Berlin, Oktober 2006

Liebe Freunde des Kulturhus Berlin e.V.,

Island und Dänemark - die beiden kleinen skandinavischen Länder im NORDISCHEN FILMKLUB ganz groß: Frisch aus Dänemark kommt „Efter brylluppet“. Susanne Bier (Open hearts) verfilmte das Drehbuch von Anders Thomas Jensen (Adams Äpfel) und landete damit in diesem Jahr mal wieder an Dänemarks Kinospitze. Ein großer Erfolg im isländischen Kino war der Streifen „Hafið“. Er wurde mit insgesamt acht isländischen Kinopreisen ausgezeichnet. Mehr zu beiden Filmen im Newsletter.

Wir versorgen Sie mit der Besprechung eines neuen dänischen Buches, dessen Autoren Sie in diesem Monat in Berlin treffen können und informieren über die skandinavischen Filme, die auf den NORDISCHEN FILMTAGEN in Lübeck zu sehen sind. Wie immer bei uns Veranstaltungshinweise für Skandinavisches in Berlin und die Kulturnotizen aus dem Norden.

Auf unseren November-Newsletter müssen Sie noch warten, aber so viel schon mal: Im Gespräch mit KULTURHUS BERLIN sind die beiden schwedischen Schauspieler Peter Haber und Mikael Persbrandt, die als Martin Beck und Gunvald Larsson in den neuen Krimis des ZDF zu sehen sein werden.

Aber erst einmal viel Vergnügen in diesem Monat.
Ihr Kulturhus Berlin e.V.

Inhalt

1 Vorschau
NORDISCHER FILMKLUB

2 Nachgefragt
Nordische Filmtage in Lübeck – Interview mit Linde Fröhlich

3 Ankündigung
Kristian Ditlev Jensen liest aus seinem Debütroman „Leibspeise“

4 Tipps und Termine

5 Der Norden im TV

6 Kulturnotizen aus dem Norden

 

1. Vorschau

NORDISCHER FILMKLUB

Der NORDISCHE FILMKLUB zeigt Filme aus Nordeuropa. Schwerpunkt bildet in der Programmreihe 2006/2007 das aktuelle nordische Kino. Der NORDISCHE FILMKLUB findet im Felleshus der Nordischen Botschaften statt, Rauchstraße 1, 10787 Berlin.

Weitere Informationen: www.kulturhus-berlin.de/kultur/kultur.htm

Szene des Films
Bild vergrößern

4.10.2006 | 19:00 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften
Hafið / Die See
Island 2002, Baltasar Kormákur, 104 Min., isländisch mit engl. UT
Mit: Gunnar Eyjólfsson, Hilmir Snær Gudnason, Hélène de Fougerolles, Elva Ósk Ólafsdóttir, Sigurdur Skúlason, Gudrun Gísladóttir, Sven Nordén, Nína Dögg Filippusdóttir, Kristbjörg Kjeld, Herdís Thorvaldsdóttir

Ein abgelegenes Fischerdorf an der Ostküste Islands: Die meisten Dorfbewohner arbeiten für den Betrieb, der dem alteingesessenen Thordur gehört. Er muß die Nachfolge seines angeschlagenen Fischereibetriebes regeln und ruft seine drei Kinder zu sich. Zwei Generationen mit unterschiedlichen Wertvorstellungen treffen aufeinander: Die Kinder wollen sich nicht um Fischerei kümmern und haben andere Pläne, als die veraltete Fabrik zu übernehmen. Thordur, der sein Lebenswerk bedroht sieht, ist nicht bereit, seine Firma herzugeben. Das Familientreffen wird zu einem schonungslosen Kampf um Geld und Macht, bei dem es bald um mehr als den Verkauf der Firma geht.

Szene des Films

1.11.2006 | 19:00 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften
Efter brylluppet / Nach der Hochzeit
DK 2006, Susanne Bier, 124 Min., dänisch mit engl. UT, Mit: Mads Mikkelsen, Sidse Babett Knudsen, Rolf Lassgård, Christian Tafdrup

Nach den preisgekrönten Filmen „Brødre“ und „Open hearts“ erzählt Susanne Bier erneut eine dramatische Familiengeschichte, die 2006 in Dänemark zum Kinoerfolg des Jahres wurde. Jacob leitet ein Kinderheim im indischen Bombay. Er ist Däne, wohnt aber seit langem nicht mehr in Dänemark. Sein Heim soll geschlossen werden, denn es fehlt Geld. Rettend taucht der dänische Geschäftsmann Jørgen auf. Er bittet Jacob nach Dänemark, wo er eine großzügige Unterstützung für sein Heim bekommen soll. Jacob wird eingeladen zur Hochzeit von Jørgens Tochter und muß eine Entdeckung machen, die sein ganzes Leben umwirft: Jørgens Frau Helene ist Jacobs große Jugendliebe und die junge Braut seine eigene Tochter.

[nach oben]

Linde Fröhlich
Bild vergrößern

2 Nachgefragt

NORDISCHE FILMTAGE in Lübeck – Interview mit Linde Fröhlich

Linde Fröhlich ist Leiterin der 48. Nordischen Filmtage Lübeck. Das Publikumsfestival gilt als das in Deutschland wichtigste seiner Art für den aktuellen Film aus Skandinavien und dem Baltikum. Vom 1. bis zum 5. November werden in der Hansestadt die neuesten Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus Dänemark, Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, Norwegen und Schweden vorgestellt. Daneben gibt es ein umfangreiches Kinder- und Jugendprogramm und eine Retrospektive, die wichtigen Epochen, bestimmten Genres oder bedeutenden Persönlichkeiten der Filmgeschichte gewidmet ist.

KULTURHUS BERLIN: Was unterscheidet Ihrer Meinung nach den aktuellen skandinavischen Film von dem, was derzeit in Deutschland produziert werden?

Linde Fröhlich: Generell zeichnen sich die aktuellen skandinavischen Filme durch starke Geschichten aus. Aus Skandinavien kommen Filme, die direkt Fragen des menschlichen Miteinanders behandeln. Fragen der Familie, der Integration, es geht um Außenseiter der Gesellschaft, um Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts, der in den skandinavischen Ländern ein anderer ist als in Deutschland.
In den skandinavischen zeitgenössischen Produktionen spiegelt sich eine Haltung wider, die aus dem gesellschaftlichen Miteinander resultiert, und mitunter skurrile bis groteske Elemente enthält. Das ist meiner Meinung nach der Unterschied zu den aktuellen Produktionen aus Deutschland, wo man eher auf traditionellere Themen setzt. Ein Film wie „Adams Äpfel“, der aus Dänemark kommt und jetzt in Deutschland so erfolgreich ist, wäre als deutsche Produktion derzeit kaum vorstellbar.

KULTURHUS BERLIN: Welche Haltung steht dahinter?

...

[Mehr? – Das komplette Interview von Ulrike Schulz mit Linde Fröhlich können Sie auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de lesen.]

Mehr Infos zum Programm: www.filmtage.luebeck.de

[nach oben]

Cover von Leibspeise

3 Ankündigung

Kristian Ditlev Jensen liest aus seinem Debütroman „Leibspeise“,
es moderiert seine Übersetzerin Sigrid Engeler

Lesung: Dienstag, 10. Oktober, 20 Uhr
Ort: Literarisches Colloquium Berlin, Am Sandwerder 5
(Nähe Wannsee, gut zu erreichen mit S- oder Regionalbahn)
Eintritt: 6 EUR / 4 EUR

Nachdem Kristian Ditlev Jensen bereits 2004 mit der Übersetzung seiner autobiographischen Arbeit „Ich werde es sagen. Geschichte einer missbrauchten Kindheit“ auf dem deutschen Buchmarkt in Erscheinung getreten ist, präsentiert er dem deutschen Publikum nun seinen ersten Roman. „Leibspeise“, 2006 bei Hoffmann & Campe erschienen, wurde auf der Kopenhagener Buchmesse mit dem Preis für das beste Debüt ausgezeichnet und hat seine Platzierung in Deutschland nicht zuletzt der ambitionierten Fürsprache Hans Magnus Enzensbergers zu verdanken, der Kristian Ditlev Jensen als einen „Meister“ bezeichnete, der „federleicht an einer Tragödie“ schreibe.

Tatsächlich zeichnet sich Jensens „Leibspeise“ durch das Gegeneinander von Genuss und Verzweiflung aus: Der Restaurantkritiker Robin McCoy lebt für seinen guten, ja seinen exzellenten Geschmack. Er lässt sich das Leben auf der Zunge zergehen und ist überdies in der Lage, seine Geschmackserlebnisse so mitzuteilen, dass auch seine Leser plötzlich innehalten, den Kaffeebecher beiseite stellen und erstmal überlegen, was sie da eigentlich trinken. Auf keinen Fall einfach Kaffee. Tragisch aber wird es für McCoy immer dann, wenn die Welt Geruch, Farbe, Geschmack verliert, zu einer grauen undefinierbaren Masse wird, wenn Brot einfach nach Brot und damit nach gar nichts mehr schmeckt. Das aber ist dann der Fall, wenn ihn die Erinnerung an den Selbstmord seiner Freundin ereilt. Plötzlich und unentrinnbar.

Kristian Ditlev Jensen riskiert mit seinem Buch die Gratwanderung detailverliebter Beschreibung. Er schmeckt die feinsten Nuancen des Lebens und lädt seine Leser zur Aufmerksamkeit für das Einzelne ein. Ob das einen Roman von über 400 Seiten trägt, darf gefragt werden. Ganz sicher aber trägt es für eine Lesung im Literarischen Colloquium Berlin, nach der im Anschluss ein guter Rotwein sein Bouquet vielleicht ganz anders entfalten kann als vorher.

Sophie Wennerscheid

[nach oben]

 

4 Tipps und Termine

Soininvaara
Bild vergrößern

4.1 Lesung

9. Oktober | 19 Uhr | Finnland-Institut
Taavi Soininvaara "Finnisches Quartett" (Kriminalroman)
Zweisprachige Lesung mit Taavi Soininvaara, übersetzt von Elina Kritzokat

Ein rasanter Krimi um die Ölreserven der Erde, amerikanische Energiepolitik und einen Ermittler, der mit Herz und Verstand seinen schwersten Fall lösen wird.

Finnland-Institut
Georgenstraße 24
10117 Berlin
Eintritt frei!

Kooperation Finnland-Institut, Hammett-Krimibuchhandlung und Gustav-Kiepenheuer-Verlag

[nach oben]

 

4.2 Gesellschaft/Politik

11.10.2006 | 19 Uhr
Sicherheit im Ostseeraum
Vortrag Dr. Axel Krohn

Veranstaltung im Rahmen der monatlich stattfindenden „Ostseegespräche“, organisiert von der Forschungsgruppe Nordeuropa (FOR:N) des Nordeuropainstitutes der HU Berlin.

FOR:N am Nordeuropa-Institut
Hegelplatz 2
Haus 3, Raum 3.231 „Henrik Steffens“

[nach oben]


Bild vergrößern


Bild vergrößern

4.3 Veranstaltung für Kinder

01.10. | 15 Uhr | Puppenkomödie Berlin
"Däumelinchen - flieg mit mir ins Blumenland"
Farbschemen-Puppenspiel nach Hans Christian Andersen

Däumelinchen, in einer Blüte geboren, muss viele Abenteuer bestehen. Die alte Kröte will sie ihrem Sohn geben, aber die Fische befreien sie und sie lernt den Schmetterling kennen. Doch da wird sie plötzlich von dem liebestollen Maikäfer entführt. Bei der Feldmaus findet sie dann endlich Unterschlupf. Der wohlhabende Nachbar Maulwurf verliebt sich in Däumelinchen und will sie heiraten. Nie mehr Licht, nie mehr Vögelgezwitscher und Wärme? Die Schwalbe Quivit hilft Däumelinchen. Gemeinsam fliegen sie in ein schönes, fernes Land. Dort wartet der Blütenprinz auf Däumelinchen, und es geht ihr sehnlichster Wunsch in Erfüllung: Sie wird Blütenkönigin. Eine sensible, poetische Geschichte für Mädchen und Jungen, voller Romantik und mit sozialem Hintergrund, eindrucksvolle Dialoge und Liedtexte in einer filigranen, farbigen Schattenspiel-Technik von der übersprühenden Lebendigkeit eines kleinen Wesens mit seinen Sehnsüchten und Hoffnungen, für Zuschauer von 4 bis 13 Jahren und für Erwachsene.

Theater Mirakulum - Puppenkomödie Berlin
Brunnenstr. 35
10115 Berlin
Tel: (030) 4 49 08 20
Fax: (030) 4 49 14 80

[nach oben]

 

 

4.4 Ausstellung

Kierunek Z / Richtung Zamosc
Fotoarbeiten von Tadeusz Rolke und Marta Kilinska
Texte von Andreas Rostek
noch bis zum 20. Oktober

Ein polnischer Fotograf, ein deutscher Autor und eine junge Studentin werfen einen Blick auf eine kleine Stadt irgendwo am Rande der Zeit und am Rande Europas - Zamosc. Die Stadt ist alt und jung gleichzeitig, und Europa geht weiter als seine derzeitigen Grenzen zeigen.

Polnisches Institut Berlin
Burgstrasse 27
10178 Berlin
T.: 24 75 81 - 0

[nach oben]

 

4.5 Film

5.-10.10.2006
Baltic Film Festival Berlin

Das Baltic Film Festival widmet sich dem aktuellen Filmschaffen der drei EU-Staaten Estland, Lettland und Litauen. Gezeigt werden Filme aus den Sparten Spielfilm, Animationsfilm und Dokumentarfilm.

weitere Informationen: www.balticfilmfestivalberlin.net

Kino Babylon Mitte (an der Volksbühne)

[nach oben]

Szene aus Männerhort

4.6 Theater/Komödie

Wieder im Programm: 1., 3., 4., 5., 6., 7. und 8. Oktober (18 oder 20 Uhr)
Männerhort
Komödie von Kristof Magnusson

Helmut, Eroll und Lars Rudolph haben sich im Heizungskeller eines Einkaufszentrums einen Rückzugsraum eingerichtet. Dorthin verschwinden sie immer samstags, kurz vor Ende des Einkaufsbummels, auf der Flucht vor ihren einkaufslustigen Frauen. Neben Dosenbier, Fernsehen und dem Fachsimpeln über technisches Gerät bestimmen lediglich Frauen auf Hochglanzpapier ihre Idylle. Diese wird empfindlich gestört, als der vermeintliche Brandschutzexperte Mario ihren Hort der Männlichkeit entdeckt und droht, sie zu verraten.
Eine schwarze Komödie.

Theater und Komödie am Kurfürstendamm
Kurfürstendamm 206-209
10719 Berlin Charlottenburg

[nach oben]


5 Der Norden in TV


Bild vergrößern

NDR | 3.10. | 6.35
Die Olsenbande fährt nach Jütland (Olsen-Banden i Jylland)
Spielfilm, Dänemark 1971, Regie: Erik Balling
-------

MDR | 4.10. | 20.15 Uhr (auch über Satellit)
Olsenbandenfantreffen in Thisted
Sachsenspiegel Reportage

Am Anfang steht ein Plan. Diesmal zwar nicht von Egon Olsen, sondern von Paul Wenzel und Steffen Paatz, den Vorsitzenden des Olsenbandenfanclubs Deutschland. Aber dafür wird der Plan funktionieren. Paul und Steffen packen ihre Hebammentaschen à la Kjelt und reisen im August von Leipzig nach Jütland, Dänemark. Wie schon die Olsenbande, der Kinokult um das Ganoven-Trio Egon, Benny und Kjelt, im Sommer 1971 nach Jütland reiste, um sich in den dortigen Bunkeranlagen bis zu einem Goldschatz der Nazis vorzusprengen. Denn die zwei Leipziger sind die Organisatoren eines großen Fantreffens! Im Städtchen Thisted treffen Steffen und Paul viele Hundert Gleichverrückte. Die SACHSENSPIEGEL REPORTAGE "Mächtig gewaltig - Die Olsenbande ist Kult!" begleitet die Fans auf allen Wegen, geht dem Mythos um die Tresorknacker-Gang amüsant auf den Grund, spricht mit Morten Grunwald alias Benny über Gnade und Gnadenlosigkeit des Lebens und die Dreharbeiten vor 35 Jahren.
-------

Arte | 6.10. | 08:35 + 14:30
Chic Freitagsspecial Schweden
Magazin, Wiederholung vom 29.09.
-------

NDR | 10.10. | 12.45
Norwegens wilde Küche (4)
Lom – Die Provinz des Nordens
Von und mit Andreas Viestad
-------

RBB | 13.10, 21 Uhr
Zwischen Bohrinsel und Bauernhof: Die zwei Welten einer Norwegerin
Film von Tilmann Bünz

Die Norwegerin Aase Abrahamsen ist die Frau von der Bohrinsel. Sie pendelt zwischen zwei Welten: dem Kontrollraum auf Aseberg mitten in der Nordsee und dem Bauernhof mit Ehemann und drei Kindern daheim. Der Rhythmus ist eisern: zwei Wochen Schicht, vier Wochen frei. Aase Abrahamsen ist Sicherheitschefin. Windstärke 12 und 30 Meter hohe Wellen lassen sie kalt. Gasgeruch ist die größte Gefahr. Ihrer erfahrenen Nase vertraut sie mehr als allen Armaturen im Kontrollraum. Immer zwei Wochen am Stück überwacht sie den Stahlkoloss. Dann geht es zurück an Land. Aase Abrahamsen arbeitet für Norwegens Wohlstand, dem einzigen schuldenfreien Land Europas, und verdient an Bord dreimal soviel wie ihr Mann, der Landwirt. Das könnte in anderen Ehen ein Problem sein, nicht so im emanzipierten Norwegen. Der Film zeigt das berufliche und private Leben der Frau von der Bohrinsel: den harten Job der Ölarbeiter bei allen Wetterlagen, die exzellente Küche, die Spannungen zwischen den Geschlechtern, das Schnarchproblem in engen Kabinen, die Übungen im Rettungsboot, das im Ernstfall von der Plattform dreißig Meter in die Tiefe schießt. Und er zeigt die Familie von Aase Abrahamsen, die auf einem idyllischen Bauern nicht weit vom Fjord an Land lebt.
-------

NDR | 17.10. | 12.45
Norwegens wilde Küche (5)
Kristiansand – Sommerküche an der Küste

Von und mit Andreas Viestad
-------

Arte | 23.10 | 22:35
50 Stunden bis Kabul
Dokumentarfilm, Dänemark 2005, Erstausstrahlung, Synchronfassung
Regie: Magnus Bejmar, Simone Aaberg Kaern
-------

NDR | 24.10 | 12.45
Norwegens wilde Küche (6)
Oslo – Mitsommermenü am Fjord

Von und mit Andreas Viestad
-------

NDR | 25.10. | 8.00
Weltbilder kompakt
Finnland
-------

RBB | 28.10. | 01.50 Uhr
Crossroads - Blues. Rock. Roots. Washington
Mit Rune Simonsen (Gesang, Gitarre), Esko Pedersen (Schlagzeug), Andreas Hoyer (Bass)

WASHINGTON sind ein junges Trio aus dem norwegischen Tromso. Ihr charismatischer Sänger und Komponist Rune Simonsen wird bereits in einem Atemzug mit Tim Buckley, Thom Yorke oder Tom McRae genannt. Dementsprechend gelten WASHINGTON in ihrer Heimat schon nach nur einem Album („A New Order Rising”) als große Pop-Hoffnung jenseits des Mainstreams. Ihre weit ausholenden, in Melancholie schwelgenden Melodien erinnern zuweilen an britische Vorbilder (Coldplay, Starsailor, Radiohead), bedürfen allerdings keiner Vergleiche: Hier wächst etwas heran, von dem man noch hören wird.
-------

NDR | 31.10. | 6.35
Die Olsenbande und ihr großer Coup (Olsen-Banden Store Kup)
Spielfilm, Dänemark 1972, Regie: Erik Balling
-------

[nach oben]


6 Kulturnotizen aus dem Norden

DK: Dänen sind am glücklichsten
Nachdem sich Dänemarks Bürger bei Umfragen jahraus, jahrein als die mit Abstand glücklichsten Menschen aller EU-Länder erwiesen haben, stürmen sie nun auch an die Weltspitze: Dänemark ist das glücklichste Land der Welt. Zu diesem Ergebnis kommt eine britische Studie, die auf Daten von 178 Ländern beruht. Als Glücksfaktoren gelten danach Gesundheit, Wohlstand und Bildung. Die Dänen schätzen sich da besonders glücklich, gefolgt von den Schweizern und Österreichern, Island, den Bahamas, Finnland und Schweden. Deutschland landet nur auf dem 35. Platz, ganz schlecht schneiden die asiatischen Staaten ab. Japan kam auf dem 90. und Indien auf dem 125. Platz in der Glücklichkeitsskala.
(Quelle: NDR-Ostseemagazin)

SV: Ingmar Bergman verärgert
Der schwedische Regisseur Ingmar Bergman ist erzürnt. Er ärgert sich über die fiktive und freizügige Darstellung seines Liebeslebens in einem neuen Roman seines Landsmannes Alexander Ahndoril. In der Stockholmer Zeitung „Aftonbladet“ bezeichnete Bergman die Passagen als beleidigend und demütigend. In seinem Buch schildert Ahndoril die Beziehung des 88jährigen zu der heute 84jährigen Pianistin Käbi Laretei Anfang der 60er Jahre. Der angegriffene Autor, der übrigens nie mit seinem Romanhelden gesprochen hat, verteidigt sich: Bergman müsse besser als jeder andere die Voraussetzungen für solche künstlerische Arbeit kennen.
(Quelle: Deutschlandradio Kultur)
Ingmar Bergman und Sven Nykvist SV: Bergmans Kameramann gestorben
Der schwedische Kameramann Sven Nykvist ist nach längerer Krankheit in Stockholm im Alter von 83 Jahren gestorben. Nykvist hatte sich vor allem durch die Filme des Regisseurs Ingmar Bergman international einen Namen gemacht. Er führte in allen Filmen Bergmans die Kamera. Nykvist erhielt für den letzten Bergman-Spielfilm "Fanny und Alexander" 1983 seinen zweiten Oscar nach "Schreien und Flüstern" zehn Jahre zuvor und ebenfalls unter Bergmans Regie. Er arbeitete mit zahlreichen Regisseuren wie Louis Malle, Woody Allen, Richard Attenborough, Roman Polanski sowie seinem schwedischen Landsmann Lasse Hallström zusammen. 1991 führte Nykvist selbst Regie im Spielfilm "Der Ochse".
(Quelle: ORF)
  DK: Kulturnacht in Kopenhagen, Århus und Aalborg
Am 13. Oktober haben in den dänischen Städten Kopenhagen, Århus und Aalborg wieder die Museen, Kirchen, Theater, Galerien und Buchhandlungen bis 24 Uhr geöffnet. "Kulturnatten" (Kulturnacht) ist eine gute Gelegenheit, den einen oder anderen dänischen Autoren, Schauspieler oder Einwohner kennenzulernen, viele kulturelle Ereignisse und eine einmalige nächtliche Atmosphäre zu erleben. Der Kulturpass, der zwischen sieben und zehn Euro kostet, ist neben dem freien Eintritt in Århus und Kopenhagen gleichzeitig Fahrschein für den öffentlichen Nahverkehr. Die Karten kosten in Aalborg 50 Kronen (sieben Euro), in Århus 60 Kronen (acht Euro) sowie 70 Kronen (zehn Euro) in Kopenhagen. Das Programm ist zu finden:
http://www.kulturnatten.dk
http://www.kulturnataarhus.dk
http://www.kulturnatten.com
  NO: Olympia 2018 in OSLO UND LILLEHAMMER?
Die norwegischen Städte Oslo und Lillehammer haben eine gemeinsame Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018 beschlossen. Auf nationaler Ebene konkurrieren die beiden Städte dabei mit Trondheim in Mittelnorwegen und Tromsø im Norden des Landes. Das nationale Auswahlkomitee Norwegens wird am 19. Februar 2007 darüber entscheiden, welchen dieser drei Bewerber es ins internationale Rennen um den Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2018 schicken wird. Oslo war schon 1952, Lillehammer 1994 Ausrichter der jeweiligen Olympischen Winterspiele.
(Quelle: Eurosport)
 

BALT: Lettin als UN-Generalsekretärin?
Die politischen Führungen der baltischen Staaten haben die lettische Präsidentin Vike Freiberga offiziell als Kandiatin für den Posten der UN Generalsekretärin nominiert. Der estnische Außenminister Urmas Paet bestätigte die Wahl und sagte, dass die gemeinsame Unterstützung Freibergas durch alle baltischen Staaten sehr wichtig sei. Der jetzige UN Generalsekretär Kofi Annan wird nach seiner zweiten fünfjährigen Amtsperiode am Ende des Jahres ausscheiden. Der nächste Generalsekretär wird vom UN Sicherheitsrat innerhalb der folgenden Monate gewählt.
(Quelle: Baltic Times)

 

DK: Kierkegaards Hauptwerk wird versteigert
Das Kopenhagener Auktionshaus Bruun Rasmussen wartet am 12. Dezember mit einer kulturhistorischen Sensation auf. Versteigert wird eine Zweitausgabe des weltberühmten „Enten – Eller“ („Entweder – Oder“) von Sören Kierkegaard. Dieses Buch ist sehr viel seltener als eine Erstausgabe. Es heißt, dass es sich dabei um ein H.C. Andersen gewidmetes Exemplar handelt, von dem man zwar wußte, dass es existiert, das aber lange verschwunden war und somit Gegenstand von weltweitem Interesse ist. Der Wert des Buches, das viele Jahre diskret im Bücherregal einer Kopenhagener Familie ruhte, wurde vorsichtig auf 100.000 Kronen (ca. 134.190 €) geschätzt, soll aber bei der Auktion weitaus mehr einbringen. (Quelle: Politiken, 26.09.2006)

[nach oben]

Mit besten Grüßen,
Kulturhus Berlin e.V. und Förderverein des Kulturhus Berlin e.V.
Dieser Newletter informiert in regelmäßigen Abständen über Veranstaltungen und Aktivitäten des Kulturhus Berlin e.V.
Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der Informationen.

Wollen Sie diesen Newsletter abbestellen, schicken Sie uns bitte eine kurze Mail an
newsletteratkulturhus-berlin.de
.

Werden Sie Mitglied im Förderverein und nutzen Sie den Vorteile eines besseren nordeuropäischen Kultur- und Wissensangebotes in Berlin! Informationen zum Förderverein unter www.kulturhus-berlin.de/wir/wir.htm