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Liebe Freunde des Kulturhus Berlin e.V., der Mai swingt, und das tut er unter Mithilfe vieler Skandinavier diesmal auch ganz besonders in Berlin. Musik ist deshalb unser Schwerpunkt im Mai-Newsletter. In diesem Monat gibt es viel Jazz, Tango, Klassik und Rock aus dem Norden. Zwei skandinavische Musikfestivals in Berlin stellen wir Ihnen vor. Und dann kommt von uns auch noch der Tipp für einen kleinen Ausflug an die Ostsee, wo in Greifswald das Musikfestival „Nordischer Klang“ Musik aus ganz Skandinavien präsentiert. Eine Vorschau auf eine Musikveranstaltung der ganz besonderen Art finden Sie unter Punkt 3. Und über den mehrfach preisgekrönten norwegischen Film „Eggs“, den wir Ihnen im Mai im Nordischen Filmklub zeigen, erfahren Sie gleich am Anfang mehr. Die Rubrik "Fernsehen aus dem Norden" haben wir diesmal um den Hörfunk erweitert. Wie immer gibt es einige Termine für Kulturveranstaltungen in Berlin schon hier, demnächst folgen weitere auf unserer Internetseite www.kulturhus-berlin.de. Mit freundlichen Grüßen für einen schönen Mai |
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Inhalt1 Nordischer Filmklub des Kulturhus Berlin 2 Rückblick 3 Vorschau 4 Thema
4.2 Polarzoo Festival. Rock from Scandiaviaal in Berlin 4.3 Kulturfestival Nordischer Klang zum 15. Mal in Greifswald |
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1 Nordischer Filmklub mit Erfolgsfilm aus Norwegen
Eggs | Eier (Omu) 9. Mai 2006 | 19 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften Der norwegische Regisseur Bent Hamer ist in Deutschland vor allem durch seinen erfolgreichen Film „Kitchen Stories“ bekannt geworden. Im NORDISCHEN FILMKLUB zeigen wir Ihnen Hamers ersten Streifen „Eggs“, der zum besten norwegischen Film des Jahres 1995 gewählt wurde. Mit einer eigentlich unmöglichen Geschichte gelang dem jungen Regisseur ein kleines Wunder: Er fand Geldgeber für seinen ersten Film, drehte ihn in nur 19 Tagen, erntete Preise auf Dutzenden Festivals - und die Begeisterung des Publikums. Zum Film Die bizarren kleinen Geschichten um das seltsame Treiben der beiden alten Herren erzählt der norwegische Erfolgsregisseur Bent Hamer (Kitchen Stories) mit minimalen dramaturgischen Mitteln und hinreißender Komik.
Gubben i stugan | Der alte Mann in der Hütte (OmU) 30. Mai | 19:00 | Felleshus der Nordischen Botschaften Ein Film über Ragnar aus Kestina und seinen Alltag als pensionierter Waldarbeiter, der sein Leben lang in den Wäldern von Dalarna gearbeitet hat. Der Film begleitet Ragnar ein Jahr lang durch den Wandel der Jahreszeiten, des Klimas und der Natur. Ein Film ohne Worte.
Die Veranstaltungen finden im Felleshus der Nordischen Botschaften statt (Rauchstr. 1, Bus 100, 200, 187, 343: Nordische Botschaften). |
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2 RückblickLesung von Jo Nesbø in Berlin
Am 30. April präsentierte Jo Nesbø (Norwegen) seinen neuen Kriminalroman "Das fünfte Zeichen". Die Lesung, eine Veranstaltung des Claassen Verlages in Zusammenarbeit mit der HAMMETT Krimibuchhandlung, dem KULTURHUS BERLIN e.V. und NORLA, war der Beginn seiner ersten Lesereise in Deutschland.
Rezension:
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3 Vorschau JuniNeue Veranstaltungsreihe des Kulturhus Berlin: Musik für Ohren und Augen”På Sjölunds fagre Sletter” An alle Bezieher unseres Newsletters schon jetzt der Hinweis: Am 15. Juni findet in der Berliner Universität der Künste eine Musikveranstaltung statt, mit der eine besondere musikalische Skandinavien-Reihe des Kulturhus Berlin beginnt. Sie sind herzlich willkommen! Der Eintritt ist frei. Ein kleiner Empfang wird den Abend abrunden. Eröffnet wird die Musikreihe am Geburtstag Edvard Griegs, der an diesem Abend eine wichtige Rolle spielen wird. Neben dem norwegischen Komponisten wird auch sein dänischer Kollege Niels W. Gade zu hören sein. Was die beiden Herren aus dem 19. Jahrhundert miteinander und mit Deutschland verband, wird die Musikwissenschaftlerin Dr. Yvonne Wasserloos erklären. Sie wird einen Einblick in Musikgeschichte und Kulturkontakte Skandinaviens geben, locker und für jedermann verständlich vorgetragen. Untermalt wird der Vortrag von künstlerischen Fotografien norwegischer Landschaften, die für die Musik Griegs so wichtig sind. Daß wir an diesem Abend ein sehr, sehr selten gespieltes, von Musikern der Universität der Künste extra einstudiertes Stück präsentieren können, freut uns dabei besonders. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Kulturhus Berlin mit der Universität der Künste, dem Nordeuropainstitut der Humboldt-Universität sowie der Dänischen Botschaft. Unterstützt wird sie von der Norwegischen Botschaft. |
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4 Thema
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5 InterviewJubiläum im Mai: 100 Jahre Schwedische Schule in Berlin –
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Kulturhus Berlin: Die Schwedische Schule feiert am 5. Mai ihr 100jähriges Bestehen. Kulturhus Berlin gratuliert herzlich! Doch erklären Sie uns zunächst: Was ist anders an Ihrer Schule?
Liv Jofjell: Wir unterrichten nach schwedischem Lehrplan, das heißt, die Unterrichtssprache ist Schwedisch, es gibt schwedische Gesellschaftskunde, Englisch ab der 1. Klasse und natürlich auch sehr intensiven Deutschunterricht. Bei uns lernen Kinder, die in Berlin leben und in zweisprachigen Familien aufwachsen, in denen mindestens einer der Eltern schwedischer Staatsbürger ist oder auch schwedische Kinder, die mit ihren Eltern nur kurzzeitig in Berlin und Deutschland sind. Wir sind eine Grundschule und unser Unterricht geht bis zur sechsten Klasse. Zur Zeit lernen bei uns 25 Schüler. Wir sind also eine sehr kleine Schule - insofern sind wir nicht typisch schwedisch. Wir unterrichten deshalb in altersgemischten Gruppen. Bei uns ist das besondere, dass eben oft Kinder kommen und Kinder wieder gehen, aber einige bleiben auch länger. Ab der Oberstufe können Kinder bei uns schwedischen Fernunterricht erhalten. 40 Schüler erhalten nachmittags Schwedisch-Unterricht bis zum Abitur, sie haben dann das deutsche Abiturzeugnis mit dem Fach Schwedisch. Für uns ist es wichtig, die Kinder, die länger in Berlin bleiben, gut auf den Wechsel in die deutsche Schule vorzubereiten.
Kulturhus Berlin: Gibt es Probleme, wenn die Kinder nach der Grundschule auf deutsche Schulen wechseln?
Liv Jofjell: Es ist vor allem die Umstellung auf die Andersartigkeit des Unterrichts. Und für die Kinder ist es meist ein hartes erstes Halbjahr. Man denkt ja auch in einer anderen Sprache. Der Mathematikunterricht ist bei uns auch etwas anders. Und sie müssen sich erst daran gewöhnen, den Lehrer mit Herr oder Frau und nicht mit dem Vornamen anzureden. Aber der große Vorteil für unsere Kinder ist, dass sie gutes selbständiges Arbeiten in altersgemischten Gruppen gewohnt sind und dass sie sehr gute Englischkenntnisse haben. Kommunikation und Sprache ist ihre Stärke.
Kulturhus Berlin: Können auch Kinder auf die Schwedische Schule gehen, die keine schwedischen Eltern haben?
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Das komplette Interview können Sie hier lesen.
Wie Sie schon unserem vorigen Newsletter entnehmen konnten, veranstaltet die Schwedische Schule in Berlin aus Anlaß ihres 100jährigen Jubiläums am Freitag, dem 5. Mai 2006, ein Symposium. Um 18 Uhr kann die Schule besichtigen werden. Um 19 Uhr wird Prof. Dr. Mats Ekholm einen Vortrag zum Thema „100 Jahre Schwedische Schulentwicklung – Resümee und Ausblick“ in deutscher Sprache halten. Ekholm ist der ehemalige Generaldirektor der Schwedischen Schulbehörde, zur Zeit Professor für Pädagogik an der Universität Karlstad und einer der aktivsten Akteure in der schwedischen und europäischen Schuldebatte. Als Redner ist er in Deutschland bereits mehrfach zu schul- und bildungspolitischen Themen in Erscheinung getreten, so etwa anlässlich der vom KULTURHUS BERLIN organisierten bildungspolitischen Tagung bei der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin am 10.2.2005 und bei der Herbsttagung der Schulleitervereinigung in NRW 2004.
Um Anmeldung wird gebeten:
Schwedische Schule in Berlin
Landhausstr. 26 - 28
107 17 Berlin
Telefon: (030) 86 49 59 30
Fax: (030) 86 49 59 31
e-mail: skolan@svenskaskolan-berlin.de
www.svenskaskolan-berlin.de
4. Mai | 19 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften
"Zu Hause fremd sein" ist der Titel der Diskussion über
Integration zwischen Necla Kelek, Sachbuch-Autorin und Andreas Carlgren,
Generaldirektor des Schwedischen Intergrationsamtes.
Anmeldung und weitere Informationen:
www.nordischebotschaften.org
Das Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin setzt im Mai mit den Steffens-Vorlesungen die Serie mit Vorträgen aus Anlass des Henrik-Ibsen-Jahres 2006 fort. Es werden aber auch Vorträge über andere Themen veranstaltet, zum Teil aus aktuellem Anlaß. Alle Termine und Themen finden Sie unter www2.hu-berlin.de/ni/lehre/heinrichsteffens/heisteffss06.html.
Vortragsreihe
Unter dem Titel "Nordeuropa und die beiden deutschen Staaten 1949–1989"
startet eine weitere öffentliche Vortragsreihe am Nordeuropa-Institut.
Themen im Mai sind:
Di, 2.Mai 2006 | 16 –18 Uhr | Mosse-Zentrum, Schützenstr.
18–21, Raum 116
Thomas Wegener Friis [Odense]:
Die Spionage der DDR in Dänemark
Di, 30.Mai 2006 | 16 –18 Uhr | Mosse-Zentrum, Schützenstr.
18–21, Raum 116
Karl-Christian Lammers [Kopenhagen]:
Nachbar zweier deutscher Staaten. Dänemark, die Bundesrepublik
und die DDR
Das gesamte Programm finden sie unter
www2.hu-berlin.de/skan/aktuelles/deutschnorden06.html.
"Brummstein"
Lesung, Musik und Performance
16. Mai | 19.00 Uhr | Akademie der Künste
Peter Adolphsen (Dänemark), Stipendiat der Sektion
Literatur 2006, liest aus „Brummstein“ (Roman, 2003) und
drei weiteren Werken.
Paul-Heinz Dittrich, Komponist und Mitglied der Akademie
der Künste, stellt Pèter Köszeghy (Ungarn/Berlin),
Stipendiat der Sektion Musik 2006, vor.
Live erklingt von Pèter Köszeghy „Minerva“
für Tenorblockflöte, gespielt von Susanne Köszeghy, und
Zuspiel-CD.
Daniel Belasco Rogers (UK/Berlin), Stipendiat der Sektion
Bildende Kunst 2006, präsentiert „GPS-Zeichnungen“
(Globales Positionsbestimmungs-System).
Eine Veranstaltung im Rahmen der Werkstatt Junge Akademie
Weitere Informationen unter
www.adk.de/jungeakademie
Eintritt € 3,-/ermäßigt € 1,50
Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
10557 Berlin-Tiergarten
Halle 2
Frode
Grytten liest aus
"Die Raubmöwen besorgen den Rest"
15. Mai | 20 Uhr | Buchhandlung Nordlichthus
Im norwegischen Städtchen Odda geschieht ein Mord. Der 38jährige Journalist Robert Bell soll für ein Provinzblatt berichten. Aber je tiefer Bell gräbt, je näher er den Motiven der vermeintlich rassistisch motivierten Tat kommt, desto dichter wird das Netz aus Korruption und Vertuschung. Ein Held gegen den Rest der Welt - ein Kampf, der für beide nicht ohne Blessuren endet. In diesem düsteren Industrie- und Medienkrimi sind die Guten böse und die Bösen der Normalfall.
Das Abenteuer. Ein schwedisches Trollmärchen ab 5 Jahre
6. & 7. Mai | 16 Uhr (und nach Absprache)
Was sind eigentlich Trolle? Das sind die Berg - und Waldgeister des Nordens. Ganz unterschiedlich sind sie: riesig groß und ganz klein, mit einem oder vielen Köpfen - aber eins haben sie gemeinsam: die Angst vor den Sonnenstrahlen und vor frischer Luft. Sie tanzen gerne zaubern ein bißchen, stehlen und sind meist häßlich und dumm. Und solch eine Bande von Trollen zu besiegen ist das Abenteuer, das der Junge Ole ausgezogen ist, zu bestehen. Eine spannende Geschichte, erzählt und gespielt von Uta Schulz.
Theater o.N.
Kollwitzstr. 53, 10405 Berlin
Telefon: 030. 440 92 14
Zeit
im Dunkeln
von Henning Mankell
7. Mai & 13. Juni | 19:30 Uhr | Maxim Gorki Theater
Die Romane des berühmten schwedischen Krimiautors Henning Mankell verdanken ihre Qualität dem besonderen Blick, den ihre Figuren auf die Welt werfen. Es ist der Blick von Menschen am Rand, solchen, die nicht im Strom der Geschäftigkeit mitschwimmen, weitertreiben, fortkommen. In seinem neuesten Theaterstück wird diese Perspektive auf dramatische Weise zugespitzt. Zwei auf der Flucht, ein Mann und seine Tochter, warten auf engstem Raum - einem Versteck in einer leerstehenden Wohnung, einer Durchgangsstation irgendwo in trügerischer Sicherheit - auf Unbekannte, die gefälschte Papiere bringen sollen und eine neue Identität.
Henning Mankell ist bekannt geworden als Schöpfer von Kommissar Wallander. Neben Bestsellern wie "Die weiße Löwin" oder "Hunde von Riga" schreibt er auch Theaterstücke, in denen soziale Probleme zwischen seinen beiden Lebenswelten zur Sprache kommen.
18. Mai – 23. Juni | Felleshus der Nordischen Botschaften
Malerei und Grafik: Norwegische Künstler setzen sich mit Henrik
Ibsens Dramen auseinander.
Eintritt frei
ZDF | 7. Mai | 12.30 Uhr
Riesenstaudamm für Island - Wunderwerk der Technik
ZDF |17. Mai | 0.50 Uhr
Reißende Wasser (Järngänget)
Schwedischer Spielfilm von 2000
ARD | 4. Juni | 23.15 Uhr
Mankells Wallander - Tod in den Sternen (Byfanen)
Spielfilm Schweden 2005
Arte | 2.5. | 16.20 Uhr
Das Fernsehen der Finnen
Magazin, Wiederholung vom 22.04.
Arte | 13.5. | 00.45
Keine Angst vor dem Tod
Dokumentarfilm, Finnland 2001
Arte | 20.05 | 00.15
Surplus oder Konsumterror
Dokumentarfilm, Schweden 2003
NDR | 26.5., 8 Uhr
Selma und Johanna
Schweden 1997
NDR | 28.5 | 20.15
Entlang der Vogelfluglinie
Feature, Schweden
NDR | 21.5. | 18 Uhr
Ostseereport
Berichte und Reportagen rund um die Ostsee
NDR | 7. 5. | 18 Uhr
Hanseblick
Berichte und Reportagen rund um das Baltikum
Ostseemagazin
Aktuelles rund ums Mare Baltikum: Reportagen, Interviews, Portraits,
Rezensionen und das Ostsee-Quiz. Seit Januar 2002 läuft das Ostseemagazin
einmal wöchentlich. Die Sendung wird wechselweise in Stockholm
und Kiel moderiert.
Sendefrequenzen unter
www.ostseemagazin.net
Deutschlandradio Kultur | 7. Mai | 13.30 Uhr
Jonna Ponna von Jonna Nordenskiöld
Kinderhörspiel
Produktion: DeutschlandRadio Berlin 2000, 31’37 min
Deutschlandradio Kultur | 25. Mai | 18.30 Uhr
Hedda Gabler von Henrik Ibsen
Hörspiel zum 100. Todestag des norwegischen Dramatikers Henrik
Ibsen
Produktion: ORF/SFB/WDR 1990, 86’30 min
Deutschlandradio Kultur | 28. Mai | 18.30 Uhr
Das Buch von Blanche und Marie
Von Per Olov Enquist
Hörspiel (Erstausstrahlung)
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2006, ca. 89’
Das Buch von Blanche und Marie erhielt den Belletritikpreis CORINE 2005
.
... und alle, die nicht mehr bis dahin warten möchten, können diesem Stück im Hörtheater des Frannz in gemütlicher Atmosphäre lauschen:
Frannz
| 7. Mai | 20.00 Uhr
Das Buch von Blanche und Marie
Von Per Olov Enquist
Dauer: ca. 80 min
Anschließend im Gespräch: Andrea Getto und Sabine Worthmann
(angefragt), Moderation: Heike Tauch
Blanche Wittman, die Hysteriepatientin des bekannten Neurologen Charcot, und Marie Curie, die Nobelpreisträgerin für Physik und bald auch für Chemie. Blanche assistiert Marie bei der Isolierung von Radium. Ein Stoff, der so todbringend ist wie sonst nur die Liebe, über die Blanche ein Buch schreibt - mit der einen, ihr noch verbliebenen Hand. Denn Blanches Extremitäten waren verstrahlt und wurden amputiert: Blanche, ein Rumpf, in einer rollenden Kiste. Sie reflektiert über die Liebe zu Charcot, die Liebe zu ihrem Vater, die zu Marie. Was ist die Essenz von Liebe?
Per Olov Enquist, geboren 1934 in Hjoggböle, Schweden, preisgekrönter Romancier und Dramatiker. Hörspiele nach seinen Romanen: u.a. „Aus dem Leben der Regenwürmer“ (RIAS/SR 1986), „Der Besuch des Leibarztes“ (NDR/SWR 2002). „Das Buch von Blanche und Marie“ erhielt den Belletristikpreis CORINE 2005.
Freier Eintritt
Frannz
KulturBrauerei
Schoenhauser Allee 36
10435 Berlin - Prenzlauer Berg
DK/FIN: Rückzug aus Nordeuropa
Das Goethe-Institut in Kopenhagen machte den Anfang (wir berichteten
im April). Jetzt sind die grundsätzlichen Sparpläne in der
deutschen Kulturförderung Nordeuropas bekannt geworden. Jutta Limbach,
Präsidentin der deutschen Goethe-Institute, hat einen weitgehenden
Rückzug „zumindest aus dem westlichen Europa” und „Einschränkungen
im europäischen Institutsnetz, vor allem in der Ausstattung der
Institute” angekündigt.
Wie die F.A.Z. berichtet, ist auch die wichtige „Deutsche Bibliothek“
in Helsinki von einer Schließung bedroht, da das Auswärtige
Amt als Hauptfinanzpartner die Förderung ab 2008 nicht mehr garantiere.
(Quelle: F.A.Z.)
NO:
100. Todestag Henrik Ibsens: Textspuren durch Oslo
Norwegens berühmtester Schriftsteller und Dichter erhielt anläßlich
seines 100. Todestages in Oslo eine besondere Ehrung: Von seiner früheren
Wohnung in der Arbins gate über Drammensveien und Nationaltheater
bis zum Grand Café an der Karl Johans gate zieht sich jetzt ein
Spazierweg: Den Weg weisen Textauszüge aus Ibsens Werken, die aus
rostfreiem Stahl in die Fußwege der norwegischen Hauptstadt eingelassen
wurden. Das von der Norwegischen Ibsen-Stiftung initiierte Projekt wurde
von den Künstlern Ingrid Falck und Gustavo Aguerre umgesetzt. (Foto:
Kurt Hamann/IN; Jens-Morten Hanssen | Quelle: www.ibsen.net)
Zwölf Werke nominiert für Musikpreis des Nordischen
Rates 2006
Zwölf Musiker aus dem Norden konkurrieren um den Nordischen Musikpreis
2006, der am 1. November in Kopenhagen verliehen wird. Das Preisgeld
von 300.000 dänischen Kronen wird dieses Jahr für Kompositionen
mit elektronischen Elementen verliehen. Unter den jüngeren nominierten
Komponisten zeigt sich ein ausgeprägter Wille, nicht nur mit den
verschiedenen Parametern der Musik zu experimentieren, sondern auch
ihre Grenzen auszutesten. Inspiration hierzu bieten vielfältige
Quellen, von nordischer Mythologie über elektronische Avantgarde
und Populärmusik hin zu multikultureller Musikkultur, von historischem
Drama zu modernen allegorischen Filmen. Mehr Informationen unter: www.norden.org/nr/pris/mus_pris/2006/sk/nomineringar.asp
DK:
Dänische Designer laden in ihre Ateliers
Arne Jacobsen, Georg Jensen und Poul Henningsen sind nur die bekanntesten
Namen unter den großen dänischen Designern und Architekten.
Ihre Werke und die heutiger Künstler können Liebhaber skandinavischen
Designs auf den Copenhagen Architecture & Design Days besichtigen.
Fast hundert Kulturinstitutionen und Unternehmen in Kopenhagen laden
vom 5. bis 7. Mai erstmals design- und architekturinteressierte Besucher
ein und erlauben ihnen einen Blick hinter die Kulissen. Viele dieser
Einrichtungen seien der Öffentlichkeit sonst verschlossen. (Foto:
© Arne Jacobsen | Quelle: VisitDenmark)
P.S. Dass unsere Raumfahrtmeldung aus dem letzten Newsletter ein Aprilscherz war, wissen bestimmt die meisten, aber: sicher ist sicher.