Berlin, Februar 2007

Liebe Freunde und Freundinnen des Kulturhus Berlin e.V.,

Film, Film, Film - der Februar bringt reichlich davon aus Nordeuropa nach Berlin: Unser Newsletter informiert Sie in diesem Monat über die Produktionen, die auf der Berlinale zu sehen sind, und über zwei neue Bücher, die im Februar in Berlin präsentiert werden und sich dem nordischen Film widmen. Zudem haben wir uns ein ganz besonderes skandinavisches Filmfestival einmal näher angesehen. Und schließlich noch der NORDISCHE FILMKLUB: Aus Anlaß des Sibelius-Jahres läuft am 7. Februar im Felleshus die oppulente Filmbiografie über Finnlands wichtigsten Komponisten, der vor 50 Jahren gestorben ist.

Mit "Lesezeichen" startet KULTURHUS BERLIN im März eine neue Veranstaltungsreihe, in der wir Ihnen Bücher aus dem Norden vorstellen möchten. Am 12. März beginnen wir. Welche literarischen Titel an diesem Abend diskutiert werden, erfahren Sie schon heute.

Ein Blick auf unsere Internetseite www.kulturhus-berlin.de lohnt immer: Hier finden Sie noch mehr Termine für Theater, Literatur, Veranstaltungen für Kinder, Musik oder Ausstellungen, daneben thematische Schwerpunktbeiträge, Interviews und Literaturhinweise.

Ihnen viel Freude im Februar,

mit besten Grüßen
Ihr KULTURHUS BERLIN

Inhalt

 

1. Vorschau

Neue Reihe des KULTURHUS BERLIN

12. März 2006 | 20 Uhr
Lesezeichen – Bücher aus dem Norden im Gespräch

Bücher, die aus Nordeuropa auf den deutschen Buchmarkt kommen, haben eine lange Reise hinter sich. Sie haben das Interesse eines Verlegers gefunden, sie sind übersetzt, gedruckt, beworben und im Buchhandel plaziert worden. Nun gilt es, sie zu kaufen, zu lesen, zu genießen. Doch welches Buch soll es sein? Der schwedische Krimi? Ein Klassiker? Ein Kinder- oder ein Fachbuch?

KULTURHUS BERLIN wählt zweimal im Jahr reizvolle Bücher der Gegenwart aus und stellt sie vor: wir werden aus ihnen lesen, berichten, wie sie ihren Weg zu uns gefunden haben, über sie diskutieren, sie verreißen, loben, weiterempfehlen, kurz: ins Gespräch bringen.

Für die Auftaktveranstaltung haben wir Morten Ramslands Hundsköpfe (Schöffling, 2006), Jon Fosses Schwester (Bajazzo, 2006), Dag Solstads Professor Andersens Nacht (Dörlemann, 2005) und eine druckfrische Überraschung ausgewählt. Mit am Tisch sitzen an diesem Abend die Literaturagentin Gudrun Hebel und der Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel, engagierte Experten für den Norden, die aus ihrer spezifischen Sicht über die vorgestellten Bücher und das "Drumherum" sprechen werden. Moderiert wird die Veranstaltung von Sophie Wennerscheid, aus den Büchern liest Uta Schultz.

Theater o.N.
Kollwitzstr. 53
10405 Berlin

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Szene aus dem Film

2 Nordischer Filmklub

Beitrag zum Sibelius-Jahr im NORDISCHEN FILMKLUB

7.2. | 19.00 Uhr | Felleshus, Nordische Botschaften
Sibelius
Finnland 2003, Timo Koivusalo, 115 Min., finnisch mit engl. UT
Mit: Martti Suosalo, Heikki Nousiainen, Miina Turunen, Seela Sella, Vesa Vierikko, Raimo Grönberg, Jarmo Mäkinen, Tapani Kalliomäki, Kunto Ojansivu, Rea Mauranen, Kirsi Tarvainen, Christian Sandström, Erkki Ruokokoski, Titta Antti-Poika, Eija Nousiainen, Konsta Hannonen, Kari Hietalahti, Risto Kaskilahti, Hannu Kivioja, Lars Svedberg

Als ein aufwändig gedrehter Epos wurde die Lebensgeschichte des großen finnischen Komponisten verfilmt. Ausgehend von den Erinnerungen des alten Mannes, passieren Kindheit, Jugend und das Studium in Helsinki, Berlin und Wien Revue. Nach seiner Studienzeit gerät Jean Sibelius mit seinem Tongedicht „Finlandia“ in die politischen Spannungen zwischen seiner Heimat und Rußland. Seine starke Frau Aino und die gemeinsamen Kinder prägen das private Leben von Sibelius. Mit dem Tod der jüngsten Tochter ereilt die Familie ein schwerer Schicksalsschlag. Und auch die politischen Spannungen begleiten das Schaffen Sibelius´. Am Lebensende wird die Arbeit immer schwieriger, und die achte Symphonie will nicht gelingen.

Der NORDISCHE FILMKLUB zeigt Filme aus Nordeuropa. Schwerpunkt bildet in der Programmreihe 2006/2007 das aktuelle nordische Kino. Der NORDISCHE FILMKLUB findet im Felleshus der Nordischen Botschaften statt, Rauchstraße 1, 10787 Berlin.

Weitere Informationen: www.kulturhus-berlin.de/kultur/kultur.htm

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3 Weit im Norden: Das Tromsø International Film Festival in Norwegen

Vom 16.-21. Januar 2007 fand das Tromsø International Film Festival statt. Mit der Berlinale kann es an Größe und Staraufgebot (noch) nicht konkurrieren – und das soll auch so sein.

Auf dem nördlichsten Filmfestival der Welt kommt viel Unbekanntes auf die Leinwand, so z. B. in der Kategorie Film fra Nord, in der Filme aus den Polarregionen gezeigt werden, die sonst kaum Beachtung finden, sich hier aber in einen internationalen Rahmen einbetten können. In Skandinavien ist Tromsø nach Gøteborg das größte Filmfestival. Und es ist sehr gut besucht, was nicht nur an den dunklen Januartagen liegt, sondern auch an der Kinokultur in Norwegen, wo es viele kommunale Kinoklubs gibt, in denen das Interesse für Filme neben dem Mainstream geweckt wird.

Eröffnungsfilm des Festivals war Vinterland, der erste längere Spielfilm von Regisseur Hisham Zaman. Er erzählt die Geschichte von Renas und Fermesk, die heiraten, ohne sich je gesehen zu haben: Renas ist ein Iraker, der in Nordnorwegen wohnt und arbeitet und sich zu seinem Glück eine Frau aus der Heimat „bestellt“. Beide haben Träume, und beide werden mit einer Realität konfrontiert, die anders ist als erhofft...

Lesen Sie den vollständigen Artikel von Constanze Gestrich auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de

 

4 Veranstaltungstipps

Sweden Sweden

4.1 Musik

9.2. | ab 22 Uhr | Magnet Club Berlin
Club-Nacht: SWEDEN, SWEDEN

Schweden im allgemeinen sind schon lustige Leute. Nicht genug damit, dass unzählige von ihnen beständig Musik machen, und in großartigen Bands spielen. Nein, wenn diese Bands mal Pause machen fühlen sich die Mitglieder irgendwie so seltsam unausgefüllt – und gründen deshalb mal eben schnell noch eine Band. Torpedo zum Beispiel bestehen aus Mitgliedern von Tiger Lou, Starmarket, Crystal Commitee und The Je Ne Sais Quoi und stehen derzeit in den Startlöchern für einen großen Wurf.

TORPEDO (Indie, Stockholm)
THE STREETWAVES (Indie, Stockholm)
THE LIGHT BULB PROJECT (Elektro Pop, Stockholm)
DJs
OTUR (Stockholm)
TIGER LOU (Stockholm, Berlin)
FIREFOX AK (Stockholm, Berlin)
BOBBY BABY (Stockholm, Berlin)
ABBAS (i made this, Stockholm)
ELIAS AKESSON (Burning Heart, Stockholm)
JANIS (FM4, Stockholm)
STEFAN PRIMA POP (Hamburg)

Magnet Club
Greifswalder Straße 212-213
10405 Berlin

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Filmplakat

4.2 Film

Nach der Hochzeit (Efter brylluppet)

Über 400 000 Zuschauer in Dänemark haben den Film bislang gesehen. Nach den preisgekrönten Filmen „Brødre“ und „Open hearts“ erzählt Susanne Bier erneut eine dramatische Familiengeschichte, die 2006 in Dänemark zum Kinoerfolg des Jahres wurde.

Es geht um zwei ganz unterschiedliche dänische Männer: Jacob leitet ein Kinderheim im indischen Bombay. Er ist Däne, wohnt aber seit langem nicht mehr in Dänemark. Sein Heim soll geschlossen werden, denn es fehlt an Geld. Rettend taucht der dänische Geschäftsmann Jørgen auf. Er bittet Jacob nach Dänemark, wo er eine großzügige Unterstützung für sein Heim bekommen soll. Jacob wird eingeladen zur Hochzeit von Jørgens Tochter und muß eine Entdeckung machen, die sein ganzes Leben umwirft: Jørgens Frau Helene ist Jacobs große Jugendliebe und die junge Braut seine eigene Tochter.

In „Nach der Hochzeit“ geht es um Armut und Reichtum, um Machtmenschen, Prinzipien, um Idealismus, um Familie und - um Geld. Susanne Bier hat in einem Interview gesagt, der Film solle eine Frage stellen: Welches moralische Recht haben Menschen, in bestimmten Situationen in das Leben anderer einzugreifen?

Ab 1. Februar im:
Filmkunst 66
FAF 1
Yorck
Kulturbrauerei
Cinemaxx Potsdamer Platz

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Berlinale

Aus Estland, Lettland und Litauen werden voraussichtlich zu sehen sein: Leiutajateküla Lotte (Lotte from Gadgetville) von Heiki Ernits und Janno Põldma, Estland/Lettland 2006

Weitere Berlinale-Filme:

Du skal ære din Hustru | Ehret eure Frauen
Dänemark 1925

Afgrunden | Abgründe
Dänemark 1910

Die Filmprimadonna
Deutschland 1913
D: Asta Nielsen, Paul Otto, Fritz Weidemann
Klavier: 9.2. Maud Nelissen / 17.2. Jürgen Kurz
Retrospektive

Ville och Vilda Kanin | Willi und das wilde Kaninchen
Schweden 2006
Empfohlen ab: 4 Jahren
Generation Kplus Kurzfilm

Drengen | kufferten | Der Junge im Koffer
Dänemark 2006
Empfohlen ab: 4 Jahren
Generation Kplus Kurzfilm

Pilgiftsgrodorna | Pfeilgiftfrösche
Schweden 2007
Empfohlen ab: 4 Jahren
Generation Kplus Kurzfilm

Blodsøstre | Blutsschwestern
Dänemark 2006
Empfohlen ab: 8 Jahren
Generation Kplus Kurzfilm

Bennys Gym | Bennys Tattoo
Norwegen 2007
Empfohlen ab: 10 Jahren
Generation Kplus Kurzfilm

Pigen | kikkerten | Mädchen im Visier
Dänemark 2006
Ohne Sprache
Empfohlen ab: 10 Jahren
Generation Kplus Kurzfilm

När Elvis Kom På Besök Als Elvis zu Besuch kam
Schweden 2006
Schwedisch
D: Ben Solimanaznavi, Josef Säterhagen, Leila Hadji
Empfohlen ab: 10 Jahren
Generation Kplus Kurzfilm

Trigger | Trigger
Norwegen, Schweden, Dänemark 2006
Empfohlen ab: 6 Jahren
Generation Kplus

The Day After Tomato | The Day After Tomato
Schweden 2006
Kulinarisches Kino

Reklamfilm PUB Greta Garbo | Kompilation von Werbefilmen mit Greta Garbo
Schweden 1920/21
D: Greta Garbo
Retrospektive Kurzfilm

Flesh and the Devil
USA 1926/27
mit Greta Garbo, John Gilbert, Lars Hanson, Barbara Kent
Retrospektive

Förortsungar | Abgerockt
Schweden 2006
Empfohlen ab: 7 Jahren
Generation Kplus

När Mörkret Faller | When Darkness Falls
Schweden, Deutschland 2006
D: Oldoz Javidi, Lia Boysen, Reuben Sallmander, Per Graffman, Bahar Pars
Panorama Special

Norrtullsligan | Weibliche Junggesellen
Schweden 1923
Retrospektive

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Außerdem:
Buchvorstellung und Film siehe Punkt 4.6 Literatur

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Szene aus Gespenster

4.3 Theater

23., 24., 25. Februar 2007 | 20 Uhr
»Gespenster«
von Henrik Ibsen

Am 7. Februar von 18 bis 22 Uhr bietet Ihnen die Schaubühne eine besondere Veranstaltung: eine Einführung in Sebastian Nüblings Neuinszenierung von Ibsens »Gespenster«, die am 20. Februar Premiere haben wird. Sie erhalten Hintergrundinformationen zu Konzeption und Inszenierungsansatz, zur Probenarbeit und über das Bühnenbild. (Anmeldung bei Uta Plate: uplate@schaubuehne.de oder 89002-194)

Nähere Informationen zum Stück: www.schaubuehne.de

Schaubühne am Lehniner Platz
Kurfürstendamm 153
10709 Berlin

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4.4 Ausstellungen

20.2.2007 - 10.3.2007
Vom Holz zur Architektur

Die Wanderausstellung des Finnischen Architekturmuseums beschreibt die Nutzung von Holz in der modernen finnischen Architektur. In der Ausstellung werden 17 Gebäude vorgestellt, die die Vielfalt der Funktionen, Größen und Standorte genauso veranschaulichen wie die der Konstruktionen und Oberflächengestaltung. Alle Gebäude befinden sich in Finnland. Das Spektrum reicht von Kirchenbauten über Kulturzentren bis zu Sommerhütten. Bei einigen der Gebäude wird auf traditionelle Methoden der Baukunst zurückgegriffen, während andere mit neuen, gewagten Lösungen aufwarten. Alle zeigen Mut und Selbstbewußtsein im Umgang mit dem ältesten Baumaterial, dem Holz. Neue Visionen über die Möglichkeiten, die in diesem warmen, natürlichen Material stecken, werden sichtbar.

Felleshus der Nordischen Botschaften
Rauchstr. 1
10787 Berlin

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Bis Juni 2007
Der Tag ist Dunkel
Gemälde von Meiu Münt

Die estnische Künstlerin stellt auf ihren Gemälden Kinder dar, die als „Schattenfiguren aus der Vergangenheit und mit keiner konkreten Person direkt verbunden“ sind. „Vielmehr erinnern sie daran, daß wir unser ganzes Leben lang die Kindheit in uns tragen“.

Botschaft der Republik Estland
Hildebrandstraße 5
10785 Berlin

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Kinderfasching

4.5 Kinderveranstaltung

18. Februar 2007 | 14.00 bis 19.00 Uhr
Für Pippis und Annikas, für Seeräuber und Tommis!
Fasching in der Villa Kunterbunt
zum 100. Geburtstag von Astrid Lindgren 2007
Eintritt frei!

Das Umspannwerk wird zur Villa Kunterbunt. Jeder darf wie Pippi machen was er will (fast). In Pippis Wohnzimmer wird wild getanzt, auf dem Sofa oder auf der Kommode gehüpft, dazu legt ein DJ tolle Musik auf. In der Langstrumpf-Lounge sehen die Kinder die beliebtesten Filme ihrer Heldin und in Pippis Küche gibt es zur Stärkung Pannkaka, Takatukalander und schwedisches Plundergebäck. Eine Frisur wie Pippi können sich die Mädchen im Frisiersalon zulegen, und auf dem legendären Seeräuberboot "Hoppetosse" kann man lernen, wie man Seemannsknoten schnürt, Geheimschriften löst und einen Schatz findet

Der Kinderfasching wird organisiert von Märchenland und Vattenfall Europe

Vattenfall Umspannwerk Humboldt
Kopenhagener Straße 58-63
10437 Berlin

Information unter Märchenland-Telefon: 030/28 09 36 03.

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Cover des Romans

4.6 Literatur

21. Februar | 20 Uhr
Europäische Erzähler: Lesung mit Einar Kárason (Reykjavik)
Moderation: Kristof Magnusson

Einar Kárason, der durch seine Trilogie „Die Teufelsinsel", „Die Goldinsel" und „Das gelobte Land" berühmt wurde, zeichnet in seinem neuen Roman „Sturmerprobt" das Porträt eines durchaus ambivalenten Helden. Eyvindur Jonsson, genannt Stormur (Sturm), ist wortgewaltig, aber alles andere als fleißig. Während seine Frau arbeitet und sich um die Kinder kümmert, sitzt der Isländer biertrinkend auf dem Balkon seiner Sozialbausiedlung in Aarhus und läßt sich vom dänischen Sozialstaat umsorgen. Als er sich eines Tages von einem Verlag dazu gewinnen läßt, in der Öffentlichkeit als Verfasser eines im Obdachlosen- und Alkoholikermilieu angesiedelten Buches aufzutreten, den er möglichst authentisch verkörpern soll, übernehmen er und der isländische Literaturbetrieb sich gewaltig.

So wird Einar Kárasons Roman von einer Geschichte über Stormur und das, was er seiner Familie und seinen dänischen Sozialarbeitern zumutet, zu einer humorvollen Satire auf den Kulturbetrieb und die modernen Formen des Literaturmarketings.

Den Abend moderiert der in Berlin lebende Schriftsteller und Übersetzer Kristof Magnusson, von dem die deutsche Version des Romans stammt.
(Quelle: www.botschaft-island.de)

Eintritt frei!

Felleshus
Rauchstr. 1
10787 Berlin

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6. Februar | 20 Uhr
Buchvorstellung und Film

Tulitikkutehtaan tyttö / Das Mädchen aus der Streichholzfabrik
FIN 1989
R: Aki Kaurismäki
D: Kati Outinen, Elina Salo, Esko Nikkari, Vesa Vierikko, OmU, 68’

Tag für Tag steht Iris (Kati Outinen) in einer lärmenden Fabrikhalle. Ihre einzige Aufgabe: darauf zu achten, daß die Päckchen mit den Streichholzschachteln, die auf einem Förderband an ihr vorbei ziehen, richtig etikettiert sind. Zuhause muß sie den kargen Lohn bei der Mutter und beim Stiefvater abliefern. Iris geht manchmal alleine aus, niemand beachtet sie. Niemand fordert sie zum Tanz auf, wenn der zum Heulen schöne Tango „Satumaa“ („Märchenland“) erklingt. Und der teuer gekleidete Mann, der sie dann doch einmal anspricht und später schwängert, läßt sie ungerührt mit einem Kind sitzen. Von den Eltern verstoßen, von ihrem Märchenprinzen mit einem Scheck für die Abtreibung sich selbst überlassen, geht sie in eine Apotheke und kauft ein Päckchen Rattengift. Das Opfer wird zum Täter. Das Drama einer geschändeten Kreatur schlägt um in eine mörderische Groteske.

Ralph Eue, Linda Söffker (Hrsg.): "Aki Kaurismäki"

Die Filme des finnischen Regisseurs lassen sich lesen als Kriminalgeschichten, Schreckensnovellen, Erzählungen vom Fern- oder Heimweh, sehnsuchtsvolle Melodramen. Sie sind die Königsdisziplin des Kinos, und Aki Kaurismäki ist einer der schillerndsten Zulieferer. Melodramen sind naiv. Ihre Helden erst recht. Und doch ist eine der Weisheiten des Melodrams, daß Naivität bestraft wird. Darüber mag man weinen, soll man weinen. Am Sachverhalt ändert das nichts.

Ralph Eue und Linda Söffker haben ein Buch herausgegeben, das die Filme Aki Kaurismäkis erkundet. Die beiden Herausgeber werden ihr Buch vorstellen.

Zeughauskino
Deutsches Historisches Museum
(Zeughausgebäude Eingang Spreeseite)
Unter den Linden 2
10117 Berlin

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7. Februar | 20 Uhr
Buchvorstellung und Film

Nordland – Fjordland. Eine Sommerreise in die Wunderwelt Norwegens
D 1930, 40’

Kaum eine Region war so präsent im deutschen Film vor 1945 wie der Norden. Angeregt von den „Nordlandfahrten“ Kaiser Wilhelms II. und parallel zum Aufschwung des Massentourismus, prägten Bilder Skandinaviens das Kinoprogramm der Zeit. Reisefilme, Landschafts- und Städtebilder gestalteten den Norden als Imaginationslandschaft, die mit dem realen Staatengebilde nur wenig zu tun hatte. Der schwedische Spielfilm, bei den ‚Gebildeten’ der Weimarer Republik als „Schwedenfilm“ bald ungeheuer populär, trug das seine dazu bei, Skandinavien als idyllischen Rückzugsraum vorzustellen. An seine Erfolge knüpfte sich zugleich ein reger Austausch der Filmindustrien, in dessen Rahmen unzählige Filmschaffende aus Schweden ihr Glück in Berlin versuchten, darunter Greta Garbo und später natürlich Ingrid Bergman und Zarah Leander.

Patrick Vonderau: "Bilder vom Norden"

Der Filmhistoriker Patrick Vonderau hat mit Blick auf die deutsch-schwedischen Filmbeziehungen zwischen 1914 und 1939 eine Fallstudie zur Kulturgeschichte des europäischen Filmvertriebs verfaßt. Er stellt sein Buch Bilder vom Norden vor, berichtet von den Vorläufern dieses Filminteresses am Norden, die etwa in der Stereoskopie der Kaiserzeit zu suchen sind, von Produktionsskandalen wie jenem, der Greta Garbos Star-Karriere in Europa verhinderte, und von der politischen Instrumentalisierung der Filmbeziehungen im Nationalsozialismus.

Damit das cineastische Vergnügen nicht zu kurz kommt, wird sich die Buchvorstellung auch auf filmische Anschauungen stützen. Es wird ein Schiffsreisefilm der Hapag-Lloyd von 1929/1930 gezeigt: Nordland-Fjordland. Eine Sommerreise in die Wunderwelt Norwegens.

Musikalische Begleitung: Christof Vonderau

Zeughauskino
Deutsches Historisches Museum
(Zeughausgebäude Eingang Spreeseite)
Unter den Linden 2
10117 Berlin

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5 Der Norden im TV

 

NDR | 5.2. | 11:30
Die Nordsee (1)
Von Friesland zu den Fjorden

An Dänemarks endlosen Stränden finden Wanderer noch heute Bernsteine - Zeugnisse vergangener Erdepochen, als das Klima hier noch tropisch war. Längst ausgestorbene Tiere und Pflanzen sind in diesem gehärteten Harz eingeschlossen. Im wild zerklüfteten Fjordland Norwegens schieben sich Gletscher bis ans Meer heran. Neben Schweinswalen und Anemonen überraschen den Betrachter farbenprächtige Korallenriffe in den bis zu 1000 Meter tiefen Fjorden. Zwischen Norwegen und den Britischen Inseln endet der erste Teil.

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NDR | 5.2. | 15:15
Ostsee-Perlen
Eine Inselreise Film von Petteri Saario Redaktion: Wolf Lengwenus

Der finnische Filmemacher Petteri Saario hat einen Segeltörn durch die nördliche Ostsee gemacht und sechs Inseln in fünf Ländern besucht. Nach der fast 50-jährigen Teilung Europas ist ein Großteil der Küsten und Inseln des Baltischen Meeres bei uns im Westen in Vergessenheit geraten; so ist dieser Film auch eine Entdeckungsreise zu unseren neuen Nachbarn. Wer kennt schon die Insel Kotlin, auf der die größte Festung Europas steht und die über Jahrhunderte die Sicherheit St. Petersburg gewährleistete.

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NDR | 5.2. | 1:15
Victoria von Schweden
Lehrjahre einer Königin
Film von Rolf Seelmann-Eggebert
Redaktion: Clas Oliver Richter

Die Kronprinzessin auf den Stationen ihrer Ausbildung in Berlin, Rom und Madrid. In einem Exklusivinterview berichtet Victoria von Schweden über ihr gespanntes Verhältnis zur Regenbogenpresse, ihre Erfahrungen im Ausland und die Aufgaben als künftige Königin. Das Porträt zeigt eine junge Frau, die ihren Weg zwischen den Anforderungen der Tradition und der modernen Gesellschaft gefunden hat.

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NDR | 6.2. | 15:15
Die Leute von der Felseninsel
Husö vor Finnlands Küste
Film von Petteri Saario
Redaktion: Wolf Lengwenus

Im äußersten Westen Finnlands spricht man schwedisch. Und politisch autonom ist man natürlich auch; dort, auf den Åland-Inseln, die den Bottnischen Meerbusen von der Ostsee trennen. Das Archipel besteht aus mehr als 6.500 Inseln, Schären, Klippen und Riffen. Und auch manche der kleinsten Inseln sind bevölkert. Nur zwei Familien, insgesamt fünf Menschen, leben auf Husö, einem winzigen isolierten Felseneiland im Osten des Archipels. Und die sind, wie die meisten Åländer, schwedischstämmig.

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RBB | 9.2. | 20:15
Leben im ewigen Eis - Der Moschusochse
Film von Pierre Perrault

Spätsommer auf Ellesmere Island, einer Insel nahe des Nordpols. 120 Tage lang folgt die Kamera einer kleinen Herde von Moschusochsen durch eine Landschaft zwischen Wüste und Eis. Hier, am scheinbaren Ende der Welt, steht die in ihrer Kargheit faszinierende Region dabei gleichermaßen im Zentrum der Aufmerksamkeit wie die archaischen Gesetzmäßigkeiten, nach denen das Leben der Moschusochsen wie eh und je verläuft. Der Film zeigt die Verspieltheit der Kälber, ihre Scheinkämpfe, die schließlich als Höhepunkt des Films, bei den ausgewachsenen Bullen, in die rituell anmutenden Zweikämpfe zwischen Rivalen mündet. Es gibt viel Eis, viel unberührte Natur und die kleine Herde, unablässig äsend dem spärlichen Nahrungsangebot hinterherziehend. Hin und wieder tauchen weitere Bewohner dieser unwirtlichen Gegend auf: Füchse und Rebhühner, Raubmöwen und Enten.

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NDR | 10.2. | 21:45
Der große Wencke Myhre Abend
Präsentiert von Hösch Dierksheide

Ein spannendes Porträt des skandinavischen Superstars Wencke Myhre in ihrer Heimat Norwegen. Gemeinsam mit dem Moderator Hösch Dierksheide begibt sie sich auf einen persönlichen Streifzug durch ihr privates und berufliches Leben mit den schönsten Momenten und größten Hits aus ihrer über 40-jährigen Show-Karriere, gleichzeitig eine wunderbare Reise ins „Land der Trolle“: in die berühmte Olympiastadt Lillehammer - Wenckes zweite Heimat – und an Wenckes Lieblingsorte in Norwegens „königlicher“ Hauptstadt Oslo.

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ARD, 10.2. | 22.10 Uhr
Mankells Wallander - Tod im Paradies (Luftslottet)
Spielfilm Schweden/Deutschland 2006

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ARD | 12.2. | 0.00 Uhr
Wilbur - Das Leben ist eins der schwersten (Wilbur wants to kill himself)
Spielfilm, DK/S/GB/F 2002

Dänische Tragikomödie von Lone Scherfig ("Italienisch für Anfänger") über den Glasgower Buchhändler Harbour und seinen labilen Bruder Wilbur, der sich für den Tod seiner Mutter schuldig fühlt und ständig versucht, sich umzubringen.

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NDR | 16.2. | 15.15
Eisbären als Nachbarn
Mit Kind und Kegel in die Arktis
Film von Petter Aasheim-Amundsen und Dag Rune Johansen
Redaktion: Wolf Lengwenus

Für ein Jahr zog sich die norwegische Familie Aasheim-Amundsen in eine leerstehende Jagdhütte in die Arktis zurück. Vater – ein Journalist, spezialisiert auf Abenteuerreisen –, Mutter – Architektin – und zwei halbwüchsige Töchter verlebten auf einem abgelegenen Eiland der Inselgruppe von Spitzbergen eine aufregende Zeit, die manchmal aber auch sehr lang werden konnte.

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Arte | 16.2. | 18:30
Wilkommen bei … (15/15)
Didda
Dokumentationsreihe, Frankreich 2006, ARTE F,
Regie: Solveig Anspach

Die 15teilige Reihe "Willkommen bei..." gibt Europa ein Gesicht, indem sie unterschiedlichste Menschen in ihrem alltäglichen Umfeld porträtiert. Ob in Belgien, Finnland oder auf Zypern - die Reihe begegnet Persönlichkeiten, die auf ihre jeweilige Art für die Vielseitigkeit unseres Kontinents stehen. Sie alle tragen mit ihren persönlichen Geschichten dazu bei, eine facettenreiche Kartografie Europas zu zeichnen.

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3 Sat | 16. Februar 2007 | 21.30 Uhr
Dänemark - Das Hoch im Norden.
Magazin über die boomende Volkswirtschaft Dänemarks und Deutsche, die es ins Königreich zieht, um vor Arbeitslosigkeit und schlechter Bezahlung zu fliehen.

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RBB | 17.2.
Verschlossenes Herz
Spielfilm Island 1997
Personen und ihre Darsteller: Hrefna (Bergthora Aradottier), Yrsa (Freydis Kristofersdottir) u. a.
Buch und Regie: Ari Kristinsson

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Arte | 18.2. | 17:35
Zu Tisch in... Seeland.
Magazin, Deutschland 2005, ZDF
Regie: Stefan Pannen

Die dänische Region Seeland ist bei Malern vor allem wegen ihres besonderen Lichts geschätzt. Doch auch kulinarisch hat die Insel einiges zu bieten: Fisch und Fleischgerichte, Pasteten, rote Grütze. Und, nicht zu vergessen, die berühmte Salami von Metzger Bent Jørgensen aus dem kleinen Hafenstädtchen Rørvig, am nord-westlichen Ende Seelands.

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ARD | 21.2. | 21.55 Uhr
Harald von Norwegen
Der Wikinger-König wird 70
Film von Rolf Seelmann-Eggebert

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Arte | 22.2. | 23:20
Tracks
(5): Nicole Willis: Motown

Finnland im Soulfieber: Nicole Willis, ehemalige Chorsängerin von Curtis Mayfield und Johnny Marr und Ex-Freundin von Electro-Komponist Jimi Tenor, lässt das Goldene Zeitalter des Soul wieder aufleben. Seit 1998 tritt die finnische Diva mit den Soul Investigators auf und versetzt ihr Publikum in Motown-Zeiten, Aretha Franklin und Diana Ross lassen grüßen.

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ARD | 24.2. | 7.30
Der Eisbärkönig (Polar bear king)
Spielfilm, Norwegen/Schweden/Deutschland 1991

Märchenhafter Abenteuerfilm, der auf einer norwegischen Volkssage basiert und durch wundervolle Landschaftsaufnahmen sowie originell gezeichnete Figuren überzeugt.

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ARD | 25.2. | 14.45
Bilderbuch: Dänemark
Zwischen Flensburg und Haderslebenn (Haderslev, Red.)
Film von Karin Reiss

Die süddänische Ostseeküste zwischen der Flensburger Förde und der Domstadt Hadersleben ist ein Paradies - vor allem für Segler. Das NDR-Team begleitet Gerrit Petermann und seine Frau Regina aus Hamburg auf ihrem Segeltörn immer "an der Kant lang" und entdeckt Schlösser, Gutshöfe, Kros (das sind typisch dänische Gasthöfe) und eine Glasbläserei. Vorwiegend Deutschsprachige lebten über Jahrhunderte im Norden des Herzogtums Schleswig. Die deutschen Namen vieler Städte sind auch heute nicht in Vergessenheit geraten. Und wer als Urlauber hierher kommt, kann sicher sein, daß er auch ohne Dänischkenntnisse verstanden wird.

Erste Bilderbuch-Station ist das Schloss Gravenstein, die Sommerresidenz der königlichen Familie, wo einst Hans-Christian Andersen sein berühmtes Märchen "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern" geschrieben hat. Über Sonderburg (mit seinen geschichtsträchtigen Düppeler Schanzen), Apenrade (mit seiner Orgelwerkstatt) führt diese Reise schließlich auch dorthin, wo neben den Dänen gern viele deutsche Familien ihre Ferien verbringen: in die Sommerhausregion an Nordschleswigs Ostseeküste.

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6 Kulturnotizen aus dem Norden

 

DK: Dänische Oscarnominierungen
Søren Pilmark und Kim Magnusson wurden mit ihrem Film „Helmer og Søn“ (Helmer und Sohn) in der Kategorie 'bester Kurzfilm’ für den Oscar nominiert. Eine weitere Nominierung erhielt Susanne Bier für ihren Film „Efter brylluppet“ (Nach der Hochzeit) in der Kategorie 'bester nicht englischsprachiger Film’, in der die Konkurrenz groß war: Bewerber aus 61 Ländern kämpften um fünf Nominierungen. (Quelle: Politiken)

 

FIN: Erster SMS-Roman
In Finnland erschien im Januar ein Roman von Hannu Luntila, der auf 332 Seiten in typischer SMS-Sprache mit vielen Schreibfehlern und Abkürzungen geschrieben ist. "Die letzte Nachrichten" handeln von einen IT-Chef in Finnland, der seinen Job kündigt, um Europa und Indien zu bereisen. Auf dieser Reise hält er ständig Kontakt zu Freunden und Familie - natürlich über SMS. Seine SMS-Nachrichten und die Antworten, die er bekommt (insgesamt ca. 1000), sind in kronologischer Reihenfolge im Buch aufgeführt. Der Verlag Tammi rechnet mit einem großen Erfolg des Buchs und überlegt, es in andere Sprachen zu übersetzen. (Quelle: Politiken)

 

DK: Tivoli versteigert Erbsilber
Das Restaurant Nimb im Tivoli soll in ein neues gastronomisches Mekka verwandelt werden. Aus diesem Grund versteigert das Tivoli am 3. Februar im Auktionshaus Bruun-Rasmussen das Inventar des traditionsreichen Vergnügungsetablissements. Das Restaurant des Kammerrats Vilhelm Nimb stammt aus dem Jahr 1909 und war in den 40er und 50er Jahren eine der angesagtesten Adressen für Feierlichkeiten. Neben Möbeln und anderem Inventar versteigert das Tivoli weitere Schätze wie alte Spielautomaten oder Barhocker in Form von Karussellpferden. (Quelle: Politiken)

  SE: Kulturhusfieber
Im Jahr 2000 wurden in ganz Schweden eine Vielzahl neuer Kulturhäuser errichtet, und es werden immer mehr: Das Kulturhus ist der neue Treffpunkt. Dort, wo Industrie und Arbeitsplätze verschwinden, soll die Kultur Einzug halten. Da es bereits überall Kaufgalerien und Sportanlagen gibt, setzt nun die Kultur den Trend. Kulturelle Fragen stehen ganz oben auf der Tagesordnung der Kommunen.
In der 70er Jahren, als das Kulturhus in Stockholm gebaut wurde, waren die Kulturhäuser „allaktivitetshus“, also Häuser, die verschiedenste Aktivitäten unter einem Dach versammelten. Heute liegt der Fokus auf dem Ausbau dieser Häuser. Ein schönes Kulturhus mit reichhaltigem Angebot hat einen großen Symbolwert für die Gemeinde.
Sind die Menschen heute mehr an Kultur interessiert? Der Chef des neuen Härlanda Kulturhuses, Anders Söderling meint, daß sich eher der Blick auf die Kultur verändert hat. Kultur sei nicht länger etwas, womit man sich nur in der Freizeit beschäftigt, sondern habe auch Einzug in die Wirtschaftswelt gehalten.
Die Ansammlung von Theater, Kunst, Musik, Café und Lesungen unter einem Dach ist nicht nur für die Nutzer attraktiv, sondern auch für die Betreiber, da die Kosten für Verwaltung und Betrieb so erheblich gesenkt werden. (Quelle: Dagens Nyheter)
  EST: Schwedische Invasion in Estland
Auf dem mittelalterlichen Schloß Rakvere im nordwestlichen Teil Estlands wurde versehentlich die schwedische statt der estnischen Flagge gehißt. Der Fehler fiel Besuchern ins Auge, die daraufhin schnell das Schloßmuseum informierten und vor der bevorstehenden Invasion durch die Schweden warnten. Der Griff zur falschen Flaggen erklärte sich sodann aus der Ähnlichkeit zwischen der schwedischen und der Flagge der Stadt Rakvere, die ein verwandtes Design aufweisen. Der Irrtum wurde nach ein paar Stunden behoben. (Quelle: Baltic Times)
 

NO: Kirchenmusik in Norwegen
Vom 16. bis 25. März findet in Oslo das sechste internationale Kirchenmusikfestival statt. Überall in Norwegens Hauptstadt wird Chor- und Orgelmusik zu hören sein, begleitet von Vorträgen und Workshops zu Kirchenmusik.
Weitere Infos: www.oslokirkemusikkfestival.no

 

LET: Bach-Preis-Stipendium für Ruta Paidere
Der Hamburger Senat und die Bürgerschaft haben ihr mit 5000 Euro dotiertes Bach-Preis-Stipendium in diesem Jahr der jungen lettischen Komponistin Ruta Paidere zuerkannt. Die Künstlerin habe sich mit zeitgenössischen Werken in der Musikszene gemacht, hieß es in der Begründung. Die heute in Hamburg lebende Ruta Paidere wurde 1977 in Lettland geboren. Paideres Werke sind auf mehreren Festivals hauptsächlich zeitgenössischer Musik aufgeführt worden. Von ihr stammt auch die Musik zu dem Theaterstück Der Kaiser und die Hexe von Hugo von Hofmannsthal. (Quelle: Lettische Presseschau)

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