Berlin, Juni 2006

Liebe Freunde des Kulturhus Berlin e.V.,

Glück haben diejenigen unter Ihnen, die trotz der Fußballweltmeisterschaft den Juni in Berlin verbringen. Denn in diesem Monat können Sie mit KULTURHUS BERLIN skandinavische Kultur einmal ganz anders kennenlernen. Wir laden Sie herzlich in die Universität der Künste ein zu einem Abend mit nordischer Musik, künstlerischen Fotografien aus Norwegen, einem populärwissenschaftlichen Exkurs in norwegische und dänische Musikgeschichte und – einem kleinen Empfang. Der Eintritt ist frei, mehr dazu lesen Sie unter Punkt 1 und 5!

Bevor wir mit dem NORDISCHEN FILMKLUB in die Sommerpause gehen, zeigen wir Ihnen im Felleshus mit "Hamsun" einen Film über den großen Schriftsteller aus Norwegen. Und neben der Chance, einen hervorragenden skandinavischen Streifen in der Originalversion zu sehen, wartet auf Sie an diesem Abend außerdem ein Glas Sekt, das Ihnen KULTURHUS BERLIN zum Abschluß der Filmsaison spendiert.

Was sonst noch passiert, lesen Sie hier und – wie immer – mehr unter www.kulturhus-berlin.de.

Einen schönen Juni wünscht
Ihr Kulturhus Berlin e.V.

Inhalt

1 Kulturhus Berlin lädt ein:

2 Noch einmal: Gade und Grieg

3 Schweden bei der Fußball-Weltmeisterschaft

4 Kopenhagen ist nicht out!

5 Kulturtipps für Berlin

6 Der Norden im TV

7 Kulturnotizen aus dem Norden

1. Kulturhus Berlin lädt ein:

1.1 Musik für Augen und Ohren - Wie ein dänisches Lied die Musik in Europa durcheinanderwirbelte


Foto: © Hagen v. Stockhausen


Dr. Yvonne Wasserloos
„Paa Sjølunds fagre Sletter“ – Musikalische Landschaften bei Niels W. Gade und Edvard Grieg
Mulitmedialer Vortrag von Dr. Yvonne Wasserloos mit Fotografien von Dr. Hagen Stockhausen und Konzert mit Musikern der Universität der Künste Berlin

Donnerstag, 15. Juni | 19.30 Uhr
Universität der Künste Berlin, Kammermusiksaal
Fasanenstraße 1 B, 10623 Berlin
EINTRITT FREI

„Paa Sjølunds fagre Sletter“ – Auf Seelands lieblichen Ebenen – so lautete der Titel eines schlichten dänischen Liedes, das in den 1840er Jahren das gesamte europäische Musikleben durcheinanderwirbelte. Der Däne Niels W. Gade (1817-1890) hatte über dieses Lied eine ganze Symphonie komponiert und sich dort mit einem geheimnisvollen, düsteren Klang ein Denkmal gesetzt. Der „Nordische Ton“ war geboren. Dänische Volkslieder sowie der Eindruck der dänischen Natur und Landschaft spielten für den jungen Komponisten eine große Rolle. Diese neue Art des Komponierens löste vor allem in Leipzig eine überwältigende Begeisterung aus. Ein anderer Skandinavier, der Norweger Edvard Grieg (1843-1907), wollte bei Gade den „Nordischen Ton“ erlernen. Doch die Hoffnungen zerschlugen sich, der Däne hatte sich mittlerweile einer europäischeren Kompositionsweise angenähert. Grieg verfolgte schließlich in Norwegen sein Ziel weiter, ein „musikalischer Landschaftsmaler“ zu werden, wie er selbst sagte: „Mein Lebenstraum ist es, die Natur des Nordens in Töne zu formen.“ Ob und wie sich dieser Traum erfüllte, wird sich am 15. Juni, Griegs 163. Geburtstag, zeigen.

Eine Veranstaltung des Kulturhus Berlin e. V. in Kooperation mit der Edvard-Grieg-Forschungsstelle an der Universität der Künste Berlin, der Dänischen Botschaft Berlin und dem Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin sowie mit freundlicher Unterstützung der Norwegischen Botschaft Berlin

Das komplette Programm des Abends finden Sie hier: www.kulturhus-berlin.de.

1.2 "Hamsun" und Sekt im NORDISCHEN FILMKLUB

Der Nordische Filmklub geht mit seiner Vorstellung am 13. Juni in die Sommerpause. KULTURHUS BERLIN sagt Dankeschön allen Besuchern des Filmklubs und spendiert zum Ausklang unserer Filmsaison jedem Zuschauer an diesem Abend ein Glas Sekt. Wir sehen uns im Felleshus!

Dienstag, 13. Juni | 19 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften, Rauchstr. 1
Hamsun (OmU)
1996, Jan Troell, 160 min., mit: Max von Sydow, Ghita Nørby, Anette Hoff, Åsa Söderling, Eindride Eidsvold, Gard Eidsvold, Sverre Anker Ousdal, Erik Hivju, Ernst Jacobi.


Mit Knut Hamsun steht der weltbekannte norwegische Schriftsteller und Nobelpreisträger im Mittelpunkt des erfolgreichen Filmes von Jan Troell. Er erzählt vom Leben des alten Knut Hamsun, dem spannungsvollen Verhältnis zwischen Knut und Marie Hamsun in den Jahren kurz vor dem Zweiten Weltkrieg und Hamsuns Wirken während der deutschen Besetzung Norwegens. Der als Patriot und nationaler Held gefeierte Dichter spielte eine wichtige Rolle während der deutschen Besatzung seines Landes und war dabei zugleich überzeugt, sein Land retten zu können. Dieses Verhalten trug Hamsun nach dem Krieg eine Anklage wegen Kollaboration ein, die zu seiner zeitweiligen Zwangseinweisung in eine psychiatrische Klinik und schließlich zu einer hohen, für ihn ruinösen Geldstrafe führte.

Der Film will Hamsuns Verhalten nicht verurteilen oder verteidigen, sondern „neue Antworten“ auf die Frage geben, wie aus dem genialen Autor ein Bewunderer Hitlers wurde. Gedreht wurde „Hamsun“ 1995 in Deutschland und in Norwegen. Die Handlung basiert auf einem Drehbuch, das Per Olov Enquist nach Thorkild Hansens Biografie "Der Prozess gegen Hamsun" geschrieben hat. „Hamsun“ wurde in Skandinavien ein großer Kinoerfolg. In Norwegen besetzte er schon nach zwei Wochen den ersten Platz der Hit-Liste und überrundete bei weitem alle anderen Erfolgsfilme der Saison.

Der Nordische Filmklub ist eine Kooperation der Nordischen Botschaften und des Fördervereins des Kulturhus Berlin e.V. Die Veranstaltungen sind für Mitglieder kostenlos. Mitgliedschaften können vor Ort erworben werden. Eine Schnuppermitgliedschaft für drei Monate erhalten Sie für 8 Euro / 4 Euro

Weitere Informationen: www.kulturhus-berlin.de/kultur/kultur.htm

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2 Noch einmal Gade und Grieg

Grieg und Gade – die Begegnung zweier unterschiedlicher skandinavischer Nationalkomponisten

In ganz Norwegen wurde im letzten Jahr der 100. Jahrestag der Unabhängigkeit von Schweden und Verwirklichung des eigenen Nationalstaates – des letzten in Europa – gefeiert. Gegen die Abhängigkeit von der schwedischen Krone wurde ganz besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens um eine eigenständige Kultur gekämpft, die Musik dabei nicht ausgenommen. Der aus dem westnorwegischen Bergen stammende Edvard Grieg (1843-1907) war zwar nicht der erste Nationalkomponist seines Heimatlandes, jedoch der erste, dessen Werke für ihren „nordischen Ton“ bekannt wurden und international hohes Ansehen gewannen...

Den gesamten Artikel von Margerita Bube können Sie auf unserer Website unter dem Link "Thema: Grieg" lesen.

Rezension
Galleonsfigur norwegischer Nationalkunst. Über den Komponisten Edvard Grieg

Europa blickt gen Osten. Spätestens im Rahmen der EU-Erweiterung richtete sich in den letzten Jahren der Fokus der kultur- und musikgeschichtlichen Forschung verstärkt auf Polen, Tschechien, Ungarn oder auch Russland. Gleichzeitig verkümmerte die Beschäftigung mit dem Norden, seiner Musik und seinen traditionellen Verbindungen zu Mitteleuropa bzw. Deutschland nach und nach zu einer Marginalie. Alles zu vertraut? Alles schon entdeckt? Immerhin dauerte es auch in den neuen Folgen der Musik-Konzepte-Reihe bis zur Nr. 127, ehe mit Edvard Grieg dem ersten Skandinavier ein Band gewidmet wurde. Gerade diese Ausgabe aber beweist: Es gibt im Norden noch Einiges zu entdecken. Vielmehr: Es gilt, ungewöhnliche Perspektive einzunehmen, mit Klischees aufzuräumen und vieles neu auszuloten. Vielleicht ein zaghafter Wink auf eine bevorstehende Renaissance des Nordens – immerhin stehen auch 2007 in Skandinavien mit Griegs 100. Todestag, Niels W. Gades 190. Geburtstag oder der 100jährigen Anerkennung der politischen Souveränität Norwegens durch die europäischen Großmächte einige skandinavische Jubiläen bevor...

Die gesamte Rezension von Yvonne Wasserloos finden Sie auf unserer Website unter dem Link "Rezensionen".

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3 Schweden bei der Fußball-Weltmeisterschaft

Als einzige Skandinavier spielen die Schweden in der WM. KULTURHUS BERLIN drückt der schwedischen Mannschaft die Daumen, und zwar am

10. Juni gegen Trinidad und Tobago (Dortmund), 18 Uhr
15. Juni gegen Paraguay (Berlin), 21 Uhr
20. Juni gegen England (Köln), 21 Uhr
und hoffentlich im Finale, am 9. Juli, (Berlin), 20 Uhr

An diesen Tagen besteht für Fußballfans die Möglichkeit, in Schweden-Runde auf der Großleinwand dabei zu sein: In der Schwedischen Gemeinde, Landhausstraße 26-28, 10717 Berlin (Voranmeldung unter 030/864959-0 nötig) oder im "Alten Schweden" in der Knesebeckstraße 92, 10623 Berlin mit dem schwedischen Fußballexperten Ulf Månsson bei gepflegten Getränken und schwedischen Spezialitäten.

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4 Kopenhagen ist nicht out!

Bernd Henningsen, Leiter des Berliner Nordeuropa-Instituts, kritisiert Limbachs Kürzungspläne

Mit einer deutlichen Kritik hat der Leiter des Nordeuropa-Instituts an der Berliner Humboldt-Universität, Bernd Hennigsen, auf die Kürzungspläne für das Kopenhagener Goethe-Institut reagiert (wir berichteten im April und Mai). In einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung für Deutschland vom 18. Mai schreibt Hennigsen: „Die Tendenz ist seit Jahren erkennbar: Auf Island wurde Goethe schon vor Jahren dichtgemacht, in Stockholm sind die Projektmittel des GI seit 2003 um 50 Prozent (in Worten: fünfzig) gekürzt worden; Goethe-Filialen außerhalb der Hauptstädte dieser Länder sind sukzessive geschlossen worden. Die Goethe-Stabsstelle für die nordeuropäische Programmplanung wird von der Repräsentanz in London wahrgenommen. Kopenhagen ist out, Schanghai ist angesagt.“ Deutsche Kulturarbeit im europäischen Ausland sei zu „einer mit beschränkten Aktivitäten geworden“, kritisiert Hennigsen weiter.

Der Autor sieht einen Zusammenhang zwischen deutschem „Desinteresse an der Kulturarbeit im westlichen und europäischen Ausland“ und einem „rapide abnehmendem Interesse an deutscher Kultur und Sprache“ in diesen Ländern. So sei die Nachfrage nach Deutschunterricht an schwedischen Schulen und Universitäten dramatisch gesunken, nachdem es in Wendezeiten eine gesteigerte Nachfrage gegeben habe. Deutsch sei in Schweden einst die führende Wissenschaftssprache gewesen. Heute hingegen: „Deutsch wird abgewählt – mit katastrophalen Auswirkungen in einem durch und durch ökonomisierten Ausbildungssystem, in dem die Universitäten ihre Mittel nach der Zahl der Studierenden erhalten.“ Mit Blick auf die drohende Schließung des Kopenhagener Goethe-Instituts fragt Hennigsen: „Kann es sein, daß der Rückzug etwas zu tun hat mit der hegemonialen Arroganz aufgrund der wiedergewonnenen Größe des Landes? Die Behandlung der baltischen Staaten nach der Wiedererlangung ihrer Souveränität ist in diesem Zusammenhang ein besonders markantes Beispiel. Wir Deutsche sind uns im Zentrum Europas selbst genug. Die Nachbarn interessieren uns nicht mehr sonderlich, und ihr Interesse an uns ist uns ziemlich gleichgültig. (...) Deutsche Kulturarbeit im Ausland soll – folgt man der Vision von Goethe-Chefin Jutta Limbach – den Barbaren in Übersee den German way of life, die deutsche Demokratiefähigkeit, zur eigenen Verwendung vorführen und das natürlich in englischer Sprache. Imperialer haben die Imperialisten ihre auswärtige Politik auch am Ende des neunzehnten Jahrhunderts nicht gedacht.“ Damit, so Hennigsen, werde Kulturarbeit funktionalisiert, der „imperiale Anspruch des Eurozentrismus“ wieder und weiter belebt. „Mit einer so gestrickten auswärtigen Kulturpolitik wird die deutsche Kulturarbeit ihre Reputation verlieren. Als Präsidentin des Goethe-Institutes ist Frau Limbach zusammen mit ihrem Generalsekretär bereits in die innere Kündigung gegangen. Sie widerspricht den finanziellen Drangsalierungen nicht, sondern akzeptiert sie als inhaltliche und konzeptionelle Notwendigkeit. Als Interessenvertreterin ist sie gescheitert. Wieviel leichter hätten es doch unsere Politiker mit Bauernverbandspräsidenten von diesem Zuschnitt.“

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5 Kulturtipps für Berlin

5.1 Theater

En folkefiende / Ein Volksfeind
Ein Theaterprojekt

In unserem Extra-Newsletter im Mai haben wir über das Theaterprojekt berichtet. Auch im Juni haben Sie noch die Möglichkeit, dieses Stück im Felleshus der Nordischen Botschaften zu sehen:

1., 2., 3., 4., 7., 8., 9., 10. und 11. Juni 2006, jeweils 20:00 Uhr
Felleshus der Nordischen Botschaften | Rauchstr. 1 | 10787 Berlin-Tiergarten

Ausführliche Informationen finden Sie auf www.ibsen-volksfeind.de

5.2 Veranstaltungen für Kinder


Foto: © Christian Brachwitz

MEILEN & MEER: Mittsommernacht/Schweden

Auf nach Schweden! Die Flugcrew in der Parkaue nimmt die kleinen und großen Gäste mit in das Land des Mittsommers. Die Mittsommernacht – genannt midsommar – ist eines der wichtigsten und beliebtesten Feste in Schweden. Sie ist eine uralte Tradition, die in den vorgeschichtlichen Sommersonnenwende-Feiern wurzelt. Gefeiert wird das Fest an dem Freitag, der dem längsten Tag des Jahres (der 21. Juni) am nächsten ist, und wenn die Nacht taghell ist. In dieser Nacht machen die Schweden kein Auge zu. Es kommen Verwandte, Freunde und Nachbarn zusammen, um gemeinsam und ausgelassen das Fest bei gutem Essen und Tanz zu begehen. Haus und Hof, Kirchen und Tanzböden werden mit frischem Birkenlaub und Wiesenblumen dekoriert. In jedem Ort des Landes wird ein Mittsommerbaum aufgestellt. Um diesen Baum, der mit Blumen und Birkenreisig geschmückt wird, tanzen Jung und Alt. Zu essen gibt es die ersten Jungkartoffeln mit Hering, Sauerrahm, Schnittlauch, Knäckebrot und Käse, zum Nachtisch isst man Erdbeeren mit Sahne. Dem Tau der Mittsommernacht werden heilende Kräfte zugeschrieben. Und jedem Mädchen, das auf sieben Wiesen sieben verschiedene Blumen pflückt und sich unter das Kopfkissen legt, erscheint der zukünftige Bräutigam in Traum.

Premiere am 18. Juni, 16 Uhr | weitere Veranstaltungen am 19. + 21. Juni je 10 Uhr

THEATER AN DER PARKAUE | Parkaue 29 | 10367 Berlin
Telefon: +49 30 55 77 52 0 | Fax: +49 30 55 77 52 22
info@parkaue.de | www.parkaue.de

5.3 Ausstellung

"Politik heißt: etwas wollen"

Das Motto der kleinen Ausstellung war eine der zentralen Aussagen in der Antrittsrede Olof Palmes als Ministerpräsident Schwedens. Aus Anlaß des 20. Todestages Palmes erinnert das Jugendzentrum im Bezirk Mitte an den wohl bekanntesten skandinavischen Politiker. Neben Fotos und Informationen über Palme dokumentiert die Schau die Ansichten von Menschen, die sich mit dem Leben und den Idealen Olof Palmes auseinandersetzen.

Olof-Palme-Jugendzentrum | Demminer Straße 28 | 13355 Berlin (U 8, Voltastraße)
Mo-Fr 14-20 Uhr
Für Erwachsene, Kinder und Jugendliche
Eintritt frei!

5.4 Gesellschaft

Vortragsreihen am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin:

1. Nordeuropa und die beiden deutschen Staaten 1949-1989

Mi, 7. Juni 2006 | 18–20 Uhr | Mosse-Zentrum, Schützenstr. 18–21, Raum 116
Alexander Muschik (Kiel)
Rostocker Ostseewoche versus Kieler Woche:
Die deutsch-deutsche Festwochenkonkurrenz um die Gunst der nordischen Länder

Di, 13. Juni | 16 –18 Uhr | Mosse-Zentrum, Schützenstr. 18–21, Raum 116
Seppo Hentilä (Helsinki)
Neutral zwischen den beiden deutschen Staaten.
Finnland und das geteilte Deutschland 1945-1973

2. Steffens-Vorlesungen

Di, 6. Juni 2006 | 18–20 Uhr | Mosse-Zentrum, Schützenstr. 18–21, Raum 116
Ivo Figueiredo
Den unge Henrik Ibsen.
Vortrag auf Norwegisch

Di, 13. Juni 2006 | 18–20 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften
Prof. Jan Brockmann
Der Streit über das neue Norwegische Nationalmuseum für Kunst, Architektur und Design
Vortrag auf Deutsch

5.5 Musik

Erinnerung - Lieder von Czeslaw Niemen
Jazzimprovisationen / Artur Dutkiewicz

Das Polnische Institut in Berlin feiert sein 50jähriges Bestehen mit einer Hommage an den großen polnischen Musiker Czeslaw Niemen, der 2004 starb. Niemen gilt als die Legende des polnischen Beat. Sein rebellischer Song „Dziwny jest ten Swiat" („Seltsam ist die Welt") wurde in Polen zur Hymne der jungen Generation der Sechziger.
Eintritt frei!

8. Juni, ab 20 Uhr | Tränenpalast | Reichstagufer 17, 10117 Berlin

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6 Der Norden im TV

NDR
4. Juni, 18.30 | Ostsee-Report Spezial Nordische Wasserlandschaften
29. Juni, 20.15 | Die Leute von der Felseninsel, Husö vor Finnlands Küste

Arte
17. Juni, 14.45, Das schwedische Fernsehen, Magazin um 14.45 Uhr
25. Juni, 22.50, Unsichtbare Kräfte, Dokumentation, Dänemark 2002, Erstausstrahlung

Reihe mit Filmen des dänischen Regisseurs Carl Theodor Dreyer:
19. Juni, 22.10, Gertrud, Spielfilm, Dänemark 1960
21. Juni, 23.55, Tag der Rache, Spielfilm, (Vredens Dag), Dänemark 1943
28. Juni, 22.40, Das Wort (Ordet), Spielfilm, Dänemark 1955
30. Juni, 0.35, Michael, Stummfilm, Dänemark 1924

ARD (siehe auch Meldung unten)
Mankells Wallander - In dt. Erstausstrahlung:

2. Juni, 21.45, Vor dem Frost (Innan frosten)
4. Juni, 23.15, Tod in den Sternen (Byfanen)
5. Juni, 22.15, Eiskalt wie der Tod (Bröderna)

Mehr Informationen zu den Filmen:
www.daserste.de/wallander/sendung.asp

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7 Kulturnotizen aus dem Norden

SV: Neue Schwedenkrimis im deutschen TV
Schon am Pfingstwochenende ist es soweit: Die ersten drei Folgen der neuen Wallander-Serie mit Krister Henriksson als Kommissar Kurt Wallander und Johanna Sällström als Linda Wallander werden erstmals im deutschen Fernsehen zu sehen sein (Sendetermine im Kulturhus-Newsletter unter „Der Norden in TV und Radio“). Krister Henriksson, der in den neuen Wallander-Geschichten den schwedischen Kommissar gibt, wurde von Autor Henning Mankell persönlich ausgesucht. Im Laufe des Jahres sollen dann die weiteren Fälle der insgesamt 13 Teile umfassenden TV-Reihe folgen. Alle Wallander-Fans, die schon vorher in die Filmwelt rund um den schwedischen Kommissar eintauchen möchten, haben dazu ab Juli 2006 in seiner Heimatstadt Ystad die Gelegenheit. Denn in der ersten Juli-Woche wird dort mit der Cinetek ein neues Besucherzentrum für Film eröffnet, das an die Ystad Filmstudios angeschlossen ist. In der Cinetek wird es eine Ausstellung über die aktuellen Produktionen der Ystad Studios geben, darunter natürlich auch die neuen Wallander-Filme. Der Besucher hat hier die Gelegenheit zu lernen, wie ein Film entsteht: von der Manuskriptentwicklung über die Finanzierung bis hin zu Produktion und Vertrieb. Darüber hinaus wird die Cinetek Ausgangspunkt für thematische Führungen rund um Wallander und den Autor Henning Mankell durch Ystad und Umgebung sein. Daneben arrangiert auch das lokale Tourismusbüro geführte Stadtwanderungen und Touren durch Wallanders Ystad. Eine virtuelle Wanderung durch Ystad können Wallander-Fans auch zu Hause unter folgendem Link unternehmen: www.ystadsallehanda.se/wallandersystad.
(Quelle: VisitSweden)

DK: DÄNISCH jetzt auch online lernbar
Die dänische Sprache kann ab sofort auch im Internet erlernt werden: www.danskabc.dk ist eine Kooperation des Dänischen e-Learning Centers in Zusammenarbeit mit dem Integrationsministerium. Danskabc.dk wird bereits heute von mehr als 85 Prozent der dänischen Sprachschulen und von mehr als 11.000 registrierten Kursteilnehmern genutzt. Mit danskabc.dk kann Dänisch überall gelernt werden: auf der Arbeit, Zuhause, gemeinsam mit anderen Interessierten! Der Kurs besteht aus 42 Lerneinheiten à 45 Minuten. Hinzu kommen rund 1.000 Übungsaufgaben und die Möglichkeit zum Dialog mit anderen Kursteilnehmern. Für private Teilnehmer kostet die Registrierung DKK 399 (ca. 50 EUR). Die Kurse werden komplett über das Internet vermittelt – zusätzliche Software ist nicht mehr nötig. (Quelle: Dänische Botschaft)

DK: Bob Dylan in Roskilde
Das größte Rockfestival Europas lockt in diesem Sommer mit Bob Dylan. Der wird - kurz nach seinem 65. Geburtstag – in Roskilde auftreten. Insgesamt 167 Bands spielen in diesem Jahr während der 4 Festivaltage auf 6 Bühnen. Alle Musiker und Termine unter www.Roskilde-festival.dk

 

NO: Goldene Palme für norwegischen Film
Der aus Norwegen stammende Streifen "Sniffer" von Bobbie Peers erhielt auf den 59. Internationalen Filmfestspielen in Cannes eine Goldene Palme für den besten Kurzfilm.
Die norwegischen Filme "Den brysomme mannen" (Der mühsame Mann) und "Slipp Jimmy fri" (Lasst Jimmy frei) wurden auf der Kritikerwoche beim Cannes Filmfestival vom 17. - 28. Mai gezeigt. Zwei weitere Filme aus Norwegen waren zu dem anerkannten Festival an Frankreichs Sonnenküste eingeladen worden. Ein großer Erfolg für Norwegen, wo im vergangenen Jahr 19 Langfilme gedreht wurden. (Quelle: Norwegische Botschaft)

FIN/EST: Duett mit James Brown
Finnland macht aktuell musikalisch von sich reden. Aber auch in Estland kann es zu einer Überraschung kommen. Wie die estnische Zeitung Kroonika berichtet, will James Brown jetzt auch mit dem estnischen Präsidenten Arnold Rüütel singen. Brown lud Rüütel ein, auf seinem Konzert in Tallinn am 27. Juli 2006 ein Duett mit ihm zu singen. Das Staatsoberhaupt lehnte bereits ab, weil es an diesem Tag nicht in Estland sei. Viele Esten hofften, Rüütel und Brown würden gemeinsam „Make it Funky“ oder einen anderen Hit Browns zum Besten geben. Übrigens sang die 72jährige Soul-Legende bereits vor drei Jahren beim Poori Jazzfestival ein Duett mit der finnischen Präsidentin Tarja Halonen.
(Quelle: www.citypaper.ee)

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Mit besten Grüßen,
Kulturhus Berlin e.V. und Förderverein des Kulturhus Berlin e.V.
Dieser Newletter informiert in regelmäßigen Abständen über Veranstaltungen und Aktivitäten des Kulturhus Berlin e.V.
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