| Liebe Freundinnen und Freunde des KULTURHUS
BERLIN,
Exotik von der größten Insel der Welt und eine kleine Erbse
aus Dänemark.
Am 20. März laden wir ins Felleshus der Nordischen Botschaften zu
einem bunten Nachmittag für Familien und zu einer ganz besonderen
Filmvorführung am Abend.
Hans Christian Andersens Märchen von der "Prinzessin auf der
Erbse" hat der rbb neu verfilmt. Wir zeigen das berühmte Märchen
und laden im Anschluss zu einem Gespräch mit Regisseur Bodo Fürneisen
und Schauspielerin Rike Kloster. Das Familienprogramm an diesem Sonntag
beginnt um 15 Uhr bei Kuchen und Brezeln, mit Scherenschnitten und Bastelaktionen
und vielem mehr.
Am Abend geht es dann um Grönland. Filmisch, kulinarisch, musikalisch
und mit ganz persönlichen Geschichten, die – musikalisch begleitet
von Knut Bernstein – die dänische Regisseurin Karen Littauer
in ihrem Film "Ich erinnere – Erzählungen aus Grönland"
vorstellt.
KULTURHUS BERLIN lädt ein zu einem mehrtägigen Berliner Erzählprogramm
aus Anlass des Welterzähltages. Dieser stammt ursprünglich aus
Schweden. Dort heißt er Alla Berättares Dag. Und gefeiert
wird er jedes Jahr am 20. März. Ein besonderer Tag! Denn am 20. März
sind im Norden und im Süden Tag und Nacht gleich. Auf der nördlichen
Erdhalbkugel beginnt dann der Frühling, im Süden der Herbst.
Ein besonderer gemeinsamer Tag, an dem deshalb überall auf der Welt
die gemeinsame Tradition des mündlichen Erzählens gefeiert wird.
Erzählen Sie mit! Erzählen Sie mit uns! Herzlich willkommen!
Ihr KULTURHUS BERLIN
Inhalt
1 KULTURHUS BERLIN lädt ein:
2 Geschichten-Erfinder-Wettbewerb: KULTURHUS BERLIN sucht
die schönsten Geschichten vom Wasser
3 RÜCKBLICK: Andersen-Märchenfilm beim NORDISCHER
FILMKLUB Spezial für Familien
4 REZENSIONEN
5 TIPPS & TERMINE für den Norden in Berlin
6 Der NORDEN im TV
6 KULTURNOTIZEN aus dem NORDEN
1 KULTURHUS BERLIN lädt ein
1.1 Welterzähltag am 20. März 2011: Berlin
– Stadt des Erzählens – Geschichten vom Wasser
18.-21. März 2011 | Berlin – Stadt des Erzählens –
Geschichten vom Wasser
Veranstaltungen zum Welterzähltag / World Storytelling Day
in Berlin
Im
Wasser verbergen sich viele Geschichten und das nicht nur in der sagenhaften
Welt der Märchen. Schließlich ist es die Geschichte des Lebens,
die man hier finden kann! Mit dem diesjährigen Thema "Wasser"
lädt der Welterzähltag zum Zuhören und Weitererzählen
ein! Unter anderem gibt es "Geschichten unter dem Regenschirm"
am Neptunbrunnen in Berlin-Mitte, "Geschichten vom Wasser" im
Historischen Hafen auf der Fischerinsel oder einen Kreativnachmittag für
Familien im Felleshus der Nordischen Botschaften mit Erzähl- und
Bastelworkshops rund um das Thema Wasser und Märchen!
Berlin – Stadt des Erzählens ist ein Projekt von
KULTURHUS BERLIN in Kooperation mit dem rbb, der Dänischen Botschaft,
dem Felleshus der Nordischen Botschaften, dem KreativHaus, dem Kulturamt
Treptow/Köpenick, der Studiobühne in der Alten Feuerwache, dem
Figurentheater Grashüpfer, Erzählkunst e.V., dem Theater o.N.
und der Erzählgruppe "Sieben und ein Streich" zum World
Storytelling Day 2011.
Mit freundlicher Unterstützung von Kreuzberger Kinderstiftung, Danish
Filminstitute, rbb-Fernsehen, Visit Danmark, Wonderful Copenhagen, Deutsche
Bahn und Aufbau-Verlag.

Besuchen Sie unser FILMKLUB Spezial für Familien im
Felleshus der Nordischen Botschaften:
20.
März 2011 | 15–18 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften
NORDISCHER FILMKLUB Spezial:
Die Prinzessin auf der Erbse
Kreativer Kinonachmittag für die ganze Familie
15 bis 18 Uhr | Kreativangebot
Nicht nur Erbsen zählen...
Der dänische Dichter Hans Christian Andersen schrieb nicht nur
schöne Märchen, sondern konnte auch mit Schere und Papier gut
umgehen. Wir zeigen euch, wie es geht: bastelt Scherenschnitte und Schattenbilder
wie zu Andersens Zeiten.
Außerdem könnt ihr testen, wie gut ihr euch in Andersens Märchenwelt
auskennt und tolle Preise gewinnen.
15 Uhr | Erzähl-Workshop
Erzähl mal was vom Wasser
Workshop für die ganze Familie mit Erzähler Hans Laurens (DK)
16 Uhr | Filmvorführung
Die Prinzessin auf der Erbse
D 2010 | R: Bodo Fürneisen | D: Rike Kloster, Robert Gwisdek u.a.
| 60 min
17 Uhr | Filmgespräch
"Wie entsteht ein Märchenfilm?"
mit Regisseur Bodo Fürneisen und Schauspielerin Rike Kloster
Eine Veranstaltung des KULTURHUS BERLIN in Kooperation mit der Kgl.
Dänischen Botschaft und dem rbb. (Foto: rbb)
Eintritt: 2 EUR | U.A.w.g.: Tel: 20 93 49 52 oder anmeldung
(at) meermaerchen.de
Ort: Felleshus der Nordischen Botschaften | Rauchstr.
1 | 10787 Berlin
>>
Ausführliche Informationen
Und das können Sie außerdem am Welterzähltag in Berlin
erleben:
19.
März 2011 | 14 Uhr | Stadtspaziergang Berlin-Mitte
Von Andersen bis Zylinder - Erzählspaziergang für Familien
durch Berlins Mitte
Mit Geschichten von und über Hans Christian Andersen
20. März 2011 | 11 Uhr | Studiobühne/ Alte Feuerwache
Erzählsalon für die ganze Familie:
Vom Wasser, das zu singen aufhörte
Sabine Steglich und Ilka Sonntag erzählen für Kinder ab 4 Jahren
20. März 2011 | 14-15 Uhr | Berlin-Tiergarten (Treffpunkt am Café
am Neuen See)
Geschichten unterm Regenschirm: Stories to go
20. März 2011 | 14-15 Uhr | Berlin-Mitte (Treffpunkt am Neptunbrunnen/Alexanderplatz)
Geschichten unterm Regenschirm: "Großväterchens
Fische" / "Das rettende Nass"
erzählen Christine Lander und Dörte Hentschel
20. März 2011 | 19 Uhr | Schlossplatztheater
Odyssee
Wenn die beiden Erzählerinnen Christine Lander und Dörte Hentschel
in die Odyssee stechen, bleibt kein Gast auf dem Trockenen sitzen. 90
Minuten auf derselben Wellenlänge durch eine eigenwillige Interpretation
von Homers Abenteuer des Odysseus.
Alle
Programmhinweise und Informationen unter www.meermaerchen.de
oder auf unserem Flyer
[PDF] .
1.2 NORDISCHER FILMKLUB Spezial: Grönländischer
Film und Musik, Geschichten, Kulinarisches zum Probieren
Sonntag, 20. März 2011 | 19 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften
FILMKLUB SPEZIAL: Film, Erzählung und Gespräch mit Regisseurin
Karen Littauer (DK)
Jeg husker... Fortællinger fra Grønland
DK 2002 | R: Karen Littauer | 72 Min. | Grönl. OmeU
14
alte Grönländer erzählen einschneidende Begebenheiten aus
ihrer Kindheit und Jugend. So hören wir, wie ein Waisenjunge, zitternd
vor Angst, seinen ersten Narwal erlegt oder wie ein Muttersöhnchen
sein Hundebaby tötet. Eine Frau erinnert sich an ihre Großmutter,
die kurz nach der Geburt als erste Nahrung den Speichel eines Hundes bekam,
um ebenso stark wie das Tier zu werden. Stattdessen wurde sie "läufig
wie eine Hündin" mit vielen Liebhabern.
Die einzelnen Geschichten leben von den Gesichtern und der lebhaften
Erzählung der Grönländer. Zwischendurch präsentiert
diese faszinierende Dokumentation Bilder vom heutigen Alltag der Inuit.
So gelingt dem Film ein vielschichtiges Porträt grönländischer
Kultur und Tradition und vermittelt nebenbei, wie wichtig mündliche
Überlieferung für die Identitätsbildung ist. (Foto: Karen
Littauer/nuka film)
Karen Littauer, Jahrgang 1964, wuchs in Deutschland
und der Schweiz auf, hatte aber immer eine enge Beziehung zu Grönland.
So pendelte sie in den vergangenen Jahren regelmäßig zwischen
Dänemark und Grönland. Littauer ist ausgebildete Lehrerin und
Psychologin. Sie arbeitete als Regieassistentin an vielen Theatern und
als Produktionsleiterin, Regisseurin und Drehbuchautorin für über
50 Fernsehspots. 1995 gründete sie die Produktionsfirma Nuka Film.
Eintritt: 7,- EUR/ 5,- EUR
Felleshus der Nordischen Botschaften
Rauchstr. 1
10787 Berlin
www.meermaerchen.de
1.3 Zweisprachiges Erzählen mit dem Dänen
Hans Laurens und Sabine Steglich
Montag,
21. März 2011 | 19 Uhr | Theater o.N.
Offene Erzählbühne – Special guests: Hans Laurens
(DK) und Sabine Steglich (DE)
Hereinspaziert und selbst erzählt: Wahres oder Fiktives, Geschichten
oder Märchen, Anektdoten, Mythen, Sagen und Legenden... Oder: Hören
Sie einfach zu!
Im zweiten Teildes Abends erzählen Hans Laurens aus Kopenhagen und
Sabine Steglich aus Berlin.
(Foto: Ulrike Schulz, KULTURHUS BERLIN)
Eintritt frei! Um Spenden wird gebeten.
Theater o.N.
Kollwitzstr. 52
Berlin Prenzlauer Berg
www.meermaerchen.de
1.3 Traumland. Isländisch-deutsche Lesung mit
Andri Snær Magnason
22. März | 19.30 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften
Traumland. Isländisch-deutsche Lesung mit Andri Snær
Magnason
Moderation: Anika Lüders
Island
ist mehr als ein nordischer Touristentraum mit Elfenministerium. Inzwischen
steht es auch für Staatsbankrott, Naturzerstörung und in der
Folge für eine entschiedene Absage an das politische Establishment
– eine kreative Revolution. Ein Akteur dieses Aufstands ist der
Schriftsteller Andri Snær Magnason. Am Beispiel von Island und seiner
Okkupation durch internationale Aluminiumkonzerne beschreibt er eine scheinbar
auswegslose Entwicklung, die wir alle kennen: Gewachsene Strukturen werden
aufgegeben für den "Wohlstand" – ohne Energie kein
Wohlstand, ohne Kraftwerk keine Energie; die Natur bleibt unwiederbringlich
auf der Strecke.
Als Vertreter einer visionären Ökologie-Bewegung, die entschlossen
nach vorne blickt und gängige wirtschaftliche Grundsätze in
Frage stellt, ist Magnason in den letzten Jahren über Island hinaus
zu einem gefragten Gesprächspartner in Sachen Zukunft geworden. Traumland
ist ein außergewöhnliches Sachbuch. Persönlich, poetisch
und nur scheinbar naiv; unterhaltsam, dabei jedoch akribisch recherchiert
und knallhart in der Sache.
Andri Snær Magnason wurde 1973 in Reykjavík
geboren. 2009 verfilmte Magnason als Co-Regisseur seinen Bestseller "Traumland",
der erfolgreich auf vielen internationalen Filmfestivals gezeigt wurde.
2010 erhielt er den hochdotierten KAIROS-Preis der Alfred Töpfer
Stiftung.
Anika Lüders vom KULTURHUS BERLIN ist Literatur-
und Kulturwissenschaftlerin und arbeitet als Übersetzerin isländischer
Romane.
Eine gemeinsame Veranstaltung von Kulturhus Berlin, Isländischer
Botschaft, Sagenhaftes Island und Orange-Press.
Felleshus der Nordischen Botschaften
Rauchstraße 1
10787 Berlin
>>
Anmeldung erforderlich
1.4 NORDISCHER FILMKLUB: Thriller aus Schweden und
Philosophie aus Finnland
23. März 2011 | 19 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften
Snabba Cash | Easy money
SE 2010 | R: Daniel Espinosa | 124 Min. | OmeU
Mit Joel Kinnaman, Matias Padin, Lisa Henni, Dragomir Mrsic
[Nach dem Buch von Jens Lapidus]
Das
feine Stockholm. Das kriminelle Stockholm. Der Traum vom "schnellen
Geld" – Snabba Cash. Johan "JW" Westerland, Student
ohne Geld, lebt über seine Verhältnisse und gerät in dunkle
Geschäfte. Jorge, Drogendealer, bricht aus dem Gefängnis aus,
flieht vor Polizei und Mafia. Mrado, brutaler Schuldeneintreiber der jugoslawischen
Mafia, träumt von einem normalen Leben mit seiner Tochter Lovisa.
Der realistische Thriller über Stockholms Unterwelt basiert auf dem
Bestseller des schwedischen Strafverteidigers Jens Lapidus.
(Foto: Tre Vänner)
---
06. April 2011 | 19 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften
Havukka-ahon ajattelija | Backwood Philosopher
FIN 2009 | R: Kari Väänänen | 110 Min. | OmeU
Kai Lehtinen, Tommi Korpela, Hannu-Pekka Björkman
[Nach der Novelle von Veikko Huovinen]
Der
Wald. Das große Geheimnis. Zwei Biologen aus Helsinki reisen in
den tiefsten Osten des Landes. Durchs Dickicht soll ihnen Konsta helfen,
ein verschrobener Typ, ein Denker, der den Städtern mal eben die
Welt erklärt. Mit ihm beginnt eine wunderbar-komische Baron-von-Münchhausen-Reise
durch Natur, Wissenschaft, Geschichte und Philosophie. Die Novelle über
die drei glücklich-nachdenklichen Männer im Wald zählt
zu den populärsten Büchern Finnlands und stammt von Veikko Huovinen,
einem der großen Schriftsteller seines Landes, der früher selbst
als Waldarbeiter gearbeitet hatte. Finnlands Kinoerfolg aus dem Jahre
2009.
(Foto: MRP Matila Röhr Productions )
1.5 Stadtrundgang - Die Saison wird eröffnet
27. März | 11 Uhr | Treffpunkt vor dem Hauptportal des Berliner
Doms
Stadtrundgang "Säufer, Künstler und Gelehrte"
Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen begeben wir uns wieder auf
die Spuren berühmter Skandinavier in Berlin.
Einer von ihnen war Dänemarks Nationaldichter H.C. Andersen. In
der preußischen Hauptstadt traf er die deutsche geistige Elite seiner
Zeit: die Humboldts, die Grimms oder die von Arnims. Hierher folgte er
auch der großen Liebe seines Lebens.
Dies und mehr erfahren Sie auf unserem frisch überarbeiteten Stadtspaziergang
"Säufer, Künstler und Gelehrte".
Mit etwas Glück können Sie zwei Freikarten
gewinnen. Dazu folgende Frage:
Welchen Orden verlieh Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV
H.C. Andersen, und in welchem Jahr war das?
Ihre Antwort schicken Sie bitte unter dem Stichwort "Andersen-Orden"
an
stadtrundgang (at) kulturhus-berlin.de. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Weitere Termine:
10. April 2011 | 11 Uhr
22. April 2011 | 15 Uhr
25. April 2011 | 11 Uhr
Eintritt: 9 EUR/ 6 EUR
Treffpunkt: 11 Uhr vor dem Hauptportal des Berliner Doms
Anmeldung: Tel: 20 93 49 52 oder stadtrundgang (at) kulturhus-berlin.de.
[nach oben]
2 Geschichten-Erfinder-Wettbewerb: KULTURHUS
BERLIN sucht die schönsten Geschichten vom Wasser
Stell
Dir vor: Du gehst in Berlin spazieren und plötzlich siehst du im
Wasser der Spree ein merkwürdiges Wesen – halb Fisch, halb
Mensch: die kleine Meerjungfrau! Wie aber ist sie dahin gekommen? Und
was macht sie nur in der großen Stadt Berlin? Oder: Im Schwimmbad
taucht auf einmal ein riesengroßes Ungeheuer auf.
Denkt Euch eine lustige, spannende oder traurige Wassergeschichte aus.
Schreibt oder malt sie auf und schickt sie an uns. Tolle Preise warten
auf Euch.
Die schönsten Geschichten werden am 20. März 2011 beim internationalen
Welterzähltag unter dem Motto Berlin – Stadt des Erzählens.
Geschichten vom Wasser von professionellen Erzählern vor Publikum
vorgetragen oder auf unserer Website www.meermaerchen.de
veröffentlicht.
Kennwort: Berliner Wassergeschichten
E-Mail: wettbewerb (at) meermaerchen.de
[nach oben]
3 RÜCKBLICK: Andersen-Märchenfilm beim
NORDISCHER FILMKLUB Spezial für Familien
Viele Kinder kamen am 20. Februar 2011 mit ihren Eltern ins Felleshus
der Nordischen Botschaften. KULTURHUS BERLIN und der rbb hatten eingeladen
zu einem Kreativsonntag mit Basteleien, Quiz und Filmvorführung.
Im Zentrum des Nachmittages stand der dänische Dichter Hans Christian
Andersen. Die Kinder konnten sich an Scherenschnitten oder Schattenbildern
probieren, wie Andersen sie einst selbst angefertigt hat. Und für
den kleinen Hunger zwischendurch gab es selbstgebackenen Kuchen.
Kern des Nachmittages war jedoch die WDR-Neuverfilmung des Märchens
"Des Kaisers neue Kleider". Im Anschluss daran stand die sympathische
Hauptdarstellerin des Films, Alissa Jung, den Kindern und Charlotte von
Wussow vom KULTURHUS BERLIN in einem Interview Rede und Antwort. Der Schauspielerin
machte es ganz offensichtlich Spaß, so richtig ausgefragt zu werden.
So erfuhren die Kinder, dass das Filmteam für die Dreharbeiten direkt
ins Schloss Sanssouci in Potsdam durfte und dabei bei mitunter über
35 Grad Hitze im Juli 2010 ganz schön ins Schwitzen kam. Oder was
es mit der Filmküsserei auf sich hat. Zuvor aber musste Alissa Jung
ihrem männlichen Filmpartner Sergej Moya beim Dreh eine Ohrfeige
geben, und zwar eine echte, weil er darauf bestand, um die Szene so gut
wie möglich spielen zu können. Ob Alissa Jung nun reich sei,
wollten die Kinder auch wissen. – Nun, leider nein. Nicht einmal
die prachtvollen Kleider durfte sie behalten – die bekam die Kostümbildnerin.
[nach oben]
4 REZENSIONEN
4.1 Arvid Lagercrantz: Mitt galna liv
Ein
Buch für alle, die ebenfalls unter Psychosen oder Depressionen leiden
oder litten – so etwa begründet Lagercrantz sein Buch, das
im Wesentlichen seine Lebensgeschichte, besser gesagt, seine Krankheitsgeschichte
darstellt. Mitt galna liv – Mein verrücktes Leben.
Ein viel versprechender Titel. Einerseits spricht hier jemand von seinem
Leben, seiner individuellen Erfahrung und Geschichte, andererseits wird
das Leben als "verrückt" bezeichnet, eine gesellschaftliche
Abgrenzung von dem, was "normal" sein soll.
Lagercrantz, der quasi sein ganzes Leben hindurch in Therapie gewesen
war und schließlich nach etlichen Jahren die Diagnose "manisch-depressiv"
erhielt, richtet sich in seinen Krankheits-Memoiren an Menschen mit ähnlichem
Schicksal. Dabei bezieht er sich in großen Teilen auf Akten seiner
Therapeuten und Ärzte beziehungsweise auf die Aufzeichnungen seiner
Mutter über sein Befinden und seine Entwicklung...
Die
vollständige Rezension lesen Sie auf
unserer Website www.kulturhus-berlin.de
in der Rubrik >>
Kultur >> Rezensionen.
Arvid Lagercrantz
Mitt galna liv
Sprache Schwedisch
Lind&Co, 2010
225 Seiten, gebunden
Preis:159,- SEK (adlibris.com)
ISBN: 978-91-7461-002-4
4.2 Rødby Puttgarden – Helle Helles Roman
über zwei Schwestern in der dänischen Provinz
Die
Deutsche Bahn bietet seit Kurzem eine neue Zugverbindung an – ICEs
fahren jetzt auch nach Dänemark, ohne Umsteigen einmal täglich
in etwa fünf Stunden von Berlin nach Kopenhagen. Schneller ist man
mit dem Flugzeug, die Anfahrten eingerechnet, nicht unbedingt. Inbegriffen
in die Bahnreise
nach Dänemark (www.bahn.de) ist eine Fährfahrt über
die Ostsee. In Puttgarden rollt der Zug auf die Fähre, eine Dreiviertelstunde
später fährt er auf den Schienen der dänischen Bahn weiter.
Die Reisenden können sich an Deck frische Luft um die Nase wehen
lassen oder sich in den Shops mit Parfum, Cremes, Schokolade und Alkohol
eindecken.
Wer eine passende Lektüre für eine solche Bahnreise sucht,
findet sie in Helle Helles 2010 auf Deutsch erschienenem Roman Rødby
Puttgarden. Im Januar 2011 war die bekannte dänische Autorin
im Felleshus der Nordischen Botschaften in Berlin zu Gast und stellte
dort ihr Buch vor. Es wurde mit dem Enquist-Preis, einem der renommiertesten
skandinavischen Literaturpreise, ausgezeichnet...
Die
vollständige Rezension lesen Sie auf
unserer Website www.kulturhus-berlin.de
in der Rubrik >>
Kultur >> Rezensionen.
Helle Helle
Rødby Puttgarden
Dörlemann, 2010
284 Seiten
Aus dem Dänischen
von Flora Fink
ISBN: 978-3908777595
19,90 EUR
5 TIPPS & TERMINE: Der NORDEN in Berlin
5.1 Literatur
Voraussichtlich
ab dem 10. März 2011 im Buchhandel | Fischer Verlag
Sjón - Das Gleißen der Nacht
Roman
Im Winter bläst der Nordwind eisig über die Lavafelsen. Es
herrscht Dunkelheit, als ob das Ende der Welt naht. Im Sommer sind die
Nächte hell wie der Tag, und die Hügel duften am Morgen nach
taufeuchtem Gras. Das ist Island um 1636, und dort lebt Jónas,
der Gelehrte. Eigentlich will er nur durch die Welt streifen, noch gelehrter
werden und Ungeheuer erlegen. Aber sein Wissen verschafft ihm Neider,
die ihm das Leben schwer machen und ihn von einem Abenteuer ins andere
treiben.
Sjón (Sigurjón B. Sigurdsson), geboren 1962, schreibt Gedichte,
Songtexte, Romane und Drehbücher. Seine Texte für Lars von Triers
Film "Dancer in the Dark" wurden für den Oscar nominiert.
Für "Schattenfuchs" erhielt er den Literaturpreis des Nordischen
Rates 2005.
Sjón
Das Gleißen der Nacht (Roman)
Aus dem Isländischen von Betty Wahl
S. Fischer Verlag
288 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-10-075132-4
Preis 18,95 EUR
---
17.-20. März 2011 | Messegelände Leipzig
Leipziger Buchmesse
Auch in diesem Jahr präsentieren sich die nordischen Länder
mit einem Gemeinschaftsstand auf der Leipziger Buchmesse: Im Nordischen
Forum (Halle 4 | Stand D307) sind von Donnerstag bis Sonntag auch in diesem
Jahr wieder viele nordische Autoren zu Gast und stellen ihre Romane, Kinder-
und Jugendbücher, Gedichte und Sachbücher vor.
Außerdem zu sehen: die Ausstellung "50 Jahre Literaturpreis
des Nordischen Rates". Aus dem Programm des Leipziger Literaturfestivals
"Leipzig liest" nicht mehr wegzudenken ist die schon traditionelle
Nordische Lesenacht am Freitagabend in der naTo.
Nähere Informationen zu dem nordeuropäischen Programm finden
Sie hier:
www.nordischebotschaften.org/
[nach oben]
5.2 Kino
Zur Zeit laufen in den Berliner Kinos folgende Filme aus Nordeuropa.
Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de
in der Rubrik >> Kultur >> Filmtipp.
ab 3. März 2011 | Kinos Berlin
Eine Familie (En familie)
Drama – DK 2010 | R: Pernille Fischer Christensen | D: Pilou Asbæk,
Jesper Christensen & Lene Maria Christensen |103 min
---
Filmstart: 3. März 2011 | fsk am Oranienplatz
Man tänker sitt (Burrowing)
Drama - SE 2009 | R: Henrik Hellström, Fredrik Wenzel | D: Jörgen
Svensson, Hannes Sandahl | 76 min | OmU
---
Filmstart: 17. März 2011 | Kinos Berlin
In einer besseren Welt (Hævnen)
Drama – DK/SE 2010 | R: Susanne Bier | D: Mikael Persbrandt, Trine
Dyrholm, Ulrich Thomsen u.v.a. | 117 min
---
Filmstart: 24. Februar | Kinos Berlin
POLL
D/AUT/EST 2010 | R: Chris Kraus | D: Paula Beer, Edgar Selge, Tambet Tuisk,
Jeanette Hain, Richy Müller u.a. | 129 min
[nach oben]
5.3 Für Kinder
16. März bis So, 27. März 2011 | 10 Uhr | Theater Mirakulum
Däumelinchen findet Freunde
Puppenspiel mit Musik und Gesang nach H. Ch. Andersen für Zuschauer
ab 4 Jahre
Däumelinchen, in einer Blüte geboren, begegnet auf ihrer Reise
durch die weite Welt der Kröte und ihrem Sohn, dem fröhlichen
Schmetterling, dem liebestollen Maikäfer und der hilfsbereiten Feldmaus.
Der wohlhabende Maulwurf will sie in seinen Palast holen. Jedoch kann
er ihre Sehnsucht nach Sonne und Blumen nicht teilen. Nie mehr Licht,
Vogelgezwitscher und Wärme? Die Schwalbe, der sie einmal das Leben
gerettet hat, trägt sie in das Blumenland, wo ein Prinz auf sie wartet
und sie neue Freunde findet.
Tickets ab 5,- EUR
Theater Mirkakulum - Puppenkomödie Berlin
Brunnenstraße 35
10115 Berlin
www.mirakulum.de
---
9. April 2011 | 15.30 Uhr | FEZ Berlin
Meisterdetektiv Kalle Blomkvist
nach Astrid Lindgren
Onkel Einar ist zu Besuch in der verschlafenen Stadt Kleinköping
– der Heimat von Kalle Blomquist. Aber wozu braucht Onkel Einar
einen Dietrich? Weshalb schleicht er sich mitten in der Nacht aus dem
Haus? Und was sucht er in der alten Schlossruine? "Merkwürdig...",
denkt Kalle, der ein großer und berühmter Meisterdetektiv werden
will. Mit Ideenreichtum, Cleverness und Witz versucht er gemeinsam mit
seinen besten Freunden Anders und Eva-Lotte, dem Rätsel um Onkel
Einar auf die Schliche zu kommen.
Eintritt:
6,- bis 5,50 EUR
Ort:
Straße zum FEZ 2
12459 Berlin-Köpenick
Tel.: 53 07 12 50
www.fez-berlin.de
[nach oben]
5.4 Musik
Mittwoch, 23. März | 21 Uhr | Comet Club Berlin
Konzert Treefight for the Sunlight im Comet Club
Treefight for the Sunlight kommen aus Dänemark. Die melodische
Musik der vier Herren klingt nach den 70ern und macht sofort Lust auf
den Frühling. Wer auf unbeschwerte Indiepopmusik steht, sollte in
das gleichnamige Album (Release Februar 2011) reinhören. Und wer
überzeugt ist, kann die Band am 23. März im Berliner Comet Club
live auf der Bühne sehen. Fans von MGMT werden diese Band sicher
mögen.
Tickets und weitere Informationen auf: www.eventim.de und www.treefightforsunlight.com
Tickets ab 9,50 Euro
Comet Club Berlin
Falckensteinstraße 48
10997 Berlin
--
Samstag, 26. März | 20 Uhr | Konzerthaus Berlin, Großer Saal
Konzerthausorchester Berlin: Kirill Karabits & Lars Vogt
"Gen Norden" heißt das Programm für dieses Konzert,
gespielt vom Konzerthausorchester Berlin unter Leitung von Kirill Karabits
mit dem Solisten Lars Vogt (Klavier).
Nationalbewusstsein und Naturverbundenheit vereint die Komponisten Joseph
Martin Kraus, Edvard Grieg und Jean Sibelius. Sie lebten und komponierten
in Skandinaviens Hauptstädten: In Unterfranken geboren, wirkte Kraus
in Stockholm, einer Stadt, die im 18. Jahrhundert auch als "Paris
des Nordens" apostrophiert wurde. Im Schatten seines Zeitgenossen
Mozart geriet er jedoch in Vergessenheit. Dabei hat er neben der Oper
"Aeneas in Carthago" zahlreiche Sinfonien, Kantaten und Kammermusik
geschrieben. Grieg wird als der norwegische Nationalkomponist schlechthin
verehrt. Sibelius lebte und komponierte in Helsinki und setzte seiner
finnischen Heimat ein musikalisches Denkmal.
Kraus, Joseph Martin: Symphony in c minor
Grieg, Edvard: Piano Concerto in a minor op. 16
Sibelius, Jean: Symphony No. 1 in e minor op. 39
(Programmänderung vorbehalten)
Tickets ab 22,- EUR
Konzerthaus Berlin
Gendarmenmarkt, Charlottenstraße
10117 Berlin
www.konzerthaus.de
[nach oben]
5.5 Vortrag
28. März 2011 | 19.00 Uhr | Luther’s
Unbekanntes Baltikum
Hans Neumann berichtet über das unbekannte "Baltikum":
Mit dem Fahrrad durch Litauen, Lettland und Estland.
Evangelische Kirchengemeine Martin Luther Berlin-Neukölln
Fuldastraße 48-50, 12045 Berlin
Tel. 60 97 74 90
5.6 Ausstellung
bis 31. Mai 2011 | Polnisches Institut
Ultramöbel – Karsten Konrad & Jan Mioduszewski
Karsten Konrad schafft Skulpturen, Wandreliefs und Rauminstallationen
aus auf dem Sperrmüll, oder auf berliner Flohmärkten gefundenen
Elementen. Jan Mioduszewski beschäftigt die Illusion, die Kunst des
trompe l‘oeil, die Meta-Malerei. Er formt Bilder-Möbel, Bilder-Skulpturen
und Rauminstallationen und arbeitet unter einem eigenen künstlerischen
Label: FABRYKA MEBLI (MÖBELFABRIK), das nach seiner intensiven Auseinandersetzung
mit der "mebloscianka", der billigen allgegenwärtigen
Möbelwand der 1980er Jahre, entstanden ist. Beide Künstler verbindet
ihre Liebe zum Sperrmüll, ihre besessene Sammlertätigkeit und
das Spiel mit der Konstruktion und Dekonstruktion. Beide gehen ironisch
und spielerisch mit künstlerischen Konzepten und Kategorien um.
Der Ausstellungstitel "Ultramöbel" wurde einer Fotomontage
des Surrealisten Kurt Seligmann aus dem Jahr 1938 entnommen. Seine Eltern
hatten ein Möbelgeschäft.
Eröffnung: 10.03.2011 | 19:00 Uhr
Polnisches Institut Berlin
Burgstrasse 27
10178 Berlin
Telefon: 030 / 24 75 81-0
Telefax: 030 / 24 75 81-30
www.berlin.polnischekultur.de
[nach oben]
6 Der NORDEN im TV
Im TV-Programm gibt es neben den üblichen Krimi-Verdächtigen
wie Håkan Nesser, Henning Mankel und Irene Huss auch einige Beiträge
aus den baltischen Ländern.
Mehr
NORDEN im TV gibt es unter www.kulturhus-berlin.de
– erste Tipps wie immer schon hier.
SWR | Mi, 16.03.11 | 07:30
Kinder Europas
Wir kommen aus Dänemark
Emmas Eltern sind geschieden. Während der Woche lebt sie bei ihrer
Mutter und ihrem Stiefvater in Kopenhagen, am Wochenende besucht sie ihren
Vater, der mit seiner neuen Frau auf dem Land lebt. Mit ihrer Freundin
Frida kann Emma über alles sprechen. Was Familie eigentlich bedeutet,
wie das ist, wenn man mehr als zwei Elternteile und plötzlich neue
Geschwister hat, und ob man darüber froh oder traurig ist. Emma liebt
ihre neue große Familie und findet daran nichts ungewöhnlich,
denn in Dänemark sind Scheidungen sehr häufig. Der Film begleitet
Emma eine Woche lang in ihrem Alltag, in die Schule, zu ihren Freunden,
ins Jugendhaus und zu ihrer Familie.
RBB | Fr, 18.03.11 | 11:00 Uhr
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
Riga, Hanse, Bernstein, Jugendstil - Lettland
Die lettische Hansestadt Riga am Meer wurde von Bremer Kaufleuten gegründet.
Für deutsche Ritter war das befestigte Bollwerk der Ausgangspunkt
für die Eroberung des Baltikums. Baustile verschiedener Zeiten bestimmen
das Stadtbild, hier findet man mittelalterliche Hansespeicher ebenso wie
den sozialistischen Betonklotz. Besonders der Jugendstil hatte es den
Einwohnern von Riga angetan. Um die Jahrhundertwende wurden ganze Stadtviertel
in diesem Baustil erbaut. Durch die verschiedenen fremden Einflüsse
entstand eine Mischkultur aus lettischen, deutschen, russischen und polnischen
Elementen.
HR | Mi, 23.03.11 | 14:15 Uhr
Nationalparks im östlichen Europa
Vilsandi - Estland
Der Nationalpark Vilsandi, ein Schutzgebiet im Westen Estlands, ist
wenig bekannt. Der Film dokumentiert die Schönheit und Vielgestaltigkeit
der Naturlandschaft sowie die Vielfalt ihrer Tierwelt. Um 1900 waren die
Kegelrobben in diesen Gewässern nahezu ausgerottet. Anders als vor
der deutschen Ostseeküste wächst die Population vor Estland
inzwischen langsam wieder an. Jedes Jahr im Februar kann man beobachten,
dass mehrere hundert Kegelrobben nach Innarahu kommen, um ihren Nachwuchs
zur Welt zu bringen. Die kleine Insel vor der Westküste Estlands
gilt als der größte Setzplatz dieser Tiere in der Ostsee. Die
ersten drei Wochen bleiben die Kleinen an Land. Das langhaarige Babykleid
ist für einen Aufenthalt im Wasser nicht geeignet. Nach dem Fellwechsel
der Jungen zieht die Kolonie zu ihren Sommerrastplätzen, den Steinbänken
im Norden des Nationalparks. Zum 1993 gegründeten Nationalpark gehören
160 meist unbewohnte Inseln und die See zwischen ihnen sowie ein schmaler
Landstreifen im Westen Saaremaas, der zweitgrößten Ostseeinsel.
Weite Sandstrände wechseln sich ab mit Findlingsküsten, die
aussehen, als habe ein Riese mit Murmeln gespielt.
Arte | Do, 24.03.11 | 20:15 Uhr
Nach der Hochzeit
Spielfilm Dänemark/Schweden 2006 (EFTER BRYLLUPPET) | Regie: Susanne
Bier
Ein Däne in Indien, ein reicher Bauunternehmer in Dänemark:
Was sie verbindet, entwickelt die berühmte dänische Filmregisseurin
Susanne Bier in ihrem fesselnden Drama um zwei Männer, die auf den
ersten Blick verschiedener nicht sein könnten.
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7 KULTURNOTIZEN aus dem NORDEN
US/DK: Oscar für Regisseurin Susanne Bier
"And the Oscar goes to...”In a better world”...from
Denmark...Susanne Bier”. Mit ihrem Drama "Hævnen"
holte die dänische Regisseurin zum ersten Mal seit über zwanzig
Jahren wieder einen Oscar in der Kategorie "Bester fremdsprachiger
Film" nach Dänemark.
Die 50järige zeigte sich deutlich gerührt, als sie die Ehrung
von Schauspielerin Helen Mirren entgegen nahm: "Das ist ein echter
Oscar", richtete sie in ihrer Dankesrede an ihre Eltern. Henrik Bo
Nielsen, Direktor des dänischen Filminstituts, erhofft sich mit diesem
Oscar nun größere Chancen für den dänischen Film
und die Talente in der dänischen Filmbranche auf dem amerikanischen
Markt. Am 17. März startet der Film unter dem Titel "In einer
besseren Welt" in den deutschen Kinos. (Quelle: Danmarks Radio)
DE/SE/DK: Stieg-Larsson-Reihe mit Quotenrekord
Die Verfilmung der "Millennium"-Trilogie des schwedischen
Bestseller-Autors Stieg Larsson sorgte auf dem renommierten ZDF-Krimiplatz
am Sonntagabend für einen neuen Quotenrekord: Durchschnittlich 4,17
Millionen Zuschauer – ein Marktanteil von 17,8 Prozent – verfolgten
die mit Hochspannung erzählten Geschichten um Lisbeth Salander und
den Enthüllungsjournalisten Mikael Blomkvist. Das ZDF hatte seit
Ende Januar 2011 in einer sechsteiligen Stieg-Larsson-Reihe am Sonntagabend
die Originalversion der "Millennium"-Trilogie präsentiert,
die 2009 als internationale Koproduktion verfilmt wurde und in einer verkürzten
Fassung in den europäischen Kinos lief. Die drei Romane "Verblendung",
"Verdammnis" und "Vergebung" wurden in jeweils
zwei Folgen à 90 Minuten ausgestrahlt. (Quelle: ZDF)
IS: Popmusiker Jónsi wurde mit neuem Nordischen Musikpreis geehrt
Der Isländer Jónsi ist der Erste, dem der neue Musikpreis
Nordic music prize verliehen wurde. Der Sigur-Rós-Gitarrist wurde
für seine Soloplatte "Go" belohnt. Der Preis wurde ihm
am 19. Februar auf der Musikkonferernz "by:Larm" von Kronprinz
Haakon von Norwegen überreicht. Jónsis Album stand im Wettbewerb
mit elf weiteren nordischen Platten, darunter unter anderem Dungens "Skit
i allt" und Robyns "Body talk". (Quelle: Svenska Dagbladet)
SE: Mikael Persbrand spielt nordischen James Bond
Der schwedische Filmstar Mikael Persbrand, der unter anderem in dem
Oscar-prämierten Film "In einer besseren Welt" (Originaltitel
"Hævnen") mitgespielt hat, übernimmt die Rolle als
nordischer James Bond Carl Hamilton (alias Coq Rouge) in den Verfilmungen
von Jan Guillous Trilogie. Die Dreharbeiten von "Im Interesse der
Nation", "Im Namen Ihrer Majestät" und "Nicht,
wenn es um meine Tochter geht" (die deutsche Übersetzung des
dritten Teils liegt noch nicht vor) beginnen in diesem Frühling.
Der erste Film kommt am 13. Januar 2012 in die Kinos. Stefan Thunberg,
einer der Drehbuchautoren der Wallander-Serie, ist ebenso an der Verfilmung
beteiligt.
(Quelle: Nordisk Film og TV Fonds)
SE: Schwedischer Debütpreis an Jungautor Eli Levén vergeben
Eli Levén heißt der Gewinner des diesjährigen "Katapultpriset",
dem Debütpreis des Schwedischen Schriftstellerverbandes. Ausgezeichnet
wurde der 26-jährige Autor damit für seinen Erstling "Du
är rötterna som sover vid mina fötter och Håller
jorden på plats" (dt. ”Du bist die Wurzeln, die an meinen
Füßen schlafen und die Erde an ihrem Platz halten").
In der Begründung für der Jury heißt es: "Eli Levéns
Roman ist eine intensive und geladene Schilderung der Suche eines jungen
Menschen nach Identität und Zugehörigkeit". (Quelle: Svenska
Dagbladet)
DK: Dänischer Filmpreis "Robert" verliehen
Im Februar wurde in Dänemark der „Robert“ verliehen.
Die nach ihrem Bildhauser Robert Jacobsen benannte Statuette ist neben
der „Bodil“ Dänemarks wichtigster Filmpreis und orientiert
sich an den Richtlinien der Academy of Motion Picture Arts and Sciences
(AMPAS), die auch den Oscar vergibt. Erfolgreichster Preisträger
war der Film "R", der insgesamt acht Roberts erhielt, u. a.
in den Kategorien Bester Film, Bester Regisseur und Bestes Drehbuch. "R"
stellt gnadenlos das Dasein in einem dänischen Gefängnis dar,
in dem sich die Hauptperson des Dramas sich einem gewalttätigen und
hierarchischen Umfeld zurechtfinden muss. Fünf Roberts erhielt außerdem
der Film "Submarino" von Thomas Vinterberg. Der Film, der als
sozialrealistisch bezeichnet werden kann, handelt von einem drogenabhängigen
Vater, der um seinen Sohn kämpft. (Quelle: Dänisches Filminstitut,
Danmarks Radio)
SE: Neuer schwedischer Verlag für Kinderliteratur
Der Piratförelaget gründet im September dieses Jahres einen
Kinderliteraturverlag, der "Lilla Piratförlaget" (Kleiner
Piratenverlag) heißen wird. Ziel des neuen Verlages werde sein,
schwedische und übersetzte Literatur für Kinder in allen Altersgruppen
herauszugeben. Bereits heute erscheinen beim Piratförelaget Kinderbücher
von Autoren wie Fredrik Skavlan und Unni Lindell. Mit dem neuen Verlag
wolle man auf eine größere und breitere Veröffentlichung
von Kinderbüchern setzen. (Quelle: Svenska Dagbladet)
NORD: Neues Tournee-Netzwerk für das nordische Theater
In Nordeuropa gibt es immer neue großartige Theaterproduktionen,
doch selten kann das Publikum die vielen interessanten Aufführungen
seiner nordischen Nachbarn besuchen. Zur Abhilfe hat die Kopenhagener
Theatergruppe Får302 ein Tournee-Netzwerk ins Leben gerufen, mit
dessen Unterstützung jährlich fünf bis zehn Produktionen
auf Reisen durch den Norden gehen sollen. Mittlerweile haben sich freie
Theatergruppen ebenso wie größere Bühnen, Festivals und
Gastspielbühnen von Reykjavík bis Riga dem Projekt angeschlossen.
Zur Finanzierung der kostenintensiven Gastspielreisen wurden Mittel der
EU beantragt. Das Netzwerk verspricht sich von der Initiative, das Repertoire
der einzelnen Theater zu erweitern und das Verständnis des Publikums
für die Sprachen und Theaterformen in den nordischen Nachbarländern
zu fördern. (Quelle: Sydsvenska Dagbladet)
NO: Junge Liebe im Kino
Mit "Jørgen + Anne = Sant” (”Jørgen
+ Anne = Für immer”) hat die norwegische Regisseurin Anne Sewitsky
bei der Berlinale einen außergewöhnlichen Kinderfilm präsentiert.
Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Vigdis Hjort, weicht die
Erzählung ab von genretypischen Wegen. Die Fünftklässlerin
Anne trägt lieber zerrissene Hosen statt schicke Kleider und tobt
gern herum. Mit dem plötzlichen Erscheinen des neuen Mitschülers
Jørgen wird ihr Leben auf den Kopf gestellt. Kann man als 10jährige
verliebt sein? "Jørgen + Anne = Sant" tastet sich an
kindliche Entwicklung heran und versucht mit Humor und Respekt abzubilden,
wie sich junge Liebe anfühlt. "Jørgen + Anne = Sant”
hatte am 25. Februar in den norwegischen Kinos Premiere. (Quelle: Dagsavisen)
NO: Kongsberg Jazzfestival erweitert Programm
Vor wenigen Wochen gaben die Organisatoren des Kongsberg Jazzfestivals
erste Namen für das diesjährige Programm bekannt. Vom 06. bis
9. Juni folgt man mit Künstlern wie Charles Lloyd und Brad Mehldau
einem bekannten Konzept von improvisierter Musik und klassischem Rock.
Nun wollen die Veranstalter mit einem ausgebauten Programm begeistern.
Einer der Höhepunkte wird der Auftritt des deutschen Saxophonisten
Peter Brötzmann. Der Free Jazz-Musiker wird nicht nur solo, sondern
zusammen mit Paal Nilssen-Love und Massimo Pupillo auch Duo- und Triokonzerte
spielen. Nachdem im ersten Gang bereits Primus angekündigt wurde,
ist nun bekannt, dass die amerikanische Band im Rahmen eines Doppelkonzerts
mit Motorpsycho auftreten wird. Die Macher des Festivals setzen damit
nach eigenen Angaben auf "Qualitätsrock mit Jazzreferenz".
Der skandinavische Jazz wird u.a. durch das Arild Andersen Quintet und
das Håvard Stubø Quartet präsentiert.
(Quelle: Aftenposten)
BALT: Teilnehmer für den Eurovision Song Contest stehen fest
Estland, Lettland und Litauen haben ihre die Teilnehmer für den
diesjährigen Eurovision Song Contest, der im Mai in Düsseldorf
stattfindet, ausgewählt und offiziell bekannt gegeben: In Lettland
wurde das populäre Duo "Musiqq" gewählt, um mit dem
englischsprachigen Lied "Angel In Disguise” ihr Land bei dem
Wettbewerb zu vertreten. In Estland wurde die Sängerin Getter Jaani
nominiert, die mit "Rockefeller Street" versuchen wird, den
Preis zu gewinnen. Für Litauen geht Evelina Sasenko mit einem französischen
Titel "C'est Ma Vie" ins Rennen. (Quelle: Baltic Times)
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