drucken


Berlin, August 2008

Liebe Freunde und Freundinnen von KULTURHUS BERLIN,

wir freuen uns sehr, denn: Am 27. August kommt Mads Mikkelsen. Er besucht Berlin. Und er nimmt an der Premiere des Films teil, dem der dänische Ausnahme-Schauspieler in seinem Land zum Kinoereignis des Jahres verholfen hat: „Tage des Zorns“ (Flammen og Citronen). Außerdem zu Gast: Ole Christian Madsen, Christian Berkel und Hanns Zischler. Eine Berliner Filmpremiere, die KULTURHUS BERLIN Ihnen sehr empfiehlt. Ab 28. August ist „Tage des Zorns“ in den Kinos in Deutschland zu sehen.

In Schulen, auf der Arbeit, in der Familie, auf der Straße, in Zeitungen und im Fernsehen – diskutiert wurde in Dänemark überall. Nach nur einem Wochenende hatten mehr als 90 000 Dänen den Film im Kino gesehen.

Wir fragen: Hat der Film das dänisch-deutsche Verhältnis beeinflusst? Wie sehen sich Dänen und Deutsche heute? Was wissen wir über die Geschichte? Was verdrängen wir? Und was denken wir eigentlich voneinander? KULTURHUS BERLIN bildet ein dänisch-deutsches Podium, das all diese Fragen diskutiert: Im September im Felleshus der Nordischen Botschaften. Dazu möchten wir Sie schon jetzt herzlich einladen!

Sommerliche Grüße
Ihr KULTURHUS BERLIN

Inhalt

1 KULTURHUS BERLIN empfiehlt: Berlin-Premiere von "Tage des Zorns"

2 ANSICHTEN: Der Regisseur Ole Christian Madsen über seinen Film

3 GEWINNEN mit KULTURHUS BERLIN: Musik vom Nordkap

4 REZENSION: Strafe der späten Geburt? Ein Blick auf die junge Generation
in Polen

5 Nordische KULTURTIPPS für Berlin

6 SEHEN und HÖREN: Der Norden in TV und Funk

7 KULTURNOTIZEN aus dem Norden

 

1 KULTURHUS BERLIN empfiehlt: Berlin-Premiere von "Tage des Zorns"

27. August | 20.30 Uhr | Kino in der Kulturbrauerei
PREMIERE "Tage des Zorns"

PlakatDas wohlhabende Dänemark ist seit vier Jahren von den Nazis besetzt. Die meisten Bürger arrangieren sich und hoffen still auf ein baldiges Ende des Krieges. Doch es gibt auch Widerstand gegen die deutschen Besatzer. Der 23jährige Flame (Thure Lindhardt) und sein zehn Jahre älterer Partner Citron (Mads Mikkelsen). Sie gehören einer der Gruppierungen an, die aus dem Untergrund heraus gegen die Nazis operieren: „Holger Danske“. Flame und Citron beschließen, ihren eigenen Krieg gegen die Besatzer zu führen ...

Mehr zum Film lesen Sie unter www.tagedeszorns.de
Die Karten für die Premiere können Sie im radioeins-Kino in der Kulturbrauerei erwerben:

radioeins-Kino in der Kulturbrauerei
Schönhauser Allee 36
10435 Berlin - Prenzlauer Berg

Hotline:
01805/11 88 11

[nach oben]

2 ANSICHTEN: Der Regisseur Ole Christian Madsen über seinen Film

Ole christian Madsen
© WÜSTE Film
Foto: Britta Krehl

Bereits im Frühjahr 1943 wurde Citron Mitglied einer der ersten dänischen Widerstandsgruppen. Seinen Beinamen hatte er bekommen, weil er zuvor kurzzeitig in einer Fabrik von Citroën gearbeitet hatte, in der Autos für die deutschen Besatzer gebaut wurden.

Diesen kippte er heimlich Zucker in den Tank oder entfernte entscheidende Teile des Motors. Letzten Endes steckte er die Fabrik sogar in Brand.

Citron war ein sensibler, humorvoller Mensch, der von einer Arbeit an Theatern und Varietés träumte und sich zwischen Schauspielern und Bohemiens wohl fühlte. Er war ein sympathischer Kerl, doch unter der Oberfläche brodelte eine unterdrückte Wut über den Einmarsch der Deutschen und die Besatzung. Eine Wut, die ihn völlig aus der Fassung bringen konnte, manche fürchteten sich geradezu vor ihm.

Bei Flame war es anders. Sein Zorn rührte nicht allein vom Einmarsch her. Er hatte eine verbissene antifaschistische Haltung, verabscheute die ganze Idee des Nationalsozialismus. Vor dem Einmarsch hatte er einige Zeit in Deutschland verbracht und dabei die nationalsozialistische Psychose der Deutschen aus nächster Nähe erlebt. Seine Familie war nicht allgemein gegen die Deutschen, sie bewunderte sogar die deutsche Kultur, Sympathien für den Nationalsozialismus hegte sie jedoch nicht. Flame war immer schon ein wilder Junge, der sich in seiner Kindheit auch von seinem Vater nicht bändigen ließ. Als er neun Jahre alt war, kam er mit seiner ersten Winchester nach Hause. Als junger Mann war er höflich und freundlich, redete nicht viel, aber man mochte ihn, wo immer er auftauchte. Er war ein glänzender Koch, ein Weinkenner und wusste alles über Etikette.

Und er traf immer das Ziel. Kurzzeitig diente er in der dänischen Flotte, wurde dort 1941 Schütze des Jahres. Während des Krieges entstanden richtiggehende Mythen über seine Treffsicherheit: Geschichten über deutsche Flugzeuge, die er mit dem Maschinengewehr heruntergeschossen haben soll; oder über Gruppen deutscher Gestapo-Angehöriger, die er mit einer Pistole vom Fahrrad aus erschossen hatte. Es gab unverkennbar Bedarf an einem Helden. Unterstützt wurde der Mythos Flame dadurch, dass er so gut wie nie Angst zeigte. Als er in den inneren Kreis der Widerstandsgruppe von Holger Danske eintrat und als Sabotagewache eingeteilt wurde, muss er gegenüber den Fabrikwachen eine beeindruckende Autorität und Sicherheit vermittelt haben.

Dieser freundliche, in sich gekehrte Junge.

Das Nationale und das Antifaschistische. Zwei verschiedene ideologische Ansätze, die kennzeichnend für ganz Europa waren. Die antifaschistische Strömung hatte z. B. einige Jahre zuvor Tausende aus ganz Europa nach Spanien geführt, um gegen Franco zu kämpfen. Wenn man wie diese Menschen oder wie Flame und Citron den Faschisten oder den nationalsozialistischen Aggressoren den Krieg erklärte, dann geschah dies entweder aus der Motivation heraus, dass man sich nicht mit dem allgemein vorherrschenden Pragmatismus arrangieren wollte. Oder weil man sich nicht seiner Angst unterordnen wollte.

Der 23jährige Flame und der 33jährige Citron entschieden sich dafür, den Kampf aufzunehmen, um die Freiheit ihres Landes für spätere Generationen zu sichern. Sie haben frühzeitig eine klare Wahl getroffen.

Viele werden sich sicherlich schon einmal selbst gefragt haben, was sie in einer vergleichbaren Situation tun würden. Das Richtige, das Heroische? Oder würden sie die Umstände akzeptieren, d.h. im Falle der Besatzung Dänemarks versuchen, die Idee des Nationalsozialismus zu verstehen und die Besatzungszeit als Möglichkeit zu sehen, den eigenen Profit daraus zu ziehen?

Der Krieg stellt uns vor eine schwierige Wahl. Egal, welche Entscheidung man trifft und wie weitreichend sie ist, man muss damit leben und später Rechenschaft darüber ablegen.

Mein Film TAGE DES ZORNS handelt von den unterschiedlichen Haltungen, die man zum Krieg einnehmen kann. Von den Entscheidungen, die man dabei treffen kann. Primär zeigt er dabei natürlich die Wenigen, deren Entscheidungen und Handlungen etwas bewirkten. Mein Film erzählt, wie diese Leute lebten. Er erzählt vom Untergrundkrieg und davon, was es heißt, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen. Und er erzählt davon, unsichtbare Grenzen zu überschreiten – und einen hohen Preis dafür zu zahlen.

Ole Christian Madsen

[nach oben]

3 GEWINNEN mit KULTURHUS BERLIN: Musik vom Nordkap

25. August 2008 | Kesselhaus in der Kulturbauerei | 20 Uhr
Mari Boine & Band

Die großartige Stimme vom Nordkap meldet sich zurück.

Konzerte der Samin Mari Boine sind in Deutschland mittlerweile eine Seltenheit geworden. Das Berliner Konzert der wundervollen Sängerin gilt zu Recht als ein absoluter Höhepunkt im picke-packe vollen Berliner Kultur-Sommer.

Mit KULTURHUS BERLIN können Sie die neue Platte von Mari Boine gewinnen, wenn Sie uns die Frage beantworten:

FragezeichenMit ihrer Musik hat Mari Boine maßgeblich dazu beigetragen, auf die Situation der samischen Bevölkerung aufmerksam zu machen. Sie ist heute die weltweit bekannteste und erfolgreichste Künstlerin und Botschafterin der Samen. In welchen Ländern aber leben diese?

Ihre Antwort erreicht uns unter info (at) kulturhus-berlin.de


Foto: Terje Krogh

Exklusiv in Berlin ist Mari Boine nun live im Kesselhaus zu erleben, wo sie ihr 2007 in Deutschland erschienenes Studioalbum „Idjagiedas - In The Hand Of The Night“ vorstellt.

Mari Boine hat das gewisse Etwas. Ihre eindringliche, kraftvolle, bisweilen trotzig klingende Stimme und der Groove ihrer Band begeistern seit vielen Jahren das internationale Publikum und die Künstlerkollegen. Sie hat sich der Musik ihrer Wurzeln verschrieben, verarbeitet alte, schamanische Klänge der Ureinwohner Lapplands, (in erster Linie den Joik-Gesang), mit Elementen aus Folk, Jazz, Rock und elektronischer Musik, was ihr Gesamtwerk zu einer charakteristischen „weltmusikalischen“ Mischung macht. Die Rhythmik knüpft häufig an die Musik nordamerikanischer Indianer an, bei denen im Gegensatz zu den Samen das Trommelspiel von zentraler Bedeutung ist.

Eintritt: 16 bis 24 Euro

Veranstaltungsort:
Kesselhaus in der Kulturbauerei
Knaackstr. 97

Ausführliche Informationen zur Künstlerin:
www.mariboine.no | www.myspace.com/boine

[nach oben]

4 REZENSION: Strafe der späten Geburt?
Ein Blick auf die junge Generation in Polen

Cover Jahrbuch Polen 2008 JugendDas vom Deutschen Polen-Institut in Darmstadt herausgegebene Jahrbuch Polen widmet sich in diesem Jahr dem Thema Jugend. Polen, eine 'junge' Demokratie und ein 'jüngstes' Mitglied der Europäischen Union ist auch demographisch mit einem überdurchschnittlich großen Anteil junger Mitbürger ein durch und durch junges Land. Der Blick auf Jugend liegt da nahe. Nun wird die Beschäftigung mit Jugend sehr häufig dazu genutzt, über die vermeintliche Zukunft einer Gemeinschaft bzw. eines Landes zu spekulieren und sich in entweder schwärmerischen Visionen oder aber mahnenden Klagen zu verlieren. Das Jahrbuch ist glücklicherweise eine löbliche Ausnahme und bemüht sich eher um eine Bestandsaufnahme von Mustern und Bedingungen jugendlichen Lebens in Polen...

Die vollständige Rezension von Valeska Henze lesen Sie hier.

Andrzej Kaluza, Jutta Wierczimok (Red.):
Jahrbuch Polen 2008 / Band 19 / Jugend

Herausgegeben vom Deutschen Polen-Institut Darmstadt
Otto Harrassowitz GmbH & Co. KG, Wiesbaden 2008
ISSN 1432–5810 | ISBN 978-3-447-05740-0

Inhaltsverzeichnis und Bibliographien (angekündigt) unter:
www.deutsches-polen-institut.de

[nach oben]

5 NORDISCHE KULTURTIPPS für Berlin

5.1 Ausstellung und Begleitprogramm

2. bis 29. August 2008
50 Jahre Finnenhaussiedlung in Berlin-Kladow

Eröffnung: Sa 2.8.2008, 13.00 Uhr.

Finnenhäuser an der Havel? Die Geschichte dieses städtebaulichen Kleinods aus 379 finnischen Fertighäusern ist bemerkenswert: Eigentlich als Reparationszahlung Finnlands an die USA gedacht, ließen diese vor 50 Jahren im Stadtteil Kladow aus Unmengen von Bauteilen ein finnisches Viertel entstehen. Auch heute noch sind die Häuser am Lönnrot-, Topelius- und Runebergweg heiß begehrt. Der geschichtsbewusste Verein Finnenhaussiedlung Berlin-Kladow lädt im August zu einem umfassenden Festprogramm!

So 3.8. 14.00 Uhr: Siedlungsführung
So 10.8. 13.00 Uhr: Siedlungsfest, Topeliusweg
Mi 13.8. 19.30 Uhr: Dichterlesung mit Andreas Kuhnow, Bürgerhaus
So 17.8. 14.00 Uhr: Siedlungsführung
Mi 20.8. 19.00 Uhr: Vortrag Schule in Finnland von Nina Kulo, Bürgerhaus
So 24.8. 18.00 Uhr: Klavierkonzert mit Terhi Jääskeläinen, Ev. Gemeindehaus
Sa 30.8. 19.00 Uhr Vortrag Deutsch-finnische Beziehungen im Spannungsfeld zwischen Ost und West von Prof. Dr. Seppo Hentilä, Bürgerhaus

Bürgerhaus Kladower Forum
Kladower Damm 387
14089 Berlin

Auskunft:
Renate Wenzel, Tel. 030 365 46 92, Fax 030 36 80 43 24

Informationen:
www.finnenhaussiedlung-kladow.de

5.2 Musik

13. August | 20 Uhr | Tempodrom
Sigur Ros

Sigur RosDie Musiker sprechen nicht in normalen Rockbandfloskeln, sie reden von seltsamen Menschen und noch seltsameren kulinarischen Gerichten, unberührten Ecken und feucht-fröhlichen Festen, die sich über ein ganzes Wochenende erstrecken. Keine andere Band der letzten Jahre schaffte es, so unmittelbare und wahrhaftige Kopfkinomusik aufzunehmen. Immer wieder dachte man: Das geht nicht besser. Doch es geht tatsächlich: Mit „Heima“ ihrer letzten Veröffentlichung, gibt es Sigur Ros nun im Filmformat – und es ist selbstverständlich ein außergewöhnlicher Film geworden. Er ist das Dokument einer zweiwöchigen Konzertreise, die Sigur Ros im Sommer 2006 durch Island unternahmen. In diversen, meistens außergewöhnlichen Locations spielt die Gruppe Lieder aus allen Phasen, viele davon haben die Musiker komplett neu arrangiert, damit sie den Orten gerecht wird.

Karten 32,80 - 47,10 €

Große Arena im Tempodrom
Möckernstr. 10
10963 Berlin

5.3 Für Kinder

3. Juli – 21. September | Zitadelle Spandau
„Das Beste von Pettersson und Findus“
Sommer-Familientheater

Katzenjahre zählen anders: Deshalb will Findus partout seinen zweiten Geburtstag feiern. Alles läuft schief. Erst rückt Prillan nur widerwillig ihre Eier heraus, und dann fehlt Pettersson das Mehl für die Geburtstagstorte. Zu allem Unglück taucht der eingebildete Caruso auf und kräht unentwegt. Findus wird es zu bunt: Der „Gummiadler“ muss in den Suppentopf und die Geburtstagstorte auf den Tisch! Stattdessen bedroht ein hungriger Fuchs die Opernkarriere Carusos und aller Hühner auf dem Hof. Pettersson verspricht eine Lösung, bei der Findus bald sein geliebtes Fleischbällchen-Beet pflanzen und endlich eine Torte futtern darf.

Zitadelle Spandau
Mauerstr. 6
13599 Berlin-Spandau

Tickets unter 030 627 059 26

Das Programm mit allen Vorstellungsterminen vom 3. Juli bis 21. September 2008 finden Sie auf der Homepage: www.berliner-kindertheater.de

5.4 Film

28.08.2008 | 20 Uhr | Kleisthaus
Hörfilm "Kitchen Stories"
Norwegen

Eine Männerkomödie über individuelle Unterschiede und universelle Gemeinsamkeiten.

Ein schwedisches Forschungsinstitut schickt in den 50er Jahren Beobachter in ein norwegisches Dorf, um das Verhalten männlicher Junggesellen in der Küche zu studieren. Der Beobachter Folke bekommt den kauzigen Junggesellen Isak zugeteilt. Tagein, tagaus sitzt Folke von nun ab auf einem Hochsitz in der Ecke der Küche und studiert das Verhalten seines Probanden. Dabei darf laut Vorschrift weder gesprochen werden noch sonst ein persönlicher Kontakt entstehen. Harte Regeln in der Einsamkeit Norwegens… Allen Widrigkeiten zum Trotz entwickeln sich zwischen dem Forscher und seinem "Objekt" nach und nach zarte freundschaftliche Bande.

Kleisthaus
Mauerstraße 53
11017 Berlin

Barrierefrei & Eintritt frei! | Online-Anmeldung

[nach oben]

6 SEHEN und HÖREN: Der Norden in TV und Funk

6.1 Der NORDEN im TV

KULTURHUS BERLIN bringt Ihnen hier wieder eine Auswahl skandinavischer Sendungen im August. Mehr Tipps finden Sie unter www.kulturhus-berlin.de.

---

Szene aus Mein Leben als HundBFS | Samstag, 09.08.2008 | 00:50 Uhr
Mein Leben als Hund
Mitt Liv Som Hund
Schweden 1985

Smaland/Südschweden in den späten 50er-Jahren: Ingemar ist zwölf Jahre alt und kein Kind mehr, aber die Erwachsenen behandeln ihn noch genau so - vor allem aber sein älterer Bruder, der ihn hänselt und mit üblen Streichen demütigt.

---

BFS | Samstag, 09.08.2008 | 02:30 Uhr
1:1 (Eins zu Eins)
En Til En
Dänemark 2006

Romeo und Julia im Kopenhagener Vorort Brøndby: Mie, die Tochter einer Sozialarbeiterin, und der Palästinenser Shadi lieben sich, doch ihr junges Glück wird jäh gestört, als Mies Bruder brutal zusammengeschlagen wird.

---

BFS | Samstag, 09.08.2008 | 21:50 Uhr
Der schönste Tag
Den store dag
Dänemark 2005

Ein ebenso romantisches wie perfekt organisiertes Hochzeitsfest bieten die Freunde Anne, Jesper und Lars Heiratswilligen mit ihrer neu gegründeten Agentur "Der schönste Tag".

---

Szene Null Bock auf LandluftBFS | Freitag, 15.08.2008 | 08:50 Uhr
Null Bock auf Landluft
Dänemark/Schweden 2001

Null Bock auf Landluft haben die beiden temperamentvollen Schwestern Lone (9) und Anjelica (11): Fremde Gerüche, sich im Schlamm wälzende Schweine, ein Plumpsklo und Fliegen in der Küche sind nicht gerade das, was sie sich für ihre Sommerferien...

6.2 Der NORDEN im Radio

Deutschlandfunk | 23.08.2008 · 20:05 Uhr
Eine Nacht im schwedischen Sommer
Von Erland Josephson
Hörspiel

Dreharbeiten auf Gotland. Der Filmregisseur sucht nach dem richtigen Moment für die Aufnahme. Für Schauspieler und Filmteam bedeutet das Warten, langes Warten. In der idyllischen Sommernacht brechen Konflikte auf: Die Arbeit mit dem großen russischen Regisseur Andrej Tarkowskij, dessen Sprache niemand in dem Team spricht, ist auch die Begegnung unterschiedlicher Kulturen.

Das Hörspiel über die Dreharbeiten zu seinem letzten Film "Opfer", in dem Erland Josephson die Hauptrolle spielte (1985), wurde mit dem "Nordischen Hörspielpreis" ausgezeichnet.

---


Deutschlandradio Kultur | 27.08.2008 | 00:05 Uhr
So Long, Marianne
Leonard Cohens norwegische Jugendliebe
Von Kari Hesthamar

1960 trafen sie sich auf der griechischen Insel Hydra. Für Leonard Cohen war sie die schönste Frau: die Norwegerin Marianne Ihlen. Bis Ende der 1960er Jahre waren die beiden ein Paar. Cohen widmete ihr seinen Gedichtband "Flowers to Hitler", ließ sich von ihr zu Texten und Songs inspirieren.

Marianne hat vorher nie über ihr Leben mit dem kanadischen Sänger gesprochen. Kari Hesthamar gibt sie Auskunft. Als die Autorin auch Cohen besucht, behauptet er, sich nicht mehr erinnern zu können. Er gebe kaum noch Interviews, doch dann spricht er über die Liebe, erinnert sich an Marianne und ruft sich einige der Songs ins Gedächtnis zurück, die ihn weltberühmt machten.

---

Deutschlandradio Kultur | 31.08.2008 | 14:05 Uhr
Ronja Räubertochter
Von Waltraud Lewin nach dem Kinderbuch von Astrid Lindgren
Hörspiel

Ronja lebt glücklich unter Räubern und gehört nur sich selbst. Sie hütet sich, in den Höllenschlund zu fallen, sie überspringt ihn mit Birk Borkason um die Wette. Eigentlich müssten beide Todfeinde sein, denn ihre Räuberbanden sind es auch.

Sie aber werden wie Bruder und Schwester. Einer hält es ohne den anderen nicht aus. So trennen sie sich von ihren Räuberfamilien. Zu zweit in der Bärenhöhle, in der wilden Natur, unter Graugnomen und Wilddruden lernen sie, mit Leben und Tod zurechtzukommen. (Ab 7 Jahre)

[nach oben]

7 KULTURNOTIZEN aus dem NORDEN

DK: Von Trier bekommt Geld aus NRW

Neben der Förderung des Dänischen Filminstituts unterstützt die Filmstiftung von Nordrhein-Westfalen den neuen Film von Lars von Trier. 900.000 Euro kommen aus Deutschland. Die internationale Koproduktion, die in Zusammenarbeit mit dem Kölner Zentropa-Studio entsteht, hat außerdem französische und italienische Koproduzenten. Voraussichtlich im Spätsommer inszeniert von Trier sein neues Kinoprojekt „Antichrist“. 25 von 35 Drehtagen sind in NRW. Der Film beschäftigt sich mit einem Ehepaar, das den Tod des dreijährigen Sohnes verkraften muss. Die Mutter verfällt aufgrund von Schuldgefühlen in eine lähmende Angstneurose. Der Vater, ein erfahrener Psychologe, scheint den Tod des einzigen Kindes leichter zu verkraften. Um seiner Frau zu helfen, fährt er mit ihr in eine einsame Blockhütte, die in einem alten Wald liegt. Das therapeutische Experiment startet erfolgversprechend. Allerdings wendet sich bald die Situation und immer beunruhigendere Ereignisse spielen sich in der Einöde ab. An der Geschichte mitgearbeitet hat Anders Thomas Jensen, der einer der produktivsten Drehbuchautoren Dänemarks ist. (Quelle: Filmstiftung NRW/Politiken)

SE: Weltrekord - 64 Stunden Jazz

Über 160 Musiker nahmen am Stockholm Jazzathon teil, der insgesamt 64 Stunden, 35 Minuten und 25 Sekunden dauerte. Mit der Marathon-Aufführung sei der bisherige Weltrekord in Jazz-Improvisation von 48 Stunden und zehn Minuten gebrochen. Am Ende hätten sogar die Tontechniker begonnen zu musizieren, sagte der Leiter des Stockholmer Jazz Festivals, Bosse Person, der schwedischen Tageszeitung „Dagens Nyheter“. Das "Guinness Buch der Rekorde" muss den Rekord aber noch anerkennen. Das Stockolm Jazz Festival läuft vom 16. bis zum 19. Juli. (Quelle: Dagens Nyheter)

DK/GB: Lego – bitte gerne

Eine Umfrage in Großbritannien hat ergeben, dass „Lego“ unter den Erwachsenen des Landes das mit souveränem Abstand populärste Spielzeug ist. 56 Prozent von 1000 Personen über 16 Jahren stimmten für die berühmten Bausteine aus Dänemark. Lego sei das Spielzeug, mit dem die meisten erwachsenen Briten Freude hätten – egal ob Mann oder Frau. (Quelle: Daily Telegraph)

BALT: Very Unhappy

Die Balten zählen zu den unglücklichsten Menschen der Welt. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer soziologischen Studie der „World Values Survey” (WVS). Danach belegen Estland, Lettland und Litauen jeweils Rang 84 bis 86 und sind damit beinahe Schlusslicht der internationalen Untersuchung. Insgesamt 97 Länder, in denen 90 Prozent der Weltbevölkerung leben, wurden von den Soziologen unter die Lupe genommen. Das allgemeine Glücksgefühl unter den Bewohnern der baltischen Staaten habe sich seit den 1990er Jahren drastisch verringert. (Quelle: Baltic Times)

DK: Dänische Musiker mit Rekordgagen

Für Konzerte bekommen dänische Musiker derzeit enorme Honorare. Das sagen die Festivalveranstalter Dänemarks. Sie sprechen davon, dass sich die Gagen der Musiker innerhalb von zehn Jahren nahezu verdoppelt hätten. Zwischen 200 000 und 600 000 Kronen liege zum Beispiel das Honorar für Künstler, die auf größeren dänischen Festivals auftreten. Gleichzeitig stiegen auch die Preise für Festivaltickets. Für die Musiker lohnten sich Konzertauftritte mittlerweile mehr als Plattenverkäufe. (Quelle: Politiken)

DE/LT: Erster Binationaler Studiengang für Baltistik

Ab Herbst bietet die Greifswalder Ernst-Moritz-Arndt-Universität den neuen Studiengang „Baltische Regionalstudien“ an. Es ist der einzige Masterstudiengang für Baltistik in Deutschland. Während des zweijährigen Studiums wird Regional- und Landeskunde mit einer sprach- und kulturwissenschaftlichen Ausbildung verbunden. Studienorte sind Greifswald und Vilnius (Litauen). „Der binationale Studiengang ist stark gegenwartsbezogen und sozialwissenschaftlich orientiert. Die Studenten haben den Vorteil, in Greifswald als auch in der litauischen Landeshauptstadt in kleinen Studiengruppen arbeiten zu können“, so der Direktor des Instituts für Fremdsprachliche Philologien und Lehrstuhlinhaber für Baltistik, Prof. Stephan Kessler. Der Aufenthalt der deutschen Studenten an der Universität Vilnius wird vom DAAD finanziell gefördert. Die Universität Vilnius wurde 1579 gegründet und ist eine der größten Universitäten Ost- und Mitteleuropas. Dort studieren 23.200 Studenten an 12 Fakultäten. Sie ist Partneruniversität der Universität Greifswald. Weitere Informationen: www.baltistik.uni-greifswald.de

DK: Älteste Buchhandlung Kopenhagens von Schließung bedroht

Ein Stück dänischer Kulturgeschichte könnte verschwinden, wenn sich kein Käufer für C.A. Reitzels Boghandel og Forlag findet, titelt die Tageszeitung Politiken. Der Verlag existiert bereits seit 1819, als sich C.F. Reitzel als Universitätsbuchhändler in Kopenhagen niederließ. Verlegt wurden im Einklang mit der Spezialisierung auf Philosophie, Kulturgeschichte und Literatur u.a. die Werke von Søren Kierkegaard, Johan Ludwig Heiberg oder Nikolai Frederik Severin Grundtvig. Auch wenn in diesen Tagen der Schlussverkauf läuft, hat der Eigentümer Svend Olufsen die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Wenn sich kein Käufer für die Buchhandlung findet, so hofft er, dass zumindest der Verlag von einem größeren Verlagshaus übernommen wird. (Quelle: Politiken)

DK: Gourmet-Essen für 375 Kronen

Im Rahmen des Gourmetfestivals "Madfestival Copenhagen Cooking" bieten sechs von Dänemarks Top-Restaurants Menues nicht umsonst, aber umgerechnet für einen Apfel und ein Ei an. "Taste Copenhagen" ist eine Aktion des jährlichen Gourmetfestivals, das dieses Jahr vom 22.-31. August stattfindet und während dessen auch Kochschulen und Wettbewerbe angeboten werden. Zu den sechs Restaurants mit Michelin-Sternen, die ihre Menues preisgünstig anbieten gehören das bekannte Noma, Kiin-Kiin, Ensemble, The Dining Room, Restaurationen und Salt. Restkarten für die Teilnahme werden am Freitag, den 15. August um 10.00 Uhr im Internet angeboten auf www.bilettnet.dk. (Quelle: Politiken)

DK: Busse in Lemvig werden gratis

Ein ungewöhnliches Verkehrsprojekt startet die westjütländische Kommune Lemvig. Die Einwohner der Stadt können künftig gratis mit dem Bus fahren. Eingespart würden die für den Verkauf der Tickets und Jahreskarten anfallenden Verwaltungskosten. Und das wiederum gleiche sich mit den ausbleibenden Einnahmen aus dem Nahverkehr aus. Ob sich der Versuch für den Haushalt der Kommune dauerhaft rechnet, soll sich nach einem Jahr zeigen. (Quelle: Information)


[nach oben]

Mit besten Grüßen,
KULTURHUS BERLIN und Förderverein des Kulturhus Berlin e.V.

Dieser Newsletter informiert in regelmäßigen Abständen über Veranstaltungen und Aktivitäten des Kulturhus Berlin e.V. Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der Informationen.

Wollen Sie diesen Newsletter abbestellen, schicken Sie uns bitte eine kurze Mail an
newsletterATkulturhus-berlin.de.

---

KULTURHUS BERLIN wird unterstützt vom Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin, dem Finnland-Institut in Deutschland und der SEB Bank.

---

Werden Sie Mitglied im Förderverein und nutzen Sie die Vorteile eines besseren nordeuropäischen Kultur- und Wissensangebotes in Berlin! Informationen zum Förderverein unter
www.kulturhus-berlin.de/wir/wir.htm