhalb der schwedischen Kinderliteratur und jemand der ständig daran arbeitet, den Status von Kinderbüchern zu stärken. Lennart Hellsing war einer der Gründer des Schwedischen Kinderbuchinstituts, das 1967 gegründet wurde, um die Forschung über und die Dokumentation von Kinderliteratur zu fördern.
Frühere Preisträger waren u. a. Mikael Niemi (2009), Babben Larsson (2008), Hasse Alfredson (2007) und Astrid Lindgren (1994). (Quelle: Rabén & Sjögren )
Auf Grönland soll es den wahren, echten, wirklichen Weihnachtsmann geben. (Wie in Schweden, Norwegen, Finnland und diversen anderen Ländern auch.) Er wohnt angeblich in der Hauptstadt Nuuk und hat kein Geld mehr. Man hat ihm nämlich die Zuwendung vom Staat gestrichen, sodass er nun auf sich gestellt ist. Das hat zur Folge, dass jedes Kind etwa elf Euro für die Beantwortung seines Briefes-an-den-Weihnachtsmann bezahlen muss. Dabei bekommt der wahre, echte und wirkliche Weihnachtsmann auf Grönland verdammt viel Post. Dieses Jahr waren es über 40.000 Briefe und Päckchen, in denen nicht nur Wunschzettel sondern auch Bonbons, Kuchen und Heu für Rentiere steckte. (Quelle: Scanpress)
... des verstorbenen Autors Stieg Larsson wurde in der Kungliga Biblioteket in Stockholm gefunden. In den frühen 70er Jahren betrieb Larsson die Fazines "Fijagh" und "Sfären". Die nun aufgetauchte Kurzgeschichte erschien 1972 unter dem Titel "Den Siste" in "Sfären". Ob die Geschichte und andere Texte aus den Fanzines veröffentlicht werden, obliegt Larssons Hinterbliebenen. (Quelle: Dagens Nyheter)
Am 5. August wird ein neues nationales Erlebniscenter für Rock und Pop in Norwegen eröffnet. "Rockheim" befindet sich in Trondheim und verwaltet und vermittelt die norwegische Populärmusik der 1950er Jahre bis zur Gegenwart. Die Einrichtung ist damit einer der größten Verwalter von norwegischem populärkulturellem Erbe in Norwegen. Hinter den Museumskulissen erfolgt die Archivierung, Forschung und Verwaltung der norwegischen musikgeschichtlichen Materialien. Rockheims ständige Ausstellung bietet eine Reise durch neuere norwegische Musik- und Kulturgeschichte, von der Jugendkultur der fünfziger Jahre bis zur heutigen digitalen Medienvielfalt. (Quelle: Norwegische Botschaft)
In den letzten zehn Jahren hat sich die Anzahl dänischer Festivals verdoppelt. Das zeigt eine Untersuchung der Roskilde Universität, die im August veröffentlicht wird. Während sich Musikfestivals wie Roskilde oder Skanderborg zu großen Publikumsfesten entwickelt hätten, seien in den letzten Jahren im ganzen Land zunehmend kleinere, neue Festivals entstanden. Demnach gibt es derzeit 170 Festivals in Dänemark. Die Hälfte davon wurde in den letzten zehn Jahren gegründet. Die Bandbreite ist groß, Jazz für Kinder ist zum Beispiel einer der Erfolge auf dem Copenhagen Jazzfestival, das Jazzarrangements für neue Zielgruppen organisiert. "Børnejazz" zog mehr als 5.000 Gäste an, so dass das Festival sogar vom Kongens have nach Øster Anlæg umziehen musste. (Quelle: Danmarks Radio)
Nach seinem Roman "Den stille pige" (Das stille Mädchen) vor vier Jahren veröffentlicht der dänische Bestsellerautor Peter Høeg ein neues Buch "Elefantpassernes børn". Wie der Rosinante-Verlag mitteilt, geht es in dem Buch um zwei Kinder, deren Eltern plötzlich verschwinden. Die beiden Geschwister begeben sich auf eine geheimnisvolle Suche, werden dabei mit den großen Fragen des Lebens konfrontiert. Peter Høeg wurde 1988 mit "Forestilling om det tyvende århundrede" (Vorstellung vom 20. Jahrhundert) bekannt. Vier Jahre später erschien der Bestseller "Frøken Smillas fornemmelse for sne" (Fräulein Smillas Gespür für Schnee), der den Dänen zu internationaler Bekanntheit verhalf. Seine Bücher erscheinen in 33 Ländern. (Quelle: Politiken)
Der Amerikaner Bobby Fischer, der als Schachweltmeister bekannt wurde, lebte nach Stationen in Europa in Japan und auf den Philippinen, bevor er sich 2004 auf Island niederließ. Weil er gegen Sanktionen der USA verstoßen hatte, war er vom dortigen Schachverband ausgeschlossen und sein Reisepass entzogen worden. Auf Island gewährte man ihm die Staatsbürgerschaft. Eine DNA-Probe soll nun nach seinem Tod klären, ob er der Vater eines philippinischen Mädchens ist, wie seine Mutter Marilyn Young behauptet. Dazu wurde der Leichnam Fischers nach Gerichtsbeschluss auf dem Laugardalsfriedhof in Reykjavik exhumiert. Sollte sich die Vaterschaft bestätigen, hat das Kind Aussicht auf ein Erbe in Höhe von 1,6 Millionen Euro – auf diese Summe wird der Wert seines Besitzes geschätzt. Neben Young fordern zwei Verwandte Fischers das Erbe. (Quelle: Iceland Review)
"Weg der Freiheit" ist der Name des Denkmals, das an den baltischen Weg von 1989 erinnern soll, als zwei Millionen Menschen eine 600 km lange Kette bildeten und mit ihren Händen die Städte Vilnius und Tallinn verbanden. Das Denkmal des litauischen Künstlers Tadas Gutauskas wird am 23. August in Vilnius enthüllt und besteht aus Ziegelsteinen in den Farben der litauischen Nationalflagge (gelb, grün, rot). Jeder kann einen Stein kaufen, auf dem sein Name eingeprägt wird.
Erwerben kann man die Steine im Internet (www.laisveskelias.lt) oder auf den Postämtern in Litauen. Der Initiator des Projekts, Gutauskas, hat in Vilnius, Salzburg, Stockholm und Reykjavik Kunst studiert und berichtet, dass auch schon Steine nach Dubai und Amerika verkauft wurden. (Quelle: Baltic Times)
Pernille Fischer Christensens Film "En familie" hat den Hauptpreis des Los Angeles Film Festival gewonnen, einem der wichtigsten Filmfestivals der USA. Die Geschichte der Familiendynastie Rheinwald hatte bereits auf der diesjährigen Berlinale den Preis der internationalen Filmkritik gewonnen und kommt im Oktober in die dänischen Kinos. (Quelle: Dänisches Filminstitut)
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