Berlin, Januar 2009

Liebe Freundinnen und Freunde des KULTURHUS BERLIN,

bei all unseren Unterstützern, Mitarbeitern und Kollegen, Freunden und Kooperationspartnern bedanken wir uns für die gute Zusammenarbeit im Jahre 2008 und die vielen erfolgreichen Projekte. Qualität und Vielfalt nordischer Kultur soll unser Programm auch im neuen Jahr nach Berlin bringen. Wir beginnen den NORDISCHEN FILMKLUB 2009 mit zwei aktuellen Dokumentarfilmen aus Schweden und Finnland, die wir am 14. und am 28. Januar im Felleshus der Nordischen Botschaften zeigen. Im März starten wir in Kooperation mit dem Finnland-Institut und der Botschaft von Finnland das neue Lese- und Ausstellungsprojekt "Schweben – Träumen – Leben. Tove Janssons Mumin-Geschichten" – mehr dazu finden Sie auf der Website www.kulturhus-berlin.de/mumin.

Unser Jahresrückblick 2008 liefert Ihnen eine Übersicht unserer Arbeit im letzten Jahr.

Sie können die Arbeit des KULTURHUS BERLIN auch im neuen Jahr unterstützen. Mit Ihrer Aufmerksamkeit, mit Ideen, Empfehlungen und natürlich auch mit Geld. Ihre Spende hilft uns und leistet zugleich einen Beitrag zur Förderung von Kultur, Wissenschaft und Bildung in Deutschland und Nordeuropa. Auch als Mitglied unseres Fördervereins können Sie die kontinuierliche Arbeit des KULTURHUS BERLIN unterstützen. Und: Sie können KULTURHUS BERLIN Ihren Freunden, Ihren Kollegen, Ihren Bekannten empfehlen: Wir liefern Aktuelles aus dem Norden, Hintergründe und Termine für Nord-Kultur in Berlin, verlosen Freikarten, veröffentlichen Interviews und Rezensionen – in unserem monatlichen Newsletter, der auf unserer Seite www.kulturhus-berlin.de kostenlos abonniert werden kann.

Wir wünschen Ihnen allen ein fröhliches und gesundes neues Jahr.
Ihr KULTURHUS BERLIN

Inhalt

1 KULTURHUS BERLIN lädt ein: NORDISCHER FILMKLUB

2 Rückblick 2008: Das Programm des KULTURHUS BERLIN

3 NOTIZEN aus dem Mumintal

3.1 Rezension: Das zur Zeit einzige Mumin-Bilderbuch auf Deutsch
3.2 Rückblick: Vorhang auf – Die Mumins betreten die Bühne

4 Der NORDEN in Berlin: Tipps und Termine

5 Der NORDEN im TV

6 Kulturnotizen aus dem Norden

1 KULTURHUS BERLIN lädt ein: NORDISCHER FILMKLUB

Schweden und Finnland – Dokumentarfilme aus diesen beiden Ländern stehen im Januar auf dem Programm des NORDISCHEN FILMKLUBs. Willkommen!

14. Januar 2009 | 19 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften
Hästmannen (The Horseman)
S 2006 | R: Tell Johansson und Peter Gerdehag (Fotograf) | 84 Min. | OmeU
Stig Anders, Madelen Björklund

FilmszeneMensch, Tier, Landschaft: Stig Anders ist 59 Jahre alt. Er lebt einsam in den Bergen von Småland, seine einzigen Begleiter sind Pferde. Stig bestellt Land, drischt Korn, schlägt Holz ein. Als eines Tages ein Sturm ausbricht, geraten er und seine Tiere in einen Kampf um Leben und Tod. Der meisterhafte, impressionistische Dokumentarfilm über den småländischen Eigenbrötler hat im schwedischen Fernsehen zu Rekordeinschaltquoten geführt.

28. Januar 2009 | 19 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften
Tupakkatytöt (Tobacco Girls)
FIN 2006 | R: Tarja Mattila | 57 Min.| OmeU
Karoliina Mustonen, Tuula Rantala, Raija Haukijärvi

FilmszeneGlobalisierung auf Finnisch: Karoliina, Tuula und Raija sind Arbeiterinnen in einer Zigarettenfabrik, die meiste Zeit und die besten Jahre ihres Lebens hinweg. Als der Tabakkonzern Amer im Frühjahr 2004 Entlassungen ankündigt, weil außerhalb des Landes die Lohnkosten niedriger sind, gehören die drei finnischen Frauen zu den ersten, die arbeitslos werden. Der Dokumentarfilm beschreibt die letzten Tage der Zigarettenfabrik und begleitet die Frauen ein Jahr lang auf der Suche nach einer neuen Arbeit.

Das gesamte Programm des NORDISCHEN FILMKLUB finden Sie auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de

2 RÜCKBLICK 2008: Das Programm des KULTURHUS BERLIN

2.1 Mehr Information & Website

KULTURHUS BERLIN hat mit einem "NEWSTICKER" auf den wachsenden Bedarf insbesondere nach aktuellen Kultur-Informationen aus Nordeuropa reagiert. Lesen kann man die "Kulturnotizen aus dem Norden", die von uns ständig aktualisiert werden, auf www.kulturhus-berlin.de. Dort finden sich neben Nachrichten aus dem Kulturgeschehen unserer nördlichen Nachbarn, Interviews und Terminen auch neue Rubriken, die Servicethemen behandeln, Hintergründe liefern oder über wissenschaftliche Neuerscheinungen aus oder über Nordeuropa informieren.

Viel Lob und zahlreiche neue Abonnenten hat der Newsletter des KULTURHUS BERLIN übrigens auch im vergangen Jahr wieder erhalten. Unsere Redaktion und unsere Autoren sagen: Dankeschön dafür! Wir freuen uns darüber sehr. Und wir werden uns natürlich weiterhin bemühen, unsere Informationsplattform für Sie – unsere Leser – auszubauen.

2.2 NORDISCHER FILMKLUB

Logo Nordisk Film och TV Fond Cover Filmklubprogramm

Damit der skandinavische Film auch weiterhin seinen festen Platz im Berliner Kulturprogramm behält, unterstützt der Nordisk Film & TV Fond in Oslo den NORDISCHEN FILMKLUB in dieser Saison. Die erfolgreiche Kooperation zwischen KULTURHUS BERLIN und den Nordischen Botschaften verzeichnet weiterhin steigende Besucherzahlen. Am 12. November erreichten wir unseren bisherigen und wohl auch unübertreffbaren Besucherrekord: 117 Gäste kamen zum NORDISCHEN FILMKLUB ins Felleshus der Nordischen Botschaften, das damit bis auf den allerletzten Platz besetzt war. Dankeschön!

Das gesamte Filmprogramm finden Sie hier.

2.3 Film und Podiumsdiskussion TAGE DES ZORNS

PostkarteRiesiger Andrang herrschte, als KULTURHUS BERLIN am 10. September eine Sondervorführung des dänischen Filmerfolges „Tage des Zorns“ zeigte. Wir eröffneten die öffentliche Debatte um den herausragenden Geschichtsfilm in Deutschland mit einem dänisch-deutschen Podiumsgespräch. Aus Dänemark angereist war Jens Ege, aktiv im dänischen Widerstand und beeindruckender Zeitzeuge. Dabei außerdem Peter Wivel, politischer Journalist und Autor sowie Deutschland-Korrespondent der großen dänischen Tageszeitung Politiken, und Florian Vollmers von den Nordischen Filmtagen Lübeck, Kenner insbesondere des dänischen Films. Jan Hecker-Stampehl, Historiker am Berliner Nordeuropa-Institut, moderierte die Debatte über den wichtigen Geschichtsfilm, an der sich das Berliner Publikum mit vielen Fragen, Ansichten und großer Neugier intensiv beteiligte.

Die Dokumentation der Podiumsdiskussion finden Sie in Kürze auf unserer Website.

2.4 Lange Nacht der Wissenschaften

Vorlesen im schwedischen HolzhäuschenEin samisches Zelt mitten auf dem Hegelplatz, echte Zeitungen aus Skandinavien, das Foyer geschmückt mit norwegischen, schwedischen, dänischen, isländischen und finnischen Flaggen und natürlich smörrebröd. Für die Kleineren gab es skandinavische Geschichten im kleinen roten schwedischen Holzhäuschen und eine Nordische Entdeckertour. Die Größeren lernten Schwedisch in 20 Minuten, hörten sich Finnisch an oder testeten ihre Kenntnisse über Dänemark. Am Stand von KULTURHUS BERLIN informierte sich, wer mehr über Kultur aus dem Norden, Schulbildung in Skandinavien oder nordische Sprachangebote der Berliner Volkshochschulen erfahren wollte.

KULTURHUS BERLIN wird auch auf der kommenden Langen Nacht der Wissenschaften vertreten sein.

2.5 Kinder-Uni

Kinderuni9. September, 17 Uhr, Audimax der Humboldt-Universität – eine große Schar Kinder wartet gespannt auf den Beginn der diesjährigen Kinder-Uni. Mit einem Gongschlag wird die Veranstaltung eröffnet. Auf der Leinwand erscheint Pippi Langstrumpf, die doch so gerne Professor werden möchte, und sie fragt den Direktor des Nordeuropa-Instituts Bernd Henningsen ein Loch in den Bauch. Und dann kommt Pippi tatsächlich in den Hörsaal und besucht – wie viele der Kinder auch – ihre erste Vorlesung in der Universität. Sie begibt sich auf den Spuren von Nils Holgersson, von skandinavischen Wichteln und Trollen auf eine literarische Reise durch Nordeuropa und lernt dabei Naturphänomene, Sprache und herausragende Persönlichkeiten der Region kennen. Und sie kann den Kindern ein paar Brocken Schwedisch beibringen. Die virtuelle Reise Pippis und der jungen Zuhörer beginnt in Schweden – im Gepäck Selma Lagerlöfs „Nils Holgerssons underbara resa genom Sverige“ – die perfekte Lektüre um das Land noch besser kennen zu lernen. Es wird fleißig mitgeschrieben und eine Stunde vergeht wie im Fluge. Am Ende der Vorlesung möchten die Kinder unbedingt ein Autogramm von Pippi – und vielleicht treffen sie sich in einigen Jahren an der Universität wieder.

2.6 Erzählstunden für Kinder

Ilka Sonntag und Michael WaterstradtDie musikalische Geschichte „Der Tannenbaum“ wurde in unserer weihnachtlichen Basslese für Kinder und Familien erzählt: In mehreren Berliner Bibliotheken und der Kulturbrauerei hörten und sahen Berliner Kinder, was Ilka Sonntag vom ersten aufregenden Weihnachtsfest der Mumintrolle berichtete. Dazu zupfte, streichte und klopfte Michael Waterstradt auf seinem Kontrabass.

2.7 Mumin-Seminar am Nordeuropa-Institut

Ein Seminar am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin bildete den Auftakt für unser neues Lese- und Ausstellungsprojekt „Schweben – Träumen – Leben. Tove Janssons Mumin-Geschichten.“ Studierende wurden in das Werk von Tove Jansson eingeführt und beteiligen sich an dem Projekt durch ihre Beiträge zu einer Informationsbroschüre, die die Ausstellung begleitet.

Mehr dazu finden Sie auf www.kulturhus-berlin.de/mumin.

2.8 Skandinavisches Weihnachtsprogramm für Kinder

Mit einem skandinavisch-weihnachtlichen Programm für Kinder lud KULTURHUS BERLIN auf den Lucia Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei ein. Kinder konnten mit uns in zehn Minuten Schwedisch und Norwegisch lernen, Julnisse für den Weihnachtsbaum oder Troll-Grußkarten basteln und knifflige Fragen rund um skandinavische Weihnachtstraditionen lösen. Wie Weihnachten woanders gefeiert wird, welche Traditionen unsere nordeuropäischen Nachbarn haben und was dort zu einem echten Weihnachtsfest gehört, erfuhr man im Weihnachts-SPEZIAL des KULTURHUS BERLIN auf www.kulturhus-berlin.de – und wer die Fragen beim nordeuropäischen Weihnachtsquiz richtig beantwortete, konnte weihnachtliche Bücher aus Skandinavien oder eine Mumin-Tasse von Iittala gewinnen.

3 NOTIZEN aus dem Mumintal

3.1 Rezension: Das zur Zeit einzige Mumin-Bilderbuch auf Deutsch

CoverDas erste Bilderbuch von Tove Jansson erschien im Original 1952 mit dem Titel „Hur gik det sen? Boken om Mymlan, Mumintrollet och lilla My“. Es war das fünfte Mumin-Buch der finnlandschwedischen Autorin und ist derzeit das einzige Mumin-Bilderbuch, das in deutscher Ausgabe erhältlich ist. „Mumin, wie wird’s weiter gehen?“ ist ein Buch für alle kleinen Entdecker und Abenteurer. Eltern seien vorgewarnt: Die Löcher und fehlenden Ecken gehören ins Buch – sie wurden nicht von den Kindern hinein geschnitten! Tove Jansson erzählt die spannende Geschichte von Mumins Heimweg vom Milchholen sehr eingehend in Reimform. „Mumintroll der gute Kobold, hat am Abend Milch geholt. Er trägt das Kännchen durch den Wald, der Weg ist lang, der Wind bläst kalt. Das Dunkel lässt kein Licht herein und Mumin fühlt sich ganz allein. Im Dickicht kann man’s leuchten seh’n.“ Der kleine Held erlebt auf seinem Weg, d. h. auf jeder Seite des Buches, eine neue Herausforderung. Und jede endet mit der gleichen Frage: „Ach Mumin, wie wird’s weitergehen?“.

Unterwegs stoßen ihm allerhand Abenteuer zu, und er begegnet einigen Bekannten: Mymla, der kleinen My, dem ordnungsliebenden Hemul oder den elektrisch aufgeladenen Hatifnatten. Durch Höhlen, Staubsauger und Regen führt ihn sein Weg. Findet er nach Hause zurück?

Der Band ist ein liebevoll gestaltetes Bilderbuch für Kinder ab vier Jahren. Jede Seite bietet viele kleine Details, und die bunten Farben transportieren Stimmungen wie Angst, Freude oder Neugier. Die Geschichte lebt von den phantasievollen Zeichnungen Tove Janssons. Und: Natürlich endet der Ausflug gut!

Inken Dose

Tove Jansson
Mumin, wie wird’s weiter gehen? Ein Buch mit Mymla, Mumin und der kleinen My
Leipzig, Leiv Kinderbuchverlag, 2007
Aus dem Schwedischen von Samar Lennart, Michael Stehle und Claire Singer
ISBN 3-89603-156-2
12,90 Euro

3.2 Rückblick: Vorhang auf – Die Mumins betreten die Bühne

Sidekick-ProductionsDie Mumins sind dieses Jahr zu Gast in Berlin. Im Rahmen des großen Lese- und Ausstellungsprojekts „Schweben – Träumen – Leben. Tove Janssons Mumin-Geschichten“ luden das Finnland-Institut und der Reprodukt-Verlag im Dezember 2008 zu einen spannenden Abend ganz im Zeichen der Mumins ein. Für alle, die nicht dabei sein konnten, gibt es hier eine kleine Zusammenfassung:

Wenn man momentan aus dem Fenster blickt und draußen die düsteren Regen- oder Wintertage sieht, sehnt man sich nach der Sonne. So geht es nicht nur uns Menschen, sondern auch den Mumins. Die Sehnsucht nach Wärme und Sonne und auch nach ein wenig kultureller Abwechslung treibt die Mumins hinaus in die weite Welt – an den sonnigen Strand der Riviera in Italien. Dort treffen sie auf eingebildete Filmsternchen und reiche Adelige, die vor lauter Geld das Leben nicht mehr kennen und erleben so manches Adenteuer, das sie nur mit Hilfe einer ordentlichen Portion Glück bestehen können...

Lesen Sie den kompletten Beitrag von Susanne Pflügner auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de/mumin.

4 Der NORDEN in Berlin: Tipps und Termine

4.1 Theater

14. (Premiere), 16. und 24. Januar | 20 Uhr | Schaubühne Berlin
17. Januar | 20.30 Uhr | Schaubühne Berlin
18. und 25. Januar | 18 Uhr | Schaubühne Berlin
John Gabriel Borkmann
von Henrik Ibsen, Regie: Thomas Ostermeier, Deutsch von Marius von Mayenburg nach der Übersetzung von Sigurd Ibsen

SzenenfotoBankier John Gabriel Borkmann ist aus dem Gefängnis entlassen und schmiedet Pläne für die Rückkehr in die Gesellschaft. Mit gewagten Transaktionen hatte Borkmann vor Jahren seine Bank in den Ruin getrieben und dabei zusammen mit dem Geld der Kunden auch sein gesamtes Vermögen verloren. Seine Frau Gunhild muss deshalb im Haus ihrer Zwillingsschwester Ella Rentheim leben. Deren Geld hat Borkmann bei seinen Spekulationen nie angetastet; sie ist seine eigentliche Liebe, die er aber aus karrieristischen Erwägungen nicht geheiratet hat: Sein Freund Hinkel, dem er die Ernennung zum Bankchef verdankte, hatte damals als Gegenleistung von ihm verlangt, auf Ella zu verzichten. Borkmanns Sohn Erhard ist noch Student und gerade erst dabei, seine ersten eigenständigen Schritte im Leben zu machen. Die Ansprüche, die von allen Seiten an ihn gestellt werden, drohen ihn zu überfordern. Als Ella eines Nachts auftaucht, um den Konflikt mit ihrer Schwester auszutragen und von Erhard eine Entscheidung fordert, verlässt Borkmann zum ersten Mal sein Zimmer, um sich in den Kampf um seinen Sohn einzumischen.

Ibsens 1896 geschriebenes Stück ist das Porträt eines Machtmenschen, der fasziniert ist von der gestalterischen Kraft des Geldes. Die Aussicht auf eigenen Gewinn ist für ihn sekundär, er denkt im großen Stil und hat den Fortschritt der ganzen Menschheit im Blick. Dass er dabei über Leichen geht und auch die eigene Liebe opfert, nimmt er in Kauf. Im Geld verehrt er eine Naturgewalt, die über den von Menschen gemachten Gesetzen steht. Ibsen beschreibt in seinem Stück aber nicht nur den kometenhaften Aufstieg und Sturz dieses Mannes, sondern auch den Krater, den der Einschlag des Kometen hinterlässt: Ausgebrannte Biografien, menschliche Verheerungen – und eine verzweifelte Hoffnung: dass mit der nächsten Generation alles gut wird.

Schaubühne am Lehniner Platz
Kurfürstendamm 153
10709 Berlin

4.2 Musik

Inglow22.1.2009 | 20.00 Uhr | Wild At Heart
Inglow
Rock / Alternativ / Punk - Norwegen

Die alternative norwegische Rockband Inglow ist im Januar 2009 auf Tournee in Deutschland. Am 1. Januar 2009 wird ihr Debutalbum "Til Deaf do us apart" in Deutschland herausgegeben.

Reinhören: http://www.myspace.com/inglow
Website: http://www.inglow.net/

Wild At Heart
Wiener Str. 20
10999 Berlin (Kreuzberg)

4.3 Für Kinder

Logo SpatzenkinoSpatzenkino: Im Januar in vielen Berliner Kinos
Winter im Tal der Muminken

Eigentlich halten die Muminken ihren Winterschlaf bis der Frühling kommt. Doch der kleine Muminek findet den Schnee viel zu aufregend. Er möchte das verschneite Tal erkunden, rodeln und Schneebälle werfen.

FilmszeneBei seinem Ausflug begleiten ihn seine Freunde Too Ticki und die abenteuerlustige Mü. So macht Schlittenfahren Spaß, trotz klirrender Kälte...

Programmlänge ca. 55 Minuten
Eintritt 1 Euro
Anfragen und Karten-Vorbestellung
beim Spatzenkino-Servicetelefon: (030) 449 4750

Alle Termine und ausführliche Informationen: www.spatzenkino.de

4.4 Ausstellung

21. Januar bis 28. Februar | Felleshus
Fotografien von Anders Petersen

Anders Petersen gilt als einer der einflussreichsten europäischen Dokumentarphotographen der Gegenwart. Für sein von großer Offenheit und Eindringlichkeit geprägtes Lebenswerk zeichnet ihn die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis 2008 aus. Bereits 1978 erlangte Petersen Bekanntheit durch sein Photobuch Café Lehmitz, das heute als ein Meilenstein des Genres gilt. Über zwei Jahre arbeitete er an der unverfälschten Bilddokumentation einer Stehbierhalle am Ende der Hamburger Reeperbahn, die von Prostituierten, Zuhältern und Kleinkriminellen bevölkert wurde.

Beeinflusst durch die Photographien von Robert Frank und Brassaï, hat Anders Petersen seither in 21 Buchpublikationen eine unverwechselbare Bildsprache entwickelt, mit der er stets die verborgenen Aspekte des Menschlichen erkundet. Seine Werkserien über Outlaws und Menschen am Rande der Gesellschaft sind stilbildend für eine Generation bedeutender jüngerer Photographen geworden. Mit dem seit 1971 alljährlich für "vorbildliche Anwendung der Photographie in der Publizistik" vergebenen Preis wird an Dr. Erich Salomon, den großen Photographen der Weimarer Republik, erinnert, dem der moderne Bildjournalismus starke Anregungen verdankt.

Petersen wurde am 3. Mai 1944 in Solna (Schweden) geboren. Er besuchte 1966 die berühmte Photoschule von Christer Strömholm, dem Begründer der modernen schwedischen Photographie. Dorthin kehrte er später auch als Lehrer zurück. 1967 zog es ihn nach Hamburg, wo im Café Lehmitz die Photographien für das gleichnamige Photobuch entstanden. Heute lebt und arbeitet Petersen in Stockholm.

In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Photographie www.dgph.de

Der Eintritt ist frei.

Felleshus der Nordischen Botschaften
Rauchstraße 1
10787 Berlin

4.5 Film

Aktuell im Kino: Der neue Film von Bent Hammer
O'Horten

FilmszeneEin Zug rollt durchs winterliche Norwegen. In der Führerkabine sitzt Odd Horten, 67, auf seiner vorletzten Fahrt von Oslo nach Bergen. Morgen will er zum letzten Mal seinen Dienst antreten. Aber zum ersten Mal in fast vierzig Jahren verschläft der sonst so besonnene Horten und verpasst tatsächlich seinen letzten Zug. Das Missgeschick ist erst der Anfang einer unglaublichen Odyssee, in die Horten mit roten Stöckelschuhen an den Füßen stolpert.

Die Welt ist ein Spielplatz voller verrückter Ereignisse. Seltsam sind die Wege, die das Schicksal geht und das Chaos eröffnet auf einmal ungeahnte Möglichkeiten. Alles kann passieren. Und vielleicht gehen die Träume, zu denen uns bisher immer der Mut fehlte, am Ende ja doch in Erfüllung? Bent Hammer („Kitchen Stories“, „Factotum“) verzaubert sein Publikum mit einer wunderbar lakonischen Erzählung über die Wege, die das Schicksal nimmt, wenn der Fahrplan plötzlich nicht mehr gilt...

O’HORTEN hatte seine Premiere in Cannes 2008 in der Reihe Un Certain Regard. Bereits FACTOTUM, KITCHEN STORIES und EGGS wurden in Cannes uraufgeführt. O’HORTEN ist Bent Hamers fünfter Spielfilm. Er war dabei für Buch, Regie und Produktion verantwortlich.

Der Film läuft in Berlin in folgenden Kinos:

Kino in der Kulturbrauerei
FT Yorck
Filmtheater am Friedrichshain
Broadway

5 Der NORDEN im TV

Frost und ewige Kälte, Nordmeer und Packeis, Schnee und arktische Stürme – der Norden kommt im Januar mit einer Reihe von kalten und frostigen Expeditionen ins Fernsehen. Ordentlich in die dicke Couchdecke einwickeln, heißen Tee trinken und näher an die Heizung rücken – hier einige unserer Fernsehtipps für den Januar. Mehr wie immer auf www.kulturhus-berlin.de

Phoenix | 11.01.2009 | 18:00 Uhr
Grönland – eine eisige Insel im Wandel

Ein Naturwunder, das bedroht ist: die Eisberge vor Ilulissat. Sie sind das Wahrzeichen Grönlands und Ausgangspunkt für die Reise der ARD-Korrespondenten Claudia Buckenmaier und Tilman Bünz kreuz und quer durch Grönland. Ilulissat heißt "Eisberge". Überall auf dieser riesigen Insel, die immer noch zu Dänemark gehört, steht das Leben unter dem Eindruck des wärmer werdenden Klimas. Wissenschaftler kommen aus aller Welt, um in dieser empfindlichen Region den Klimawandel zu erforschen.

ARTE | 18.01.2009 | 19:00 Uhr
Tanz auf der Orgel mit Iveta Apkalna

Enthusiasmus, Virtuosität und Sinnlichkeit: Die junge lettische Organistin und Echopreisträgerin Iveta Apkalna verzaubert Kritiker und Konzertbesucher gleichermaßen. Wenn sie die Tasten einer Orgel anschlägt, erinnert das an Meeresrauschen.

Die gebürtige Lettin vermag den Klangreichtum der Orgel zu nutzen wie kaum jemand sonst: Sei es die Kontrapunktik eines Johann Sebastian Bach, die Virtuosität der Stücke von Charles-Marie Widor oder der meditative Fluss der Musik von Philipp Glass - stets überraschen die klangliche Wucht und die Vielfarbigkeit ihres Spiels.

Der Film nimmt den Zuschauer mit auf eine bisweilen rauschhafte Reise der Musik und der Bilder. Ein Höhepunkt ist Poulencs Orgelkonzert in g-Moll, bei dem Iveta Apkalna vom Orchester Kremerata Baltica unterstützt wird.

hr-fernsehen | 21.01.2009 | 12:15 Uhr
Forscher im ewigen Eis

Karsten Piepjohn von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe gilt unter den deutschen Geologen als der unumstrittene Spitzbergen-Experte. Piepjohn war bereits mehr als zwanzigmal in der arktischen Wildnis. Filmautor Matthias Wolk begleitet den Forscher und sein Team, von den Vorbereitungen in Longyearbyen, der Hauptstadt von Spitzbergen, über die Fahrt mit einem norwegischen Forschungsschiff bis hin zur geologischen Arbeit in der Wildnis kurz vor dem Polarkreis. Spektakuläre und beeindruckende Landschaftsbilder, fesselnde Hubschrauber-Überflüge, aber auch nachdenkliche und sehr ernste Momente gewähren Einblicke in den Forscher-Alltag im ewigen Eis. Es ist ein primitives Leben im Zeltlager, mit vielen Entbehrungen und der ständigen Gefahr durch plötzliche Eisbären-Angriffe.

3SAT | Freitag, 23.01.2009 | 15:35 Uhr
Der Riese und die Rose
Geschichten aus Estland und Lettland

Vor langer Zeit, sagt man, habe sich südlich von Vöru ein Riese zur Ruhe gebettet. Die Erde, die er zu einem Kopfkissen aufgehäuft hat, ist heute der Suur Munamägi, der höchste Berg des Baltikums.

Der Suur Munamägi ist der Ausgangspunkt einer Reise durch das estnisch-lettische Grenzgebiet: Von der alten livländischen Ordensburg Frowenborch geht es in die estnische Universitätsstadt Tartu. Auf lettischer Seite führt der Weg durch den Gauja-Nationalpark, zur Burg von Turaida und nach Cesis.

6 Kulturnotizen aus dem Norden

DK: Inger Christensen gestorben

Die dänische Dichterin Inger Christensen ist am 2. Januar im Alter von 73 Jahren gestorben. Christensen, die als Dänemarks wichtigste Lyrikerin der Gegenwart galt, war lange als Anwärterin für den Literaturnobelpreis im Gespräch. 1935 in Vejle geboren, arbeitete sie zunächst als Lehrerin, bevor sie 1962 mit der Gedichtsammlung Lys debütierte. In Dänemark berühmt wurde sie durch ihr 1969 geschriebenes Weltgedicht Det. In Deutschland erschien zuletzt die Hör-CD Das Schmetterlingstal. Die Rezension von KULTURHUS BERLIN finden Sie hier.
(Quelle: Politiken)

DK: Giacomettis Maren bekommt einen Fahrstuhl

Holstebros Wahrzeichen, die Skulptur Maren von Alberto Giacometti, soll zurück an ihren alten Platz, nachts aber unter der Erde verschwinden – und zwar mit Hilfe eines Fahrstuhls. So will es zumindest die Stadt, die die auf 100 Millionen Kronen geschätzte Figur damit vor Raub und Beschädigung schützen möchte. Die letzten Monate stand Maren vorsichtshalber schon im Kunstmuseum der Stadt. Die Bürger aber wünschten die Plastik zurück auf den Platz vorm alten Rathaus. Die Kommune prüft nun, wie teuer der Fahrstuhl wird, denn schon im Januar soll das Geld bewilligt werden. Mit dem Kauf der berühmten Giacometti-Skulptur 1966 begann in der westjütländischen Stadt eine kulturelle Entwicklung, die dazu führte, dass man heute in der Innenstadt Holstebros an fast jeder Ecke auf ein neues Kunstwerk stößt. (Quelle: Politiken)

LT: Rotstift in Vilnius

Eigentlich sollte Vilnius im kommenden Jahr seinen großen Auftritt haben: Die litauische Hauptstadt ist gemeinsam mit Linz europäische Kulturhauptstadt 2009 und folgt damit Liverpool in England und Stavanger in Norwegen. In Litauen ist nun allerdings unklar, ob die insgesamt 300 Projekte im Rahmen des kulturellen Großereignisses tatsächlich stattfinden können. Die litauische Regierung erklärte, aufgrund der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise die Finanzierung zu großen Teilen nicht wie geplant übernehmen zu können. Welche der zahlreichen Kultur- und Sanierungsprojekte von der Streichung betroffen sind, ist noch nicht bekannt. (Quelle: Baltic Times)

DK: Der Neue – Cyron Melville

Der 24jährige dänische Schauspieler Cyron Melville ist einer der Kandidaten für den „Shooting Star“-Preis der Berlinale (5. bis 15. Februar 2009). Für die internationale Jury war Melvilles „physische Präsenz und sein aufrichtiger Blick“ entscheidend. Beides mache sein Spiel für das Publikum augenblicklich anziehend. Cyron Melville spielt seit seinem zehnten Lebensjahr, hat bereits in mehreren dänischen Filmen Rollen übernommen und ist außerdem ein begabter Schlagzeuger. (Quelle: Dänisches Filminstitut)

LV/SV: Letten wollen Schweden werden

Zehntausende wegen der Finanzkrise verzweifelte Bürger Lettlands haben per Petition um eine Invasion aus Schweden vom anderen Ufer der Ostsee gebeten. In einer Online-Petition haben sie Schweden aufgefordert, ihr Land zu besetzen, denn für Lettland gebe es keinen Grund zu existieren. In der auf http://petitiononline.com veröffentlichten Erklärung heißt es: „Wir, die Bürger von Lettland, möchten Schweden bitten, Lettland zu besetzen. Wir würden gerne schwedische Bürger werden und werden uns an die Gesetze des Landes halten.“ Dafür hoffe man im Gegenzug auf die gleichen Rechte wie dortige Bürger. Lettland musste zuletzt seine Währung mehrfach stützen und hat Notfallkredite der EU erhalten. Als Hintergrund gelten die massiven Folgen der Finanzkrise in dem kleinen baltischen Staat mit explodierender Arbeitslosigkeit, einer Inflationsrate von 15 Prozent, drastischen Einkommenskürzungen im öffentlichen Dienst sowie Bankzusammenbrüchen. Die schwedische Botschaft in Riga antwortete mit einem Augenzwinkern: Man könne dem Wunsch nach einer Invasion nicht nachkommen, weil die eigene Armee dafür leider zu klein sei. (Quellen: Financial Times Deutschland/Der Standard)

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Mit besten Grüßen,
KULTURHUS BERLIN und Förderverein des Kulturhus Berlin e.V.

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Das Projekt "Schweben – Träumen – Leben. Tove Janssons Mumingeschichten" wird von der Jugend- und Familienstiftung Berlin und Svenska kulturfonden gefördert.

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