Berlin, Januar 2008

Liebe Freunde und Freundinnen des KULTURHUS BERLIN,

der Januar bringt einen Rückblick aufs vergangene Jahr und unsere Einladung für zwei herausragende Filme, mit denen wir im NORDISCHEN FILMKLUB ins neue Jahr starten – beide waren in Deutschland noch nicht auf der Leinwand, sind aber in diesem Monat im Felleshus zu sehen.

Am 6. Januar spielt die Deutsch-Skandinavische Jugend-Philharmonie in Berlin das große Abschlusskonzert der 32. Deutsch-Skandinavischen Orchesterwoche. Wir laden Sie ein: KULTURHUS BERLIN verlost 2 x 2 Freikarten hierfür.

Nicht gerechnet hatten wir mit der großen Resonanz, die wir auf das in unserem Extra-Weihnachtsnewsletter vorgestellte druckfrische Julesange-Heft erhielten. Unser recht umfänglicher Bestand war bereits nach kurzer Zeit vollständig aufgebraucht. Aber: Wir haben die Hefte für Sie nachbestellt! Und jeder und jede, die es wünschten, erhält ein Julesange-Heft. Die Lieder sind zu Ihnen unterwegs.

Das Beste für 2008 wünscht
Ihr KULTURHUS BERLIN

 

Inhalt

1 Rückblick: KULTURHUS BERLIN im Jahr 2007

2 KULTURHUS BERLIN verlost: 2 x 2 Freikarten zur Deutsch-Skandinavischen Jugend-Philharmonie

3 Skispringer und Dogma im NORDISCHEN FILMKLUB

4 Tipps und Termine

5 Der Norden im TV

6 Kulturnotizen aus dem Norden

 

1 Rückblick: KULTURHUS BERLIN im Jahr 2007

1.1 Für Berliner Kinder und Familien: Zum 100. Geburtstag von Astrid Lindgren

Voll bis auf den letzten Platz war das Felleshus der Nordischen Botschaften, in das das KULTURHUS BERLIN am 14. November geladen hatte. Anlass war der Geburtstag der berühmtesten Schwedin: Astrid Lindgren, die an diesem Tag vor 100 Jahren zur Welt gekommen ist. Constanze Gestrich vom KULTURHUS BERLIN sprach über die Kinderbuchautorin aus dem Norden, stellte Stationen ihres Lebens und ihrer Arbeit vor und bekam dafür viel Beifall. Gezeigt und eingespielt wurden Fotografien und Porträtfilme, in denen Astrid Lindgren selbst zu Wort kam, ein Lied nach einer ihrer Geschichten, vertont und interpretiert von Gerhard Schöne sowie der schwedische Film "Gute Nacht, Herr Landstreicher". Zum Mitnehmen gab es schokoladigen Kuchen, schokoladige Schaumküsse und jede Menge Pippi-Langstrumpf-Zubehör. Die Schwedische Botschaft stellte eine rege nachgefragte und schnell vergriffene Astrid-Lindgren-Biografie bereit.

Um die wunderbaren Kinderbücher aus Schweden ging es in der Arbeit von KULTURHUS BERLIN das ganze Jubiläumsjahr 2007 über. Mit „Hej Astrid!“ wurde ein umfangreiches Lese- und Ausstellungsprojekt für Berliner Kinder realisiert. Dazu gehörten schwedische Holzhütten als Lese- und Spielorte für Kinder, jede Menge Lindgren-Lesungen mit und ohne Musik, ein Ronja-Räubertochter-Theaterstück, Piratenfeste und Räuberschnitzeljagden.

JFSB LogoAusführliche Informationen zu "Hej Astrid!" finden Sie auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de/HejAstrid/ – bald können Sie dort mehr zu unserer Projekt-Dokumentation mit vielen Anregungen zu Literaturveranstaltungen finden.

Das Projekt "Hej Astrid!" wurde gefördert von der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin. Vielen Dank!

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1.2 Neues skandinavisches Kino in Berlin: NORDISCHER FILMKLUB

Als gemeinsame Veranstaltungsreihe der Nordischen Botschaften und des FV des KULTURHUS BERLIN vor drei Jahren ins Leben gerufen, zeigt der NORDISCHE FILMKLUB regelmäßig schwedische, dänische, finnische, norwegische und isländische Originalfilme. Er ist in Berlin zu einer festen Institution für „Kino aus dem Norden“ geworden. Neu: In der erweiterten Programmreihe 2007/2008 veranstalten wir mittlerweile zwei Filmabende im Monat, was regen Zuspruch unter unseren Gästen fand. Im Frühjahr 2008 wird eine Reihe von Filmen gezeigt, die bislang noch nicht in Deutschland zu sehen waren: Der finnische Film über den Skispringer Matti Nykänen, der neue Elling-Film aus Norwegen, der schwedische Kinoerfolg „Zozo“ und zwei neue dänische Filme, von denen „Die Kunst, im Chor zu weinen“ für den diesjährigen Oscar nominiert ist.

Das komplette Programm finden Sie auf unserer Website unter
www.kulturhus-berlin.de

1.3 Die Bildungssysteme Nordeuropas unter die Lupe genommen

Nachdem das KULTURHUS BERLIN 2006 eine vielbesuchte Tagung zum Bildungsvergleich initiiert hatte, erschien 2007 zu diesem Thema das erste Buch der neuen Reihe „Perspektive Nordeuropa“ in der Edition Kirchhof und Franke: „Vorbildfunktion vs. Entsorgungspädagogik? Schulpolitik und Bildung in Skandinavien und Deutschland“. Der erste Teil des Buches bietet eine übersichtliche Einführung in die skandinavischen Schulmodelle und die deutsche PISA-Debatte. Im zweiten Teil erörtern BildungsexpertInnen aus Deutschland und Skandinavien verschiedene Aspekte von Schule und Bildung in den einzelnen Ländern. Neugierig geworden? Mehr über den Inhalt erfahren Sie auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de

1.4 Lesen, lesen, lesen – Literatur aus dem Norden

Autoren aus Norwegen waren es, die KULTURHUS BERLIN im Jahr 2007 präsentierte. Dag Solstad, Lars Amund Vaage, Anne B. Ragde und Jo Nesbø kamen zu uns nach Berlin und lasen aus ihren neuen Büchern. Ein breites literarisches Spektrum, das durch unsere Literaturveranstaltung „Lesezeichen“ noch ergänzt wurde, mit der KULTURHUS BERLIN aktuelle Bücher aus Nordeuropa vorstellt und diskutiert.

Der andere Schwerpunkt waren die vielen einzigartigen Kindergeschichten aus Schweden, um die sich unsere Lesungen und Aktionen für Kinder im Astrid-Lindgren-Jahr 2007 drehten.

Und eine Vielzahl von Buchkritiken, Tipps, Empfehlungen und Autoreninterviews veröffentlichte KULTURHUS BERLIN im Newsletter sowie auf der Internetseite www.kulturhus-berlin.de

1.5 NORDEN IM NETZ:
Mehr als ein Newsletter und die Internetseite von KULTURHUS BERLIN

Wir liefern: Information, Service, Hintergrund und Neuigkeiten für all diejenigen, die Nordeuropa interessiert. Dass eine – seit gut zwei Jahren – stetig wachsende Zahl an Abonnenten unser Konzept bestätigt, wonach wir den Newsletter mit hohen redaktionellen Ansprüchen an Qualität in Inhalt und Gestaltung produzieren, darüber können wir uns nur freuen. Wir möchten, dass unser Newsletter für jedermann lesenswert ist: durch nützliche Hinweise für Sprachkurse oder Terminankündigungen ebenso wie durch Interviews, Rezensionen, eigene Thementexte oder die Kulturnachrichten aus dem Norden. Mit KULTURHUS BERLIN gibt es Freikarten zu gewinnen für nordische Kulturveranstaltungen in Berlin, für Bücher, Filme oder Musik.

Einiges, wofür der Platz im Newsletter nicht reicht, findet sich auf unserer Internetseite. Das monatliche Fernsehprogramm zum Beispiel: Der Norden im TV – Dokumentationen, Reiseberichte, Spielfilme – veröffentlicht unter www.kulturhus-berlin.de. Dort reagieren wir übrigens auch aktuell und auf neue Informationen, ergänzen kurzfristige Termine oder geänderte Programme. Wir informieren über den Norden: auf der Bühne, in Musik, Literatur, für Kinder, in Kunst und Wissenschaft.

Und natürlich gilt: Wenn wir etwas besser machen können, wollen wir das gerne tun. Ihre Anregungen, Ihre Hinweise, Ihre Kritik erreichen uns unter:
info(a)kulturhus-berlin.de.

2 KULTURHUS BERLIN verlost: 2 x 2 Freikarten zur Deutsch-Skandinavischen Jugend-Philharmonie

KULTURHUS BERLIN verlost 2 x 2 Freikarten für das große Abschlusskonzert der 32. Deutsch-Skandinavischen Orchesterwoche. Diesmal gewinnen der sechste und der achte Einsender, die uns bis zum 5. Januar unter dem Stichwort "Philharmonie" schreiben (bitte unbedingt die Telefonnummer angeben) an info(a)kulturhus-berlin.de

6. Januar | 16 Uhr
Abschlusskonzert der 32. Deutsch-Skandinavischen Orchesterwoche

Die Deutsch-Skandinavische Orchesterwoche steht in diesem Jahr thematisch ganz im Zeichen Norwegens. Zum 32. Mal finden sich rund 80 junge Musikerinnen und Musiker aus 15 europäischen Ländern zur Deutsch-Skandinavischen Jugend-Philharmonie zusammen, um gemeinsam unter der Leitung von Andreas Peer Kähler ein anspruchsvolles Konzertprogramm zu erarbeiten.

Neben der Uraufführung des Konzertstücks für Hardangergeige und Orchester von Dagfinn Koch, wird ein Arrangement für Bigband von Edvard Griegs Ballade g-Moll sowie Stücke von Geirr Tveitt und Maurice Ravels „Bolero“ erklingen.

Philharmonie
Herbert-von-Karajan-Str. 1
Konzerteinführung mit Dr. Axel Bruch: 15:15 Uhr im Hermann-Wolff-Saal
Eintritt: 12, 16, 20 € (ermäßigt 8, 12, 16 €)
Kartenreservierung
Tel. 77 00 64 74
Theaterkassen, Philharmonie und www.ticketonline.de

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3 Skispringer und Dogma im NORDISCHEN FILMKLUB

Der NORDISCHE FILMKLUB des KULTURHUS BERLIN präsentiert im Januar:

In den 80ern kannte ihn wohl jeder: den Finnen Matti Nykänen, damals der beste Skispringer der Welt. Der Spielfilm über Nykänens turbulentes Leben wurde 2007 zum erfolgreichsten Kinofilm Finnlands und ist am 16. Januar erstmals in Deutschland im NORDISCHEN FILMKLUB zu sehen.

Der neueste Film von Dänemarks Erfolgsregisseurin Lone Scherfig heißt "Heimweh", eine Komödie, die bislang noch nicht in den deutschen Kinos war und am 30. Januar in NORDISCHEN FILMKLUB gezeigt wird.

16.01.2008 | 19:00 | Felleshus der Nordischen Botschaften
Matti. Hell is for heroes | Matti
FIN 2006 | R: Aleksi Mäkelä | 130 Min.| OmeU
Jasper Pääkkönen, Peter Franzén, Elina Hietala, Elina Knihtilä

Er war der beste Skispringer der Welt: der Finne Matti Nykänen. In den 80er Jahren ein Star des Weltklassesports, folgt kurz darauf der Absturz. Skandale, Drogenmissbrauch, eine gescheiterte Karriere als Popsänger, Alkoholgeschichten und immer wieder dicke Schlagzeilen in der finnischen Boulevardpresse. Ein erstklassiger, tragikomischer Spielfilm über Matti Nykänen, der 2007 der erfolgreichste Kinofilm Finnlands wurde.

30.01.2008 | 19:00 | Felleshus der Nordischen Botschaften
Hjemve | Heimweh
DK 2007 | R: Lone Scherfig | 100 Min.| OmeU
Bodil Jørgensen, Ann Eleonora Jørgensen, Lars Kaalund, Peter Gantzler, Mia Lyhne

Jeder kennt sich in der kleinen dänischen Provinzstadt, man hilft einander, alles ist ganz normal, ganz gemütlich, vollkommen friedlich. Die Idylle endet eines Nachts, als jemand etwas Unglaubliches sieht: Ein nackter Mann läuft durch die Stadt, nur eine Zeitung in den Händen. Und: Man konnte ›alles‹ sehen – nur nicht, wer es war. Es hätte also jeder sein können. Ein Gedanke, der die Leute mächtig durcheinanderbringt … Nach den Erfolgsfilmen Italienisch für Anfänger und Wilbur wants to kill himself ist dies die neueste Arbeit der Dogma-Regisseurin Lone Scherfig. Ein typisch dänischer Film über Vertrauen, Liebe und Gemeinschaft.

Felleshus der Nordischen Botschaften
Rauchstraße 1
10787 Berlin

Das komplette Programm finden Sie auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de

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4 Tipps und Termine

4.1 Bühne

Szenenfoto12. Januar | 19.30 Uhr | Maxim Gorki Theater Berlin
Die Frau vom Meer
Nach Henrik Ibsen

Ellida Wangel hat sich schon lange in ihrer Vernunftehe eingerichtet. Trotz der Distanz, die sie noch immer zu ihren beiden Stieftöchtern hat und trotz des wenig abwechslungsreichen Lebens, das sie mit ihrem Ehemann in der abgelegenen Fjordlandschaft führt. Ihre einstige Abenteuerlust, ihr drängender Wunsch, wegzugehen, weit weg, sind mittlerweile tief begraben, fast vergessen. Einzig die stille Sehnsucht nach dem Meer treibt sie noch immer um. Als Tochter eines Leuchtturmwärters hatte sie ihre Kindheit auf dem Meer verbracht. Den Blick in die endlose Ferne gerichtet. Noch immer zieht es sie mit aller Macht hinaus. Die Ankunft eines Fremden schließlich weckt längst tot geglaubte Erinnerungen und löst eine Sturmflut aus Ängsten und Emotionen aus. Ellida steht plötzlich vor der wahrscheinlich wichtigsten Entscheidung ihres Lebens und gerät in einen Taumel zwischen Möglichkeiten.

Maxim Gorki Theater Berlin
Am Festungsgraben 2
10117 Berlin

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4.2 Musik

Samstag, 5. Januar | 22 Uhr | Kaffee Burger
Die isländische Band Bardukha spielt in Berlin
(Glacier Klezmer & Geysir Gipsy)

Ausführliche Informationen zur Band: www.myspace.com/bardukha

Kaffee Burger
Torstraße 60
10119 Berlin

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11. Januar | 20 Uhr | Haus Cato-Bontjes-van-Beek
Nordische Tage: Kubrick-Quartett

Das Kubrick-Quartett, bestehend aus langjährigen Mitgliedern der Deutsch-Skandinavischen Jugend-Philharmonie, spielt Werke von Edvard Grieg (Streichquartett g-Moll), Per Nørgård und Matteo Taheri.

Eintritt frei – Spende erbeten
Kartenreservierung
Tel. 030 – 7 44 56 54
Haus Cato-Bontjes-van-Beek
Mellener Str. 28
Berlin-Lichtenrade

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24. Jan. | 21 Uhr | Kulturbrauerei: Kesselhaus
Kari Bremnes "Reise"

Kari Bremnes wird anlässlich des neuen Live-Albums ”Reise” – das auf
ihrer letzten großen Deutschlandtournee im Januar 2007 aufgenommen wurde
– eine Konzertreise antreten.

Weitere Informationen:
www.karibremnes.no
www.nordpool-musik.de
www.kulturhus-berlin.de

Kesselhaus, Kulturbrauerei
Knaackstraße 97 / Sredzkistraße 1
Berlin-Prenzlauer Berg

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4.3 Film


14. – 29.01.08 | Felleshus der Nordischen Botschaften
Ingmar Bergman – mit den Augen von...
Filmreihe

Auf Einladung der Schwedischen Botschaft bitten Regisseure, Kritiker und Schauspieler Ingmar Bergman (1918-2007) vor einen Spiegel. Sie eröffenen dem Publikum ihre persönliche Sicht auf die Person und das Werk des schwedischen Drehbuchautors und Regisseurs. Es folgt der Film ihrer Wahl aus dem Œuvre Bergmans.

Weitere Informationen und das gesamte Programm finden Sie auf der Website des Felleshus der Nordischen Botschaften oder auf www.kulturhus-berlin.de.

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17. Januar | 19 Uhr | Finnland-Institut
Verdrängte Erinnerungen. Ein estnisches Frauenschicksal
Filmvorführung und Gespräch mit der Regisseurin Imbi Paju
Törjutud mälestused – Torjutut muistot – Memories Denied
(OmeU)

Der Film zeigt das Schicksal zweier Schwestern – Mutter und Tante der Filmerin – die während der Sowjet-Okkupation und des Stalin-Terrors in Estland heranwuchsen, in einer Zeit, in der zum Überleben das Verdrängen der Erinnerungen gehörte. Ein Einblick in die Geschichte der Mutter und ihrer Schwester ist auch ein Einblick in die Geschichte ihres Landes.

Finnland-Institut
Georgenstr. 24 (1. OG)
10117 Berlin-Mitte
info(a)finstitut.de

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17. Januar | 20.00 Uhr | Zeughauskino
Kenen joukoissa seisot – vallankumouksellinen musiikkielokuva / Revolution
FIN 2006,
R: Jouko Aaltonen | OmeU, 75'

In den 70er Jahren gab es in Finnland eine starke und einflussreiche linke
Bewegung, deren Spektrum von eher liberalen oder sozialistischen Kreisen
bis zu orthodox-kommunistischen Gruppierungen mit Moskau-Orientierung
reichte. Zum wichtigsten Sprachrohr dieser facettenreichen Protestkultur
avancierte eine spezifisch-finnische Musikszene, die sich zum regelrechten
Massenphänomen auswuchs. Auf Straßen und Plätzen wurde ebenso
energisch für den Klassenkampf musiziert wie in Fabriken oder im staatlichen
Fernsehen. Die beliebte Gruppe Agit Propstellte 1973 sogar den offiziellen
finnischen Beitrag im »Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne«.

Mehr als dreißig Jahre nach der Blütezeit der finnischen Polit-Schlager wirft
Regisseur Jouko Aaltonen einen Blick zurück auf dieses Phänomen und
fragt, was von den einstigen Utopien heute noch übrig geblieben ist. Seinem
Film liegt eine einfache, doch verblüffend wirksame Idee zu Grunde: Er
lässt die einstigen Sänger und Gruppen noch einmal die Lieder von damals
vortragen, und zwar an den Schauplätzen von früher. Aus der Verbindung
von Archivaufnahmen mit Interviewpassagen und Musikbeispielen ergibt
sich eine reizvolle Zeitreise, die dabei weder den Blick auf die Gegenwart
vernachlässigt, noch zu bloßer Nostalgie verkommt.

Zeughauskino – Deutsches Historisches Museum
Kinemathek
Unter den Linden 2
10117 Berlin

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4.4 Ausstellung

10. Januar bis 9. Februar | Felleshus der Nordischen Botschaften
SONORIC PERSPECTIVES – SONORIC ECOLOGIES

Eine Einladung, Geräusche bewusst zu erleben, zu erforschen und spielerisch, künstlerisch mit ihnen umzugehen. Seit 2004 werden der Stand und die Entwicklung der internationalen Klangkunst in der Ostseebiennale der Klangkunst beleuchtet. Die Rückschau „Sonoric Perspecitves“ zeigt erstmals eine umfassende Sammlung aus dem Feld der Klangkunst, die einen Zeitraum von dreißig Jahren umfasst. Dokumentiert werden Schülerprojekte, die 2006 in Rostock, Stralsund und Ystad mit dem Ziel durchgeführt wurden, Grundlagen künstlerischer Arbeitstechniken zwischen Kunst, Musik und akustischer Forschung praktisch zu erfahren. Schulwege, Innenräume und akustische Ereignisse der Regionen, der öffentliche Raum und die in ihm geborgenen Geräusche werden zum Ausgangspunkt von Kunst.

Eintritt frei!

Felleshus der Nordischen Botschaften
Rauchstraße 1
10787 Berlin

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10. Januar – 01. März 2008 | Giedre Bartelt Galerie
Baltic Pop

Pigagaite
Ramune Pigagaite,
aus der Serie
Cleaning Woman
, 2004

Arnis Balcus / LV
Algis Griskevicius / LT
Roman Korovin / LV
Peeter Laurits/ EST
Dainius Liskevicius / LT
Ramune Pigagaite /LT, D
Purecultue / LV
Liina Siib / EST
Virgilijus Sonta /LT
Kurator: Thomas Leuner

Als ein „Zeitgefängnis“ hat der Dichter Durs Grünbein das Leben hinter dem Eisernen Vorhang beschrieben und „Baltic Pop“ spürt dem Weg nach, wie baltische Fotokünstler den Auf- und Ausbruch wagen. Dabei steht Pop für „wir sind angekommen“ in der Jugend- und Gegenkultur des Westens, die alles verspricht, was bunt, hip und aufregend ist. „Aber wir nehmen das nicht ernst“, in der Peripherie liegt die Avantgarde und so wird Pingpong mit den erstarrten Fronten der westlichen Fotokunst gespielt, alles wird genutzt, gewendet, gedehnt und als ziemlich lustig befunden. Die 10 Fotokünstler zeigen ein Kaleidoskop von Reflexionen, Ansichten und ironischen Zitaten bekannter Fotokunst, die mit dem authentischem Material baltischer Alltagskultur verwoben werden.

Eröffnung:
Donnerstag, 10. Januar | 19 – 21 Uhr

10. Januar – 01. März 2008
Mi – Sa 14 – 18 Uhr

GIEDRE BARTELT GALERIE
Linienstr. 161 / Ecke Kleine Hamburger Str.
10115 Berlin

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4.5 Für Kinder

Schreibwettbewerb

Gesucht werden selbstgeschriebene Geschichten, die sich ums Thema Island (und Islandpferde!) drehen: Ob Krimi, Fantasy oder Traumreise – alle Genres sind erlaubt. Als Hauptgewinn winkt ein Flug nach Island, um die Insel im Norden noch besser kennenzulernen.

Eine Geschichte darf maximal 1000 Wörter haben und sollte ausschließlich als Textdatei an

presse(a)islandpferde-brandenburg.de

geschickt werden. Einsendeschluss ist der 31.01.2008. Die zehn schönsten Geschichten werden prämiert mit Reitwochenenden, Reitstunden, Büchern und wertvollen Bildbänden, DVDs und CDs und vielem mehr.

Ab Januar werden in ausgewählten Berliner Buchhandlungen Info-Ecken mit Büchern, Bildbänden und anderen Ideen zu Island und seinen Pferden eingerichtet. Den Schreibwettbewerb für Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 15 Jahren veranstalten der Botschafter der Republik Island und die Berliner Islandpferdefreunde e.V.

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So 13.01., So 20.01., So 27.01. | jeweils 16.00 Uhr | Kulturhaus Mitte, Salon
Lilla Rosa

Das überaus ereignisreiche schwedische Märchen von der Prinzessin Lilla Rosa, die von ihrer Stiefmutter und deren hässlicher Tochter verstoßen wird, erzählt von Drachen, Prinzen und fliegenden Bäumen. Für diesen Reichtum an Bildern, Orten und originellen Situationen bot sich eine Mischung aus Bildern und szenischem Spiel an. Christine Marx beibt ihrer besonderen Art, mit Requisiten und Kostümen zu spielen, treu; Klaus Nothnagel ergänzt die Märchenerzählung durch seine unverwechselbare amüsante Darstellungskraft und das Spiel auf der chinesischen Blasebalg-Orgel.

Für Kinder ab 5 Jahren.
Eintritt: Erwachsene 5,00 € / Kinder 3,00 €

Kulturhaus Mitte
Auguststraße 21
10117 Berlin

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5 Der Norden in Funk und Fernsehen
5.1 Den Norden hören

DR Kultur | 7. Januar | 21.33 Uhr
Dunkler Schlaf
Von Karin Fossum
(Kriminalhörspiel)

Chronischer Geldmangel treibt Andreas und Zipp durch die Straßen einer norwegischen Kleinstadt. Sie reißen einer jungen Frau die Tasche weg. Deren Kind fällt dabei aus dem Wagen. Die Beute reicht gerade für einen Joint.

Bei einem Einbruch in das Haus der einsamen Irma Funder stürzt Andreas. Bewegungslos bleibt er in ihrem Keller liegen. Von nun an ist er Irma hilflos ausgeliefert. Kommissar Sejer befragt Zipp, erfährt jedoch nichts als Lügen.

DR Kultur | 28. Januar | 00.05 Uhr
My father, the sea
(Freispiel)
Klangpoem von Wolfgang Peter Menzel und Ola Moen

Dieses Klangpoem ist das Ergebnis einer mehr als einjährigen Zusammenarbeit des deutschen Klangkünstlers W. P. Menzel mit dem norwegischen Komponisten Ola Moen. Für Menzel hat "My Father, the Sea" einen persönlichen Hintergrund: sein Vater fand im Frühjahr 1945 sein Seemannsgrab an Bord eines deutschen U-Bootes, das durch alliierte Kriegsschiffe versenkt wurde.

Aber über das Biografische hinaus wird der stählerne Körper des U-Boots zur Klangmetapher für die existenzielle Einsamkeit des eingeschlossenen Menschen im Ozean und für unsere heutige fragile Existenz überhaupt.

Weitere Informationen in der Rubrik "Seh- und Hörtipps: Funk" auf unserer Website
www.kulturhus-berlin.de.

5.2 Den Norden sehen

Der norwegische Film Elling bildet den Auftakt zu den Skandinavischen Film-Wochen, in denen das SWR Fernsehen im Januar einen Einblick in die Filmkultur und Lebenskünste der nordeuropäischen Nachbarn gibt. KULTURHUS BERLIN empfiehlt Ihnen diese Filme und viele weitere Sendungen in diesem Monat. Alle Sendetermine finden Sie in der Rubrik "Seh- und Hörtipps: Fernsehen" unter www.kulturhus-berlin.de – einige Tipps aber schon jetzt.

Arte | 05.01 | 09.55 Uhr
Brüder des Waldes
"Estlands letzte Partisanen"

Am 29. Februar 2000 werden Aivar und Ülo Voitka nach jahrelanger Jagd in einer Aufsehen erregenden Polizeiaktion festgenommen. Die Brüder waren als 17- und 18-Jährige in die estnischen Wälder desertiert, verbrachten über 14 Jahre in ihrem Versteck und lebten von Diebstählen und Raubüberfällen. Aivar war zum Zeitpunkt der Festnahme psychisch krank, wurde für unzurechnungsfähig erklärt und befindet sich nach seiner Festnahme in der Psychiatrie. Ülo wurde im Oktober 2000 in Tallin in 21 Anklagepunkten schuldig gesprochen, zu einer knapp dreijährigen Haft verurteilt und vorzeitig entlassen. Seit ihrer Festnahme wird um die Geschichte der Voitka-Brüder ein Heldenmythos gesponnen. Ihr Schicksal wird in Estland von einer Welle der Sympathie begleitet. Im kollektiven Bewusstsein des Landes eroberten sich die Brüder einen Platz an der Seite der baltischen Nationalhelden. Videospiele und eine Rockgruppe tragen ihren Namen und einmal im Jahr gehen die Schulkinder am Voitka-Tag in die estnischen Wälder. Auch die Biografie der Brüder ist bereits geschrieben und zum Bestseller geworden. Die Geschichte der beiden erzählt den Traum zweier junger Männer von der totalen Freiheit und ihrem tragischen Scheitern. Sie beschreibt, auf welche Weise die Medien aus einfachen Kleinkriminellen Volkshelden gemacht haben. Und sie gibt Einblick in die innere Verfassung der estnischen Gesellschaft, die sich am Beginn ihrer staatlichen Unabhängigkeit nach kultureller Identität und nach einem modernen Volksmythos sehnt.

NDR | 06.01 | 13.50 Uhr
Verlorene Kindheit
"Auf den Spuren deutscher Wolfskinder"

Litauen, das Land an der Memel, ist für die meisten Deutschen ein unbekanntes Land. Dabei verdanken Tausende den Litauern ihr Leben. Damals – nach dem Krieg – als sie 10 oder 12 Jahre alt waren. "Wolfskinder" nannte man sie. Der lange Weg der "Wolfskinder" beginnt in Ostpreußen im Frühjahr 1945. Auch die Geschwister Hagemeister wissen in jenen Tagen nicht, wo ihr Vater steckt. Inge, damals 13, und die beiden jüngeren Brüder schleichen sich auf Züge, die nach Litauen gehen. Dort, so hat sich herumgesprochen, soll es noch etwas zu essen geben. Die Mutter lässt die Kinder ziehen, immer noch besser, als sie verhungern zu lassen. Fünftausend deutsche Kinder sind so genannte Wolfskinder. Inge Hagemeister schlägt sich durch. Sie schuftet bei den Bauern, im Straßenbau und dreht Zigaretten. Den beiden jüngeren Brüdern ersetzt sie die Mutter. Insgesamt vier Jahre überleben Inge und die Brüder in Litauen. Die Menschen dort, so ist sie überzeugt, haben ihr das Leben gerettet. Heute, sagt die 75-Jährige, träumt sie im heimischen Anklam immer noch von Litauen, und manchmal singt sie im Schlaf auf Litauisch.

SWR | 15.01. | 00:00
Populärmusik aus Vittula
Schweden 2004

Niila und Matti wachsen Anfang der 60er Jahre in dem öden nordschwedischen Provinznest Vittula auf. Das eintönige Leben wird dominiert von archaischen Bräuchen, strenger Religiosität und einem kulturellen Angebot, das aus Trinkgelagen, Saunawettbewerben und Fingerhakeln besteht. Als den Jungs eines Tages die Beatles-Single "Rock'n'Roll Music" in die Hände fällt, sind sie mit einem Schlag wie elektrisiert. Jahrelang träumen die Heranwachsenden davon, selbst E-Gitarre zu spielen. Mit Hilfe ihres neuen Musiklehrers kommt die lange ersehnte Chance: Niila und Matti gründen eine Rockband in Vittula. Bald schon stehen sie vor ihrem ersten großen Auftritt, doch das Interesse für Mädchen stellt die noch junge Band auf eine erste harte Probe.

SWR | 16.01. | 23:00
Stealing Rembrandt – Klauen für Anfänger

„Stealing Rembrandt – Klauen für Anfänger“ ist das Regie-Debüt des Dänen Jannik Johansen. Es ist die Chronik eines der spektakulärsten Kunstdiebstähle in der Geschichte Dänemarks. Der Film beruht auf einer realen Begebenheit: Im Januar 1999 wurden zwei Gemälde im Wert von 25 Millionen Dollar aus einer Galerie in Dänemark gestohlen. Der Drehbuchautor Anders Thomas Jensen machte daraus eine humorvolle und spannende Krimi-Komödie.

Der Schrottdieb Mick (Lars Brygmann) und sein Sohn Tom (Jakob Cedergren) sind einander in leidenschaftlicher Abneigung verbunden und zu Konversationen nur fähig bei zufälligen Begegnungen am Eingangstor des örtlichen Gefängnisses. Beide fristen ihr Dasein auf der untersten Sprosse der Kriminellenleiter. Ein kleiner Auftrag soll etwas Geld in die Kasse bringen: der Diebstahl eines unbedeutenden Gemäldes aus einem Museum. Cousin Jimmy (Nicolas Bro) und die chronische Spielernatur Kenneth (Nikolaj Coster Waldau) werden als Komplizen hinzugezogen. Doch die Diebe lassen das falsche Gemälde mitgehen – den einzigen echten Rembrandt im Besitz Dänemarks. Schätzwert: 10 Millionen Pfund ...

NDR | 19.01. | 23:15
Das Mädchen und der Rapper
Tyttö sinä olet Tähti / The Beauty And The Bastard
Finnland 2005

Nelli ist der Star im Kirchenchor, aber sie träumt von einer Karriere als R&B-Sängerin. Doch bislang mochte die folgsame Tochter den Wünschen und Anforderungen der Eltern nicht widersprechen. Die sehen sie als zukünftige Ärztin und wollen, dass Nelli Medizin studiert. Sune wächst weniger behütet auf. Er ist ein Hip-Hop-DJ mit einer Schwäche: Er fürchtet sich vor Frauen und wird deshalb von seinen Freunden bereits als "Homo" ausgelacht. Um diese vom Gegenteil zu überzeugen, wettet er, dass es ihm gelingt, mit der unnahbaren Nelli zu schlafen. Seine Kumpel halten es für ausgeschlossen, dass Nelli einen Typen wie Sune auch nur ansieht. Nelli hat jedoch etwas ganz anderes im Sinn: Der DJ kann bestimmt ein Demotape produzieren ...

SWR | 21.01. | 23:15
Kleine Missgeschicke
Sma Ulykker
Dänemark 2002

Nach dem überraschenden Tod der Mutter bricht in einer dänischen Durchschnittsfamilie der Ausnahmezustand aus. John, der nun plötzlich als Witwer dasteht, ist ein unbekümmerter Charmeur und Spaßvogel, der jedoch nie gelernt hat, Verantwortung zu übernehmen. Dabei behilflich ist ihm zum Glück Marianne, das Nesthäkchen der Familie, das nie richtig flügge geworden ist und direkt nebenan wohnt. Sie bekocht ihren Vater nun und leistet ihm viel Gesellschaft. Das schwarze Schaf der Familie, Eva, beschließt am Todestag ihrer Mutter, zurück nach Kopenhagen zu ziehen und ihre künstlerische Ader auszuleben. Und ihr Bruder Tom ist mit seinen beruflichen und familiären Pflichten völlig überfordert, was in eine mittelgroße Ehekrise mündet. Der einzig Unbekümmerte ist ihr Onkel, Johns Bruder Søren.

Annette K. Olesens Kinodebüt ist von der berühmten Improvisationstechnik des Briten Mike Leigh inspiriert, die den Schauspielern ein Maximum an Freiheit bei der Entwicklung der Charaktere erlaubt. Die Tragikomödie erzählt in stimmigen Bildern, wie der Tod einer Mutter den geregelten Alltagsablauf durcheinander bringen kann und sich die Familienangehörigen mit dem Tod abfinden.

SWR | 22.01. | 00:00
Das Glück kommt morgen
Under solen
Schweden 1998

Schweden, Mitte der 50er Jahre: Der gutmütige, leicht naive Olof (Rolf Lassgård) lebt allein auf dem familiären Bauernhof inmitten einer malerischen Naturidylle. Der einzige Freund des 40-Jährigen ist der junge Angeber Erik (Johan Widerberg).

Eines Tages gibt Olof eine Zeitungsanzeige auf: „Einsamer Landwirt, eigenes Auto, sucht junge Haushälterin. Foto erwünscht“. Unter den Interessentinnen ist Ellen (Helena Bergström), eine hübsche Städterin, die sich bald als tüchtige Haushaltshilfe erweist. Es dauert nicht lange, bis Olof sich in Ellen verliebt. Erik hingegen reagiert eifersüchtig auf die neue Mitbewohnerin seines Freundes. Als Ellen Olof eines Abends verführt, eröffnet sich für den schüchternen Mann eine neue Welt. Erik versucht immer wieder, Zweifel an Ellens Aufrichtigkeit bei Olof zu wecken – ohne Erfolg.

SWR | 23.01. | 23:00
Kops
Kopps
Schweden 2003

Im schwedischen Städtchen Högsboträsk herrscht die wahre Idylle, seit 20 Jahren gab es nicht ein richtiges Verbrechen. Deswegen hat Single Jacob, einer aus dem unterbeschäftigten Polizisten-Quartett, genügend Muße, seine Suche nach einer Freundin zu intensivieren. Und das Glück scheint ihm in Gestalt der reizenden Jessica zu winken, mit der er sich eines Abends prächtig unterhält und sogar für ein neues Treffen verabredet. Doch die Schönheit entpuppt sich als Jessica Lindbladt vom Polizei-Hauptquartier, die nur nach Högsboträsk gekommen ist, um die dortige Dienststelle zu schließen. Und so planen Jacob, Benny, Lasse und Agneta Gegenmaßnahmen. Doch der Versuch, per Presse und Volksbefragung das Unheil aufzuhalten, schlägt fehl. Jacob aber hat die Erleuchtung. Wenn das Verbrechen nicht zu ihnen kommt, muss man eben ein paar Verbrechen vortäuschen.

Regisseur Josef Fares, der bereits mit der Multikulti-Komödie "Jalla! Jalla!" international begeisterte, setzt auch in "Kops" wieder auf knochentrockenen skandinavischen Humor. Die Dialoge brillieren durch böse Komik, und die schrägen Figuren treiben die rasante Comedy voran. So zeigt der Film auch einen Querschnitt durch die moderne schwedische Gesellschaft.

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6 Kulturnotizen aus dem Norden

DK: Stine Fischer Christensen zum „Shooting Star 2008“ gewählt

Die dänische Schauspielerin Stine Fischer Christensen wird auf der Berlinale 2008 als europäischer Nachwuchsstar ausgezeichnet. Die Preisvergabe wird seit 1998 von der European Film Promotion (EFP) organisiert, die jedes Jahr die größten Schauspielhoffnungen der EU-Mitgliedsländer auswählt. Ihre erste große Kinorolle spielte Stine Fischer Christensen 2006 in Susanne Biers „Efter brylluppet“ (Nach der Hochzeit), für die sie bereits mehrere Auszeichnungen als beste weibliche Nebendarstellerin erhielt. Den oscarnominierten Film sahen allein 391.000 Zuschauer in Dänemark. Er ist einer der international bestverkauften und erfolgreichsten dänischen Streifen. (Quelle: Dänisches Filminstitut)

FIN: Kaurismäki-Schauspieler Peltola gestorben

Der international vor allem aus Filmen des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki bekannte Schauspieler Markku Peltola ist tot. Peltola starb nach Angaben einer Sprecherin des Telakka-Theaters in der Nacht auf den 31. Dezember zu Hause im Alter von 51 Jahren. Peltola spielte sowohl in Kaurismäkis „Mann ohne Vergangenheit“, als auch im Vorgängerfilm „Wolken ziehen vorüber“ an der Seite von Kati Outinen die männliche Hauptrolle. „Der Mann ohne Vergangenheit“ erhielt bei den Filmfestspielen in Cannes im Jahr 2002 den Großen Preis der Jury. Zuletzt hatte es sich Peltola zur Aufgabe gemacht, in Tampere das Theaterrestaurant „Telakka“ als Kulturzentrum aufzubauen. Peltola liebte die Kleinbühne und trat in den 80er Jahren mit der Gruppe Motelli Skronkle als Sänger und Gitarrist auf. 2003 und 2006 veröffentlichte er zwei Solo-Platten. Der 1956 in Helsinki geborene Peltola lebte zuletzt in der Ortschaft Kangasala in der Nähe von Tampere. Peltola ist nach dem 1995 als 44-Jähriger verstorbenen Matti Pellonpää der zweite Kaurismäki-Hauptdarsteller, der vergleichsweise jung aus dem Leben schied. (Quelle: Kurier/Österreich)

NO: Stavanger ist Europäische Kulturhauptstadt 2008

Mit einem Konzert und einem Volksfest auf den Straßen Stavangers startet die norwegische Stadt am 12. Januar in das Jahr als „Europäische Kulturhauptstadt 2008“. Das umfangreiche ganzjährige Programm beinhaltet unterschiedliche Kategorien, unter anderem Musik, Architektur, Film und Bühnenkunst. Mehr Infos unter
www.stavanger2008.no

NO: Exportschlager Film

Norwegische Filmproduktionen verzeichnen ein wachsendes internationales Interesse. Während 2002 nur ein Spielfilm international verkauft wurde, waren es im letzten Jahr acht norwegische Streifen, die weltweit in die Kinos kamen. Außerhalb der nordischen Länder bleibt der deutschsprachige Raum das wichtigste Verkaufsgebiet für Filme aus Norwegen. (Quelle: Nordic Film & TV Fund)

EST: Estlands Nationaldichter gestorben

Der bekannteste Schriftsteller Estlands, Jaan Kross, ist 87jährig in Tallinn gestorben. In den beiden vergangenen Jahrzehnten galt Kross immer wieder als Anwärter für den Literaturnobelpreis. Zu seinen in Deutschland bekannten Werken zählt u.a. „Der Verrückte des Zaren“. Kross wurde am 18. Februar 1920 in Tallinn geboren. Die Jahre zwischen 1946 und 1954 verbrachte er als Gefangener in einem sowjetischen Arbeitslager in Sibirien. Zuvor war er zwei Jahre lang Gefangener der Nazis. Nach der Unabhängigkeit Estlands von der Sowjetunion 1991 war der studierte Jurist eine zeitlang im Parlament als Abgeordneter aktiv, zog der Politik dann aber wieder das Schreiben vor. Durch sein persönliches Schicksal wurde Kross zum Symbol einer ganzen Generation: Nach politischer Gefangenschaft ein vollkommener Neuanfang in der Mitte seines Lebens. (Quelle: Eurotopics/Schweizer Fernsehen)

DK: Dänische Filme machen Hollywood Konkurrenz

2007 war ein ausgezeichnetes Jahr für den dänischen Film. Wie das Dänische Filminstitut mitteilte, beträgt der Marktanteil dänischer Filme in den Kinos des Landes 27 Prozent. Das heißt, mehr als jedes vierte Kinoticket in Dänemark wurde gekauft, um einen dänischen Film zu sehen. Insgesamt wurden cirka 3,2 Millionen Kinokarten für dänische Produktionen verkauft. „Anja & Viktor – brændende kærlighed“ ist mit 347.000 Zuschauern der erfolgreichste dänische Kinofilm des Jahres 2007. Unter den fünfzehn meistgesehenen Filmen des letzten Jahres sind allein sieben Kinder- und Familienfilme. (Quelle: Danmarks Radio)

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