Berlin, November 2006

Liebe Freunde des Kulturhus Berlin e.V.,

für den Oscar nominiert ist der Film „Efter brylluppet“. Gerade noch in den dänischen Kinos, ist der aktuellste Dogma-Film am 1. November im NORDISCHEN FILMKLUB zu sehen. Einen Monat später dann ein Originalfilm aus Norwegen: „Mongoland“.

Im November zeigt das ZDF die neuen Folgen der Krimireihe Beck, deshalb bringt der KULTURHUS-NEWSLETTER Ihnen in diesem Monat ein Interview mit den beiden schwedischen Hauptdarstellern Peter Haber und Mikael Persbrandt. Die Sendetermine für diese und zahlreiche weitere Nordlichter im deutschen Fernsehen finden Sie in unserer Rubrik "Der Norden in TV und Radio".

Sinnvolles für Weihnachten empfehlen wir Ihnen im Dezember. Dann nämlich gibt es reichlich Tipps von KULTURHUS BERLIN für das gute Buch und mehr. Und natürlich: Die Termine für skandinavische Weihnachtsfeiern und –märkte in und um Berlin.

Bis dahin aber - schönes Lesen!
Ihr Kulturhus Berlin e.V.

Inhalt

1 Vorschau
NORDISCHER FILMKLUB mit Erfolgsfilmen

2 Nachgefragt
„Schweden ist nicht mehr Lindgrens Bullerbü“ - KULTURHUS BERLIN im Gespräch mit Peter Haber und Mikael Persbrandt

3 Rezension
Johann Harstad "Buzz Aldrin, wo warst du in all dem Durcheinander"

4 Tipps und Termine

5 Der Norden in TV und Radio

6 Kulturnotizen aus dem Norden

 

1. Vorschau

NORDISCHER FILMKLUB

Der NORDISCHE FILMKLUB zeigt Filme aus Nordeuropa. Schwerpunkt bildet in der Programmreihe 2006/2007 das aktuelle nordische Kino. Der NORDISCHE FILMKLUB findet im Felleshus der Nordischen Botschaften statt, Rauchstraße 1, 10787 Berlin.

Weitere Informationen: www.kulturhus-berlin.de/kultur/kultur.htm

 

1.11.2006 | 19:00 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften
Efter brylluppet / Nach der Hochzeit
DK 2006, Susanne Bier, 124 Min., dänisch mit engl. UT, Mit: Mads Mikkelsen, Sidse Babett Knudsen, Rolf Lassgård, Christian Tafdrup

Nach den preisgekrönten Filmen „Brødre“ und „Open hearts“ erzählt Susanne Bier erneut eine dramatische Familiengeschichte, die 2006 in Dänemark zum Kinoerfolg des Jahres wurde. Jacob leitet ein Kinderheim im indischen Bombay. Er ist Däne, wohnt aber seit langem nicht mehr in Dänemark. Sein Heim soll geschlossen werden, denn es fehlt Geld. Rettend taucht der dänische Geschäftsmann Jørgen auf. Er bittet Jacob nach Dänemark, wo er eine großzügige Unterstützung für sein Heim bekommen soll. Jacob wird eingeladen zur Hochzeit von Jørgens Tochter und muß eine Entdeckung machen, die sein ganzes Leben umwirft: Jørgens Frau Helene ist Jacobs große Jugendliebe und die junge Braut seine eigene Tochter.

 

5.12., 19 Uhr | 19:00 Uhr | Felleshus der Nordischen Botschaften
Mongoland
Norwegen 2000, Arild Østin Ommundsen, 84 Min., norwegisch mit engl. UT
Mit: Jan Lillehamre, Kristoffer Joner, Pia Tjelta

Pia und Kristoffer sind ein Paar in Stavanger. Pia möchte gerne für ein Jahr ins Ausland gehen, während Kristoffer sich zwischen der Beziehung und seiner Band entscheiden muß. Er wählt die Band. Als Pia nach einigen Monaten zurückkommt, will sie um Kristoffers Liebe kämpfen – und begegnet dabei vielen alten Freunden, die alle ihre ganz persönlichen Nöte mitbringen. Ein Film über Freundschaft und Liebe, der mit viel Humor von den wichtigen Dingen im Leben junger Erwachsener erzählt. Der erste Spielfilm von Arild Østin Ommundsen.

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Peter Haber und Mikael Persbrandt
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Gunvald Larsson alias Mikael Persbrandt
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Kommissar Beck alias Peter Haber
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Fotos: © ZDF

2 Nachgefragt

„Schweden ist nicht mehr Lindgrens Bullerbü“
KULTURHUS BERLIN im Gespräch mit Peter Haber und Mikael Persbrandt

Die beiden schwedischen Schauspieler sind einem deutschen Publikum vor allem durch ihre Rollen als Ermittler in der Krimireihe „Kommissar Beck“ bekannt. Beide zählen in Schweden zu den populärsten Darstellern. Jetzt sind sie auch in Deutschland wieder auf dem Bildschirm zu sehen.

KULTURHUS BERLIN: Das ZDF wird ab November neue Folgen der Krimis mit Kommissar Martin Beck und Gunvald Larsson ausstrahlen. Was ist Ihre Erklärung für den Erfolg der schwedischen Kriminalgeschichten in Deutschland, sowohl in der Literatur wie eben auch im Fernsehen?

Peter Haber: Ich bin überrascht und sehr froh über die Resonanz in Deutschland. Was die Filme mit Martin Beck angeht, so denke ich, ist es der Realismus, sind es die aktuellen Bezüge zur schwedischen Gesellschaft. Auch, wenn es vielleicht sehr hart ist, was dort zu sehen ist. Aber wir orientieren uns schon immer daran, wie es wirklich geschehen kann. Wir arbeiten eng mit unserer schwedischen Polizei zusammen, Polizisten spielen auch als Komparsen mit.
Natürlich sind die 90 Minuten komprimiert. Und wir mischen diese Realität mit Humor, für die Atempausen, damit nicht nur das Schwarze, Häßliche, Grauenhafte zu sehen ist. Gewöhnliche Probleme, familiäre, persönliche, das macht das Drama aus. Und natürlich auch Geheimnisse. Wer ist eigentlich Gunvald Larsson? Wir wissen im Grunde nichts über ihn: Wie wohnt er, was macht er in seiner Freizeit, hat er eine Frau, was tun seine Nachbarn?

KULTURHUS BERLIN: Mikael, Sie spielen den Gunvald Larsson. Von Sjöwall/Wahlöö ist diese Figur als anarchistischer, smarter, unautoritärer Typ angelegt worden ... Den Larsson spielen zu können, ist schon ziemlich das Beste, oder?

[Mehr? – Das komplette Interview von Ulrike Schulz mit Peter Haber und Mikael Persbrandt können Sie auf unserer Website www.kulturhus-berlin.de lesen.]

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Buchcover
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3 Ankündigung

Johan Harstad
Buzz Aldrin, wo warst du in all dem Durcheinander

Dienstag. Der langweiligste und nichtssagendste Tag der Woche. So denkt Matthias nicht erst, als sein Leben plötzlich aus lauter Dienstagen zu bestehen scheint. Nachdem ihn seine Freundin verlassen und er seinen Job als Gärtner verloren hat, strandet er dreißigjährig von Norwegen auf den Färöern, wo sein Leben, wie er es kannte, eine plötzliche Wende nimmt.
Eigentlich sollte er den Soundcheck für den Bandauftritt seines Freundes Jörn in Thorshavn übernehmen. Doch dazu kommt es nicht. Mit 15 000 Kronen in der Tasche, blutiger Nase und ohne Erinnerung an die letzten Tage, kommt er auf einer dunklen Straße in Tórshavn wieder zu sich …

[Mehr? Die komplette Rezension lesen Sie auf unserer Website:
www.kulturhus-berlin.de]

Inken Dose

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Johan Harstad
Buzz Aldrin wo warst du in all dem Durcheinander
Aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger
608 Seiten, gebundene Ausgabe
22,90 EUR
ISBN: 3492048773

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4 Tipps und Termine

Geschirrdesign
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Vasen und anderes
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4.1 Ausstellung

10.11. – 13.12.
Female Form – Design von finnischen Künstlerinnen

Ausstellung des Designmuseums Helsinki

Felleshus der Nordischen Botschaften
Rauchstraße 1, 10787 Berlin
Tel. 030-50 500

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4.2 Veranstaltung für Kinder


21.11. | 18 Uhr (anschließend Publikumsgespräch) und
23.+24.11. | 10:00 Uhr
Schwanenweiß
Ein Märchenspiel in drei Akten. Von August Strindberg

Ab 11 Jahren

Eine große Hochzeit im Hause des Herzogs steht an: Seine Tochter Schwanenweiß soll mit einem König verheiratet werden. Bevor es dazu kommt, bricht die Liebe aus - überwältigend, gefahrbringend und zugleich zart und wunderschön. Schwanenweiß und ein Prinz, der eigentlich geholt worden ist, um Schwanenweiß das Betragen einer Königin beizubringen, verlieben sich. Aber Schwanenweiß' Stiefmutter, mit einer Stahlpeitsche bewaffnet, durchkreuzt das junge Glück. Sie schafft es beinahe, das Paar auseinander zu bringen. Aber nur beinahe, denn die Liebe hat bekanntlich eine unbändige Macht, die Berge versetzen kann. Wenn da nur nicht der König wäre, der seine zukünftige Braut in Augenschein nehmen will.

THEATER AN DER PARKAUE
Parkaue 29, 10367 Berlin
Fon +49 30 55 77 52 0
Fax +49 30 55 77 52 22

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4.3 Lesung

Portrait
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© Atli Mar Hafsteinsson

 

2. November | 19.00 Uhr
Yrsa Sigurdardóttir "Das letzte Ritual"
Island-Krimi | Fischer Taschenbuch Verlag

In der Universität von Reykjavík wird die Leiche eines jungen Deutschen gefunden. Der Geschichtsstudent war fasziniert von alten Hexenkulten, und sein Mörder hat ihm ein merkwürdiges Zeichen in die Haut geritzt. Aber die isländische Polizei glaubt an einen Drogendelikt und verhaftet einen Dealer. Die Eltern des Opfers misstrauen den Ermittlungen: Sie beauftragen die junge Anwältin Dóra Gudmundsdóttir, den Fall noch einmal aufzurollen. Und auf der Suche nach dem wahren Mörder findet Dóra über dunkle Rituale mehr heraus, als ihr lieb ist ...

Yrsa Sigurdardóttir, geboren 1963, ist Ingenieurin, momentan beschäftigt in einem internationalen Team als technische Leiterin bei einem der größten europäischen Kraftwerkprojekte in der isländischen Wildnis. Dort verbringt sie in ihrer Hütte die Freizeit mit Schreiben.

Felleshus der Nordischen Botschaften
Rauchstraße 1
10787 Berlin

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Yrsa Sigurdardóttir
Das letzte Ritual
Island-Krimi
Aus dem Isländischen von Tina Flecken
384 Seiten, Broschur
7,95 EUR
ISBN: 3-596-17132-6

 

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Deutsches Buchcover
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Isländisches Buchcover
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Trygve Seim mit Saxofon
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© Colin Eick, Berliner Festspiele

4.4 Musik

5.11. | 15 Uhr
JazzFest Berlin ’06
Trygve Seim Ensemble

Der norwegische Saxofonist Trygve Seim ist kein gewöhnlicher Big Band-Leader. Sein Ensemble funktioniert eher wie ein Orchester, das zwischen Klangdenkmälern von Edvard Grieg bis Henryk Górecki und den Sound-Errungenschaften des modernen Jazz vermittelt. Seim gilt als zentrale Figur einer zweiten Generation der sogenannten leisen Revolution des norwegischen Jazz. Mit dem introvertierten Trompeter Arve Henriksen führt die Band auch den wohl populärsten norwegischen Jazz-Youngster in ihren Reihen. Um folkloristische Motive wird das Vokabular der zwölfköpfigen Band durch Akkordeonist Frode Haltli erweitert. Die Musik des Ensembles ist reich an visuellen Imaginationen und akustischen Aggregatzuständen. Solistische Leistungen werden organisch ins Gesamtbild der Musik integriert. Seims strukturelles und klangliches Konzept liefert ein Indiz dafür, dass die Umschreibung des Jazz als zeitgenössische Klassik auch im 21. Jahrhundert noch zutreffend ist.

Berliner Festspiele
Haus der Berliner Festspiele, Große Bühne
Schaperstr. 24
10719 Berlin
Tel. +49 (0)30 254 89-269
Fax +49 (0)30 254 89-155

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Szene aus Ibsens Gespenster
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4.5 Theater

30.11. - 02.12. | 20 Uhr
Gespenster
von Henrik Ibsen

Inszenierung Stéphane Braunschweig

Alles Gespenster bei Ibsens bitterbösem Horror-Drama um den heimkehrenden Sohn Osvald, die schwarze Sonne der Mutterliebe und die Wahrheiten, die endlich ans Tageslicht kommen, ein Kinderheim, das in Flammen steht, und einen Tischler, dem alles zuzutrauen ist. Und das Leben, das mit den Wahrheiten auch nicht erträglicher wird. Ibsens düstere Familientragödie um den an Syphilis erkrankten Sohn war ein Skandal und wurde lange Zeit als antike Schicksalstragödie interpretiert. Die erbliche Übertragung von Syphilis zählt heute zu den Mythen der Medizin, wodurch das Stück eine größere Vieldeutigkeit zulässt. Wenn das Lustprinzip mit tödlichen Folgen verbunden sein kann, wohin führt dann der Verzicht?

Berliner Festspiele
Haus der Berliner Festspiele, Große Bühne
Schaperstr. 24
10719 Berlin
Tel. +49 (0)30 254 89-269
Fax +49 (0)30 254 89-155

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18. und 19.11.2006 | 20:30 Uhr
Mit dem Feuer spielen
von August Strindberg

In "Mit dem Feuer spielen" behandelt der bedeutendste schwedische Dramatiker August Strindberg (1849-1912) einmal mehr das schwierige Verhältnis zwischen Mann und Frau. Eine zeitgenössische Inszenierung, die aus der Komödie ein packendes Kammerspiel macht.

Theater Tusdoch im Pinellodrom
Dominicusstrasse 5 - 9
10823 Berlin

Eintritt 9,- EUR , ermäßigt 6,- EUR

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4.6 Gesellschaft

„Richtig falsch verstanden“
Deutsch-finnische Kulturunterschiede und –gemeinsamkeiten

Vortrag von Roman Schatz, Helsinki

Roman Schatz ist ein deutsch-finnischer Publizist ersten Ranges. Als Journalist, Autor, Moderator und TV-Produzent macht er in Finnland, wo er seit 1986 lebt, immer wieder durch seine frechen und originellen Werke Schlagzeilen. 2005 erschien seine Finnland-Satire „From Finland with Love“. 2006 kam sein Roman „Rakasta minut“ („Liebe mich“) heraus. Schatz „schreibt, unterrichtet und träumt“ nach eigener Aussage „auf Deutsch, Finnisch und Englisch“.

Finnland-Institut
Georgenstraße 24
10117 Berlin
Tel. 030-520 02 60 10
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forum NORDEUROPA
Europäische Perspektiven - Nördliche Dimensionen

Öffentliche Vortragsreihe des Nordeuropa-Instituts

Vorträge im November:

02. November | 18.15 Uhr | Raum 3.246
Henrik-Steffens-Vorlesung
Terje Emberland (Oslo)
Neither Hitler nor Quisling: Radical neo-pagan National Socialism in Norway 1933–1945

08. November | 18.15 Uhr | Raum 3.246
Dag-Hammarskjöld-Vorlesung
Jan Sundberg (Helsinki)
Does Swedish still have a future in Finland?

Mit forum NORDEUROPA will das Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin ausgewählte Vorträge über die Universität hinaus einem größeren Publikum zugänglich machen.

Im gesellschaftlichen und politischen Diskurs Europas, nicht zuletzt Deutschlands, gilt der Norden häufig als Modell und Vorbild. Dennoch stehen der Norden und Europa sowohl in der Forschung als auch in der öffentlichen Diskussion häufig isoliert nebeneinander; Forschung im und über den Norden findet oft ohne Einbeziehung der europäischen Perspektive statt, umgekehrt fehlt vielfach das Bewusstsein dafür, dass die nördlichen Perspektiven sehr wohl etwas zu europäischen Fragen und Problemlösungen beitragen können.

Im Norden wird inzwischen zunehmend nach den Verbindungen und Verflechtungen der Region mit dem übrigen Teil des Kontinentes gefragt. Man spricht über den Norden in Europa statt über den Norden und Europa. Damit einher geht ein neues Verständnis der Region. Neben dem klassischen Nordeuropa mit Island, Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland ist zunehmend eine Erweiterung des Raumkonzeptes zu beobachten, das die
Perspektive nach Osten eröffnet und die Ostseeregion einbezieht. Diesen Forschungsstrategien hat sich auch seit längerem das Nordeuropa-Institut geöffnet.

Mit der Vortragsreihe forum NORDEUROPA sollen die Verbindung zwischen dem Norden und Europa hergestellt und solche Themen einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, die für das gesamte Europa von Bedeutung sein können. forum NORDEUROPA ist als Plattform für die Präsentation von aktuellen nordeuropäischen Fragen gedacht, wobei die Betonung auf europäisch liegt. Die nördlichen Dimensionen, die die Vortragenden in ihren Beiträgen aufzeigen, sollen gleichzeitig europäische Perspektiven eröffnen. Die Themen decken die ganze Bandbreite aktueller kulturwissenschaftlicher Fragestellungen ab.

Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin
Hegelplatz 2
10117 Berlin
Haus 3, 2. Etage

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5 Der Norden in TV und Radio

 

5.1 Fernsehen

WDR | 5., 12., 19., 26. November | 6.40 Uhr
Das hässliche Entlein und ich
26-teilige Trickserie Dänemark/Irland 2006
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NDR | 1. November | 6.35 Uhr
Die Olsenbande läuft Amok
Spielfielm Dänemark
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Arte | 3. November | 19.00 Uhr
Tiere im Rampenlicht
Die Psychologie der Dressur
Dokumentation, Finnland 2005, ARTE / YLE,
Synchronfassung, Erstausstrahlung,
Regie: Kaija Juurikkala
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NDR | 4. November | 0.00 Uhr
Die skandinavische Filmnacht
Kops
Schweden 2003
Regie: Josef Fares, Mit Fares Fares, Torkel Petersson
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Arte | 4. November | 0.20 Uhr
Metropolis
Magazin, Deutschland 2006, SWR, Erstausstrahlung

Teil 5: Der Mythos vom Fliegen - Die anrührenden Flugversuche des finnischen Fotografen Janne Lethinen
Der Traum vom Fliegen ist so alt wie die Menschheit selbst. Ikarus träumte ihn, Leonardo da Vinci war einer der ersten Erfinder von Fluggeräten und auch der finnische Fotograf Janne Lethinen träumt davon, wie ein Vogel durch die Lüfte zu schweben. Mit skurrilen Flugmaschinen aus Luftballons, Schirmen oder Engelsflügeln will er der Schwerkraft trotzen, natürlich nur im übertragenen Sinne. Seine anrührenden Flugversuche setzt der 36-Jährige kunstvoll fotografisch in Szene. Für den Bildband "Sacred Bird" wurde er 2005 mit dem Deutschen Fotobuchpreis ausgezeichnet. "Metropolis" hat den Fotografen in Finnland beim "Fliegen" beobachtet.
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NDR | 4. November | 1.30 Uhr
Die skandinavische Filmnacht
Open Hearts – Für immer und ewig (Elsker Dig For Evigt)
Dänemark 2002
Regie: Susanne Bier, Mit Steen Paprika, Mad Mikkelsen
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NDR | 4. November | 3.20 Uhr
Die skandinavische Filmnacht
Dorn im Auge (Dragonflies)
Norwegen 2001
Regie: Marius Holst, Mit Marie Bonnevie, Kim Bodnia
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Arte | 5. November | 17.25 Uhr
Zu Tisch in... Island
Magazin, Deutschland 2006, ZDF, Erstausstrahlung
Regie: Holger Preusse
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ZDF | 5. November | 22.00
Kommissar Beck „Zerschlagene Träume“
Krimireihe nach den Motiven von Maj Sjöwall und Per Wahlöö
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ZDF | 6. November | 22.15 Uhr
Die dritte Gewalt
Schwedischer Spielfilm von 2003
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Arte | 11. November | 20.15 Uhr
Design
Dokumentationsreihe, Frankreich 2003, ARTE F, Synchronfassung
Regie: Danielle Schirman

Teil 5: Das Telefon aus Bakelit
Die Reihe "Design" stellt eine Verbindung zwischen Design und der Zeit seiner Entstehung her und schildert anhand von typischen Industrieprodukten die Geschichte des letzten Jahrhunderts. Im Vordergrund stehen dabei Gegenstände, die ästhetische und technologische Neuerungen darstellten, ihre jeweilige Epoche widerspiegelten und gleichzeitig ihrer Zeit voraus waren. Heute: Das Telefon aus Bakelit.
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NDR | 11. November | 23.30 Uhr
Die skandinavische Krimi-Nacht
Die weiße Löwin (Den Vita Lejoninnan)
Schweden 1996
Regie: Pelle Berglund, Mit Rolf Lassgard
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NDR | 11. November | 1.10 Uhr
Die skandinavische Krimi-Nacht
Mankells Wallander – Vor dem Frost (Mankells Wallander – Innan Frosten)
Schweden/Bundesrepublik Deutschland 2005
Regie: Kjell-Ake Andersson Mit Krister Henriksson, Johanna Sällström
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ZDF | 11. November | 1.40 Uhr
Commander Hamilton
Schwedischer Spielfilm von 1998
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NDR | 11. November | 2.35 Uhr
Die skandinavische Krimi-Nacht
Möwengelächter (The Seagull’s Laughter)
Island 2001
Regie: August Gudmundsson, Mit Margret Vilhjalmsdottir, Heino Ferch
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ZDF | 11. November | 10.15 Uhr
Bibi Blocksberg
Die Schlossgespenster
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ZDF | 11. November | 11.30 Uhr
Pettersson und Findus
Findus und der Hahn im Korb
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ZDF | 12. November | 8.35 Uhr
Marvi Hämmer präsentiert
NATIONAL GEOGRAPHIC WORLD

Rattenstarke weltweite Expeditionen
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ZDF | 12. November | 22.00
Kommissar Beck „Das tote Mädchen“
Krimireihe nach den Motiven von Maj Sjöwall und Per Wahlöö
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Arte | 16. November | 12.35 Uhr
Chic
Magazin, Frankreich/Deutschland 2006, ARTE F, Erstausstrahlung
Moderation: Valeria Risi

Teil 4: "Hinter den Kulissen": Bruno Mathsson
Bruno Mathsson (1907 - 1988) ist der Vater des schwedischen Designs, des "Swedish Modern" der 30er- und 40er Jahre. Bekannt ist er vor allem für seinen Spanngurtstuhl "Eva" und seine Chaiselongue "Pernilla". Dabei ging es dem Designer um mehr als den reinen Sitzkomfort, er entwarf einen völlig neuen Lifestyle: sehr naturverbunden und transparent, mit minimalistischen Wohnräumen. Die Leichtigkeit seiner funktionellen und ergonomischen Möbel, seine organischen Formen und Naturmaterialien inspirierten zahlreiche Architekten.
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Arte | 17. November | 23.45 Uhr
Themenabend: Nördlich von Eden
Die Skandinavier und die sexuelle Befreiung
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Arte | 17. November | 0.55 Uhr
More sex please, we are Scandinavians!
Dokumentarfilm, Dänemark/Großbritannien/Deutschland 2002
Regie: Ghita Beckendorff, Torben Skjodt Jensen

Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte der sexuellen Revolution. Er zeigt anhand von Archivaufnahmen, Ausschnitten aus Spielfilmen und Werbespots, warum gerade die Bedingungen in Skandinavien einen freieren Umgang mit der Sexualität erlaubten.
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NDR | 14. November | 23.45 Uhr
Todeshochzeit (Murk)
Dänemark 2005
Regie: Jannik Johansen Mit Nikolaj Lie Kaas, Nicolas Bro
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ZDF | 19. November | 22.30
Kommissar Beck „Das Spiel des Todes“
Krimireihe nach den Motiven von Maj Sjöwall und Per Wahlöö
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NDR | 21. November | 23.45 Uhr
Der Mann ohne Vergangenheit (Mies Vailla Menneisyytta)
Schweden/Finnland/Bundesrepublik Deutschland 2002
Regie: Gérard Jugnot Mit Gérard Jugnot, Jules Sitruk
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ZDF | 26. November | 22.00
Kommissar Beck „Der Advokat“
Krimireihe nach den Motiven von Maj Sjöwall und Per Wahlöö

5.2 Radio

Deutschlandradio Kultur | 12. Nov. | 18:30
Das Portrait
Hörspiel von Anders Nyman, 80'41

Mitte der 50er Jahre betritt der New Yorker Kunstschriftsteller James Lord das Pariser Atelier des Bildhauers Alberto Giacometti. Lord will ein Porträt für die "Art Review" schreiben. Doch Giacometti kann sich an den vereinbarten Termin nicht erinnern. Allerdings ist er von Lords Aussehen fasziniert, der für ihn das Gesciht eines Mörders hat. Deshalb will er Lords Porträt zeichnen. Beide Männer tun sich schwer mit ihren Porträts, kommen sich dadurch aber näher. Giacometti: "Es geht darum zu zeigen, was vom Menschen übrig bleibt, wenn das Scheinbild weg ist."

www.dradio.de

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6 Kulturnotizen aus dem Norden

 

SV: "Falkenberg Farewell" für den Oscar nominiert
Jesper Ganslandt's Debüt „Falkenberg Farewell“ kommt in die Auswahl der für den Oscar nominierten nicht-englischsprachigen Filme. Der Film erzählt die Geschichte von fünf befreundeten Jungen, die den letzten Sommer ihrer Kindheit in Falkenberg, einer Stadt an der Westküste Schwedens, verbringen. Der Streifen, der derzeit in den schwedischen Kinos läuft, fand international große Beachtung, u. a. auf den Festivals in Venedig und Toronto. Der Regisseur Jesper Ganslandt wurde 1978 in Falkenberg geboren.
(Quelle: Schweden.de)

Portrait von Lars Norén DK: Lars Norén geht nach Kopenhagen
Der schwedische Dramatiker Lars Norén wechselt 2007 vom Stockholmer Reichstheater an das Betty-Nansen-Theater in Kopenhagen. Der 62jährige gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Theaterautoren in Europa und wird auch an deutschen Bühnen häufig gespielt.
(Quelle: Der Standard)
  DK: Stammzellen auf der Bühne
In Kopenhagen existiert seit zwei Jahren eine besondere Form des Theaters, das nach schwedischem Vorbild gegründete Wissenschaftstheater. Idee dahinter: Die Verbindung von Vorlesung und theatralischem Ausdruck – Tanz, Musik oder Texte. Wissen werde, so der Gedanke, leichter vermittelt, wenn alle Sinne angesprochen sind. So soll dem breiten Publikum der Zugang zu wissenschaftlichen Resultaten und Wissen ermöglicht werden. Vor kurzem startete die vierte Produktion des Theaters am Bisketorvet „Stammzellen: Menschliche Reserveteile“. Prof. Dr. Jens Hoiriis, seine Schauspielerkollegen Christine la Cour, Josef W. Nielsen und die Tänzerin Kristine Ilum Sørensen beschäftigen sich mit Stammzellenforschung und Diabetes.
Weitere Informationen: www.videnskabsteatret.dk
  LET: Änderungsfreudige Letten
In den ersten sechs Monaten diesen Jahres änderten nach Auskunft des Justizministeriums mehr als 400 Menschen in Lettland ihre Vor- oder Nachnamen. 237 Einwohner verlangten neue Vornamen und 77 nahmen neue Nachnamen an. Dabei stellte das Ministerium fest, dass die Menschen ihre Namen oft aus Gründen ändern, die außerhalb der legislativen Normen liegen. So wollte ein Mädchen ihren Namen in Michura Satori ändern, weil sie Japanisch studiert, während ein Künstler seinen Namen in Neliesu Kavejs ändern wollte, was im Englischen Slayer of Villains bedeutet. Vielfach wurde der Wunsch geäußert, den Namen eines bekannten lettischen Komponisten, Raimonds Pauls, anzunehmen, aber diesen Bitten konnte nicht entsprochen werden. Ebensowenig wie dem Antrag eines Mannes, der sich in Adolf Hitler umbenennen wollte.
(Quelle: Baltic Times)
 

DK: Kritik an Marys Dänisch
Dänische Medien haben die Sprachkenntnisse der dänischen Prinzessin Mary bemängelt. Drei Jahre nach dem Wechsel von Australien an den Kopenhagener Hof mache die 34jährige den dänischen Laut «Ü» immer noch zu einem «U», bemerkte ein dänisches Boulevardblatt mit unverhohlener Häme. Unter der Schlagzeile «Mary in der Sprachkrise» hieß es weiter, die ansonsten sehr populäre Prinzessin könne «enden wie Henrik». Der aus Frankreich zugewanderte Mann von Königin Margrethe II. spricht auch nach fast 40 Jahren in Dänemark die Sprache seiner Wahlheimat mit stark französischem Akzent.
(Quelle: Ostseemagazin)

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Mit besten Grüßen,
Kulturhus Berlin e.V. und Förderverein des Kulturhus Berlin e.V.
Dieser Newletter informiert in regelmäßigen Abständen über Veranstaltungen und Aktivitäten des Kulturhus Berlin e.V.
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