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| Liebe Freundinnen
und Freunde von KULTURHUS BERLIN, Vorab stellt Ihnen Constanze Gestrich den neuen Holt-Krimi hier schon einmal näher vor. Weitere Informationen zur Lesung mit Anne Holt und zu Krimis aus dem Norden finden Sie in unserem Newsletter. Sigur Rós – mit einer der schönsten neueren Musikdokumentationen zeigen wir ein Porträt der isländischen Band: am 12. November im NORDISCHEN FILMKLUB. Der Film "Heima" bringt Mitschnitte aus dem Jahre 2007, als die Band quer über die Insel tourte, kostenlose und unangekündigte Konzerte gab. Raue isländische Natur, sogar Interviews der Musiker, unterlegt mit Sigur Rós stimmungsvoller Klangkunst. Außerdem lesen Sie ein Porträt der isländischen Band, das Anika Lüders für uns verfasst hat. Nils Landgren – der "Schwede mit der roten Posaune".
Der wohl bekannteste skandinavische Jazzmusiker spricht im Interview
mit KULTURHUS-BERLIN über Jazz, die Musiktraditionen seines Landes
und seine Pläne für die kommenden Berliner Jazzfeste. Und alles über skandinavische Weihnachten in Berlin bringt unser Dezember-Spezial. Beste Grüße Inhalt1 KULTURHHUS BERLIN lädt ein: Die dunkle Seite des Idylls - Kriminalliteratur aus dem Norden
1.2 REZENSION: "Der norwegische Gast" von Anne Holt 1.3 REZENSION: Ein neuer Krimi aus Finnland. Ilkka Remes' "Das Erbe des Bösen" 2 NORDISCHER FILMKLUB im November: Sigur Rós und norwegische Geschichte 2.1 Sigur Rós – Heima am 12.
November
6 KULTURNOTIZEN aus dem Norden 1 KULTURHUS BERLIN lädt ein: Die dunkle Seite des Idylls – Kriminalliteratur aus dem Norden1.1 LESUNG MIT MUSIK: Anne Holt (Norwegen) liest aus ihrem neuen KrimiDüster ist der Norden. Kalt. Neblig. Dunkel. Die Landschaft ist karg und öde. Die Holzhäuser knarren im Wind, und Straßen sind menschenleer. Die Einsamkeit ist erdrückend. Plötzlich ein gellender Schrei – jemand wird ermordet. "Von Mord nach Süd", "Von Morden im Norden" oder "Der Mord, der aus der Kälte kommt" – die Titel der Zeitungsartikel, die sich dem Phänomen "Skandinavischer Krimi" nähern, spielen in ihren Formulierungen mit den geografischen und klimatischen Gegebenheiten von Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland und Island. Verbirgt sich in den düsteren und kalten Regionen vielleicht ein Hort des Grauens? Buchtitel wie "Vor dem Frost" (Henning Mankell), "Frostnacht" (Arnaldur Indriðason), "Winterland" (Åke Edwardson) oder "In kalter Absicht" (Anne Holt) lassen entsprechendes vermuten. Doch schon nach der ersten "nordischen" Krimilektüre, tut sich dem Leser eine ganz andere Welt auf: Was skandinavische Krimis düster macht, ist nicht ihre Einbettung in die verschrobene Wetterlage, sondern die gesellschaftlichen Abgründe, Intrigen, Verwicklungen und Desperate der Toten, Mörder und Ermittler selbst, die der Leser aufdeckt. Indriðasons Kommissar Erlendur zum Beispiel muss in "Nordermoor" den Mord an einem Vergewaltiger lösen, sich mit ominösen Biotech-Gesellschaften plagen und gleichzeitig seiner drogensüchtigen Tochter kein Geld geben und Ärger vom Hals halten. Wer glaubt, dass Island eine kleine Insel mit Gletschern und herumtollenden Elfen ist, wird maßlos enttäuscht. Mankells Kurt Wallander ist Eigenbrötler, wortkarg und ermittelt auch außerhalb polizeilicher Konventionen. Die Überführung des Mörders steht für Wallander über dem sozialen Kontakt zu seinem Umfeld, seinen Kollegen – sein wenig elegantes Äußeres tut sein übriges. Auch Anne Holts Ermittlerin Hanne Wilhelmsen glänzt weniger durch Höflichkeit und Nachsicht, sondern ermittelt mürrisch, angenervt aber erfolgreich. Der Beruf hinterlässt tiefe Spuren in den Seelen der Polizisten. Zusammen mit den Opfern und Tätern sind sie ein erbarmungsloser Spiegel der heutigen Gesellschaft. Dieser kritische teils auch zynische Blick der Autoren auf die vermeintliche heile Welt ist mittlerweile zu einem Markenzeichen der skandinavischen Krimis geworden. Aber das – oder sollte man besser sagen, gerade das, schreckt die deutschen Leser nicht ab, skandinavische Krimis eifrig zu lesen. In den letzten Jahren entstand ein wahrer Boom um die Schriftsteller aus dem Norden. Wie Alexandra Hagenguth in ihrem Artikel "Der Mord, der aus der Kälte kommt" schreibt, sind über 120 Autoren und Autorinnen mit ihren Krimis auf dem deutschen Markt vertreten. Ob als Hörspiel oder Film, wer nicht so gern liest, kann auch hinhören und zugucken.
KULTURHUS BERLIN freut sich deshalb, am 5. November 2008 zu einer Lesung mit der norwegischen Krimiautorin Anne Holt einzuladen. Die Lesung ist eingebettet in die Veranstaltungsreihe "Die dunkle Seite des Idylls", die wir auch im kommenden Jahr fortführen werden. Neben weiteren Lesungen mit Krimiautoren ist eine Podiumsdiskussion geplant, die sich detektivisch mit "Skandinavischen Krimis" auseinandersetzen soll. Dort könnte unter anderem diskutiert werden, ob der skandinavische Krimi "die einzige Form von Literatur (ist), in der noch moralische Fragen behandelt werden können (…)" (Alexandra Hagenguth). Seien Sie also wachsam und verfolgen Sie die Spur. Frauke Stuhl
5. November 2008 | 20 Uhr | Kulturhaus Mitte Ort: Eintritt: 8.- €/ erm. 6.- € Um Anmeldung wird gebeten: Eine Veranstaltung des KULTURHUS
BERLIN e.V. in Kooperation
1.2 REZENSION: "Der norwegische Gast" von Anne Holt
--- Anne Holt: Der norwegische Gast 1.3 REZENSION: Ein neuer Krimi aus Finnland. Ilkka Remes' "Das Erbe des Bösen"
Als sich sein Sohn Erik, ein erfolgreicher Genforscher, auf die Suche nach seinem verschwundenen Vater macht, kommt er nach und nach dessen düsterer Geschichte auf die Spur. Einer Vergangenheit, die sich nicht, wie jahrelang dem Sohn erzählt, an den Universitäten der Vereinigten Staaten von Amerika abspielte, sondern im Rahmen des Atomforschungsprogramms der Nationalsozialisten. Als Erik noch erfährt, dass seine Mutter Ingrid unter Otmar Freiherr von Verschuer am Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik arbeitete und für ihre Forschungen sogar Organe von ermordeten Häftlingen über Joseph Mengele aus Auschwitz erhielt, befindet sich Erik bereits in einem Alptraum, der auch seine eigene Familie in Gefahr bringt. Äußerst spannend erzählt Remes Eriks Suche, die Hetzjagd nach seinem Vater und die Konflikte mit seiner (ver)schweigenden Mutter, die er beide immer weniger kennt. Wer ist diese mysteriöse Katharina Kleve? Warum ist sein Vater entführt worden? Und warum ist in Gottes Namen zur gleichen Zeit von Finnland aus eine Rakete in St. Petersburg eingeschlagen? ...
--- Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen 2 NORDISCHER FILMKLUB im November: Sigur Rós und norwegische Geschichte2.1 Sigur Rós – Heima am 12. November12. November 2008 | 19 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften
Felleshus
der Nordischen Botschaften 2.2 Kautokeino Opprøret - The Kautokeino rebellion am 26. November26. November 2008 | 19 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften
Felleshus
der Nordischen Botschaften
2.3 Ein PORTRÄT der Erfolgsband Sigur Rós: Stimmungsmusik aus Island
3 INTERVIEW: KULTURHUS BERLIN im Gespräch
mit Nils Landgren
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Nils Landgren gilt als einer der wichtigsten Vertreter des europäischen Jazz. Der Schwede, 1956 in Degerfors in Värmland geboren, studierte klassische Posaune und wechselte später zum Jazz. Landgrens zahlreiche Alben haben sich überaus erfolgreich verkauft. Er gibt weltweit Konzerte, ist Professur an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und von 2008 bis 2010 künstlerischer Leiter des Berliner JazzFestes. Das Kurt Weill Fest in Dessau wählte ihn zum Artist in Residence 2009. Seine große Liebe zu Bach führte Landgren zu seinem neuesten Projekt, an dem er derzeit arbeitet und für das er klassische Barockmusik mit Jazz mixt.
KULTURHUS BERLIN: In wenigen Tagen, am 5. November, startet das diesjährige Berliner Jazzfest. Sie leiten dieses wichtige und traditionsreiche Jazzfestival in diesem Jahr und auch in den kommenden zwei Jahren. 2001 waren Sie schon einmal hier in Berlin für das Programm des Jazzfestes verantwortlich. Damals haben Sie sich auf skandinavischen Jazz konzentriert. In diesem Jahr sieht es etwas anders aus. Was waren Ihre Überlegungen, was wollten Sie diesmal anders, neu machen?
Nils Landgren: Ein skandinavisches Jazzfest zu gestalten, das war damals mein Auftrag. Ich holte dafür Leute aus ganz Skandinavien, aus Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Island nach Berlin. Damals habe ich versucht, ein skandinavisches Jazzfest zu machen, und zwar so gut wie möglich. Diesmal dachte ich, dass es sehr gut einmal ein Festival ohne einen festgelegten Schwerpunkt sein könnte. Ein Festival, das nicht alles vorwegnimmt, sondern vielmehr die Musiker selber erzählen lässt, durch ihre Musik. Diese thematische Offenheit gibt einem natürlich auch die Freiheit, Musiker aus ganz unterschiedlichen Ländern, unterschiedlichen Kulturen, mit ganz unterschiedlicher Musik einzuladen. Das war für mich auf jeden Fall ein starker Wunsch. Und das konnte ich machen. Ein gutes Festival, ohne Einengung. Einfach versuchen, gute Musik und Musik, die zusammenpasst, vorzustellen.
KULTURHUS BERLIN: Wollten Sie etwas ganz Neues, oder halten Sie sich an die Tradition des Berliner Jazzfestes?
Nils Landgren: Ich versuche, Brücken zu bauen zwischen Tradition und Erneuerung. Ich stelle gerne Sachen vor, die im Jazzbereich traditionell sind, aber auch Sachen, die nicht traditionell gesehen werden. Unbekannte Sachen, Formationen, die musikalisch auf ganz neuen Wegen sind. Es ist wichtig, diese lange Tradition nicht zu vergessen. Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, dass man den Ursprung auch vorstellt, indem man Künstler aus den USA einlädt, aber eben auch viele Europäer, und vor allem viele Deutsche, sogar Leute aus Berlin...
Das
komplette Interview von Inken Dose und Ulrike Schulz
lesen sie auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de.
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13. Dezember | 20 Uhr | Passionskirche
Nils Landgren: Christmas With My Friends II
Berliner Konzerte mit Nils Landgren und der FunkUnit werden längere Zeit auf sich warten lassen. Am 13. Dezember aber tritt der Schwede noch einmal in der Passionskirche in Berlin-Kreuzberg auf. Beginn: 20 Uhr. "Christmas With My Friends II". Ein vorweihnachtliches Programm mit schwedischen und internationalen Weihnachtsliedern aus Jazz, Klassik und Folklore. Dieses Jahr mit dabei: Jeanette Köhn (voc), Sharon Dyall (voc), Ida Sand (p, voc), Johan Norberg (g), Jessica Pilnäs (voc), Jonas Knutsson (sax) und Eva Kruse (b).
Ort:
Passionskirche
Marheinekeplatz 1-3
10961 Berlin
7.11.2008 – 2.01.2009 | Felleshus der Nordischen Botschaften
MACH DICH SCHLAU! DIE KINDERKULTUR DÄNEMARKS
Ausstellung und Werkstatt für Kinder
Wie wird man schlauer? Pauken für PISA? Nein! Kinder wissen es besser. Natürlich durch Spielen!
In den kommenden Monaten können Kinder im Felleshus der Nordischen Botschaften mit ihren Freundinnen und Freunden, Eltern, Erzieherinnen und Erziehern oder Lehrerinnen und Lehrern unter anderem im literarischen Fundbüro aushelfen, auf Buchstabenjagd gehen, mit JOVO-Bauteilen bauen, auf Soundsafari in der Symphonye Naturae von Henning Christiansen gehen, als Künstler und Comiczeichner arbeiten und mit dem Riesenwürfel von Piet Hein tummeln.
Die Kinderkulturwerkstatt beschäftigt sich mit der ganzen Erfahrungswelt von Kindern - in den Sektionen Raum, Wort, Körper, Energie, Bild und Ton. Nebenbei liefert die Ausstellung viel Inspiration durch Informationen zu innovativen Kinderkulturprojekten in Dänemark.
Für ein schönes Ambiente sorgt die Ausstattung mit hellen Holzmöbeln, die der dänische Kindermöbelproduzent DICA zur Verfügung gestellt hat. Nicht nur die Möbel, sondern auch außergewöhnliche Spielsachen können ausprobiert werden.
Im Rahmenprogramm zur Ausstellung werden unter anderem Führungen
zu den Nordischen Botschaften für Kinder, ein Energie-Workshop,
ein Architekturworkshop und ein Bastelkurs mit Geschichte, Lesungen,
Theater und Filmprogramm geboten.
Im Weihnachtsmonat darf natürlich auch nicht ein dänischer
Weihnachtssonntag fehlen: Mit dänischen Krapfen und "Gløgg",
dem Basteln von dänischem Weihnachtschmuck, einer Lesung von Weihnachtsmärchen
von Hans Christian Andersen und mit der Möglichkeit eine Karte
an den wahren grönländischen Weihnachtsmann zu schicken.
Drei Abendveranstaltungen für Erwachsene mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Dänemark und Deutschland runden das Gesamtprogramm ab: Hier wird diskutiert, wie man in Kinderkultur investieren sollte, wie man Energie und Klimathemen an Kinder vermitteln kann und welche Erfahrungen es jenseits der Grenze mit Leseprojekten gibt.
Ort:
Felleshus der Nordischen Botschaften
Rauchstrasse 1
10787 Berlin
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 10-19 Uhr
Sa-So 11-16 Uhr
Informationen und Anmeldung:
Tel. 030 50 50 22 01 / 02 und laumol@um.dk
Gesamtprogramm:
www.daenemark.org
7.11.-12.12.2008 | Finnland-Institut
Hamburger und Döner mit Sauerkraut: Eine deutsch-finnische
Mahlzeit
Eine Mahlzeit wird hier wider Erwarten nicht aufgetischt – die Ausstellung stellt vielmehr ein Aufeinandertreffen dreier Künstler dar, die in verschiedenen Jahrzehnten geboren wurden und deren Werke somit auch ihre jeweilige Zeit widerspiegeln: Expression, Romantik, postmoderne Spielfreude und Humor.
Ort:
Finnland-Institut
in Deutschland
Georgenstr. 24
10117 Berlin
03.11.2008 | 20 Uhr | Babylon Kino
Hakan Nesser & Dietmar Bär lesen aus "Eine ganz
andere Geschichte - Der zweite Fall für Inspektor Barbarotti
Buchpremiere
Ein
toter Jogger und ein brutaler Mörder, der Barbarotti anonyme Briefe
schreibt. Die Bretagne im Sommer: Ein paar schwedische Touristen verbringen
im Finistere ein paar vergnügte Urlaubswochen. Es ist eine zusammengewürfelte
Gesellschaft: zwei Paare und zwei Einzelkämpfer, alles in allem
sechs Leute, die freitzeitbedingt miteinander Freundschaft schließen.
Sie baden, sie essen, sie machen Ausflüge und flirten ein wenig
über die Ehegrenzen hinweg. Und als die Ferien vorbei sind, trennen
sich ihre Wege. Übrig bleiben ein paar vereinzelte Fotos, womöglich
ein Gruppenbild, das ein oder andere Aquarell – und ein anonymes
Tagebuch, das ihre Eskapaden schildert, wie sich später herausstellen
wird, als die Tragödie bereits ihren Lauf genommen hat …
Denn fünf Jahre später beginnt jemand, sie zu töten,
einen nach dem anderen, wobei die Morde Gunnar Barbarotti, Inspektor
in Kymlinge, jeweils zuvor brieflich angekündigt werden. Der Fall
erregt große Aufmerksamkeit in den Medien, die Polizei steht naturgemäß
unter Druck. Der Mörder indes spielt Katz und Maus mit den Ermittlern
– und erscheint unbegreiflicher und unberechenbarer als je zuvor.
Was ist damals in der Bretagne wirklich passiert? Und warum bekommt
ausgerechnet Inspektor Barbarotti die Briefe?
Ort:
Kino Babylon
Rosa-Luxemburg-Str. 30
10178 BERLIN
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18.11.2008 | 18 Uhr | Europäisches Haus
Kjell Westö
Moderation: Dr. Thomas Wohlfahrt
![]() Foto: Ulla Montan |
Helsinki Anfang des 20. Jahrhunderts: Nach dem finnischen Bürgerkrieg, der 1918 die Gesellschaft spaltet, folgen die wilden Zwanziger Jahre. In diesem Sog aus Ausgelassenheit und Kriegstrauma treffen sich die unterschiedlichsten Menschen in der Stadt: Der radikale Allu Kajander, der seine Sportlerkarriere opfert, um zur See zu fahren; der hasserfüllte Cedi Lillhjelm, der mit den Visionen der faschistischen Schwarzhemden sympathisiert; seine frivole Schwester Lucie mit ihrem unbändigen Freiheitswillen, die einen Hauch des dekadenten Paris in den Norden trägt und die Männer in Scharen anzieht, und nicht zuletzt der idealistische, hochsensible Fotograf Eccu, der am Ende an der harschen Wirklichkeit scheitert. Sie alle sind auf der Suche nach Glück und einer Bedeutung in ihrem Leben.
Kjell Westös vierter Roman wurde 2006 mit dem renommiertesten Literaturpreis Finnlands, dem Finlandia-Preis, ausgezeichnet. Zuvor waren die Werke des finnlandschwedischen Autors, Träger etlicher weiterer Literaturpreise, bereits für den Finlandia-Preis und für den Literaturpreis des Nordischen Rates nominiert worden. Westö ist über Finnlands Grenzen hinaus als Romancier und Schöpfer meisterlicher Erzählungen bekannt. Seine Werke wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Auf Deutsch erscheint mit "Wo wir einst gingen" bereits Westös viertes Werk nach "Vom Risiko, ein Skrake zu sein" (2005), dem Erzählungsband "Tante Elsie und mein letzter Sommer" (2006) und "Das Trommeln des Regens" (2008).
Anmeldung bis 14.11. erforderlich über Fax 030 22 80 23 70 oder Chantal.jereczek@ec.europa.eu.
Ort:
Europäisches Haus
Unter den Linden 78
10117 Berlin-Mitte
Das
Porträt von KULTURHUS BERLIN finden Sie in der Rubrik "Porträt"
auf
www.kulturhus-berlin.de/kultur/kultur.htm.
03.11. | 20 Uhr | Schaubühne
Hedda Gabler
von Henrik Ibsen
Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel
Regie: Thomas Ostermeier
Die
Generalstochter Hedda Gabler hat geheiratet. Ihrem Ehemann, dem aufstrebenden
Historiker Jörgen Tesman, winkt eine Professur; er hat sich daraufhin
Geld geliehen und eine Villa gekauft, um seiner anspruchsvollen Frau
etwas bieten zu können. Seinen Nebenbuhler, den attraktiveren und
begabteren Lövborg, hat Hedda abblitzen lassen. Lövborg, der
gerne in berüchtigten Clubs seinen glänzenden Intellekt mit
Drogen betäubte, war finanziell und gesellschaftlich keine aussichtsreiche
Perspektive für sie gewesen. Jetzt kehrt Hedda ernüchtert
aus den Flitterwochen zurück…
Ort:
Schaubühne am Lehniner Platz
Kurfürstendamm 153
10709 Berlin
5. November 2008 | 20 Uhr | Philharmonie, Kammermusiksaal
Skandinavien - Klänge des Nordens
Deutsches Kammerorchester Berlin und die finnische Pianistin Raija Kerppo spielen zahlreiche populäre Musikstücke aus Finnland, Schweden und Dänemark unter Leitung von GMD Michael Helmrath:
Niels W. Gade: Novelletten für Stricher F-Dur op. 53
Uuno Klami: Klavierkonzert Nr. 2 op. 41
Joseph Martin Kraus: Sinfonie D-Dur VB 143
Jean Sibelius: Aus der Bühnenmusik zu "Kuolema" op. 44/62:
"Valse romantique" – "Szene mit Kranichen"
– "Canzonetta" – "Valse triste"
Karten zu 13,-/ 17,-/ 20,-/ 24,-/ und 27,- EUR sind erhältlich unter (030) 32608612 oder über tickets@dko-berlin.de
Berliner Philharmonie
Herbert-von-Karajan-Str. 1
10785 Berlin
Tel.: (030) 322 19 23
Fax: (030) 3260 8610
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23.11.2008 | 21 Uhr | Admiralspalast
Nordic Night
Gestir spielen kaleidoskopischen breitwandigen Alternative Rock, der den Raum förmlich flutet und die Adern der Zuhörer fühlbar durchspült. Der Sound ist von dichter, beinahe anfassbarer Struktur und der glasklare Gesang von Ólavur Jákupsson erleuchtet jeden einzelnen Ton. Durch den ungewohnten Klang der färöischen Sprache fügt sich der Gesang nahtlos in das Gewebe der Songteppiche ein.
Orka haben sich innerhalb der letzten sechs Monate zum absoluten Geheimtipp entwickelt. Noch vor ihrem ersten Auftritt in Europa lehnte sich der Direktor des legendären Transmusicales Festival in Frankreich bis zum Anschlag aus dem Fenster und buchte Orka als diesjährige Band in Residence. Der Anruf des französischen Soundtrackkomponisten Yann Tiersen ("Die fabelhafte Welt der Amelie") tat dann ein Übriges, um alle vollends aus der Bahn zu werfen. Er wird nicht nur zusammen mit Orka beim Transmusicales auftreten, sondern hat sie außerdem für acht Tage zu sich ins Studio eingeladen. Um sich das Resultat dieser Zusammenarbeit vorzustellen, muss man schon eine ziemlich verzerrte Fantasie haben. Schließlich umfasst Orkas Instrumentarium eine Flaschen-Orgel, einen Zaunpfahl-Bass, Laternenpfahl-Gitarre, Fernsehantennen-Harfe, Schleifmaschine, Luftkompressoren, Spraypaintdüsen, ein Ölfass-Schlagzeug … da schockiert die singende Säge fast gar nicht mehr. Nach einem handelsüblichen Musikinstrument sucht man hier vergeblich. Dafür bieten sich wunderbare färöische Melodien und überraschend bekömmliche Musik, wenn Orka ihr Kuriositätenkabinett eröffnen.
www.myspace.com/gestir
www.myspace.com/orkaonline
www.myspace.com/nordicnightskonzerte
Karten
(030) 4799 7499 + an allen bek. VVK-Stellen
Ort:
Admiralspalast, AP101
Friedrichstr. 101
24. November 2008 | 19 Uhr (bis 22 Uhr) | Babylon Mitte
Jesper Juul – Vortrag: Wenn Kinder Jugendliche werden...
Vom Trotzalter zur Pubertät? oder: Vom selbst machen und selbst
werden!
Die Aufgaben der Erwachsenen verändern sich, wenn die Kinder größer werden. Was hat die Selbständigkeitsentwicklung der 2-3 Jährigen mit der Pubertät gemeinsam und wie funktioniert Gleichwürdigkeit mit Teenagern?
Jesper Juul (geboren 1948) ist ein international renommierter Pädagoge,
Familientherapeut und Autor von Buchklassikern wie "Das kompetente
Kind" oder "Was Familien trägt" und für
Fachleute "Vom Gehorsam zur Verantwortung". Nach abgeschlossenem
Lehreramtstudium arbeitete er als Heimerzieher und Sozialarbeiter. In
USA und Holland bildete er sich bei Walter Kempler weiter zum Familientherapeuten
und war dann 25 Jahre Direktor des Kempler-Institut von Skandinavien.
2004 gründete er die Organisation "familylab international".
Jesper Juul stellt die Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern in
den Mittelpunkt. Die Qualität der Beziehung wirkt sich immer auf
alle Beteiligten aus - im Positiven wir im Negativen.
Ort:
Kino Babylon
Rosa-Luxemburg-Str. 30
10178 BERLIN
Weitere
Veranstaltungstipps finden sie aus www.kulturhus-berlin.de
Unsere
aktuellen Tipps für den Norden, Skandinavien, Ostsee und das Baltikum
im TV finden Sie hier. Weitere aktuelle Tipps finden Sie in der Rubrik
"Seh- und Hörtipps" auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de/kultur/kultur.htm.
SWR SR | 04.11.08 | 00:00
Wilbur – Das Leben ist eins der schwersten
Der Buchhändler Harbour betreibt in Glasgow das ererbte Antiquariat seines Vaters. Die Geschäfte gehen schlecht. Trotzdem ist Harbour ein Optimist, er hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, sich um seinen labilen Bruder Wilbur zu kümmern.
Eine Komödie über Selbstmord und Tod - geht das? Die Dänin Lone Scherfig führt es vor. Mit "Wilbur - Das Leben ist eins der Schwersten" hat Scherfig die strengen "Dogma"-Regeln dänischer Filmemacher hinter sich gelassen und ist zur konventionellen Filmästhetik mit Musik und Ausstattung zurückgekehrt.
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MDR| 08.11.08 | 08:10
Das Auge des Adlers
Ornens Oje
Schweden/Dänemark/Norwegen 1997
Ein in der Obhut von Mönchen lebender Königssohn deckt mit Hilfe eines gleichaltrigen Küchenjungen das Komplott eines machthungrigen Bischofs gegen seinen Vater auf. Ein für Kinder wie Erwachsene gleichermaßen spannender Ritterfilm, der vor dem Hintergrund des Mittelalters vom Wert der Freundschaft und der Erkenntnis, dass man nicht alles alleine schaffen kann, erzählt.
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Das Erste | Sonntag, 09.11.2008 | 23:35 Uhr
Ghetto
Fernsehfilm Litauen/Deutschland 2004
Joshua Sobols berühmtes Theaterstück "Ghetto" wurde - geschrieben auf Hebräisch - 1984 in Israel uraufgeführt und bis heute in 20 Sprachen übersetzt und überall auf der Welt aufgeführt. Sobol schrieb auch selbst das Drehbuch zu dieser ersten deutsch-littauischen Koproduktion. Der Film erzählt die Geschichte des jüdischen Theaters im Wilnaer Ghetto während der Nazi-Okkupation im Zweiten Weltkrieg.
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Das Erste | Freitag, 21.11.2008 | 10:35 Uhr
Das Mädchen vom Moorhof
Spielfilm Deutschland 1958
Schweden, gegen Ende des 19. Jahrhunderts: Der reiche Gutsbesitzer Martinsson verführt die junge, unerfahrene Magd Helga. Als sie von ihm schwanger wird, bricht er sein Wort und verleugnet die Vaterschaft. Helga zitiert den Gutsherrn vor Gericht, doch als Martinsson bereit ist, einen Eid auf seine Unschuld zu schwören, zieht sie die Klage zurück. Helga gilt nun als Flittchen und findet keine Anstellung mehr. Allein die Erlandssons glauben an Helgas Aufrichtigkeit und stellen sie als Hausmädchen ein. Sie verliebt sich in deren Sohn Gudmund, der bereits verlobt ist. Als Martinsson erstochen wird, fällt der Verdacht auf Gudmund. Helga aber kann seine Unschuld beweisen.
„Das Mädchen vom Moorhof“ ist eine gelungene Verfilmung der gleichnamigen Novelle von Selma Lagerlöf - mit Maria Emo, Wolfgang Lukschy, Claus Holm und Inge Meysel. Das Erste widmet den Film der beliebten Autorin zum 150. Geburtstag.
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ARTE | Montag, 24.11.2008 | 00:25 Uhr
Der Fuhrmann des Todes (Körkarlen)
Schweden 1921, Regie: Victor Sjöström, Drehbuch nach einer
Novelle von Selma Lagerlöf
"Der Fuhrmann des Todes" erzählt die Geschichte einer Silvesternacht, die für den unglücklichen Säufer David Holm in einer Schlägerei endet. Bewusstlos liegt Holm auf einem Friedhof - und schon naht der Fuhrmann des Todes, um ihn zu holen und um ihm sein Amt zu übertragen. Denn Fuhrmann wird der, der beim letzten Schlag der Mitternachtsglocke in der Silvesternacht stirbt. Seine Aufgabe als letzter Verstorbener des Jahres ist es, ein Jahr lang die Seelen der Toten zu holen.
David erkennt in dem Fuhrmann seinen alten Freund Georges wieder, der ihn ursprünglich auf die schiefe Bahn gebracht hat. Als David sich weigert ihm zu folgen, nimmt Georges ihn mit zu allen Menschen, deren Schicksal mit dem Davids verbunden ist. In Rückblenden sieht dieser sein Leben und trifft auf die Menschen, die er ins Unglück gestürzt hat, wie die an Tuberkulose erkrankte Sozialhelferin Edit und seinen inhaftierten Bruder. Zuletzt besuchen die beiden Davids Frau, die sich und die Kinder aus Verzweiflung umbringen will. Zum ersten Mal empfindet Holm Liebe zu seiner Familie und begreift die Fatalität seines Verhaltens. Er bittet Georges um eine zweite Chance ...
Deutschlandfunk | 15.11. | 00:05 Uhr
Die Tote im Götakanal
Von Maj Sjöwall und Per Wahlöö
Martin Beck von der Riksmordkommission Stockholm wird nach Motala gerufen, um die dortige Polizei bei einem Mordfall zu unterstützen. Am Götakanal wurde eine Frauenleiche geborgen, Identität unbekannt - bis Beck aus Amerika ein Amateurfilm zugespielt wird, den Passagiere des Schiffs gedreht haben, auf dem auch die Tote gefahren war.
Auf mehreren Einstellungen des Films ist immer derselbe Mann in der Nähe der jungen Frau zu sehen. Da der Mörder inzwischen drei Monate Vorsprung hat, greift Beck zu Mitteln, die ihm selbst nicht ganz geheuer sind.
Maj Sjöwall (Jahrgang 1935) und Per Walhöö (1926-1975) veröffentlichten zwischen 1965 und 1975 den zehnteiligen Roman-Zyklus um Martin Beck, der den europäischen Soziokrimi begründete.
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DR Kultur | 18.11. | 19.30 Uhr
Traumwelten, Seelentiefen, Phantasieschluchten
Das Erbe der schwedischen Schriftstellerin Selma Lagerlöf
Von Carola Wiemers
Märchentante und Nobelpreisträgerin! Mitglied der schwedischen Akademie und unangepasste Außenseiterin! "Ich will eine große Autorin werden, das ist alles", teilt Selma Lagerlöf 1886 einer Studienkollegin am Stockholmer Höheren Lehrerinnenseminar mit.
Als sie sich 1897 entschließt, freie Schriftstellerin zu werden, ist ihr Romandebüt "Gösta Berlings saga" bereits in 2. Auflage erschienen. So überrascht nicht, dass ihr Name im nordischen Literaturkanon unter den Klassikern zu finden ist. Dass sich bedeutende Autorinnen und Autoren wie etwa Kerstin Ekman, Per Olov Enquist oder Sara Lidman als Erben begreifen und vom Œuvre der Grande Dame der schwedischen Literatur fasziniert sind, auch wenn sie eigene ästhetische Wege gehen, das spricht - anlässlich ihres 150. Geburtstages - von einer höchst lebendigen Tradition.
Der norwegische Spielfilm „Der Mann, der Yngve liebte“ hat den NDR Spielfilmpreis der 50. Nordischen Filmtage gewonnen. Das Debüt des Regisseurs Stian Kristiansen erzählt von dem schmerzhaften Coming Out eines Schülers im Norwegen der achtziger Jahre. Die Jury lobt die „unglaubliche Leichtigkeit, die Wärme und den Humor“ des Films, der zugleich den Figuren ihre Wahrhaftigkeit belasse. Der begehrte LN-Publikumspreis geht ebenfalls an einen norwegischen Film: „Die Rebellion von Kautokeino“ von Nils Gaup handelt von einem Aufstand der samischen Bevölkerung im Norwegen des 19. Jahrhunderts. "Kautokeino opprøret" wird im Original am 26. November im NORDISCHEN FILMKLUB in Berlin gezeigt. Der Kirchliche Filmpreis wurde an den schwedischen Beitrag „Der Tischtennis-König“ vergeben. Regisseur Jens Jonsson schildert darin visuell beeindruckend die Alltagsnöte eines pubertierenden Tischtennisspielers. Der Baltische Filmpreis geht an das dänische Liebesdrama „Der Tanz“ von Pernille Fischer Christensen, mit dem die 50. Nordischen Filmtage Lübeck eröffnet wurden. Die schwedische Dokumentation „Herdenleben“ von Kine Bomann erzählt vom Leben dreier Rentierhalterinnen in Nordschweden und wurde mit dem Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet. Der Kinder- und Jugendfilmpreis wurde an „Fightgirl Ayse“ der dänischen Regisseurin Natasha Arthy vergeben: Das Jugenddrama erzählt von einer Schülerin im Konflikt zwischen islamischer Familientradition und ihrer Liebe zum Kung Fu. Der norwegische Beitrag „SOS - Ein spannender Sommer“ von Arne Lindtner Næss, der vom Kampf eines Mädchen um das Leben eines Seehundbabys erzählt, wurde mit dem Preis der Kinderjury ausgezeichnet. (Quelle: Nordische Filmtage Lübeck/Kulturhus Berlin)
Die diesjährigen Preise des Nordischen Rates sind verliehen: Den Literaturpreis des Rates erhielt die dänische Schriftstellerin Naja Marie für ihre Novellensammlung "Bavian". Der schwedische Regisseur Roy Andersson und die Produzentin Pernilla Sandström bekamen den Filmpreis für ihren Film "Du Levande" ("Das jüngste Gewitter"). Der Musikpreis ging an den dänischen Komponisten Peter Bruun für sein Musikdrama "Miki Alone". Das isländische Unternehmen Marorka wurde mit dem Umweltpreis des Nordischen Rats für die Entwicklung eines IT-Werkzeugs ausgezeichnet, durch das der Energieverbrauch in der Seefahrt wesentlich reduziert werden kann. Das Preisgeld beläuft sich insgesamt auf eine Summe von 350 000 DKK. (Quelle: www.norden.org)
Aus Anlass des 150. Geburtstages der schwedischen Schriftstellerin Selma Lagerlöf am 20. November gibt das Bundesfinanzministerium eine Sonderbriefmarke heraus. Lagerlöf wurde weltberühmt mit ihrem Roman Jerusalem und dem Lesebuch Wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen. Als erste Frau erhielt sie 1909 den Nobelpreis für Literatur und wurde fünf Jahre später das erste weibliche Mitglied der Schwedischen Akademie. Die Sonderbriefmarke ziert eine Illustration von Wilhelm Schulz, Nils Holgerson mit Gans und hat einen Wert von 100 Cent. Ab dem 13. November ist sie erhältlich.
Välkommen! Ein umfangreiches Sortiment schwedischer Spezialitäten, Kunstgewerbe- und Souvenirartikel bietet der Internethandel des "Schweden-Markt" jetzt auch in Berlin direkt an. Ein neues Geschäft in Berlin-Friedenau wurde am ersten Novemberwochenende eröffnet. Die Produktvielfalt in den Räumen in der Dickhardtstr. 60, in 12159 Berlin, geht weit über den Internethandel hinaus, der von dieser neuen Wirkungsstätte natürlich weiter durchgeführt wird. Hier kann man gucken, stöbern, staunen und das eine oder andere mal probieren. Im Internet ist der Schwedenmarkt, der auch online Bestellungen aufnimmt, unter www.schweden-markt.de zu finden.
In Stockholm ist ein Platz nahe dem Königlichen Theater "Dramaten" nach Ingmar Bergman benannt worden. Und zwar dort, wo er nach der Vorstellung immer auf ein Taxi gewartet hatte. Die Verbindung zum Theater zeigt sich noch deutlicher in dem neuen, internationalen Theaterfestival am "Dramaten", das nach Bergmann benannt wurde. Zudem ist nun, gut ein Jahr nach dem Tod des schwedischen Regisseurs, eine weitere Biografie über ihn erschienen, die an Größe und Gewicht kaum zu überbieten ist: The Ingmar Bergman Archives. 41 cm breit, 30 cm hoch, über 1000 Bilder, eine DVD mit Privatfilmen des Regiemeisters, 592 Seiten. Die Voraussetzungen für dieses 7,3-Kilo-Werk schuf Bergman selbst, als er vor sechs Jahren seine Stockholmer Wohnung ausräumte, um auf die Ostseeinsel Farö zu ziehen. Aus der Wohnungsauflösung gingen 44 Kisten voller Notizen, Briefe, Fotos und privaten Filmen an die neu gegründete "Ingmar Bergman Stiftung", wo sie fast 50 laufende Regalmeter einnehmen. (Quelle: Dagens Nyheter/Die Welt).
Die Millenium-Trilogie des verstorbenen schwedischen Autors Stieg Larsson ist in Dänemark bislang eine Million mal verkauft worden. Unter dem Titel "Mænd der hader kvinder" kam vor drei Jahren das erste Buch nach Dänemark. Mittlerweile sind alle drei Titel auf Dänisch erschienen. (Quelle: Politiken)
Norwegen hat die besten Köche der Welt. Das ist das Ergebnis der Internationalen Kochkunstausstellung (IKA) in Erfurt. Bei der "Olympiade der Köche", die alle vier Jahre als größter Kochwettbewerb der Welt veranstaltet wird, hatten rund 1600 Köche und Patissiers aus 53 Ländern am Herd gestanden. In der Königsdisziplin der 32 Nationalmannschaften gewannen die Norweger, die die internationalen Juroren mit Fjordlachs-Forelle, arktischer Kaviarsauce sowie Variationen vom "Svanöy"-Lamm überzeugten. Die Köche wurden von angereisten norwegischen Fans mit Chorgesängen gefeiert. Norwegen ist zum ersten Mal Gesamtsieger der Koch-Olymiade, an der insgesamt 32 Länder teilnahmen. Deutschland errang Silber, während die Schweden den dritten Platz erreichten. (Quelle: Norwegische Botschaft)
Ein Theater in Vesterbro kauft Prostituierte um "Pretty Woman" zu spielen. In der Vorstellung "Pretty Woman A/S" wird der Filmklassiker mit einer Frau "von der Straße" rekonstruiert. In jeder Vorstellung wird der dänische "Richard Gere" mit einer Kamera bewaffnet auf der Straße seine weibliche Gegenspielerin für den Abend suchen. Jede Prostituieret erhält 2000 dänische Kronen für die (Schauspiel)Dienste. Das Theaterstück, das am 1. November im Halmtorvet Premiere feiert, sorgte für großes Aufsehen in Dänemark, besonders weil das Projekt fast eine Million DKK vom Kunstrådets Sceneudvalg erhielt. Diskutiert wurden die Tatsache, dass Steuergelder für den Kauf von Prostituierten verwendet werden und die Frage, inwieweit die Vorstellung die Situation der Frauen ausnutze. (Quelle: Norsk Rigskringkasting, NRK)
Die dänische Königin gestaltet jetzt Ballett-Kostüme. Für die Aufführung von "Den lille snepige" in Kopenhagen stellt Margrethe das Design für die Kostüme der Ballettkinder her. Premiere für das Weihnachtsballett ist im Dezember. (Quelle: Politiken)
Im Bestand des dänischen Filmarchivs ist die amerikanische Stummfilmkomödie "His Musical Sneeze" gefunden worden. Der Film aus dem Jahre 1919 mit Virginia Rappe und Lloyd Hamilton in den Hauptrollen galt als verschwunden und tauchte nun wieder auf, worüber man sich vor allem in den USA freut, wo der Film entstand. Die Dänen übernehmen nun die Restaurierung von "His Musical Sneeze". (Quelle: Dänisches Filminstitut)
Touristiker aus neun Ostseeländern haben in Rostock Strategien zur besseren Zusammenarbeit beraten. Auf Initiative Mecklenburg-Vorpommerns fand Anfang Oktober in der Hansestadt erstmalig ein Ostsee-Tourismus-Gipfel statt. Gemeinsames Ziel sei es, Ostseeurlaub künftig als international starke touristische Marke zu plazieren. Beraten wurden Strategien für eine gemeinsame touristische Vermarktung des Ostseeraums in bislang nicht oder nur wenig berücksichtigten Ländern.
"Viele Tourismusforscher bescheinigen dem Ostseeraum großes touristisches Potenzial, betonen aber auch den vergleichsweise geringen Bekanntheitsgrad der Region", sagte Mathias Löttge, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. "Die langfristig besseren klimatischen Bedingungen eröffnen Chancen zur Gewinnung neuer Gäste" erklärte Prof. Edgar Kreilkamp. Klimastudien prognostizierten für die Region längere Perioden des Pflanzenwachstums, eine Erhöhung der mittleren Jahrestemperatur sowie für die Ostsee selbst eine Erwärmung des Oberflächenwassers, was eine weitere Zunahme der Touristenströme erwarten lasse. Mit der Erwärmung einher gingen aber auch Risiken wie ein ansteigender Meeresspiegel, ein vermehrtes Algenwachstum oder Sauerstoffmangel in der Ostsee.
Diskutiert wurden auch mögliche Gefahren durch den Tankerverkehr in Engpässen wie der Kadetrinne, des Baus der Gasleitung von Russland bis an die deutsche Küste, der stärkeren wirtschaftlichen Nutzung der Ostsee und der Errichtung von Offshore-Windparks. Chancen für die Ostseeregion werden neben dem Wassertourismus im Jugendaustausch sowie in der Schaffung eines europäischen Ostseeküstenradweges gesehen.
Mehr Informationen unter www.balticseatourism.net.
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