Berlin, September 2007

Liebe Freunde und Freundinnen des KULTURHUS BERLIN,

diesmal möchten wir Sie zu zwei Lesungen mit norwegischen Autoren einladen. Mitte September wird es einen EXTRA-Newsletter geben, der für Sie u. a. viele interessante Artikel über nordeuropäische Kunst in Berlin bereithält.

Schöne Tage wünscht
Ihr KULTURHUS BERLIN

Inhalt

1 KULTURHUS BERLIN präsentiert: Jo Nesbø und Joachim Król lesen im Babylon Mitte

2 HEJ ASTRID! Weddinger Kinder auf den Spuren von Ronja Räubertochter

3 JUBILÄUM: 40. Ausgabe der norrøna in neuem Gewand

4 KULTURHUS BERLIN lädt ein: Die Norwegerin Anne B. Ragde bringt ihr neues Buch nach Berlin

5 TIPPS & TERMINE

6 DER NORDEN IM TV

7 KULTURNOTIZEN AUS DEM NORDEN

 

1 KULTURHUS BERLIN präsentiert: Jo Nesbø und Joachim Król lesen im Babylon Mitte

5 x 2 Freikarten zu gewinnen!

Unsere Frage: Wie heißt der norwegische Originaltitel des neuen Buches von Jo Nesbø? Schicken Sie Ihre Antwort bis zum 10. September an:
info(a)kulturhus-berlin.de

Viel Glück!

17. September 2007 | 20 Uhr | Einlaß 19.30 Uhr
„Der Erlöser“ - Buchpremiere

Oslo im Weihnachtslichterglanz, ein kaltblütiger Killer und ein Kommissar, dessen Leben aus den Fugen zu geraten droht. Harry Hole steht in seinem sechsten Fall vor einer ganz besonderen Herausforderung. In Oslo wird ein junger Mann auf offener Straße ermordet. Robert Karlsen, Offizier der Heilsarmee, wurde das Opfer des berüchtigten kroatischen Auftragskillers Stankic. Hauptkommissar Harry Hole, der gerade andere Probleme hat, hofft auf einen schnellen Ermittlungserfolg. Doch Stankic erweist sich als ebenbürtiger Gegner. Als Hole merkt, dass der Mörder es auch auf Roberts Bruder Jon Karlsen abgesehen hat, beginnt eine atemberaubende Verfolgungsjagd. In wessen Auftrag ist Stankic unterwegs? Was ist das Motiv für die Mordanschläge? Und was spielt sich hinter der makellosen Fassade der norwegischen Heilsarmee wirklich ab?

JO NESBØ, 1960 geboren, arbeitete viele Jahre lang erfolgreich als Broker und war gleichzeitig Sänger der damals populärsten norwegischen Band Diderre. Heute lebt er als Schriftsteller in Oslo und gibt immer noch gern Konzerte. Sein Debütroman, Der Fledermausmann, wurde als »Bester Krimi des Jahres« ausgezeichnet.

Der internationale Durchbruch gelang ihm mit dem dritten Roman, Rotkehlchen. Inzwischen ist Jo Nesbø der erfolgreichste Autor Norwegens und in 20 Ländern mit seinen Büchern vertreten.

Die deutsche Übersetzung liest der Schauspieler JOACHIM KRÓL.

Veranstaltungsort:
Babylon
Rosa-Luxemburg-Str. 30 | 10178 Berlin
030 - 24 25 969
Eintritt: 8,--/erm. 6,--

Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung des KULTURHUS BERLIN, der Königlich Norwegischen Botschaft und dem Ullstein-Verlag.

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2 HEJ ASTRID! Weddinger Kinder auf den Spuren von Ronja Räubertochter

„Los! Wir halten uns an Jussuf!“, und schon rennen die Kinder dem Zehnjährigen hinterher, der am besten und schnellsten den Weg auf der Karte des Humboldthain findet.

Der große Park mitten im Wedding ist am 23. August Schauplatz des Räuberfestes und der Schnitzeljagd, womit KULTURHUS BERLIN und der Abenteuerspielplatz im Humboldthain das Lese- und Ausstellungsprojekt für Kinder „Hej Astrid!“ starten. Überall sind an diesem Tag die Geschichten von Ronja Räubertochter zu hören. Sie stammen von der schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren, die in diesem Herbst 100 Jahre alt geworden wäre.

Ilja, Fatima, Adnan, Hamza, Rabia, Gabriel und Bianca hören genau zu. Sie zählen die Schimpfwörter, überlegen: „Borkas? Ist das Schwedisch?“ Sie sammeln Räuberutensilien, üben Räuberleitern und machen Jagd auf Wilddruden, springen über eine Schlucht, backen eine riesige Räuberpizza und essen Kräuterkartoffeln. Sie krauchen zum Schluß noch einmal in Ronjas grüne Räuberhöhle, die bis November hier steht. Doch bis dahin werden noch jede Menge Räubergeschichten und Lindgren-Abenteuer für Kinder aus dem Wedding und deren Freunde vorgelesen.

Termine im September

6., 20. und 27. September | 16-18 Uhr | Abenteuerspielplatz Humboldthain
Abenteuer im Mattiswald

Räuberpizza backen, Stücke für die Räuberkostüme filzen, Ölfasstrommeln und Räuberlieder lernen...
Eintritt frei! Bitte Belag für die Räuberpizza mitbringen (Pilze, Zwiebeln, Paprika, Käse und was sonst noch auf eine ordentliche Räuberpizza gehört!)

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11. September | Heinrich-Seidel-Grundschule
Die Märchenhütte wird gebaut
Schüler und ihre Eltern bauen gemeinsam die „Märchenhütte“ auf und malen sie an.

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Jerusalem-Jugendbibliothek
Pippi auf Weltreise

Das Holzhäuschen wird Bullerbü-Atmosphäre in die Bibliothek zaubern und als stimmungsvoller Ort zum Vor- und Selbstlesen einladen. Wie sehen Astrid Lindgrens Bücher außerhalb Deutschlands aus oder wie hört sich eine Geschichte in einer fremden Sprache an? Schul- und Kindergartengruppen können in der Bibliothek diesen und weiteren Fragen auf den Grund gehen. (Termine auf Anfrage)

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Ausführliche Informationen und weitere Termine finden Sie auf unserer Website unter
www.kulturhus-berlin.de/HejAstrid/

Logo der JFSBDas Projekt wird gefördert von der
Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin.

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3 JUBILÄUM: 40. Ausgabe der norrøna in neuem Gewand

Die 40. Ausgabe der Zeitschrift für Kultur, Geschichte und Politik der nordischen Länder dreht sich rund um nordisches Design. Passend zum Inhalt wurde auch ein neues äußeres Erscheinungsbild geformt. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit gibt
es auf http://norroena.de/.

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4 KULTURHUS BERLIN lädt ein: Die Norwegerin Anne B. Ragde bringt ihr neues Buch nach Berlin

Freitag, 7. September 2007 | 20.30 Uhr | Buchhandlung Eisenherz
Autorenlesung: Anne B. Ragde liest mit ihrer Übersetzerin Gabriele Haefs aus "Das Lügenhaus"

Moderation: Margerita Bube, KULTURHUS BERLIN

Ein Schweinezüchter, ein Bestattungsunternehmer, ein Designer. Was haben die drei gemeinsam? Nichts außer einer Mutter, die im Sterben liegt..... Eine furiose Familiengeschichte aus Norwegen: Drei Generationen, drei Männer, ein dunkles Geheimnis. Trondheim in Norwegen: Als die Bäuerin Anna Neshov nach einem Schlaganfall im Sterben liegt, kommt die Familie nach Jahrzehnten erstmals wieder zusammen. Auch Erlend, der schwul ist und deshalb vor vielen Jahren den Hof nach heftigem Streit verlassen hat, nun mit seinem Lebensgefährten in Kopenhagen lebt und das Leben in vollen Zügen genießt. Erster Teil einer Trilogie.

In Zusammenarbeit mit der Prinz Eisenherz Buchladen GmbH sowie dem Verlag Random House, München.

Ort: Buchhandlung Eisenherz
Lietzenburger Str. 9a
Schöneberg – Nähe Wittenbergplatz
Eintritt 5,00 €

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5 TIPPS & TERMINE

5.1 Literatur

21. September | 20 Uhr
Wer blinzelt, hat Angst vor dem Tod
Lesung mit Knud Romer

Knud Romer hat mit seinem ersten Roman in Dänemark einen Skandal ausgelöst. Ein »deutsches Schwein« ist Knud für seine Mitschüler in Nykøbing noch in den sechziger und siebziger Jahren, weil er anders ist als die anderen: Er trägt Lederhosen, singt deutsche Lieder und bekommt in Dänemark unübliche Pausenbrote mit in die Schule. Und ausgerechnet seine Mutter, deren erster Verlobter als Mitglied der »Roten Kapelle« von den Nazis hingerichtet wurde, wird als »Hitlerliebchen« beschimpft.

Buchhandlung Marga Schoeller
Knesebeckstr. 33
10623 Berlin
Eintritt 5 Euro

5.2 Ausstellung

14. September bis 2. November
Architektur von Reijo Jallinoja

Zu Jallinojas bekanntesten Werken zählen das Hauptgebäude des Kierikki-Zentrums in Yli-Ii (Nordfinnland), der Wohnbezirk Isonniitty in Kumpula (Helsinki) und Wohngebäude im Helsinkier Stadtteil Pikku-Huopalahti. Obwohl der Zeitgeist für Jallinoja wichtig ist, verlässt er sich nicht nur auf Trends und ist so für seinen persönlichen Stil bekannt. Jallinoja ist bei über 30 finnischen Architekturwettbewerben ausgezeichnet worden; u.a. wurde er 2005 mit dem finnischen Staatspreis für Baukunst geehrt.

Die Ausstellung – bei der es sich allerdings nicht im engeren Sinne um eine Jallinoja-Retrospektive handelt – konzentriert sich auf künstlerisches Material der letzten 20 Jahre: Gezeigt werden u.a. Modelle, Fotografien, Zeichnungen und Aquarelle zu für Jallinoja charakteristischen Architekturgattungen.

Finnland-Institut
Georgenstr. 24 (1. OG)
10117 Berlin-Mitte
Bahnhof Berlin-Friedrichstraße

Mo 10-17, Di-Do 11-19, Fr 9-15 Uhr (Mo 17.9. ganztägig, Di 18.9. bis 15 Uhr, Tag der deutschen Einheit 3.10. sowie Do 18.10. geschlossen.

5.3 Theater

16. September | 17 Uhr
PEER GYNT
Von Henrik Ibsen

Ein Bauernjunge will Kaiser werden. Von seiner Mutter vergöttert und beschimpft, von den Leuten seines norwegischen Bergdorfes ausgegrenzt, erzählt er Wunderdinge über sich. Er raubt die Tochter des reichsten Bauern kurz vor ihrer Hochzeit und läßt sie stehen, weil er sich in das Mädchen Solveig verliebt hat. Von den Menschen für vogelfrei erklärt, flieht er aus dem Dorf und später aus seinem Heimatland, gerät unter Bergtrolle, Affen in Marokko und in ein Kairoer Irrenhaus, wird in Amerika ein berühmter Reeder, Sklavenhändler und Pelztierjäger, überlebt Liebesenttäuschungen und Schiffsuntergänge. Als alter Mann kehrt er nach Hause zurück, voller Selbstvorwürfe und Todesangst sucht er, trotz Gott und dem Teufel, nach einem Kern seines Lebens und findet Solveig wieder.

Berliner Ensemble
Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin
Kartentelefon: 030 - 28 408 155

Weitere Programmtipps finden Sie demnächst auf unserer Website
www.kulturhus-berlin.de/kultur/kultur.htm

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6 DER NORDEN IM TV

ARTE | Freitag, 31.08.07 | 18:30 Uhr
Willkommen bei...
Zarah

Die Reihe "Willkommen bei..." gibt Europa ein Gesicht, indem sie unterschiedlichste Menschen in ihrem alltäglichen Umfeld porträtiert.

Zarah ist 23 Jahre alt, kommt aus Dänemark und hat gerade ihre Ausbildung als Tierpflegerin beendet. Seit ihrer frühesten Kindheit sind Tiere ihre große Leidenschaft. Auch zuhause ist sie ständig von Tieren umgeben. Zu ihren 17 Haustieren gehören Wellensittiche, Kaninchen und ebenso gut auch Ratten, von denen sie einige selbst gezüchtet hat. Vor kurzem bestand sie ihren Abschluss als Tierpflegerin, sucht jedoch zurzeit keine Arbeit in diesem Beruf. Sie genießt lieber ihre Freizeit, streift mit ihrer Mutter durch die Stadt und Museen. Aufgrund ihres dunkleren Typs wird sie selten für eine Dänin gehalten. Der Vater ist Engländer, die Mutter Dänin, aber Zarah ist eher ihrer polnisch-jüdischen Großmutter wie aus dem Gesicht geschnitten. Ihr Vater hat nie bei ihnen gelebt und lebt mittlerweile weit entfernt in Südafrika.

Ihre zweite Leidenschaft nach den Tieren gehört dem Theater: "Ich habe mit sieben oder acht angefangen Theater zu spielen. Ich schauspielere gern, ich stehe gern im Mittelpunkt und im Scheinwerferlicht und ich liebe es auf der Bühne in die Haut einer anderen Person zu schlüpfen."

Gemeinsam mit ihrer Mutter, die ihre engste Vertraute ist, geht sie neuerdings noch einer ganz anderen Beschäftigung nach: Babykleidung stricken. Denn Zarah weiß seit kurzem, dass sie schwanger ist. Die junge Frau führt ein abwechslungsreiches und erfülltes Leben; sie liebt Ausflüge nach Kopenhagen, wo sie ihre Lieblingsmuseen besucht, und tankt immer wieder einmal gern bei ihrem Großvater in Schweden auf.

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WDR | Sonntag, 02.09.07 | 13:00 Uhr
Zafir
Dänemark 2003

Seitdem Annas Schwester bei einem tragischen Reitunfall mit ihrem Pferd Zafir ums Leben kam, verbieten die Eltern der elfjährigen jeglichen Umgang mit dem Pferd. Denn Zafir ist durch die mangelnde Fürsorge und Zuneigung verstört und nicht mehr einfach zu führen. Eines Tages taucht das Flüchtlingskind Sharbat in der Reitschule auf. Dem gelingt es, das Vertrauen des Pferdes zu gewinnen. Anna ist zunächst misstrauisch, freundet sich dann aber mit Sharbat an. Doch dann erklärt ihr Vater, dass er das Pferd verkauft habe. Gemeinsam schmieden die beiden Kinder einen geheimen Plan, um das Pferd zu retten: Sie wollen mit Zafir an einem Wettbewerb teilnehmen und Anna soll ihn trotz Verbot reiten. Da taucht plötzlich die Polizei und die Ausländerbehörde wegen Sharbat auf dem Reiterhof auf. Für Anna und Sharbat beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit...

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ARD | Sonntag, 02.09.07 | 13:45 Uhr
Bilderbuch: Dänemark. Zwischen Tondern und Fanö
Film von Jess Hansen

Dänemark oder Deutschland? Über Jahrhunderte war diese Frage im heutigen Dänemark zwischen Tondern und der Insel Fanö umstritten. Emil Nolde war im nördlichen Friesland zu Hause und hat mit seinen Bildern das deutsch-dänische Grenzland mit dem hohen Himmel und dem weiten Horizont weltberühmt gemacht. Die wechselvolle Geschichte hat Natur und Menschen auf ganz besondere Weise geprägt. Der Däne Iver Gram aus Mögeltönder ist solch ein typischer "Grenzgänger". Im Winter und Frühjahr führt er Tausende Touristen zu einem atemberaubenden Naturschauspiel, das es nur an ganz bestimmten Orten rund um Tondern zu sehen gibt. Kurz vor Einbruch der Dämmerung tanzen hier, oft vor glutroter Abendsonne, Millionen Stare in der Luft. Iver Gram erklärt dann in bestem Deutsch, warum die Vögel sich so verhalten. Im Sommer organisiert er Austern- und Robbensafaris vor der Nordseeinsel Römö. Hier lebt auch Marc Schwede. Der ist Deutscher und verdient seine Brötchen als Kitebuggylehrer an einem der breitesten Strände Nordeuropas. Auf der winzigen Nachbarinsel Mandö geht es meistens wesentlich ruhiger zu. Urlauber und Einheimische sehen sich hier oft tagelang nicht. Nur wenn es brennt, wie während der Dreharbeiten zufällig geschehen, dann sind alle da und löschen gemeinsam. Däne oder Deutscher? Das ist dann egal.

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NDR | Sonntag, 02.09.07 | 06:45 Uhr
Schätze der Welt
Die Radiostation Grimeton - Stimmen des Stroms, Schweden

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ARTE | 02. September | 18:05 Uhr
Krieg in der Arktis

Europas hoher Norden im Winter 1941: Es herrscht Krieg in der Arktis. Deutsche Truppen stehen in Finnland und Norwegen. Sie haben gemeinsam mit der finnischen Armee die Grenze zur Sowjetunion überschritten. Ihr Ziel ist die Eroberung des eisfreien Nachschubhafens Murmansk und der Eisenbahnlinie, die die Stadt mit Leningrad verbindet. Doch der Sturm im arktischen Norden endet in einem Fiasko. Die Truppen unter dem deutschen General Eduard Dietl (1890-1944) bleiben schon nach wenigen Kilometern in der weglosen Tundra stecken. Von ihrem Ziel, Murmansk zu besetzen, sind sie weit entfernt. Die Soldaten durchleben Jahre der Entbehrungen in einer eisigen, menschenfeindlichen Welt.

Nur im Hinterland, im Herzen Lapplands, ist vorerst nichts von den Wirren des arktischen Krieges zu spüren. Die Menschen auf dem Land arrangieren sich mit den Deutschen, leben vielerorts ein sorgloses Leben und gründen selbst Familien mit den Soldaten. Doch im September 1944 findet das gemeinsame Leben ein jähes Ende. Die Deutschen müssen Finnland verlassen. Und der Tragödie an der Front folgt nun für viele Menschen eine familiäre Katastrophe.

Der zweite Teil der Dokumentation beschreibt den Überlebenskampf an der arktischen Front und erzählt Schicksale finnischer und norwegischer Frauen, die sich auf eine Beziehung mit deutschen Soldaten eingelassen haben.

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Phoenix | Sonntag, 02.09.07 | 19:15 Uhr
Trolle, Fjorde und ein Postschiff
(1/2) Auf zu den Lofoten

Die Schiffe der Hurtigruten sind Legende. Sie fahren bis ans Ende der Welt. Jeden Tag sind sie unterwegs und verbinden die kleinen und großen Orte an der nicht enden wollenden Küste Norwegens bis weit jenseits des Polarkreises.

Der unvorstellbar zerrissene Küstenstreifen Norwegens wurde durch die Hurtigruten-Schiffe sicher und zu allen Jahreszeiten erreichbar - sowohl im polaren Winter wie zur Zeit der Mitternachtssonne. Früher war das eine Sensation, und heute ist es immer noch eine seefahrerische Leistung. Seit 1893 befährt die Linie den Hohen Norden mit entschlossener Regelmäßigkeit, zunächst vorrangig beladen mit Postsäcken und heute mit natursehnsüchtigen Touristen, die der unnachahmlich raue Zauber des Landes in seinen Bann gezogen hat. Mehr als 2.000 Kilometer legen die Schiffe zurück, wenn sie von Bergen in den Norden starten, vorbei am weltberühmten Geirangerfjord, der alten Königsstadt Trondheim, den wildromantischen Lofoten und dem kargen Nordkap bis hin zum einsamen Kirkenes, dicht an der russischen Grenze. Die filmische Tour in den Norden beginnt im Frühlingsmonat Mai in der alten Hansebastion Bergen. Es ist der Monat, in dem der Winter jenseits des Polarkreises noch seine letzten Rückzugsgefechte liefert, während im Süden bereits die ersten Blumen blühen - eine ideale Zeit, das Land Norwegen und die so freundlichen wie eigensinnigen Norweger kennenzulernen.

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3SAT | Sonntag, 02.09.07 | 22:15 Uhr
Der Anfang war gut
Dokumentarfilmzeit, Deutschland 2006

"Als ich 18 war, machte meine Mutter eine Pauschalreise, von der sie erst nach 15 Jahren zurück kam."

1984 verlässt Riitta Salonen, eine in Deutschland lebende Finnin, von einem Tag auf den anderen ihre beiden Töchter Susanna (18) und Annika (16), die sie nach der Trennung von ihrem Mann Hannu Salonen allein groß gezogen hatte. Sie will neu anfangen, lernt auf ihren Reisen einen Mann kennen und zieht mit ihm nach Australien. Die beiden Schwestern, die noch zur Schule gehen, sind nun auf sich gestellt. Ihr Vater lebt inzwischen in Schweden, und zur restlichen Familie in Finnland, von wo die Familie 1974 nach Lübeck gezogen war, besteht wenig Kontakt. Von ihrer Mutter erhält Susanna regelmäßig Briefe, in denen sie sich um ihr Wohlergehen besorgt zeigt. Zurück kommen will sie allerdings nicht. Erst 1998, als sich ihre Perspektiven in Australien verschlechtern, kehrt sie nach Lübeck zurück. Doch lange hält es sie nicht in Deutschland. 2003 entschließt sie sich, wieder in ihrer finnischen Heimat zu leben. Diesen Schritt nimmt ihre Tochter, die Regisseurin Susanna Salonen, zum Anlass für ein Porträt ihrer Mutter, einer lebensfrohen Frau, die sich nie auf eine Rolle festlegen lassen wollte. Daran hält sie sich auch angesichts unsicherer Zukunftsaussichten im Alter. Riitta glaubt daran, mit 60 Jahren wieder neu anfangen zu können.

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ARD | 03. September | 20.15 Uhr
Die Nordsee - Von Friesland zu den Fjorden

Die Nordsee steht für Sturmfluten, weite Wattlandschaften, hohe Dünen und schroffe Küsten. Sie ist eine der wichtigsten Drehscheiben des Vogelzugs und ihre Strände locken zu jeder Jahreszeit zahllose Urlauber an. Wichtige Seewege kreuzen sich hier und gewaltige Bohrinseln fördern kostbares Öl aus den Tiefen. Die zweiteilige Naturdokumentation führt einmal rund um die Nordsee, zeigt die artenreiche Tierwelt und besucht die Menschen der sieben Anrainerstaaten. Szenen aus dem Leben eiszeitlicher Jäger und Wikinger erwecken die wechselvolle Geschichte dieses Meeres zum Leben.

Der erste Teil des Filmes beschreibt das Wattenmeer. Dieser weltweit einmalige Lebensraum zählt zu den bedeutendsten Rastplätzen für Zugvögel. Über die Insel Sylt und die kleine Hallig Norderoog geht es weiter zu Deutschlands einziger Hochseeinsel, Helgoland. Auf der Düne, unweit der "Langen Anna", dem Wahrzeichen der Insel, bringen seltene Kegelrobben ihre Jungen zur Welt. Im Winter liefern sich die bis zu 300 Kilogramm schweren Robbenbullen dramatische Kämpfe um die Gunst der Weibchen.

An Dänemarks endlosen Stränden finden Wanderer noch heute Bernsteine - Zeugnisse vergangener Erdepochen, als das Klima hier noch tropisch war. Längst ausgestorbene Tiere und Pflanzen sind manchmal in diesem gehärteten Harz eingeschlossen. Im wild zerklüfteten Fjordland Norwegens schieben sich Gletscher bis ans Meer heran. Neben Schweinswalen und Anemonen überraschen den Betrachter farbenprächtige Korallenriffe in den bis zu 1.000 Meter tiefen Fjorden. Zwischen Norwegen und den Britischen Inseln endet der erste Teil.

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ARTE | Mittwoch, 05.09.07 | 11:05 Uhr
Ein Laden in Sillerud, Schweden
Rikard Ohlins Landhandel

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hr-fernsehen | Mittwoch, 05.09.07 | 22:15 Uhr
Håkan Nesser: Münsters Fall (Münsters fall)
Schweden 2005

Van Veeteren ist in Pension gegangen, und sein Ziehsohn Münster will sich durch den ersten eigenen Fall profilieren. Mit Feuereifer stürzt er sich in die Ermittlungen im Mordfall des prominenten Weinhändlers Leverkuhn, doch sein bürokratischer Chef Reinhart traut ihm nichts zu: Über jeden Ermittlungsschritt will der misstrauische Vorgesetzte unmittelbar informiert werden. Münster ist angefressen, und das gespannte Verhältnis zu seiner Frau wird dadurch nicht besser. Trotzdem kommt er rasch zu einem phänomenalen Ermittlungserfolg: Leverkuhns ehemaliger Geschäftspartner Johan Bonger, der aufgrund seiner Ausbootung ein klares Motiv hatte, gesteht die Tat - allerdings nur, weil Münster ihn im Verhör mit einer Lüge unter Druck setzt: Man habe die Tatwaffe mit seinen Fingerabdrücken gefunden. Reinhart legt den Fall zu den Akten, doch Münster kommen Zweifel: Der schwere Alkoholiker Bonger hat regelmäßig Blackouts und kann sich offenbar nicht wirklich an die Tat erinnern. Als Münster - einen Rat Van Veeterens befolgend - seiner Intuition vertraut und gegen Leverkuhns Sohn Mauritz ermittelt, wird es schnell ungemütlich: Grass, ein hoher Polizeibeamter und Freund der Familie, bittet Reinhart, die Leverkuhns aus den Ermittlungen herauszuhalten. Als Münster sich der Anordnung widersetzt, entzieht Reinhart ihm den Fall. Mit Morenos Hilfe ermittelt er auf eigene Faust weiter und findet heraus, dass Mauritz Leverkuhns Alibi löchrig ist. Außerdem hat auch seine Schwester Marie-Louise ein Mordmotiv. Als Münster plötzlich spurlos verschwindet, befürchtet Van Veeteren, dass der junge Kollege die Lösung seines ersten Falles möglicherweise mit dem Leben bezahlt hat ...

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ARTE | Mittwoch, 05.09.07 | 22:30 Uhr
ARTE | Donnerstag, 06.09.07 | 03:00 Uhr
RTE | Freitag, 07.09.07 | 01:10 Uhr
Amateure (Amatörene)
Norwegen 2001

Jan ist ein richtiger Loser. Er betreibt ein jämmerliches Fastfood-Restaurant, in das sich nie ein Gast verirrt. Seine Frau Helle hat Jans unerschütterlichen Optimismus satt und erträgt es nicht länger, unter der Fuchtel von Jans ebenso tyrannischen wie hypochondrischen Vater Miki zu leben. Als Helle erfährt, dass Jan ihr gesamtes Erbe heimlich in das zum Scheitern verurteilte Restaurant investiert hat, verlässt sie ihn. Bent geht es nicht viel besser als Jan: Der in die Jahre gekommene frustrierte Schlagzeuger der Band von Iver Mo muss zusehen, wie der prätentiöse Rockstar seine Freundin Grete abschleppt. Niemand hört ihm zu, niemand nimmt ihn ernst. Doch das soll sich ändern, denn Bent hat einen Plan: Er beauftragt Rolf und Robert, zwei völlig unfähige Kleinkriminelle, Iver Mo zu kidnappen und von der Plattenfirma Lösegeld zu erpressen. Als dabei alles Erdenkliche schief geht, trifft Jan bei dem Versuch, sich im Wald zu erhängen, dort auf den gefesselten Iver Mo - und damit auf die Chance seines Lebens. Kurzerhand nimmt er den Entführten mit und versteckt ihn im Keller seines Imbiss-Restaurants. Doch Jan hat noch nie in seinem Leben etwas richtig gemacht. Und es gibt eine Menge Leute die hinter dem Lösegeld her sind...

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ARD | Donnerstag, 06.09.07 | 03:35 Uhr
Bilderbuch: Dänemark

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NDR | 8. September | ab 0.15 Uhr
Die Nordische Nacht: Auswahl der besten Reportagen von Tilmann Bünz

Wo sonst in Europa, wenn nicht im hohen Norden, gibt es Eisbären in Freiheit, Wale vor den Küsten, aktive Vulkane und Sonnenuntergänge um Mitternacht? Wenn man die Kälte liebt, ist diese Region ein Traum für einen Berichterstatter. Der Hamburger Tilmann Bünz hat fünf Jahre lang, zwischen 2002 und 2007, das nördlichste Fernsehstudio der ARD geleitet. In dieser Zeit drehte er Hunderte von Reportagen. Das Berichtsgebiet reicht von Grönland bis Estland – eine der größten Regionen, die ein Korrespondent zu betreuen hat.

In der von Tilmann Bünz moderierten „Nordischen Nacht“ zeigt das NDR Fernsehen eine Auswahl seiner besten Filme. Immer wieder sind Tilmann Bünz und das Team des Studios Stockholm aufgebrochen zu langen Reportagereisen in die arktischen Regionen, zu Begegnungen mit Eisbären und Orcas in ihrem Winterlager.

0.15 Uhr: Götakanal – mit fünf Knoten durch Schweden
0.45 Uhr: Lappland zu Fuß, Sommer am Polarkreis
1.15 Uhr: 30 Grad unter Null, Winter am Polarkreis
2.00 Uhr: Wo die Berge ins Meer fallen, 100 Jahre Norwegen
2.30 Uhr: Zwischen Bohrinsel und Bauernhof, Die zwei Welten einer Norwegerin
3.15 Uhr: Erdgas vom Nordkap
3.20 Uhr: Gefahr im Eis
3.25 Uhr: Die Gewinner des Klimawandels
3.30 Uhr: Sonnenfest im Eis
3.35 Uhr: Insel aus Feuer und Eis, Von Menschen und Elfen in Island
4.05 Uhr: Durchs alte Kurland, Von Nidden bis Riga
4.35 Uhr: Sternenkunde statt Spionage
4.40 Uhr: Das Gold und die Machos
4.45 Uhr: Harlem goes Herräng
4.50 Uhr: Vier Wände aus Eis
4.55 Uhr: Wer die Kälte liebt, Leben am Polarkreis
5.20 Uhr: Von Eisbären und Einsiedlern, Leben im Hohen Norden

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3sat | 13. September | 5.35 Uhr
Island - Im Bann der Naturgewalten

Gletscher, unter denen aktive Vulkane liegen, kochende Geysire, schwarze Strände und brodelnder Schwefelschlamm: Auf Island demonstrieren die Urkräfte der Natur ihre Macht.

Der Film von Antje Christ zeigt, wie die Bewohner auf der Feuerinsel am Polarkreis mit den ungezähmten Naturgewalten umgehen, und führt zu den magischen Schauplätzen Islands, an denen Elfen und Trolle immer noch das Sagen haben.

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3SAT | 16. September | 10:15 Uhr
Jean Sibelius - Musikgigant aus dem Norden

Der Komponist Jean Sibelius (1865 - 1957) war der bedeutendste Vertreter der nationalen finnischen Musik. Sibelius war ein Patriot und galt als Symbolfigur für Finnlands Kampf um Selbstbestimmung. Der Film von Erkki Toivanen porträtiert den finnischen Komponisten und fragt nach dem Einfluss seiner Arbeiten auf die Musik des ausgehenden 19. Jahrhunderts und der Moderne.

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WDR | Dienstag, 18.09.07 | 07:50 Uhr
Heimat in der Fremde
Vietnamesen in Norwegen

Die Sendung ist Teil einer umfangreichen Koproduktionsreihe der EBU (European Broadcasting Union) mit dem internationalen Titel "People on the Move". Diese Sendereihe ist der Geschichte und den Problemen der vielfältigen Migration von Ausländern in Europa gewidmet. Die Reihe, an der Sendeanstalten aus 10 Ländern beteiligt sind, gibt damit einen umfassenden Einblick in die Geschichte der europäischen Migration: Sie zeigt ihre Bedeutung, die Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten in einer europäischen Gesellschaft, die seit über 40 Jahren "in Bewegung" ist.

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WDR | Donnerstag, 20.09.07 | 07:20 Uhr
Heimat in der Fremde
Ingrier in Finnland

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BR | Donnerstag, 20.09.07 | 22:15 Uhr
Glücksfall Kind
Was wir von anderen lernen können - WELTKINDERTAG

Während sich hierzulande Familienministerin Ursula von der Leyen noch immer für ihre Überzeugung rechtfertigen muss, dass Kleinkinder in Deutschland Krippenplätze brauchen und die Erziehung des Nachwuchses für Mann und Frau keine Karrierebremse Während sich hierzulande Familienministerin Ursula von der Leyen noch immer für ihre Überzeugung rechtfertigen muss, dass Kleinkinder in Deutschland Krippenplätze brauchen und die Erziehung des Nachwuchses für Mann und Frau keine Karrierebremse sein darf, sind andere Staaten in Europa längst viel weiter: In Dänemark etwa ist die Rund-um-die-Uhr-Betreuung der Kleinsten durch staatlich finanzierte Tagesmütter selbstverständlich. Nirgendwo anders in Europa haben so viele Mütter einen Beruf wie in unserem nördlichsten Nachbarland. In Holland verlangen hoch qualifizierte Top-Manager nach einem Teilzeitjob, damit Zeit für die Kinder bleibt. Die klassische Hausfrauenehe gilt in beiden Ländern als überholtes Lebensmodell, das den Anforderungen eines modernen Industriestaates nicht mehr gerecht wird. Die Folge ist, dass die Geburtenrate stetig und seit Jahren nach oben zeigt; Irland beispielsweise hat die höchste in Europa. Was geschieht dort, was hierzulande scheinbar unmöglich ist? Was muss sich in Deutschland ändern, damit es wieder mehr Kinder gibt? Die Autoren unternehmen eine Recherchereise quer durch Europa mit verblüffenden Ergebnissen.

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7 KULTURNOTIZEN AUS DEM NORDEN

DK: Berlin ist Dänemarks südlichster Punkt

Wie die dänische Tageszeitung Politiken berichtet, gewinnt Berlin bei den Dänen immer mehr an Attraktivität. Es heißt, die Dänen lieben die deutsche Hauptstadt und unternehmen Wallfahrten nach Berlin wie nie zuvor, so daß man glauben könnte, Berlin sei Dänemarks südlichste Stadt. Ob bei Touristen, Künstlern oder potentiellen Wohnungskäufern – Berlin steht bei allen ganz oben auf der Wunschliste. Im ersten Halbjahr 2007 stieg die Zahl der Übernachtungen dänischer Besucher um 25 Prozent, im Juli sogar um 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahlen deuten an, daß die Dänen den fünften Platz der ausländischen Besucher einnehmen, nach u. a. Frankreich und der Schweiz. Einer der Hauptgründe für die Attraktivität Berlins als Reiseziel ist, daß es hier fast 50 Prozent billiger ist als in anderen europäischen Hauptstädten wie London. Zudem lockt der Ruf Berlins als Kulturhauptstadt viele Besucher an. (Quelle: Politiken)

IS: Reykjavik hat einen neuen Kulturpalast

Nach umfassenden Renovierungsarbeiten wurde am 18. August das Nordens hus in Reykjavik wieder eröffnet. Alvar Altons architektonisches Glanzstück bildete den Rahmen für das neun Tage andauernde Kulturfestival mit Musik, Tanz, Theater, Autorenlesungen, neuem Zirkus, Diskussionen und Ausstellungen. Alle Musik- und Stilrichtungen waren vertreten, von Klassik über Oper und Jazz bis zu Pop. Um alle Veranstaltungen aufnehmen zu können, wurde vor dem Haus ein 715 Quadratmeter großer Glasdom aufgestellt. REYFI ist eine der größten Kulturveranstaltungen, die seit langem in Island stattgefunden haben. Mehr Informationen über das Programm unter http://www.nordice.is/Reyfi/baeklingur_reyfi/Graphic1.htm. (Quelle: Norden i Veckan)

Norden: Drei Millionen dänische Kronen für nordische Ausstellung

Um nordische Kooperationsprojekte zu fördern, stellt der Nordische Kulturfond Mittel für eine „Nordische Ausstellung des Jahres“ bereit. Der Zuschuß beträgt maximal 3 Mio. DKK und wird alle zwei Jahre vergeben. Gefördert werden Ausstellungsprojekte, die eine nordische Perspektive haben, mindestens drei oder mehr nordische Länder umfassen und sich an ein breites Publikum wenden. Das Thema kann historisch, aktuell oder zukunftsorientiert sein. Die Ausstellung muß in mindestens zwei nordischen Ländern gezeigt werden, gerne auch außerhalb der Region. Mehr Informationen unter http://www.nordiskkulturfond.org.

SV: Keith Richards ist böse auf schwedische Zeitungen

Der Gitarrist der Rolling Stones hat einen Offenen Brief an die schwedischen Zeitungen Expressen und Aftonbladet geschrieben und gefordert, daß sich die Blätter bei ihm entschuldigen sollen. Der Grund: Die Besprechungen eines Stones-Konzertes im Ullevi-Stadion am 3. August. Noch nie zuvor habe er sich über einen Konzertbericht geärgert. Die 56.000 Fans hätten entgegen der Berichterstattung ein sehr gutes musikalisches Erlebnis gehabt. Markus Larsson vom Aftonbladet will sich jedoch nicht für seinen Text entschuldigen. Er sagt, daß sich Keith Richards für das „mittelmäßige Konzert“ entschuldigen solle.
(Quelle: Danmarks Radio)

BALT: Estland, Lettland und Litauen bekommen die Inflation nicht in den Griff

Laut einem Bericht der PRESSE haben die baltischen Länder mit einer sprunghaft steigenden Inflation zu kämpfen. Auf den ersten Blick gehe es den Balten so gut wie nie zuvor. „Die Löhne wachsen, getrieben von einem Wirtschaftswachstum um die zehn Prozent, in gigantischem Tempo: Esten und Litauer verdienen derzeit um ein Fünftel mehr als noch vor einem Jahr, die Letten haben sogar um ein Drittel mehr im Lohnsackerl. Der Privatkonsum wächst sogar noch schneller – er ist zusätzlich von einem Kredit-Boom getrieben. Das hohe Wirtschaftswachstum sorgt auch für eine stetig sinkende Arbeitslosigkeit – freilich zusammen mit der Emigration junger Balten in EU-Staaten, die ihre Grenzen geöffnet haben. In Lettland sind derzeit 5,8 Prozent ohne Job, in Litauen und Estland sogar unter drei Prozent.“ In Lettland habe sich die Teuerungsrate im Juli auf 9,5 Prozent erhöht, in Estland auf 6,4 und in Litauen auf 5,1 Prozent. Schon seit Monaten warnten Ökonomen davor, dass die Wirtschaft im Baltikum, vor allem in Estland und Lettland, überhitzt. Das Ergebnis könnte eine „harte Landung“ sein – also eine veritable Wirtschaftskrise. So sehe auch der Chef der lettischen Zentralbank, Ilmars Rimservics, Anzeichen für eine Überhitzung der Wirtschaft. „Weitere Lenkungsmaßnahmen der Regierung sind notwendig“.

Neben der Inflation sei das dringendste Problem der Höhenflug der Wohnungspreise. „In Riga beispielsweise lagen die Wohnungspreise im ersten Quartal um 61 Prozent höher als 12 Monate zuvor. Eine 80-Quadratmeter-Wohnung in guter Lage schlägt sich mit umgerechnet 1800 Euro im Monat zu Buche – also fast doppelt so viel wie etwa in Wien. Das Einkommen der Letten ist aber um mehr als die Hälfte niedriger.“
Der boomende Privatkonsum bringe ein weiteres Problem: Die Importe von westlichen Konsumgütern übersteigen die Exporte bei weitem. Ökonomen halten eine Dauerkrise wie in Portugal für wahrscheinlich – wo dem rasanten Aufholprozeß nach dem EU-Beitritt eine jahrelange Stagnation folgte.
(Quelle: Die Presse)

DK: Amerikanischer Filmemacher lobt das dänische Gesundheitssystem

Anläßlich der Präsentation seines neuen Filmes „Sicko“ in Dänemark hat der amerikanische Regisseur Michael Moore das dänische Gesundheitssystem gelobt. Zwar gebe es in Dänemark auch Probleme, doch „ihr habt den Grundglauben, daß ein Mensch, der krank ist, ein Menschenrecht darauf hat, einen Arzt zu sehen. Wir in den Vereinigten Staaten sehen dies als ein Privileg an.“ Er warnte davor, den Weg der Privatisierung zu gehen. „Das Wort Profit darf niemals in Zusammenhang mit der Sorge um Menschen genannt werden.“ Moore rief dazu auf, das dänische Wohlfahrtssystem zu erhalten.
(Quelle: Danmarks Radio)

Ostsee: Neue Route für Pipeline

Wegen der Munitionsbelastung des Meeresbodens südlich von Bornholm nimmt das deutsch-russische Konsortium Nord Stream Korrekturen am Verlauf der künftigen Ostsee-Pipeline vor. Geplant sei ein neuer Routenverlauf der Erdgaspipeline nördlich der dänischen Insel Bornholm. Durch die neue Strecke werde der Abstand zu den bekannten Munitionsresten aus dem Zweiten Weltkrieg südlich von Bornholm erhöht. Mit der Trassenkorrektur verlängert sich die rund 1200 Kilometer lange Pipeline um acht Kilometer. Umweltverbände hatten den ursprünglich geplanten Trassenverlauf scharf kritisiert. Nach Angaben des BUND lagern vor Bornholm und Gotland mindestens 40 000 Tonnen Kampfstoffmunition. Zudem gibt es laut BUND glaubwürdige Hinweise, dass in den 1970er Jahren mehrere hunderttausend Tonnen Kampfstoffmunition in der Ostsee versenkt worden sind. Die neue Trassenführung streife aber ein Risikogebiet, in dem durch die dänische Grundschleppnetzfischerei Senfgasbomben verschleppt worden seien.

FI: Der älteste Baum Finnlands ist ...

... eine Kiefer. Tuomo Wallenius hat den 780 Jahre alten und 50 Meter hohen Nadelbaum entdeckt. Die Kiefer war im vergangenen Jahr bei einer Waldbrand-Erkundungsmission über Lappland erstmals gesichtet worden, wie das Forschungsinstitut Metla mitteilte. Das Alter des Baumes konnte mit Hilfe eines Stammstückes festgelegt werden, das die Wissenschaftler entnommen hatten. Für eine Kiefer habe die Pinus sylvestris ein stattliches Alter erreicht, befinde sich allerdings nicht gerade in Bestform: "Es ist schwierig zu sagen, wie lange sie noch leben wird." Besonderen Schutz braucht der Baum nicht: Er steht im finnisch-russischen Grenzstreifen, zu dem der Zugang strikt verboten ist.
(Quelle: Der Standard)

SV: Mohammed und die Freiheit der Kunst

Schweden hat eine neue Diskussion um Mohammed-Karikaturen. Nachdem sich mehrere Museen des Landes wegen Sicherheitsbedenken geweigert hatten, die Bilder des Künstlers Lars Vilk auszustellen, die u. a. den Propheten als Hund zeigen, druckte die Zeitung Nerikes Allehanda die Zeichnungen ab und eröffnete damit eine erregte Diskussion um Kunst- und Meinungsfreiheit. Debattiert wurde zunächst in den großen schwedischen Blättern und im Reichstag. Mittlerweile aber hat das Ganze sogar die diplomatische Ebene erreicht. (Quelle: FAZ)

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