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Liebe Freunde und Freundinnen des KULTURHUS BERLIN, der Januar bringt einen Rückblick aufs vergangene Jahr und unsere Einladung für zwei herausragende Filme, mit denen wir im NORDISCHEN FILMKLUB ins neue Jahr starten – beide waren in Deutschland noch nicht auf der Leinwand, sind aber in diesem Monat im Felleshus zu sehen. Am 6. Januar spielt die Deutsch-Skandinavische Jugend-Philharmonie in Berlin das große Abschlusskonzert der 32. Deutsch-Skandinavischen Orchesterwoche. Wir laden Sie ein: KULTURHUS BERLIN verlost 2 x 2 Freikarten hierfür. Nicht gerechnet hatten wir mit der großen Resonanz, die wir auf das in unserem Extra-Weihnachtsnewsletter vorgestellte druckfrische Julesange-Heft erhielten. Unser recht umfänglicher Bestand war bereits nach kurzer Zeit vollständig aufgebraucht. Aber: Wir haben die Hefte für Sie nachbestellt! Und jeder und jede, die es wünschten, erhält ein Julesange-Heft. Die Lieder sind zu Ihnen unterwegs. Das Beste für 2008 wünscht
Inhalt1 Rückblick: KULTURHUS BERLIN im Jahr 2007
1.2 Neues skandinavisches Kino in Berlin: NORDISCHER FILMKLUB 1.3 Die Bildungssysteme Nordeuropas unter die Lupe genommen 1.4 Lesen, lesen, lesen – Literatur aus dem Norden 1.5 Norden im Netz: Mehr als ein Newsletter und die Internetseite von KULTURHUS BERLIN 2 KULTURHUS BERLIN verlost: 2 x 2 Freikarten zur Deutsch-Skandinavischen Jugend-Philharmonie 3 Skispringer und Dogma im NORDISCHEN FILMKLUB 6 Kulturnotizen aus dem Norden
1 Rückblick: KULTURHUS BERLIN im Jahr 20071.1 Für Berliner Kinder und Familien: Zum 100. Geburtstag von Astrid LindgrenVoll bis auf den letzten Platz war das Felleshus der Nordischen Botschaften, in das das KULTURHUS BERLIN am 14. November geladen hatte. Anlass war der Geburtstag der berühmtesten Schwedin: Astrid Lindgren, die an diesem Tag vor 100 Jahren zur Welt gekommen ist. Constanze Gestrich vom KULTURHUS BERLIN sprach über die Kinderbuchautorin aus dem Norden, stellte Stationen ihres Lebens und ihrer Arbeit vor und bekam dafür viel Beifall. Gezeigt und eingespielt wurden Fotografien und Porträtfilme, in denen Astrid Lindgren selbst zu Wort kam, ein Lied nach einer ihrer Geschichten, vertont und interpretiert von Gerhard Schöne sowie der schwedische Film "Gute Nacht, Herr Landstreicher". Zum Mitnehmen gab es schokoladigen Kuchen, schokoladige Schaumküsse und jede Menge Pippi-Langstrumpf-Zubehör. Die Schwedische Botschaft stellte eine rege nachgefragte und schnell vergriffene Astrid-Lindgren-Biografie bereit. Um die wunderbaren Kinderbücher aus Schweden ging es in der Arbeit von KULTURHUS BERLIN das ganze Jubiläumsjahr 2007 über. Mit „Hej Astrid!“ wurde ein umfangreiches Lese- und Ausstellungsprojekt für Berliner Kinder realisiert. Dazu gehörten schwedische Holzhütten als Lese- und Spielorte für Kinder, jede Menge Lindgren-Lesungen mit und ohne Musik, ein Ronja-Räubertochter-Theaterstück, Piratenfeste und Räuberschnitzeljagden.
Das Projekt "Hej Astrid!" wurde gefördert von der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin. Vielen Dank! 1.2 Neues skandinavisches Kino in Berlin: NORDISCHER FILMKLUBAls gemeinsame Veranstaltungsreihe der Nordischen Botschaften und des FV des KULTURHUS BERLIN vor drei Jahren ins Leben gerufen, zeigt der NORDISCHE FILMKLUB regelmäßig schwedische, dänische, finnische, norwegische und isländische Originalfilme. Er ist in Berlin zu einer festen Institution für „Kino aus dem Norden“ geworden. Neu: In der erweiterten Programmreihe 2007/2008 veranstalten wir mittlerweile zwei Filmabende im Monat, was regen Zuspruch unter unseren Gästen fand. Im Frühjahr 2008 wird eine Reihe von Filmen gezeigt, die bislang noch nicht in Deutschland zu sehen waren: Der finnische Film über den Skispringer Matti Nykänen, der neue Elling-Film aus Norwegen, der schwedische Kinoerfolg „Zozo“ und zwei neue dänische Filme, von denen „Die Kunst, im Chor zu weinen“ für den diesjährigen Oscar nominiert ist. Das komplette Programm finden Sie auf unserer Website unter 1.3 Die Bildungssysteme Nordeuropas unter die Lupe genommenNachdem das KULTURHUS BERLIN 2006 eine vielbesuchte Tagung zum Bildungsvergleich initiiert hatte, erschien 2007 zu diesem Thema das erste Buch der neuen Reihe „Perspektive Nordeuropa“ in der Edition Kirchhof und Franke: „Vorbildfunktion vs. Entsorgungspädagogik? Schulpolitik und Bildung in Skandinavien und Deutschland“. Der erste Teil des Buches bietet eine übersichtliche Einführung in die skandinavischen Schulmodelle und die deutsche PISA-Debatte. Im zweiten Teil erörtern BildungsexpertInnen aus Deutschland und Skandinavien verschiedene Aspekte von Schule und Bildung in den einzelnen Ländern. Neugierig geworden? Mehr über den Inhalt erfahren Sie auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de 1.4 Lesen, lesen, lesen – Literatur aus dem NordenAutoren aus Norwegen waren es, die KULTURHUS BERLIN im Jahr 2007 präsentierte. Dag Solstad, Lars Amund Vaage, Anne B. Ragde und Jo Nesbø kamen zu uns nach Berlin und lasen aus ihren neuen Büchern. Ein breites literarisches Spektrum, das durch unsere Literaturveranstaltung „Lesezeichen“ noch ergänzt wurde, mit der KULTURHUS BERLIN aktuelle Bücher aus Nordeuropa vorstellt und diskutiert. Der andere Schwerpunkt waren die vielen einzigartigen Kindergeschichten aus Schweden, um die sich unsere Lesungen und Aktionen für Kinder im Astrid-Lindgren-Jahr 2007 drehten. Und eine Vielzahl von Buchkritiken, Tipps, Empfehlungen und Autoreninterviews veröffentlichte KULTURHUS BERLIN im Newsletter sowie auf der Internetseite www.kulturhus-berlin.de 1.5 NORDEN IM NETZ:
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Arnis Balcus / LV
Algis Griskevicius / LT
Roman Korovin / LV
Peeter Laurits/ EST
Dainius Liskevicius / LT
Ramune Pigagaite /LT, D
Purecultue / LV
Liina Siib / EST
Virgilijus Sonta /LT
Kurator: Thomas Leuner
Als ein „Zeitgefängnis“ hat der Dichter Durs Grünbein das Leben hinter dem Eisernen Vorhang beschrieben und „Baltic Pop“ spürt dem Weg nach, wie baltische Fotokünstler den Auf- und Ausbruch wagen. Dabei steht Pop für „wir sind angekommen“ in der Jugend- und Gegenkultur des Westens, die alles verspricht, was bunt, hip und aufregend ist. „Aber wir nehmen das nicht ernst“, in der Peripherie liegt die Avantgarde und so wird Pingpong mit den erstarrten Fronten der westlichen Fotokunst gespielt, alles wird genutzt, gewendet, gedehnt und als ziemlich lustig befunden. Die 10 Fotokünstler zeigen ein Kaleidoskop von Reflexionen, Ansichten und ironischen Zitaten bekannter Fotokunst, die mit dem authentischem Material baltischer Alltagskultur verwoben werden.
Eröffnung:
Donnerstag, 10. Januar | 19 – 21 Uhr
10. Januar – 01. März 2008
Mi – Sa 14 – 18 Uhr
GIEDRE
BARTELT GALERIE
Linienstr. 161 / Ecke Kleine Hamburger Str.
10115 Berlin
Schreibwettbewerb
Gesucht werden selbstgeschriebene Geschichten, die sich ums Thema Island (und Islandpferde!) drehen: Ob Krimi, Fantasy oder Traumreise – alle Genres sind erlaubt. Als Hauptgewinn winkt ein Flug nach Island, um die Insel im Norden noch besser kennenzulernen.
Eine Geschichte darf maximal 1000 Wörter haben und sollte ausschließlich als Textdatei an
presse(a)islandpferde-brandenburg.de
geschickt werden. Einsendeschluss ist der 31.01.2008. Die zehn schönsten Geschichten werden prämiert mit Reitwochenenden, Reitstunden, Büchern und wertvollen Bildbänden, DVDs und CDs und vielem mehr.
Ab Januar werden in ausgewählten Berliner Buchhandlungen Info-Ecken mit Büchern, Bildbänden und anderen Ideen zu Island und seinen Pferden eingerichtet. Den Schreibwettbewerb für Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 15 Jahren veranstalten der Botschafter der Republik Island und die Berliner Islandpferdefreunde e.V.
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So 13.01., So 20.01., So 27.01. | jeweils 16.00 Uhr | Kulturhaus Mitte,
Salon
Lilla Rosa
Das überaus ereignisreiche schwedische Märchen von der Prinzessin Lilla Rosa, die von ihrer Stiefmutter und deren hässlicher Tochter verstoßen wird, erzählt von Drachen, Prinzen und fliegenden Bäumen. Für diesen Reichtum an Bildern, Orten und originellen Situationen bot sich eine Mischung aus Bildern und szenischem Spiel an. Christine Marx beibt ihrer besonderen Art, mit Requisiten und Kostümen zu spielen, treu; Klaus Nothnagel ergänzt die Märchenerzählung durch seine unverwechselbare amüsante Darstellungskraft und das Spiel auf der chinesischen Blasebalg-Orgel.
Für Kinder ab 5 Jahren.
Eintritt: Erwachsene 5,00 € / Kinder 3,00 €
Kulturhaus Mitte
Auguststraße 21
10117 Berlin
Chronischer Geldmangel treibt Andreas und Zipp durch die Straßen einer norwegischen Kleinstadt. Sie reißen einer jungen Frau die Tasche weg. Deren Kind fällt dabei aus dem Wagen. Die Beute reicht gerade für einen Joint.
Bei einem Einbruch in das Haus der einsamen Irma Funder stürzt Andreas. Bewegungslos bleibt er in ihrem Keller liegen. Von nun an ist er Irma hilflos ausgeliefert. Kommissar Sejer befragt Zipp, erfährt jedoch nichts als Lügen.
Dieses Klangpoem ist das Ergebnis einer mehr als einjährigen Zusammenarbeit des deutschen Klangkünstlers W. P. Menzel mit dem norwegischen Komponisten Ola Moen. Für Menzel hat "My Father, the Sea" einen persönlichen Hintergrund: sein Vater fand im Frühjahr 1945 sein Seemannsgrab an Bord eines deutschen U-Bootes, das durch alliierte Kriegsschiffe versenkt wurde.
Aber über das Biografische hinaus wird der stählerne Körper des U-Boots zur Klangmetapher für die existenzielle Einsamkeit des eingeschlossenen Menschen im Ozean und für unsere heutige fragile Existenz überhaupt.
Weitere Informationen in der Rubrik "Seh- und Hörtipps: Funk"
auf unserer Website
www.kulturhus-berlin.de.
Der norwegische Film Elling bildet den Auftakt zu den Skandinavischen Film-Wochen, in denen das SWR Fernsehen im Januar einen Einblick in die Filmkultur und Lebenskünste der nordeuropäischen Nachbarn gibt. KULTURHUS BERLIN empfiehlt Ihnen diese Filme und viele weitere Sendungen in diesem Monat. Alle Sendetermine finden Sie in der Rubrik "Seh- und Hörtipps: Fernsehen" unter www.kulturhus-berlin.de – einige Tipps aber schon jetzt.
Am 29. Februar 2000 werden Aivar und Ülo Voitka nach jahrelanger Jagd in einer Aufsehen erregenden Polizeiaktion festgenommen. Die Brüder waren als 17- und 18-Jährige in die estnischen Wälder desertiert, verbrachten über 14 Jahre in ihrem Versteck und lebten von Diebstählen und Raubüberfällen. Aivar war zum Zeitpunkt der Festnahme psychisch krank, wurde für unzurechnungsfähig erklärt und befindet sich nach seiner Festnahme in der Psychiatrie. Ülo wurde im Oktober 2000 in Tallin in 21 Anklagepunkten schuldig gesprochen, zu einer knapp dreijährigen Haft verurteilt und vorzeitig entlassen. Seit ihrer Festnahme wird um die Geschichte der Voitka-Brüder ein Heldenmythos gesponnen. Ihr Schicksal wird in Estland von einer Welle der Sympathie begleitet. Im kollektiven Bewusstsein des Landes eroberten sich die Brüder einen Platz an der Seite der baltischen Nationalhelden. Videospiele und eine Rockgruppe tragen ihren Namen und einmal im Jahr gehen die Schulkinder am Voitka-Tag in die estnischen Wälder. Auch die Biografie der Brüder ist bereits geschrieben und zum Bestseller geworden. Die Geschichte der beiden erzählt den Traum zweier junger Männer von der totalen Freiheit und ihrem tragischen Scheitern. Sie beschreibt, auf welche Weise die Medien aus einfachen Kleinkriminellen Volkshelden gemacht haben. Und sie gibt Einblick in die innere Verfassung der estnischen Gesellschaft, die sich am Beginn ihrer staatlichen Unabhängigkeit nach kultureller Identität und nach einem modernen Volksmythos sehnt.
Litauen, das Land an der Memel, ist für die meisten Deutschen ein unbekanntes Land. Dabei verdanken Tausende den Litauern ihr Leben. Damals – nach dem Krieg – als sie 10 oder 12 Jahre alt waren. "Wolfskinder" nannte man sie. Der lange Weg der "Wolfskinder" beginnt in Ostpreußen im Frühjahr 1945. Auch die Geschwister Hagemeister wissen in jenen Tagen nicht, wo ihr Vater steckt. Inge, damals 13, und die beiden jüngeren Brüder schleichen sich auf Züge, die nach Litauen gehen. Dort, so hat sich herumgesprochen, soll es noch etwas zu essen geben. Die Mutter lässt die Kinder ziehen, immer noch besser, als sie verhungern zu lassen. Fünftausend deutsche Kinder sind so genannte Wolfskinder. Inge Hagemeister schlägt sich durch. Sie schuftet bei den Bauern, im Straßenbau und dreht Zigaretten. Den beiden jüngeren Brüdern ersetzt sie die Mutter. Insgesamt vier Jahre überleben Inge und die Brüder in Litauen. Die Menschen dort, so ist sie überzeugt, haben ihr das Leben gerettet. Heute, sagt die 75-Jährige, träumt sie im heimischen Anklam immer noch von Litauen, und manchmal singt sie im Schlaf auf Litauisch.
Niila und Matti wachsen Anfang der 60er Jahre in dem öden nordschwedischen Provinznest Vittula auf. Das eintönige Leben wird dominiert von archaischen Bräuchen, strenger Religiosität und einem kulturellen Angebot, das aus Trinkgelagen, Saunawettbewerben und Fingerhakeln besteht. Als den Jungs eines Tages die Beatles-Single "Rock'n'Roll Music" in die Hände fällt, sind sie mit einem Schlag wie elektrisiert. Jahrelang träumen die Heranwachsenden davon, selbst E-Gitarre zu spielen. Mit Hilfe ihres neuen Musiklehrers kommt die lange ersehnte Chance: Niila und Matti gründen eine Rockband in Vittula. Bald schon stehen sie vor ihrem ersten großen Auftritt, doch das Interesse für Mädchen stellt die noch junge Band auf eine erste harte Probe.
„Stealing Rembrandt – Klauen für Anfänger“ ist das Regie-Debüt des Dänen Jannik Johansen. Es ist die Chronik eines der spektakulärsten Kunstdiebstähle in der Geschichte Dänemarks. Der Film beruht auf einer realen Begebenheit: Im Januar 1999 wurden zwei Gemälde im Wert von 25 Millionen Dollar aus einer Galerie in Dänemark gestohlen. Der Drehbuchautor Anders Thomas Jensen machte daraus eine humorvolle und spannende Krimi-Komödie.
Der Schrottdieb Mick (Lars Brygmann) und sein Sohn Tom (Jakob Cedergren) sind einander in leidenschaftlicher Abneigung verbunden und zu Konversationen nur fähig bei zufälligen Begegnungen am Eingangstor des örtlichen Gefängnisses. Beide fristen ihr Dasein auf der untersten Sprosse der Kriminellenleiter. Ein kleiner Auftrag soll etwas Geld in die Kasse bringen: der Diebstahl eines unbedeutenden Gemäldes aus einem Museum. Cousin Jimmy (Nicolas Bro) und die chronische Spielernatur Kenneth (Nikolaj Coster Waldau) werden als Komplizen hinzugezogen. Doch die Diebe lassen das falsche Gemälde mitgehen – den einzigen echten Rembrandt im Besitz Dänemarks. Schätzwert: 10 Millionen Pfund ...
Nelli ist der Star im Kirchenchor, aber sie träumt von einer Karriere als R&B-Sängerin. Doch bislang mochte die folgsame Tochter den Wünschen und Anforderungen der Eltern nicht widersprechen. Die sehen sie als zukünftige Ärztin und wollen, dass Nelli Medizin studiert. Sune wächst weniger behütet auf. Er ist ein Hip-Hop-DJ mit einer Schwäche: Er fürchtet sich vor Frauen und wird deshalb von seinen Freunden bereits als "Homo" ausgelacht. Um diese vom Gegenteil zu überzeugen, wettet er, dass es ihm gelingt, mit der unnahbaren Nelli zu schlafen. Seine Kumpel halten es für ausgeschlossen, dass Nelli einen Typen wie Sune auch nur ansieht. Nelli hat jedoch etwas ganz anderes im Sinn: Der DJ kann bestimmt ein Demotape produzieren ...
Nach dem überraschenden Tod der Mutter bricht in einer dänischen Durchschnittsfamilie der Ausnahmezustand aus. John, der nun plötzlich als Witwer dasteht, ist ein unbekümmerter Charmeur und Spaßvogel, der jedoch nie gelernt hat, Verantwortung zu übernehmen. Dabei behilflich ist ihm zum Glück Marianne, das Nesthäkchen der Familie, das nie richtig flügge geworden ist und direkt nebenan wohnt. Sie bekocht ihren Vater nun und leistet ihm viel Gesellschaft. Das schwarze Schaf der Familie, Eva, beschließt am Todestag ihrer Mutter, zurück nach Kopenhagen zu ziehen und ihre künstlerische Ader auszuleben. Und ihr Bruder Tom ist mit seinen beruflichen und familiären Pflichten völlig überfordert, was in eine mittelgroße Ehekrise mündet. Der einzig Unbekümmerte ist ihr Onkel, Johns Bruder Søren.
Annette K. Olesens Kinodebüt ist von der berühmten Improvisationstechnik des Briten Mike Leigh inspiriert, die den Schauspielern ein Maximum an Freiheit bei der Entwicklung der Charaktere erlaubt. Die Tragikomödie erzählt in stimmigen Bildern, wie der Tod einer Mutter den geregelten Alltagsablauf durcheinander bringen kann und sich die Familienangehörigen mit dem Tod abfinden.
Schweden, Mitte der 50er Jahre: Der gutmütige, leicht naive Olof (Rolf Lassgård) lebt allein auf dem familiären Bauernhof inmitten einer malerischen Naturidylle. Der einzige Freund des 40-Jährigen ist der junge Angeber Erik (Johan Widerberg).
Eines Tages gibt Olof eine Zeitungsanzeige auf: „Einsamer Landwirt, eigenes Auto, sucht junge Haushälterin. Foto erwünscht“. Unter den Interessentinnen ist Ellen (Helena Bergström), eine hübsche Städterin, die sich bald als tüchtige Haushaltshilfe erweist. Es dauert nicht lange, bis Olof sich in Ellen verliebt. Erik hingegen reagiert eifersüchtig auf die neue Mitbewohnerin seines Freundes. Als Ellen Olof eines Abends verführt, eröffnet sich für den schüchternen Mann eine neue Welt. Erik versucht immer wieder, Zweifel an Ellens Aufrichtigkeit bei Olof zu wecken – ohne Erfolg.
Im schwedischen Städtchen Högsboträsk herrscht die wahre Idylle, seit 20 Jahren gab es nicht ein richtiges Verbrechen. Deswegen hat Single Jacob, einer aus dem unterbeschäftigten Polizisten-Quartett, genügend Muße, seine Suche nach einer Freundin zu intensivieren. Und das Glück scheint ihm in Gestalt der reizenden Jessica zu winken, mit der er sich eines Abends prächtig unterhält und sogar für ein neues Treffen verabredet. Doch die Schönheit entpuppt sich als Jessica Lindbladt vom Polizei-Hauptquartier, die nur nach Högsboträsk gekommen ist, um die dortige Dienststelle zu schließen. Und so planen Jacob, Benny, Lasse und Agneta Gegenmaßnahmen. Doch der Versuch, per Presse und Volksbefragung das Unheil aufzuhalten, schlägt fehl. Jacob aber hat die Erleuchtung. Wenn das Verbrechen nicht zu ihnen kommt, muss man eben ein paar Verbrechen vortäuschen.
Regisseur Josef Fares, der bereits mit der Multikulti-Komödie "Jalla! Jalla!" international begeisterte, setzt auch in "Kops" wieder auf knochentrockenen skandinavischen Humor. Die Dialoge brillieren durch böse Komik, und die schrägen Figuren treiben die rasante Comedy voran. So zeigt der Film auch einen Querschnitt durch die moderne schwedische Gesellschaft.
Die dänische Schauspielerin Stine Fischer Christensen wird auf der Berlinale 2008 als europäischer Nachwuchsstar ausgezeichnet. Die Preisvergabe wird seit 1998 von der European Film Promotion (EFP) organisiert, die jedes Jahr die größten Schauspielhoffnungen der EU-Mitgliedsländer auswählt. Ihre erste große Kinorolle spielte Stine Fischer Christensen 2006 in Susanne Biers „Efter brylluppet“ (Nach der Hochzeit), für die sie bereits mehrere Auszeichnungen als beste weibliche Nebendarstellerin erhielt. Den oscarnominierten Film sahen allein 391.000 Zuschauer in Dänemark. Er ist einer der international bestverkauften und erfolgreichsten dänischen Streifen. (Quelle: Dänisches Filminstitut)
Der international vor allem aus Filmen des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki bekannte Schauspieler Markku Peltola ist tot. Peltola starb nach Angaben einer Sprecherin des Telakka-Theaters in der Nacht auf den 31. Dezember zu Hause im Alter von 51 Jahren. Peltola spielte sowohl in Kaurismäkis „Mann ohne Vergangenheit“, als auch im Vorgängerfilm „Wolken ziehen vorüber“ an der Seite von Kati Outinen die männliche Hauptrolle. „Der Mann ohne Vergangenheit“ erhielt bei den Filmfestspielen in Cannes im Jahr 2002 den Großen Preis der Jury. Zuletzt hatte es sich Peltola zur Aufgabe gemacht, in Tampere das Theaterrestaurant „Telakka“ als Kulturzentrum aufzubauen. Peltola liebte die Kleinbühne und trat in den 80er Jahren mit der Gruppe Motelli Skronkle als Sänger und Gitarrist auf. 2003 und 2006 veröffentlichte er zwei Solo-Platten. Der 1956 in Helsinki geborene Peltola lebte zuletzt in der Ortschaft Kangasala in der Nähe von Tampere. Peltola ist nach dem 1995 als 44-Jähriger verstorbenen Matti Pellonpää der zweite Kaurismäki-Hauptdarsteller, der vergleichsweise jung aus dem Leben schied. (Quelle: Kurier/Österreich)
Mit einem Konzert und einem Volksfest auf den Straßen Stavangers
startet die norwegische Stadt am 12. Januar in das Jahr als „Europäische
Kulturhauptstadt 2008“. Das umfangreiche ganzjährige Programm
beinhaltet unterschiedliche Kategorien, unter anderem Musik, Architektur,
Film und Bühnenkunst. Mehr Infos unter
www.stavanger2008.no
Norwegische Filmproduktionen verzeichnen ein wachsendes internationales Interesse. Während 2002 nur ein Spielfilm international verkauft wurde, waren es im letzten Jahr acht norwegische Streifen, die weltweit in die Kinos kamen. Außerhalb der nordischen Länder bleibt der deutschsprachige Raum das wichtigste Verkaufsgebiet für Filme aus Norwegen. (Quelle: Nordic Film & TV Fund)
Der bekannteste Schriftsteller Estlands, Jaan Kross, ist 87jährig in Tallinn gestorben. In den beiden vergangenen Jahrzehnten galt Kross immer wieder als Anwärter für den Literaturnobelpreis. Zu seinen in Deutschland bekannten Werken zählt u.a. „Der Verrückte des Zaren“. Kross wurde am 18. Februar 1920 in Tallinn geboren. Die Jahre zwischen 1946 und 1954 verbrachte er als Gefangener in einem sowjetischen Arbeitslager in Sibirien. Zuvor war er zwei Jahre lang Gefangener der Nazis. Nach der Unabhängigkeit Estlands von der Sowjetunion 1991 war der studierte Jurist eine zeitlang im Parlament als Abgeordneter aktiv, zog der Politik dann aber wieder das Schreiben vor. Durch sein persönliches Schicksal wurde Kross zum Symbol einer ganzen Generation: Nach politischer Gefangenschaft ein vollkommener Neuanfang in der Mitte seines Lebens. (Quelle: Eurotopics/Schweizer Fernsehen)
2007 war ein ausgezeichnetes Jahr für den dänischen Film. Wie das Dänische Filminstitut mitteilte, beträgt der Marktanteil dänischer Filme in den Kinos des Landes 27 Prozent. Das heißt, mehr als jedes vierte Kinoticket in Dänemark wurde gekauft, um einen dänischen Film zu sehen. Insgesamt wurden cirka 3,2 Millionen Kinokarten für dänische Produktionen verkauft. „Anja & Viktor – brændende kærlighed“ ist mit 347.000 Zuschauern der erfolgreichste dänische Kinofilm des Jahres 2007. Unter den fünfzehn meistgesehenen Filmen des letzten Jahres sind allein sieben Kinder- und Familienfilme. (Quelle: Danmarks Radio)
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