Berlin, Oktober 2007

Liebe Freunde und Freundinnen des KULTURHUS BERLIN,

es ist so weit: Wir haben für Sie die neuen Filme – aus Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Island. Aktuell und im Original. Der NORDISCHE FILMKLUB startet am 10. Oktober. Mit der ausgesprochen amüsanten dänischen Komödie „Direktøren for det hele – Der Boss vom Ganzen“, die von Dänemarks bekanntestem Regisseur – Lars von Trier – stammt. Alle – wirklich sehenswerten – Filme stellen wir Ihnen in unserem Newsletter sowie unter www.kulturhus-berlin.de vor.

KULTURHUS BERLIN empfiehlt Ihnen ein neues dänisches Stück an der Berliner Schaubühne. Wir laden Sie ein zu den Berliner Krimitagen, die in diesem Jahr zahlreiche isländische Krimiautoren zu Gast haben. Im Felleshus der Nordischen Botschaften werden 2 neue Biografien vorgestellt: am 4. Oktober wird der Abend dem isländischen Literaturnobelpreisträger Halldór Laxness und am 23. Oktober dem Abenteuerer Roald Amundsen gewidmet. Junge finnische Musiker der Sibelius-Akademie werden in Berlin zu Gast sein. Und eine neue Ausstellung über norwegisches Design öffnet ebenfalls im Oktober.

Bevor wir aber am 14. November mit einem großen Tusch und einem bunten Filmabend Astrid Lindgrens 100. Geburtstag im Felleshus feiern, können Berliner Kinder noch im ganzen Oktober Lindgren-Abenteuer erleben. Mit „Hej Astrid!“ – dem Jubiläumsprojekt des KULTURHUS BERLIN.

Der Oktober wird schön!
Ihr KULTURHUS BERLIN

Inhalt

1 VORSCHAU: Veranstaltungen des KULTURHUS BERLIN

2 RÜCKBLICK

3 THEMA: Die neue Oper in Oslo – nach heftigen Debatten steht sie nun

4 REZENSIONEN:

5 TIPPS & TERMINE

6 DER NORDEN IM TV

7 KULTURNOTIZEN AUS DEM NORDEN

 

1 VORSCHAU: Veranstaltungen des KULTURHUS BERLIN

1.1 NORDISCHER FILMKLUB: Das neue Programm ist da! – KULTURHUS BERLIN und die Nordischen Botschaften laden ein

Flyer Filmklub 2007/2008Wir zeigen: Viele neue skandinavische Produktionen, die in den nordischen Ländern außerordentliche Erfolge wurden und in Deutschland noch nicht auf der Leinwand zu sehen waren. Darunter der für den Oscar nominierte dänische Film „Kunsten at græde i kor“ [Die Kunst, im Chor zu weinen], der dritte und letzte Elling-Film des norwegischen Erfolgsregisseurs Peter Næss oder der finnische Kinofilm über den einstigen Weltklasse-Skispringer Matti Nykänen.

Start: 10. Oktober, 19 Uhr, im Felleshus der Nordischen Botschaften
Erstmals zu sehen in Berlin:
Direktøren for det hele – Der Boss vom Ganzen (Lars von Trier)

Alle Filme und das komplette Programm des NORDISCHEN FILMKLUB finden Sie auf www.kulturhus-berlin.de.

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1.2 HEJ ASTRID!

Aufbau der HolzhütteWaffeln mit SahneHolzspielzeug im Schraubstock

Am 18. September wurde mit Kindern und Lehrern der Heinrich-Seidel-Grundschule die "Märchenhütte" aufgebaut und mit einer kleinen Lesung eingeweiht. Danach konnten Nils-Karlsson-Däumling- und Bertil-Stabpuppen, Lesezeichen und bunte Teller mit Textausschnitten aus Astrid Lindgrens Büchern gebastelt werden.

Die "Krachmacher" eroberten ihre Holzhütte am 25. September. Mit frisch gebackenen Waffeln á la Bullerbü und Limonade wurde in der Kita Gottschedstraße 28 gefeiert.

Im Olof-Palme-Jugendzentrum hatten die Kinder viel Spaß daran, Holzspielzeuge zu basteln – so z.B. ein kleines Musikinstrument, das an einem langen Faden im Kreis gewirbelt wird und dabei wie eine Biene summt.

Weitere Workshops und Veranstaltungen im Rahmen von "Hej Astrid!" im Oktober lesen Sie unten. Der Eintritt ist zu allen Veranstaltungen frei, eine Voranmeldung ist allerdings notwendig:

1. und 5. Oktober
Knirpsschweinchen oder Kleiner Onkel
Wesen aus Astrids Bücherwelt – Arbeiten mit Ton

1. und 4. Oktober
Nils Karlsson Däumling
erzählt von Ilka Sonntag, mit Musik von Michael Waterstradt (Kontrabass)

4./11. und 18. Oktober
Abenteuer im Mattiswald
Räuberpizza backen, Stücke für die Räuberkostüme filzen, Ölfasstrommeln und Räuberlieder lernen...

5. und 17. Oktober
Pippi Langstrumpfs Lügengeschichtenkoffer
Schreibwerkstatt

8. und 12. Oktober
Darauf kann ich pfeifen
Okarinas selbst formen und gestalten – Arbeiten mit Ton

Oktober – November
Pippi auf Weltreise – Wir reisen von Schweden ins Taka-Tuka-Land

Ausführliche Informationen und weitere Termine finden Sie auf unserer Website unter www.kulturhus-berlin.de/HejAstrid/

Logo der JFSBDas Projekt wird gefördert von der
Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin.

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2 RÜCKBLICK

Babylon-Leuchtschrift

2.1 Jo Nesbøs neues Buch. Deutschlandpremiere mit KULTURHUS BERLIN

Es war die Deutschlandpremiere des Buches „Der Erlöser“. Mehr als 160 Besucher kamen, als am 17. September im Berliner Kino Babylon erstmals die deutsche Ausgabe des norwegischen Krimibestsellers präsentiert wurde. Im traditionsreichen Haus am Rosa-Luxemburg-Platz gab´s an diesem warmen Spätsommerabend eine Lesung der Extraklasse: Aus Oslo angereist war Jo Nesbø, der Norwegens erfolgreichster Autor ist. Und es kam: Joachim Król, der - als einer der besten Schauspieler unseres Landes - den deutschen Text sprach. Zu erleben war ein munterer Leseabend, an dem vor allem die Geschichte über den „Schwarzen Metzner“ erfreute. Mit Jo Nesbø und Joachim Król waren auf dem Podium zwei heitere Menschen, die für prickelnde Spannung einerseits und fröhliches Gegacker andererseits sorgten und damit – ziemlich gute Unterhaltung boten.

Unterstützt wurde die Buchpremiere von der Thalia-Buchhandlung, dem Ullstein-Verlag, der Norwegischen Botschaft und dem KULTURHUS BERLIN.

Unser Interview mit Jo Nesbø über Fußball, Whisky und Krimis finden Sie in der Rubrik "Interviews" auf www.kulturhus-berlin.de.

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2.2 KULTURHUS BERLIN empfing Anne B. Ragde aus Norwegen

Mit ihrem ersten jetzt auf Deutsch erschienenen Buch kam am 7. September die norwegische Autorin Anne Birkefeldt Ragde nach Berlin. „Das Lügenhaus“ - erster Teil einer Trilogie und – 2004 unter dem Titel „Berliner poplene“ im Oktober Forlag erschienen – wurde in Norwegen ein großer Publikumserfolg und bereits in einer Reihe von Neuauflagen nachgedruckt. Die Buchhandlung „Prinz Eisenherz“ und KULTURHUS BERLIN hatten zu der deutsch-norwegischen Lesung eingeladen, mit der Anne B. Ragde ihre Lesereise durch Deutschland begann.

Den deutschen Text trug an diesem Abend Ruth Geiersberger vor, die für die Übersetzerin Gabriele Haefs eingesprungen war. Wie sehr ihr selbst das Buch der Norwegerin gefallen hat, war dann auch beim Vortrag der Münchner Schauspielerin und Hörspielsprecherin zu spüren: Es machte einfach richtigen Spaß zuzuhören. Anne B. Ragde verriet ganz am Schluß dieses Abends noch, wer ihr deutscher Lieblingsschriftsteller und größtes literarisches Vorbild ist: Siegfried Lenz.

Moderiert wurden Lesung und Publikumsgespräch von Margerita Bube vom KULTURHUS BERLIN. Die Buchhandlung „Prinz Eisenherz“ spendierte allen im Anschluss Gästen Sekt.

Mehr Infos zum Buch und zu Anne B. Ragde finden Sie auf www.kulturhus-berlin.de.

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2.3 WISSENSCHAFT AKTUELL: Skandinavisten aus Deutschland und Europa trafen sich im Berliner Nordeuropa-Institut zur wissenschaftlichen Diskussion

18. Arbeitstagung der deutschsprachigen Skandinavistik in Berlin

Vom 18. bis 21. September 2007 fand am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin die 18. Arbeitstagung der deutschsprachigen Skandinavistik (ATDS) statt. Über 200 Teilnehmer diskutierten vier Tage lang zu Themen aus Kulturwissenschaft, Geschichte, Linguistik, Mediävistik und Literaturwissenschaft.

Den vollständigen Artikel von Johannes Freund lesen Sie in der Rubrik "Nordeuropa-Wissenschaft aktuell: Tagungen und Konferenzen" auf www.kulturhus-berlin.de/wissen/wissen.htm.

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3 THEMA: Die neue Oper in Oslo – nach heftigen Debatten steht sie nun

Gegründet wurde die norwegische Oper in Oslo als größte Institution der Musik- und Bühnenkunst Norwegens im Jahre 1959. Seitdem befindet sich ihre Spielstätte im sogenannten Volkstheatergebäude (Folketeaterbygningen), einem der Zeit entsprechend bescheidenen, nach funktionalen Gesichtspunkten errichteten Gebäude, dessen Publikumseingang in einer Passage am Youngstorg liegt. Der Youngstorg ist ein Platz, an dem sich die Zentralen des Gewerkschaftsbundes sowie vieler hauptsächlich linksgerichteter Parteien befinden – es dominieren Nachkriegsbauten...

Den vollständigen Text von Margerita Bube lesen Sie auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de in der Rubrik "Thema".

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4 REZENSIONEN

4.1 Die Ostsee verbindet – Ein fundiertes, historisch-aktuelles Porträt über die Ostseeregion ist im mare-Verlag erschienen

CoverDas Cover ziert eine typische Ostseelandschaft: karger Wald vor langem Sandstrand, leicht bedeckter Himmel. Christoph Neidhardt nimmt den Leser in seinem Buch „Ostsee. Das Meer in unserer Mitte“ mit auf eine Reise in die Ostseeanrainerstaaten und auf einen Ausflug in die wechselvolle Geschichte der Region. Vom Mare lutheranum, über die Epoche des Eisernen Vorhangs bis hin zum Mare europeum. Das Meer, das einst den Osten vom Westen oder den Norden vom Süden trennte, ist heute ein verbindendes Element der Staaten an seinen Ufern...

 

Die vollständige Rezension von Inken Dose lesen Sie in der Rubrik "Rezensionen" auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de

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4.2 Landkarte des Paradieses. Ein Roman von Anja Snellman

CoverEine finnische Lehrerin lässt die lange, gemeinsam verbrachte Zeit mit einer Abschlussklasse Revue passieren. Ein selbstreflexiv angelegter Roman mit einem eingeflochtenen Rückblick auf ihre eigene Vergangenheit, die die Erzählerin zu dem hat werden lassen, was sie ist: einer prinzipienfesten Lehrerin, die ihren Schülerinnen und Schülern alles zu geben und beizubringen sucht, was machbar ist. Die diejenigen, die in Finnland als schwierig gelten, nicht ihrem Schicksal überlässt, sondern ihnen ein Leben als soziale und fähige Menschen ermöglicht.

Die vollständige Rezension von Margerita Bube lesen Sie in der Rubrik "Rezensionen" auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de.

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5 TIPPS & TERMINE

5.1 KRIMITAGE BERLIN: Island ist Gastland 2007

Das westlichste Land Nordeuropas ist in diesem Jahr Gastland der "Krimitage Berlin".
Vom 28. Oktober bis zum 1. November werden an mehreren Abenden Kriminalgeschichten aus Island gelesen. Moderiert werden die Veranstaltungen von Mitarbeitern der Isländischen Botschaft.

28.10.07 | 20 Uhr | Café Einstein
Arnaldur Indriðason „Frostnacht“

28.10.07 | 20 Uhr | Lauschgift
Jón Hallur Stefánsson "Eiskalte Stille"

29.10.07 | 20 Uhr | Lauschgift
Arnaldur Indriðason „Frostnacht“

29.10.07 | 20 Uhr | Café Einstein
Jón Hallur Stefánsson „Eiskalte Stille“

30.10.07 | 20 Uhr | Café Einstein
Yrsa Sigurðardóttir "Das gefrorene Licht“

30.10.07 | 20 Uhr | Lauschgift
Ævar Örn Jósepsson „Dunkle Seelen“

31.10.07 | 20 Uhr | Café Einstein
Viktor Arnar Ingólfsson „Haus ohne Spuren“

1.11.07 | 20 Uhr | Lauschgift
Viktor Arnar Ingólfsson „Haus ohne Spuren“

1.11.07 | 20 Uhr | Café Einstein
Ævar Örn Jósepsson „Dunkle Seelen“

Veranstaltungsorte:
Café Einstein, Kurfürstenstrasse 58, 10785 Berlin
Lauschgift, Kleine Präsidentenstrasse 3, 10179 Berlin

Einlass jeweils ab 19 Uhr, Eintritt: 9 EUR

Ausführliche Informationen über die Autoren und die Schauspieler, die die deutschen Texte lesen, finden Sie auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de/kultur/kultur.htm in der Rubrik "Kulturtipps für Berlin | Literatur".

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5.2 Noch mehr Literatur

Dienstag, 23.10.07 | 19:30 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften
Amundsen. Die Biografie
Lesung und Gespräch mit Tor Bomann-Larsen

CoverDass Roald Amundsen in einem Rennen auf Leben und Tod als erster Mensch den Südpol erreichte, weiß jedes Kind. Kaum bekannt ist hingegen, dass sein wahres Lebensziel der Nordpol war, den er wie ein Besessener wieder und wieder zu erstürmen versuchte und 1926 schließlich in einem Zeppelin überflog.

Tor Bomann-Larsen erzählt die Geschichte des Mannes, der stets danach trachtete, als erster Mensch den Fuß in bis dahin unbekannte Weltgegenden zu setzen, während er sein eigenes Leben in Nebel hüllte und «sein Hirn wie einen Banktresor verschloss» (Lion Feuchtwanger). So blieb eine Frage bislang offen: Wer war Roald Amundsen wirklich?

Der norwegische Journalist und Historiker Tor Bomann-Larsen erzählt das atemberaubende Leben einer Figur von antiker Wucht: Ohne falsche Ehrfurcht zeigt er die vielen Gesichter des gefeierten Entdeckers, der nicht nur Held und Idol, sondern auch ein kaltschnäuziger Lügner, ein skrupelloser Geschäftsmann und nicht zuletzt ein brillanter Vermarkter seiner selbst war. Amundsen war ein rastloser, zuweilen erratischer Getriebener, der sein Leben lang das Abenteuer suchte und darüber schließlich zum Mythos wurde – als er 1928 bei dem Versuch, mit dem Flugzeug einen Konkurrenten aus Seenot zu retten, spurlos verschwand.

Autor
Tor Bomann-Larsen
, geboren 1951 in Norwegen, ist einer der bekanntesten Autoren seines Landes und hat unter anderem ein mehrbändiges Werk über die nordischen Königshäuser veröffentlicht. Den Anstoß zu seiner Amundsen-Biographie gab ihm ein unglaublicher Fund: In der Scheune eines Bauernhofs bei Oslo stieß er zufällig auf einen verstaubten Koffer mit Hunderten von Originalbriefen und -dokumenten des Polbezwingers. Tor Bomann-Larsen lebt bei Oslo.

Übersetzer
Karl-Ludwig Wetzig
, Jahrgang 1956, war Lektor an der Universität Reykjavík und arbeitet heute als Autor und Übersetzer aus den nordischen Sprachen. Er hat unter anderen Elín Ebba Gunnarsdóttir und Hallgrímur Helgason ins Deutsche übertragen. Karl-Ludwig Wetzig lebt in Kasseedorf.

Ort:
Felleshus der Nordischen Botschaften, Rauchstraße 1, 10787 Berlin

Veranstalter:
Norwegische Botschaft und marebuchverlag, mit freundlicher Unterstützung von NORLA

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4. Oktober | 20 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften
Buchpräsentation und Lesung mit Halldór Guðmundsson

Der Autor stellt sein gerade in Deutschland erschienenes Buch über den isländischen Nobelpreisträger Halldór Laxness vor. Das Buch wurde ausgezeichnet mit dem Isländischen Literaturpreis und von den isländischen Buchhändlern zur Biografie des Jahres gewählt.

Halldór Laxness – Sohn eines Straßenarbeiters, aufgewachsen auf dem väterlichen Bauernhof – war der bekannteste isländische Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, 1955 bekam er den Nobelpreis für Literatur verliehen. Sein Leben umspannte fast das ganze Jahrhundert, er lebte von 1902 bis 1998. Er schrieb Romane, Kurzgeschichten, Theaterstücke, Essays, Erinnerungen, Reisejournale und Gedichte.

Am bekanntesten sind seine Romane (u.a. die Trilogie „Islandglocke"), die zwischen den Jahren 1930 bis 1960 entstanden, aber seine schriftstellerische Karriere war extrem facettenreich, und auch stilistisch und weltanschaulich experimentierte er durchaus. „Ich bin Taoist gewesen“, bekannte er einmal, „später wurde ich auch Expressionist, Surrealist, Freudianer usw., schließlich marxistischer Mitläufer, obwohl ich Marx nie gelesen habe, weil ich eine Überempfindlichkeit gegen deutsche Philosophie hatte.“ In die deutsche Ausgabe der Biografie wurden zusätzlich neue Informationen aufgenommen, die seit dem Erscheinen der isländischen Ausgabe ans Licht kamen, z. B. dass J. Edgar Hoover vom FBI seine Hand im Spiel hatte, als die isländischen und amerikanischen Behörden zu Beginn des Kalten Krieges versuchten, Laxness aufgrund angeblicher Steuerhinterziehungsdelikte den Prozess zu machen.

Der Eintritt ist frei!

Ort:
Felleshus der Nordischen Botschaften, Rauchstraße 1, 10787 Berlin

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5.3 Theater-Premieren und Gastspiele

Premiere am 2. Oktober 2007 | 20.30 Uhr | Schaubühne am Lehniner Platz
Tommy

von Thor Bjørn Krebs
Deutsch von Gisela Kosubek
Regie: Benedikt Haubrich

Hoch motiviert und voller Abenteuerlust fahren Tommy und seine Kameraden zu einem Einsatz der UN Blauhelmtruppen ins ehemalige Jugoslawien. Sie fühlen sich auf ihrer friedenssichernden Mission überlegen. Doch das Gefühl der Unverletzbarkeit verraucht schnell. Hilflos zur Neutralität gezwungen, müssen sie mit ansehen, wie sie selbst beschossen und Zivilisten ermordet werden. Sie geraten zwischen die Fronten, als sie bemerken, dass sie sich in bestimmten Momenten verhalten wollen oder müssen – als Soldat und als Mensch. Tommy kann dem Druck nicht mehr standhalten und verstößt gegen die Regeln. Die Situation eskaliert.

Thor Bjørn Krebs’ dokumentarisches Stück über den Alltag junger UN-Soldaten in Kroatien basiert auf einer Reihe tatsächlicher Ereignisse und Erlebnisse. Es zeigt ernüchternde Ohnmacht gegenüber Gewalt und deckt den Irrtum auf, dass Friedenstruppen Kriegsmechanismen außer Kontrolle setzen können.

Thor Bjørn Krebs, 1974 in Dänemark geboren, arbeitet als Schauspieler,Autor und Regisseur. Für seine Theaterstücke »Tommy« und »Europameisterschaften« (beide 2003 in Kopenhagen uraufgeführt) erhielt er 2004 denReumert-Preis.

Benedikt Haubrich, 1979 geboren, studierte Regie am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. 2006 inszenierte er Mark Ravenhills »Shoppen & Ficken« amTheater Dortmund. Im Rahmen von F.I.N.D. 7 führte er an der Schaubühnegemeinsam mit Frank Oberhäußer beim Autorenprojekt »Speeddating« Regie.

weitere Termine
3./4./6./7. Oktober

Ort
Schaubühne am Lehniner Platz, Kurfürstendamm 153, 10709 Berlin
U 7 Adenauer Platz

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Im Rahmen von NO LIMITS - Internationales Theaterfestival,
Berlin 17.-27. Oktober 2007:

Sa. 20.10. | 19.00 h | Theater RambaZamba
Kulturcentrum Skåne (Lund/S): Vidare / Weiter

"Was ist wichtig im Leben? Wofür übernimmt man Verantwortung? Wer bin ich im Verhältnis zu den anderen? Was bedeutet Kunst in meinem Leben? Das Kulturcentrum Skåne, eine in Schweden einzigartige Institution, die Menschen mit Behinderungen Ausbildung und Beschäftigung in allen künstlerischen Bereichen bietet, hat diese und andere Fragen in Gedichte, Songs, Tanz und Malerei verwandelt. Eine musikalisch-poetische Inszenierung ohne abschließende Antworten, die von den merkwürdigen Dingen des Lebens und von lebendigen Merkwürdigkeiten handelt.

Dauer: 1 h | Eintritt: EUR 7,-

Ort:
Theater RambaZamba
, Schönhauser Allee 36 - 39, 10435 Berlin

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Im Rahmen von NO LIMITS - Internationales Theaterfestival,
Berlin 17.-27. Oktober 2007:

Fr. 26.10. | 20.00 h | Kesselhaus
Grusomhetens Teater (Oslo/NO): Den Stygge Andungen / Das hässliche Entlein
nach Hans Christian Andersen

"Das hässliche Entlein", für Erwachsene erzählt, ist ein komplexes Stück über die Figur des Außenseiters und die Strategien gesellschaftlicher Abweisung. In der Form des Musiktheaters zeigt das "Theater der Grausamkeit" fragmentarische Szenen, die im Charakter variieren – von Kommentaren auf der Meta-Ebene führen sie zu inneren Bildern voller menschlicher Erfahrung. Ästhetisch hat sich der Regisseur Lars Øyno dem Theaterbegriff Antonin Artauds verschrieben, der verschwenderische Reichtum an Ausdrucksformen verleiht dem Stück seine große Kraft. Kritiker fühlen sich wegen der zeitlupenartigen Abläufe und der artifiziellen Bilder, der Akzentuierung des Materials und der plastischen Qualitäten von Licht und Ton an Robert Wilson erinnert – doch im Gegensatz zu dessen Theaterarbeit spielt das Grusomhetens Teater in einer Tradition des "armen Theaters", sympathisch und menschlich, dem Märchen verbunden durch eine Atmosphäre von poetischer Zeitlosigkeit und traumhaftem Surrealismus.

Regie: Lars Øyno | Mit: Odille Heftye Blehr, Lars Brunborg, Hanne Dieserud, Jimmie Jonasson, Rita Lindanger, Tuva Moen, Vilde O. Rommetveit, Robert Skjærstad, Camilla Vislie | Dauer: 1 h 40 | Eintritt: EUR 13,- / 7,- ermäßigt | Foto: www.novelty.no

Ort:
Kesselhaus
(in der KulturBrauerei), Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin

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5.4 Veranstaltungen für Kinder

7. Oktober 2007 | 11.30 Uhr | Kammermusiksaal der Philharmonie
„Edvard Grieg für die ganze Familie“
Familienkonzert über das Leben und die Musik von Edvard Grieg

Er brachte die norwegischen Klänge in die europäischen Musiksäle und komponierte mit der Peer Gynt Suite eines der meistgespielten Orchesterstücke der romantischen
Musik: Edvard Grieg. Das Leben des musikalischen Genies, norwegischen Volkshelden und gefeierten Komponisten erzählt der Dirigent und Erzähler Andreas Peer Kähler in einer abwechslungsreichen Mischung aus Konzert, Portrait und Bühnenstück. Mit dabei die für Norwegen so typische Hardangergeige.

Das Konzert „Edvard Grieg für die ganze Familie“ findet im Rahmen der Familienkonzertreihe „Tiere, Tango und Trompeten“ statt, die das Kammerorchester Unter den Linden gemeinsam mit dem Klingenden Museum Berlin präsentiert. Die szenisch-musikalische Lebensgeschichte Edvard Griegs bietet viel Spaß für alle musikinteressierten Menschen ab 6 Jahren. Im Anschluss an das Konzert können
kleine und große Besucher im Foyer unter fachkundiger Anleitung selbst Musikinstrumente ausprobieren.

12:30 Uhr Klingendes Museum in Aktion – Musikinstrumente ausprobieren

Eintritt:
Kinder bis 11 Jahre: 8 € auf allen Plätzen, Erwachsene: 11, 13,15 €

Ort:
Kammermusiksaal der Philharmonie, Herbert-von-Karajan-Str. 1, 10785 Berlin

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Szenenfoto: Michel steckt mit dem Kopf in einer Suppenschüssel10./11./15. Oktober jeweils 10.30 Uhr
13./14. Oktober jeweils 15.30 Uhr
Michel aus Lönneberga
von Astrid Lindgren

Wer kennt ihn nicht, den kleinen Michel auf dem Bauernhof Katthult im schwedischen Dorf Lönneberga? Die Einwohner von Lönneberga kennen ihn und seine verrückten Ideen zu Genüge. Denn Michel macht mehr Unfug, als das Jahr Tage hat. Damit hält Michel nicht nur seinen Vater Anton und seine Schwester Klein-Ida auf Trab, sondern ganz Lönneberga. Auch für die Magd Lina wäre das Leben auf Katthult leichter, wenn sie nicht ständig Michels Streiche ertragen müsste. Nur Michels Freund Alfred, der Knecht des Katthult-Hofes, von dem Michel so viele nützliche Dinge lernt, muss so manches Mal über Michels Streiche lachen. Denn Alfred weiß – genau wie Michels Eltern – dass er im Grunde nur Gutes im Schilde führt und ein neugieriger und aufgeweckter Junge ist.

Astrid Lindgrens Geschichten von Michel aus Lönneberga zählen zu den beliebtesten Kinderbuchklassikern. Für diese Inszenierung sind sie von der Astrid-Lindgren-Bühne neu bearbeitet worden.

Kartentelefon: 030 – 530 71 250

Ort:
FEZ-Astrid Lindgren-Bühne, An der Wuhlheide 197, 12459 Berlin

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Szenenfoto aus Karlsson vom Dach19. Oktober 9.30 Uhr | Sa. 20. Oktober 14 +16 Uhr
KARLSSON VOM DACH
THEATRIUM PUPPENTHEATER

Weil er viel allein ist, wünscht sich der kleine Junge Lillebror nichts mehr auf dieser Welt, als einen eigenen Hund. Eines Tages schwebt in sein Zimmer ein wohlgenährter „Mann in den besten Jahren“, der Hackfleischbällchen liebt und gerne Leute ärgert. Er hat einen kleinen Propeller auf dem Rücken und stellt sich als „Karlsson vom Dach“ vor. Tatsächlich wohnt dieser kleine, selbstbewusste und ungewöhnliche Herr auf dem Dach eines Mietshauses. Die beiden freunden sich an, und für Lillebror gibt es fortan nur dieses Thema: Sein neuer Freund. Seinen Eltern kommt dies sehr merkwürdig vor, denn sie haben Karlsson noch nie zu Gesicht bekommen und glau ben die Geschichten von einem fliegenden kleinen Mann auch nicht. Karlsson behauptet sogar „der beste Karlsson der Welt“ zu sein, obwohl er Lillebrors Eisenbahn kaputt macht und er Dinge verspricht, die man gar nicht halten kann. Trotzdem ist Karlsson ein herrlicher Spielkamerad und steht Lillebror bei allen Abenteuern kräftig zu Seite.

ab 4 Jahre,
60 Minuten, Ticket: € 5,–
Familienticket (ab 3 Pers.): € 4,50 p.P.
Gruppenticket Kita/Schule: € 4,– p.P.
(nur mit Gutschein „Theater der Schulen“ bzw. des JugendKulturService (JKS)
Kartentelefon: 030 – 530 71 250

Ort:
FEZ-Astrid Lindgren-Bühne, An der Wuhlheide 197, 12459 Berlin

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5.5 Ausstellungen

03. Oktober bis 02. November 2007
Norwegen jetzt!

Die eigens fürs Felleshus der Nordischen Botschaften in Berlin gestaltete Ausstellung präsentiert Höhepunkte des norwegischen Designs. Die meisten Objekte sind bereits Design-Klassiker, Ergebnis von mehr als 50 Jahren Erfindungsgeist und guter Form – und auch heute immer noch lieferbar. Gezeigt wird Möbel- und Lampendesign, eingeteilt in sechs Kategorien: Klassiker / Ergonomie und Bewegung / Spektakuläre Form / Junge Designer / Arbeitswelt / Beleuchtung.

Die Möbel, die in „Norwegen jetzt!“ zu sehen sind, wurden von norwegischen Designern entworfen und von norwegischen Unternehmen hergestellt. Die Besucher sind eingeladen, den Komfort und die Ergonomie selbst zu testen.

Eintritt frei!

Ort:
Felleshus der Nordischen Botschaften, Rauchstraße 1, 10787 Berlin

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noch bis 2. November
Der Architekt Reijo Jallinoja

Zu Jallinojas bekanntesten Werken zählen das Hauptgebäude des Kierikki-Zentrums in Yli-Ii (Nordfinnland), der Wohnbezirk Isonniitty in Kumpula (Helsinki) und Wohngebäude im Helsinkier Stadtteil Pikku-Huopalahti. Obwohl der Zeitgeist für Jallinoja wichtig ist, verlässt er sich nicht nur auf Trends und ist so für seinen persönlichen Stil bekannt. Jallinoja ist bei über 30 finnischen Architekturwettbewerben ausgezeichnet worden; u.a. wurde er 2005 mit dem finnischen Staatspreis für Baukunst geehrt.

Die Ausstellung – bei der es sich allerdings nicht im engeren Sinne um eine Jallinoja-Retrospektive handelt – konzentriert sich auf künstlerisches Material der letzten 20 Jahre: Gezeigt werden u.a. Modelle, Fotografien, Zeichnungen und Aquarelle zu für Jallinoja charakteristischen Architekturgattungen.

Öffnungszeiten:
Mo 10-17 / Di-Do 11-19 / Fr 9-15 Uhr; Schließtage: Mo 17.9. ganztägig, Di 18.9. bis 15 Uhr, Tag der deutschen Einheit 3.10. sowie Do 18.10. geschlossen

Ort:
Finnland-Institut, Georgenstr. 24 (1. OG), 10117 Berlin-Mitte

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Innenhof eines Hauses von unten nach oben fotografiert20. September – 27. Oktober 2007. Di - Sa 14 - 18 Uhr
DARIUS GIRCYS – Ausstellung "Ausgang"

Für die Ausstellung „Ausgang“ wurden 21 von 73 Arbeiten ausgewählt. Die technische Umsetzung meiner Idee hat 6 Jahre gebraucht, um endgültige Aufnahmen zu präsentieren. Für die Aufnahmen in den geschlossenen Berliner Höfen mussten mehrere Bedingungen erfüllt sein: strenge Geometrie zur Öffnung hin, diffuses Licht und keine störenden Gegenstände in Blickrichtung zum Zentrum. Alles notwendige Voraussetzungen, um eine zentrale Komposition des Bildes zu realisieren. Bei den Ausgängen der U-Bahn in Berlin galten ähnliche Bedingungen: eine klare Form der Lichtquelle, keine Menschen oder irgendwelche störenden Objekte, die mit der Lichtpräsenz konkurrieren könnten. Mit anderen Worten, die Eigenschaft der Lichtquelle ist das Hauptmotiv eines jeden Bildes der Ausstellung, die mir Format und Farbentscheidung vorgegeben hat. Ich habe viele Jahre Kunstobjekte gebaut, wo das Licht die Rolle eines Passagiers übernahm. Ich genoss das Leuchtende, das nach einem gewissen Abstand sanft in die Dunkelheit verschwand. Ähnliches erlebt man stehend in einem engen und tiefen Hof, an einem trüben Wintertag. Ich habe versucht, die Höfe und Ausgänge so zu erfassen, dass sie als anonyme Kunstobjekte betrachtet werden können. Anonyme aber gleichzeitig auf den persönlichen Blick ins Leere orientiert.

Darius Gircys, Berlin, September 2007

Eine Ausstellung im Rahmen von IMPRESSION - 20. Jahrestag der Unterzeichnung des Freundschaftsabkommens Paris - Berlin

Ort:
GIEDRE BARTELT GALERIE, Linienstr. 161/ Ecke Kleine Hamburger Str., 10115 Berlin

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5.6 Konferenz/Vorträge

4. – 7. Oktober | Humboldt-Universität zu Berlin
Zweifel 2007: Anerkjennelse

Seit dem Jahr 2002 wurden jährlich rund um das Projekt ZWEIFEL in Norwegen und Dänemark Konferenzen abgehalten – als Gegengewicht zu allzu felsenfesten Überzeugungen – in den Bereichen Arbeit, Politik, Kunst, Medien und Organisationen. Im Herbst 2007 möchten die Stiftung Bergenskliniken, die Festspiele Bergen, Aktive Friedensreisen und das Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität gemeinsam mit norwegischen und deutschen Partnern eine interdisziplinäre, multikulturelle Arena für Reflexion und Erlebnisse schaffen.

Thema der Veranstaltung 2007 ist Anerkennung – politisch, sozial und emotional. Das Programm wird seinen Fokus auf Ausbildung und Bildung richten und auf den Glauben an einen Wert der Arbeit.

Ausführliche Informationen: http://www.tvil.no/2007/

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15./16. Oktober | Humboldt-Universität zu Berlin
Northern Europe and the Future of the EU

Die norwegische Henrik-Steffens-Professur am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin lädt Sie zur Diskussion über die Zukunft des Nordens und der EU ein. Die zweitägige Konferenz findet aus Anlass des norwegischen Staatsbesuches in Berlin statt. Im Anschluss an die Fachtagung hält der norwegische Außenminister Jonas Gahr Støre, im Rahmen der Vortragsreihe Forum Constitutionis Europae, eine Rede zu Europa.

Die Konferenz wird zwei Themen verbinden, zum einen das Verhältnis des europäischen Nordens zur Europäischen Union, das in den nordeuropäischen Staaten verschieden organisiert ist, zum anderen die Frage nach der Zukunft der Union selbst.

Ort:
Humboldt-Universität zu Berlin, Senatssaal
Unter den Linden 6

Ausführliche Informationen zur Konferenz finden Sie auf der Website des Nordeuropa-Instituts der HU Berlin.

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5.7 Musik

26. Oktober | 19 Uhr | Finnland-Institut
Junge Musikertalente der Sibelius-Akademie

Mit Werken von Schumann, Franck, Chopin, Prokofjew, Enescu und Gubaidulina

Eintritt: 8 Euro, erm. 5 Euro

Ort:
Finnland-Institut in Deutschland, Georgenstraße 24, 10117 Berlin

6 DER NORDEN IM TV

KULTURHUS BERLIN informiert über Nordeuropäisches im deutschen Fernsehen. Reportagen, Spielfilme, Dokumentarfilme und vieles mehr. Dänemark, Schweden, Norwegen, Island, Finnland und die baltischen Länder.

Alle Sendetermine finden Sie auf unserer Seite www.kulturhus-berlin.de.

Einige Tipps aber haben wir schon hier für Sie:

Das ZDF strahlt 21 Folgen von "Pippi Langstrumpf" aus, immer sonntags um 08.10 Uhr.

ARTE | Mi, 03.10. | 23:40
ARTE | Fr, 05.10. | 03:00
ARTE | Do, 18.10. | 03:00
Dear Wendy
Spielfilm Dänemark / Frankreich / Deutschland 2003

Dear Wendy erzählt die Geschichte des jungen Pazifisten Dick, der in der amerikanischen Bergarbeiterstadt Estherslope lebt und eines Tages eine Pistole findet.

Wir sind jung, wir sind frei und jetzt beginnt das richtige Leben... - scheint es aus dem kleinen verschlafenen Minenstädtchen Estherslope herauszutönen, wenn Dick und seine Freunde Räuber und Gendarm spielen. Durch einen dummen Zufall gerät der Pazifist Dick an eine Pistole und findet Gefallen an ihr. Er mobilisiert den Rest der stigmatisierten Dorfjugend: den zurückgebliebenen Freddie, den behinderten Huey, die komisch riechende Susan und den wortkargen Stevie. Zusammen sind sie "Die Dandys", ein Club, der auf dem paradoxen Prinzip des bewaffneten Pazifismus basiert. Die Waffen machen das Leben leichter und ihre Träger sexy. So fühlen sich die Looser plötzlich stark, wenn sie an ihrem geheimen Treffpunkt, dem "Tempel", über Schießtechniken philosophieren, ihre Waffen liebevoll mit Namen und poetischen Rezitationen besehen. Bis zu dem Tag, an dem die geheimnisvolle Waffe Wendy "fremdgeht" und das Drama seinen Lauf nimmt...

Die zwei Dogma 95-Kollegen Lars von Trier als Drehbuchautor und Thomas Vinterberg als Regisseur arbeiteten für "Dear Wendy" wieder einmal zusammen. "Dear Wendy" thematisiert von Triers Kritik an der Waffenkultur der USA und besticht vor allem durch schauspielerische Glanzpunkte: Jamie Bell - bekannt aus dem Tanzfilm Billy Elliot - spielt authentisch den sensiblen und hochintelligenten Dick, dem die Liebe zu einer Waffe zum Verhängnis wird. Absolute Neuheit im Umgang mit dem amerikanischen Waffen-Fanatismus: "Dear Wendy" setzt nicht auf Betroffenheit, sondern auf lakonischen Humor - mit Erfolg.

ARTE | Donnerstag, 11.10.07 | 18:30 Uhr
Auf nach Europa! Kristjan
Dokumentation

Kristjan ist ein baumlanger, kräftiger Este mit einem großen Herzen und einer schallenden Lache. Der ausgebildete Grafiker ist ein Bilderbuch-Papa, was sich daran zeigt, dass seine Kinder ihn ständig in Beschlag nehmen. Da er ein richtiges Original ist, wollte er auch seine Hochzeit genau nach der estnischen Tradition feiern. Pech für die Gäste: Sie mussten die letzten Kilometer bis zum Hochzeitsempfang zu Fuß gehen! Pech auch für seine Frau: Sie musste sich mit zerdrückten Erdbeeren anstelle von Lippenstift begnügen. Kristjan ist rührig, polyglott, offen für alle möglichen Einflüsse und verlangt viel von seinen Studenten. So lädt er seine zahlreichen Freunde und Kollegen aus Europa dazu ein, Seminare abzuhalten. Augenscheinlich straft er das Klischee von der "Eiseskälte" der Esten Lügen: Kristjan ist vielmehr ein warmherziger, empfindsamer, großzügiger und humorvoller Mann.

SWR | Samstag, 13.10.07 | 00:50 Uhr
SWR3 latenight - Extra
New Pop Festival: Maria Mena

Maria Viktoria Mena ist 21 Jahre jung und hat schon eine erstaunliche Karriere hinter sich: Die Frau hat definitiv mehr drauf als gutes Aussehen: Eine samtweiche Stimme, die ebenso kraftvoll und laut, jedoch nicht aufdringlich werden kann. Keine Spur von der sprichwörtlichen norwegischen Kälte. Im Gegenteil, Maria bringt dem Zuhörer ihre Welt sehr gefühlvoll näher.

ARTE | Dienstag, 16.10.07 | 20:40 Uhr
Teuflische Karikaturen: Demokratie - Für alle?
Dokumentarfilm

Zwölf Karikaturen in einer dänischen Provinzzeitung ließen die organisierte Wut von Muslimen vor allem im Nahen und Mittleren Osten über Dänemark hereinbrechen.
Brennende dänische Botschaften, wütende Menschen auf den Straßen in Teheran, Damaskus und Kairo. Boykott gegen dänischen Joghurt und andere Delikatessen des kleinen nordeuropäischen Landes. Ausgelöst wurde dieser Aufruhr durch die Veröffentlichung der so genannten Mohammed-Karikaturen in einer dänischen Provinzzeitung.

Die freie Meinungsäußerung gilt als ein Grundpfeiler der Demokratie. Aber was passiert, wenn ein demokratisches Grundrecht das Recht anderer Menschen zu verletzen scheint? Der Aufruhr um die Mohammed-Karikaturen machte deutlich, dass nicht alle mit dem Gedanken der grenzenlosen Freiheit einverstanden sind. Die Dokumentation zeigt, wie und warum zwölf Zeichnungen in einer dänischen Lokalzeitung ein kleines Land mit fünf Millionen Einwohnern in eine Konfrontation mit Muslimen in der ganzen Welt stürzen konnten.

Filmemacher Karsten Kjaer drehte im Libanon und im Iran, in Syrien, Qatar, Frankreich, in der Türkei, in Deutschland und in Dänemark. Er sprach mit Leuten, die während dieser Krise um die Mohammed-Karikaturen Schlüsselrollen innehatten. Und er fragt, ob es eine Grenze für die Freiheit der Meinungen gibt und ob kulturelle Toleranz eine Einbahnstraße ist.

3SAT | Donnerstag, 18.10.07 | 21:45 Uhr
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit
Der Geirangerfjord, Norwegen | Die karge Majestät - Naturwunder

Unter den Fjorden Westnorwegens nimmt der Geiranger einen besonderen Rang ein. Wie kein anderer lockt der tief im Land zwischen hohen Bergen gelegene Fjord seit weit über 100 Jahren Touristen an. An den Steilufern des Fjords liegen alte Bauernhöfe. Meist auf hohe Klippen gebaut, sind sie nur über steile Pfade zu erreichen. Bewirtschaftet wird heute keiner dieser Höfe mehr, die letzten wurden in der Mitte des vorigen Jahrhunderts verlassen. Zu karg, zu mühselig und auch zu gefährlich war das Leben dort in der Einsamkeit. Viele der Bewohner wanderten nach Amerika aus. Heute werden die Höfe vor dem Verfall geschützt, denn sie sind als Kulturerbe wiederentdeckt worden.

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7 KULTURNOTIZEN AUS DEM NORDEN

DK/FIN: Dänischer und finnischer Film für Oscar nominiert

Peter Schønau Fog's Regiedebüt "Kunsten at græde i kor" ist für den Oscar in der Kategorie bester nichtenglischsprachiger Film nominiert. In Berlin zu sehen ist die dänische Komödie am 26.03.2007 im NORDISCHEN FILMKLUB. Ebenfalls nominiert ist Aleksi Salmenperä's zweiter Spielfilm "A Man´s Job" (Miehen työ). Beide Filme sind auch Kandidaten für den Nordic Council Film Prize 2007 und den European Film Award 2007. (Quelle: Politiken/Finnish Film Foundation)

FIN: Finnlands Filmemacher im Streik

Die finnischen Filmemacher befinden sich im Streik. Sie protestieren gegen fehlende Unterstützung der finnischen Regierung. In einem gemeinsamen Schreiben von 32 Filmproduzenten, darunter Aki Kaurismäki, heißt es, dass zwar alle bereits in der Produktion befindlichen Filme fertiggestellt würden, aber nicht mit neuen Drehaufnahmen begonnen werde. Die Regierung habe ihre finanziellen Versprechen nicht gehalten, die finnische Kinoproduktion verstärkt zu unterstützen. Im letzten Jahr seien drei große Produktionsfirmen eingegangen, und „wir fürchten, dass mehr und mehr unabhängige Produzenten diesen Weg gehen werden“, sagt der Kinoproduzent Claes Olsson. (Quelle: Nordisk Film & TV Fond)

Norden: Jetzt über 25 Millionen Einwohner im Norden

Die Bevölkerung Nordeuropas hat die 25-Millionen-Marke überschritten. Das ist das Ergebnis neuester Veröffentlichungen der nordischen Ämter für Statistik. Danach leben in Schweden 9.142.817 Menschen (Stand: 31. Mai 07), in Dänemark 5.457.415 (Stand: 30. Juni 07), in Finnland 5.289.128 (Stand: 31. Juli 07) einschließlich der ca. 27.000 Bewohner auf Åland, in Norwegen 4.712.355 (Stand: 23. August 07), auf Island 309.699 (Stand: 1. April 07) und auf Grönland 56.648 (Stand: 1. Januar 07) und Färöer 48.484 (Stand: 1. Januar 07). Insgesamt ergibt das eine Zahl von 25.016.546 Einwohnern in den fünf nordischen Ländern und den drei autonomen Gebieten. (Quelle: Nordischer Rat)

NO: Liv Ullmann kehrt zurück auf die Leinwand

Liv Ullmann ist auf dem Internationalen Filmfestival San Sebastian für ihr Lebenswerk geehrt worden. Kurz zuvor war bekannt geworden, dass die wohl bekannteste Schauspielerin Norwegens auf die Leinwand zurückkehren und in der Verfilmung eines Bestsellers von Jostein Gaarder mitspielen wird. Eine Hauptrolle in einem norwegischen Film hat die legendäre Schauspielerin seit 38 Jahren nicht gespielt.
(Quelle: Dagbladet)

SV: Leiterin der Film-Zensurbehörde tritt frustriert zurück

Schweden hat die älteste Filmzensur der Welt: Sie existiert seit 1911. Ausgerechnet die Leiterin der Behörde wollte dem ein Ende machen: Gunnel Arrbäck schlug die Auflösung ihres Hauses vor - stieß aber auf Widerstand bei den mitregierenden Christdemokraten. Zensur habe eine normierende Rolle, erklärten diese. Damit war für Gunnel Arrbäck das Maß voll: Sie tritt nun zurück und meinte, sie werde ihr Ziel nicht erreichen, die Zensur abzuschaffen. In der Praxis hatte die Behörde schon seit Jahren keinen Film mehr verboten. Das war einst bei Hitchcocks "Psycho" oder Fellinis "La Dolce Vita" noch ganz anders. (Quelle: Deutschlandradio)

LET: Prunkbau sorgt für Debatte

„Lichtpalast“ heißt der Entwurf für Rigas neue Nationalbibliothek. Doch daran scheiden sich in Lettland die Geister. Kulturministerin Helena Demakova schwärmt von einer architektonischen Perle, die den Glanz der alten Jugendstilbauten noch überstrahlen soll. Die Kritiker halten das Prestigeprojekt hingegen für Größenwahn und eine tödliche Injektion für Lettlands fieberheiße Konjunktur. Auf 655 bis 790 Mio. Euro belaufen sich die Kostenvoranschläge für den Prunkbau. (Quelle: Die Presse)

DK: Kopenhagens größte Galerie in „Kødbyen” eröffnet

Es hat sich lange angekündigt. Jetzt ziehen Galerien, Cafés und Kreative tatsächlich in „Den Hvide Kødby“, den früheren Fleischdistrikt, in Kopenhagen ein. Vergleichbar mit New York wandelt sich das frühere Arbeiterviertel zum Kunst- und Szeneviertel. Der Galerist Bo Bjerggaard zieht als einer der ersten mit seiner Galerie in die neuen 735 Quadratmeter großen Räumlichkeiten, die früher der staatlichen Lebensmittelkontrolle gehörten. (Quelle: Politiken)

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