Berlin, September 2010

Liebe Freundinnen und Freunde des KULTURHUS BERLIN,

vor 65 Jahren erblickten sie das Licht der Welt – und jetzt machen sie Station in Greifswald: die Mumins. In der Bibliothek Hans Fallada ist die Wanderausstellung des KULTURHUS BERLIN von September bis Oktober zu erleben, bevor die Trolle weiterreisen.

Wer nicht bis zu unserem Oktober-Newsletter warten möchte, kann in wenigen Tagen auf www.kulturhus-berlin.de das neue Programm des NORDISCHEN FILMKLUBs finden. Wir haben für Sie viele frische Filme aus Skandinavien, Themenabende und Erstaufführungen und freuen uns schon jetzt auf Ihren Kinobesuch im NORDISCHEN FILMKLUB. Am 6. Oktober geht es los!

Wir berichten über eine Berliner Tagung, auf der es um mittelalterliche skandinavische Texte und laufende Forschungsprojekte zu deren Layout ging, liefern den Norden im TV-Programm, drei Rezensionen und aktuelle Kulturnachrichten aus dem Norden.

Mit dem Geheimnis der Liebe beschäftigt sich der Däne Torben Guldberg. Er wird seine "Thesen über die Existenz der Liebe" am 8. September im Felleshus der Nordischen Botschaften vorstellen. Was ist die Liebe? Sein Held ist dieser Frage seit 500 Jahren auf der Spur...

Einen schönen Spätsommer wünscht
Ihr KULTURHUS BERLIN

 

Inhalt

1 KULTURHUS BERLIN lädt ein

2 VORSCHAU: Der NORDISCHE FILMKLUB mit neuem Programm

3 TAGUNGSBERICHT: Auch geschlossene Bücher können etwas aussagen

4 REZENSIONEN

5 SERVICE: Sprachkurse in Berlin auf einen Blick

6 TIPPS & TERMINE für den Norden in Berlin

7 Der NORDEN im TV

8 KULTURNOTIZEN aus dem NORDEN

 

1 KULTURHUS BERLIN lädt ein

1.1 Die Mumins in Greifswald

10. September bis 6. Oktober 2010 | Stadtbibliothek Hans Fallada
Schweben. Träumen. Leben – Tove Janssons Mumin-Geschichten
Wanderausstellung

Logo Mumin-AusstellungGreifswald ist die neue Station der gemeinsamen Wanderausstellung von KULTURHUS BERLIN, Finnland-Institut in Deutschland, Botschaft Finnlands und Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität. Die Ausstellung basiert auf den in vielen Ländern sehr beliebten, in Deutschland jedoch relativ unbekannten Geschichten der finnlandschwedischen Autorin Tove Jansson.

Im Zentrum der Ausstellung steht das für Kinder begehbare Muminhaus, rundherum zeigen Bilder, das Abenteuer-Boot der Mumins und Mumin-Figuren aus Holz das Leben der Muminfamilie. Vorschulgruppen und Grundschulklassen können sich zu Veranstaltungen anmelden (Tel. 03834/778173). Die Biographie, Fotos, Texte und Zeichnungen aus dem breit gefächerten Werk der Autorin sprechen ein älteres Publikum an und geben einen Einblick in das Schaffen der außergewöhnlichen Künstlerin. Ergänzt werden sie durch kurze Informationstexte, die Studierende in einem Seminar über Tove Jansson erarbeiteten. So ist die Ausstellung nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene geeignet.

Stadtbibliothek Hans Fallada
Knopfstraße 18 - 20
17489 Greifswald

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1.2 Stadtrundgang: "Säufer, Künstler und Gelehrte – Skandinavier in Berlin"

Der Norden war Mode auf den Berliner Boulevards in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und wann immer Skandinavier hier zu Besuch waren, sorgten sie im Kulturleben der Stadt für Furore. Gerade in Berlins Mitte hinterließen die skandinavischen Klassiker mehr Spuren als gemeinhin angenommen. Unser Rundgang folgt berühmten Besuchern wie H.C. Andersen und Jenny Lind, August Strindberg und Edvard Munch vom Berliner Dom über den Gendarmenmarkt bis zum Brandenburger Tor. Entlang erhaltener Gebäude und Spuren führen wir Sie durch Tagebucheinträge, Briefe und Originaltexte und gestatten Ihnen einen Blick durch das Schlüsselloch der Berliner Kulturgeschichte.

Termine im September:

Donnerstag, 16. September, 18:30
Sonntag, 19. September, 11:00
Donnerstag, 23. September, 18:30

Treffpunkt: Hauptportal des Berliner Doms am Lustgarten
Kosten: 9,- EUR / erm. 6,- EUR

Um Anmeldung wird gebeten.
Für Gruppen können weitere Termine vereinbart werden.

E-Mail: stadtrundgang (at) kulturhus-berlin.de
Tel.: 030-20 93 49 52 oder 0176-51 06 96 21

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2 VORSCHAU: Der NORDISCHE FILMKLUB mit neuem Programm

FilmklubFilme, Filme, Filme. Ab 6. Oktober ist es wieder soweit. Dann beginnt im Felleshus der Nordischen Botschaften die neue Saison im NORDISCHEN FILMKLUB.

KULTURHUS BERLIN lädt Sie herzlich ein: zu neuen, bislang nicht in Deutschland gezeigten Filmen aus Skandinavien. Darunter die viel gewünschte Fortsetzung von Berlinerpoplene aus Norwegen, ein Themenabend zum dänischen Film mit Florian Vollmers von den Nordischen Filmtagen Lübeck oder ein neuer Mumin-Film aus Finnland.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und veröffentlichen für Sie das komplette Programm des NORDISCHEN FILMKLUBs ab Mitte September unter www.kulturhus-berlin.de.

Herzlich willkommen!

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3 TAGUNGSBERICHT: Auch geschlossene Bücher können etwas aussagen

Tagung: The Power of the Book. Medial Approaches to Medieval Nordic Legal Manuscripts, 18.-20. August 2010

Das reiche Erbe der altnordischen Literatur ist wie eine Schatzkiste voll störrischer Austern, die die Mediävisten seit Generationen mühsam zu knacken versuchen. Ein neuer Ansatz verspricht da spannende Erkenntnisse: Warum die Bücher nicht einfach zu lassen? Das Layout, der "Paratext", verrät sehr viel darüber, wie ein Text gedacht ist und ist für die Interpretation des Inhalts von enormer Bedeutung.

Der Workshop der neuen Juniorprofessorin für Mediävistik am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität war ein internationales Treffen von Wissenschaftlern, die in dieser Richtung arbeiten.

Den vollständigen Bericht von Malte Piersig lesen Sie auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de in der Rubrik >> Wissenschaft.

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4 REZENSION

4.1 Das große Buch zum Schweden-Hüttchen. Die "Friggebos"

CoverRoger Nyström war lange Zeit Redakteur bei Schwedens größtem Einrichtungsmagazin "Hus & Hem", und hat jetzt das "Stora Friggeboken" geschrieben. Ein Buch über die kleinen Mini- Häuschen, die in Schweden "Friggeboden" heißen. Benannt sind sie nach Birgit Friggebo, einer Ministerin, unter der 1978 ein neues Baugesetz verabschiedet wurde, wonach in Schweden die maximal 15 Quadratmeter großen und nicht mehr als drei Meter hohen "Friggebos" genehmigungsfrei gebaut werden dürfen. Die wurden schnell so populär, dass sie bald überall in der Landschaft wuchsen. Wie viele heute in ganz Schweden stehen, ist unklar, da die Gebäude nicht registriert werden. Aber "Friggebos" sind beliebt, und es entstehen immer neue und auch zunehmend modernere. Genutzt werden sie vor allem als Gästehäuser, als Zusatzraum, an allen möglichen und unmöglichen Plätzen, auf Steinen, Felsen, zwischen Bäumen und Büschen, am Wasser, mitten in der Natur. Sie haben alles, was ein richtiges Haus auch hat, nur eben in kleineren Dimensionen.

Roger Nyström schreibt über die Geschichte der "Friggebos", wie die Idee dazu entstand, über die Regeln und Möglichkeiten. Er gibt praktische Tipps zu Materialien und Modellen, Methoden und Prinzipien. Und er vergisst nicht, immer wieder zu betonen, wie wichtig das visuelle Resultat, die Proportionen und Dimensionen, die Funktionen eines solchen Zusatzhauses und – nicht zuletzt – die Harmonie mit der Umwelt, ein gut gestalteter natürlicher Außenraum sind. Die hervorragend fotografierten Bilder zeigen mit ästhetischem Verstand Gebautes.

Für uns Heimwerker, die wir gerade kein "Friggebo" bauen, gibt es viel Nützliches zum Merken. Zum Beispiel eine Anleitung zum Selbermachen einer klassischen Holztür, schlicht und einfach und schön.

Ulrike Schulz

Roger Nyström: Stora friggeboken. Planera, bygg och inred din friggebod
Illustrationen: Henrik Berglund
Erschienen im April 2010 bei Norstedts
ISBN 978-91-1-302408-0
192,- SKR

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4.2 Alles egal. Die Frage nach dem Sinn des Lebens in Janne Tellers schockierendem Roman

Cover"Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun."

Es ist der Anfang eines neuen Schuljahres. Und auch der Anfang einer tragischen Geschichte mit bitterem Ende. Der 13jährige Pierre Anthon verlässt an einem ganz normalen Tag das Klassenzimmer. Er hat herausgefunden, dass nichts etwas bedeutet und es sich deshalb auch nicht lohnt, irgendetwas zu tun. Von da an sitzt er in einem Pflaumenbaum und bewirft seine Klassenkameraden mit den unreifen Früchten und – noch viel schlimmer – mit provozierenden Sprüchen, bis aufs Äußerste geladen mit seiner neuen nihilistischen Weltansicht: "Alles ist egal. Denn alles fängt nur an, um aufzuhören." Die Jugendlichen sind diesen Bemerkungen nicht gewachsen. Anfangs versuchen sie, Pierre zu ignorieren, gehen dann jedoch zum Gegenangriff über: Die Klasse will dem Jungen zeigen, dass doch etwas von Bedeutung ist. Es entsteht der Plan, alles zusammenzutragen, was wichtig ist. Zuerst sind es harmlose Dinge wie alte Fotos, die auf dem "Berg der Bedeutung" landen, doch als sich dort auch ein Kindersarg und ein Hundekopf wiederfinden, beginnt das Vorhaben mehr und mehr zu eskalieren. "Wir hätten aufhören sollen, bevor es soweit gekommen war. Jetzt war es irgendwie zu spät, auch wenn ich tat, was ich konnte."… Leider erst am Ende des Romans kommt der Protagonistin Agnes die beklemmende Erkenntnis: "Ich weiß, dass man mit der Bedeutung nicht spaßen soll."

Beim Lesen des Buches möchte man es immer wieder einfach schließen. Können Jugendliche, fast noch Kinder, wirklich so brutal gegen sich selbst und andere vorgehen? Völlig skrupellos und ohne jegliche Hemmungen? Ja, das können sie! Auf der Suche nach Sinn und Bedeutung des Lebens war die Klasse in Janne Tellers Roman zu allem fähig. Als Leser ist man schockiert und wünscht sich, zwischen den Zeilen einen "Hoffnungsschimmer" erkennen zu können.

Doch nicht nur das schonungslose Handeln der Jugendlichen, sondern auch Pierres Ansichten lassen einen nach der Lektüre nicht so schnell los. Ein bisschen widerwillig beginnt man, die aufgeworfenen Fragen zu überdenken – ein Prozess, der irritiert und auch ein wenig verstört. Natürlich muss der Nihilismus mit seiner Verneinung jeglichen Sinns des Lebens nicht in Depressionen enden – in Dänemark war das Buch eine Zeit lang verboten. Es ist kein "harmloses Jugendbuch". Es wirft Fragen auf, die Kinder und Jugendliche beunruhigen können, weshalb junge Leser es besprechen und umfangreich diskutieren können müssen.

Claudia Katzmarski

Janne Teller wurde 1964 in Kopenhagen geboren. 1999 debütierte sie mit dem Roman "Odins Insel", einer skandinavischen Gegenwartssaga, über Glaube und Zweifel, Politik und religiösen Extremismus. Ihr erster Jugendroman "Nichts" wurde 2000 in Dänemark veröffentlicht. Nachdem der Verlag zunächst die Herausgabe verweigerte, waren auch die dänischen Leser kritisch, weshalb sich das Buch in den ersten zwei Jahren nur sehr schlecht verkaufte, bis der Roman 2001 den Dänischen Kinderbuchpreis erhielt. "Nichts" wurde immer mehr gelesen und anschließend häufig kritisiert, nicht nur von der Presse. Anfangs war es sogar vom dänischen Schulamt verboten worden – an den Schulen in Westnorwegen ist es bis heute nicht erlaubt. Mittlerweile ist in Dänemark die 13. Auflage erschienen, und "Nichts" ist eines der in den dänischen Abiturprüfungen am häufigsten verwendeten Bücher. Der Roman wurde in 13 Sprachen übersetzt.

Janne Teller: Nichts: Was im Leben wichtig ist
Aus dem Dänischen von Sigrid Engeler
Originaltitel: "Intet"
Preis: 12,90 €
2010, Hanser Verlag
139 Seiten
ISBN-10: 3446235965
Ab 14 Jahren

Lesung mit der Autorin am 21. September, 9 Uhr im Haus der Kulturen der Welt (s.u.)

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4.3 Toms Tipps. Kochen mit Sternekoch Tom Sjöstedt

CoverDas Kochbuch des schwedischen Sternekochs Tom Sjöstedt verspricht das kulinarische Leben zu erleichtern: mit Rezepten, die jeder nachkochen kann, auch ohne Starkochqualitäten zu haben. Das stimmt. Für manche ist es zudem sicherlich eine Erleichterung, nicht über die Frage nachdenken zu müssen, was am nächsten Tag auf den Tisch kommen soll. Das Einkaufen jedoch erledigt sich nicht von selbst – und bei den variantenreichen Gerichten, die jeden Tag andere Zutaten verlangen, muss einiges im Supermarkt besorgt werden. Dafür kommt bei der vielen Bewegung kein schlechtes Gewissen ob der Kalorien auf, die sich hinter vielen der Rezepten verstecken.

Die Rezeptvorschläge sind sehr abwechslungsreich, das Buch bietet eine Vielzahl an Fisch- und Fleischgerichten sowie einige Dessertideen für das Wochenende. Während der Woche nichts Süßes – das erinnert ein wenig an die "Süßigkeitenerziehung" der Kinder oder Alkoholgewohnheiten in Schweden. Vegetarier sollten lieber ihre Finger von dem Buch lassen – für sie gibt es hier keine große Auswahl. Fleisch- und Fischliebhaber jedoch kommen ganz auf ihre Kosten.

Das Buch ist nach Wochentagen aufgebaut und bietet für jede Woche vier schnelle – abhängig von den Fertigkeiten des jeweiligen Kochs – Alltagsgerichte, ein besonderes Freitagsgericht, ein dreigängiges Menü für den Samstag (inklusive Dessert) und für den Sonntag ein Mittag- und Abendessen. Typisch schwedisches Essen wird hier nicht serviert, dafür aber werden ausschließlich frische Zutaten verwendet.

Inken Dose

Tom Sjöstedt: Toms Tips: 77 recept på 7 veckor. Stärnkocken förenklar ditt liv
Norstedts 2010
189 Seiten
ISBN 978-91-1-302401-1
186,- SEK

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5 SERVICE: Sprachkurse in Berlin auf einen Blick

Die nordeuropäischen Sprachen sind bei den Lernenden nach wie vor beliebt. Entsprechend groß und vielfältig ist das Kursangebot der öffentlichen und privaten
Weiterbildungseinrichtungen in und um Berlin. Gelernt wird im klassischen
Gruppenunterricht nach Feierabend ebenso wie in Wochenend- und Intensivkursen. Vor allem private Anbieter haben Kurse für Kleingruppen und Einzelunterricht im Programm. Manch einer setzt zudem auf neue Lernformen wie Telefontraining oder online-Lernen per e-Mail oder Chat. Und auch das Lernen im Tandem stößt auf großes Interesse.

Wir bieten den Überblick! KULTURHUS BERLIN verrät Ihnen, wo in Berlin und Umgebung Sie Dänisch, Finnisch, Isländisch, Norwegisch und Schwedisch lernen können. Zusätzlich verraten wir Ihnen, an welchen Berliner Volkshochschulen sie Lettisch, Litauisch und Estnisch lernen können.

Hier finden Sie die Liste mit den Sprachkursen in Berlin und Umland [PDF] und eine Übersicht aller Kursanbieter [PDF].

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6 TIPPS & TERMINE für den NORDEN in Berlin

6.1 Literatur

8. September | 19.30 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaft
Torben Guldberg (Dänemark): "Thesen über die Existenz der Liebe"
Lesung, Deutscher Text: Dominic Raacke, Moderation: Ulrich Sonnenberg

Was ist die Liebe? Eine Kraft, die größer ist als der Mensch, überall und nirgends, ein allumfassendes Gefühl, wie eine Vibration im Weltall. Wir leiden, verzehren uns, fliegen zu den Sternen. Aber wer wusste je eine genaue Antwort?

Guldbergs Erzähler findet keine Ruhe, bevor er nicht das Geheimnis der Liebe gelüftet hat. Rastlos treibt ihn die Frage durch fünf Jahrhunderte rund um die Welt. In Amsterdam, Berlin und New York sammelt er Liebesgeschichten: leidenschaftlich und zärtlich, zerstörerisch und rebellisch. Mit einem gigantischen Fernrohr sucht er die Liebe zu bündeln. Sein Experiment mündet in eine Katastrophe, eine Feuersbrunst vernichtet die ganze Stadt. Was ist die Liebe? Sie ist das unbeschreibliche Glück, von dem wir nie aufhören werden zu erzählen. Ein Roman von bewegender Schönheit.

Torben Guldberg, geboren 1975, war zunächst Schauspieler, bevor er mit dem Schreiben begann. "Thesen über die Existenz der Liebe" wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Guldberg gehört zu den aufregendsten Autoren in Europa.

Eintritt frei
Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 030-50 50 22 01/-02 oder kultur@daenemark.org

Felleshus der Nordischen Botschaften
Rauchstraße 1
10787 Berlin

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16. September | 20.30 Uhr | Haus der Kulturen der Welt
Sofi Oksanen (Finnland): "Fegefeuer"
Lesung, Sprecherin: Anna Thalbach, Moderation: Marius Meller

Sofi Oksanen schildert in ihrem Roman "Fegefeuer" das Schicksal zweier Frauen in den Wirren europäischer Geschichte. Eine alte estnische Frau entdeckt eine schutzsuchende junge Russin in ihrem Garten und versteckt sie vor ihren mafiösen Peinigern. Was sie nicht weiß – die beiden Frauen verbindet ein lang zurückliegendes Familiendrama. "Fegefeuer" erzählt europäische Geschichte zwischen Sowjetbesatzung und neuen Realitäten, in der Frauen Opfer männlicher Gewalt und politischer Systeme sind.

Sofi Oksanen (* 7. Januar 1977 in Jyväskylä, Finnland) ist eine finnisch-estnische Schriftstellerin und Dramaturgin. Bislang hat sie drei Romane und ein Schauspiel veröffentlicht und für ihre literarische Arbeit mehrere Auszeichnungen erhalten.

Anmeldung unter www.berlinerfestspiele.de | Eine Veranstaltung des Internationalen Literaturfestivals Berlin

Haus der Kulturen der Welt, Auditorium
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin

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21. September | 09.00 Uhr | Haus der Kulturen der Welt
Janne Teller (Dänemark) liest aus dem kürzlich in Deutschland erschienenen Jugendbuch "Nichts. Was im Leben wichtig ist"
Sprecherin: Regina Gisbertz, Moderation: Shelly Kupferberg

"Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun." Mit diesen Worten lässt der Schüler Pierre-Anthon innerhalb weniger Momente die Kleinstadtidylle seines Wohnortes zerbrechen. Was hat heute noch Bedeutung? In ihrer fesselnden Parabel über das Erwachsenwerden setzt sich die Autorin mit der Suche des Einzelnen nach dem persönlichen Platz im Leben auseinander. Sie beschreibt die soziale Dynamik, die sich innerhalb der Schulklasse entwickelt und brutale Züge annimmt, um den vom gesellschaftlich normierten Verhalten abweichenden Mitschüler zu überzeugen.

Janne Teller wurde am 8.4.1964 in Kopenhagen geboren. Als Makroökonomin arbeitete sie von 1988 bis 1995 als Beraterin für die EU und für die UNO in Dar-es-Salaam, Brüssel, New York und in Mosambik. Seit 1995 widmet sie sich ganz ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin und lebt abwechselnd in New York, Mailand, Paris und Kopenhagen. Werke von Janne Teller wurden in 13 Sprachen übersetzt, darunter ins Englische, Deutsche, Französische, Italienische und Spanische. Besonderes Aufsehen erregt hat ihr Jugendroman "Intet" (deutsch "Nichts"). Er wird seit dem Erscheinen der dänischen Ausgabe im Jahr 2000 in Skandinavien kontrovers diskutiert.

Anmeldung erforderlich unter Tel. 030-278786 -66/-70

Haus der Kulturen der Welt, Auditorium
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin

Mehr Informationen zum Buch finden Sie in der Rezension von Claudia Katzmarski.

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27. September | 19.00 Uhr | Finnland-Institut Berlin
Marko Kilpi (Finnland): "Erfrorene Rosen – Jäätyneitä ruusuja"
Autorenlesung, Moderation und deutsche Lesung: Gabriele Schrey-Vasara

Von einem Tag auf den anderen beschließt Olli Repo, seine vielversprechende Karriere in der Werbebranche aufzugeben und Polizist zu werden. Ein Praktikum führt ihn ausgerechnet in seine verhasste Heimatstadt. Zu allem Überfluss wird ihm auch noch Tossavainen als Betreuer zugeteilt, der auf den ersten Blick genau den Typus Mensch verkörpert, den Olli verabscheut. Doch als in einem Kaufhaus eine Bombendrohung eingeht und in einer stillgelegten Fabrik tatsächlich eine Bombe explodiert, lernt Olli die nüchterne Arbeitsweise seines Kollegen zu schätzen. Denn ihn selbst verunsichern die Ermittlungen immer mehr: Olli erfährt nicht nur beunruhigende Dinge über seine eigene Vergangenheit, sondern muss sich nach Jahren des Schweigens auch wieder mit seinem herrschsüchtigen Vater auseinandersetzen. Wieso weiß ausgerechnet der so viel über die Bombendrohung und das mögliche Muster, nach dem der Täter vorgeht? Olli begreift plötzlich, dass er diesen Fall lösen muss, um die Schatten seiner Kindheit hinter sich zu lassen …

Marko Kilpi wurde 1969 in Rovaniemi geboren. Er war mehrere Jahre in der Filmindustrie tätig, bevor er sich entschloss, eine Ausbildung an der Polizeihochschule zu absolvieren. Sein Arbeitsalltag bei der Polizei in Kuopio lieferte ihm schließlich auch den Stoff für seinen Debütroman "Erfrorene Rosen", für den er von der Finnish Whodunnit Society mit dem Finnischen Krimipreis für das beste Debüt 2008 ausgezeichnet wurde. Außerdem stand er mit demselben Roman auf der Shortlist des Glasnyckel 2009, dem höchstdotierten skandinavischen Krimipreis.

Finnland-Institut Berlin
Georgenstr. 24 (1. OG)
10117 Berlin

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6.2 Musik

21. September | 21 Uhr | Privat Club Berlin
Ólöf Arnalds (Island)
Folk

Ólöf Arnalds ist eine isländische Folksängerin, die bereits mit mehreren Bands und Künstlern aus Island zusammengearbeitet hat. Sie singt ausschließlich isländisch, weshalb ihre Texte nur Wenigen verständlich sind. Die zurückhaltende Instrumentierung mit Gitarre und Bratsche aber unterstreicht diese ganz besondere Stimme, die schon und allein durch ihre behutsame Akzentuierung Bilder entstehen lässt. Man muss nicht zwingend wissen, worum es in diesen Liedern geht – nebenbei und nur der Vollständigkeit halber: es sind sehr persönliche Geschichten –, doch das erschließt sich beim Hören ganz von alleine. Denn Ólöf Arnalds ist eine unglaublich gefühlvolle Sängerin, deren warme Stimme jeden berührt: sie öffnet ihr Herz und lässt uns ein.

Privatclub
Pücklerstr. 34
10997 Berlin

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25. September | 19.30 Uhr | Radialsystem V
Nordlichter 2010 – Biennale for Nordic Music and Arts Berlin
Künstlerischer Leiter: Marcus Hagemann

Ensembles: Alpha Trio (Dänemark), Ensemble Adapter (Deutschland/ Island), Solistenensemble Kaleidoskop (Deutschland/ Island), Messer Kvartetten (Dänemark), Pearls before Swine experience (Schweden), PACE Percussion Trio (Dänemark)

Zum ersten Mal findet in diesem Jahr das Festival "Nordlichter" als Plattform für Nordische Musik und Kunst im RADIALSYSTEM V statt. In vier aufeinander folgenden Konzerten stellen Künstler, Ensembles und Komponisten aus den nordischen Ländern und Berlin an einem Abend Kompositionen aus Skandinavien vor. Im Mittelpunkt des Festivals steht das Thema Licht als Inspirationsquelle künstlerischen Schaffens, das in den nordischen Ländern einen besonderen Stellenwert hat.

Radialsystem V
Holzmarktstraße 33
10243 Berlin

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25.09.-16.10.2010 | Usedomer Musikfestival
Lettland – durch Musik zur Welt gebracht

In über 40 Veranstaltungen zeigen sich der Reichtum, die Qualität und
die tiefe Verwurzelung der musikalischen Tradition des baltischen
Staates. Künstler des Landes wie Gidon Kremer und die Kremerata Baltica,
Baiba Lauma und Linda Skride, Bassbariton Egils Silinš, Organistin
Iveta Apkalna, Pianist Vestards Šimkus sowie der Lettische Rundfunkchor
prägen die internationale Musikszene und sind zum Usedomer Musikfestival
zu erleben.

Usedomer Musikfestival
Dünenstraße 45
17419 Seebad Ahlbeck
Tel. 038378 34647

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6.3 Theater

25./27./30. September | 20 Uhr | Schaubühne Berlin
Fräulein Julie
Schauspiel frei nach August Strindberg, Regie: Katie Mitchell und Leo Warner

In Strindbergs berühmter Tragödie treffen die adlige Julie und der Diener Jean in der Küche des gräflichen Hauses aufeinander. Während Jeans Verlobte Kristin hin und wieder in die Küche kommt und schließlich dort einschläft, flirten Jean und Julie ungehemmt miteinander. In den frühen Morgenstunden der langen Sommernacht begleitet Julie Jean in sein Zimmer und schläft mit ihm. Doch nach der Liebesnacht sind die Rollen vertauscht: jetzt ist Jean der Stärkere und Julie die Gedemütigte. Jean überredet Julie, Geld von ihrem Vater zu stehlen und mit ihm zu fliehen; doch als der Graf zurückkehrt und nach Jean klingelt, verwandelt der sich wieder in den unterwürfigen Diener. Er gibt Julie sein Rasiermesser und drängt sie zum letzten Ausweg, der ihr bleibt: Selbstmord.

Katie Mitchell und Leo Warner erzählen das Stück aus der Perspektive der Köchin Kristin und zeigen in einem live auf der Bühne entstehenden Film, was, während der Geschlechterkampf tobt, mit Jeans Verlobter geschieht...

Karten unter www.schaubuehne.de

Schaubühne am Lehniner Platz
Kurfürstendamm 153
10709 Berlin

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6.4 Ausstellung

24. August - 24. September 2010 | Finnland-Institut Berlin
Erlebnis Natur
Fotografien von Hannu Hautala (Finnland)

Die Retrospektive der Werke Hannu Hautalas fasst seine Arbeiten aus nahezu 50 Jahren zusammen: Von den Anfängen des Hobbys über die aktiven Berufsjahre bin hin zu aktuellen Arbeiten des Pensionärs. Auswahl von Bildern: das nordische Licht zu verschiedenen Jahres- und Tageszeiten, den finnischen Wald, das Auffangen einer Bewegung im Bild.

Finnland-Institut in Deutschland
Georgenstr. 24
10117 Berlin

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7 Der NORDEN im TV

In diesem Monat geht es wieder spannend zu: Håkan Nesser lässt keine Nacht langweilig werden. Wem das zu nervenaufreibend ist, hat vielleicht mit "Calamari Union" von Aki Kaurismäki seinen Spaß. Und auch für die kleinen Zuschauer ist etwas dabei: eine abenteuerliche Reise mit Willi Weitzel durch Island oder ein Abend mit der 12-jährigen Selma in "Die Farbe der Milch".

Mehr NORDEN im TV gibt es unter www.kulturhus-berlin.de – erste Tipps wie immer schon hier.

BFS | Mi, 08.09.10 | 14:30
Willi wills wissen
Expedition Island: Die Hitze der Erde! (25 min)

Eis, Wasser und Feuer – darum geht es bei Willis Reise zur Vulkaninsel Island. Willi hat eine Verabredung an einem Gletschersee. Die Isländerin Hlin erwartet ihn an Bord eines ungewöhnlichen Gefährts: einem Amphibienfahrzeug. Gemeinsam erkunden die beiden damit die riesigen Eisbrocken, die der größte Gletscher Europas, der "Vatnajökull", regelmäßig in den See "kalbt". Auf Island gibt es mehr als 30 aktive Vulkane. Weil die vulkanische Hitze unter der Erde auch das Grundwasser erwärmt, gibt es überall auf der Insel heiße Quellen.

KiKa | Fr, 10.09.10 | 19:30 Uhr
Die Farbe der Milch
Norwegen 2004 (90 min)

Selma ist der festen Überzeugung, dass Jungen nichts als Probleme bereiten.

ARD | Fr, 17.09.10 | 01:20 Uhr
Håkan Nesser: Der unglückliche Mörder (Carambole)
Spielfilm Schweden 2005 (85 min)

Van Veeterens Sohn Erich wird erschlagen aufgefunden. Alles deutet darauf hin, dass der kürzlich aus der Haft entlassene Ex-Junkie wieder in ein Drogengeschäft verwickelt war. Van Veeteren kann dies nicht glauben, denn Erichs Frau Marlene war schwanger. Gegen den Willen der Ex-Kollegen mischt der pensionierte Kommissar sich in die Ermittlungen ein, denn im Auftrag von jemandem, dem er vertraute, sollte Erich aus einer Gaststätte eine Plastiktüte abholen - ohne zu ahnen, dass er dadurch als Geldkurier unterwegs war. Der Mörder hielt Erich für seinen Erpresser und erschlug ihn. Aber wer ist Erichs "guter Bekannte"? Als Marlene Besuch von einem ominösen Versicherungsvertreter bekommt, der sich über die Freunde ihres Mannes erkundigt, weiß Van Veeteren, dass er auf der richtigen Spur ist. Charakterkopf Sven Wollter spielt den populären Kommissar Van Veeteren in diesem packenden Krimi nach einem Roman des schwedischen Bestsellerautors.

ARTE | Do, 23.09.10 | 00:10 Uhr
Calamari Union
Finnland 1985 (80 min), Drehbuch: Aki Kaurismäki

Vierzehn junge Männer, von denen dreizehn Frank heißen, stürzen sich in der Hoffnung auf ein besseres Leben in eine abenteuerliche Reise durch Helsinki.

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8 KULTURNOTIZEN aus dem NORDEN

SE/DE: Mankell unterstützt Schlingensiefs Operndorf-Projekt in Burkina Faso

Henning Mankell will das Erbe von Christoph Schlingensief bewahren. Der schwedische Schriftsteller äußerte dem Sender 3sat gegenüber, dass er das Operndorf-Projekt des kürzlich verstorbenen Regisseurs in Burkina Faso nach Kräften unterstützen wolle. Henning Mankell ist seit vielen Jahren ein engagierter und versierter Afrika-Kenner. Im September will er nun mit Schlingensiefs Witwe überlegen, was getan werden muss, um das Projekt zu retten. Dabei geht es nicht alleinumdie Finanzierung, sondern auch um die Frage, ob das Projekt ein charismatisches Gesicht benötige. Mankell kennt das Vorhaben gut, weil Schlingensief ihm von seinen Ideen erzählt habe. (Quelle: Deutschlandradio Kultur)

DK: Nikolaj Lie Kaas spielt Dirch Passer in neuem dänischen Film

In wenigen Wochen beginnen die Dreharbeiten zu "Dirch", in dem das Leben eines der berühmtesten und produktivsten Schauspieler Dänemarks des letzten Jahrhunderts nachgezeichnet wird. Die Hauptrolle übernimmt einer der derzeit berühmtesten dänischen Schauspieler: Nikolaj Lie Kaas (zuletzt in "Illuminati").

Der Film spielt in Kopenhagen Ende der 50er Jahre, als Dirch Passer gerade mal 30 Jahren alt und bereits ein umjubelter Mythos ist. Er begeistert die Massen mit seiner Schauspielkunst und sein Leben scheint eine endlose Party zu sein. Doch hinter dem Mythos und dem Glanz verbirgt sich noch ein ganz anderer Mensch. Ein zerbrechlicher und furchtsamer Mann, der mit allem, was er tut, Anerkennung sucht und fürchtet, als seriöser Schauspieler nicht ernst genommen zu werden. Die Kinopremiere von "Dirch" wird für spätestens 2011 erwartet. (Quelle: Dänisches Filminstitut http://www.dfi.dk/)

FI/NORD: Ostseeparlamentarierkonferenz – bald eine ständige Einrichtung?

Das finnische Parlamentsmitglied Christina Gestrin, Mitglied des Nordischen Rats und Vorsitzende der Ostseeparlamentarierkonferenz (Baltic Sea Parliamentary Conference, BSPC), wird den Vorsitz der BSPC auch 2011 weiterführen. Nach der diesjährigen Konferenz auf Åland wird die nächste in Helsinki stattfinden. Es wird erwartet, dass Gestrin ihre Idee weiter verfolgen wird, die BSPC in eine ständige Einrichtung umzuwandeln. Sie befürwortet einen Ostseeparlamentarierrat (Baltic Parliamentary Council) als deutlich sichtbarer Akteur in der Region – auch in der politischen Zusammenarbeit mit dem Ostseerat. (Quelle: Norden)

SE/IS: Polar Musik Preis an Björk

Der Polar Musik Preis, der auch als inoffizieller Musiknobelpreis gilt, geht dieses Jahr an die isländische Sängerin Björk und den italienischen Komponisten und Dirigenten Enno Morricone. Der schwedische Musik-Preis wird seit 1992 jährlich aus der Hand des schwedischen Königs verliehen. Die Preisträger werden von einer Jury gewählt, die von der Könglichen Schwedischen Musikakademie bestimmt wird. Jeweils ein klassischer und ein Pop-Musiker erhalten den Preis, der mit je einer Million schwedischer Kronen dotiert ist. Die Liste der bisherigen Preisträger reicht von Dizzy Gillespie über Elton John, Karlheinz Stockhausen und Keith Jarret zu Pink Floyd oder Dientrich Fischer-Diesgau. (Quelle: Dagens Nyheter)

SE: Schwedisches Fernsehen beginnt Dreharbeiten für Krimiserie nach Arne Dahl

Der schwedische Regisseur Harald Hamrell beginnt ab diesem Monat mit den Dreharbeiten für den ersten Teil einer neuen Krimi-Serie nach den Bestsellern über die Stockholmer A-Gruppe von Arne Dahl. Adaptiert wurden die Romane von den Schriftstellern Cilla und Rolf Börjlind. Das Duo Hamrell-Börjlind hat bereits Erfahrungen in der Adaption von Kriminalromanen. So arbeiteten sie gemeinsam u. a. an Verfilmungen von "Kommissar Beck".

Die Serie stellt eine Neuerung im Krimi-Genre dar, weil erstmalig ein ganzes Team von speziell ausgebildeten Polizisten für die Aufklärung des Verbrechens verantwortlich ist. Die Verfilmung wurde von "Filmlance International" und dem schwedischen Fernsehen (SVT) in Auftrag gegeben. In den Hauptrollen sind u. a. Irene Lindh, Shanti Roney, Claes Ljungmark und Matias Padin Varelazu sehen. Verfilmt werden Dahls Kriminalromane "Misterioso", "Böses Blut", "Falsche Opfer", "Tiefer Schmerz" und "Rosenrot". Gedreht wird neben der Serienreihe auch eine Spielfilmfassung. (Quelle: Nordisk Film og TV Fonds)

NO: Diskussion über Ibsen-Festival in Indien

Um den Einwohnern Neu-Dehlis das Werk Henrik Ibsens näher zu bringe, investiert der norwegische Staat rund eine Viertelmillion Euro. Nicht nur deshalb ist das Festival in der indischen Hauptstadt in Norwegen umstritten. Der Ibsen-Forscher Frode Helland kritisierte die mangelnden Qualitätskontrollen beim Kunstfest. Zudem seien die Veranstaltungen nach Angabe des indischen Regisseurs Kamaluddin Nilu nur zur Hälfte ausgebucht und die bisherigen Reaktionen seien negativ. Die norwegische Botschafterin in Dehli, Ann Ollestad, , räumte zwar Mängel ein, dennoch befinde man sich auf einem guten Weg. (Quelle: Deutschlandradio Kultur)

SE: Kreuzfahrtschiff als Wohnheim

Um die zugespitzte Situation für wohnungssuchende Studierende zu entschärfen, will die Stadt Stockholm ein ausgedientes Kreuzfahrtschiff zu einem Wohnheim umfunktionieren. Das schreibt die Zeitung "Svenska Dagbladet". Ein entsprechender Antrag auf Baugenehmigung ist bereits gestellt und könnte schon im September bewilligt werden. (Quelle: Svenska Dagbladet)

SE: TV-Serie über Jesus ruft empörte Christen auf den Plan

Nachdem skandinavische Künstler mit satirischen Zeichnungen des Propheten Mohammed über Jahre hinweg islamische Gemüter erhitzt haben, sind nun offenbar das Christentum und Jesus an der Reihe. Noch bevor überhaupt ein Pilotabschnitt produziert ist, protestieren Vertreter der so genannten christlichen Rechten in den USA gegen eine Fernsehserie des TV-Kanals Comedy Central, die Jesus kompliziertes Verhältnis zu seinem Vater, dem lieben Gott, zum Thema hat. Schöpfer der Serie sind zwei junge Schweden. (Quelle: Radio Schweden)

NO: Claudio-Hörbuchpreis für Jo Nesbø "Leopard"

Der Internationale Buchpreis "Corine" in der Kategorie Claudio-Hörbuchpreis geht in diesem Jahr an den norwegischen Bestsellerautor Jo Nesbø und den deutschen Schauspieler Burghart Klaußner für den Hörbuchkrimi "Leopard", erschienen bei Hörbuch Hamburg. Nach Mitteilung der Preisstifter werden beide Künstler die Auszeichnung am 23. November persönlich im Cuvilliés- Theater der Münchner Residenz entgegennehmen. "Dem erstklassigen Sprecher Burghart Klaußner gelingt es meisterhaft, sowohl menschliche Abgründe als auch die Zerrissenheit im recht eigenwilligen Protagonisten Harry Hole authentisch wiederzugeben", begru¨ndet die Jury ihre diesjährige Entscheidung: "Nesbø und Klaußner – eine gelungene Kombination!" (Quelle: Börsenblatt)

SE: Klingende Bank für schwedische Künstlerin Monica Zetterlund

Der Park zur Erinnerung an die schwedische Jazz-Legende Monica Zetterlund in Stockholm ist fertig gestellt. Ganz im Sinne der 2005 verstorbenen Sängerin ist die kleine Grünfläche mit einem Audio-Kunstwerk ausgestattet: einer hohen Parkbank, die Stücke mit Monica Zetterlund spielt. Schöpfer dieses ungewöhnlichen Gedenkparks ist Fredrik Wretman. (Quelle: Radio Schweden)

NO: Troll-Themenpark in Beitostølen eröffnet

Trolle und Zwerge gehören zu Norwegen wie Fjorde, Berge und die Mitternachtssonne. In Beitostølen am Fuß des mächtigen Jotunheimen-Gebirges, das der altnordischen Mythologie zufolge der Geburtsort aller Trolle und Zwerge ist, können Besucher jetzt mehrere hundert der norwegischen Märchenbewohner im weltgrößten Troll-Themenpark "Trollenes Kongerike" (Königreich der Trolle) erleben. Die Erlebnislandschaft zeigt auf 2.000 Quadratmetern Fläche über drei Etagen Trolle und Zwerge in fantasievollen Kulissen. Diese wurden unter anderem von den Märchen der berühmten norwegischen Märchenerzähler Asbjørnsen und Moe inspiriert. (Quelle: FVA Norwegen)

GL: Forscher ergründen Grönland

Wissenschaftler aus Bremerhaven wollen ergründen, wie sich die Meereis-Dicke rund um den Nordpol entwickelt. Bislang gebe es nur Informationen über das Schrumpfen der Eisfläche, jedoch nicht über die Eismasse insgesamt, sagte eine Sprecherin des Alfred-Wegener-Institutes für Polar- und Meeresforschung. Mit Hilfe eines Spezialflugzeuges werde die Eisdicke in Gebieten nördlich von Grönland gemessen. Der Rückgang der Meereisbedeckung des Arktischen Ozeans gilt als Folge des Klimawandels und hat unter Umständen Auswirkungen auf das Klimasystem. Während die Eisfläche von Satelliten aus erfasst wird, kann die Eisdicke nur aus geringen Höhen gemessen werden. Mithilfe des Forschungsflugzeuges "Polar 5" erstellt das AWI 100 Kilometer lange Eisprofile, die Grundlage für Modellrechnungen über die Eisdicke sein sollen. (Quelle: NWZ-Online)

DE/BALT: Baltischer Jugendkongress in Bonn

Der litauische Jugendbund Deutschland e.V. lädt Ende Oktober zum alljährlichen baltischen Jugendkongress auf Schloss Annaberg in Bonn ein. Teilnehmen können junge Menschen zwischen 16 und 36 Jahren. Auf dem Programm stehen Gespräche über aktuelle Themen in Politik, Wirtschaft und Emigration sowie Film-, Musik-, oder Theaterworkshops mit anderen jungen Leuten aus Estland, Lettland und Litauen. Weitere Programmvorschläge nehmen die Veranstalter gerne entgegen. Weitere Informationen:

Ieva Kleinauskas
Vize Vorsitzende des litauischen Jugendbundes in Deutschland e.V.
Tel. privat : 0221-9924831
Mobil : 015771765214
Email : ieva.k (at) gmx.de

(Quelle: Litauischer Jugendbund in Deutschland e.V.)

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Mit besten Grüßen,
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