Berlin, März 2007

Liebe Freunde und Freundinnen des Kulturhus Berlin e.V.,

im März sind es gleich zwei Literaturveranstaltungen, zu denen wir Sie einladen: Mit „Lesezeichen“ startet KULTURHUS BERLIN am 12. März eine neue Veranstaltungsreihe, mit der wir Sie neugierig machen möchten auf „Bücher aus dem Norden“. An diesem Abend sprechen wir über Morten Ramslands Hundsköpfe (Schöffling, 2006), Jon Fosses Schwester (Bajazzo, 2006), Dag Solstads Professor Andersens Nacht (Dörlemann, 2005) und eine druckfrische Überraschung.

Am 21. März kommt der norwegische Autor Lars Amund Vaage nach Berlin und liest aus seinem Roman Die Kunst zu gehen. KULTURHUS BERLIN präsentiert Ihnen diese norwegisch-deutsche Lesung in den Räumen der Schwedischen Viktoriagemeinde.

Ein schwedischer Streifen wird am 7. März im NORDISCHEN FILMKLUB zu sehen sein, im Original selbstverständlich: Trolösa von Liv Ullmann, die hier ein Drehbuch von Ingmar Bergman verfilmte.

Noch mehr Autoren und Bücher aus dem Norden finden Sie übrigens – wie in jedem Jahr – auf dem Nordischen Forum der Leipziger Buchmesse. Alle Termine erfahren Sie wie immer in unserem Newsletter. Und wir haben wieder vieles mehr für Sie gefunden: Skandinavisches für Kinder, Theaterfreunde, Musikliebhaber oder Ausstellungsgänger. Und: für Fernsehgucker.

Diese drei Tage unbedingt vormerken: 7., 12. und 21. März.

Bis dahin!
Ihr KULTURHUS BERLIN

Inhalt

Szene aus dem Film 'Trolösa'

1. Schwedischer Film im NORDISCHEN FILMKLUB

7.3.2007 | 19 Uhr
Trolösa [Faithless]
Schweden 2000, Liv Ullmann, 155 Min., schwedisch mit engl. UT
Mit: Lena Endra, Krister Henriksson, Thomas Hanzon, Erland Josephson, Michelle Gylemo, Juni Dahr, Philip Zandén, Therese Brunnander, Marie Richardson, Stina Ekblad, Johan Rabaeus, Jan-Olof Strandberg, Björn Granath, Gertrud Stenung

„Trolösa“ ist die vierte Regiearbeit von Liv Ullmann, das Drehbuch schrieb Ingmar Bergman. Die Kritiker in Cannes im Jahre 2000 waren begeistert von der Umsetzung der Geschichte einer Frau zwischen zwei Männern. Marianne bekennt einem älteren Schriftsteller namens Bergman ihre Beziehungen zu zwei Männern: Zu ihrem Ehemann, dem Dirigenten Markus, und zu dem zweimal geschiedenen David, einem Freund der Familie. Der Seitensprung wurde zur Liaison, die Ehe wird geschieden. Eigentlich hatten Marianne und Markus, Eltern einer neunjährigen Tochter, eine stabile Partnerschaft. Die Frage der Treue und der Schuld führt zu überraschenden Erkenntnissen.

Der NORDISCHE FILMKLUB zeigt Filme aus Nordeuropa. Schwerpunkt bildet in der Programmreihe 2006/2007 das aktuelle nordische Kino. Der NORDISCHE FILMKLUB findet im Felleshus der Nordischen Botschaften statt, Rauchstraße 1, 10787 Berlin.

Weitere Informationen: www.kulturhus-berlin.de/kultur/kultur.htm

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2 KULTURHUS BERLIN lädt ein

2.1 Lesezeichen – Bücher aus dem Norden im Gespräch

12. März 2006 | 20 Uhr
Lesezeichen – Bücher aus dem Norden im Gespräch

KULTURHUS BERLIN wählt zweimal im Jahr reizvolle Bücher der Gegenwart aus und stellt sie vor: wir werden aus ihnen lesen, berichten, wie sie ihren Weg zu uns gefunden haben, sie diskutieren, verreißen, loben, weiterempfehlen, kurz: ins Gespräch bringen.

Für die Auftaktveranstaltung ausgewählt haben wir Morten Ramslands Hundsköpfe (Schöffling, 2006), Jon Fosses Schwester (Bajazzo, 2006), Dag Solstads Professor Andersens Nacht (Dörlemann, 2005) und eine druckfrische Überraschung. Mit am Tisch sitzen an diesem Abend die Literaturagentin Gudrun Hebel und der Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel, engagierte Experten für den Norden, die aus ihrer spezifischen Sicht über die vorgestellten Bücher und das "Drumherum" sprechen werden. Moderiert wird die Veranstaltung von Sophie Wennerscheid, aus den Büchern liest Uta Schultz.

Nähere Informationen zu unseren Gästen und zu den Büchern finden Sie demnächst auf unserer Website.

Theater o.N.
Kollwitzstr. 53
10405 Berlin

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Cover des Romans

Portrait des Autors
Foto: Torunn Nilsen

2.2 Norwegisch-Deutsche Lesung mit Musik

21. März 2006 | 19.00 Uhr
Der norwegische Autor Lars Amund Vaage liest aus seinem Roman
"Die Kunst zu gehen" (Pforte Verlag, 2006)

Moderation: Sophie Wennerscheid
Übersetzung: Margerita Bube
Musik: Michael Waterstadt, Kontrabass

„Als ich klein war, beinah noch ein Kind, war ich mit Krankheiten geschlagen. Ich musste mehrere Male ins Hospital. Nach meiner letzten Entlassung war es, als ob mich das Böse nicht mehr aus seinen Händen lassen wollte. Es wollte keine Kraft mehr in meine Beine zurückkehren. Sie hingen einfach leblos herab ...“
Als Erwachsener versucht sich Svein darüber Rechenschaft abzulegen, was mit ihm geschah, als er dreizehn war und plötzlich nicht mehr gehen konnte. Der Vater betrieb einen kleinen Krämerladen auf dem Land, die Mutter war bei der Geburt gestorben, die jetzige Frau, Sveins Stiefmutter, tat ihr Bestes. Dann, eines Tages, ohne dass Vater und Mutter etwas davon erfahren, beginnt er zu gehen, gerät in eine Schiffswerft, wo er zu erzählen beginnt: über den Vater, die Mutter, über sich selbst.

In kunstvoller, musikalischer Komposition erzählt Vaage die Geschichte vom Aufwachsen eines Jungen auf dem Lande, im Norwegen der sechziger Jahre, in der dörflichen Enge und Langeweile, in der stickigen Erstarrung des elterlichen Hauses. Es ist die – auch mit feinem Sinn für Humor erzählte – Geschichte einer allmählichen Bewusstwerdung und Befreiung, in die Schuld und uneingestandene Sehnsucht verknüpft sind, in langsamen, scheinbar schlichten, nüchternen und dennoch rhythmisch schwingenden Sätzen. Kontrapunktiert sind die Erinnerungen des Ich-Erzählers durch die seltenen, stets seltsam unbefriedigenden Begegnungen mit seinem einstigen Jugendfreund, einem Bischof, der durch ihn damals ein Auge verlor.

Lars Amund Vaage, geboren 1954 in Sunde in Kvinnherad, Norwegen, wuchs in einem musikalischen Elternhaus auf und wollte lange Zeit Musiker werden. Nach dem Studium der Literatur und der Musik arbeitete er zunächst als Lehrer, Busfahrer und Journalist. 1979 publizierte er seinen ersten Roman „Øvelse Kald Vinter“ (Übung Kalter Winter) und hat seither zahlreiche Romane, Novellen, Theaterstücke, Kinderbücher und Gedichte verfasst. Er lebt und arbeitet in Hølen in Akershus. Für sein Werk, dessen musikalische Qualität von vielen Kritikern hervorgehoben wird, erhielt er viele Auszeichnungen und Preise.

Svenska Victoriaförsamlingen
Landhausstrasse 26-28
10717 Berlin

U7 Berliner Straße

Eine Veranstaltung von KULTURHUS BERLIN e.V. in Kooperation mit NORLA, dem Pforte Verlag, Victoriaförsamlingen, der Kgl. Norwegischen Botschaft Berlin.

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Die Band schwedische By Heart

3 Interview mit By Heart: "Stockholm ist ziemlich langweilig“

Musiker aus dem Norden zieht es nach Berlin. Was fasziniert z. B. die schwedische Band By Heart an dieser Stadt?

Skandinavische Bands werden derzeit in Deutschland nicht nur erfolgreicher und erfolgreicher. Es werden auch immer mehr junge skandinavische Musiker seßhaft in Berlin. Die vierköpfige Band By heart zog vor einigen Monaten von Stockholm nach Berlin. Warum? Und woran liegt dieser Trend - Richtung Berlin?

KULTURHUS BERIN: Seit wann spielt Ihr zusammen, und wie habt Ihr zueinander gefunden?

BY HEART: Seit 1995 sind wir eine Band, wir sind alle in eine Klasse gegangen.

KULTURHUS BERLIN: Und wie würdet Ihr Euch als Band beschreiben? Wie lässt sich Eure Musik beschreiben?

(Das vollständige Interview von Anna Mamar mit By Heart lesen Sie auf unserer Internetseite www.kulturhus-berlin.de/kultur/kultur.htm)

Termin: 27.03. | Einlass: 20 Uhr
103Club (Berlin) - SHOWCASE
Falkensteinstr. 47
10997 Berlin

Vk: 3.- (kostenlose Anmeldung unter www.byheart.nu)

 

4 Veranstaltungstipps

 

4.1 Literatur

Im Rahmen der Reihe "Nordisches Forum" lesen auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Autoren aus Nordeuropa auf der Leipziger Buchmesse. Wann und wo Sie in Leipzig Autoren aus Schweden, Norwegen, Dänemark, Island und Finnland sowie dem Baltikum und Polen treffen können, erfahren Sie hier:

www.kulturhus-berlin.de/kultur/kultur.htm

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4.2 Musik

16. März, 21 Uhr
Sound of Choice (DK) Rugby in Japan –Quark records

Fredrik Lundin sax, elec
Lars Juul dr, elec
Hasse Poulsen, g

Eine Combo, die eine bestimmte Freiheit des Sounds vertritt, bezieht vielfache Inspirationen (György Ligeti, Radiohead, Ornette Coleman, Niels Petter Molvær …) ohne ihre eigene Originalität einzubüßen.

www.soundofchoice.com

Eintritt: 7,50 €, ermäßigt 5, Euro

Jazzkeller 69 e.V.
aufsturz-Klub
Oranienburger Str. 67
10127 Berlin

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Däumelinchen

4.3 Veranstaltung für Kinder

21.-23., 25.-29., 31. März | Uhrzeiten bitte erfragen
„Däumelinchens Abenteuer“

Farbschemen-Puppenspiel nach H. Ch. Andersen

Damals, vor vielen Jahren, als die Pflanzen und Tiere noch sprechen konnten, lebte ein kleines Mädchen, das nur so groß war wie der Daumen einer Hand. Sie war leicht wie eine Schwanenfeder und lieblich wie der Frühling. Sie stammte aus einem Gerstenkorn, das die Mutter in einen Blumentopf gepflanzt hatte. Daraus erwuchs eine wunderbare Tulpe. In ihrem Inneren saß Däumelinchen und träumte von der großen weiten Welt... - Däumelinchen muss viele Abenteuer bestehen. Die alte Kröte will sie ihrem Sohn geben, der tief unten im Sumpf lebt, wo es feucht und glitschig ist. Aber die Fische befreien sie und sie lernt den Schmetterling kennen, der ihr bester Freund wird. Doch da wird sie plötzlich von dem liebestollen Maikäfer entführt. Bei der Feldmaus findet sie dann endlich Unterschlupf. Der wohlhabende Nachbar Maulwurf verliebt sich in Däumelinchen und will sie heiraten. Er kann aber ihre Sehnsucht nach Sonne und Blüten nicht verstehen. Mit Zutun der Feldmaus soll bald Hochzeit sein. Nie mehr Licht, nie mehr Vögelgezwitscher und Wärme? Die Schwalbe Quivit hilft Däumelinchen. Gemeinsam fliegen sie in ein schönes, fernes Land. Dort wartet der Blütenprinz auf Däumelinchen, und es geht ihr sehnlichster Wunsch in Erfüllung: Sie wird Blütenkönigin.

Zu Ehren des großartigen Märchendichters H. C. Andersen - eine sensible, poetische Geschichte für Mädchen und Jungen, voller Romantik und mit sozialem Hintergrund. Eindrucksvolle Dialoge und Liedtexte, der Puppenspieler zaubert in einer filigranen, farbigen Schattenspiel-Technik die übersprühende Lebendigkeit eines kleinen Wesens mit seinen Sehnsüchten und Hoffnungen.

Für Zuschauer ab 4 und für Erwachsene

THEATER MIRAKULUM – Puppenkomödie Berlin
Brunnenstraße 35
10115 Berlin–Mitte

Karten über (030) 4 49 08 20 oder über
Fax: (030) 4 49 14 80
Gruppenhotline: (030) 4 49 14 80

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Szene aus Gespenster

4.4 Theater

23. März | 20.30 und 24./25. März | je 18 Uhr
Gespenster
von Henrik Ibsen

Osvald ist zurückgekehrt. Es ist der Vorabend der Einweihung des Kinderheims der Stiftung, die seine Mutter zu Ehren seines verstorbenen Vaters gegründet hat. Mit diesem Akt möchte Helene Alving ihrem Mann ein Denkmal setzen, um ihn endgültig zu begraben. Sie trennt sich damit von dem Vermögen, das einst der Preis für ihre unglückliche Ehe gewesen war. Ihr künftiges Leben will sie nur mit dem bestreiten, was sie sich selbst erarbeitet hat. Und ihr Sohn, den sie als siebenjähriges Kind aus dem Haus gegeben hat, soll das Zentrum dieses neuen freien und selbstbestimmten Lebens sein. Doch Osvald kommt als kranker und gebrochener Mann nach Hause. Und er wünscht sich, Regine zu heiraten, das Dienstmädchen der Familie. Nun drängen im Verlauf einer langen Nacht die gut gehüteten Geheimnisse und die verdrängte Schuld der Gründerjahre der Familie wieder ans Licht.

Henrik Ibsen wird in der Schaubühne so inszeniert, wie man es sich wünscht: Die Regie hat Respekt vor Autor, Text und Darstellern. Gutes Theater ist das allemal, zeitgemäß und überhaupt nicht lahm. Beklemmend, kaputt und heiter sind diese „Gespenster“, die nur das Beste wollen und miteinander nicht zurechtkommen. Eines aber wissen sie alle: Dass jemand den Salat auf die Teller der anderen legen muß. Nicht nur dafür gibt es Dienstmädchen. Die „Gespenster“ heutzutage halten sich polnische Putzfrauen.

Schaubühne am Lehniner Platz
Kurfürstendamm 153
10709 Berlin
Schaubuehne.de

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Foto von Astrid Kruse Jensen: Haus in der Dunkelheit, Laterne beleuchtet Vorplatz

Foto von Astrid Kruse Jensen: Wasserrutsche am Pool in der Dunkelheit

Foto von Astrid Kruse Jensen: Landschaft in der Dämmerung, Häuser am Wasser

4.5 Ausstellung

Ab 28. Februar
Astrid Kruse Jensen
Fotografien

Die geheimnisvollen Fotoarbeiten von Astrid Kruse Jensen sind jetzt in Berlin zu sehen. Unter dem Motto "Hypernatural" sind Fotografien zu sehen, von denen viele während eines Aufenthaltes in Island entstanden. Die Dänin gehört zu den Fotografinnen ihres Landes, die in jüngster Zeit verstärkt auf sich aufmerksam machten.

Öffnungszeiten:
1. bis 30. März
Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr

Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.
Tiergartenstraße 35
10785 Berlin

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5 Der Norden im TV

 

Kika | 2. März 2007 | 19.25 Uhr
Olsenbande Junior
(DK 2001)
Kinder-Krimi-Komödie über die Anfänge der berühmten Olsenbande

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NDR | 3.März 2007 | 15.45 Uhr
Impressionen
Küstenbilder Baltikum

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ARTE | 3.März, 12.55 Uhr | 5.März, 14.30 Uhr | 6.März, 10.35 Uhr
Zapping International
"Das Fernsehen der Esten"

ARTE zappt sich durch die Fernsehlandschaften anderer Länder. Heute: Estland. Wer sich hier durchs Fernsehen zappt, stößt unweigerlich auf die Störenfriede von Esto TV, die sich seit sieben Jahren in Reportagen und Filmen über ihre Landsleute lustig machen. Um die USA-hörige Politik ihrer Regierung anzuprangern, nehmen sie zum Beispiel als Prediger, Cowboy oder Pompom-Girl verkleidet an einer Demonstration für den Irakkrieg teil und rufen in ihren provokativen Aktionen: "Wir wollen den Dritten Weltkrieg!"

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NDR | 5.März 2007 | 15.15 Uhr
im Herzen Europas: Die Baltischen Länder
Filmreise durch die drei baltischen Länder in Litauen, Lettland und Estland.
(Wiederholung)

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HR | 5.März 2007 | 1.00 Uhr
Der 24. Längengrad
"Eine Reise durch Osteuropa"

Mati Nyman ist wieder nach Hause gekommen. Mehr als vierzig Jahre durfte er die Insel Pakri, ganz im Norden Estlands, nicht betreten. Die Sowjetarmee hatte aus dem Eiland ein Bombodrom gemacht. Jetzt ist Mati zurück-gekehrt und lebt als Einsiedler auf Pakri. Mati Nyman ist der erste von vielen Menschen, denen die Filmautoren Petra Gute und Jens Stubenrauch auf ihrer Reise entlang des 24. Längengrades begegnet sind. Immer dem Lauf des Meridians folgend, führte ihre Reise durch neun Länder Ost- und Südosteuropas, von Pakri in Estland bis zum Poseidon-Tempel am Rande Athens. Dabei ist der 24. Längengrad nicht nur eine imaginäre Orientierungslinie auf der Landkarte. Er durchläuft genau die Staaten des Kontinents, die an der östlichen Außengrenze zur Europäischen Union hinzugekommen sind, und er durchzieht auch einen Teil jener Staaten, die seit dem 1. Mai 2004 hinter dieser Grenze verblieben sind. Er durchläuft Regionen im geeinten Europa, die noch immer fremd erscheinen.
(Wiederholung)

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arte | 7. März 2007 | 20.15 Uhr
Der Himmel über Europa: Skandinavien
(F 2006)
Dokumentation über u.a. den Freistaat Christiania in Kopenhagen

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ZDF | 10.3. | 9.50 Uhr
Pippi Langstrumpf - Die Heimkehr
Zeichentrickserie, S/D, 1997

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ZDF | 10.3. | 11.05.
Pettersson und Findus - Groß und klein
Zeichentrickserie, D/S, 2006

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ARD | 11.3. | 0.10 Uhr

Inside man - Der Mann aus der Kälte
(The inside man/Slagskämpen)
Spielfilm Großbritannien/Schweden 1984

Als in Schweden eine vielversprechende neue Laserwaffe unter dubiosen Umständen verschwindet, setzt der Militärische Abschirmdienst einen jungen Marinesoldaten als V-Mann auf einen verdächtigen Wissenschaftler an. Dabei gerät der Amateur-Agent in ein undurchsichtiges Netz von Geheimdienst-Intrigen, bis er schließlich begreift, was für ein zynisches Spiel mit ihm getrieben wurde. Der Engländer Tom Clegg hat die spannende Geheimdienst-Story mit großer internationaler Besetzung inszeniert. Aktueller Aufhänger des Films war das Auftauchen sowjetischer U-Boote in schwedischen Gewässern, das in den 80er Jahren nicht nur in Schweden eine erregte sicherheitspolitische Debatte auslöste.

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Arte | 14. März 2007 | 22.35 Uhr
Der Sonnenkönig
(Solkongen)
Spielfilm, DK 2005, Erstausstrahlung
Regie: Tomas Villum Jensen, Drehbuch: Anders Thomas Jensen, Tomas Villum Jensen

Als der schüchterne und einfältige Tommy mit über 30 Jahren als Techniker bei einer Sonnenstudiokette ins Berufsleben einsteigt, lässt sein erster Patzer nicht lange auf sich warten. Glück im Unglück: Durch seinen Fehler lernt er Susse kennen, die reiche Witwe des Firmengründers. Aller Vernunft zum Trotz macht diese ihn zum technischen Leiter des Unternehmens.

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arte | 15.3., 22.20
Mein Traum, dein Alptraum
Dokumentarfilm, Norwegen 2005, ARTE F, Synchronfassung, Erstausstrahlung

Der Dokumentarfilm schildert die Geschichte des Pakistaners Hussain, der mit seiner Familie 30 Jahre lang in Norwegen lebte und nun in seine Heimat zurückkehren möchte. Seine inzwischen erwachsenen Kinder haben sich allerdings in Norwegen beruflich etabliert und stehen einer Rückkehr nach Pakistan eher skeptisch gegenüber. Auch Hussains Frau Asia hat Zweifel.

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arte | 23.3.
Willkommen bei... Berit
Dokumentationsreihe, Frankreich 2006, Erstausstrahlung

Rentierzucht am nördlichen Polarkreis. Davon lebt Berits Familie, die der Sami-Minderheit Norwegens angehört. Geprägt vom Leben mit den Tieren und der Liebe zur Tradition, kehrt die Jurastudentin immer wieder gerne in ihre Heimat zurück. Gleichzeitig träumt sie auch davon, mit ihrem Freund Igor nach Chile zu reisen.

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6 Kulturnotizen aus dem Norden

Oscargewinnerin Torill Kove

NO: Norwegen gewinnt Oscar
Die norwegische Animationsfilmregisseurin Torill Kove wurde für ihren animierten Kurzfilm "Der dänische Dichter" mit einem Oscar ausgezeichnet. Im Film folgen wir Kaspar, einem dänischen Dichter, dem die Ideen ausgegangen sind. Er fährt deshalb nach Norwegen, um sein großes Vorbild zu treffen, die norwegische Schriftstellerin Sigrid Unset. Liv Ullmann ist die Erzählerin des Films. Der Film hatte seine Premiere auf der Berlinale 2006, und ist seitdem mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet worden. Torill Kove wurde bereits für ihren letzten Kurzfilm "Meine Großmutter bügelte die Hemden des Königs" im Jahr 2000 für den Oscar nominiert.
(Quelle: Norwegische Botschaft)

Sällström
Foto: Lasse Svensson

SE: Johanna Sällström 32jährig gestorben
Unter noch ungeklärten Umständen ist die in Deutschland vor allem aus der Krimireihe „Mankells Wallander“ bekannte schwedische Schauspielerin Johanna Sällström im Alter von 32 Jahren in Malmö gestorben. Wie die Zeitung „Expressen“ berichtete, soll eine Obduktion Aufschluss über die Todesursache bringen. Die allein erziehende Mutter einer fünfjährigen Tochter war am Dienstagabend tot in ihrer Wohnung gefunden worden. Ein Verbrechen schloss die Polizei aus. Sällström spielte in den populären TV-Filmen Linda, die Tochter des vom schwedischen Krimi-Autor Henning Mankell erdachten Kommissars Kurt Wallander. Mankell sagte in „Expressen“ zum Tod der in Schweden sehr populären Schauspielerin: „Ich bin verzweifelt. Es ist unfassbar und tragisch.“ (Quelle: Expressen/Süddeutsche)

DK: „Deutschenhass“ wird Bestseller
Ein literarischer Beststeller hat in Dänemark den Begriff „Deutschenhass“ (Tyskerhad) aus der Mottenkiste geholt. Knud Romer, 1960 geborener Romanautor und Sohn eines dänisch-deutschen Elternpaares aus Nykøbing, schildert in seinem mit mehreren Preisen ausgezeichneten und kommerziell höchst erfolgreichen Erstlingswerk „Wer blinzelt, hat Angst vor dem Tod“ („Den som blinker, er bange for døden“) seine Kindheit als Albtraum aus nur einem Grund: Weil die Mutter Deutsche war. Zeitzeugen werfen dem Autor Fantasiegespinste vor und bezweifeln Romers historische Genauigkeit. In der allgemeinen Aufregung um das Thema Deutschenhass untergegangen sind andere literarisch interessante und historisch komplizierte Aspekte des Buches: So schildert Romer die enge Beziehung seiner Mutter zu ihrem früheren Jugendfreund Horst Heilmann und dessen 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichteten Mitstreitern aus der Widerstandsgruppe «Rote Kapelle».
Wie die Zeitung Weekendavisen kürzlich mitteilte, erhält Romer den mit 100 000 Dänischen Kronen dotierten Weekendavisen Literaturpreis 2006. (Quelle: Netzzeitung/Weekendavisen)

 

DK: SS-Mann wird nicht an Dänemark ausgeliefert
Der ehemalige SS-Mann Sören Kam wird nicht von Deutschland nach Dänemark ausgeliefert, wo er wegen Mordverdachts angeklagt werden sollte. Das Oberlandesgericht München lehnte den Antrag des dänischen Justizministeriums endgültig ab. Die dänische Justiz wirft dem 85jährigen Kam vor, 1943 in Lyngby bei Kopenhagen zusammen mit zwei anderen SS-Leuten den dänischen Journalisten Carl Clemmensen mit acht Schüssen umgebracht zu haben. Das Oberlandesgericht München erklärte, für Mord gebe es keinen hinreichenden Tatverdacht. Bei den Ermittlungen sei weder festgestellt worden, dass die Tötung von Anfang an geplant war, noch, dass die Tat aus politischen Motiven begangen worden sei. Gegen die Entscheidung sei kein Rechtsmittel mehr zulässig. Totschlag sei nach deutschem Recht verjährt. Der Fall Sören Kam ist in Dänemark über lange Zeit mit großer kritische Aufmerksamkeit verfolgt worden. (Quelle: FAZ)

  NO: Norwegen schafft Zweikammer-System im Parlament ab
Die norwegische Volksvertretung (Stortinget) wird künftig auch formell zu einem Einkammer-Parlament. Die dafür nötige Verfassungsänderung beschloss das Parlament in Oslo am Dienstag. Die Einteilung in Odelstinget (127 Sitze) und Lagtinget (42 Sitze) verschwindet per 1. Oktober 2009, nach der nächsten Parlamentswahl. Dem Lagtinget kam zuletzt nur noch eine formale Rolle zu. Mit der Einführung des Einkammer-Systems kommt eine Änderung der parlamentarischen Prozeduren: Künftig werden Gesetze von allen 169 Abgeordneten in zwei Lesungen behandelt. Erst dann gilt eine Vorlage als angenommen. Bisher erfolgte die erste Lesung im Odelstinget, die zweite im Lagtinget. Ebenfalls in der Verfassung verankert wurde die seit 1884 in der Praxis gehandhabte Regel, dass ein Minister nach einem Misstrauensvotum im Parlament zwingend den Hut nehmen muss. (Quelle: Basler Zeitung)
Pippi Langstrumpf Foto SE: Pippi soll auf die Krone
Auf den schwedischen Kronen-Münzen soll das Konterfei von König Carl XVI. Gustaf (60) entweder durch die weltberühmte Kinderbuchheldin Pippi Langstrumpf oder ihre literarische „Mutter“ Astrid Lindgren ersetzt werden. So wollen es zumindest Schwedens organisierte Republikaner. Die Chefin der Frauenpartei FI, Gudrun Schyman, begründete die Forderung am Montag in Stockholm damit, dass „Astrid und Pippi schon viel bessere Symbole für Schweden sind, als es der König jemals werden könnte“. Als geeigneten Anlass für die Wachablösung auf den klassischen schwedischen Ein-Krone-Münzen nannte Schyman den im November bevorstehenden 100. Geburtstag der 2002 gestorbenen Kinderbuchautorin. (Quelle: Der Standard)
 

LV: Neue lettische Literatur auf deutsch
Katrina liebt einen Russen, und das ist zur Zeit der Sowjetunion für eine junge Lettin die größtmögliche Schande. „Warum hast du geweint?“ ist das erste Buch von Dace Rukšane, das auf deutsch erscheint. In ihrer Heimat gilt die 1969 geborene Autorin als Femme terrible und Paradiesvogel der neuen lettischen Literatur. Die unverblümten Szenen ihres Debütromans bescherten Lettland den ersten veritablen Literaturskandal nach der Unabhängigkeit. Die Tochter eines Blumenzüchters und Urenkelin A. Pumpurs, dem Verfasser des lettischen Nationalepos „Bärenreißer“, studierte zunächst Biologie und Medizin, bevor sie Mitte der Neunziger als Werbetexterin, Drehbuchautorin und Kolumnistin zu arbeiten begann Rukšane arbeitet heute als Chefredakteurin der Frauenzeitschrift lilit in Riga. (Quelle: Amman-Verlag)

 

LV: Skandinavien stellt sich vor
Wer sind wir, und wer sind unsere Nachbarn? Mit einem umfangreichen Kulturprogramm kommen die skandinavischen Länder in diesem Jahr nach Lettland. Der „Nordische Frühling“ findet bereits zum dritten Mal statt und umfaßt über 40 Veranstaltungen, die vom Februar bis zum Juni die Kulturen der nordischen Länder vorstellen. Themen sind Film, bildende und darstellende Kunst, Musik, Literatur, Identität und Wirtschaft. Der lettische Fernsehkanal 1 zeigt während dieser Zeit nordische Filme. Die Veranstaltungen sollen dem Publikum ermöglichen, Bekanntschaft mit den aktuellen kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Trends der skandinavischen Nachbarländer zu schließen. Der „Nordische Frühling“ ist eine Kooperation von Nordischem Ministerrat und den Botschaften von Dänemark, Norwegen, Finnland, Schweden sowie dem Dänischen Kulturinstitut. Mehr Informationen unter: www.norden.lv/Norden_EN/News.htm.

 

Dänische Jagd nach Theatererfolg in Deutschland
Das dänische Theater ist im Ausland zu unbekannt, doch das soll sich nun ändern. Die dänische Vereinigung Dramatikercentrum arrangiert erstmalig den Zugang eines dänischen Dramatikers zur Schaubühne in Berlin. Im Rahmen des Festivals "Internationale Neue Dramatik" am 30. März wird der junge Dramatiker Aleksa Okanovic sein Stück "Diamond/Dust/Shoes" in der deutschen Hauptstadt zur Aufführung bringen. Man hofft, dass dies den internationalen Durchbruch für Okanovic bedeutet und auf längere Sicht internationales Interesse am dänischen Drama weckt. Während die Schweden Lars Norén haben, sind die dänischen Theatertalente außerhalb des Landes unbekannt. Kein Deutscher kann auch nur einen einzigen dänischen Dramatiker benennen, so die Leiterin des dänischen Dramatikercentrums, Eva Littauer. "Wenn wir so jemanden nicht haben, dann erhält das dänische Drama keine Beachtung im Ausland. Deutschland ist ein sehr großer Markt, wenn man diesen erst erobert hat, dann beginnen die Leute, dänischen Produktionen mehr Beachtung zu schenken." (Danmarks Radio Kultur)

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Mit besten Grüßen,
Kulturhus Berlin e.V. und Förderverein des Kulturhus Berlin e.V.
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