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Berlin, Februar 2008

Liebe Freunde und Freundinnen des KULTURHUS BERLIN,

Februar, das bedeutet Film. Denn auch in diesem Jahr zeigt die Berlinale eine Reihe skandinavischer Filme, baltischer und auch polnischer Produktionen.

KULTURHUS BERLIN stellt Ihnen die Produktionen aus dem Norden vor, die auf dem größten Filmfest hierzulande zu sehen sind, und wir empfehlen außerdem zwei neue deutsche Kinofilme, die nach Norwegen und ins Baltikum blicken.

Um das "isländische Filmwunder" geht es nicht nur in der neuen Ausstellung im Felleshus, sondern auch in "Á köldum klaka" - einem fabelhaften Film aus Island, den wir Ihnen am 13. Februar im Felleshus präsentieren. Aus Schweden kommt ein Film, der 2006 zum Kinoerfolg ganz Nordeuropas wurde: "Zozo" – in Berlin erstmals im Original am 27. Februar im NORDISCHEN FILMKLUB zu sehen.

Was die vier finnischen Musiker von "Sväng" mit der Mundharmonika können, zeigen sie am 24. Februar in Berlin. KULTURHUS BERLIN lädt Sie ein zu diesem Konzert, das alles andere als brav und akademisch werden wird, und verlost hierfür 2 x 2 Freikarten.

Und: Von den vielen Möglichkeiten, nordeuropäische Sprachen in Berlin zu lernen, erfahren Sie wieder ab Mitte Februar auf unserer Internetseite
www.kulturhus-berlin.de.

Viel Spaß!
Ihr KULTURHUS BERLIN

 

Inhalt

1 KULTURHUS BERLIN lädt ein: Schwedischer Kinoerfolg und Island-Witz im NORDISCHEN FILMKLUB

2 VERLOSUNG: Finnische Mundharmonika mal anders

3 REZENSION: Ein beinahe enttäuschendes Hörbuch – Michels Streiche erzählt von Robert Stadlober

4 VERANSTALTUNGSHINWEISE und BERLINALE

5 DER NORDEN IM TV

6 KULTURNOTIZEN aus dem Norden

 

1 KULTURHUS BERLIN lädt ein: Schwedischer Kinoerfolg und Island-Witz im NORDISCHEN FILMKLUB

"Zozo" war 2006 der erfolgreichste Kinofilm Nordeuropas. Der schwedische Film ist am 27. Februar im Felleshus der Nordischen Botschaften zu sehen. Zuvor läuft am 13. Februar mit "Á köldum klaka/Cold fever" eine Komödie aus Island, beide Filme wie immer im Original und mit englischen Untertiteln.

13.02.2008 | 19:00
Á köldum klaka (Cold fever)
IS 1995 | R: Friðrik Þór Friðriksson | 85 Min. | OmeU
Masatoshi Nagase, Lili Taylor, Fisher Stevens

SzeneZwei Wochen Wärme, zwei Wochen Hawai. Der erfolgreiche japanische Geschäftsmann Hirata ist schon fast im Flugzeug, als sein Großvater aus dem fernen Island anruft: Hirata soll kommen. Er soll an einer traditionellen Familienzeremonie teilnehmen. Aus der Reise nach Hawai wird eine Reise in das winterliche, kalte Land, in dem mehr Schafe als Menschen leben. Hirata aber lernt in Island kuriose Menschen kennen und macht Entdeckungen, die sein ganzes Leben verändern. Skurriler Witz und eine atemberaubende Cinematografie stecken in der faszinierenden Komödie aus Island. Die Hauptrolle wird von Japans beliebtestem Schauspieler und Rockstar Masatoshi Nagase gespielt.

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27.02.2008 | 19:00
Zozo (Zozo)
S 2005 | R: Jozef Fares | 100 Min. | OmeU
Imad Creidi, Antoniette Turk, Viktor Axelsson, Elias Gergi, Yasmine Awad, Carmen Lebbos, Charbel Iskandar, Jad Stephan

SzeneSeine größte Hoffnung ist – Schweden. Das unbekannte Land, in das seine Großeltern schon vor langer Zeit flohen. Der zwölfjährige Zozo lebt allein in Beirut inmitten des Bürgerkriegs, nachdem seine Eltern bei einem Bombenangriff ums Leben kamen. Zozos Leben geht weiter, und schließlich kommt er in dieses fremde Land, in den Norden. Der anrührende, mit trockenem Humor gedrehte Film von Jozef Fares, der selbst aus dem Libanon stammt und zu Schwedens besten zeitgenössischen Regisseuren zählt, gewann 2006 den Nordic Council Film Prize.

Das komplette Programm finden Sie auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de

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2 VERLOSUNG: Finnische Mundharmonika mal anders

Polska, Tango, Blues – Sväng, das außergewöhnliche Mundharmonika-Quartett aus Finnland tritt am 24. Februar im Kesselhaus der Kulturbrauerei auf. (Mehr dazu finden Sie in den Programmtipps.)

KULTURHUS BERLIN verlost für das Konzert

2 x 2 Freikarten

Es gewinnen die ersten beiden richtigen Antworten auf unsere Frage: Wie nennt man die Technik, wenn beim Mundharmonikaspielen, vor allem bei der Blues-Harp, die Töne "heruntergezogen" werden?

Ihre Antwort schicken Sie uns bis zum 6. Februar an infoATkulturhus-berlin.de (Bitte geben Sie unbedingt Ihre Telefonnummer an).

Viel Glück wünscht KULTURHUS BERLIN!

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3 REZENSION: Ein beinahe enttäuschendes Hörbuch – Michels Streiche erzählt von Robert Stadlober

In einer neuen Hörbuchreihe des Oetinger Verlags leihen vier der beliebtesten deutschen Schauspieler Astrid Lindgrens Figuren ihre Stimmen. Heike Makatsch, Oliver Korittke, Anna Thalbach und Robert Stadlober lesen die Geschichten vom stärksten Mädchen der Welt, dem besten Kunstflieger, dem schwedisch-schönen Dorf Bullerbü und dem liebsten Lausejungen von Katthult – Michel.

Als mir das Hörbuch zu Michels Abenteuern in die Hände fällt, wirkt das Cover auf den ersten Blick vielversprechend: Der blonde Robert Stadlober schaut mir keck entgegen, und ich bin überzeugt, dass er dem frech-liebenswürdigen Charakter Michels gerecht werden kann ...

Lesen Sie die gesamte Rezension von Kathrin Friedrich in der Rubrik "Rezensionen" auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de/kultur/kultur.htm

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4 VERANSTALTUNGSHINWEISE und BERLINALE

4.1 Filme aus dem Norden auf der Berlinale

Auf dem 58. Berliner Filmfestival vom 7. bis 17. Februar werden aus Nordeuropa vor allem schwedische und dänische Filme vertreten sein. KULTURHUS BERLIN gibt Ihnen einen Überblick über das diesjährige Programm.

In der Sektion "Berlinale Special" läuft die schwedisch-dänische Koproduktion "Himlens hjärta" (Heaven's heart) von Simon Staho, ein Seitensprungdrama mit Mikael Persbrandt, Lena Endre, Maria Lundqvist und Jakob Eklund. Im "Forum" nimmt Josef Fares "Leo" teil, ein Film über unmotivierte Gewalt und ihre Folgen, in dem der Regisseur auch Hauptdarsteller ist. Josef Fares ist in Deutschland durch Filme wie "Jalla Jalla" und "Kops" bekannt.

In der Wettbewerbssektion "Berlinale Shorts" ist Tora Martens "Tommy" über einen Balletttänzer in Kuba vertreten. In der Sektion "Generation" nehmen Amanda Adolfssons Kurzfilm "Myskväll" (Spending the Night) über die Nacht zweier Teenager, deren Eltern ausgegangen sind und "Min morbror tyckte mycket om gult" (My Uncle Loved the Colour Yellow) von Mats Olof Olsson teil. "Ciao Bella" von Mani Maserrat-Agah wird in der Sektion "Generation 14plus" gezeigt, wo auch die dänischen Filme "Fighter" von Natasha Arthy und "To verdener" (Worlds Apart) von Niels Arden Oplev laufen.

Weitere dänische Beiträge sind: der Zeichentrickfilm "Cykelmyggen og Dansemyggen" (A Tale of Two Mozzies) von Jannik Hastrup & Flemming Quist Møller, "Berlin Hair Today" von Ole Bendtzen läuft im Berlin-Wettbewerb und "Det som ingen ved" (What No One Knows) von Søren Kragh-Jacobsen im Panorama Special. Die Retrospective zeigt den 1922 gedrehten dänischen Film "Love One Another / Die Gezeichneten" von Carl Th. Dreyer.

Als erster finnischer Film im Hauptwettbewerb seit 18 Jahren tritt in diesem Jahr der Film "Musta jää" (Black Ice) des finnischen Regisseurs Petri Kotwica an. Ein Psycho-Dreiecksdrama, in dem zwei starke Frauen in ihrem Kampf um denselben Mann aneinander geraten. Auch der Kurzfilm "Firewood" (13 Min.) von Miikka Leskinen läuft in diesem Jahr im offiziellen Programm der Berliner Filmfestspiele, und zwar im Wettbewerb Generation 14plus.

In "Global Mobile - Food: Wanted" spielen Mani Magnusson und Gudni Pall Saemundsson aus Island die Hauptrollen. Aus Polen kommen "Kizi Mizi" von Mariusz Wilczynski und "Katyn" von Oscar-Preisträger Andrzej Wajda, der bereits dreimal im Berlinale-Wettbewerb vertreten war und 2006 mit dem Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Der Film thematisiert das lang tabuisierte Massaker an tausenden polnischen Kriegsgefangenen durch den sowjetischen Geheimdienst 1940.

Lettland präsentiert den Kurzfilm "Jauna Suga” (The New Species/Eine neue Art) von Evalds Lacis.

"Titanics ti liv" (Die zehn Leben der Titanic) ist der einzige norwegische Beitrag. Der Kinderfilm von Grethe Bøe wird im Programm Generation KPlus zusammen mit weiteren Kinderfilmen aus aller Welt laufen.

Alle Termine finden Sie auf www.berlinale.de.

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4.2 Für Kinder

So. 10.02. | 15.30 Uhr | Astrid-Lindgren-Bühne im FEZ
Pippi geht in den Zirkus
Kinder- und Jugendballett "Pas de trois" e.V.

An einem Spielevormittag mit Annika, Tommy und Herrn Nilsson kündigt sich über das Radio ein ganz besonderer Zirkus an. Der weltberühmte Zirkus POM-PI-NELLI kommt in die Stadt. Das lässt sich Pippilotta Langstrumpf nicht entgehen. Sie wird als Ehrengast mit ihren Freunden begrüßt und muss am Programm unbedingt teilnehmen.

Astrid-Lindgren-Bühne, ab 3 Jahre, 60 Minuten, Ticket: 3,– EUR

Ort:
FEZ-Berlin
Kinder-, Jugend- und Familienzentrum
An der Wuhlheide 197
12459 Berlin

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4.3 Musik

24.02. | 21 Uhr | Kesselhaus, Kulturbrauerei
Sväng – Mundharmonika aus Finnland

SzeneSväng – Das außergewöhnliche Mundharmonika-Quartett aus Finnland. In ihrer Heimat gelten sie als Shooting-Stars. In Deutschland werden sie noch als Geheimtipp gehandelt, ihre Auftritte hierzulande reißen das Publikum jedoch so mit, dass die Fangemeinde stetig wächst. Wen wundert's, denn der vierkehlige Chor aus tiefer Bass-, Akkord- und zwei Sopran-Mundharmonikas (diatonische ebenso wie chromatische Modelle) swingt zauberhaft und spieltechnisch höchst kompetent.

Das Mundharmonika-Quartett hat es auf diesen für Finnland zwar typischen, jedoch nicht häufig genutzten Instrumenten zu solcher Meisterschaft gebracht, dass man seinen Polkas und Tangos nur genauso gebannt wie verzückt lauschen kann.

Nordische Tanzgrooves, slawische Melancholie, Ragtime, Blues und Balkanrhythmen, schwedische Polskas und samische Joiken – als das fließt in das "atemberaubende" Musikerlebnis ein, das die vier Herren bieten. Drei von ihnen entstammen der renommierten Sibelius Akademie und verkörpern dennoch das hundertprozentige Gegenteil von Akademismus. Und mit Pasi Leino haben Sväng einen wirklichen Veteranen der berühmten finnischen Mundharmonika-Orchester-Tradition in ihren Reihen.

Kesselhaus, Kulturbrauerei
Knaackstraße 97 / Sredzkistraße 1
Berlin-Prenzlauer Berg

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4.4 Film

PlakatHolunderblüte

Der neue Film von Volker Koepp: Mit HOLUNDERBLÜTE kehrt Koepp in die Landschaft des ehemaligen Ostpreußens zurück. Der Film registriert die politischen und sozialen Veränderungen, die Verelendung der Menschen nach dem Zusammenbruch der landwirtschaftlichen Strukturen, die Entvölkerung der Dörfer und Zersplitterung der Familien – aber er zeigt auch eine Landschaft, die für Kinder ein riesiger Abenteuerspielplatz ist. Sie erzählen in diesem Film von ihrem Leben, ihren Wünschen und Träumen. Kinder, die häufig ohne die Eltern aufwachsen, die die Verantwortung für sich und ihre Geschwister übernehmen, die von Alkoholismus und Gewalt ebenso selbstverständlich erzählen wie von Freundschaft und Liebe. Kinder, die sich die Natur spielerisch und kreativ aneignen, die mit Lebenslust und Witz eine kindliche Gegenwelt entwerfen, in der ihre Hoffnungen und Sehnsüchte aufgehoben sind. Der Film begleitet die Kinder des Kaliningrader Gebiets ein Jahr lang durch den Kreislauf der Jahreszeiten und bleibt dabei konsequent in ihrer Perspektive.

In Berlin zu sehen:
Hackesche Höfe Filmtheater, fsk am Oranienplatz, Kino Krokodil

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SzenenfotoDer Letzte macht das Licht aus

Für Silvio, Norbert und Micha, drei Männer vom Bau, ist Norwegen die letzte Chance, an einen Job zu kommen. Aber was wird aus der Freundin, die zurückbleibt. Der Familie, die nicht mitkommen will? Und was ist, wenn man sich kurz vorm Auswandern verliebt? "Der Letzte macht das Licht aus!" ist eine Komödie über Männer, die in ihrer Heimat nicht mehr gebraucht werden. Und Frauen, die damit fertig werden müssen. Der Film ist für den Adolf Grimme Preis nominiert.

Mehr zum Film: www.roispictures.de

In Berlin zu sehen:
Central (Hackescher Markt) 19.30Uhr, Moviemento (Kreuzberg) 21.15 Uhr und 23 Uhr

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4.5 Theater

18.02. | 20 Uhr | Maxim Gorki Theater
Fräulein Smillas Gespür für Schnee
Von Peter Høeg. Dramatisiert von Armin Petras und Juliane Koepp

SzeneEin sechsjähriger Junge stürzt vom Dach eines Wohnhauses in Kopenhagen. Für die Behörden ist es ein Unfall. Allein die arbeitslose Naturwissenschaftlerin Smilla Jaspersen, Tochter einer Inuit und eines dänischen Arztes, erkennt, dass dieser Sturz kein Unglück, sondern ein Verbrechen war. Sie begibt sich auf die Suche nach Jesajas Mörder. Ihre Nachforschungen ergeben eine Verbindung zwischen dem Tod des Jungen und zwielichtigen Expeditionen ins ewige Eis. Die privaten kriminalistischen Ermittlungen werden für Smilla zum Anlass, sich ihrer eigenen Entwurzelung zu stellen. Mit ihren Erinnerungen an Jesaja, der wie sie aus Grönland stammte, kehren Bilder ihrer Kindheit zurück – und ihr Gespür für Schnee, das sie verlor, als sie aus der Welt der Inuit herausgerissen wurde, um in Kopenhagen ein neues Leben zu beginnen. Peter Høegs Roman aus dem Jahr 1992 avancierte zum internationalen Bestseller. Die Inszenierung bringt die Geschichte über Mord, Freundschaft, Verrat, Einsamkeit und eine Umweltkatastrophe mit zwei Schauspielern auf die Bühne.

Maxim Gorki Theater
Am Festungsgraben 2
10117 Berlin

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4.6 Vortrag

7.2. | 18 Uhr | Finnland-Institut
Die Finnlandschweden – eine selbstbewusste Minderheit
Botschaftsrätin Cita Högnabba, Botschaft von Finnland, Berlin

Cita Högnabba ist nicht nur dank ihrer Wurzeln – sie wurde auf den Åland-Inseln geboren und wuchs im südfinnischen Ekenäs auf – eine exzellente Kennerin der finnlandschwedischen Szene: Sie absolvierte die Journalistenschule in Helsinki und war mehrere Jahre lang Korrespondentin des schwedischen Programms des Finnischen Rundfunks YLE in Stockholm und Berlin. Ihr Vortrag gibt einen Überblick über die Geschichte der schwedischsprachigen Minderheit sowie über deren aktuelle politische und kulturelle Befindlichkeiten.

Deutsch-Schwedische Gesellschaft Berlin e.V. und
Finnland-Institut
Georgenstr. 24 (1.OG)
10117 Berlin

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4.7 Literatur

14. Februar | 20 Uhr | Literaturwerkstatt Berlin
Dänische Experimente
In Lesung und Gespräch Merete Pryds Helle Autorin, Kopenhagen Morten Søndergaard Autor, Kopenhagen Moderation Uljana Wolf Autorin, Berlin

Neue und besondere Texte, sprachliche Experimente aus unserem Nachbarland im Norden und zwei hierzulande noch wenig bekannte Autoren stehen im Zentrum des Abends.

"wasserpest" von Merete Pryds Helle (*1965) in der Übersetzung von Roland Hoffmann erzählt von einem jungen Paar, das sich auf eine Ballonfahrt begibt und im Dunkeln bei einem einsam gelegenen Haus landet. Die umliegende Landschaft ist unerklärbaren Veränderungen unterworfen. Helle schreibt dichte, lyrische Textgewebe, wie eine Wissenschaftlerin passt sie ihre Figuren in Versuchsanordnungen ein und registriert minutiös die Ergebnisse.

Morten Søndergaard (*1964) schreibt Lyrik und Prosa. Es ist das Experiment mit der Sprache, das ihn interessiert. Er baut Tests auf, beobachtet und notiert. Die Resultate sind dabei nicht im Voraus festgelegt. Ganz besonders gilt dies für seinen dritten Gedichtband "bienen sterben im schlaf" (1998, dt. 2007, Übersetzung Roland Hoffmann).

Eintritt: 5 EUR/erm. 3 EUR – Karten an der Abendkasse

Literaturwerkstatt Berlin
Knaackstr. 97
10435 Berlin

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13. Februar | 20 Uhr | Literaturwerkstatt Berlin
Übersetzer packen aus
Schein oder Nicht-sein? Wenn Übersetzer für die Galerie spielen

Mit Frank Günther und Hinrich Schmidt-Henkel

Zwei der versiertesten Dramenübersetzer deutscher Sprache, die beide Erfahrung mit Klassikern haben. Während sich Günther seit Jahren ausschließlich auf Shakespeare konzentriert, übersetzt Schmidt-Henkel nicht nur Bühnentexte, sondern Literatur unterschiedlicher Genres aus drei Sprachen, darunter Norwegisch.

Eintritt: 5 EUR/erm. 3 EUR – Karten an der Abendkasse

Literaturwerkstatt Berlin
Knaackstr. 97
10435 Berlin

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4.8 Ausstellung

15.02. bis 23.03. | täglich ab 10 bis 19 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften
ISLAND::FILM

FilmszeneMit Gründung des Icelandic Film Fund, dem heutigen Icelandic Film Centre in Reykjavik im Jahre 1979, begann zugleich das so genannte "isländische Filmwunder": eine in ihrer Quantität und Besonderheit überraschende Filmproduktion, die spätestens seit Ende der 1990er Jahre auch internationale Aufmerksamkeit erregt.

Es ist die Art der Beobachtung bizarrer Vorfälle, das sich vermittelnde Lebensgefühl, die Liebe zu schrägen Protagonisten, der Kontrast zwischen städtischem und ländlichem Leben in einer für uns befremdlichen Natur, welche die Filme besonders und manchmal fast surreal erscheinen lässt.

Mit der Ausstellung ISLAND::FILM wird erstmals die Entwicklung des isländischen Filmschaffens von ihren Anfängen um das Jahr 1904 bis heute in einer chronologischen multimedialen Visualisierung nachgezeichnet. In die Ausstellungsarchitektur eingegliederte 'Film-Inseln' bieten die Möglichkeit, sich in die Bereiche Spielfilm, Literaturverfilmung, Kurzfilm und Dokumentation zu vertiefen. Unter dem Titel Eyesland wird auch fünf Tagen im März ein breites Spektrum des aktuellen wie historischen isländischen Filmschaffens präsentiert.

14./17./18./19. und 21. März jeweils von 10.00-23.00 Uhr
Film-Retrospektive EYESLAND

Nordische Botschaften Felleshus
Rauchstraße 1
10787 Berlin
www.botschaft-island.de

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5 Der NORDEN im TV

Der Februar bietet wieder eine große Auswahl an Spiel- und Dokumentarfilmen aus dem Norden: Zahlreiche Mankell-Krimis werden aus Anlass des 60. Geburtstages des Autors gesendet. Der Hessische Rundfunk zeigt skandinavische Spielfilme. In unserem Newsletter finden Sie ein paar Tipps – das komplette Fernsehprogramm können Sie in der Rubrik "Seh- und Hörtipps: Funk" auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de lesen.

SWR | Mittwoch, 06.02.2008 | 23:00 Uhr
URO

Seit kurzem ist Hans Petter, von allen nur HP genannt, Mitglied bei URO, der Osloer Drogenfahndung.

Als Zivilfahnder eingesetzt, findet der hoch motivierte Mittzwanziger schnell Anschluss in der Drogenszene. Über Mette, eine Freundin aus Kindertagen, gewinnt er das Vertrauen des Dealers Marco. Über ihn gerät er an den Lieferanten der Drogen, den Drogenboss Frank. Um seine Tarnung nicht zu gefährden, wird HP selbst zum Drogenhändler und Schläger. Immer tiefer gerät er in das kriminelle Milieu, ohne seine Vorgesetzten, besonders seinen Chef Makker, davon in Kenntnis zu setzen. Doch die Gratwanderung wird für den jungen Polizisten immer gefährlicher, und HP fürchtet den Moment, an dem er sich für eine Seite entscheiden muss.

In Ranglisten der Städte mit der höchsten Lebensqualität in der Welt belegt die norwegische Hauptstadt Oslo regelmäßig Spitzenplätze. Doch Oslo liegt auch in der Statistik der Drogentoten ganz vorne, die an einer Überdosis sterben. In diese dunklen Ecken der Stadt dringt "URO" vor: ein spannender, realistischer Polizei-Thriller aus Norwegen. Der Debütfilm von Regisseur Stefan Faldbakken ist hart, voller Energie und mit den dokumentarisch anmutenden Bildern von Kameramann John Andreas Andersen durchweg realistisch. "URO" läuft als deutsche TV-Premiere.

MDR | Freitag, 08.02.2008 | 00:00 Uhr
Mankells Wallander - Heimliche Liebschaften (Blodsband)
Schweden / Deutschland 2006

Der brutale Mord an einer Frau führt Kommissar Wallander auf die Spur ihres Liebhabers Micke Pettersson. Dieser lebt mit seiner Frau und seinen Freunden in einer Wohngemeinschaft auf einem Bauernhof.

SWR | Sonntag, 10.02.2008 | 00:00 Uhr
Mein Leben als Hund (Mitt Liv Som Hund)
Schweden 1985

Småland, Südschweden in den späten 50er Jahren: Ingemar ist zwölf Jahre alt und kein Kind mehr. Aber die Erwachsenen behandeln ihn noch genau so – allen voran sein älterer Bruder, der ihn hänselt und mit üblen Streichen demütigt. Zwischen den beiden Brüdern herrscht ein permanenter Krieg, der die kränkelnde Mutter an den Rand des Wahnsinns bringt. Der Vater arbeitet im Ausland und so hat Ingemar niemanden, mit dem er über das reden kann, was ihn wirklich bewegt. Also träumt er vor sich hin, baut sich eine bessere Welt. Als sich der Gesundheitszustand der Mutter weiter verschlechtert, wird Ingemar zu Onkel Gunnar in ein kleines Dorf auf dem Land geschickt. Hier freundet er sich schnell mit allen an und fühlt sich wohl. Es ist fast wie im Paradies für den verschüchterten Jungen, der förmlich aufblüht. Besonders angetan ist er von Saga, einem Mädchen in seinem Alter. Sie ist die Beste im Fußball, unschlagbar im Boxen und für Ingemar überhaupt die Tollste und Hübscheste von allen.

Humorvoll und sensibel schildert der schwedische Regisseur Lasse Hallström die Entwicklungsgeschichte eines heranwachsenden Jungen. Der Film wurde für zwei Oscars nominiert - außergewöhnlich für einen nicht-amerikanischen Film: für Regie und Drehbuch.

hr-fernsehen | Mittwoch, 13.02.2008 | 11:00 Uhr
Fernweh
Baltikum

Estland, Lettland, Litauen, das sind drei Nationen, drei Sprachen und drei Währungen. Dennoch haben ihre Hauptstädte Tallin, Riga und Vilnius eines gemeinsam: Sie gehören zu den am schnellsten wachsenden Tourismuszielen der Welt. Es verwundert nicht, denn das Baltikum ist ein Kulturraum, dessen Hauptstädte fast fünfzig Jahre Kommunismus nahezu unbeschadet überstanden haben. Heute sind sie alle auf der Liste des Weltkulturerbes – fein herausgeputzt, das sozialistische Einheitsgrau mit leuchtend bunter Farbe übertüncht. Doch auch abseits der Städte findet sich Sehenswertes: beschauliche Ostseebäder, eindrucksvolle Ordensburgen, anmutige Flusslandschaften, verschlafene Seen, duftende Kiefernwälder und zahllose Gutshöfe der einst deutsch-baltischen Oberschicht.

RBB | Samstag, 16.02.2008 | 13:00 Uhr
Norwegens wilde Küche
Lofoten - Kabeljau vom Feinsten

Die Lofoten sind eine einzigartige Insellandschaft am Rande der arktischen See. Schroffe, schneebedeckte Bergketten ziehen sich über Hunderte von kleinen Inseln vor der Nordküste Norwegens. Hier im klaren, kalten Wasser sind Norwegens Fanggründe des legendären Lofoten-Kabeljaus, der auch unter dem Namen Skrei bekannt ist. Schon die Wikinger haben ihn sehr geschätzt und führten sogar Kriege um ihn. Fernsehkoch Andreas Viestad nutzt diese spektakuläre Landschaft für seine Kochkünste. Und so kombiniert er den Kabeljau gewohnt unkonventionell: mit Trüffel und Knoblauch-Kartoffelpüree. Preiselbeeren bereichern den Nachtisch: gebackener Apfel mit Vanille und Honig.

3SAT | Dienstag, 19.02.2008 | 22:25 Uhr
Alle Menschen sind frei und gleich ...
Sieben Kurzfilme zum 60. Jahrestag der Menschenrechte
Deutschland / Israel / Polen / USA / RUSSISCHE FÖDERATION / Lettland 2007

Wie steht es um Freiheit und Gleichheit fast 60 Jahre nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte? - Unter dem Titel "Alle Menschen sind frei und gleich ... " starteten der Fonds "Erinnerung und Zukunft" und das Goethe-Institut einen Kurzfilmwettbewerb, der sich an Studenten von Filmhochschulen oder vergleichbaren Ausbildungseinrichtungen in Deutschland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Russland, in der Ukraine, Israel und den USA richtete. Von den drei besten Beiträgen pro Land, die unter den 292 Einreichungen prämiert wurden, zeigt 3sat eine Auswahl in einem besonderen Kurzfilmprogramm.

Mit dem Kurzfilmprogramm "Alle Menschen sind frei und gleich ..." erinnert 3sat an die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen, die sich 2008 zum 60. Mal jährt.

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6 Kulturnotizen aus dem Norden

DK: Mohammed-Karikaturen kommen ins Museum

Die umstrittenen Mohammed-Karikaturen sollen ins Museum. Das bestätigte ein Sprecher des Medienmuseums Odense gegenüber der "Netzzeitung". Danach sollen die im September 2005 von der dänischen Tageszeitung "Jyllands-Posten" veröffentlichten Zeichnungen als Teil einer Ausstellung mit dem Titel "Meinungsfreiheit in Dänemark - 1907 bis heute" gezeigt werden. Dies werde allerdings frühestens Anfang 2009 passieren.

"Muhammeds ansigt" ("Das Gesicht Mohammeds") – unter diesem Titel hatte die dänische Zeitung zum Karikaturenwettstreit aufgerufen. Mohammed mit einer Bombe im Turban, Mohammed als aufsässiger Grundschüler _ diese und andere Motive hatten noch Monate nach ihrer Veröffentlichung in weiten Teilen der islamischen Welt für Massenproteste gesorgt, bei denen mehr als 150 Menschen starben und mehrere dänische Botschaftsgebäude gestürmt oder in Brand gesetzt wurden.

Begründet wurden die Proteste mit der Verletzung des im Islam geltenden Abbildungsverbotes für den Propheten Mohammed. "Jyllands-Posten" dagegen erklärte, sie habe prüfen wollen, wieviel Selbstzensur sich dänische Künstler mit Blick auf den Islam auferlegen würden. Außerdem müssten sich Muslime, wie alle anderen in der Gesellschaft, daran gewöhnen, "verspottet und lächerlich gemacht zu werden". Elf der zwölf Originalzeichnungen sollen nun entweder von der Königlichen Bibliothek oder dem Medienmuseum selbst aufgekauft werden. Die zwölfte wurde schon bei einer Auktion für 15.000 Kronen, etwa 2000 Euro, versteigert.
(Quelle: Netzzeitung)

NO: Kinder von Golzow kommen nach Oslo

Das Norwegische Filminstitut hat die beiden Filmemacher Winfried und Barbara Junge nach Oslo eingeladen, um dort den letzten Teil der Golzow-Reihe "Und wenn sie nicht gestorben sind … Die Kinder von Golzow – Das Ende der unendlichen Geschichte" zu zeigen und an einem Publikumsgespräch teilzunehmen. Der 2006 fertiggestellte Film ist der Abschluss der in der Filmgeschichte als einzigartig geltenden Reihe, die 1961 begann. Bis Februar werden in Oslo im Rahmen der Filmserie "Det andre Tyskland – Filmbilder fra DDR" außerdem filmwissenschaftliche Seminare angeboten und eine Auswahl von DEFA-Filmen gezeigt, darunter der Klassiker "Paul und Paula", aber auch Western und Kinderfilme.
(Quelle: Norwegisches Filminstitut)

SV: Rekord beim Bücherkauf

Die schwedischen Leser kaufen mehr und mehr Bücher. 2007 erwarben die Schweden 4,1 Prozent mehr Bücher als im Jahr zuvor. Dies sei ein neuer Rekord für Schweden, teilte der Schwedische Buchhandel mit. Nie zuvor seien so viele Bücher gekauft worden wie im letzten Jahr. Einen großen Anteil am Verkauf haben mittlerweile die Internetanbieter, 38 Prozent werde über den traditionellen Buchhandel verkauft, 19 Prozent über Buchklubs.
(Quelle: Sveriges Boghandlerforening/Sveriges Forlagsforening)

D/FIN: Deutscher Krimipreis für Matti Rönkä

Matti RönkäNachdem Matti Rönkäs Erstlingskrimi "Der Grenzgänger" (Tappajan näköinen mies) im vergangenen Jahr zum besten skandinavischen Krimi gekürt wurde, gewann das Buch jetzt den dritten Preis in der internationalen Kategorie des Deutschen Krimi Preises 2008. Seit 1985 zeichnet eine Jury aus Krimi-Kritikern, Literaturwissenschaftlern und Krimi-Buchhändlern die besten deutschen und ausländischen Kriminalromane des Jahres aus. Rönkä ist der erste Finne, der mit diesem Preis gewürdigt wurde. Neben seiner literarischen Arbeit ist der Autor als Nachrichtenchef bei den TV-Nachrichten des Finnischen Rundfunks und Fernsehens YLE tätig.
(Quelle: Krimi Archiv Bochum)

DK: Arken wieder geöffnet

Mit zwei Sonderausstellungen eröffnete das dänische Kunstmuseum Arken in Ishøj bei Kopenhagen nach zweijährigen Um- und Ausbauarbeiten seinen neuen Anbau. Auf jetzt 5.000 Quadratmetern und damit verdoppelter Ausstellungsfläche versucht das Museum für Moderne Kunst dabei zum einen eine neue Sicht auf die berühmten Skagenmaler und zeigt insgesamt 97 Werke der berühmten Künstlerkolonie, die um 1900 im hohen Norden des Königreichs lebte und arbeitete. Unter den Ausstellungsstücken sind zahlreiche Gemälde namhafter Künstler wie P.S. Krøyer oder Anna und Michael Ancher, die in Privatbesitz sind oder in ausländischen Museen hängen und noch nie in dieser Konstellation zu sehen waren. Außerdem zeigt Arken 31 Arbeiten des 28jährigen Berliner Künstlers Andreas Golder. Hinzu kommt die neu gestaltete Präsentation der umfassenden Museumssammlung zur Gegenwartskunst, die zu den größten ihrer Art in Dänemark gehört.
(Quelle: Dänische Botschaft)

BALT: Schweizer Verlag startet "Baltische Bibliothek"

Der Schweizer BaltArt Verlag will mit seiner Reihe "Baltische Bibliothek" bedeutende Werke der baltischen Literatur in deutscher Übersetzung sowie Bücher zum Baltikum veröffentlichen und damit dem deutschsprachigen Publikum näherbringen. Mit "Der Wald der Götter" (Dievu miškas) von Balys Sruoga kommt jetzt eines der wichtigsten Werke der litauischen Literatur erstmals auf Deutsch heraus. Den autobiographischen Roman verfasste Sruoga 1945 innerhalb weniger Monate. Er beschreibt darin das Leben und Leiden in einem deutschen Konzentrationslager – in seinem Fall das im KZ Stutthof bei Danzig - mit scharfer Feder, Sarkasmus und viel Galgenhumor.
(Quelle: Baltart.ch)

DK: Jens Smærup Sørensen

Der dänische Schriftsteller Jens Smærup Sørensen erhält den "Goldenen Lorbeer", den Preis der dänischen Buchhändler. Sein in Dänemark 2007 außerordentlich erfolgreiches Buch "Mærkedage" ist außerdem für den Literaturpreis des Nordischen Rates nominiert worden. Im letzten Jahr war Knud Romer für seinen Roman "Den som blinker er bange for døden" von den dänischen Buchhändlern mit dem Lorbeer ausgezeichnet worden.
(Quelle: Danmarks Radio)

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Mit besten Grüßen,
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