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Liebe Freunde des Kulturhus Berlin e.V., Glück haben diejenigen unter Ihnen, die trotz der Fußballweltmeisterschaft den Juni in Berlin verbringen. Denn in diesem Monat können Sie mit KULTURHUS BERLIN skandinavische Kultur einmal ganz anders kennenlernen. Wir laden Sie herzlich in die Universität der Künste ein zu einem Abend mit nordischer Musik, künstlerischen Fotografien aus Norwegen, einem populärwissenschaftlichen Exkurs in norwegische und dänische Musikgeschichte und – einem kleinen Empfang. Der Eintritt ist frei, mehr dazu lesen Sie unter Punkt 1 und 5! Bevor wir mit dem NORDISCHEN FILMKLUB in die Sommerpause gehen, zeigen wir Ihnen im Felleshus mit "Hamsun" einen Film über den großen Schriftsteller aus Norwegen. Und neben der Chance, einen hervorragenden skandinavischen Streifen in der Originalversion zu sehen, wartet auf Sie an diesem Abend außerdem ein Glas Sekt, das Ihnen KULTURHUS BERLIN zum Abschluß der Filmsaison spendiert. Was sonst noch passiert, lesen Sie hier und – wie immer – mehr unter www.kulturhus-berlin.de. Einen schönen Juni wünscht |
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Inhalt |
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1. Kulturhus Berlin lädt ein:1.1 Musik für Augen und Ohren - Wie ein dänisches Lied die Musik in Europa durcheinanderwirbelte
Mulitmedialer Vortrag von Dr. Yvonne Wasserloos mit Fotografien von Dr. Hagen Stockhausen und Konzert mit Musikern der Universität der Künste Berlin Donnerstag, 15. Juni | 19.30 Uhr „Paa Sjølunds fagre Sletter“ – Auf Seelands lieblichen Ebenen – so lautete der Titel eines schlichten dänischen Liedes, das in den 1840er Jahren das gesamte europäische Musikleben durcheinanderwirbelte. Der Däne Niels W. Gade (1817-1890) hatte über dieses Lied eine ganze Symphonie komponiert und sich dort mit einem geheimnisvollen, düsteren Klang ein Denkmal gesetzt. Der „Nordische Ton“ war geboren. Dänische Volkslieder sowie der Eindruck der dänischen Natur und Landschaft spielten für den jungen Komponisten eine große Rolle. Diese neue Art des Komponierens löste vor allem in Leipzig eine überwältigende Begeisterung aus. Ein anderer Skandinavier, der Norweger Edvard Grieg (1843-1907), wollte bei Gade den „Nordischen Ton“ erlernen. Doch die Hoffnungen zerschlugen sich, der Däne hatte sich mittlerweile einer europäischeren Kompositionsweise angenähert. Grieg verfolgte schließlich in Norwegen sein Ziel weiter, ein „musikalischer Landschaftsmaler“ zu werden, wie er selbst sagte: „Mein Lebenstraum ist es, die Natur des Nordens in Töne zu formen.“ Ob und wie sich dieser Traum erfüllte, wird sich am 15. Juni, Griegs 163. Geburtstag, zeigen. Eine Veranstaltung des Kulturhus Berlin e. V. in Kooperation mit der Edvard-Grieg-Forschungsstelle an der Universität der Künste Berlin, der Dänischen Botschaft Berlin und dem Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin sowie mit freundlicher Unterstützung der Norwegischen Botschaft Berlin Das komplette Programm des Abends finden Sie hier: www.kulturhus-berlin.de. 1.2 "Hamsun" und Sekt im NORDISCHEN FILMKLUBDer Nordische Filmklub geht mit seiner Vorstellung am 13. Juni in die Sommerpause. KULTURHUS BERLIN sagt Dankeschön allen Besuchern des Filmklubs und spendiert zum Ausklang unserer Filmsaison jedem Zuschauer an diesem Abend ein Glas Sekt. Wir sehen uns im Felleshus! Dienstag, 13. Juni | 19 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften,
Rauchstr. 1
Mit Knut Hamsun steht der weltbekannte norwegische Schriftsteller und Nobelpreisträger im Mittelpunkt des erfolgreichen Filmes von Jan Troell. Er erzählt vom Leben des alten Knut Hamsun, dem spannungsvollen Verhältnis zwischen Knut und Marie Hamsun in den Jahren kurz vor dem Zweiten Weltkrieg und Hamsuns Wirken während der deutschen Besetzung Norwegens. Der als Patriot und nationaler Held gefeierte Dichter spielte eine wichtige Rolle während der deutschen Besatzung seines Landes und war dabei zugleich überzeugt, sein Land retten zu können. Dieses Verhalten trug Hamsun nach dem Krieg eine Anklage wegen Kollaboration ein, die zu seiner zeitweiligen Zwangseinweisung in eine psychiatrische Klinik und schließlich zu einer hohen, für ihn ruinösen Geldstrafe führte. Der Film will Hamsuns Verhalten nicht verurteilen oder verteidigen, sondern „neue Antworten“ auf die Frage geben, wie aus dem genialen Autor ein Bewunderer Hitlers wurde. Gedreht wurde „Hamsun“ 1995 in Deutschland und in Norwegen. Die Handlung basiert auf einem Drehbuch, das Per Olov Enquist nach Thorkild Hansens Biografie "Der Prozess gegen Hamsun" geschrieben hat. „Hamsun“ wurde in Skandinavien ein großer Kinoerfolg. In Norwegen besetzte er schon nach zwei Wochen den ersten Platz der Hit-Liste und überrundete bei weitem alle anderen Erfolgsfilme der Saison. Der Nordische Filmklub ist eine Kooperation der Nordischen Botschaften und des Fördervereins des Kulturhus Berlin e.V. Die Veranstaltungen sind für Mitglieder kostenlos. Mitgliedschaften können vor Ort erworben werden. Eine Schnuppermitgliedschaft für drei Monate erhalten Sie für 8 Euro / 4 Euro Weitere Informationen: www.kulturhus-berlin.de/kultur/kultur.htm |
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2 Noch einmal Gade und GriegGrieg und Gade – die Begegnung zweier unterschiedlicher skandinavischer NationalkomponistenIn ganz Norwegen wurde im letzten Jahr der 100. Jahrestag der Unabhängigkeit von Schweden und Verwirklichung des eigenen Nationalstaates – des letzten in Europa – gefeiert. Gegen die Abhängigkeit von der schwedischen Krone wurde ganz besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens um eine eigenständige Kultur gekämpft, die Musik dabei nicht ausgenommen. Der aus dem westnorwegischen Bergen stammende Edvard Grieg (1843-1907) war zwar nicht der erste Nationalkomponist seines Heimatlandes, jedoch der erste, dessen Werke für ihren „nordischen Ton“ bekannt wurden und international hohes Ansehen gewannen... Den gesamten Artikel von Margerita Bube können Sie auf unserer Website unter dem Link "Thema: Grieg" lesen. Rezension
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3 Schweden bei der Fußball-WeltmeisterschaftAls einzige Skandinavier spielen die Schweden in der WM. KULTURHUS BERLIN drückt der schwedischen Mannschaft die Daumen, und zwar am 10. Juni gegen Trinidad und Tobago (Dortmund), 18
Uhr An diesen Tagen besteht für Fußballfans die Möglichkeit, in Schweden-Runde auf der Großleinwand dabei zu sein: In der Schwedischen Gemeinde, Landhausstraße 26-28, 10717 Berlin (Voranmeldung unter 030/864959-0 nötig) oder im "Alten Schweden" in der Knesebeckstraße 92, 10623 Berlin mit dem schwedischen Fußballexperten Ulf Månsson bei gepflegten Getränken und schwedischen Spezialitäten. |
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4 Kopenhagen ist nicht out!Bernd Henningsen, Leiter des Berliner Nordeuropa-Instituts, kritisiert Limbachs Kürzungspläne
Der Autor sieht einen Zusammenhang zwischen deutschem „Desinteresse an der Kulturarbeit im westlichen und europäischen Ausland“ und einem „rapide abnehmendem Interesse an deutscher Kultur und Sprache“ in diesen Ländern. So sei die Nachfrage nach Deutschunterricht an schwedischen Schulen und Universitäten dramatisch gesunken, nachdem es in Wendezeiten eine gesteigerte Nachfrage gegeben habe. Deutsch sei in Schweden einst die führende Wissenschaftssprache gewesen. Heute hingegen: „Deutsch wird abgewählt – mit katastrophalen Auswirkungen in einem durch und durch ökonomisierten Ausbildungssystem, in dem die Universitäten ihre Mittel nach der Zahl der Studierenden erhalten.“ Mit Blick auf die drohende Schließung des Kopenhagener Goethe-Instituts fragt Hennigsen: „Kann es sein, daß der Rückzug etwas zu tun hat mit der hegemonialen Arroganz aufgrund der wiedergewonnenen Größe des Landes? Die Behandlung der baltischen Staaten nach der Wiedererlangung ihrer Souveränität ist in diesem Zusammenhang ein besonders markantes Beispiel. Wir Deutsche sind uns im Zentrum Europas selbst genug. Die Nachbarn interessieren uns nicht mehr sonderlich, und ihr Interesse an uns ist uns ziemlich gleichgültig. (...) Deutsche Kulturarbeit im Ausland soll – folgt man der Vision von Goethe-Chefin Jutta Limbach – den Barbaren in Übersee den German way of life, die deutsche Demokratiefähigkeit, zur eigenen Verwendung vorführen und das natürlich in englischer Sprache. Imperialer haben die Imperialisten ihre auswärtige Politik auch am Ende des neunzehnten Jahrhunderts nicht gedacht.“ Damit, so Hennigsen, werde Kulturarbeit funktionalisiert, der „imperiale Anspruch des Eurozentrismus“ wieder und weiter belebt. „Mit einer so gestrickten auswärtigen Kulturpolitik wird die deutsche Kulturarbeit ihre Reputation verlieren. Als Präsidentin des Goethe-Institutes ist Frau Limbach zusammen mit ihrem Generalsekretär bereits in die innere Kündigung gegangen. Sie widerspricht den finanziellen Drangsalierungen nicht, sondern akzeptiert sie als inhaltliche und konzeptionelle Notwendigkeit. Als Interessenvertreterin ist sie gescheitert. Wieviel leichter hätten es doch unsere Politiker mit Bauernverbandspräsidenten von diesem Zuschnitt.“ |
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5 Kulturtipps für Berlin5.1 Theater
1., 2., 3., 4., 7., 8., 9., 10. und 11. Juni 2006, jeweils
20:00 Uhr Ausführliche Informationen finden Sie auf www.ibsen-volksfeind.de 5.2 Veranstaltungen für Kinder
MEILEN & MEER: Mittsommernacht/Schweden Auf nach Schweden! Die Flugcrew in der Parkaue nimmt die kleinen und großen Gäste mit in das Land des Mittsommers. Die Mittsommernacht – genannt midsommar – ist eines der wichtigsten und beliebtesten Feste in Schweden. Sie ist eine uralte Tradition, die in den vorgeschichtlichen Sommersonnenwende-Feiern wurzelt. Gefeiert wird das Fest an dem Freitag, der dem längsten Tag des Jahres (der 21. Juni) am nächsten ist, und wenn die Nacht taghell ist. In dieser Nacht machen die Schweden kein Auge zu. Es kommen Verwandte, Freunde und Nachbarn zusammen, um gemeinsam und ausgelassen das Fest bei gutem Essen und Tanz zu begehen. Haus und Hof, Kirchen und Tanzböden werden mit frischem Birkenlaub und Wiesenblumen dekoriert. In jedem Ort des Landes wird ein Mittsommerbaum aufgestellt. Um diesen Baum, der mit Blumen und Birkenreisig geschmückt wird, tanzen Jung und Alt. Zu essen gibt es die ersten Jungkartoffeln mit Hering, Sauerrahm, Schnittlauch, Knäckebrot und Käse, zum Nachtisch isst man Erdbeeren mit Sahne. Dem Tau der Mittsommernacht werden heilende Kräfte zugeschrieben. Und jedem Mädchen, das auf sieben Wiesen sieben verschiedene Blumen pflückt und sich unter das Kopfkissen legt, erscheint der zukünftige Bräutigam in Traum. Premiere am 18. Juni, 16 Uhr | weitere Veranstaltungen am 19. + 21. Juni je 10 Uhr THEATER AN DER PARKAUE | Parkaue 29 | 10367 Berlin 5.3 Ausstellung"Politik heißt: etwas wollen" Das Motto der kleinen Ausstellung war eine der zentralen Aussagen in der Antrittsrede Olof Palmes als Ministerpräsident Schwedens. Aus Anlaß des 20. Todestages Palmes erinnert das Jugendzentrum im Bezirk Mitte an den wohl bekanntesten skandinavischen Politiker. Neben Fotos und Informationen über Palme dokumentiert die Schau die Ansichten von Menschen, die sich mit dem Leben und den Idealen Olof Palmes auseinandersetzen. Olof-Palme-Jugendzentrum | Demminer Straße 28 | 13355
Berlin (U 8, Voltastraße) 5.4 GesellschaftVortragsreihen am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin: 1. Nordeuropa und die beiden deutschen Staaten 1949-1989 Mi, 7. Juni 2006 | 18–20 Uhr | Mosse-Zentrum, Schützenstr.
18–21, Raum 116 Di, 13. Juni | 16 –18 Uhr | Mosse-Zentrum, Schützenstr.
18–21, Raum 116 2. Steffens-Vorlesungen Di, 6. Juni 2006 | 18–20 Uhr | Mosse-Zentrum, Schützenstr.
18–21, Raum 116 Di, 13. Juni 2006 | 18–20 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften 5.5 Musik Erinnerung - Lieder von Czeslaw Niemen Das Polnische Institut in Berlin feiert sein 50jähriges Bestehen
mit einer Hommage an den großen polnischen Musiker Czeslaw Niemen,
der 2004 starb. Niemen gilt als die Legende des polnischen Beat. Sein
rebellischer Song „Dziwny jest ten Swiat" („Seltsam
ist die Welt") wurde in Polen zur Hymne der jungen Generation der
Sechziger. 8. Juni, ab 20 Uhr | Tränenpalast | Reichstagufer 17, 10117 Berlin |
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6 Der Norden im TVNDR Arte Reihe mit Filmen des dänischen Regisseurs Carl Theodor Dreyer:
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7 Kulturnotizen aus dem NordenSV: Neue Schwedenkrimis im deutschen TV DK: DÄNISCH jetzt auch online lernbar
NO: Goldene Palme für norwegischen Film FIN/EST: Duett mit James Brown |
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| Mit besten Grüßen, Kulturhus Berlin e.V. und Förderverein des Kulturhus Berlin e.V. |
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