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| Liebe Freundinnen und Freunde des KULTURHUS BERLIN, mit Beginn des neuen Jahres, blicken wir zurück auf das Programm des KULTURHUS BERLIN 2010. Viele Pläne und Projekte konnten umgesetzt werden und das nicht zuletzt Dank der Unterstützung der vielen Nordeuropa- und Kultur-Interessierten. Zusammen mit Ihnen blickt KULTURHUS BERLIN vorfreudig in das neue Jahr und auf die Projekte und Veranstaltungen für Jung und Alt, die es auch 2011 wieder geben wird. Gleich zu Jahresbeginn gibt es einen Termin im Kalender zu vermerken: Am 26. Januar kommt die dänische Autorin Helle Helle mit ihrem Roman "Rødby – Puttgarden" zu einer Lesung in das Felleshus der Nordischen Botschaften. Sie wird als eine der wichtigsten Autorinnen in der dänischen Gegenwartsliteratur gehandelt und bringt in ihren Romanen beispielhaft die dänische Mittelschicht in der Provinz zur Darstellung. Der Eintritt ist frei. Aber auch die Filmfreunde können sich auf die Fortsetzung des NORDISCHEN
FILMKLUB freuen. Am 12. Januar wird der dritte und letzte Teil der verfilmten
Romantrilogie "Berlinerpoplene" gezeigt, wie immer im Felleshus
der Nordischen Botschaften. Viel Spaß und einen guten Start in das neue Jahr wünscht
Inhalt1 KULTURHUS BERLIN und die Kgl. Dänische Botschaft laden ein: Lesung mit Helle Helle (Dänemark) 2 NORDISCHER FILMKLUB im Januar: Berlinerpoplene III und Vikarien 3 RÜCKBLICK des KULTURHUS BERLIN auf das Programm im Jahr 2010 4 TIPPS & TERMINE für den Norden in Berlin 6 KULTURNOTIZEN aus dem NORDEN
1 KULTURHUS BERLIN und die Kgl. Dänische Botschaft laden ein: Lesung mit Helle Helle (Dänemark)Die Kgl. Dänische Botschaft Berlin und KULTURHUS BERLIN laden gemeinsam mit dem Dörlemann-Verlag ein zur Lesung: 26. Januar 2011 | 19.30 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften
Tine hat sich ihr Leben lang um ihre kleine Schwester gekümmert. Als Jane ihre Ausbildung schmeißt, verschafft Tine ihr sofort einen Job als Parfümerieverkäuferin auf der Fähre Rødby-Puttgarden, wo sie selbst auch arbeitet. Die beiden Schwestern leben trotz gelegentlicher Affären ein Leben ohne Männer, schnuppern tagtäglich den Duft der großen weiten Welt – Paris, Arpège, White Linen – und schippern von Rødby nach Puttgarden und zurück. Jeder Auf- und Ausbruchsversuch von Jane endet unwillkürlich wieder in Tines Obhut. Eigentlich wäre es ein fröhliches Leben mit Tine und ihrer kleinen Tochter Ditte im Königskarree, wenn ihnen nicht ständig der Tod begegnen würde. Helle Helle, geboren 1965, studierte Literaturwissenschaften und kreatives Schreiben in Kopenhagen. Sie lebt heute in Berlin. Seit ihrem Debüt 1993 erschienen mehrere Sammlungen von Erzählungen sowie Romane, darunter "Hus og hjem", das unter dem Titel "Haus und Heim" auch auf Deutsch erschien. 2005 erhielt Helle Helle den dänischen Kritikerpreis für "Rødby-Puttgarden". Per Olov Enquist verlieh ihr 2009 seinen Enquist-Preis und lobte ausdrücklich ihren "meisterlichen Minimalismus". Helle Helle gilt als eine der coolsten dänischen Autorinnen, und ihre Bücher stehen in ihrer Heimat regelmäßig in den Bestsellerlisten. Eintritt frei! Um Anmeldung wird gebeten: Ort: 2 Nordischer Filmklub im Januar12. Januar 2011 | 19 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften
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Dritter und letzter Teil der preisgekrönten Verfilmung von Anne B. Ragdes Romantrilogie über die ungleichen Brüder Neshov von einem Schweinezüchterhof bei Trondheim. Die Tragödie und der Kampf um die Zukunft des Erbes setzen sich fort. Während Torunn nach Kräften versucht den ruinierten Hof in Gang zu halten, kollidieren Margidos und Erlends Pläne für die Scheune. Doch die Dinge entwickeln sich anders als erwartet. Künstlerisch ambitioniertes Fernsehdrama von höchster Qualität! |
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Zu große Klassen, Chaos und Lärm – Alltag auch an schwedischen Schulen. Zu viel für Max, den jungen Lehrer aus Hallonbergen. Er bittet den bereits pensionierten und weitaus strengeren Lehrer Folke um Rat. Zusammen kämpfen die beiden so ganz unterschiedlichen Männer um ihre gemeinsamen pädagogischen und humanistischen Werte. Die warmherzige und humorvolle Dokumentation wurde 2006 mit dem "Guldbagge" als bester schwedischer Dokumentarfilm ausgezeichnet. |
Allen Kooperationspartnern, Förderern, Freunden und Besuchern danken wir für die Unterstützung, die wir auch 2010 wieder erhalten haben. Unser besonderer Dank gilt den vielen ehrenamtlichen Helfern, ohne die die erfolgreiche Arbeit des KULTURHUS BERLIN nicht möglich wäre.
Neues
Kino aus Skandinavien ist im NORDISCHEN FILMKLUB im Felleshus der Nordischen
Botschaften zu sehen. Die erfolgreiche Filmreihe von KULTURHUS BERLIN
und den Botschaften von Dänemark, Island, Finnland, Norwegen und
Schweden feierte in der vergangenen Saison gleich mehrere Besucherrekorde.
Herausragend: das Spezial Max Manus im Februar 2010.
Die
Karten waren restlos ausverkauft. Der Saal bis auf den letzten Platz besetzt.
Im Februar lud KULTURHUS BERLIN zu einer Sondervorstellung im Nordischen
Filmklub ein. Gezeigt wurde "Max Manus", der Kinoerfolg aus
Norwegen über den Widerstand während der deutschen Besatzung.
Zur anschließenden Podiumsdiskussion begrüßten wir unter
großem Beifall den Widerstandsveteran Gunnar "Kjakan"
Sønsteby als Zeitzeugen, den Produzenten des Films John M. Jacobsen
und die norwegische Geschichtsprofessorin Jorunn Sem Fure. Frauke Stuhl
vom KULTURHUS BERLIN moderierte den Abend, an dem sich auch das Publikum
mit Fragen zum Film, dem norwegischen Widerstandskampf und der Diskussion
um Max Manus in Norwegen beteiligte. Tikken Manus, die 93jährige
Witwe von Max Manus, sendete per Videobotschaft ein exklusives Grußwort
an die Gäste dieses Filmabends. Für ihre anrührenden Worte
erhielt auch sie langen Applaus.
Podiumsgespräch und Grußwort sind auf der im Juli 2010 bei Capelight Pictures erschienen und mit zahlreichen Extras ausgestatteten DVD zum Film zu finden.
Lesen Sie in der Rubrik >> Kultur >> Interviews auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de noch einmal das Portrait über Gunnar Sönsteby aus dem Newsletter vom März 2010.
In
der Frühjahrskrimilesung des KULTURHUS BERLIN und der Dänischen
Botschaft war der Romanautor Michael Katz Krefeld aus Dänemark zu
Gast. Die Berliner Schauspielerin Inga Busch trug die deutschen Passagen
vor und verlieh der Figur der Maja Holm besondere Präsenz. Constanze
Gestrich vom KULTURHUS BERLIN moderierte die Lesung und das anschließende
Gespräch über das spannende dänische Krimidebüt.
Aus
Anlass des aus Schweden stammenden Welterzähltages organisierte KULTURHUS
BERLIN gemeinsam mit der Philipp-Schaeffer-Bibliothek in Berlin Mitte
den "Familien-Tag des Erzählens". Ilka Sonntags märchenhafte
Erzählungen vom Meer wurden musikalisch vom Kontrabassisten Michael
Waterstradt begleitet.
Es
war eine doppelte Premiere für Berlin: Das Festival "MeerMärchen"
des KULTURHUS BERLIN! Zum ersten Mal fand in Deutschlands Hauptstadt überhaupt
ein Erzählfestival statt. Und: Zum ersten Mal trafen sich Erzähler
aus Skandinavien und Deutschland, um Geschichten rund ums Meer zu erzählen.
Darunter Künstler wie der Schwede Mats Rehnman, Hans Laurens aus
Dänemark, die Norwegerin Ragnhild Mørch, die Finnin Katri
Kuusimäki und die Isländerin Sigurbjörg Karlsdóttir.
Erzählt wurde zweisprachig und im Duo mit deutschen Erzählern.
Schulklassen kamen ins Kulturhaus Mitte, um zu erfahren, was die Wikinger
glaubten. Es gab Meer-Geschichten für Kleine und Große mit
und ohne Musik, das neue Scandic-Hotel sponserte skandinavisches Smörrbröd
zum Erzählfrühstück. Zu sehen war die Ausstellung "Die
Brüder der Gebrüder Grimm", die von Studierenden des Nordeuropa-Institutes
erarbeitet wurde. Es wurden Meer-Wesen gebastelt, Wassermusik gemacht,
Meer-Bilder gemalt, Gummistiefel getragen, Netze ausgeworfen und –
es wurde erzählt, erzählt, erzählt. Das Festival wurde
gefördert vom Nordisk Kulturfond.
Das Blockseminar "Von der Idee zur praktischen Umsetzung" wurde im Wintersemester 2009/10 unter Leitung von Dr. Constanze Gestrich und Ilka Sonntag am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin durchgeführt. Es war offen für alle Studierenden der Philosophischen Fakultät II der HU Berlin. Ziel des Praxisseminars war die Beteiligung der Studierenden an der Vorbereitung, Planung und Durchführung einer kulturellen Veranstaltung: Unter Mitwirkung der Studierenden fand in Berlin im Mai 2010 das erste deutsch-skandinavische Erzähl-Festival "MeerMärchen" statt. Neben Aspekten des Projektmanagements haben die Teilnehmerinnen des Seminars eine Ausstellung zum Thema „Die Brüder der Brüder Grimm im Norden“ erarbeitet, welche während des Festivals gezeigt wurde. Im Hinblick auf die Öffentlichkeitsarbeit wurden außerdem Texte für das Programmheft erarbeitet, Ideen für Plakate und Flyer entwickelt und der Aufbau einer Website diskutiert.
Die Teilnehmerinnen des Seminars beteiligten sich darüber hinaus an der Vorbereitung und Durchführung der "Langen Nacht der Wissenschaften", von "humboldt unterwegs", einer Veranstaltungsreihe im Rahmen von 200 Jahren Humboldt-Universität und des eigentlichen Festivals „MeerMärchen“.
Kooperationspartner: Nordeuropa-Institut, Innovationsfonds Lehre der Humboldt-Universität zu Berlin, Büro für Praxiskoordination der philosophischen Fakultät II der HU Berlin, Kulturhaus Mitte
Bis
zum 16. Juli 2009 war Island das einzige nordische Land, das sich nie
um eine Mitgliedschaft in der EU beworben hat. Vor dem Hintergrund der
Auswirkungen der Finanzkrise in Island, änderte sich die offizielle
Haltung gegenüber der EU. Die Politikwissenschaftlerin Meike Stommer
referierte über die Geschichte des Landes in der europäischen
Integration und beleuchtete insbesondere die Hintergründe der Bewerbung
um die EU-Mitgliedschaft sowie die aktuelle Debatte im Land. Anschließend
diskutierten der Botschafter der Republik Island, die Referentin, ein
Vertreter der Europäischen Kommission und ein Journalist aus Island
über die Perspektive einer EU-Mitgliedschaft. Eingerahmt wurde die
Debatte von den Fotografien von Martin Seeliger.
Eine gemeinsame Veranstaltung von KULTURHUS BERLIN, FOR:N und der Botschaft von Island im Rahmen der "Aktionstage politische Bildung".
Richtung
Norden. Der Weg führte auch in diesem Jahr direkt auf den Hegelplatz
– ins historische Zentrum von Berlin. KULTURHUS BERLIN folgte berühmten
skandinavischen Berlin-Besuchern wie August Strindberg und Hans Christian
Andersen auf ihren Spuren durch die Stadt zwischen Berliner Dom und Gendarmenmarkt.
Außerdem präsentierte KULTURHUS BERLIN nordische Aktionen für
Kinder, die Ausstellung "Die Brüder der Gebrüder Grimm"
und Erzählungen aus Skandinavien. Pünktlich zur Langen Nacht
erschien mit Unterstützung des Nordeuropa-Instituts der Humboldt-Universität
zu Berlin der neue Begleitband zur Mumin-Ausstellung, der über KULTURHUS
BERLIN bezogen werden kann: Bei Interesse schicken Sie eine Mail an
info (at) kulturhus-berlin.de.
Seit
Juni können Sie mit KULTURHUS BERLIN auch wieder auf Spurensuche
gehen: Unser Stadtspaziergang folgt berühmten Berlin-Besuchern aus
dem Norden wie Eosander von Göthe, Hans Christian Andersen, Jenny
Lind oder Edvard Munch durch Berlins historische Mitte und erzählt
von ihren Begegnungen und ihrer Sicht auf die Stadt. Der Stadtspaziergang
macht gerade Winterpause. Wenn es wärmer wird, wandern wir wieder
los.
Nach
erfolgreichen Stationen in Berlin, Paris, Stuttgart, Frankfurt am Main,
Kiel, Stralsund, Greifswald und Rostock war die gemeinsame Wanderausstellung
von KULTURHUS BERLIN und dem Finnland-Institut zuletzt in Wien und ist
nun im Kl!ck Kindermuseum in Hamburg zu sehen.
Auf dem Lucia-Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei präsentierte KULTURHUS BERLIN an allen Adventssonntagen ein traditionelles Weihnachtsprogramm: Mit skandinavischen Mini-Sprachkursen für Kinder, Weihnachtsquiz für die ganze Familie, Basteln und Geschichten rund um Weihnachten im Norden. Weihnachtsgeschichten und -bräuche aus aller Welt waren auch Thema auf dem großen Familienfest des JugendKulturService am Ersten Advent. Im Kino KOSMOS in Friedrichshain stellte KULTURHUS BERLIN Nordeuropäische Weihnachtsgeschichten und Bastelaktionen für Kinder vor.
Die
Zahl der Newsletter-Abonnenten hat auch im vergangenen Jahr wieder zugenommen.
Vielen Dank! Mit dem Newsletter des KULTURHUS BERLIN werden aktuelle Nachrichten
aus dem Kulturleben der nordeuropäischen Länder veröffentlicht,
daneben Verlosungen für Konzerte oder von Büchern, Serviceangebote
für Sprachkurse, Veranstaltungstipps und Besprechungen neuer Bücher.
Auf www.kulturhus-berlin.de wurde ein Archiv eingerichtet, das den Zugriff
auf Themen erleichtert. Besonderen Zuspruch aber erhielt: der Julkalender
– 2010 erstmals online. Mit der richtigen Antwort und etwas Glück
gab es jede Menge skandinavische Kultur zu gewinnen!
Wir danken hier den Verlagen sowie den Nordischen Botschaften für Ihre Unterstützung.
Hier
können Sie das Programm von KULTURHUS BERLIN, die aktuellen Veranstaltungen
finden, Rückblicke lesen und Veranstaltungsbilder sehen, an Gewinnspielen
teilnehmen und Fan werden! Besuchen Sie uns auf unserer Facebook-Seite!
Und geben Sie Ihren Freunden einen guten Tipp.
8. Februar 2011 | 18 Uhr | Nordeuropa-Institut
Strengt hemmelig – Streng geheim
Norwegen 2010, Dauer: 105 Min., Sprache: Norwegisch, OmU
Regie und Drehbuch: Benedicte Maria Orvung
Karl Marthinsen war unter der deutschen Besatzung im zweiten Weltkrieg Polizeichef in Norwegen. Er war fanatischer Nationalsozialist, führte die Todesstrafe in Norwegen ein und war der wichtigste und effektivste norwegische Partner der deutschen Besatzer.
Benedicte Maria Orvung, Regisseurin, Drehbuchautorin und Erzählerin dieses Filmes, ist seine Großnichte – und erfuhr dies erst als 30jährige durch einen Zeitungsartikel, der ihr während ihres Filmstudiums in Schweden zufällig in die Hände geriet. Die Nazivergangenheit der Familie war über Jahrzehnte totgeschwiegen worden. Damit begann für sie ein 15 Jahre dauernder Arbeitsprozess. Sie durchforstete Archive, befragte Historiker, Familienmitglieder und Zeitzeugen. Die Archivfotos und Filme, und nicht zuletzt die interviewten Personen machen diesen Film zu einem erschütternden Dokument über die Grausamkeiten der Nationalsozialisten in Norwegen.
Im Rahmen der Henrik-Steffens-Vorlesungsreihe am Nordeuropa-Institut wird dieser Film im Beisein der Regisseurin gezeigt. Anschließend ist Zeit für eine Diskussion.
Ort:
Nordeuropa-Institut
Dorotheenstr. 24/Universitätsgebäude am Hegelplatz
Berlin-Mitte, Haus 1, Vorlesungssaal 1.101 (über der Bibliothek)
Eintritt frei!
25. und 26. Januar 2011 | 20.30 Uhr | Schaubühne
Aufzeichnungen aus dem Kellerloch von Fjodor Dostojewskij
Eine Fassung von Egill Heiðar Anton Pálsson (Island) und Friederike
Heller
Regie: Egill Heiðar Anton Pálsson
"Aber meine Herrschaften, was kann es da noch für einen eigenen Willen geben, wenn nur noch 2 mal 2 gleich 4 Gültigkeit hat? 2 mal 2 wird auch ohne meinen Willen 4 sein. Sieht denn der eigene Wille etwa so aus?"
Allein in einer Kellerwohnung am Rande der Stadt. In einer verschneiten Nacht entscheidet sich ein ehemaliger Beamter, endlich einen gnadenlosen, unerbittlichen Blick auf sein Leben zu richten. Bitter, bösartig und nervlich zerrüttet, schildert er sein Scheitern im Beruf, in der Freundschaft und in der Liebe. Er stellt so eine Menschheit in Frage, die sich nicht von der Einzigartigkeit des Einzelnen, sondern von der Macht der Mehrheit leiten lässt. Welche Erinnerungen verweigert er hartnäckig? Welches abscheuliche Verbrechen gegen sein eigenes Leben hat er sich zuschulden kommen lassen, so dass er 20 Jahre lang im Kellerloch gefangen war?
Eintritt: 7,- bis 30,- EUR | Ermäßigt 8,- Euro
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15. Januar 2011 | 20 Uhr | Deutsches Theater
Der Mann ohne Vergangenheit
Schauspiel nach dem Film von Aki Kaurismäki
Ein Mann wird zusammengeschlagen. Der schwer Verletzte verliert alles: sein Gedächtnis, seine Identität, sein bisheriges Leben. Vollkommen allein, in einer ihm unbekannten Stadt, ausgeschlossen von den gewöhnlichsten gesellschaftlichen Verrichtungen, geht es für den Namenlosen von nun an nur noch um eines: ums Überleben. Aki Kaurismäki, der vielleicht melancholischste unter den großen europäischen Filmregisseuren, erzählt in 'Der Mann ohne Vergangenheit' ein wundersam zärtliches Märchen: über Freundschaft und Liebe, Egoismus, strukturelle Gewalt, Hoffnung und die Angst vor dem Absturz. Das ist oft traurig, häufig komisch und immer ohne falsche Sentimentalität. Und ganz nebenbei setzt Kaurismäki dem Gewicht der Geschichte(n), die das Individuum ausmachen, etwas anderes entgegen: seine Präsenz und die Kraft seiner Handlungen.
Eintritt: 45,- bis 6,- EUR | Ermäßigt 9,- Euro
Weitere Termine:
16.01.2011 | 15.00
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16. Januar 2011 | 19.30 Uhr | Maxim Gorki Theater/Bühne
Nora oder ein Puppenheim
Schauspiel nach Henrik Ibsen
In Ibsens "Nora" begegnet man einer Familie und ihren scheinbar
festen Strukturen und Vorstellungen vom gemeinsamen Glück, die jedoch
viel zu schnell ins Wanken geraten oder ganz zusammenzubrechen drohen.
Nora und Torvald sind schon lange verheiratet und während Torvald
durch Fleiß und Ehrgeiz nun endlich vor großem beruflichen
Erfolg steht, stellt Nora ein Abbild der naiven Unbekümmertheit dar.
In seinen Augen spielt sie den ganzen Tag über sorglos mit den Kindern
oder überlegt in welchem schönen Kleid sie ihrem Mann eine Freude
machen könnte. Doch Nora hat ein Geheimnis, das ganz und gar nicht
mit dieser Vorstellung, in die Torvald geradezu verliebt ist, zusammenpasst…
Ein faszinierendes Stück, dass die Konstellationen einer Familie
unter die Lupe nimmt und schließlich zum Einsturz bringt.
Eintritt: 10,- bis 32,- EUR | Ermäßigt 9,- Euro
Weitere Termine:
19.01.2011 | 19.30
29.01.2011 | 19.30
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19. Januar 2011 | 20.00 Uhr | Schaubühne
John Gabriel Borkmann
Schauspiel nach Henrik Ibsen
Ibsens 1896 geschriebenes Stück ist das Porträt eines Machtmenschen, der fasziniert ist von der gestalterischen Kraft des Geldes. Die Aussicht auf eigenen Gewinn ist für ihn sekundär, er denkt im großen Stil und hat den Fortschritt der ganzen Menschheit im Blick. Dass er dabei über Leichen geht und auch die eigene Liebe opfert, nimmt er in Kauf. Im Geld verehrt er eine Naturgewalt, die über den von Menschen gemachten Gesetzen steht. Ibsen beschreibt in seinem Stück aber nicht nur den kometenhaften Aufstieg und Sturz dieses Mannes, sondern auch den Krater, den der Einschlag des Kometen hinterlässt: Ausgebrannte Biografien, menschliche Verheerungen – und eine verzweifelte Hoffnung: dass mit der nächsten Generation alles gut wird.
Eintritt: 7,- bis 30,- EUR | Ermäßigt 8 Euro
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20. Januar 2011 | 20.15 Uhr | Maxim Gorki Theater/Studio
Fräulein Smillas Gespür für Schnee
Schauspiel nach dem Roman von Peter Høg, dramatisiert von Armin
Petras und Juliane Koepp | Koproduktion mit dem Thalia Theater Hamburg
Alles beginnt mit dem Tod eines 6jährigen Jungen, Jesaja, der scheinbar von Dach gefallen ist – doch während der Rest der Welt beteuert es habe sich um einen Unfall gehandelt, ist die junge Frau Smilla fest davon überzeugt, dass es etwas anderes gegeben haben muss, was den Jungen in den Tod trieb. Die Erinnerungen an die innige Freundschaft zu Jesaja so wie die stark damit verbundenen Erinnerungen an die eigene Kindheit werden zu ihrem Antrieb. In dem verworrenen Krimi Høgs gerät Smilla nicht nur immer tiefer in die lebensbedrohlichen Machenschaften, denen sie auf die Spur kommt, es wird auch gleichzeitig eine Reise zurück in ihre eigene Vergangenheit und der Erfahrung von Entwurzelung: nach einer Kindheit in Grönland nahm ihr Vater sie mit nach Dänemark, wo sie sich dem städtischen Leben in Kopenhagen anpassen musste. Die Inszenierung im MGT bringt die Geschichte über Mord, Freundschaft, Verrat, Einsamkeit und eine Umweltkatastrophe mit nur zwei Schauspielern auf die Bühne.
Eintritt: 10,- bis 32,- EUR | Ermäßigt 10,- EUR
12. Januar 2011 | 21 Uhr | Festsaal Kreuzberg
22 Piste Pirkko
Konzert / Finnischer Rock-Pop
1980 in der finnischen Kleinstadt Utajärvi gergündet hatte die finnische Band 22 Piste Pirkko (22 Punkte Marienkäfer) vor allem das Ziel, ihr eigenes Ding durchzuziehen, offen für neue Impulse zu bleiben und international Kariere zu machen. Ihre Musik sollte Geschichten erzählen, die stark sein sollten lustig und traurig, fröhlich und seltsam. Mittlerweile ist ihr fünftes Album "(Well You know) Stuff is like We Yea" erschienen, daneben zahlreiche Singles. Am 12.01. wird die Pop-Rock-Band im Festsaal Krezberg zu hören sein und sicher mit dem Vorurteil aufräumen, Populärmusik aus Finnland müsste Heavy Metall sein.
Eintritt: ca. 12,- EUR
Ort:
Festsaal Kreuzberg
Oranienstraße 29
10999 Berlin
Tel: +49/30 611013-13
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31. Januar 2011 | 20.00 Uhr | Levee Club (Ex-Bang Bang Club)
Bloodgroup
Konzert
Schon das erste Album der Elektro-Pop-Band aus Island, das 2007 erschien brachte ihnen auch über die Grenzen ihres Landes hinaus eine gute Resonanz. Die Folgenden zwei Jahre verbrachte die Band fast ausschließlich auf Tour, um schließlich 2009 ihr zweites Album "Dry Land" zu produzieren. Mit diesem Album haben Bloodgroup eines der erfolgreichsten Alben Islands herausgebracht. Von vielen Kritikern gelobt und als großer Fortschritt angesehen, erhielt die Band für das Album den isländischen Indipendent-Preis "Kraumur". Am 31.01. kann man sich nun auch in Berlin von diesem Erfolg überzeugen und mitreißen lassen.
23. Januar 2011 | 15.30 | FEZ Berlin, Astrid Lindgren Bühne
Meisterdetektiv Kalle Blomquist
Theater für Kinder ab 5 | Ca. 100 Min.
Kalle Blomquist hat einen Traum: Er möchte ein weltberühmter Detektiv werden, noch berühmter als Sherlock Holmes. Nur ist in seinem verschlafenen Heimatstädtchen Kleinköping rein gar nichts los!
So bleibt dem zukünftigen Meisterdetektiv nichts weiter übrig, als imaginäre Fälle in seiner Fantasie zu lösen. Seine besten Freunde, Anders und Eva-Lotte, ziehen ihn deswegen häufig auf. Doch das ändert sich rasch, als Onkel Einar, der Cousin von Eva-Lottes Mutter, zu Besuch kommt. Die drei Freunde finden Einar nicht sonderlich sympathisch und insbesondere die Spürnase Kalle beschleicht ein mulmiges Gefühl: Warum hat Onkel Einar einen Dietrich? Weshalb schleicht er sich nachts aus dem Haus? Und was sucht er in der alten Schlossruine? Kalle beschließt, Onkel Einar im Auge zu behalten. Ein gefährliches Abenteuer beginnt...
Eintritt: 6,- EUR
Weitere Termine:
25.01. | 5.30 Uhr
25.01. | 10.30 Uhr
26.01. | 10.30 Uhr
27.01. | 10.30 Uhr
Bis 22. Januar 2011 | 18.00-21.00 Uhr | Hamish Morrison Galerie
OBSTRUCTION
Ausstellung des schwedischen Künstlers Gustav Hellberg
Die Grundlagen der künstlerischen Praxis Hellbergs liegen in öffentlichen Orten, wo er die Interaktion zwischen Menschen, Kunstwerken und öffentlichen Räumen untersucht und auch den Humor nicht zu kurz kommen lässt. Seine Installationen erkunden auch hierarchische Strukturen innerhalb der Gesellschaft, und wie diese jeden von uns auf individueller Ebene beeinflussen.
Gustav Hellberg, 1967 in Stockholm geboren, ist bereits in vielen Ausstellungen sowohl in Schweden als auch im Ausland mit Werken vertreten gewesen. OBSTRUCTION ist seine erste Einzelausstellung in der Hamish Morrison Galerie. Er lebt und arbeitet in Berlin.
Ort:
Hamish Morrison Galerie
Heidestr. 46-52
10557 Berlin
23. Januar 2011 | 11.30 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften
Indriði G. Þorsteinsson "Taxi 79 ab Station"
Auftaktveranstaltung zur Frankfurter Buchmesse
Reykjavík, Anfang der fünfziger Jahre: Ragnar, Taxifahrer, fährt einen betrunkenen amerikanischen Soldaten zu seinem Luftwaffenstützpunkt in Keavík. Auf der Rückfahrt sieht er eine auffällig elegante Frau vor ihrem liegengebliebenen Buick stehen; er stoppt und bietet seine Hilfe an. Aus dieser Bekanntschaft entwickelt sich eine heftige Liebesbeziehung, die in Eifersucht und andere Turbulenzen gerät. Ein temporeicher Roman über die Jahre, in denen sich Island plötzlich in der modernen, von Amerika geprägten Zeit wiederfand. Der Roman wurde 1962 von Erik Balling verfilmt, zur Buchpremiere werden Ausschnitte des Films gezeigt. "Taxi 79 ab Station" erscheint im Januar 2011 im Transit Verlag in der deutschen Übersetzung von Betty Wahl.
Die Hochseefischerei vor Island ist ein lebensgefährlicher Job – vor allem im Herbst, wenn Orkane mit Windgeschwindigkeiten bis zu 180 Kilometer in der Stunde über den Nordatlantik fegen. Im Fernsehen ist jetzt ein Film zu sehen, der den Arbeitsalltag der Hochseefischer, ebenso spektakuläre Bilder von Strandungen und einem Schiffsuntergang in einem der reichsten Fischgründe der Weltmeere zeigt. Freuen Sie sich außerdem auf eine neue Serie aus Norwegen und jede Menge Schwedisches im TV – mit Mama Muh und der Krähe oder mit Rolf Lassgård in einer zweifelhaften Männerfreundschaft.
Mehr
NORDEN im TV gibt es unter www.kulturhus-berlin.de
– erste Tipps wie immer schon hier.
Der lebensuntüchtige Tommy verliebt sich in die 29 Jahre ältere Susse, die ihn zum technischen Leiter eines Sonnenstudios macht. Nun ist er für die jüngere Mitarbeiterin Stine interessant, und Susse wird eifersüchtig.
Mama Muh ist eine Kuh, die glücklich und zufrieden auf einem schwedischen Bauernhof lebt. Allerdings ist sie eine sehr unternehmungslustige Kuh, die alles lernen möchte, was auch die Menschen können, wie zum Beispiel Fahrrad fahren, schwimmen, auf Bäume klettern uns sogar Baumhäuser bauen. Eines Tages begegnet Mama Muh dem Krähenmann "Krah", der ganz in der Nähe im Wald in einem perfekt eingerichteten und sehr gemütlichen Nest wohnt. Krah hat gerade Kummer, als die beiden sich zum ersten Mal treffen, weil er Geburtstag feiern möchte, aber keine Freunde hat, die für so eine Feier unerlässlich sind. Mama Muh macht Krah den Vorschlag, sie beide könnten doch Freunde werden.
Hans Petter, von allen HP genannt, arbeitet als ziviler Drogenfahnder bei der Spezialeinheit URO der Osloer Polizei. Seine schwierige Vergangenheit hat der junge Mann zurückgelassen und ist voller Stolz auf seine neue Aufgabe.
Eines Abends trifft HP in einem Nachtclub Mette wieder, eine Jugendfreundin. Die junge Frau hat den Club von ihrem Vater bekommen; HP stellt aber schnell fest, dass auch Mette gerne Drogen konsumiert und ihr Freund Marco als Dealer tätig ist. HP lässt sich ohne Zögern in das Drogenmilieu einführen – und behält sein Cover auch, als seine Kollegen in dem Klub eine Razzia vornehmen. Marco, der bei der Razzia eine Menge Stoff verlor, will sich am nächsten Tag bei einem der Kunden sein Geld zurückholen und nimmt HP mit. Doch dieser "Kunde" ist der Däne von URO, und als HP plötzlich vor ihm steht und er etwas sagen will, schlägt HP ihn nieder – alles um seine Tarnung nicht zu verlieren. Damit verstrickt sich HP immer tiefer in ein gefährliches Doppelleben.
Atsushi Hirata, ein junger Angestellter einer Fischereifirma in Tokio, muss seinen Urlaub in Hawaii absagen, um eine Totenfeier für seine Eltern zu begehen. Sie muss genau dort stattfinden, wo sie starben – an einem Fluss im fernen Island.
Anders Sehen in Norwegen – Ein Berliner Fotograf überwindet Grenzen
Der Berliner Fotograf Gregor Strutz hat den Alltag von Arild und Terje
in einer Fotoreportage festgehalten, und hat diese auch sehbehinderten
und blinden Menschen zugänglich gemacht. Entstanden ist das Fotolesetasthörbuch
"Andere Augen".
Arild wohnt inmitten einer traumhaften Landschaft: am Trondheimfjord, unweit seiner Mündung in den Atlantik. Sehen kann der dreifache Familienvater das Land nur schemenhaft, denn Arild ist fast blind. Trotzdem bewirtschaftet er einen Bauernhof. Terje ist Lehrer für Geschichte, Sozialkunde und Norwegisch an einer gymnasialen Oberschule. Er ist völlig blind. Täglich fährt Terje früh am Morgen mit dem Bus in die Stadt und weiß durch die Anzahl der Kurven, wann er aussteigen muss.
Der dänische Brot- und Kuchenhersteller Easyfood in Kolding ist einer der ersten Betriebe in Dänemark, die einen Leseklub für ihre Mitarbeiter eingerichtet haben. Bislang sei das Wohl der Mitarbeiter nur auf den physischen, weniger auf den geistigen Bereich gelegt worden. "Gehirngymnastik" solle nunmehr eine größere Rolle spielen, erklärte Easyfood-Direktor Flemming Paasch. Bücherlesen solle die Gelegenheit bieten, über etwas anderes als über die Arbeit zu sprechen, gemeinsame Interessen zu entdecken und darüber reden. Mittlerweile haben sich 20 von 100 Mitarbeitern im Leseklub angemeldet. Selbst wenn die eine Stunde für den Leseklub in der Arbeitszeit liege, investiere das Unternehmen dies gern. (Quelle: Danmarks Radio)
Askänka, kaffeflicka und stupstockspolitik. Das sind einige der neuen Wörter, die im vergangenen Jahr in Schweden kreiert oder üblicher geworden sind und nun in der Jahresliste des Schwedischen Sprachrates (Språkrådet) vorgestellt werden. Fortan kann man auch, wenn man so veranlagt ist, bjästa, das heißt, Partei nehmen für den Verbrecher und das Opfer mobben. Es sind die Ereignisse vom März 2009 in Bjästa bei Örnsköldsvik, die derart Eindruck im Bewusstsein der Schweden hinterlassen hat, dass ein neues Verb entstanden ist. Hintergrund ist die Vergewaltigung eines 14jährigen Mädchens, wobei der Vergewaltiger die Sympathien der Ortsbevölkerung gewann, aber das Mädchen musste den Ort verlassen.
Språkrådet präsentierte am 28. Dezember seine Liste über neue Wörter oder Wörter, die eine erhöhte Frequenz der Verwendung während des Jahres erfahren haben. Wie erwartet sind viele Wörter Konstruktionen, die was mit dem Internet und sozialen Medien zu tun haben. Zum Beispiel kann man ein bloppis (blogg + loppis [flohmarkt]) haben, also Sachen über den eigenen Blog verkaufen. Weitere Wörter im selben Bereich sind facebooka, spotifiera und wikiläcka. Kaffeflicka heißt der Definition von Språkrådet zufolge eine Frau, die eingeladen ist als "etwas Süßes zum Kaffee" bei einem Herrenabendessen, was im Zuge der Buchveröffentlichung zum schwedischen König auftauchte. Weitere neue Wörter rühren vom isländischen Vulkanausbruch her, etwa askbränd, askstoppad und vulkanresa. Das Ereignis hat auch Wörter wie askänkor (Aschenwitwe) und vulkanänklingar hervorgebracht. (Quelle: Svenska Dagbladet)
Die dänische Hauptstadt ist die weltweit teuerste Stadt, um Kaffee und Bücher zu kaufen. Das ergab eine Studie von Verbraucherschützern, die exemplarisch den Preis für Stieg Larssons Krimi "Mænd der hader kvinder" untersuchten. Der war im Vergleich zu anderen Ländern in Kopenhagen am höchsten. Ein Kaffee für unterwegs sei hier ebenfalls überdurchschnittlich teuer gegenüber anderen Städten. In der indischen Stadt Mumbai koste eine Tasse take away-Kaffee durchschnittlich ein Fünftel des Preises von Kopenhagen, Larssons Buch kostet dort weniger als die Hälfte des Preises in Kopenhagen. (Quelle: Danmarks Radio)
Dänemarks Teilnehmer für die Oscar-Kandidatenvorrunde ist außerdem für den Golden Globe als bester nicht-englischsprachiger Film nominiert worden. Susanne Biers neuer Film, der auf dem Festival in Toronto Weltpremiere feierte, wurde in Rom mit dem Preis für die beste Regie und in Sevilla für das beste Drehbuch ausgezeichnet. In Dänemark gingen bereits 413.000 Besucher ins Kino, um den Film zu sehen. (Quelle: Dänisches Filminstitut)
Das Filmjahr 2010 hat in Schweden viele Neueinsteiger und vor allem auch weibliche Filmproduzentinnen und Regisseurinnen hervorgebracht. In der Liste der Nominierten ist dies deutlich wieder zu erkennen. In der Rubrik "beste Regie" etwa finden sich zwei weibliche Regisseure: Pernilla August mit dem Film "Svinalängorna" und Lisa Langseth mit "I rymden finns inga känslor" (Simple Simon).
Mit insgesamt 8 Nominierungen hat der Film Svinalängorna eindeutig die besten Chancen. Insgesamt 15 "Guldbaggar" werden am 24. Januar in Stockholm verteilt. Als beste einheimlische Film sind Bonnie Skoog Feeney und Jonathan Sjöbergs "I rymden finns inga känslor", Rebecka Lafrenz und Mimmi Spångs "Sebbe" und Helena Danielsson uch Ralf Karlssons "Svinalängorna" nominiert. (Quelle: Schwedisches Filminstitut)
Die nordeuropäischen Länder waren im OECD-Vergleich der sozialen Gerechtigkeit eine Klasse für sich. Island, Schweden, Dänemark, Norwegen und Finnland führen im Gerechtigkeitsranking mit deutlichem Abstand. Klassenbester wurde Island. Die Erhebung des Bertelsmann-Instituts hatte allerdings stattgefunden, bevor die Finanzkrise dort voll zuschlug. Besonders gut schnitten die skandinavischen Länder in den Kategorien "Armutsvermeidung" und "Bildungszugang" ab. Insgesamt untersucht wurden fünf Dimensionen. Mit 9,53 von zehn erreichbaren Punkten war Schweden bei der Armutsvermeidung am besten. In Sachen Arbeitsmarktinklusion war Island Spitzenreiter (vor dem Crash). Aufholbedarf haben hier die sonst so erfolgsverwöhnten nordeuropäischen Länder. Top sind die skandinavischen Staaten aber, wenn es um eine ausgeglichene Einkommensverteilung und Generationengerechtigkeit geht. Schlusslicht: Die Türkei, die in keiner Kategorie über den viertletzten Platz hinauskommt. (Quelle: Die Presse)
Vorläufigen Kinobesucherstatistiken zufolge können finnische
Kinos mehr als 7,4 Millionen verkaufte Tickens im vergangenen Jahr verzeichnen.
Die zwei in Finnland beliebtesten Filme 2010 wurden auch in Finland gedreht:
Dome Karukoskis "Lapland Odyssey" (Napapiirin sankarit) und
Mari Rantasilas "Ricky Rapper and the Bicycle Thief" (Risto
Räppääjä ja polkupyörävaras) konnten internationale
Kinoerfolge wie "Sex and the City 2" und "Harry Potter"
in der Besucherzahl schlagen. Insgesamt fanden 23 Premieren einheimischer
Filme statt, wovon neun Filme Dokumentarfilme waren.
(Quelle: Finnisches Filminsitut)
Die in dem niedergebrannten Haus des schwedischen Schauspielers Per Oscarsson gefundenen Leichen sind identifizert worden. Danach steht fest, dass es der Schauspieler und seine Ehefrau waren, die durch einen Brand in der Nacht zum Silvesterabend ums Leben kamen. Der 83jährige Per Oscarsson, 28. Januar im Jahre 1927 in Stockholm geboren, schaffte es in mehr als 100 Filmen mitzuwirken. Einer der Höhepunkte seiner Karriere war die Rolle des hart gequälten Schriftstellers im Film Sult vom Jahre 1966. Der film basiert auf dem Buch vom norwegischen Autor Knut Hamsun und ist von Henning Carlsen regissiert. Für den Film wurde Oscarsson mit dem Preis für bester männlicher Hauptdarsteller in Cannes 1966 geeehrt und 1967 mit dem dänischen Filmpreis "Bodil" ausgezeichnet. In der Verfilmung von Stieg Larssons Milleniumfilmen Verdammnis (Flickan som lekte med elden) und Vergebung (Luftslottet som sprängdes) stellte er Lisbeth Salanders Vormund Holger Palmgren dar. (Quelle: Danmarks Radio, Dagens Nyheter)
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