Berlin, Juli 2006

Liebe Freunde des Kulturhus Berlin e.V.,

im Sommer lockt der Norden, nicht wenige von Ihnen verbringen Ihre Ferien in Skandinavien. In Berlin zu bleiben und hier nordische Kultur erleben, das geht aber auch sehr gut. So einige erstaunliche Veranstaltungen haben wir für Sie gefunden.

Auf eine besondere dänische Sommer-Delikatesse können Sie sich jetzt schon freuen. Die allerdings gibt es erst Ende August und mehr deshalb in unserem August-Newsletter!

Und während der Sommer in voller Blüte steht, denken wir schon wieder an den Herbst. Dann nämlich soll der NORDISCHE FILMKLUB in die nächste Runde gehen. Sie können uns hierfür Ihre Wünsche, Ihre Anregungen mitteilen, per mail und am besten mit dem Fragebogen, den Sie unter Punkt 2 finden.

Nun aber viel Spaß und schöne Sommerferien!
Ihr Kulturhus Berlin e.V.

Inhalt

1 Rückblick
Gade und Grieg. Neue Kulturhus-Reihe "Musik für Augen und Ohren"

2 Nordischer Filmklub
Ihre Wünsche, Ihre Meinung!

3 Rezension
Zäsur in Schweden. Eine neue Wehner-Biographie

4 Nachgefragt

5 Kulturtipps für Berlin

6 Der Norden im TV und Radio

7 Kulturnotizen aus dem Norden

1. Rückblick

Yvonne Wasserloos - VortragGade & Grieg - skandinavische Musik im Doppelpack.
Neue Reihe des Kulturhus-Berlin

Die Konkurrenz war groß: Die Schweden spielten Fußball, und der Sommer kam mit aller Macht nach Berlin. Umso mehr freute es, als sich am 15. Juni trotz dieser Konkurrenz der Kammersaal in der Universität der Künste füllte und weder Fußball noch Sonne die Lust auf "Musik für Augen und Ohren" nahmen.

Extra aus Oslo angereist war die junge Pianistin Tina Margareta Nilssen. Sie spielte an diesem 163. Geburtstag Edvard Griegs gemeinsam mit Prof. Heide Görtz die Klaviersonate F-Dur KV 533 von Mozart und Grieg mit frei hinzukomponierter Begleitung eines zweiten Claviers EG 113. Dem Auftakt des Konzertes folgte Griegs Sonate für Violine und Klavier in c-moll op. 45, vorgetragen von der Violinistin Helena Berg und Prof. Heide Görtz.

Die zwei skandinavischen Komponisten standen zuvor im Mittelpunkt des Abends. Im 19. Jahrhundert hatten beide durch ihre national gefärbte Tonsprache auf sich aufmerksam gemacht. Über ihr Wirken und Leben sprach die Düsseldorfer Musikwissenschaftlerin Dr. Yvonne Wasserloos. Sie gab einen Überblick über die Musikgeschichte Skandinaviens und stellte den Dänen Niels W. Gade als den Begründer der Nationalmusik vor. Gade war es, der in den 1840er Jahren einen völlig neuen Klang entwarf, der in der Musikwissenschaft als "Nordischer Ton" definiert wird. Wasserloos beschrieb, was den dänischen Komponisten mit dem Norweger Edvard Grieg verband und widmete Griegs norwegischer Nationalmusik denn auch ein eigenes Kapitel.

Ein langer und geselliger Abend wurde es, mit musikalischen Zugaben, weißem Wein und den faszinierenden norwegischen Landschaftsaufnahmen desin Bergen lebenden Fotografen Dr. Hagen Stockhausen.

Den freundlichen Zuspruch, den wir erhielten, möchten wir weiterleiten an die ehrenamtlichen Helfer, an die Botschaften Dänemarks und Norwegens sowie an das Nordeuropa-Institut der HU und die Grieg-Forschungsstelle der Universität der Künste, durch deren Unterstützung diese Veranstaltung als Auftakt der neuen Kulturhus-Reihe "Musik für Augen und Ohren" stattfinden konnte.

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2 NORDISCHER FILMKLUB

Ihre Wünsche, Ihre Meinung

Der NORDISCHE FILMKLUB schließt eine Lücke in der Kinolandschaft Berlins, denn: Er bringt regelmäßig Filme aus Skandinavien in den Originalversionen auf die Leinwand. Gemeinsam mit den Nordischen Botschaften präsentierte Ihnen Kulturhus Berlin im NORDISCHEN FILMKLUB Streifen aus Dänemark, Finnland, Norwegen, Island und Schweden. Spielfilme, Dokumentar- und Experimantalfilme ebenso wie historische Klassiker oder Kinderfilme. Nun ist erst einmal Sommerpause. Doch wir nutzen die Zeit, um das neue Programm des NORDISCHEN FILMKLUB zu planen. Und Sie haben die Chance mitzumachen: Sagen Sie uns Ihre Meinung! Sagen Sie uns, was Ihnen wichtig ist! Sagen Sie uns, welche Filme Sie sehen möchten! Gestalten Sie mit uns ein vielseitiges Angebot im NORDISCHEN FILMKLUB!

Schicken Sie einfach den Fragebogen (PDF) ausgefüllt zurück per Post an

Kulturhus Berlin
Nordeuropa-Institut
Humboldt-Universität zu Berlin – Phil. Fak. II
Unter den Linden 6
10099 Berlin

oder per Fax an 20 93 96 26 oder nutzen sie ganz einfach das Email-Formular.

Ihre Meinung und Ihre Wünsche sind im NORDISCHEN FILMKLUB wichtig. Und wir danken Ihnen dafür.

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3 Rezension Zeitgeschichte

Zäsur in Schweden.
Eine neue Biographie behandelt das Leben des Herbert Wehner in seiner vollen Spanne

In der Geschichte der Bundesrepublik gibt es zwei miteinender verbundene Politiker von herausgehobener Bedeutung, die besondere Prägungen in Skandinavien erfahren haben. Der eine, Willy Brandt (1913 bis 1993), hatte seine Jugend im norwegischen Exil verlebt und brachte es bis auf den Stuhl des Bundeskanzlers. Der andere, Herbert Wehner (1906 bis 1990), war 1942 in Schweden als Emissär der KPD verhaftet worden, wurde von der kommunistischen Bewegung verstoßen und wandte sich von ihr zugleich ab, um schließlich im Nachkriegswestdeutschland nicht nur einen Platz in der SPD zu finden, sondern ihr führungsstärkster Politiker zu werden. Seine politische Karriere beendete er erst in fortgeschrittenem Alter nach vielen Jahren auf dem Posten als Chef der SPD-Bundestagsfraktion. Über Wehner als der insgesamt interessanteren Figur des ungleichen Gespanns hat der Historiker Christoph Meyer, der das Herbert-Wehner-Bildungswerk in Dresden leitet, jetzt die erste wissenschaftliche Biographie vorgelegt, die das Leben des knorzigen Manns mit der unvermeidlichen Pfeife in seiner vollen Spanne beschreibt...

Die vollständige Rezension lesen Sie hier.

BuchcoverChristoph Meyer
Herbert Wehner - Biographie
579 Seiten, 16 Euro
Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN-13: 978-3-423-24551-1

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4 Nachgefragt

4.1 Kulturhus Berlin verlost drei mal zwei Karten für einen Besuch an der Komischen Oper Berlin.

Logo der Komischen Oper BerlinGewinnen Sie Karten für Die Hochzeit des Figaro (14.7.), Don Giovanni (15.7.) oder Così fan tutte (16.7.). Die Vorstellungen beginnen um 18:00 Uhr. Jeweils um 17:00 hält Prof. Elmar Budde einen halbstündigen Vortrag über „Mozart und die Sprache der Musik“. Im Anschluss daran gibt es einen kleinen Sektempfang.

Seien Sie schnell und schreiben Sie uns bis Freitag 10:00 Uhr eine Mail an
info@kulturhus-berlin.de,
in der Sie Ihre Favorit-Vorstellung nennen und nehmen Sie so an der Verlosung teil!

Nähere Infos finden Sie in dem folgenden Artikel oder unter www.komische-oper-berlin.de

4.2 Mozart-Festtage an der Komischen Oper Berlin.
Die schwedische Sopranistin Maria Bengtsson in zwei Hauptrollen


Foto: © Monika Ritterhaus

Wenn die Komische Oper Berlin vom 14. bis zum 16. Juli letztmalig in dieser Spielzeit noch einmal drei Mozart-Opern zum Besten geben wird, dann gibt das dem Berliner Publikum Gelegenheit, eine Vielzahl von OpernsängerInnen aus den nordischen Ländern zu hören. So singt am Freitag den 14. der in Oslo geborene Bariton Tom Erik Lie in der Hochzeit des Figaro den Grafen Almaviva und die Schwedin Maria Bengtsson die Gräfin Almaviva. Am darauf folgenden Tag singt dann der in Reykjavik geborene Tenor Finnur Bjarnason in Don Giovanni den Don Ottavio und die norwegische Sopranistin Anne Bolstad übernimmt die Rolle der Donna Elvira. Und am Samstag den 16. schließlich singt Maria Bengtsson noch einmal die Fiordiligi in Cosi fan tutte.

Als Grund für diese nordische Präsenz an der Komischen Oper verweist Katharina Sattler, Mitarbeiterin der Pressabteilung, darauf, dass mit Per Boye Hansen mehrere Jahre lang ein norwegischer Operndirektor an der Komischen Oper tätig war, der auch jetzt noch dem Haus als Castingdirektor verbunden ist. Ausschlaggebend aber, so Sattler weiter, sei die hervorragende Qualität und Frische der SängerInnen aus den nordischen Ländern.

Überzeugen konnte man sich von dieser Frische bei dem Liederabend mit Maria Bengtsson, der am 29. Juni im Foyer der Komischen Oper Berlin stattfand. Mit schelmischer Mimik und stimmlicher Brillanz gab Maria Bengtsson einen erfrischenden Einblick in die romantischen Liebeslieder des 18. Jahrhunderts. In einem Gespräch nach dem Konzert erklärte Maria Bengtsson, was Berlin für sie als Sängerin bedeutet.

Die schwedische Sopranisten, die in Malmö aufgewachsen ist, kam bereits Anfang der neunziger Jahre nach Deutschland, um dort deutsch zu lernen. Von 1995 bis 2000 studierte sie an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg und arbeitete danach an der Volksoper Wien. Seit 2002 ist sie festes Ensemblemitglied an der Komischen Oper Berlin. Begeistert lobt sie die Komische Oper als ein überaus „experimentierfreudiges Haus“, an dem sich hervorragend arbeiten lässt. So wie sie zuvor schon häufig und gerne unter der Regie von Calixto Bieito und Sebastian Baumgartner gearbeitet hat, freut sie sich nun über die Zusammenarbeit mit Peter Konwitschny, der für die Inszenierung von Don Giovanni und Così fan tutte verantwortlich zeichnet.

Weil Berlin für Maria Bengtsson eine „geniale Kulturstadt“ ist, zieht es sie momentan nicht nach Schweden zurück. Sie erklärt: „Man freut sich immer, hier Skandinavier zu sehen“, aber einen engeren Kontakt zur „nordischen Szene“ hat sie nicht. Wichtiger als nationale Gemeinsamkeiten ist allemal die künstlerische Zusammenarbeit. In dieser Hinsicht reizen würde es sie aber, demnächst einmal Werke von Ture Rangström zu singen – einem der bedeutendsten schwedischen Komponisten des 20. Jahrhunderts auf dem Gebiet des Liedes.

Zunächst einmal aber freuen wir uns am 14. Juli auf eine Maria Bengtsson in der Rolle der Gräfin Almaviva und am 16. Juli in der Rolle der Fiordiligi.

Sophie Wennerscheid

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5 Kulturtipps für Berlin

5.1 Veranstaltungen für Kinder

Pippi Langstrumpf und das Pferd Onkel
© Thomas Grünholz

Pippi im Taka-Tuka-Land | 18. Juni bis 17. September

Auf der Freilichtbühne an der Zitadelle/ Spandau ist in diesem Sommer großes Familientheater angesagt. Kleine und große, junge und alte Pippi Langstrumpf Fans sind herzlich dazu eingeladen sich an den lustigen, spannenden und abenteuerlichen Geschichten ihrer kleinen Heldin zu freuen.

Das Stück basiert auf Astrid Lindgrens dritter Pippi Langstrumpf Geschichte „ Pippi im Taka-Tuka-Land“. Pippi, Annika und Tomas erleben unzählige Abenteuer auf der Pirateninsel und sorgen für großen Familientheaterspaß im Sommer 2006!

Eintritt: 10,- / Kinder 8,- / Ermäßigung für Gruppen

Freilichtbühne an der Zitadelle
Am Juliusturm
13599 Berlin-Spandau
Kartenhotline 030-627 059 26

Weitere Informationen: pippilangstrumpf.info.ms
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5.2 Ausstellung

Olle Baertling Ausstellung | 30. Juni bis 29. Juli | Di-Sa 11-18 Uhr

Eine Einzelausstellung mit den Werken des bekannten schwedischen Künstlers Olle Baertling.

Galerie Nordenhake
Zimmerstr. 88-91
10117 Berlin

Weitere Informationen: www.nordenhake.com
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ABC-Bücher. Eine Ausstellung über die Geschichte der finnische ABC-Fibel | 12.Juni- 13. Juli

In dieser Ausstellung macht der Besucher eine Reise in die Geschichte der finnischen Fibel. Das erste Buch in finnischer Sprache erschien 1543, dabei handelte es sich um das ABC- Buch des finnischen Reformators Mikael Agricola.
Die Nationalbibliothek Finnlands will mit dieser Ausstellung auf die Werte, die mit finnischen Fibeln von der Zeit Agricolas bis in 1960er Jahre übermittelt werden sollten, aufmerksam machen. Die Fibel trug dazu bei die christliche Lehre zu verstehen und aus den Kindern und Jugendlichen gesellschaftstaugliche Mitbürger zu machen. Familie, Kirche und Vaterland waren Werte, die zentrale Motive der Fibel bis in die 60er Jahre darstellten. Die Ausstellung führt den Besucher in die Welt der finnischen Fibeln und spiegelt den Bedeutungsgehalt anschaulich wider.

Finnland-Institut
Georgenstr. 24

Öffnungszeiten

Mo-Fr 10-19 Uhr Sa 9-13 Uhr

Weitere Informationen: www.finnland-institut.de
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5.3 Musik

Improvisation
Internationales Orgelimprovisationsfestival | 10. Juli | 20.00 Uhr

Im Rahmen des Festivals wird der schwedische Künstler Anders Bondemann aus Stockholm zu Gast sein.

Eintritt: 10,- / ermäßigt 5,-

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Breitscheidplatz

Weitere Informationen: www.orgelimprovisationsfestival-berlin.de

5.4 Wissenschaft

Die öffentliche Vortragsreihe mit dem Titel "Nordeuropa und die beiden deutschen Staaten 1949–1989" am Nordeuropa-Institut geht weiter. Themen im Juli sind:

Di, 11. Juli 2006 | 16-18 Uhr! Mosse-Zentrum, Schützenstr. 18-21, Raum 116
Andreas Linderoth [Lund]
Kampf um Anerkennung:
Die Außenpolitik der DDR gegenüber Schweden 1949–1972

Do, 13. Juli 2006 | 16-18 Uhr! Mosse-Zentrum, Schützenstr. 18-21, Raum 116
Charlotta Brylla [Södertörn/Berlin]
Sozialistische Utopie oder bedrohlicher Oststaat?
Das DDR-Bild im schwedischen öffentlichen Diskurs 1961–1989.

Di, 18. Juli 2006 | 12-14 Uhr! Mosse-Zentrum, Schützenstr. 18-21, Raum 116
Nils Abraham [Greifswald/Berlin]
Zur Public Diplomacy der DDR gegenüber Schweden nach der diplomatischen Anerkennung 1972

Das gesamte Programm finden sie unter:
www2.hu-berlin.de/skan/aktuelles/deutschnorden06.html

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6 Der Norden im TV und Radio


Deutschlandradio Kultur | 9. Juli | 18.30 Uhr | 80´55 min
Aus dem Leben der Regenwürmer
Ein Familiengemälde von 1856

von Per Olov Enquist

Übersetzung: Angelika Gundlach
Bearbeitung und Regie: Hans Ulrich Minke
Produktion: RIAS Berlin / Saarländischer Rundfunk 1986

Es ist das Jahr 1856. Der Märchenerzähler Hans Christian Andersen bewegt sich auf unsicherem Parkett. Man lernt den berühmten dänischen Dichter von einer anderen Seite kennen: als Autor, der „richtige Literatur“ zu schreiben versucht und dabei scheitert. Sein Bemühen, sich der „besseren Gesellschaft“, der herrschenden intellektuellen Elite anzupassen, wird zur persönlichen Niederlage.
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NDR | 9. Juli | 18.00
Hanseblick

WDR | 15. Juli | 0.20 Uhr
Königsberg is dead
Dokumentarfilm, Deutschland, 2004, Erstausstrahlung

ARD | 22. Juli | 12.00 Uhr
Salam Aksel
Kinderspielfilm Dänemark 2002

ARD | 19. Juli | 0.35 Uhr
Auf der Suche nach Finbar
Spielfilm Großbritannien/ Irland / Schweden 1996


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7 Kulturnotizen aus dem Norden

NO: Festival-Sommer in Norwegen: Jazz!
Norwegen gilt fuer Jazzer seit einiger Zeit als das Land. Gleich zwei hochkarätige Jazzfestivals locken in den kommenden Wochen "Jazzer" aus dem Norden und Europa nach Norwegen: Den Auftakt macht das Hemsedal Jazz Festival vom 29. Juni bis 2. Juli. Das Festival gilt besonders als Plattform für junge Jazzmusiker. Zu hören sind zeitgenössischer Jazz, aber auch klassische Rhythmen wie Swing.
Vom 17. bis 22. Juli ist Molde dann wieder Gastgeber des Festivals Moldejazz. Stargast ist der Brite Sting, der gemeinsam mit seinem Sohn auftreten wird. Weitere bekannte Namen sind die Kings of Convenience oder The Fins. (Quelle: www.hemsedaljazzfestival.com und www.moldejazz.no)

Henning MankellSE: Aufbau eines Mankell Kulturzentrums
In der nördlichen Provinz von Härjedalen wird das “Kulturcentrum Mankell” errichtet, das nach dem schwedischen Bestsellerautor Henning Mankell benannt ist. Der Schriftsteller wurde vor allem durch seine Kriminalromane, mit Kommissar Wallander in der Hauptrolle, bekannt. Seine über 40 Bücher wurden in 35 Sprachen übersetzt.
Das Zentrum dient als Begegnungsstätte für Autoren und Kulturfreunde und sieht seine Aufgabe darin, einen intensiven literarischen Austausch anzuregen. Es sollen zum einen wechselnde Ausstellungen zum Thema Literatur stattfinden, zum andern ist eine Daueraustellung über Henning Mankell und sein Werk geplant.
Das Zentrum wird in Sveg, der Heimatstadt Mankells errichtet. Die Eröffnung ist für den 24. Mai 2007 geplant. (Quelle: www.sweden.se | Foto: Ulla Montan)
Mehr Informationen unter: www.herjedalen.se/mankell (auf Schwedisch)

NORDEN: Kinderbuch Wettbewerb
Grönländische, färöerische und samische Kinderbuchautoren sind dazu eingeladen an einem Schreibwettbewerb teilzunehmen. Der Wettbewerb wurde vom Nordischen Literatur und Bibliotheks Komitee (NORDBOK) und dem Nordischen Komitee für Kinder- und Jugendkultur (BUK) ins Leben gerufen, die diese drei Sprachen stärken möchten. Die Zielgruppe sind Kinder zwischen 8 und 10 Jahren. Für jede der drei Sprachen wird ein Gewinner gewählt. In separaten Jurys entscheiden Experten für die jeweilige Sprache, welche der eingereichten Texte gewinnen werden. Die Sieger sollen veröffentlicht und in dänisch, schwedisch oder norwegisch übersetzt werden.
Der Einsendeschluss ist der 10. Januar 2007. Ende Februar werden die Gewinner bekannt gegeben.
(Quelle: /www.norden.org | Foto: Johannes Jansson/norden.org)

IS: Armeerundfunk auf Island endet
Bevor die amerikanischen Truppen vom Luftwaffenstützpunkt in Keflavik abgezogen werden, endet nach 55 Jahren auch die Ausstrahlung des Armeerundfunks auf Island. Der Sender, der von den Isländern „Yankee Radio“ genannt wird, brachte dem Land die amerikanische Musik, Mode und Denkweise näher und prägte somit zwei Generationen isländischer Jugendlicher.
(Quelle: F.A.Z.)

DK: Rassistische Drohbriefe an Ausländer in Nordjütland
Eine große Anzahl Auswanderer und Flüchtlinge in Nordjütland hat in den letzten Monaten rassistische Drohbriefe erhalten, so daß die Zeitung MetroXpress von einer "Hexenjagd" spricht.
Die anonymen Drohbriefe seien an Personen mit ausländischen Namen verschickt worden und enthielten eine Warnung an die Empfänger, wonach die Schreiben die letzte Aufforderung seien, das Land zu verlassen, bevor der "Krieg gegen die Bastarde beginnt".
Ein Empfänger der Drohbriefe sagte gegenüber Danmarks Radio (DR), die Polizei habe seine Anzeige mit dem Hinweis quittiert, er solle den Brief einfach in den Papierkorb entsorgen. Ein weiterer Adressat, der eine mit Bildern von Hitler und Rudolf Hess versehene Drohbotschaft erhalten hatte, sagte, er fühle sich verfolgt, wolle aber der Nervosität nicht nachgeben.
Seine Behörde, so der leitende Kriminalinspektor der Aalborger Polizei Aage Nørgaard Jensen, nehme die Vorfälle aufgrund der großen Anzahl von Drohbriefen, die inzwischen gemeldet worden seien, sehr ernst. Der Direktor des Instituts für Menschenrechte, Morten Kjærum, warnte davor, die Situation zu unterschätzen. Man solle nicht davon ausgehen, daß die Briefe das Werk ein paar harmloser Verrückter seien. (Quelle: danmarks radio, 19.06.06)


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Mit besten Grüßen,
Kulturhus Berlin e.V. und Förderverein des Kulturhus Berlin e.V.
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