Liebe Freunde und Freundinnen
von KULTURHUS BERLIN,
der mit dem Nordischen Filmpreis 2007 ausgezeichnete und für den
Oscar nominierte dänische Film „Kunsten at graede i kor“
ist eine der beiden Leinwandsensationen, die wir Ihnen im März
im Nordischen Filmklub zeigen. Die andere ist die neueste Elling-Verfilmung
aus Norwegen. Kino, das ans Herz geht. Literatur zum Film gemacht, mit
Tragik und Komik und großem Schauspiel.
Außerdem können Sie in diesem Monat mit KULTURHUS BERLIN
Freikarten für ein Konzert in der Berliner Philharmonie gewinnen.
Die dänische Schauspielerin Asta Nielsen wird im März in
einer großen Retrospektive im Berliner Kino „Arsenal“
gewürdigt. Gezeigt werden all die Spielfilme der für den deutschen
Film so wichtigen Künstlerin, die wir Ihnen in einem Porträt
vorstellen.
Nordeuropäische Autoren lesen auf der Leipziger Buchmesse, alle
Termine erfahren Sie von uns. Nordische Kulturveranstaltungen in Berlin,
skandinavische Sendungen im Fernsehen – mehr erfahren Sie im Newsletter
und auf unserer Seite
www.kulturhus-berlin.de.
Freuen Sie sich schon jetzt auf "Finnland in Berlin" –
das ist unser Newsletter-Thema im April.
Für den März die besten Grüße von
KULTURHUS BERLIN
Inhalt
1 KULTURHUS BERLIN lädt ein: Der neue Elling
aus Norwegen und Dänemarks Filmsensation 2007 erstmals in Berlin
im NORDISCHEN FILMKLUB
2 VERLOSUNG: Kammermusik aus Norwegen
3 THEMA: Asta Nielsen – die große Dänin
kommt in Berlin auf die Leinwand
4 NORDISCHE KULTURTIPPS für Berlin
5 FUNK & FERNSEHEN aus dem Norden
6 KULTURNOTZIZEN aus dem Norden
1 KULTURHUS BERLIN lädt ein: Der neue Elling
aus Norwegen und Dänemarks Filmsensation 2007 im NORDISCHEN FILMKLUB
Zwei skandinavische Filme der Extraklasse bringt der März: "Elling"
– der Querulant aus Norwegen – kommt mit seinem dritten
und letzten Film am 12. März in den NORDISCHEN FILMKLUB und damit
erstmals nach Berlin. "Die Kunst, im Chor zu weinen" wurde
in Dänemark das Kinoereignis des letzten Jahres. Wir zeigen den
meisterhaften, mit Preisen überhäuften Film am 26. März.
Dann geht der NORDISCHE FILMKLUB in die Saisonpause. Zuvor aber laden
wir nochmals herzlich ein:
12. März 2008 | 19:00
Elsk meg i morgen. Elling 3 | Lieb mich morgen. Elling 3
N 2005 | Regie: Petter Næss | 90 Min. | OmeU
[nach einem Roman von Ingvar Ambjørnsen]
Per Christian Ellefsen, Sven Nordin, Marian Saastad Ottesen, Marit
Pia Jacobsen, Kjersti Holmen
Stärker
als je zuvor balanciert der dritte und letzte Film über Elling
zwischen Komik und Tragödie: Gerade aus der Psychiatrie entlassen,
müssen die beiden Freunde Elling und Kjell Bjarne das eigenständige
Leben erneut erlernen. Während sein Kumpel zu seiner Freundin
Reidun zieht, bleibt der Außenseiter Elling allein. Dann aber
geschieht es doch noch: Elling verliebt sich … Wohl keine Filmfigur
sonst steht so nachdrücklich für Mitgefühl und Solidarisierung
wie der meisterhaft gespielte Querulant Elling. »Eine schöne,
rührende und verzweifelte Geschichte über die letzte Chance
eines Menschen, sich an einen anderen zu binden.« (Peter Næss)
26. März 2008 | 19:00
Kunsten at græde i kor | Die Kunst, im Chor zu weinen
DK 2007 | Regie: Peter Schønau
Fog | 107 Min. | OmeU
[nach einem Roman von Erling Jepsen]
Jannik Lorenzen, Jesper Asholt, Hanne Hedelund, Julie Kolbech, Thomas
Knuth-Winterfeldt, Rita Angela, Gitte Siem Christensen, Lene Tiemroth,
Bjarne Henriksen
Alan
ist 11 Jahre alt. Das Leben in der südjütländischen
Kleinstadt der 70er Jahre ist nicht leicht für den Jungen: Der
Vater ist psychisch instabil, droht mit Selbstmord, die Mutter hat
längst aufgegeben, nimmt Schlaftabletten, die Schwester wird
ins Hospital eingewiesen. Alan fühlt sich verantwortlich für
die Familie und will besonders den Vater aufheitern. Dessen einzige
Freude sind: Begräbnisreden. Und Alan kümmert sich darum,
dass es in der Stadt genügend Beerdigungen gibt. Die Groteske
einer kaputten Familie, die – mit den unschuldigen Augen Alans
gesehen – als eine aberwitzige Geschichte mit viel Satire erzählt
wird. Der großartig gespielte und spannend in Szene gesetzte
Film war für den Oscar 2008 nominiert und wurde als bester Film
Skandinaviens mit dem Filmpreis des Nordischen Rates 2007 ausgezeichnet.
Das
komplette Programm finden Sie auf unserer Website
www.kulturhus-berlin.de
[nach oben]
2 VERLOSUNG: Kammermusik aus Norwegen
KULTURHUS BERLIN verlost 3 x 2 Freikarten für das Berliner Konzert
des norwegischen Pianisten Leif Ove Andsnes
4. März 2008 | 20:00 Uhr | Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie
Leif Ove Andsnes
Seit die internationale Musikwelt in den frühen 90er Jahren auf
Leif Ove Andsnes aufmerksam wurde, spielt er weltweit in allen bedeutenden
Konzertsälen. Der New Yorker schrieb über den norwegischen
Pianisten, er sei "einer der erschreckend Wenigen, die Stärke
und Persönlichkeit gleichermaßen besitzen", und die
Financial Times schrieb: "Ein außergewöhnlich sensibler
Musiker, ein Künstler der Anmut und Einsicht vereint."
Frage: Leif Ove Andsnes war 1991 einer der Mitbegründer eines
Kammermusikfestes, das alljährlich in einem kleinen norwegischen
Ort gefeiert wird. Welcher Ort ist das?
Ihre Antwort schicken Sie an das KULTURHUS BERLIN bis zum 3. März
an info@kulturhus-berlin.de (Bitte unbedingt die Telefonnummer angeben).
Es gewinnen die ersten drei richtigen Einsendungen.
Mehr
zu Leif Ove Andsnes lesen Sie in unseren PROGRAMMTIPPS.
3 THEMA: Asta Nielsen – Die große
Filmretrospektive im Kino Arsenal
6. März – 13. April 2008 | Kino Arsenal
Asta Nielsen-Filmretrospektive
Die Filme der großen dänischen Schauspielerin Asta Nielsen
sind im Kino Arsenal zu sehen.
Als erster internationaler Filmstar machte sie den Film in Deutschland
salonfähig und führte ihn und zu einer ersten Blüte.
Asta Nielsen war eine autonome Schauspielerin, die auf sämtliche
Herstellungsprozesse ihrer Filme Einfluss nahm und ihre Rollen eigenständig
entwickelte. So heißt es in einer berühmt gewordenen Szenenanweisung
etwa lediglich: "Astas Kind stirbt – Astas Hauptszene."
Das zeigt, welchen Gestaltungsspielraum Asta Nielsen hatte und wie sie
ihn füllen konnte mit ihrer außergewöhnlichen physischen
Ausdruckskraft und Intelligenz.
Dank der Kooperation mit zahlreichen europäischen Filmarchiven
ist es möglich, sämtliche noch erhaltenen Filme Asta Nielsens
zu zeigen. Ein besonderes Ereignis innerhalb dieser Retrospektive ist
die Vorführung der Filme DER FREMDE VOGEL und ZAPATAS BANDE mit
der musikalischen Begleitung von Maud Nelissen und den Asta Harmonists
am 14. März im HAU 1. Zur Aufführung kommt eine von Maud Nelissen
geschriebene und letztes Jahr in Dortmund uraufgeführte Filmmusik.
Unter dem Titel "Asta Nielsen als Protagonistin der Moderne"
bieten drei Vorträge von Heide Schlüpmann, Annette Förster
und Michael Wedel am 16. März einen vertieften Einblick in die
einzigartige Schauspielkunst der Asta Nielsen. Alle Filme werden mit
Musikbegleitung zu sehen sein.
Eröffnet wird die Veranstaltungsreihe am 6. März im Kino
Arsenal. Die renommierte Stummfilmpianistin und Komponistin Maud Nelissen
wird die Filme "Die Filmprimadonne" und "Afgrunden"
musikalisch begleiten.
Das
komplette Programm finden Sie auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de
in der Rubrik Kulturtipps > Film.
Über Asta Nielsen: Sprache der Liebe
| 
Asta Nielsen in:
Der Absturz
© DFI Dänisches Filminstitut
|
Asta Nielsen, in einer Arbeiterfamilie geboren, wurde Schauspielerin
aus Leidenschaft. Sie begann ihre Schauspielkarriere in Kopenhagen und
hatte Anteil an der damaligen skandinavischen Theateravantgarde. 1910
drehte sie zusammen mit einem Kollegen, Urban Gad, ihren ersten Film.
AFGRUNDEN wurde ein Welterfolg. Das bestimmte ihre weitere Entwicklung,
die Nielsen ging als Filmschauspielerin in die Geschichte ein, auch
wenn sie daneben bis in die 30er Jahre hinein immer auch Bühnenauftritte
hatte. Die meisten ihrer Filme entstanden in Deutschland, und zwar von
1911 bis 1914 mit Urban Gad als Regisseur und Paul Davidsons Produktionsfirma
Projektions AG Union (PAGU). Das waren auch die Jahre, in denen sie
eine bis heute das Publikum hinreißende Spielfilmästhetik
entwickelte. Krieg, Weimarer Republik, die nationalsozialistische Machtergreifung
bedeuteten nicht nur äußerliche Eingriffe in ihre Karriere
– Abbruch der Filmarbeit 1914, zwischenzeitlich Wiederaufnahme
1916, Rückkehr nach Berlin 1918 und Ende ihrer Filmarbeit 1933.
Sie musste sich auch mit den jeweils veränderten Verhältnissen
in der Filmbranche auseinandersetzen. Mit ihrem Spiel auf diese Veränderungen
zu reagieren, sich in sie einzumischen, gelang ihr immer aufs Neue,
selbst als der Tonfilm kam. 1932 drehte sie UNMÖGLICHE LIEBE, in
dem sie die Stimme so einsetzt, dass die Materialität des Tons
wie die der Stille zum Tragen kommt.
Den
vollständigen Text von Heide Schlüpmann lesen Sie auf unserer
Website www.kulturhus-berlin.de
in der Rubrik Thema.
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4 4 NORDISCHE KULTURTIPPS für Berlin
4.1 Musik
4. März 2008 | 20:00 Uhr | Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie
Leif Ove Andsnes
Auf
dem Programm steht unter anderem – die lange Zeit für unspielbar
gehaltene – Ballade g-Moll von Edvard Grieg, die Andsnes spielt,
wie niemand sonst. Außerdem: von Bach die Toccata e-Moll, BWV
914, von Beethoven die Sonate Es-Dur op. 27 Nr. 1 "Quasi una fantasia"
und eine Auswahl der Preludes von Debussy.
Mit Edvard Grieg hat sich Andsnes im Jahr 2007, dem 100. Todesjahr des
norwegischen Komponisten, ausführlich auseinandergesetzt. Über
die Ballade sagt er: "Dieses Werk entstand in Bergen während
Griegs Midlifecrisis; seine beiden Eltern waren kurz zuvor gestorben,
was ihn in eine lange Depression führte, in der er bestrebt war,
seine musikalische Richtung zu finden. Nach dem frühen Erfolg mit
seinem Klavier-Konzert, der ihn auf einen Schlag berühmt gemacht
hatte, hoffte Grieg lange, ein größeres Klavierwerk zu schreiben,
das an diesen Erfolg anknüpfen würde. Heraus kam schließlich
die Ballade, die jedoch von ganz anderer Art ist als seine früheren
Werke. In diesem Werk kann man seine Verzweiflung, Melancholie und Wut
hören, eine Wut, die am Schluss fast barbarisch wird. Trotzdem
gibt es Momente von unglaublicher Schönheit, die in ihrer Größe
die Ballade zu einem der kostbarsten Stücke Griegs machen."
Karten à 45 / 40 / 35 / 30 / 20 Euro sind unter der Telefonnummer
(030) 826 47 27 sowie an allen bekannten Vorverkaufskassen erhältlich.
Sie können auch im Internet unter www.musikadler.de
reservieren.
Studentenkarten à 15 Euro gibt es nur an der Abendkasse.
Ort:
Kammermusiksaal der Berliner
Philharmonie
Herbert-von-Karajan-Str. 1
10785 Berlin
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7. März 2008 | 21:00 Uhr | Maschinenhaus der Kulturbrauerei
M. A. NUMMINEN singt Heine & Wittgenstein
Klavier: Pedro Hietänen
Mauri Antero Numminen, gleichermaßen Multitalent und Kultfigur
des finnischen Undergrounds, Erfinder des neorustikalen Jazz und Tangos,
ist endlich wieder auf Europa-Tournee in Begleitung von Pedro Hietänen
am Klavier und präsentiert diesmal ein explosives Gemisch aus Heine
und Wittgenstein.
Schon in den 60er Jahren machte sich M. A. Numminen Heines Poesie zueigen,
um seine Deutschkenntnisse an der Universität Helsinki zu perfektionieren!
Aus Heines mächtiger Produktion wählte M.A. Numminen nun für
seine neue CD, die für ihn passenden Gedichte. Humor, Ironie und
Komik sind ausschlaggebend für die gewählten Texte. Die Musik,
die er dazu komponiert, schwankt zwischen Tango und Walzer, Rock und
pseudoklassischem Lied. Und fast sieht es so aus, als sei Heinrich Heines
Lyrik fügsam! Für einige Texte, denen Herr Numminen die moderne
Mischungstechnik verpasst hat, sind die Titel passend gewählt.
Die Tractatus-Suite zu Texten des Philosophen Ludwig Wittgenstein hat
M. A. Numminen schon während seiner Studienzeit in den 1960er Jahren
komponiert. Die Uraufführung 1966 auf einem Jugendfest in Turku
Finnland war eine Katastrophe: Niemand konnte diese Musik verstehen.
Es dauerte 22 Jahre, bevor die Tractatus-Suite populär wurde. Den
Durchbruch brachte 1988 ein internationaler Philosophiekongress in Stockholm,
Schweden.
Maschinenhaus
der Kulturbrauerei
Schönhauser Allee 36
10435 Berlin
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4.2 Film
12. März 2008 | 20:00 Uhr (Einlaß 19.30 Uhr) | Kulturhaus
Spandau
Eine phantastische Reise durch ein phantastisches Land: ISLAND
63° 66° N
Film und Vortrag von Stefan Erdmann
Dieser Film berührt die Seele Islands. Er macht die Mystik und
Faszination des Landes sichtbar, hörbar und fühlbar. Der Münchner
Filmemacher Stefan Erdmann präsentiert seinen, über mehrere
Jahre erarbeiteten, Film über die faszinierende und einmalige Natur
der im Nordatlantik gelegenen größten Vulkaninsel der Erde
in zwei Teilen à 50 Minuten.
Bereits die erste Szene des Filmes zeigt Island, wie es ist, unbändig
und brutal, doch sanft zugleich. Meterhohe Wellen des Nordmeeres schieben
sich unaufhaltsam mit behäbiger Gelassenheit und tosendem Lärm,
im unwirklich anmutenden Abendlicht, an die Küste bei Vík
í Mýrdal im Süden Islands. Dort beginnt die Reise
und führt durch das gesamte Land.
Der Film zeigt ausschließlich Naturaufnahmen und bewegt sich
weg von den "normalen" Sehgewohnheiten alltäglicher Dokumentation.
Ein Muss für Liebhaber außergewöhnlicher und gut produzierter
Naturfilme und für jeden, der Island kennt und kennenlernen will.
Eintritt: 12 Euro | Bitte online reservieren unter www.islandfilm.de
Ort:
Kulturhaus Spandau
Mauerstraße 6
13597 Berlin
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14./17.–19./21. März | Felleshus der Nordischen Botschaften
EYESLAND - Film-Retrospektive
Filme aus Island können Sie an fünf Tagen von früh bis
spät sehen: Darunter sind Klassiker wie "Children of Natur"
aber auch aktuelle Musikfilme wie "Heima – Sigur Ros".
Das
Programm finden Sie auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de
in der Rubrik Kulturtipps > Film.
Ausführliche Informationen zu den Filmen:
Website
der Isländischen Botschaft
Eintritt frei
Veranstaltungsort:
Gemeinschaftshaus der Nordischen Botschaften
Rauchstr. 1
10787 Berlin
[nach oben]
4.3 Für Kinder
So. 10.03. | 15.30 Uhr
Pippi geht in den Zirkus
Kinder- und Jugendballett "Pas de trois" e.V.
An einem Spielevormittag mit Annika, Tommy und Herrn Nilsson kündigt
sich über das Radio ein ganz besonderer Zirkus an. Der weltberühmte
Zirkus POM-PI-NELLI kommt in die Stadt. Das lässt sich Pippilotta
Langstrumpf nicht entgehen. Sie wird als Ehrengast mit ihren Freunden
begrüßt und muss am Programm unbedingt teilnehmen.
Astrid-Lindgren-Bühne, ab 3 Jahre, 60 Minuten, Ticket: 3,–
EUR
Ort:
FEZ-Berlin
Kinder-, Jugend- und Familienzentrum
An der Wuhlheide 197
12459 Berlin
[nach oben]
4.4 Theater
12., 14., 15. und 16.03.2008 | 21 Uhr | Schaubühne am Lehniner
Platz
Hedda Gabler
von Henrik Ibsen
Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel
Regie: Thomas Ostermeier
Die Generalstochter Hedda Gabler hat geheiratet. Ihrem Ehemann, dem
aufstrebenden Historiker Jörgen Tesman, winkt eine Professur; er
hat sich daraufhin Geld geliehen und eine Villa gekauft, um seiner anspruchsvollen
Frau etwas bieten zu können. Seinen Nebenbuhler, den attraktiveren
und begabteren Lövborg, hat Hedda abblitzen lassen. Lövborg,
der gerne in berüchtigten Clubs seinen glänzenden Intellekt
mit Drogen betäubte, war finanziell und gesellschaftlich keine
aussichtsreiche Perspektive für sie gewesen. Jetzt kehrt Hedda
ernüchtert aus den Flitterwochen zurück und muss erfahren,
dass Lövborg mittlerweile sein Lotterleben an den Nagel gehängt
hat. Er hat ihre Abwesenheit genutzt, um ein aufsehenerregendes kulturgeschichtliches
Buch zu schreiben, und dessen überwältigendes Echo lässt
Tesmans Berufung zum Professor plötzlich mehr als fraglich erscheinen.
Hedda zerrinnt ihr Lebensplan zwischen den Fingern. Gegen ihre Neigung
hatte sie sich für ein Leben nach bürgerlichen Prinzipien
entschieden. Als diese Prinzipien nun nicht halten, was sie versprachen,
nämlich ökonomische Sorglosigkeit, beginnt sie, sich und ihre
Umwelt zu hassen und läuft Amok. Mit erbarmungslos wütender
Hellsicht attackiert sie die erdrückende Gutartigkeit, hinter der
ihre Mitmenschen Mittelmaß und Feigheit vor dem Leben verbergen.
Manipulation und Lüge sind die Mittel, mit denen sie virtuos innerhalb
nur eines Tages und einer Nacht diese von Aufstiegsdenken und Abstiegsangst
dominierte Welt zum Einsturz bringt.
In seinem 1891 am Hoftheater in München uraufgeführten Stück
zeigt Ibsen einen Angriff auf das Bürgertum von innen. Als zusammengehörige
Klasse mit gemeinsamen Werten ist das Bürgertum heute schwer auszumachen,
aber die bürgerlichen Sehnsüchte und Ängste, die seit
dem 19. Jahrhundert Biographien kontrolliert, reguliert und deformiert
haben, sind heute in alle finanziellen Schichten der Gesellschaft diffundiert.
Die Angst vor dem sozialen Abstieg ist unser kollektives Leitmotiv geworden.
Wir sind wieder reif für die Herausforderung und Zumutung einer
Hedda Gabler.
Schaubühne
am Lehniner Platz
Kurfürstendamm 153
10709 Berlin
Tel +49.30.890020
Fax +49.30.89002-190
[nach oben]
4.5 Ausstellung
7.
März bis 2. Mai 2008 | Finnland-Institut
HEL LOOKS – "Straßenmode" aus Helsinki
Fotos von Liisa Jokinen und Sampo Karjalainen
Die Fotoausstellung HEL LOOKS präsentiert originell und stilbewusst
gekleidete Bewohner von Helsinki. Die Fotos wurden zwischen 2005 und
2007 in Straßen und Clubs von Helsinki aufgenommen. Ziel des ständig
fortschreitenden Projekts ist einerseits, die verschiedensten Stile
der Hauptstadtbewohner zu dokumentieren, und andererseits, die Menschen
zu ermutigen, originelle Kleidung zu tragen. Durch verschiedene Stile,
so hoffen die Erfinder von HEL LOOKS, können auch andere Unterschiede
leichter akzeptiert werden.
Die Ausstellung basiert auf der gleichnamigen Internetseite von Liisa
Jokinen und Sampo Karjalainen. Liisa Jokinen ist freie Journalistin,
während Sampo Karjalainen als kreativer Leiter im Technologieunternehmen
Sulake tätig ist. Beide leben in Helsinki.
Siehe auch www.hel-looks.com.
HEL LOOKS findet im Rahmen der Helsinki-Reihe
statt, über die wir in unserem April-Newsletter ausführlich
berichten werden.
Finnland-Institut
Georgenstr. 24
10117 Berlin-Mitte
Mo 10-17, Di-Do 11-19, Fr 9-15 Uhr
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bis zum 16. März | NGBK
4. Ars Baltica Triennale der Fotokunst "Don’t Worry
– Be Curious!"
Die 4. Ars Baltica Triennale der Fotokunst Don’t Worry –
Be Curious! präsentiert Fotografien, Videos und Installationen
von 20 Künstlern und Künstlerinnen aus den Ostseeanrainerstaaten,
die auf unterschiedliche Weise über die gegenwärtigen gesellschaftlichen
Umbrüche und die dadurch hervorgerufenen Ängste und Probleme
sprechen.
KünstlerInnen: Petra Bauer (SE), Anna Baumgart (PL), Bodil Furu
(NO), Olga Chernysheva (RU), Colonel und Khaled D. Ramadan (DK), Kaspars
Goba (LV), Oliver Kochta-Kalleinen und Tellervo Kalleinen (FI), Kristina
Inciuraite (LT), Sven Johne (DE), Talleiv Taro Manum (NO), Tanja Nellemann
Poulsen (DK), Anu Pennanen (FI), J&K (DE/DK), Katrin Tees (EE),
Alexander Vaindorf (SE), Arturas Valiauga (LT), Julita Wójcik
(PL)
Täglich 12 - 18.30 Uhr
Ort:
Neue Gesellschaft für
Bildende Kunst e.V. (NGBK)
Oranienstraße 25
10999 Berlin
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8. Februar – 04. Mai 2008 | IFA-Galerie Berlin
STADTanSICHTen:
"Schöne neue Welt – Zur Umgestaltung von Städten
in Mittel- und Osteuropa"
Teil der Ausstellung sind auch Präsentationen, die sich mit Riga
und Vilnius beschäftigen.
- Vytautas Michelkevicius: "SOVARCH<1990: Vilnius",
2004
- Kristina Inciuraite: "Leisure" und "Shutdown",
2003, 2 Videofilme (Projektionen)
- Planung und Bau eines neuen kulturellen Zentrums in Riga, Lettland
"Die Neuen Drei Brüder" (Nationalbibliothek, Konzerthalle
und Museum für zeitgenössische Kunst)
- Albert Caspari: "Riga 1990 bis heute", (Fotodokumentation)
Dienstag – Sonntag 14 – 19 Uhr
IFA-Galerie
Berlin
Linienstraße 139/140
10115 Berlin
[nach oben]
4.6 Lesungen in Berlin & auf der Leipziger
Buchmesse
5. März | 20:15 Uhr | Lehmanns Buchhandlung
Åke Edwardson: Rotes Meer
Seinen neuen Roman präsentiert Åke Edwardson an diesem Abend
in Berlin. Den deutschen Part übernimmt der Bremer "Tatort-Kommissar"
Oliver Mommsen.
Gegen halb vier am Morgen kamen die Mörder. Sie töteten
Jimmy Foro, den Besitzer eines kleinen, rund um die Uhr geöffneten
Ladens, und zwei seiner kurdischen Mitarbeiter. Als Erik Winter wenig
später an den Tatort gerufen wird, steht er vor einer ungeheuren
Blutlache. Wofür sind diese Männer bestraft worden? Und wo
ist der kleine Junge, der angeblich alles gesehen hat? Winter kommt
nur schwer voran mit den Ermittlungen in einem Milieu, in dem der Kampf
ums Überleben zusammenschweißt. Als er zu verstehen beginnt,
was es heißt, am Rande des Abgrunds und ohne Heimat zu leben,
geschieht ein weiterer Mord. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt –
ein Fall, der den Blick freigibt in die Abgründe unserer Parallelgesellschaft.
Infos und Tickets erhalten Sie bei Lehmanns oder unter www.lob.de
Ort:
Lehmanns Buchhandlung
Hardenbergstr. 5
10623 Berlin
Alle Tourtermine lesen Sie hier:
www.ullsteinbuchverlage.de
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Neben der "Nordischen Lesenacht" am 14. März bietet
die Leipziger Buchmesse auch in diesem Jahr wieder eine Reihe von Lesungen
mit skandinavischen Autoren. KULTURHUS BERLIN gibt Ihnen einen Überblick
über alle nordeuropäischen Literaturtermine in Leipzig, bei
denen Autoren aus Schweden, Finnland, Norwegen, Island, dem Baltikum
und Polen aus ihren neuen Büchern lesen:
Eeva-Kaarina Aronen (Finnland), Elina Hirvonen
(Finnland), Klas Östergren (Schweden), Horace
Engdahl (Schweden), Ninni Holmqvist (Schweden),
Maria Sveland (Schweden), Arnhild Lauveng
(Norwegen), Sigmund Lovasen (Norwegen), Erik
Fosnes Hansen (Norwegen), Gudbergur Bergsson
(Island), Jón Kalman Stefánsson (Island),
Laima Muktupavela (Lettland), Dace Ruksane
(Lettland), Laima Muktupavela (Lettland), Andrius
Jakuciunas (Litauen)
Einen
Überblick mit allen Terminen finden Sie auf unserer Website
www.kulturhus-berlin.de in der Rubrik Kulturtipps > Leipziger
Buchmesse.
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Sollten Sie es nicht nach Leipzig schaffen, können Sie im Finnland-Insititut
in Berlin die beiden finnischen Autorinnen Elina Hirvonen
und Eeva-Kaarina Aronen erleben. Im Kleisthaus lesen
Arnhild Lauveng, Endre Lund Eriksen
und Sigmund Løvåsen aus Norwegen.
11. März 2008 | 19 Uhr | Finnland-Institut
Elina Hirvonen: Että hän muistaisi saman
– Erinnere dich
12. März 2008 | 19 Uhr | Finnland-Institut
Eeva-Kaarina Aronen: Anna Renforsin totuus – Die Lachsfischerin
Ort:
Finnland-Institut
Georgenstr. 24 (1. OG)
10117 Berlin-Mitte
Bahnhof Berlin-Friedrichstraße
12. März 2008 | 19:00 Uhr | Kleisthaus
Arnhild Lauveng: Morgen bin ich ein Löwe. Wie ich die
Schizophrenie besiegte
13. März 2008 | 10:00 Uhr | Kleisthaus
Endre Lund Eriksen: Beste Freunde oder der ganz normaleWahnsinn
13. März 2008 | 19:00 Uhr | Kleisthaus
Sigmund Løvåsen: Brach
Ort:
Kleisthaus
Mauerstraße 53
10117 Berlin
Einen
Überblick mit allen Literaturterminen in Berlin finden Sie auf
unserer Website www.kulturhus-berlin.de
in der Rubrik Kulturtipps > Lesungen.
[nach oben]
5 Der NORDEN in Funk und Fernsehen
5.1 Hörtipps
DR Kultur | 10. März | 21.33 Uhr
Kältezone
Kriminalhörspiel
Autor: Arnaldur Indridason
In einem See südlich von Reykjavík entdeckt eine Hydrologin
ein männliches Skelett, festgebunden an einem alten russischen
Abhörsender. Der Schädel hat ein Loch und liegt vermutlich
schon seit vierzig Jahren im Wasser. Kommissar Erlendur forscht nach
der Herkunft des Abhörsenders und geht allen ungeklärten Vermisstenanzeigen
nach.
Der Sender, so stellt sich heraus, gehörte der früheren isländischen
DDR-Vertretung. Die Spur führt zurück in die Zeit des Kalten
Krieges, ins Leipzig der Nachkriegsjahre und zu einer Liebesgeschichte.
Arnaldur Indridason, geboren 1961 in Reykjavik, studierte
Geschichte, arbeitete als Journalist und Filmkritiker. Sein Kriminalroman
"Todeshauch" wurde 2005 mit dem Gold Dagger Award der British
Crime Writers' Association ausgezeichnet.
5.2 Fernsehtipps
An
dieser Stelle ein paar Tipps für den März – das komplette
Fernsehprogramm können Sie auf unserer Website
www.kulturhus-berlin.de in der Rubrik Seh- und Hörtipps
> Fernsehen lesen.
MDR | Samstag, 01.03.2008 | 08:10 Uhr
Elina (Som om jag inte fanns/Näkymä Tön Elina)
Drehbuch: Kjell Sundstedt
Regie: Klaus Härö
In einem kleinen Dorf an der Grenze zwischen Schweden und Finnland,
nahe einem weiten Moorgebiet, lebt die neunjährige Elina mit ihrer
schwedischen Mutter Marta und der jüngeren Schwester Irma. Der
Vater, ein finnischer Einwanderer, ist an Tuberkulose gestorben, und
auch Elina musste lange wegen Schwindsucht das Bett hüten. Endlich
darf Elina wieder zur Schule gehen. Doch gleich am ersten Tag wird sie
von der Direktorin Tora Holm grob zurechtgewiesen: Es ist streng verboten,
in der Schule finnisch zu sprechen. Elina findet das Verbot ungerecht,
mit ihrem Vater hatte sie immer finnisch gesprochen. Außerdem
verstehen einige Kinder noch nicht genug schwedisch, um dem Unterricht
folgen zu können. Doch während alle anderen ängstlich
gehorchen, stellt Elina sich dem Machtkampf mit der Lehrerin.
ARTE | Sonntag, 02.03.2008 | 23:55 Uhr
Spanisch für Erwachsene
Litauen 2007
Filmemacher Tomas Tamosaitis folgt in seinem Dokumentarfilm einem Sprachkurs
für Einwanderer in einer kleinen Schule in der spanischen Provinz.
Maria Antonia heißt die ungewöhnliche Lehrerin, die sechsmal
in der Woche Menschen aus aller Welt unterrichtet.
Tomas Tamosaitis hat in Litauen Musik und am European Film College
in Dänemark und der Andrzej Wajda Master School in Polen Filmregie
studiert und unter anderem auch ein Stipendium im Rahmen des europäischen
Austauschprogramms für junge Künstler "Pépinières
européennes pour jeunes artistes" erhalten. Seit 2002 macht
er Dokumentar-, Spiel- und Kurzspielfilme, von denen viele auf internationalen
Festivals gezeigt wurden.
ZDF Infokanal | 3., 4., 10. und 11. März 2008 | jeweils 21:30
Uhr
Weekend: Kopenhagen
Jeweils 15-minütiges Magazin über die dänische Hauptstadt
Kopenhagen
3SAT | Mittwoch, 05.03.2008 | 03:05 Uhr
Art Now. Olafur Eliasson
Olafur Eliasson, 1967 in Kopenhagen geboren, ist ein Zauberer. Er bringt
Naturphänomene ins Museum und legt zugleich die einfachen technischen
Mittel offen, mit denen er seinen Zauber inszeniert. Für seine
Installationen und Land Art nutzt Eliasson Materialien, die natürlich
und flüchtig sind: Licht, Hitze, Feuchtigkeit, Dampf und Eis. Sie
werden vom Künstler ästhetisch manipuliert. Eliassons Arbeit
definiert einen Bereich zwischen Natur und Technologie, zwischen dem
Organischen und Industriellen.
Von 1989 bis 1995 studierte Olafur Eliasson an der Royal Academy of
Arts in Kopenhagen. Seine Installationen wurden seit 1989 in vielen
internationalen Ausstellungen gezeigt, unter anderem in London, Venedig
und New York.
3SAT | Montag–Freitag, 03. – 07.03.2008 | 22:25 Uhr
1-2-3 Moskau. ln 7 Tagen durch Osteuropa
Eine Wettfahrt der besonderen Art: Katrin Bauerfeind und Henning Wehland
müssen es in sieben Tagen von Berlin nach Moskau schaffen. Unterwegs
sind einige Aufgaben zu bewältigen. Die erste Etappe führt
sie nach Warschau. (5 Folgen, Mo. – Fr.)
hr-fernsehen | Samstag, 08.03.2008 | 12:00 Uhr
Erdbeeren im ewigen Eis
Wenn der Sommer nach Grönland kommt
Erdbeeren im ewigen Eis? Arbeitslose Schlittenhunde? Kanu-Führerschein
für Eskimos? Das sind nur drei der skurril klingenden Geschichten,
die die Filmautoren Jürgen Vogt und Herbert Elias auf ihrer Reise
durch Grönland fanden. Grönland, Teil der Arktis und zu neunzig
Prozent von Gletschern bedeckt, wird im Internationalen Polarjahr 2007/2008
von Forschern genau unter die Lupe genommen. Den Wissenschaftlern geht
es vor allem um die Folgen des Klimawandels: Was verändert sich
konkret und sichtbar? Wer ist davon betroffen, und was kann getan werden?
Herbert Elias und Jürgen Vogt verbrachten den Sommer auf Grönland
und trafen Menschen, die sich auf kreativste Art und Weise mit den klimatischen
Veränderungen arrangieren.
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6 Kulturnotizen aus dem Norden
NO: Internationale Saatgutbank auf Svalbard
Norwegens Ministerpräsident Jens Stoltenberg hat das "Svalbard
Global Seed Vault" eröffnet. Das globale Saatgutlager liegt
auf der Insel Svalbard (Spitzbergen) und soll ein weltweit wichtiger
Beitrag zum Kampf gegen Hunger und Armut in den Entwicklungsländern
sein. Die mit Wissenschaftseinrichtungen in aller Welt kooperierende
Saatgutbank soll die genetische Vielfalt an Lebensmittelgewächsen
für zukünftige Generationen sichern, um dem drohenden Verlust
der biologischen Vielfalt zuvorzukommen. Die "moderne Ausgabe der
Arche Noah" liegt etwa 130 Meter tief im Gebirge, einige Kilometer
von Longyearbyen entfernt und beherbergt insgesamt 12 Tonnen Saatgut.
(Quelle: Norwegische Botschaft/F.A.Z.)
DK/SV: Geliebte Hörbücher
In Dänemark sind Hörbücher erfolgreicher denn je. 2007
stieg die Anzahl verkaufter Exemplare im Vergleich zum Vorjahr um 75
Prozent. Nach Angaben der Verlegervereinigung entsprach der Umsatz damit
etwa 40 Millionen Kronen in Dänemark. Einen noch besseren Stand
allerdings haben Hörbücher in Deutschland und Schweden. In
Schweden wurden 2006 etwa 185 Millionen schwedische Kronen für
Hörbücher ausgegeben.
(Quelle: Danmarks Radio)
DK: Neues Schauspielhaus in Kopenhagen eröffnet
Am 16. Februar wurde das neue Schauspielhaus in Kopenhagen eingeweiht.
Das von Architekturkritikern gelobte Gebäude der dänischen
Architekten Boje Lundgaard und Lene Tranberg wurde innerhalb von drei
Jahren erbaut und liegt direkt am Wasser, gegenüber der neuen Oper,
in unmittelbarer Nähe des touristisch geprägten Nyhavn und
dem königlichen Schloß Amalienborg. Mit seinen drei Bühnen
wird das Skuespilhus insgesamt etwa 1000 Gästen Platz bieten.
Bei der Eröffnung wurde dem hochkarätigen Premierenpublikum,
darunter in erster Reihe Regierungschef Anders Fogh Rasmussen, das Schauspiel
"Hamlet" präsentiert. Als weiteres aktuelles Stück
wird bis zum 17. März die Urpremiere von "Sult" (Hunger),
einem Stück des norwegischen Autors und Dramatikers Jon Fosse nach
dem Roman von Knut Hamsun gezeigt.
Mehr Infos unter www.skuespilhus.dk
(Quelle: Politiken)
SV: Dramaten feiert 100 Jahre
Das Gebäude des Königlich Dramatischen Theaters (Kungliga
Dramatiska Teatern) – kurz Dramaten – feiert in diesem Jahr
sein 100jähriges Bestehen. Das Haus, das speziell für das
bereits 1788 gegründete Theater entworfen und erbaut wurde, ist
seit seiner Fertigstellung Anfang 1908 Heimstatt des wichtigsten Stockholmer
Theaters. Eingeweiht wurde Dramaten im Februar 1908 mit August Strindbergs
Drama "Meister Olof". Zu Ehren des Jubiläums werden im
Dramaten in diesem Jahr zahlreiche skandinavische Klassiker aus dieser
Zeit aufgeführt.
Weitere Infos unter www.dramaten.se
BALT: 2008 jazzt das Baltikum
In den drei baltischen Ländern finden in diesem Jahr zahlreiche
Internationale Jazz-Festivals statt. Seit Jahrzehnten präsentiert
sich die Jazz-Avantgarde beim "Vilnius Jazz Festival", das
als eines der bedeutendsten Jazz Festivals in Osteuropa gilt. Im Sommer
steigen unzählige Open Air Jazz Konzerte, darunter das alternative
Jazzfestival auf der Insel Muhu in Estland. Zum Jahresausklang bietet
der internationale Weihnachtsjazz in Tallinn eine besondere Atmosphäre
in Kaffeehäusern, Konzertsälen und Kirchen.
Weitere Infos unter www.baltikuminfo.de
FI: Mikko Franck künstlerischer Leiter der finnischen Nationaloper
Der 28jährige Mikko Franck ist der neue künstlerische Leiter
und gleichzeitig der Chefkapellmeister der finnischen Nationaloper.
Franck ist vergangenes Jahr von seiner Position als Chefdirigent der
Nationaloper wegen Differenzen zurückgetreten und kehrt jetzt mit
zusätzlichen Befugnissen zurück.
Sein Ziel ist, die Zeitspange der künstlerischen Planung zu verlängern,
um so die wirtschaftlichen und personellen Resourcen besser zu berücksichtigen.
Franck plädiert für ein balanciertes Repertoire von modern
und klassisch mit regelmäßigen Uraufführungen der neuen
einheimischen Oper und ausländischen und heimischen Klassikern.
(Qelle: Suomi News)
DK: Universitätsstudium für dänische Lehrer
Bisher werden Lehrer in Dänemark wie Sozialarbeiter oder Krankenschwestern
an Fachhochschulen ausgebildet. Nun wird die Universität Aarhus
einen fünfjährigen Studiengang für Lehrer anbieten. Die
Zeitung findet das gut: "Da sich die Anforderungen an die Ausbildung
und Kompetenz der Lehrer verändern und immer komplexer werden,
ist eine gute Grundlage wichtiger denn je. Diesem Bedarf wird eine wissenschaftlich
fundierte Ausbildung entgegenkommen: Lehrer wie Schüler verdienen
es, dass Methoden und Unterrichtsverlauf in der Grundschule auf echtem
Wissen darüber aufbauen, was funktioniert und was nicht. Wenn alles
gut läuft, besteht die begründete Hoffnung, dass die neue
akademische Lehrerausbildung den Weg für eine engere Zusammenarbeit
zwischen Universitäten und [Lehrer]-Seminaren im ganzen Land ebnen."
(Quelle: Politiken/Eurotopics)
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