Kulturnotizen-Archiv

[Juli/August 2011]

DK: Copenhagen Jazzfestival versinkt

Das Wetter hat dem legendären Kopenhagener Jazzfestival in diesem Jahr enorme Negativeinnahmen beschert. Wegen der sintflutartigen Unwetter Anfang Juli waren die meisten Konzerte des populären Festivals in der dänischen Hauptstadt abgesagt und bereits verkaufte Karten zurückgenommen worden. Die finanzielle Bilanz des Festivals sei deshalb katastrophal. (Quelle: Danmarks Radio)

SE: Neues Kulturhaus in Malmö eröffnet

Am 16. Juni wurde im "Morischen Pavillon" im zentralen Malmöer Volkspark ein neues Kulturhaus eröffnet. Dahinter steht Ozan Sunar, der Chef des "Södra Teatern" in Stockholm und Gründer der Kulturorganisation Re:Orient, die jährlich ein gleichnamiges Festival veranstaltet. Ziel der Organisation und des neuen Kulturhauses ist es, orientalische Kultur zu normalisieren und zugänglich zu machen. Der einer Mosche ähnliche "Morische Pavillon" war 1902 in exotischer Vorstellung von Fernost errichtet worden. Malmö gilt als mit 40 Prozent Ausländeranteil multikulturellste Stadt Nordeuropas, was sich im kulturellen Programm der Stadt jedoch wenig widerspiegelt. Das neue Kulturhaus "Moriskan" hat ein Restaurant und drei Bühnen und bietet Platz für insgesamt 1500 Gäste. Im Sommer 2011 veranstaltet das neue Kulturhaus unter anderem Tangoabende, Park-Karaoke und Märchenstunden für Erwachsene. (Quelle: Svenska Dagbladet, Sydsvenska Dagbladet)

DK: Lars von Trier und dänischer Humor

Lars von Trier bereut seine kontroversen Worte zu Adolf Hitler und den Nazis. Grund dafür sei sein dänischer Humor. "Ich habe gelernt, dass ich nicht auf so große Presskonferenzen gehen soll, wenn so Worte aus meinem Mund kommen, zumal wenn sie dänischer Humor sind. Es verstehen nicht alle, was ich dabei meine. Ich bereue, dass ich so dumm gewesen bin", sagte von Trier zu Contactmusic. Während des Filmfestivals in Cannes im Mai war er wegen seiner Worte von den Festspielen verbannt worden. (Quelle: Sveriges Radio)

Ostsee: Deutsche Ostseeratspräsidentschaft

Am 1. Juli 2011 übernahm Deutschland für ein Jahr den Vorsitz des Ostseerats von Norwegen. Während seiner Präsidentschaft will Deutschland die Arbeit an den fünf Langzeitschwerpunkten Wirtschaft, Energie, Umwelt, Bildung/Kultur und zivile Sicherheit vorantreiben. Zusätzlich soll ein Programm zur Modernisierung des südöstlichen Ostseeraums das neue Profil des reformierten Ostseerats sichtbar machen, besondere Aufmerksamkeit erhält dabei Kaliningrad und seine Nachbarschaft. Höhepunkt der deutschen Präsidentschaft wird das Gipfeltreffen der Regierungschefs am 30./31. Mai auf Einladung von Bundeskanzlerin Merkel in Deutschland sein. (Quelle: Auswärtiges Amt)

NO: Aufzeichnungen Thor Heyerdahls jetzt Welterbe der Unesco

Der norwegische Abenteurer und Wissenschaftler Thor Heyerdahl (1914-2002) erlangte durch seine spektakulären Seereisen Weltruhm. Jetzt hat die Unesco seine umfassenden Aufzeichnungen in das "Memory of the World"-Register aufgenommen. In der Begründung der Unesco heißt es: "Thor Heyerdahls Erbe ist ein ungewöhnlich umfangreiches Archiv mit Fotografien, Filmen, Manuskripten und Dokumenten von großem geschichtlichen, künstlerischen und kulturellen Wert."

Das Kon-Tiki-Museum in Oslo, Thor Heyerdahls Forschungsstiftung, verwahrt die wertvollen Dokumente. Benannt nach dem Floß "Kon-Tiki", mit dem Heyerdahl 1947 den Pazifik von Peru nach Polynesien überquerte, zeigt das Museum Originalfahrzeuge und Gegenstände von Heyerdahls Expeditionen sowie wechselnde Ausstellungen. Daneben können Besucher auf eine 30 Meter lange Höhlenwanderung gehen und eine Unterwasserausstellung besuchen. Das Museum hat ganzjährig geöffnet. (Quelle: Norwegische Botschaft)

DK: Skulpturen sorgen für Gesprächsstoff

Die Skulpturenausstellung "Sculpture by the Sea" in Aarhus, hat im Juli wieder mehrere tausend Besucher angezogen. Die vom Kunstkritiker Henrik Broch-Lips zwar als mäßig bewertete Schau mit viel "Unterhaltung und Dekoration und wenig Kunst" bewertete Aarhus´ Bürgermeister als Erfolg. Sie sei phantastisch, weil sie tausenden Menschen die Möglichkeit gegeben habe, Kunst inmitten schöner Natur zu erleben und darüber zu diskutieren. Auf der Open-Air-Ausstellung wurden Werke von 65 Künstlern aus aller Welt gezeigt. (Quelle: Danmarks Radio)

DE/FIN: Aki Kaurismäki ausgezeichnet

Aki Kaurismäkis neuer Spielfilm "Le Havre" wurde mit dem ARRI-Preis als bester internationaler Film auf dem Filmfest München ausgezeichnet. Der Film, in dem der alternde Schriftsteller Marcel Marx versucht, ein afrikanisches Flüchtlingskind zu verstecken, war bereits in Cannes prämiert worden. "Le Havre" kommt ab 8. September auch in die deutschen Kinos. (Quelle: Finnisches Filminstitut)

DK: Kultur unter Wasser

Vom schweren Unwetter in der dänischen Hauptstadt ist auch eine Reihe von Kulturgütern betroffen. Darunter Gemälde im staatlichen Museum für Kunst, vor allem Bilder des italienischen Renaissance-Malers Federico Barocci. Jakob Fibiger vom Museum sagte, man habe vorsichtshalber weitere Werke von den Wänden genommen, um diese bei einem möglichen erneuten Wolkenbruch vor eindringenden Wassermassen zu schützen. Betroffen ist auch das Tivoli und das dazugehörige Notenarchiv mit einer Reihe originaler Stücke. Im Medizinhistorischen Museum in der Bredgade drang das Wasser durch die Kellerfenster und zerstörte eine große historische Skelett-Sammlung. (Quelle: Danmarks Radio)

LV: Umstrukturierung der Parteienlandschaft

Nach vielen politischen Diskussionen findet in Lettland ein Referendum zur Auflösung des Parlaments statt. Eine Reihe bestehender Parteien und Zusammenschlüsse hatte sich bereits aufgelöst oder neu strukturiert. Darüber hinaus kündigte der frühere Präsident Lettlands, Valdis Zatlers, an, seine eigene Partei gründen und bei der nächsten Wahl antreten zu wollen. Die "Reform Partei" ist im rechten Flügel des Parteienspektrums angesiedelt, Personalien stehen noch nicht fest. Die Partei lehne es laut ihrem Gründer ab, mit den drei "Oligarchen" des Landes zu kooperieren. Ihren Einfluss versuchte Zatlers bereits während seiner Amtszeit als Präsident zu bekämpfen. (Quelle: Baltic Times)

IS: Björk findet Popmusik oberflächlich

Die isländische Sängerin Björk bringt ein neues Album heraus und sagte dem Londoner "Guardian", zwar sei es ein Popalbum,"aber ich würde es lieber Volksmusik nennen. Heutige Volksmusik.” Sie habe sich nie für Andy Warhol und die Popkultur begeistern können, die sie als "etwas oberflächlich" bezeichnete. (Quelle: Danmarks Radio)

DK: Attraktion mit Kultur

Mehrere dänische Kleinstädte haben sich nach internationalem Vorbild als Buchstädte profiliert und damit städtische Randgebieten kulturell attraktiver gemacht. Literaturinteressierten Touristen und Einwohnern werden in den kleinen Städten literarische Angebote gemacht, wie Lesungen, die vom Verkauf gebrauchter Bücher bezahlt werden. (Quelle: Information)

DK: Harald Blauzahns Leute waren Polen

Bei Trelleborg auf Sjælland wurden kürzlich 48 Skelette gefunden, die dem Wikingerheer von Harald Blåtand (Harals Blauzahn) zugeschrieben werden. Viele der Soldaten des dänischen Königs seien dänischer Herkunft, die Mehrheit aber, so ergaben jetzt wissenschaftliche Untersuchungen, kam wahrscheinlich aus dem Ausland. Entdeckt haben das Archäologen der Universität in Aarhus, die Waffen und Keramik untersuchten, die aus Norwegen oder der südlichen Ostseeregion im heutigen Polen stammen. Blauzahn habe sich zu seiner Zeit bereits bewusst Verstärkung aus dem Ausland geholt. (Quelle: Danmarks Radio)

NO: Hurtigruten-Dokumentation kommt ins Guinness-Buch

Die norwegische Fährlinie Hurtigruten hat mit der Übertragung einer Fahrt von Bergen nach Kirkenes einen Guinnes-Weltrekord aufgestellt. Die über 134 Stunden dauernde Live-Übertragung des Norwegischen Fernsehens ist die längste Fernseh-Direktübertragung der Welt. Drei Millionen Zuschauer hatten die Schiffsfahrt im Fernsehen verfolgt und damit zugleich einen neuen Zuschauerrekord aufgestellt. (Quelle: Aftenposten)

EE: Erfolgreiches Sängerfest

Etwa 35 000 Kinder und Jugendliche nahmen am diesjährigen Sängerfest in Estland teil - das sind rund acht Prozent der Gesamtbevölkerung des baltischen Staats. Das große Jugend-Sänger- und Chorfestival für traditionell estnisches Liedgut findet alle zwei bis drei Jahre statt und zieht wie alle großen Sängerfeste viele begeisterte Teilnehmer an. Die estnischen Sängerfeste haben eine lange Tradition. Seit 1869 gehören sie zu den größten Kulturveranstaltungen im Land. Sie spielten auch eine wichtige Rolle in der Unabhängigkeitsbewegung Anfang der 1990er Jahre, die auch als "Singende Revolution" bezeichnet wird. (Quelle: Baltic Times)

DK: Lars von Trier bereut Dogville

Der dänische Regisseur Lars von Trier bedauert seinen mit Nicole Kidman in der Hauptrolle gedrehten Film "Dogville". Der 32jährige mutmaßliche Massenmörder Anders Behring Breivik hatte das Werk als seinen Lieblingsfilm bezeichnet. Es habe ihn inspiriert. Der Film, den von Trier selbst für einen seiner besten hält, hätte nie gedreht werden sollen, so der Däne nun. (Quelle: Politiken)

SE: Premiere für neues Bühnenstück von Jonas Gardell

Am 13. Juli hatte das Untergangsmärchen "Människor i solen" (Menschen in der Sonne) vom Autor Jonas Gardell (dessen in Deutschland wohl bekanntestes Buch "Ein Komiker wächst heran" ist) im Freilichttheater in Stockholm Premiere. Im Stück treffen sich per Zufall zwei dysfunktionale Paare und entscheiden sich, gemeinsam Midsommar zu feiern. Dabei geht es um Misstrauen und Vertrauen und die unerlässliche Zuversicht in die Zukunft, wenn wir irgendetwas verändern möchte. (Quelle: Sveriges Radio)

 

[Juni 2011]

NO: Museum anstatt Arztbesuch

Kultur ist gut für die Gesundheit. Das hat jetzt eine norwegische Studie herausgefunden. Auch dänische Forscher hatten bereits einen Zusammenhang zwischen dem "Hunger nach Kultur" und besserer Gesundheit entdeckt. Wenn man öfter ins Theater, Konzert oder Museum geht, zählt man zu den glücklicheren Menschen. Die aktuelle Studie der Forscher aus Trondheim zeigt nun, dass Kultur und physisches Wohlbefinden viel miteinander zu tun haben. 50 000 Menschen aus Norwegen wurden nach ihrer kulturellen Aktivität befragt. Danach sind 84 Prozent aller kulturell-aktiven Norweger gesund bzw. sehr gesund. Menschen, die ihr Leben und ihre Umgebung positiv einschätzten, so die These, hätten eine Tendenz gesünder zu sein und auch verstärkt an Kulturaktivitäten teilzunehmen. (Quelle: Dankmarks Radio)

DE: Bald neue deutsch-skandinavische Schule in Berlin?

Eine Berliner Initiativgruppe bereitet derzeit die Gründung einer Deutsch Skandinavischen Gemeinschaftsschule vor. Die Einrichtung soll die Klassenstufen 1 bis 13 umfassen. Deutsche oder skandinavische Interessenten können sich auf der Internetseite www.dsg-schule.de informieren. (Quelle: Kulturhus Berlin)

NORD/SE: Musikpris 2011 für Schweden Mats Gustafsson

Der Saxofonist und Komponist Mats Gustafsson aus Schweden erhielt den diesjährigen Großen Musikpreis 2011. Der als Improvisationsmusiker bekanntgewordene Gustafsson habe einen völlig neuen Saxofon-Stil geschaffen, der die Grenzen musikalischer Genres sprenge. Er habe die Ausdrucksform des Instrumentes nicht nur erneuert, sondern wiederentdeckt. Der Preis wird im November in Kopenhagen übergeben. (Quelle: Nordischer Rat)

SE: Peace and Love mit neuem Besucherrekord

Das Peace-and-Love-Festival in Borlänge ist schon jetzt das größte seiner Art in Schweden und es wächst stetig weiter. Bisher sind für dieses Jahr bereits 41298 Tickets verkauft. Im vergangenen Jahr erreichte das Festival 35 500 verkaufte Tickets. Mit voraussichtlich 42 000 verkauften Tickets, übertrifft das Festival erneut seinen Besucherrekord vom letzten Jahr. Auf dem Peace and Love treten in diesem Jahr unter anderem Bob Dylan, MIA, Kings of Leon und The Strokes auf. Das Festival findet vom 28. Juni bis 2. Juli 2011 statt. (Quelle: Svenska Dagbladet )

SE: Die Nobelpreismedaillen werden ausländisch

Das Münzprägewerk in Eskilstuna muss schließen. Damit verlagert sich die Herstellung des vielleicht Schwedischsten der Schweden, der Nobelpreismedaillen, ins Ausland. Das finnische Münzprägewerk als der Besitzer von Eskilstuna hat vor, die Werkstore dort zu schließen. Damit geht eine tausendjährige Epoche zu Ende, und Schweden steht ohne eigene Münzprägung da. Zwar zog die eigentliche Münzherstellung bereits vor einigen Jahren nach Finnland um, aber das schwedische Münzwerk erfüllte immer noch Prestigezwecke, u. a. für den Hof oder die Nobelstiftung. Die Nobelpreismedaillen werden damit nun nicht länger in Schweden hergestellt. Das schwedische Münzwerk, das bereits 1995 seine Produktion einstellen musste, wurde 2002 von dem Münzwerk in Finnland übernommen. Das Münzwerk in Eskilstuna hat bis dato noch sechs Angestellte. Nach Angaben des Münzwerkes in Finnland sind gestiegen Löhne die Ursache für die Schließung. (Quelle: Schwedisches Fernsehen)

USA/SE: Daniel Craig als Mikael Blomkvist

Hollywood verfilmt Stieg Larssons Romane. Das irritieret in Skandinavien viele Fans, vor allem natürlich in Schweden, so bislang eine gewisse Skepsis gegenüber den Neuverfilmungen herrscht. Der britische Schauspieler Daniel Craig hat die Hauptrolle in der Hollywoodproduktion von Stieg Larssons Millenium-Trilogie ergattert. der 42jährige Craig, vor allem durch seine Rolle als James Bond bekannt, wird den Journalisten Mikael Blomqvist spielen. Regie führt David Fincher, der mit Filmen wie "Fight Club", "Panic Room" oder "Der seltsame Fall des Benjamin Button" bekannt geworden ist. Die Rolle der Lisbeth Salander wird von der noch unbekannten Rooney Mara gespielt werden. Für die Rolle des Patriarchen Henrik Vanger ist zurzeit Max von Sydow im Gespräch. "The Girl with the Dragon Tattoo", ist der amerikanische Titel des ersten Buches und Films "Män som hatar kvinnor" (Männer, die Frauen hassen) aus der Millenium-Trilogie und soll voraussichtlich im Dezember 2011 in den USA anlaufen.
(Quelle: Dagens Nyheter)

DK: H.C.-Andersen-Märchen kehrt zurück

"Du kennst ja die Geschichte von Holger Danske..." – mit diesen Worten beginnt das Märchen von H.C. Andersen-eventyret "De vises sten" ("Holger Danske" im Deutschen). Das Manuskript des Märchens hat seit 1999 mehrfach den Besitzer gewechselt. Immer wieder wurde spekuliert, ob es ein Original sei, was den Preis zuletzt auf Rekordhöhe trieb und es zum teuersten H.C.-Andersen-Manuskript aller Zeiten machte. Jetzt hat die Königliche Bibliothek dieses Dokument als Geschenk erhalten, um sicherzustellen, dass die Schrift bewahrt und der Öffentlichkeit erhalten bleibt. Das Geschenk kam vom "15. Juni Fonden", der das Manuskript kaufte. Das Märchen wurde von Andersen 1858 geschrieben und erstmals im Volkskalender für Danmark 1859 veröffentlicht. (Quelle: Danmarks Radio)

NO: Ausstellung über Wenche Myhre

"Wenches verden" (Wenches Welt) wird im "Norsk senter for Pop og Rock" in Trondheim gezeigt. In Rockheim, dem nationalen Erlebniszentrum für Pop und Rock, wird damit die lange Karriere der norwegischen Sängerin geehrt. Bei der Eröffnung waren auch der Großherzog von Luxemburg und das norwegische Königspaar anwesend. (Quelle: Norwegisches Fernsehen)

[Mai 2011]

NORD: Der Norden beim Cannes-Festival

Aus vier nordischen Ländern gibt es zum 64. Filmfestival in Cannes Filme im offiziellen Programm. Dänemark wird durch Lars von Trier und seinen Film "Melancholia", Frederikke Aspöcks "Labrador" und "Drive" von Nicolas Winding Refn vertreten. In der Sektion "Un Certain Regard" wird "Oslo, August 31st" vom Norweger Joachim Trier gezeigt. Aki Kaurismäki nimmt zum vierten Mal am Kampf um die Goldene Palme teil, dieses Jahr mit "Le Havre". Aus Schweden werden in der Sektion "die Wahl der Regisseure" Ruben Östlunds "Play", die Kurzfilme "Killing the chicken to scare the monkeys" von Jens Assur und "Las Palmas" von Johannes Nyholm gezeigt.
(Quelle: Svenska Dagbladet und Hufvudstadsbladet)

SE: Werke der Gründer des schwedischen "Folkhemmet" komplett im Internet

Die Werke von Alva und Gunnar Myrdal, die in den 1930er Jahren die Idee vom schwedischen "Folkhemmet" schufen, werden nun allgemein zugänglich und im Internet veröffentlicht. Dies beschloss jetzt die Stadt Stockholm, die seit den 1980er Jahren bereits in Besitz dieser Arbeiten ist. Damit gehöre das Werk auch den Bürgern, so der Stockholmer Kulturrat. (Quelle: Dagens Nyheter)

SE: Neue Geldscheine und Münzen in Schweden

Die Schwedische Reichsbank (Svenska Riksbanken) stellt neue Geldscheine und Münzen her. Zwei komplett neue Werte werden dabei ins Leben gerufen: Die Zwei-Kronen-Münze und der 200-Kronen-Schein. Auf den Münzen ist nach wie vor der schwedische König abgebildet. Für die anderen Scheine sind jedoch ganz neue Gesichter und Landschaften vorgesehen: Der ehemalige UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld und lappländische Landschaften für den 1000-Kronen-Schein, die Opernsängerin Birgit Nilsson und ihre südschwedische Heimatlandschaft für den 500-Kronen-Schein, Ingmar Bergman und Landschaften Gotlands, wo er in Fårö seinen Hauptwohnsitz hatte, für den 200-Kronen-Schein, Greta Garbo und Landschaften um Stockholm für den 100-Kronen-Schein, Liedermacher Evert Taube und Motive aus der Landschaft Bohuslän nördlich von Göteborg für den 50-Kronen-Schein sowie Astrid Lindgren und småländische Landschaften für den 20-Kronen-Schein. Frühestens 2014 kommen die neuen Scheine und Münzen in Gebrauch. (Quelle: Svenska Dagbladet)

NO: "Gjenferd" von Jo Nesbø

Im Juni erscheint das neue Buch des norwegischen Schriftstellers Jo Nesbø im Aschehoug Verlag in Oslo. Der Krimi "Gjenferd" ("Gespenst") erzählt weiter über die Abenteuer von Detektiv Harry Hole. Den erwarten nach seiner Rückkehr aus Hong Kong nach Norwegen neue Überraschungen. (Quelle: Dagbladet)

NORD: Literaturpreis des Nordischen Rates an Gyrðir Elíasson

Der mit 40.000 Euro dotierte Literaturpreis des Nordischen Rates ging dieses Jahr an den Isländer Gyrðir Elíasson für seine Novellensammlung "Milli trjánna" (dt. "Unter den Bäumen"). Die Jury ehrte ihn damit für seine "stilistisch hochstehende Wortkunst, die innere und äußere Bedrohung im Dialog mit der Weltliteratur schildert." Favoritin für den Preis war außerdem die norwegisch-schwedische Schriftstellerin Beate Grimsrud mit ihrem Buch "En dåre fri" (dt. Ein Tor auf freiem Fuß). (Quelle: Svenska Dagbladet)

SE: Mal was anderes von Stieg Larsson

Die Stiftung Expo hat Anfang April eine Sammlung mit dem Titel "En annan Sida av Stieg Larsson – artiklar och andra texter" (dt. "Eine andere Seite von Stieg Larsson – Artikel und andere Texte") mit Kolumnen, Reportagen und Buchauszügen des 2004 verstorbenen Schriftstellers herausgebracht. Ziel der Sammlung ist es, Stieg Larssons Autorenschaft jenseits der Milleniumtrilogie entdecken zu können. Neben seiner Arbeit als Autor war Larsson auch als Chefredakteur für die Zeitschrift Expo tätig, wo er bis zu seinem Tod schwedischen und internationalen Rechtsextremismus erforschte. (Quelle: Sveriges Radio)

SE: Strindbergs Fröken Julie wird verfilmt

Anlässlich des 100. Todestages von August Strindberg 2012 will der Regisseur des Stockholmer Theaters "Dramaten", Mikael Berg, das Stück "Fröken Julie" neu verfilmen. Gedreht wird auf Schloss Skottorp bei Laholm in Südschweden, Premiere soll auf dem Internationalen Filmfestival von Göteborg sein. (Quelle: Sveriges Radio)

NO: Norwegischer Film hat Premiere in New-York

Der norwegische Spielfilm "Få meg på, for faen" (engl. "Turn me on, goddammit") hatte am 23. April auf dem Tribeca Film Festival seine Weltpremiere. Das neunzigminütige Filmdebüt von Regisseurin Jannicke Systad Jacobsen lief im Hauptwettbewerb des Festivals. Der Film basiert auf Olaug Nilssens gleichnamigem Roman und handelt von der 15jährigen Alma, die in einer kleinen Stadt in Westnorwegen wohnt, wo fast nichts passiert. (Quelle: Aftenposten)

DK: Christiania steht zum Verkauf

Nach langen Diskussionen und Streitigkeiten über die Zukunft des Freistaats Christiania wurde den Bewohnern angeboten, das Areal für 150 Millionen Kronen zu kaufen – ein Schnäppchen, so das Maklerunternehmen EDC. Die Häuser in Christiania werden für 3500 Kronen pro Quadratmeter angeboten, ein sehr viel niedrigerer Preis als der momentane Marktpreis, der bei rund 10-15.000 Kronen liegt. Aber der Verkauf von Christiania ist auch kein normaler Verkauf. Der Preis, der verlangt wird, ist ein realistischer für beide Seiten, den Staat und die Christianitter, so Mike Legarth, der Sprecher Christianias. Die Dänische Volkspartei (DF) ist dennoch der Ansicht, dass der Preis zu niedrig ist und verlangt den Marktpreis. (Quelle: Politiken)

SE: Besetzung für schwedische Version von "The Office" steht fest

Der Fernsehsender TV4 plant eine schwedische Version der britischen Comedy-Serie "’The Office". Die Hauptrolle von Chef David Brent soll Henrik Dorsin, zuletzt bekannt durch die Humorserie "Grotesco", übernehmen. In weiteren Rollen werden Sissela Benn, Kim Sulocki und Björn Gustavsson in "Kontoret", so der schwedische Titel der Serie, dabei sein. (Quelle: Svenska Dagbladet)

SE: Neuer Chef der schwedischen Sozialdemokraten setzt sich für die Kultur ein

Håkan Juholt, seit März 2011 der neue Vorsitzende der schwedischen Sozialdemokraten, hat sich in seiner Rede zum 1. Mai für die Förderung der Kultur ausgesprochen. Ziel sei es, die Kultur zugänglicher zu machen, was unter anderem durch freien Eintritt für staatliche Museen und eine günstigere allgemeine Musikschule für Kinder realisiert werden soll. (Quelle: Sveriges Radio)

DK: Universität Kopenhagen nimmt Abstand von Bücherverbrennung

Nach heftigen nationalen wie internationalen Protesten hat die Universität Kopenhagen von ihren Plänen, mehrere hunderttausend Bücher zu verbrennen, Abstand genommen. Auf diese Weise wollte sich die Geisteswissenschaftliche Fakultät von rund einem Drittel ihres Bestandes trennen, der durch die Zusammenlegung mehrerer Teilbibliotheken in einem neuen Wissenschaftszentrum ab 2013 keinen Regalplatz mehr findet. Zur Begründung hieß es, dass aus Steuermitteln finanzierte Bücher nicht einfach weiterverkauft oder verschenkt werden könnten. Die Kritiker monierten neben Assoziationen zur nationalsozialistischen Bücherverbrennung, dass der Bibliothek durch diese Maßnahme wichtige forschungsrelevante Literatur verloren gehe. Nun hat Dänemarks Wissenschaftsministerin Charlotte Sahl-Madsen grünes Licht gegeben, die Bücher doch an andere Universitäten des Landes und Studierende zu verkaufen bzw. zu verschenken. (Quelle: Universitetsavisen, Jyllands-Posten)

DE: ARD kündigt Neuverfilmung von Nils Holgersson an

Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen soll zu Weihnachten als Mehrteiler in deutsche Wohnzimmer flimmern. Wie die ARD mitteilte, haben in Südschweden die Dreharbeiten zu einer Neuverfilmung des Kinderbuch-Klassikers von Selma Lagerlöf begonnen. Erzählt wird die Geschichte von Nils Holgersson, der, nach einem Streit mit dem Hauskobold in einen Däumling verwandelt, von einer Schar Wildgänse mit auf eine abenteuerliche Reise genommen wird. Neben Justus Kammerer in der Hauptrolle werden in der deutsch-schwedischen Koproduktion auch Pauline Rénevier, Stephanie Japp, Hinnerk Schönemann und Hanns Zischler zu sehen sein. Katja Riemann, Bastian Pastewka, Ben Becker, Yvonne Catterfeld und Ralf Schmitz werden den Wildgänsen ihre Stimmen leihen. (Quelle: ARD)

 

[April 2011]

SE: Verfilmung von Camilla Läckbergs "Kind auf Eis" geplant

Die schwedische Produktionsfirma "Tre vänner" plant eine Verfilmung des Bestsellerkrimis "Kind auf Eis" von Camilla Läckberg. Die Handlung in "Kind auf Eis" dreht sich um die Autorin Erika Falk, die aufwühlende Informationen über die Kindheit ihrer Mutter während des zweiten Weltkrieges aufdeckt. Thema des Buches sei ein Kindheitstrauma, aber ebenso eine wunderschöne Liebesgeschichte, so Produktionsleiterin von Tre Vänner, Helen Ahlsson. Die Besetzung wird auf dem Filmfestival in Cannes bekannt gegeben. (Quelle: Nordisk Film og Tv Fond)

SE: Kinder- und Jugendliteraturpreis „Almapriset“ an Shaun Tan

Am 29. März, wie beim Literaturnobelpreis um 13 Uhr, wurde der Preisträger des ALMA-priset, des Astrid Lindgren Memorial Award bekannt gegeben. Der mit 5 Millionen Schwedischen Kronen dotierte Kinder- und Jugendbuchpreis geht dieses Jahr an den australischen Zeichner und Autor Shaun Tan. Die Jury begründete ihre Wahl unter anderem damit, dass Tan ein virtuoser und visueller Erzähler, ein Wegweiser für neue Möglichkeiten des Bilderbuchs sei, und dass er die Grenzen des Erzählens durch ein Erzählen, das das ganze Bewusstsein in Anspruch nehme, sprenge. Ein wiederkehrendes Thema bei Tan ist die Kindheit und er bedient sich verschiedener Techniken, von Bleistift, Tusche, Farbstift bis hin zu Drucktechniken. (Quelle: Svensk Bokhandel)

DK/SE: Dänisches Nationalsymbol wieder in Dänemark

Nach fast 300 Jahren in Schweden ist am 30. März das „Jyske Lov“ (dt. Jütländisches Gesetz) wieder an Dänemark zurückgegeben worden. Das Gesetz sei ein wichtiges Nationalsymbol, das die Bildung Dänemarks als Rechtsstaat markiere. Wahrscheinlich sei das Gesetz für ganz Dänemark entworfen und so ein Symbol für Dänemark und dänische Identität, so der dänischer Kulturminister Per Stig Møller. Das Gesetz soll eine von nur vier erhaltenen Handschriften auf Dänisch vor 1300 sein. Demnächst ist das „Jyske Lov“ in der Königlichen Bibliothek in Kopenhagen zu sehen. (Quelle: Dänisches Kulturministerium)

IS: Neues Konzerthaus in Reykjavik

Die Kultur erhebt sich wieder auf Island. Am 13. Mai wird in der isländischen Hauptstadt ein neues Konzerthaus eingeweiht. Der Entwurf, der unter dem Namen „die Harfe“ bekannt ist, hat mindestens 160 Millionen Euro gekostet und steht am Osthafen. Verantwortliche Architekten sind Henning Larsen, der die neue Oper in Kopenhagen entworfen hat, und Batteríið Architects, von der das Kanzleihaus des Althing, des isländischen Parlamentsgebäudes, stammt. (Quelle: Svenska Dagbladet)

SE: Mehr zweisprachige Ortsschilder

Auf Meänkieli – also Tornedals-Finnisch – sollen künftig Ortsnamen in Schweden zu lesen sein. Die schwedische Regierung beschloss, Ortsschilder in historisch mehrsprachigen Gebieten erneuern zu lassen. Bislang wurden nur Ortsnamen auf Samisch und Finnisch zweisprachig neben dem Schwedischen ausgeschildert, was man nun auch auf Meänkieli erweitern will. Hintergrund des Beschlusses ist eine europäische Satzung zur Förderung von Minderheitssprachen. (Quelle: Svenska Dagbladet)

SE: Künstler gestalten neue Stockholmer S-Bahn

Der Stockholmer Nahverkehrsbetrieb „SL“ lädt Künstler der Europäischen Union ein, die neue S-Bahn „Citybanan“ zu dekorieren. Der Wettbewerb ist für die beiden derzeit im Bau befindlichen Bahnhöfe „Stockholm City“ und „Stockholm Odenplan“ ausgeschrieben. SL rechnet mit großer internationaler Aufmerksamkeit und wünscht sich für die Stationen „funktional, ästhetisch und finanziell durchdachte Vorschläge“. (Quelle: Svenska Dagbladet)

DE: Bloggen über Nordeuropa

Wer sich abseits der Tagespresse über die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen informieren will, kann dies in verschiedenen Blogs tun: estland.blogspot.com, lettland.blogspot.com und litauen.blogspot.com bieten aktuelle Informationen auf Deutsch und Englisch rund um Politik, Kultur und Gesellschaft in den drei Ländern. In „HighNorth – Der Nordeuropakorrespondenten-Blog“ bloggen zwei deutsche Auslandskorrespondenten zu politischen und kulturellen Themen in Skandinavien.

[März 2011]

US/DK: Oscar für Regisseurin Susanne Bier

"And the Oscar goes to...”In a better world”...from Denmark...Susanne Bier”. Mit ihrem Drama "Hævnen" holte die dänische Regisseurin zum ersten Mal seit über zwanzig Jahren wieder einen Oscar in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" nach Dänemark.

Die 50järige zeigte sich deutlich gerührt, als sie die Ehrung von Schauspielerin Helen Mirren entgegen nahm: "Das ist ein echter Oscar", richtete sie in ihrer Dankesrede an ihre Eltern. Henrik Bo Nielsen, Direktor des dänischen Filminstituts, erhofft sich mit diesem Oscar nun größere Chancen für den dänischen Film und die Talente in der dänischen Filmbranche auf dem amerikanischen Markt. Am 17. März startet der Film unter dem Titel "In einer besseren Welt" in den deutschen Kinos. (Quelle: Danmarks Radio)

DE/SE/DK: Stieg-Larsson-Reihe mit Quotenrekord

Die Verfilmung der "Millennium"-Trilogie des schwedischen Bestseller-Autors Stieg Larsson sorgte auf dem renommierten ZDF-Krimiplatz am Sonntagabend für einen neuen Quotenrekord: Durchschnittlich 4,17 Millionen Zuschauer – ein Marktanteil von 17,8 Prozent – verfolgten die mit Hochspannung erzählten Geschichten um Lisbeth Salander und den Enthüllungsjournalisten Mikael Blomkvist. Das ZDF hatte seit Ende Januar 2011 in einer sechsteiligen Stieg-Larsson-Reihe am Sonntagabend die Originalversion der "Millennium"-Trilogie präsentiert, die 2009 als internationale Koproduktion verfilmt wurde und in einer verkürzten Fassung in den europäischen Kinos lief. Die drei Romane "Verblendung", "Verdammnis" und "Vergebung" wurden in jeweils zwei Folgen à 90 Minuten ausgestrahlt. (Quelle: ZDF)

IS: Popmusiker Jónsi wurde mit neuem Nordischen Musikpreis geehrt

Der Isländer Jónsi ist der Erste, dem der neue Musikpreis Nordic music prize verliehen wurde. Der Sigur-Rós-Gitarrist wurde für seine Soloplatte "Go" belohnt. Der Preis wurde ihm am 19. Februar auf der Musikkonferernz "by:Larm" von Kronprinz Haakon von Norwegen überreicht. Jónsis Album stand im Wettbewerb mit elf weiteren nordischen Platten, darunter unter anderem Dungens "Skit i allt" und Robyns "Body talk". (Quelle: Svenska Dagbladet)

SE: Mikael Persbrand spielt nordischen James Bond

Der schwedische Filmstar Mikael Persbrand, der unter anderem in dem Oscar-prämierten Film "In einer besseren Welt" (Originaltitel "Hævnen") mitgespielt hat, übernimmt die Rolle als nordischer James Bond Carl Hamilton (alias Coq Rouge) in den Verfilmungen von Jan Guillous Trilogie. Die Dreharbeiten von "Im Interesse der Nation", "Im Namen Ihrer Majestät" und "Nicht, wenn es um meine Tochter geht" (die deutsche Übersetzung des dritten Teils liegt noch nicht vor) beginnen in diesem Frühling. Der erste Film kommt am 13. Januar 2012 in die Kinos. Stefan Thunberg, einer der Drehbuchautoren der Wallander-Serie, ist ebenso an der Verfilmung beteiligt.
(Quelle: Nordisk Film og TV Fonds)

SE: Schwedischer Debütpreis an Jungautor Eli Levén vergeben

Eli Levén heißt der Gewinner des diesjährigen "Katapultpriset", dem Debütpreis des Schwedischen Schriftstellerverbandes. Ausgezeichnet wurde der 26-jährige Autor damit für seinen Erstling "Du är rötterna som sover vid mina fötter och Håller jorden på plats" (dt. ”Du bist die Wurzeln, die an meinen Füßen schlafen und die Erde an ihrem Platz halten"). In der Begründung für der Jury heißt es: "Eli Levéns Roman ist eine intensive und geladene Schilderung der Suche eines jungen Menschen nach Identität und Zugehörigkeit". (Quelle: Svenska Dagbladet)

DK: Dänischer Filmpreis "Robert" verliehen

Im Februar wurde in Dänemark der „Robert“ verliehen. Die nach ihrem Bildhauser Robert Jacobsen benannte Statuette ist neben der „Bodil“ Dänemarks wichtigster Filmpreis und orientiert sich an den Richtlinien der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS), die auch den Oscar vergibt. Erfolgreichster Preisträger war der Film "R", der insgesamt acht Roberts erhielt, u. a. in den Kategorien Bester Film, Bester Regisseur und Bestes Drehbuch. "R" stellt gnadenlos das Dasein in einem dänischen Gefängnis dar, in dem sich die Hauptperson des Dramas sich einem gewalttätigen und hierarchischen Umfeld zurechtfinden muss. Fünf Roberts erhielt außerdem der Film "Submarino" von Thomas Vinterberg. Der Film, der als sozialrealistisch bezeichnet werden kann, handelt von einem drogenabhängigen Vater, der um seinen Sohn kämpft. (Quelle: Dänisches Filminstitut, Danmarks Radio)

SE: Neuer schwedischer Verlag für Kinderliteratur

Der Piratförelaget gründet im September dieses Jahres einen Kinderliteraturverlag, der "Lilla Piratförlaget" (Kleiner Piratenverlag) heißen wird. Ziel des neuen Verlages werde sein, schwedische und übersetzte Literatur für Kinder in allen Altersgruppen herauszugeben. Bereits heute erscheinen beim Piratförelaget Kinderbücher von Autoren wie Fredrik Skavlan und Unni Lindell. Mit dem neuen Verlag wolle man auf eine größere und breitere Veröffentlichung von Kinderbüchern setzen. (Quelle: Svenska Dagbladet)

NORD: Neues Tournee-Netzwerk für das nordische Theater

In Nordeuropa gibt es immer neue großartige Theaterproduktionen, doch selten kann das Publikum die vielen interessanten Aufführungen seiner nordischen Nachbarn besuchen. Zur Abhilfe hat die Kopenhagener Theatergruppe Får302 ein Tournee-Netzwerk ins Leben gerufen, mit dessen Unterstützung jährlich fünf bis zehn Produktionen auf Reisen durch den Norden gehen sollen. Mittlerweile haben sich freie Theatergruppen ebenso wie größere Bühnen, Festivals und Gastspielbühnen von Reykjavík bis Riga dem Projekt angeschlossen. Zur Finanzierung der kostenintensiven Gastspielreisen wurden Mittel der EU beantragt. Das Netzwerk verspricht sich von der Initiative, das Repertoire der einzelnen Theater zu erweitern und das Verständnis des Publikums für die Sprachen und Theaterformen in den nordischen Nachbarländern zu fördern. (Quelle: Sydsvenska Dagbladet)

NO: Junge Liebe im Kino

Mit "Jørgen + Anne = Sant” (”Jørgen + Anne = Für immer”) hat die norwegische Regisseurin Anne Sewitsky bei der Berlinale einen außergewöhnlichen Kinderfilm präsentiert. Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Vigdis Hjort, weicht die Erzählung ab von genretypischen Wegen. Die Fünftklässlerin Anne trägt lieber zerrissene Hosen statt schicke Kleider und tobt gern herum. Mit dem plötzlichen Erscheinen des neuen Mitschülers Jørgen wird ihr Leben auf den Kopf gestellt. Kann man als 10jährige verliebt sein? "Jørgen + Anne = Sant" tastet sich an kindliche Entwicklung heran und versucht mit Humor und Respekt abzubilden, wie sich junge Liebe anfühlt. "Jørgen + Anne = Sant” hatte am 25. Februar in den norwegischen Kinos Premiere. (Quelle: Dagsavisen)

NO: Kongsberg Jazzfestival erweitert Programm

Vor wenigen Wochen gaben die Organisatoren des Kongsberg Jazzfestivals erste Namen für das diesjährige Programm bekannt. Vom 06. bis 9. Juni folgt man mit Künstlern wie Charles Lloyd und Brad Mehldau einem bekannten Konzept von improvisierter Musik und klassischem Rock. Nun wollen die Veranstalter mit einem ausgebauten Programm begeistern. Einer der Höhepunkte wird der Auftritt des deutschen Saxophonisten Peter Brötzmann. Der Free Jazz-Musiker wird nicht nur solo, sondern zusammen mit Paal Nilssen-Love und Massimo Pupillo auch Duo- und Triokonzerte spielen. Nachdem im ersten Gang bereits Primus angekündigt wurde, ist nun bekannt, dass die amerikanische Band im Rahmen eines Doppelkonzerts mit Motorpsycho auftreten wird. Die Macher des Festivals setzen damit nach eigenen Angaben auf "Qualitätsrock mit Jazzreferenz". Der skandinavische Jazz wird u.a. durch das Arild Andersen Quintet und das Håvard Stubø Quartet präsentiert.
(Quelle: Aftenposten)

BALT: Teilnehmer für den Eurovision Song Contest stehen fest

Estland, Lettland und Litauen haben ihre die Teilnehmer für den diesjährigen Eurovision Song Contest, der im Mai in Düsseldorf stattfindet, ausgewählt und offiziell bekannt gegeben: In Lettland wurde das populäre Duo "Musiqq" gewählt, um mit dem englischsprachigen Lied "Angel In Disguise” ihr Land bei dem Wettbewerb zu vertreten. In Estland wurde die Sängerin Getter Jaani nominiert, die mit "Rockefeller Street" versuchen wird, den Preis zu gewinnen. Für Litauen geht Evelina Sasenko mit einem französischen Titel "C'est Ma Vie" ins Rennen. (Quelle: Baltic Times)

[Februar 2011]

DK: Oscar-Nominierung für "Hævnen" von Susanne Bier

Dänemarks Filmbranche darf wieder auf einen Oscar hoffen. Das Familiendrama "Hævnen" ("Die Rache") der dänischen Regisseurin Susanne Bier geht am 27. Februar ins Rennen um den Oscar als Bester fremdsprachiger Film. In Dänemark haben bisher 415.000 Zuschauer den bereits mit einem Golden Globe ausgezeichneten Streifen gesehen. "Dass Sie sich wirklich trauen, in einen Film Vertrauen zu setzen, in dem Leute reden, als hätten sie eine Kartoffel im Hals", staunte Bier über diesen Preis. Bier war bereits 2007 mit "Efter brylluppet" ("Nach der Hochzeit") für den Oscar nominiert. Wirklich gewonnen haben ihn in der dänischen Filmgeschichte bisher nur zwei Filme: Gabriel Axels "Babettes Fest" 1988 und Bille Augusts "Pelle, der Eroberer" 1989. Am 17. März startet "Die Rache" auch in den deutschen Kinos.

Erst wurde "Hævnen" (dt: Die Rache) mit einem Golden Globe ausgezeichnet. Als die gerührte und frohe Susanne Bier den Preis entgegennahm, äußerte sie sich scherzhaft über die Auszeichnung: "Dass Sie sich wirklich trauen, an einen Film Vertrauen zu setzen, wo Leute reden, als hätten sie eine Kartoffel im Hals." Am 25. Januar wurde dann in Los Angeles bekanntgegeben, dass der Film nun auch im Rennen um den "Best Foreign Language Film" bei der Oscar-Verleihung am 27. Februar mit dabei ist.

Nur zweimal in der Geschichte der Golden Globes waren dänische Filme nominiert. Es handelte sich um die Filme "The Word" von Carl Theodor Dreyer 1956 und "Pelle der Eroberer" von Bille August in 1988. Vor vier Jahren schon Bier für ihren "Efter brylluppet" ("Nach der Hochzeit") in derselben Kategorie für den Oscar nominiert. 1988 und 1989 wurden die dänischen Filme Babettes gæstebud ("Babettes Fest") und Pelle Erobreren ("Pelle, der Eroberer") mit einem Oscar geehrt.

In Dänemark haben schon 415.000 Personen "Hævnen" gesehen, und der Film hatte bereits Kinopremiere in den Nordischen Ländern. In den nächsten Monaten wird der Film in anderen Ländern zu sehen sein, darunter den USA und auch Deutschland.
(Quelle: Sveriges Radio, Dänisches Filminstitut)

SE: Schwedische Filmpreise für das Jahr 2010 verliehen

Bei der Gala zum schwedischen Filmpreis, dem "Guldbagge", räumten drei Filme jeweils drei Auszeichnungen ab: Svinalängorna, Till det som är vackert und Snabba cash.

Für die Überraschung des Abends sorgte jedoch Debütant Babak Najafi, dessen Film Sebbe als Bester Film geehrt wurde. Trotz seiner Auszeichnung als Bester Debütfilm auf der Berlinale 2010 hatten nur wenige an ihn bei der "Guldbaggegalan" geglaubt. Der Debütant Andreas Öhman, dessen Film I rymden finns inga känslor für vier Preise nominiert war, musste die Preisverleihung mit leeren Händen verlassen.
(Quelle: Dagens Nyheter)

LI: 100. Todestag von Mikalojus Konstantinas Ciurlionis

2011 ist für Litauen ein besonderes Jahr - vor 100 Jahren verstarb Mikalojus Konstantinas Ciurlionis (geboren 1875). Er gilt als bedeutendster Künstler des Landes. Ciurlionis war ein geniales, innovatives, visionäres Multitalent und schuf sich sowohl als Komponist als auch als Maler einen grossen Namen. Mit seinem künstlerischen Werk versuchte er, die Idee von der Kunstsynthese zu verwirklichen, indem er eine eigene Welt von Visionen und lyrischen Phantasien schuf. Ein Großteil seiner Werke entstand zwischen 1906 und 1909. Er starb im Alter von nur 36 Jahren. Die Annerkennung, die ihm zu Lebzeiten verwehrt wurde, erhielt er nach seinem Tode - heute gilt er als künstlerisches Genie (Quelle: Litauen.info)

SE: Bergman-Begeisterung in Berlin

Der schwedische Regisseur und Drehbuchautor Ingmar Bergman ist diesen Frühling in Berlin aktuell. Auf der Berlinale wird ihm die Retrospektive gewidmet. Aus diesem Anlass werden die Schauspielerinnen Liv Ullmann, Harriet Andersson und Gunnel Lindblom von ihrer Beteiligung an den Bergman-Filmen sprechen. Bereits Ende Januar eröffnete das Filmmuseum am Potsdamer Platz eine umfassende Bergman-Ausstellung unter dem Titel "Lüge und Wahrheit".

Ob die Ausstellung auch in Schweden zu sehen sein wird, ist noch ungewiss. Erst nachdem die Ausstellung in Los Angeles auch auf internationale Resonanz stieß, kündigten schwedische Museen Interesse an. Dies sei wenig verwunderlich, so Jan Holmberg, Vorsitzender der Bergman-Stiftung: Bergman sei eben im Ausland immer beliebter als in Schweden.

Die Ausstellung wird bis Ende Mai laufen, zudem erscheint ein 100seitiger Katalog.
(Quellen: Sveriges Radio, Dagens Nyheter)

Ostsee: Folk Baltica/Kulturhauptstadt 2017

Diesjähriges Thema des Musikfestivals Folkbaltica sind europäische Kulturhauptstädte. Hintergrund ist die Bewerbung Sønderborgs mit der Grenzregion Sønderjylland-Schleswig als Kulturhauptstadt 2017. Eingeladen sind Musiker aus sieben Städten, die bereits diesen Titel trugen oder sich bewerben. Dazu gehören auch Turku und Tallinn, die dieses Jahr europøische Kulturhuaptstødte sind. 42 Veranstaltungen präsentieren in Sønderborg, Flensburg und in der Grenzregion verschiedene Musikstile aus Ostseeländern - Folk, Jazz, Klassik und Weltmusik. Die Folkbaltica läuft vom 6. bis 10. April. (Quelle: Ars Baltica)

SE: Stockholmer Humor zieht weite Kreise

Ein Sprach- und Lachvergnügen begeistert derzeit die Stockholmer Kulturszene: "... leicht, sofort zu lieben, und das Publikum lacht sich wahnsinnig vor lauter Wiedererkennungseffekten", schreibt die schwedische Zeitung Svenska Dagbladet über die neue Comedy-Show "ljust & fräscht" von Henrik Schyffert und Fredrik Lindström in Stockholm. In der 90minütigen Satireshow richten sich die beiden Künstler an die Stockholmer Mittelklasse: ständig auf der Wohnungssuche in ein besseres Haus, eine bessere Umgebung, ein schöneres Leben. In der amüsanten Vorstellung dreht sich alles um das Lieblingsthema der Schweden "Wohnen und Einrichten". Darüber hinaus werden aktuelle Themen von der schwedischen Wirtschaft bis zur Gesellschaft thematisiert und ihre Eigenheiten parodiert. (Quelle: Svenska Dagbladet)

SE: Kulturministerin erntet heftige Kritik

Schwedens Kulturministerin Lena Adelsohn Liljeroth (Moderaterna) hat in schwedischen Kultur- und Oppositionskreisen eine heftige Debatte entfacht. In einem Radiointerview hatte die bürgerlich-konservative Politikerin schwedische Kulturjournalisten für das geringe Kultursponsoring der schwedischen Wirtschaft verantwortlich gemacht. Kultur werde als schwer zugänglich erlebt und wecke anders als der Sport kritische Fragen. Sie forderte deshalb von der Branche selbst und den Journalisten, stärker das Interesse der Allgemeinheit zu bedienen. In einem früheren Interview äußerte sie sogar, eine Milliarde Kronen für die Kultur sei eine Milliarde weniger für das Volk. (Quelle: Svenska Dagbladet)

DK: Bo Skovhus erhält P2-Kunstpreis

Der dänische Bariton gewann den diesjährigen großen Preis des wichtigen Klassiksenders P2. In der Begründung heißt es, Bo Skovhus sei einer der herausragenden klassischen Musiker Dänemarks und habe seit mehr als 20 Jahren die internationale Opernszene beeinflusst. Skovhus zeichne seine persönliche maskuline Durchsetzungskraft und starke psychologische Charakterzeichnung aus.
(Quelle: Danmarks Radio)

GB/DK/SE: Dänischer Regisseur gewinnt britischen Filmpreis

Der dänisch-schwedische Publikumserfolg "Mænd, der hader kvinder" (Verblendung) in der Regie des Dänen Niels Arden Oplev erhielt den britischen Filmpreis für den besten nicht-englischsprachigen Film erhalten. Niels Arden Oplev teilt sich den Preis mit dem Produzenten Søren Stærmose. (Quelle: Danmarks Radio)

[Januar 2011]

DK: Bücherlesen in der Arbeitszeit

Der dänische Brot- und Kuchenhersteller Easyfood in Kolding ist einer der ersten Betriebe in Dänemark, die einen Leseklub für ihre Mitarbeiter eingerichtet haben. Bislang sei das Wohl der Mitarbeiter nur auf den physischen, weniger auf den geistigen Bereich gelegt worden. "Gehirngymnastik" solle nunmehr eine größere Rolle spielen, erklärte Easyfood-Direktor Flemming Paasch. Bücherlesen solle die Gelegenheit bieten, über etwas anderes als über die Arbeit zu sprechen, gemeinsame Interessen zu entdecken und darüber reden. Mittlerweile haben sich 20 von 100 Mitarbeitern im Leseklub angemeldet. Selbst wenn die eine Stunde für den Leseklub in der Arbeitszeit liege, investiere das Unternehmen dies gern. (Quelle: Danmarks Radio)

SE: Kaffeflicka und askänka unter den neuen schwedischen Wörtern 2010

Askänka, kaffeflicka und stupstockspolitik. Das sind einige der neuen Wörter, die im vergangenen Jahr in Schweden kreiert oder üblicher geworden sind und nun in der Jahresliste des Schwedischen Sprachrates (Språkrådet) vorgestellt werden. Fortan kann man auch, wenn man so veranlagt ist, bjästa, das heißt, Partei nehmen für den Verbrecher und das Opfer mobben. Es sind die Ereignisse vom März 2009 in Bjästa bei Örnsköldsvik, die derart Eindruck im Bewusstsein der Schweden hinterlassen hat, dass ein neues Verb entstanden ist. Hintergrund ist die Vergewaltigung eines 14jährigen Mädchens, wobei der Vergewaltiger die Sympathien der Ortsbevölkerung gewann, aber das Mädchen musste den Ort verlassen.

Språkrådet präsentierte am 28. Dezember seine Liste über neue Wörter oder Wörter, die eine erhöhte Frequenz der Verwendung während des Jahres erfahren haben. Wie erwartet sind viele Wörter Konstruktionen, die was mit dem Internet und sozialen Medien zu tun haben. Zum Beispiel kann man ein bloppis (blogg + loppis [flohmarkt]) haben, also Sachen über den eigenen Blog verkaufen. Weitere Wörter im selben Bereich sind facebooka, spotifiera und wikiläcka. Kaffeflicka heißt der Definition von Språkrådet zufolge eine Frau, die eingeladen ist als "etwas Süßes zum Kaffee" bei einem Herrenabendessen, was im Zuge der Buchveröffentlichung zum schwedischen König auftauchte. Weitere neue Wörter rühren vom isländischen Vulkanausbruch her, etwa askbränd, askstoppad und vulkanresa. Das Ereignis hat auch Wörter wie askänkor (Aschenwitwe) und vulkanänklingar hervorgebracht. (Quelle: Svenska Dagbladet)

DK: Kopenhagens Buchhandlungen sind die teuersten der Welt

Die dänische Hauptstadt ist die weltweit teuerste Stadt, um Kaffee und Bücher zu kaufen. Das ergab eine Studie von Verbraucherschützern, die exemplarisch den Preis für Stieg Larssons Krimi "Mænd der hader kvinder" untersuchten. Der war im Vergleich zu anderen Ländern in Kopenhagen am höchsten. Ein Kaffee für unterwegs sei hier ebenfalls überdurchschnittlich teuer gegenüber anderen Städten. In der indischen Stadt Mumbai koste eine Tasse take away-Kaffee durchschnittlich ein Fünftel des Preises von Kopenhagen, Larssons Buch kostet dort weniger als die Hälfte des Preises in Kopenhagen. (Quelle: Danmarks Radio)

DK: "Hævnen" für Golden Globe nominiert

Dänemarks Teilnehmer für die Oscar-Kandidatenvorrunde ist außerdem für den Golden Globe als bester nicht-englischsprachiger Film nominiert worden. Susanne Biers neuer Film, der auf dem Festival in Toronto Weltpremiere feierte, wurde in Rom mit dem Preis für die beste Regie und in Sevilla für das beste Drehbuch ausgezeichnet. In Dänemark gingen bereits 413.000 Besucher ins Kino, um den Film zu sehen. (Quelle: Dänisches Filminstitut)

SE: Nominierungen zum schwedischen Filmpreis "Guldbaggen"

Das Filmjahr 2010 hat in Schweden viele Neueinsteiger und vor allem auch weibliche Filmproduzentinnen und Regisseurinnen hervorgebracht. In der Liste der Nominierten ist dies deutlich wieder zu erkennen. In der Rubrik "beste Regie" etwa finden sich zwei weibliche Regisseure: Pernilla August mit dem Film "Svinalängorna" und Lisa Langseth mit "I rymden finns inga känslor" (Simple Simon).

Mit insgesamt 8 Nominierungen hat der Film Svinalängorna eindeutig die besten Chancen. Insgesamt 15 "Guldbaggar" werden am 24. Januar in Stockholm verteilt. Als beste einheimlische Film sind Bonnie Skoog Feeney und Jonathan Sjöbergs "I rymden finns inga känslor", Rebecka Lafrenz und Mimmi Spångs "Sebbe" und Helena Danielsson uch Ralf Karlssons "Svinalängorna" nominiert. (Quelle: Schwedisches Filminstitut)

OECD-Studie: Skandinavier liegen vorn

Die nordeuropäischen Länder waren im OECD-Vergleich der sozialen Gerechtigkeit eine Klasse für sich. Island, Schweden, Dänemark, Norwegen und Finnland führen im Gerechtigkeitsranking mit deutlichem Abstand. Klassenbester wurde Island. Die Erhebung des Bertelsmann-Instituts hatte allerdings stattgefunden, bevor die Finanzkrise dort voll zuschlug. Besonders gut schnitten die skandinavischen Länder in den Kategorien "Armutsvermeidung" und "Bildungszugang" ab. Insgesamt untersucht wurden fünf Dimensionen. Mit 9,53 von zehn erreichbaren Punkten war Schweden bei der Armutsvermeidung am besten. In Sachen Arbeitsmarktinklusion war Island Spitzenreiter (vor dem Crash). Aufholbedarf haben hier die sonst so erfolgsverwöhnten nordeuropäischen Länder. Top sind die skandinavischen Staaten aber, wenn es um eine ausgeglichene Einkommensverteilung und Generationengerechtigkeit geht. Schlusslicht: Die Türkei, die in keiner Kategorie über den viertletzten Platz hinauskommt. (Quelle: Die Presse)

FIN: Einheimische Filme schlagen Rekorde

Vorläufigen Kinobesucherstatistiken zufolge können finnische Kinos mehr als 7,4 Millionen verkaufte Tickens im vergangenen Jahr verzeichnen. Die zwei in Finnland beliebtesten Filme 2010 wurden auch in Finland gedreht: Dome Karukoskis "Lapland Odyssey" (Napapiirin sankarit) und Mari Rantasilas "Ricky Rapper and the Bicycle Thief" (Risto Räppääjä ja polkupyörävaras) konnten internationale Kinoerfolge wie "Sex and the City 2" und "Harry Potter" in der Besucherzahl schlagen. Insgesamt fanden 23 Premieren einheimischer Filme statt, wovon neun Filme Dokumentarfilme waren.
(Quelle: Finnisches Filminsitut)

SE: Schwedischer Schauspieler Per Oscarssons Tod bestätigt

Die in dem niedergebrannten Haus des schwedischen Schauspielers Per Oscarsson gefundenen Leichen sind identifizert worden. Danach steht fest, dass es der Schauspieler und seine Ehefrau waren, die durch einen Brand in der Nacht zum Silvesterabend ums Leben kamen. Der 83jährige Per Oscarsson, 28. Januar im Jahre 1927 in Stockholm geboren, schaffte es in mehr als 100 Filmen mitzuwirken. Einer der Höhepunkte seiner Karriere war die Rolle des hart gequälten Schriftstellers im Film Sult vom Jahre 1966. Der film basiert auf dem Buch vom norwegischen Autor Knut Hamsun und ist von Henning Carlsen regissiert. Für den Film wurde Oscarsson mit dem Preis für bester männlicher Hauptdarsteller in Cannes 1966 geeehrt und 1967 mit dem dänischen Filmpreis "Bodil" ausgezeichnet. In der Verfilmung von Stieg Larssons Milleniumfilmen Verdammnis (Flickan som lekte med elden) und Vergebung (Luftslottet som sprängdes) stellte er Lisbeth Salanders Vormund Holger Palmgren dar. (Quelle: Danmarks Radio, Dagens Nyheter)

[Dezember 2010]

NO: Jugendbuchpreis 2010 geht an norwegische Autorin

Der mit 8.000 Euro dotierte Jugendbuchpreis Luchs 2010 geht an die Norwegerin Maria Parr. Die 1981 geborene Autorin erhält die Auszeichnung für ihren zweiten Roman "Sommersprossen auf den Knien". Der Roman erzählt die Geschichte der knapp zehnjährigen Tonje Glimmerdal, die als einziges Kind in einem abgelegenen norwegischen Tal aufwächst. Ihre große Aufgabe besteht darin, ihren besten Freund, den alten Griesgram Gunnvald, mit seiner Tochter Heidi zu versöhnen, um die er sich viele Jahre lang nicht gekümmert hat. Die Jury lobte die "bestechende sprachliche und erzählerische Qualität" des Buches. (Quelle: Radio Bremen)

NO: Nimmerland im norwegischen Theater

In Oslos "Det Norske Teatret" wird seit dem 22. Oktober ein Stück aufgeführt, in dem es dem Zuschauer schwerfällt, zwischen Realität und Traum unterscheiden zu können. Der Titel Neverland erinnert zwar stark an den verstorbenen Michael Jackson, ist aber nur rahmengebend dafür, dass Menschen sich in eine Fantasiewelt flüchten, wenn sie sich in einer Lebenskrise befinden oder unter starkem Druck zu leiden haben. Schauspieler als Hasen in Ganzköperkostümen, stark reduzierte Dialoge und eine sehr musisch präsente Inszenierung. Eine Welt, bestimmt durch eine Flucht in eine Fantasiewelt namens Neverland. Eine Welt, in der Kinder nie erwachsen werden und sich einer Realität des Lebens, dem Tod, nicht stellen müssen. Das ironische an dem Stück ist, dass gerade der todkranke 7jährige Mikkel der einzige ist, der den Tod anerkennt und akzeptiert. (Quelle: Aftenposten, Det Norske Teatret)

SE: Erfolgsroman "Hundraårigen som klev ut genom ett fönster och försvann" wird verfilmt

Der Debütroman von Jonas Jonasson gehört seit 2009 zu den Spitzentiteln der schwedischen Bestsellerliste. Nun wird das Buch von Regisseur Felix Herngren verfilmt. "Es ist enorm visuell und von der Situation getrieben. Das Buch ist genau mein Geschmack; gespickt mit viel Humor. Die Erzählung des Hundertjährigen Allan, welcher ein unglaubliches Leben geführt hat, bewegt sich forsch durch Zeit und Raum.", so der Regisseur über das Buch. Für die Hauptrolle hat er bereits einen Schauspieler im Visier, mehr wird allerdings nicht verraten. (Quelle: Dagens Nyheter)

NO: Herbjørg Wassmo erhält Brageprisen 2010

Herbjørg Wassmo, in Norwegen eine der "meistgelesenen Schriftstellerinnen der Gegenwart", ist die diesjährige Gewinnerin des mit 50.000 Kronen dotierten Brage hederspris. Dieser wird an Menschen oder Institutionen verliehen, die mit ihrer Arbeit als Schriftsteller, Übersetzer oder in ähnlicher Form dazu beitragen, Ausbreitung und Verständnis norwegischer Schriftkultur in höhere Qualität zu steigern. Herbjørg Wassmo habe die Fähigkeit, über schwierige Themen so zu schreiben, dass Leser sich und ihr eigenes Leben in den Büchern wiederfänden. Sie schaffe es, die Leser zum Mehrlesen zu verführen und ungeduldig auf die neue Ausgabe warten zu lassen. So heißt es u. a. in der Begründung, die Norwegens Wissenschaftsministerin Kristin Halvorsen bei der Preisverleihung vortrug. (Quelle: Aftenposten)

DK: Dan Nissen geht...

... – und zwar in Pension. Der Direktor des Dänischen Filminstituts war in den letzten zwanzig Jahren eine wichtige Triebkraft bei der Bewahrung und Förderung des dänischen Films. Zunächst arbeitete er als Museumsdirektor des Det Danske Filmmuseum, seit der Gründung von Det Danske Filminstitut 1997 als dessen Direktor. (Quelle: Det Danske Filminstitut)

SE: Anders Jormin erhält Jazzpreis

Die schwedische Musikakademie, Kungliga Musikaliska Akademien, verleiht dem international bekannten Jazz-Bassisten Anders Jormin den diesjährigen Jazzpreis. In der Begründung heißt es unter anderem, dass Anders als Musiker "eine sehr persönliche Anrede und eine Verhaltensweise zur Improvisation hat, welche von Kompromisslosigkeit geprägt ist und ihn somit zu einem Musiker mit großer internationaler Leuchtkraft macht."

Als Jazzmusiker hat sich Anders Jormin einen großen internationalen Ruf geschaffen; auch durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Pianisten Bobo Stenson, dem Saxofonisten Charles Lloyd und dem Trompeter Tomasz Stanko. (Quelle: Göteborgsposten)

SE: Malmö-Museum lehnt vieldiskutierte Fotosausstellung ab

Die Leitung des Museums Malmö hat beschlossen, die Ausstellung "Jerusalem" von Elisabeth Ohlson Wallin nicht zu zeigen. Die Ausstellung behandelt die Einstellung des Juden- und Christentums sowie des Islams zu Homo-, Bi- und Transsexualität. "Jerusalem" wurde zuvor unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen im Världskulturmuseet Göteborg gezeigt. Die Ablehnung begründete Ausstellungschef Magnus Metz damit, dass bereits 2009 eine Ausstellung von Wallin in Malmö zu sehen war. (Quelle: Dagens Nyheter)

DE/SE: Europäischer Krimi-Preis für Håkan Nesser

Der schwedische Autor Håkan Nesser erhält den Europäischen Preis für Kriminalliteratur. Der "Ripper Award" wurde zum zweiten Mal ausgelobt. Im Rahmen des Festivals "Mord am Hellweg – Tatort Ruhr" der Stadt Unna ermittelte das Publikum den Gewinner des mit 11.111 Euro dotierten Preises. An der Abstimmung haben sich nach Angaben der Veranstalter rund 10 000 Menschen aus mehr als 20 Ländern beteiligt. Erster Preisträger war 2008 Henning Mankell. (Quelle: Festival Mord am Hellweg)

[November 2010]

SE: Moni Nilsson erhält Astrid-Lindgren-Preis 2010

Die schwedische Autorin Moni Nilsson erhielt die Auszeichnung "für eine
umfassende und einzigartige Autorenschaft, welche sich mit viel Humor,
künstlerischem Einfühlungsvermögen und großem Ernst an einen großen und
wichtigen Leserkreis wendet. Viele junge Menschen sind aufgrund der spannenden
Erzählungen und der unvergesslichen Personen begeisterte Leser geworden." Mit
ihren Büchern über Tsatsiki und seine Abenteuer ist Nilsson über Schweden
hinaus bekannt geworden. Diese wurden in mehrere Sprachen übersetzt und sogar
verfilmt. Der Astrid-Lindgren-Preis wurde erstmals 1967, an Astrid Lindgrens
sechzigstem Geburtstag, übergeben.
(Quelle: Rabén & Sjögren)

DE/NO: Deutscher Jugendliteraturpreis für norwegisches Bilderbuch „Garmans Sommer“

Für das beste Bilderbuch sind dieses Jahr der Norweger Stian Hole und die deutsche Übersetzerin Ina Kronenberger ausgezeichnet worden. Das Buch behandelt die Themen Angst und Vergänglichkeit im Dialog mit den Generationen. In der Begründung heißt es: „Dieses ganz besondere Bilderbuch zeigt, dass man über Angst sprechen muss und dass man ihre Arten und Formen besser verstehen kann. Doch wegreden lässt sie sich nicht.“ Das Kinderbuch besteche durch eine besondere Collagentechnik und die „intelligente symbolische Sprache“.
(Quelle: Deutscher Jugendliteraturpreis)

DE/IS: Kunststiftung NRW fördert Saga-Übersetzung

Damit setzt die Kunststiftung NRW ein Zeichen für die Erschließung der Isländersagas als europäisches Kulturerbe. Rechtzeitig zur Buchmesse 2011, bei der Island als Ehrengast eingeladen ist, wird die kommentierte Neuübersetzung der Isländersagas im S. Fischer Verlag erscheinen. Die neue Saga-Übersetzung wird im Herbst 2011 im Kloster Corvey bei Höxter im östlichen NRW erstmals vorgestellt; im Rahmen des Festivals „Wege durchs Land“ findet ein mehrtägiger internationaler Kongress zur Kultur der Sagas mit umfangreichem künstlerischen Begleitprogramm statt. Halldór Gudmundsson, Direktor des Ehrengastauftritts von Island bei der Buchmesse, sieht die Förderung des Projekts durch die Kunststiftung NRW und die Zusammenarbeit mit dem Übersetzerkollegium in Straelen als ausschlaggebend für das Gelingen des Vorhabens an: „Jeder Isländer weiß diese großzügige Unterstützung für die Vermittlung unserer klassischen Literatur zu schätzen.“ (Quelle: www.sagenhaftes-island.is/de)

DK: Auf der 'Fahrrad-Autobahn' zur Nachhaltigkeit

In Kopenhagen, Århus, Odense und Aalborg werden sie bereits gebaut, die sog. "cykelsuperstier" – Schnellstraßen für Radfahrer. Damit sollen Pendler motiviert werden, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen. Seit September sind deshalb Testradfahrer unterwegs, die die Bedürfnisse der Pendler erkunden sollen. Ein Resultat gibt es bereits: An den neuen Superradwegen sollen kostenlose Luftpumpen und Wasser-Tankstellen eingerichtet werden. Die drei Fahrradbahnen pro Radweg und „grüne Wellen“ gehören laut der Technischen Universität Dänemarks zu den entscheidenden Faktoren, die das Radfahren attraktiv machen. Hauptzielgruppe für die neuen Radwege sind Pendler, deren Arbeitsweg fünf bis 22 Kilometer beträgt. Bereits heute legen 35 Prozent der Kopenhagener ihren Weg zur Arbeit mit dem Rad zurück. Die neuen Wege sollen bis 2011 fertiggestellt werden. Weitere Informationen: www.cykelsuperstier.dk

FIN: Finnische Filme füllen Kinos

Bis September 2010 sahen bereits 1,2 Millionen Zuschauer in Finnland Filme aus heimischer Produktion. Die Zuschauerzahlen in finnischen Kinos sind im letzten Jahr insgesamt um acht Prozent gestiegen, finnische Filme steigerten ihren Zulauf um 150 Prozent. Der Anteil des inländischen Filmmarktes beträgt 22 Prozent aller Einnahmen aus verkauften Tickets. (Quelle: Finnish Film Foundation)

EST/DE: Echo für Paavo Järvi

Der estnische Dirigent Paavo Järvi erhielt den Echo-Klassik Preis als „Dirigent des Jahres“. Bei der festlichen Verleihung des Deutschen Musikpreises ECHO Klassik am 17. Oktober in Essen erhielt er die Auszeichnung für die Einspielung der Sinfonien 2 & 6 „Pastorale“ von Ludwig van Beethoven. Paavo Järvi sagte nach der Ehrung: „Der Echo-Klassik Preis ist nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt begehrt, die Auszeichnung zu bekommen ist für mich eine ganz große Ehre. Eigentlich gehört diese Anerkennung meinem Orchester, der Kammerphilharmonie Bremen, das unter meiner Leitung alle Beethoven-Symphonien so großartig einspielte.“ Der Maestro aus Estland dirigiert in Deutschland ebenfalls das Frankfurter Rundfunk-Synphonie-Orchester. (Quelle: Baltische Rundschau)

LV: Riga feiert 500 Jahre Weihnachtsbaum

Vor 500 Jahren begann in Riga die Tradition, einen Tannenbaum zu schmücken. Aus diesem Anlass wird der Rigaer Weihnachtsmarkt am 28. November auf dem Domplatz feierlich eröffnet. Mit Weihnachtstee, Glühwein und gebrannten Mandeln feiern die Rigenser dort den 500. Geburtstag des Weihnachtsbaums. Der erste Weihnachtsbaum stand 1510 auf dem Rathausplatz der Stadt. Der Legende nach schmückten Kinder einen riesigen Tannenbaum, den die Bruderschaft der Schwarzhäupter eigentlich als Weihnachtsgruß an die Rigenser verbrennen wollte. Stattdessen stellte sie ihn auf den Rathausplatz vor das Schwarzhäupterhaus, wo heute eine Gedenktafel daran erinnert. Anlässlich des 500. Geburtstags des Weihnachtsbaums haben die lettische Post und die lettische Bank Briefmarken und Gedenkmünzen herausgegeben.
(Quelle: Baltische Rundschau)

[Oktober 2010]

DK: Søren Kierkegaard war Antisemit

Der dänische Philosoph Søren Kierkegaard war glühender Antisemit und fühlte sich persönlich wie theologisch von Juden bedroht. Sie „liebten das Geld“, und nur der Tod sei „schlimmer als die blutdurstigen Juden“, hatte er beispielsweise erklärt. Kierkegaards Antisemitismus war in Forscherkreisen zwar durchaus bekannt. Der breiten Öffentlichkeit wird jetzt erstmals eine wissenschaftliche Publikation dazu präsentiert. Am 9. November erscheint das Buch „Stationen auf dem Weg des Antisemitismus - Søren Kierkegaard und die Juden“ des Kierkegaard-Forschers Peter Tudvad. Niels Jørgen Cappelørn, Direktor des Søren-Kierkegaard-Forschungszentrums in Kopenhagen, sagt dazu, dass ihn Kierkegaards klischeehafte Haltung gegenüber Juden nicht überrasche. Diese Äußerungen ließen sich jedoch nur in seinen privaten Schriften finden. „Er behielt es für sich.“ sagte Cappelørn zur Zeitung Berlingske Tidende.

(Quelle: Danmarks Radio)

SE/GB: Stieg Larsson soll Guerillasoldatinnen ausgebildet haben

Im Buch Afterword, das Teil einer in Großbritannien herausgegebenen Stieg Larsson-Box ist, schreibt John Henri Holmberg, dass sein 2004 verstorbener Freund 1977 die christlich-marxistische EPLF unterstützte. Die zu großen Teilen aus Frauen bestehende paramilitärische Gruppierung kämpfte von 1970 bis 1991 für die Unabhängigkeit Eritreas von Äthiopien. Larsson soll die Soldatinnen im Gebrauch von Granatwerfern unterrichtet haben. (Quelle: Danmarks Radio)

DK: Dansk Folkeparti wünscht sich mehr Oehlenschläger

Die rechtspopulistische Dansk Folkeparti, die die dänische Minderheitsregierung stützt, fordert von Kulturminister Per Stig Möller, am königlichen Theater in Kopenhagen öfter Werke des nationalromantischen Dichters Adam Oehlenschläger aufführen zu lassen. Die Bedeutung dieses "klassischen Klassikers" für Dänemark wäre mit der Shakespeares für England zu vergleichen. (Quelle: Danmarks Radio)

DK: Thomas Vinterberg gewinnt den Filmpreis des Nordischen Rats

Der Filmpreis des Nordischen Rats geht dieses Jahr an Thomas Vinterbergs Film Submarino, den die Kritiker als glänzendes Comeback bezeichneten. Seit Thomas Vinterberg mit dem ersten Dogma-Film Das Fest (1998) neue Standards für filmisches Erzählen setzte und den Spezialpreis der Jury in Cannes gewann, bekamen seine Filme zwar freundliche Kritiken, aber sie begeisterten nicht, und viele fürchteten, dass das Talent versiegt sei.

Der Film beruht auf Jonas T. Bengtssons gleichnamigem Roman, einer traurigen Erzählung vom Leben in Nordwest-Kopenhagen, von Drogen und dem schwierigen Umfeld, in dem die Kinder dort aufwachsen. Er hat kein Happy End und versucht nicht zu gefallen. Deshalb sieht Thomas Vinterberg den Preis als eine Ermutigung für künstlerischen Mut.

Der seit 2005 jährlich vergebene Preis ist mit 35.000 dKK dotiert, die zu gleichen Teilen unter Regisseur, Produzent und Drehbuchautor aufgeteilt werden müssen. (Quelle: Danmarks Radio)

DK: J. K. Rowling bekommt H.-C.-Andersen-Preis in Odense

Am Dienstag, dem 19.10., besuchte die Autorin der Harry Potter-Bücher J. K. Rowling Odense, um den neugestifteten Hans-Christian-Andersen-Literaturpreis zu empfangen. Der Preis, der mit 500.000 dKK dotiert ist, wurde ihr im überfüllten Konzerthaus von Prinzessin Mary überreicht.

Der Preis wurde vom HCA-Gremium (HCA Advisory Board) gestiftet, das sich aus dem Unternehmer und Träger des HCA-Ehrenpreises Jens Olesen, Odenses Bürgermeister Jan Boye und fünf weiteren Mitgliedern zusammensetzt.

Mit dem erstmals verliehenen Preis soll H.C. Andersen und sein Einfluss auf Autoren auf der ganzen Welt geehrt werden.

Frau Rowling bezeichnete Andersen als ”Shakespeare der Kinderliteratur” und meinte weiter: ”H.C. Andersen wusste, dass das, was man für Kinder schreibt, nicht leicht und sanft sein muss, sondern gern auch herausfordernd. Die, die am besten darin sind, für Kinder zu schreiben, [...] erinnern sich – oft schmerzvoll – daran, wie es ist klein und verwirrt zu sein, und an die wunderbare Freude, an die man sich später im Leben oft nur schwer erinnern kann.“

DE/SE: Berlinale 2011: Retrospektive ehrt die Kinolegende Ingmar Bergman

Die Retrospektive der 61. Internationalen Filmfestspiele Berlin ehrt den 2007 verstorbenen schwedischen Regisseur Ingmar Bergman. Das filmische Schaffen der Kinolegende Bergman umfasst über 60 Werke, darunter Filme wie Das Schweigen (Tystnaden, 1962/63), Szenen einer Ehe (Scener ur ett äktenskap, 1972/73) und Fanny und Alexander (Fanny och Alexander, 1981/82 - vier Oscar-Auszeichnungen), mit denen er weltberühmt wurde. Er erhielt nahezu alle bedeutenden internationalen Filmpreise, darunter auch einen Goldenen Bären für Wilde Erdbeeren (Smultronstället, 1957) bei der Berlinale 1958. Ingmar Bergman war ein selbstreflexiver Künstler von gigantischer Schaffenskraft. Als Regisseur lotete er die Fragen des Lebens existentiell aus und war ein Chronist der bürgerlichen Gesellschaft. Ingmar Bergman – Autor, Regisseur (Film, Theater, TV) und Produzent – ist, wie es die jungen Kritiker und späteren Nouvelle-Vague-Regisseure formulierten: Ein Klassiker der Moderne.

Die Retrospektive umfasst sämtliche Kinofilme Bergmans sowie Beispiele seiner Arbeit als Drehbuchautor. Hinzu kommen Dokumentationen des schwedischen Filmemachers und Bergman-Kenners Stig Björkman, der Bergman sowohl vor als auch hinter der Kamera porträtiert hat. Ergänzend zum Filmprogramm findet eine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen und Diskussionen statt. Parallel zur Retrospektive zeigt die Deutsche Kinemathek die Ausstellung „Ingmar Bergman – Von Lüge und Wahrheit“, die Mitte Januar 2011 eröffnet wird.

Zu Retrospektive und Ausstellung erscheinen zwei Publikationen im Berliner Verlag Bertz + Fischer.

Quelle: Berlinale

SE: Anni-Frid Lyngstad singt nach sechs Jahren wieder

Das ehemalige ABBA-Mitglied wird nach sechsjähriger Pause wieder auf einer Platte zu hören sein. Es handelt sich um eine Kooperation mit dem Gitarristen Jojje Wadenius auf seinem neuen Album "Reconnection". Durch eine langjährige Freundschaft entstand die Idee schon recht früh, gemeinsam ein neues Werk einzuspielen. Von Live-Auftritten will die zurückgezogen lebende Sängerin jedoch absehen; sie hätte keine Lust auf Routine und Lampenfieber, so in einem Interview mit "Dagens Nyheter".

Desweiteren erzählt sie, dass im Lauf der nächsten Jahre andere Kooperationen geplant sind. Auch schließen sich Agnetha Faltskog, die zweite weibliche Hälfte ABBAs, und Anni-Frid seit einiger Zeit über eine neue musikalische Zusammenarbeit kurz. (Quelle: Dagens Nyheter)

SE: Camilla Läckberg schreibt TV-Serie für Europa

Die schwedische Autorin Camilla Läckberg wird mit "The Fjällbacka Murders" eine neue Krimiserie für den europäischen Filmmarkt schreiben. Da die Bücher in den Buchläden Europas so gut ankommen, hat sie nach einem neuen Format für ihre Charaktere gesucht – und gefunden. Die Folgen sollen im kleinen Örtchen Fjällbacka im Westen Schwedens gedreht werden. Anfang Oktober soll die Serie der internationalen TV-Branche auf der Mipcom-Messe in Cannes vorgestellt werden. Ob und wann es eine Ausstrahlung ins deutsche Fernsehen geben wird, ist unklar. (Quelle: Dagens Nyheter)

NO: Musiker leitet Munch-Museum in Oslo

Seit 1. Oktober 2010 ist Stein Olav Henrichsen neuer Leiter des Munch-Museums in Oslo. In norwegischen Kunstkreisen wird diese Wahl jedoch als "unverständlich" bewertet. Der ausgebildete Musiker war als Chef der Oper in Bergen u. a. maßgeblich an der Fusion der Opera Vest und der Nye Opera beteiligt. In seinem eigenen Tätigkeitsfeld sei er damit eine hervorragende Wahl, für die Kunstszene fehle ihm jedoch relevante Erfahrung, schließlich ginge es um die Repräsentation des wohl wichtigsten Museums Nordeuropas. Henrichsen selbst hat zwar großen Respekt vor den Aufgaben und der Verwaltung eines der wichtigsten norwegischen Beiträge zum Weltkulturerbe und zur Kunstgeschichte, sieht sich aber der Aufgabe gewachsen: Er habe zwar keine Fachausbildung, verfüge aber über andere wichtige Kompetenzen wie eine Musikerausbildung, Erfahrung in der Leitung und im internationalen Bereich. (Quelle: NRK, Aftenposten)

SE: Daniel Birnbaum wird neuer Direktor des Moderna Museet in Stockholm

Auch in Stockholm findet ein Wechsel an der Spitze eines Kunstmuseums statt: Ab 1. November übernimmt Daniel Birnbaum die Leitung des Moderna Museet, Schwedens nationalem Museum für zeitgenössische Kunst. Nach zehn Jahren als Rektor der Städelschule in Frankfurt am Main und Direktor des Frankfurter Ausstellungszentrums "Portikus" kehrt der Kunstkritiker, Herausgeber und Kurator damit in seine schwedische Heimat zurück. (Quelle: Moderna Museet)

BALT: Neue Bücher im Blog

Der Blog "Baltische Bücher" stellt ins Deutsche übersetzte Publikationen aus Estland, Lettland und Litauen vor. Gleichzeitig werden Publikationen deutschsprachiger Autorinnen und Autoren mit estnischen, lettischen oder litauischen Themen einbezogen. Die Betreiber möchten dazu aufrufen, verschiedene Leseeindrücke auszutauschen. Die hier aufgeführten Bücher werden für eine Vorstellung in der Radiosendung BALTISCHE STUNDE (Radioweser.tv) vorgeschlagen. Mehr unter baltbuch.blogspot.com.

DE/SE: Mehr für Schwedenfreunde: www.blog-schweden.de

Seit wenigen Monaten informiert das Schweden-Blog täglich über Städte und Sehenswürdigkeiten in Schweden. Das Portal erweitert das Angebot der beliebten Schwedenstube (www.schwedenstube.de) und schafft für Fans des nordeuropäischen Landes ein abwechslungsreiches Panorama.

 

[September 2010]

SE/DE: Mankell unterstützt Schlingensiefs Operndorf-Projekt in Burkina Faso

Henning Mankell will das Erbe von Christoph Schlingensief bewahren. Der schwedische Schriftsteller äußerte dem Sender 3sat gegenüber, dass er das Operndorf-Projekt des kürzlich verstorbenen Regisseurs in Burkina Faso nach Kräften unterstützen wolle. Henning Mankell ist seit vielen Jahren ein engagierter und versierter Afrika-Kenner. Im September will er nun mit Schlingensiefs Witwe überlegen, was getan werden muss, um das Projekt zu retten. Dabei geht es nicht alleinumdie Finanzierung, sondern auch um die Frage, ob das Projekt ein charismatisches Gesicht benötige. Mankell kennt das Vorhaben gut, weil Schlingensief ihm von seinen Ideen erzählt habe. (Quelle: Deutschlandradio Kultur)

DK: Nikolaj Lie Kaas spielt Dirch Passer in neuem dänischen Film

In wenigen Wochen beginnen die Dreharbeiten zu "Dirch", in dem das Leben eines der berühmtesten und produktivsten Schauspieler Dänemarks des letzten Jahrhunderts nachgezeichnet wird. Die Hauptrolle übernimmt einer der derzeit berühmtesten dänischen Schauspieler: Nikolaj Lie Kaas (zuletzt in "Illuminati").

Der Film spielt in Kopenhagen Ende der 50er Jahre, als Dirch Passer gerade mal 30 Jahren alt und bereits ein umjubelter Mythos ist. Er begeistert die Massen mit seiner Schauspielkunst und sein Leben scheint eine endlose Party zu sein. Doch hinter dem Mythos und dem Glanz verbirgt sich noch ein ganz anderer Mensch. Ein zerbrechlicher und furchtsamer Mann, der mit allem, was er tut, Anerkennung sucht und fürchtet, als seriöser Schauspieler nicht ernst genommen zu werden. Die Kinopremiere von "Dirch" wird für spätestens 2011 erwartet. (Quelle: Dänisches Filminstitut http://www.dfi.dk/)

FI/NORD: Ostseeparlamentarierkonferenz – bald eine ständige Einrichtung?

Das finnische Parlamentsmitglied Christina Gestrin, Mitglied des Nordischen Rats und Vorsitzende der Ostseeparlamentarierkonferenz (Baltic Sea Parliamentary Conference, BSPC), wird den Vorsitz der BSPC auch 2011 weiterführen. Nach der diesjährigen Konferenz auf Åland wird die nächste in Helsinki stattfinden. Es wird erwartet, dass Gestrin ihre Idee weiter verfolgen wird, die BSPC in eine ständige Einrichtung umzuwandeln. Sie befürwortet einen Ostseeparlamentarierrat (Baltic Parliamentary Council) als deutlich sichtbarer Akteur in der Region – auch in der politischen Zusammenarbeit mit dem Ostseerat. (Quelle: Norden)

SE/IS: Polar Musik Preis an Björk

Der Polar Musik Preis, der auch als inoffizieller Musiknobelpreis gilt, geht dieses Jahr an die isländische Sängerin Björk und den italienischen Komponisten und Dirigenten Enno Morricone. Der schwedische Musik-Preis wird seit 1992 jährlich aus der Hand des schwedischen Königs verliehen. Die Preisträger werden von einer Jury gewählt, die von der Könglichen Schwedischen Musikakademie bestimmt wird. Jeweils ein klassischer und ein Pop-Musiker erhalten den Preis, der mit je einer Million schwedischer Kronen dotiert ist. Die Liste der bisherigen Preisträger reicht von Dizzy Gillespie über Elton John, Karlheinz Stockhausen und Keith Jarret zu Pink Floyd oder Dientrich Fischer-Diesgau. (Quelle: Dagens Nyheter)

SE: Schwedisches Fernsehen beginnt Dreharbeiten für Krimiserie nach Arne Dahl

Der schwedische Regisseur Harald Hamrell beginnt ab diesem Monat mit den Dreharbeiten für den ersten Teil einer neuen Krimi-Serie nach den Bestsellern über die Stockholmer A-Gruppe von Arne Dahl. Adaptiert wurden die Romane von den Schriftstellern Cilla und Rolf Börjlind. Das Duo Hamrell-Börjlind hat bereits Erfahrungen in der Adaption von Kriminalromanen. So arbeiteten sie gemeinsam u. a. an Verfilmungen von "Kommissar Beck".

Die Serie stellt eine Neuerung im Krimi-Genre dar, weil erstmalig ein ganzes Team von speziell ausgebildeten Polizisten für die Aufklärung des Verbrechens verantwortlich ist. Die Verfilmung wurde von "Filmlance International" und dem schwedischen Fernsehen (SVT) in Auftrag gegeben. In den Hauptrollen sind u. a. Irene Lindh, Shanti Roney, Claes Ljungmark und Matias Padin Varelazu sehen. Verfilmt werden Dahls Kriminalromane "Misterioso", "Böses Blut", "Falsche Opfer", "Tiefer Schmerz" und "Rosenrot". Gedreht wird neben der Serienreihe auch eine Spielfilmfassung. (Quelle: Nordisk Film og TV Fonds)

NO: Diskussion über Ibsen-Festival in Indien

Um den Einwohnern Neu-Dehlis das Werk Henrik Ibsens näher zu bringe, investiert der norwegische Staat rund eine Viertelmillion Euro. Nicht nur deshalb ist das Festival in der indischen Hauptstadt in Norwegen umstritten. Der Ibsen-Forscher Frode Helland kritisierte die mangelnden Qualitätskontrollen beim Kunstfest. Zudem seien die Veranstaltungen nach Angabe des indischen Regisseurs Kamaluddin Nilu nur zur Hälfte ausgebucht und die bisherigen Reaktionen seien negativ. Die norwegische Botschafterin in Dehli, Ann Ollestad, , räumte zwar Mängel ein, dennoch befinde man sich auf einem guten Weg. (Quelle: Deutschlandradio Kultur)

SE: Kreuzfahrtschiff als Wohnheim

Um die zugespitzte Situation für wohnungssuchende Studierende zu entschärfen, will die Stadt Stockholm ein ausgedientes Kreuzfahrtschiff zu einem Wohnheim umfunktionieren. Das schreibt die Zeitung "Svenska Dagbladet". Ein entsprechender Antrag auf Baugenehmigung ist bereits gestellt und könnte schon im September bewilligt werden. (Quelle: Svenska Dagbladet)

SE: TV-Serie über Jesus ruft empörte Christen auf den Plan

Nachdem skandinavische Künstler mit satirischen Zeichnungen des Propheten Mohammed über Jahre hinweg islamische Gemüter erhitzt haben, sind nun offenbar das Christentum und Jesus an der Reihe. Noch bevor überhaupt ein Pilotabschnitt produziert ist, protestieren Vertreter der so genannten christlichen Rechten in den USA gegen eine Fernsehserie des TV-Kanals Comedy Central, die Jesus kompliziertes Verhältnis zu seinem Vater, dem lieben Gott, zum Thema hat. Schöpfer der Serie sind zwei junge Schweden. (Quelle: Radio Schweden)

NO: Claudio-Hörbuchpreis für Jo Nesbø "Leopard"

Der Internationale Buchpreis "Corine" in der Kategorie Claudio-Hörbuchpreis geht in diesem Jahr an den norwegischen Bestsellerautor Jo Nesbø und den deutschen Schauspieler Burghart Klaußner für den Hörbuchkrimi "Leopard", erschienen bei Hörbuch Hamburg. Nach Mitteilung der Preisstifter werden beide Künstler die Auszeichnung am 23. November persönlich im Cuvilliés- Theater der Münchner Residenz entgegennehmen. "Dem erstklassigen Sprecher Burghart Klaußner gelingt es meisterhaft, sowohl menschliche Abgründe als auch die Zerrissenheit im recht eigenwilligen Protagonisten Harry Hole authentisch wiederzugeben", begru¨ndet die Jury ihre diesjährige Entscheidung: "Nesbø und Klaußner – eine gelungene Kombination!" (Quelle: Börsenblatt)

SE: Klingende Bank für schwedische Künstlerin Monica Zetterlund

Der Park zur Erinnerung an die schwedische Jazz-Legende Monica Zetterlund in Stockholm ist fertig gestellt. Ganz im Sinne der 2005 verstorbenen Sängerin ist die kleine Grünfläche mit einem Audio-Kunstwerk ausgestattet: einer hohen Parkbank, die Stücke mit Monica Zetterlund spielt. Schöpfer dieses ungewöhnlichen Gedenkparks ist Fredrik Wretman. (Quelle: Radio Schweden)

NO: Troll-Themenpark in Beitostølen eröffnet

Trolle und Zwerge gehören zu Norwegen wie Fjorde, Berge und die Mitternachtssonne. In Beitostølen am Fuß des mächtigen Jotunheimen-Gebirges, das der altnordischen Mythologie zufolge der Geburtsort aller Trolle und Zwerge ist, können Besucher jetzt mehrere hundert der norwegischen Märchenbewohner im weltgrößten Troll-Themenpark "Trollenes Kongerike" (Königreich der Trolle) erleben. Die Erlebnislandschaft zeigt auf 2.000 Quadratmetern Fläche über drei Etagen Trolle und Zwerge in fantasievollen Kulissen. Diese wurden unter anderem von den Märchen der berühmten norwegischen Märchenerzähler Asbjørnsen und Moe inspiriert. (Quelle: FVA Norwegen)

GL: Forscher ergründen Grönland

Wissenschaftler aus Bremerhaven wollen ergründen, wie sich die Meereis-Dicke rund um den Nordpol entwickelt. Bislang gebe es nur Informationen über das Schrumpfen der Eisfläche, jedoch nicht über die Eismasse insgesamt, sagte eine Sprecherin des Alfred-Wegener-Institutes für Polar- und Meeresforschung. Mit Hilfe eines Spezialflugzeuges werde die Eisdicke in Gebieten nördlich von Grönland gemessen. Der Rückgang der Meereisbedeckung des Arktischen Ozeans gilt als Folge des Klimawandels und hat unter Umständen Auswirkungen auf das Klimasystem. Während die Eisfläche von Satelliten aus erfasst wird, kann die Eisdicke nur aus geringen Höhen gemessen werden. Mithilfe des Forschungsflugzeuges "Polar 5" erstellt das AWI 100 Kilometer lange Eisprofile, die Grundlage für Modellrechnungen über die Eisdicke sein sollen. (Quelle: NWZ-Online)

DE/BALT: Baltischer Jugendkongress in Bonn

Der litauische Jugendbund Deutschland e.V. lädt Ende Oktober zum alljährlichen baltischen Jugendkongress auf Schloss Annaberg in Bonn ein. Teilnehmen können junge Menschen zwischen 16 und 36 Jahren. Auf dem Programm stehen Gespräche über aktuelle Themen in Politik, Wirtschaft und Emigration sowie Film-, Musik-, oder Theaterworkshops mit anderen jungen Leuten aus Estland, Lettland und Litauen. Weitere Programmvorschläge nehmen die Veranstalter gerne entgegen. Weitere Informationen:

Ieva Kleinauskas
Vize Vorsitzende des litauischen Jugendbundes in Deutschland e.V.
Tel. privat : 0221-9924831
Mobil : 015771765214
Email : ieva.k (at) gmx.de

(Quelle: Litauischer Jugendbund in Deutschland e.V.)

 

[Juli/August 2010]

SE: Johan Theorin gewinnt Preis für besten internationalen Krimiroman

Die CWA (Crime Writers’ Association) verlieh Johan Theorie für den Roman „Nebelsturm“ (Piper Verlag) den Preis für den besten internationalen Kriminalroman und lobte: „Vier Handlungsstränge kreisen um den Abgrund eines unerklärlichen Todesfalls. Dieser geheimnisvolle Roman ist Geister-, Kriminal- und Gruselgeschichte in einem.“ Schon 2009 hatte die Jury Johan Theorin mit dem „New Blood Dagger“ für den besten Debütroman („Öland“, Piper) geehrt. Beide Romane sind Teil eines auf der Insel Öland spielenden „Jahreszeiten-Quartetts“. „Blutstein", der dritte Teil, erscheint am 4. Januar 2011 im Piper Verlag.
(Quelle: Börsenblatt des deutschen Buchhandels)

DK: „Rasmus Klump“ bekommt seine eigene Zeitschrift

Man erkennt ihm am struppigen Fell, der roten Latzhose und der blauen Pudelmütze – und an seinem unglaublichen Appetit auf Eierkuchen mit Sirup: Rasmus Klump. Der dänische „Nationalbär“, der 1951 von Ehepaar Carla und Vilhem Hansen entworfen wurde. Sein erstes Magazin erschien am 12. Juli im Egmont Serieforlaget.
(Quelle Danmark Radio)

GL/DK: Forderung nach Dänisch-Verbot im grönländischen Parlament

Im grönländischen Parlament Inatsisartut soll künftig nur noch Grönländisch gesprochen werden. Das fordert zumindest die autonomiefreundliche sozialdemokratische Oppositionspartei Siumut und stützt sich dabei auf ein juristisches Gutachten, das hierin keinen Verstoß gegen internationales Völkerrecht oder gegen das grönländische Selbstverwaltungsgesetz sieht. Das Problem einer solchen Regelung wäre jedoch eine Benachteiligung der dänischsprachigen Minderheit des Landes. Drei der insgesamt 31 Parlamentsmitglieder gehören dieser Minderheit an und sprechen kein Grönländisch. Sie fürchten, wegen fehlender Sprachkenntnis zukünftig von politischen Debatten ausgeschlossen zu sein.

Der Siumut-Abgeordnete Lars-Emil Johansen hält dem entgegen, es sei natürlich, dass in einem Parlament dieselbe Sprache wie im Rest der Gesellschaft gesprochen werde und wer in die Politik wolle, müsse eben diese Sprache lernen. In Verbindung mit dem erweiterten Autonomieabkommen zwischen Grönland und Dänemark gilt Inuktitut, wie die Sprache eigentlich heißt, seit 2009 bereits als offizielle Landessprache.
(Quelle: Berlingske Tidende)

DK: Dänischer Dokumentarfilm im Visier

Das dänische Militär verlangte Aufnahmen aus dem Dokumentarfilm „Armadillo“. Das sagte der Regisseur des in Cannes gefeierten Films, Janus Metz der Zeitung „Berlingske Tidende“. Es gehe um die Szenen, in denen dänische Soldaten von der Liquidierung aufständischer Taliban sprechen. Nach den Interviews habe sich das Verhältnis zum Stab vor Ort eindeutig verändert, sagte der Filmemacher. Man habe die Herausgabe des Materials verlangt. Dem Filmteam sei mit Gefängnis gedroht worden, sollten die Aufnahmen veröffentlicht werden.

Der Produzent Ronnie Fridthjof von Fridthjof Film hatte bereits im Juni 2009 die Behandlung der Crew seitens der dänischen Armee in Afghanistan scharf kritisiert und von Zensur gesprochen. Das Militär bestreitet die Vorgänge. Man sei im Zweifel gewesen, ob ein strafbares Verhalten der Soldaten vorgelegen habe und wollte darüber Aufklärung. Deshalb habe man um das Material gebeten. Den Dokumentarfilm, der erst vor kurzem in die dänischen Kinos kam, sahen bereits mehr als 100 000 Dänen.
(Quelle: Ritzau/Berlingske Tidende)

SE: Lennart Hellsing mit Albert Engströmpris 2010 ausgezeichnet

Der Schwede Lennart Hellsing erhält den Albert Engströmpris 2010. In der Begründung heißt es, „mit seiner Wortphantasterei, seiner Verspieltheit, seinem Ideenreichtum, seinem subtilen Humor und intelligentem Umgang mit der schwedischen Sprache“ habe er „das ästhetische Erleben von Generationen von Kindern und Erwachsenen bereichert“.

Lennart Hellsing, geboren 1919, ist eigentlich ausgebildeter Ingenieur und Journalist, debütierte aber bereits in den 1940er Jahren als Poet und Kinderbuchautor. Sein erstes Kinderbuch mit dem Titel Katten blåser i silverhorn kam 1945 heraus. Nach mehr als 60 Jahren in der Welt der Kinderbücher ist er noch immer ein Pionier innerhalb der schwedischen Kinderliteratur und jemand der ständig daran arbeitet, den Status von Kinderbüchern zu stärken. Lennart Hellsing war einer der Gründer des Schwedischen Kinderbuchinstituts, das 1967 gegründet wurde, um die Forschung über und die Dokumentation von Kinderliteratur zu fördern.

Frühere Preisträger waren u. a. Mikael Niemi (2009), Babben Larsson (2008), Hasse Alfredson (2007) und Astrid Lindgren (1994).
(Quelle: Rabén & Sjögren )

GL: Der arme Weihnachtsmann von Grönland

Auf Grönland soll es den wahren, echten, wirklichen Weihnachtsmann geben. (Wie in Schweden, Norwegen, Finnland und diversen anderen Ländern auch.) Er wohnt angeblich in der Hauptstadt Nuuk und hat kein Geld mehr. Man hat ihm nämlich die Zuwendung vom Staat gestrichen, sodass er nun auf sich gestellt ist. Das hat zur Folge, dass jedes Kind etwa elf Euro für die Beantwortung seines Briefes-an-den-Weihnachtsmann bezahlen muss. Dabei bekommt der wahre, echte und wirkliche Weihnachtsmann auf Grönland verdammt viel Post. Dieses Jahr waren es über 40.000 Briefe und Päckchen, in denen nicht nur Wunschzettel sondern auch Bonbons, Kuchen und Heu für Rentiere steckte.
(Quelle: Scanpress)

SE: Eine bislang unbekannte Kurzgeschichte ...

... des verstorbenen Autors Stieg Larsson wurde in der Kungliga Biblioteket in Stockholm gefunden. In den frühen 70er Jahren betrieb Larsson die Fazines „Fijagh“ und „Sfären“. Die nun aufgetauchte Kurzgeschichte erschien 1972 unter dem Titel „Den Siste“ in „Sfären“. Ob die Geschichte und andere Texte aus den Fanzines veröffentlicht werden, obliegt Larssons Hinterbliebenen.
(Quelle: Dagens Nyheter)

NO: Neues Rockmuseum in Trondheim

Am 5. August wird ein neues nationales Erlebniscenter für Rock und Pop in Norwegen eröffnet. „Rockheim“ befindet sich in Trondheim und verwaltet und vermittelt die norwegische Populärmusik der 1950er Jahre bis zur Gegenwart. Die Einrichtung ist damit einer der größten Verwalter von norwegischem populärkulturellem Erbe in Norwegen. Hinter den Museumskulissen erfolgt die Archivierung, Forschung und Verwaltung der norwegischen musikgeschichtlichen Materialien. Rockheims ständige Ausstellung bietet eine Reise durch neuere norwegische Musik- und Kulturgeschichte, von der Jugendkultur der fünfziger Jahre bis zur heutigen digitalen Medienvielfalt.
(Quelle: Norwegische Botschaft)

DK: Festivals feiern Hochkonjunktur

In den letzten zehn Jahren hat sich die Anzahl dänischer Festivals verdoppelt. Das zeigt eine Untersuchung der Roskilde Universität, die im August veröffentlicht wird. Während sich Musikfestivals wie Roskilde oder Skanderborg zu großen Publikumsfesten entwickelt hätten, seien in den letzten Jahren im ganzen Land zunehmend kleinere, neue Festivals entstanden. Demnach gibt es derzeit 170 Festivals in Dänemark. Die Hälfte davon wurde in den letzten zehn Jahren gegründet. Die Bandbreite ist groß, Jazz für Kinder ist zum Beispiel einer der Erfolge auf dem Copenhagen Jazzfestival, das Jazzarrangements für neue Zielgruppen organisiert. „Børnejazz” zog mehr als 5.000 Gäste an, so dass das Festival sogar vom Kongens have nach Øster Anlæg umziehen musste.
(Quelle: Danmarks Radio)

DK: Peter Høeg veröffentlicht neues Buch

Nach seinem Roman „Den stille pige” (Das stille Mädchen) vor vier Jahren veröffentlicht der dänische Bestsellerautor Peter Høeg ein neues Buch „Elefantpassernes børn“. Wie der Rosinante-Verlag mitteilt, geht es in dem Buch um zwei Kinder, deren Eltern plötzlich verschwinden. Die beiden Geschwister begeben sich auf eine geheimnisvolle Suche, werden dabei mit den großen Fragen des Lebens konfrontiert. Peter Høeg wurde 1988 mit „Forestilling om det tyvende århundrede” (Vorstellung vom 20. Jahrhundert) bekannt. Vier Jahre später erschien der Bestseller “Frøken Smillas fornemmelse for sne“ (Fräulein Smillas Gespür für Schnee), der den Dänen zu internationaler Bekanntheit verhalf. Seine Bücher erscheinen in 33 Ländern.
(Quelle: Politiken)

IS: Leichnam des Schachweltmeisters Bobby Fischer exhumiert

Der Amerikaner Bobby Fischer, der als Schachweltmeister bekannt wurde, lebte nach Stationen in Europa in Japan und auf den Philippinen, bevor er sich 2004 auf Island niederließ. Weil er gegen Sanktionen der USA verstoßen hatte, war er vom dortigen Schachverband ausgeschlossen und sein Reisepass entzogen worden. Auf Island gewährte man ihm die Staatsbürgerschaft. Eine DNA-Probe soll nun nach seinem Tod klären, ob er der Vater eines philippinischen Mädchens ist, wie seine Mutter Marilyn Young behauptet. Dazu wurde der Leichnam Fischers nach Gerichtsbeschluss auf dem Laugardalsfriedhof in Reykjavik exhumiert. Sollte sich die Vaterschaft bestätigen, hat das Kind Aussicht auf ein Erbe in Höhe von 1,6 Millionen Euro – auf diese Summe wird der Wert seines Besitzes geschätzt. Neben Young fordern zwei Verwandte Fischers das Erbe.
(Quelle: Iceland Review)

LT: Denkmal zum Mitmachen

„Weg der Freiheit“ ist der Name des Denkmals, das an den baltischen Weg von 1989 erinnern soll, als zwei Millionen Menschen eine 600 km lange Kette bildeten und mit ihren Händen die Städte Vilnius und Tallinn verbanden. Das Denkmal des litauischen Künstlers Tadas Gutauskas wird am 23. August in Vilnius enthüllt und besteht aus Ziegelsteinen in den Farben der litauischen Nationalflagge (gelb, grün, rot). Jeder kann einen Stein kaufen, auf dem sein Name eingeprägt wird.

Erwerben kann man die Steine im Internet (www.laisveskelias.lt) oder auf den Postämtern in Litauen. Der Initiator des Projekts, Gutauskas, hat in Vilnius, Salzburg, Stockholm und Reykjavik Kunst studiert und berichtet, dass auch schon Steine nach Dubai und Amerika verkauft wurden.
(Quelle: Baltic Times)

US/DK: Preis für „En familie“

Pernille Fischer Christensens Film ”En familie” hat den Hauptpreis des Los Angeles Film Festival gewonnen, einem der wichtigsten Filmfestivals der USA. Die Geschichte der Familiendynastie Rheinwald hatte bereits auf der diesjährigen Berlinale den Preis der internationalen Filmkritik gewonnen und kommt im Oktober in die dänischen Kinos.
(Quelle: Dänisches Filminstitut)

[Juni]

DK: Medienkonzerne wollen ins Radio

Danmarks Radio wird zwei seiner vier Programmsender verlieren. Das Programm P2 wird wegfallen und auch die Klassik auf die übrigen Kanäle verteilt, während ein neues Privatradio entstehen soll. Um die Lizenz bemühen sich der dänische Berlingske-Konzern und der 2003 gegründete Medienkonzern JP/Politikens Hus A/S. In welcher Höhe der neue Kanal öffentlich gefördert wird, ist derzeit offen.
(Quelle: Ritzau/SR)

DK: Det Kongelige Teater auf dem Roskilde Festival

Das Roskilde Festival und Det Kongelige Teater in Kopenhagen werden in diesem Jahr erstmals zusammenarbeiten. "Hvem myrdede Regitze Rio?" – die Erfolgsvorstellung des Theaters wird in Roskilde zu sehen sein. Schauspielchef Emmet Feigenberg sagte, sein Theater präsentiere das Stück während des Musikfestivals allabendlich um Mitternacht mit wechselnden musikalischen Gästen auf der Freilichtbühne. Für Christina Bilde vom Roskilde-Festival ist das „eine perfekte und spannende Verbindung der verschiedenen kulturellen Angebote, passend zum Geist des Roskilde Festivals“.
(Quelle: DR)

NORD: Nordische Filme in Cannes

Sound of Noise von Ola Simonsson und Johannes Stjarne Nilsson gewann den Preis der „(Ganz) Jungen Kritik” und den „rail d'Or“. Der dänische Kriegs-Dokumentarfilm Armadillo gewann den Preis der Filmkritiker und –journalisten. Janus Metz ist damit der erste Däne, der diesen Preis entgegennahm. Der Kurzfilm Berik von Daniel Joseph Borgman gewann ebenfalls einen Preis in dieser Kategorie. Den ersten Preis der Cannes' Cinéfondation gewann Painting Sellers von Juho Kuosmanen aus Finnland.
(Quelle: Nordisk Film og TV Fonds)

DK: Kulturerbe im Netz

Das Dänische Filminsitut hat eine umfangreiche Internetseite (Dänisch/Englisch) zum Werk von Carl Theodor Dreyer ins Netz gestellt. Alles über die berühmten Filme des Dänen, der zu den bedeutendsten Regisseuren weltweit zählt, steht detailliert unter www.carlthdreyer.dk.
(Quelle: Dänisches Filminstitut)

SE: Örebro feiert die Franzosen

Die mittelschwedische Stadt Örebro ehrt in diesem Jahr die Bernadotte-Dynastie. Schließlich ist es 2010 genau 200 Jahre her, seit der schwedische Reichstag den Franzosen Jean Baptiste Bernadotte in Örebro zum schwedischen Thronfolger wählte. Eine Ausstellung zum Thema Bernadotte und Örebro 1810 ist zu sehen, ebenso eine Ausstellung über die Designproduktion von Sigvard Bernadotte (1907–2002). Am 21. August 2010 wird in der Stadt Örebro zur Feier des 200. Jahrestages der Bernadotte-Wahl zudem ein großes Volksfest mit Live-Konzerten veranstaltet werden. Weitere Informationen zum Jubiläumsjahr 2010 in Örebro gibt es unter www.orebro2010.se.

NO: Holmenkollen wieder für Touristen geöffnet

Nach eineinhalb Jahren Bauzeit ist die neue Skiarena am Holmenkollen in Oslo nun wieder für Besucher geöffnet. Im Holmenkollen Touristenzentrum können Gäste das Skimuseum, mehrere Geschäfte sowie ein Café besuchen und im Außenbereich die großartige Aussicht über die Stadt genießen. Auch ein Skisimulator steht Besuchern zur Verfügung. Die neue Skisprungschanze mit Aussichtsplattform und Bar ist voraussichtlich ab Juli 2010 für Besucher zugänglich. Auf der neuen Schanze findet vom 24. Februar bis 6. März 2011 die Skiweltmeisterschaft in den nordischen Disziplinen statt.

Weitere Informationen: www.skiforeningen.no, www.oslo2011.no

SE: Thaliapreis 2010

Die schwedische Theaterschauspielerin Marie Göranzon bekommt den Thaliapris 2010, die Theaterauszeichnung des Svenska Dagbladet. „Sie gibt jeder Rolle eine rasende Energie“, lautet die Begründung der Jury. Die Jury verwies insbesondere auf ihre Darstellung in den Stücken Höstsonaten und En familj am Stockholmer Dramaten. „Als eine starke, aber verletzliche Urkraft gestaltete sie in dieser Saison am Dramaten zwei dominante Mütter: die Pianistin in Höstsonaten und die Süchtige in En familj. In Deutschland ist die Schwedin vor allem durch ihre Rolle in der Krimiserie Martin Beck bekannt, in der sie die stellvertretende Polizeipräsidentin Margareta Oberg spielt.
(Quelle: Svenska Dagbladet, Hallands Nyheter)

SE: Nordischer Designpreis für Front

Die schwedische Designergruppe Front hat den Torsten och Wanja Söderbergs pris gewonnen – ein Design-Preis, der mit 1 000 000 Schwedischen Kronen dotiert ist. Der Torsten och Wanja Söderbergs pris wird seit 1994 verliehen und ist einer der größten Auszeichnungen im Bereich Design und Kunsthandwerk.
(Quelle: Svenska Dagbladet)

SE: Stieg-Larsson-Fieber in den USA

Die Stieg-Larsson-Begeisterung erreicht mit der Erscheinung des dritten Teils der Millennium-Trilogie in den USA ihren Höhepunkt. In allen großen Zeitungen wurde das Buch an prominenter Stelle rezensiert und die meisten waren nahezu euphorisch. Die Washington Post etwa schrieb: “The trilogy ranks among those novels that expand the horizons of popular fiction.”
(Quelle: Svenska Dagbladet, Washington Post)

SE: Poeten gegen “Hochzeits-Hysterie”

Die Dichter, die sich weigerten Liebesgedichte für Kronprinzessin Victoria und Daniel zu schreiben, veröffentlichen nun ihre antiroyalistischen Gedichte in dem etwas anderen Hochzeits-Spezial der Zeitschrift Re:publics. Die Stadt Stockholm wollte, dass Dichter Liebesgedichte für die bevorstehende Hochzeit schreiben. Diese weigerten sich und schrieben stattdessen „Anti-Gedichte“. Mit ihrem Hochzeits-Spezial wollte Re:publics zeigen, dass es viele gibt, die anderes über die Hochzeit denken.
(Quelle: Dagens Nyheter)

[April]

NO: Junge Norweger interessiert Zeitgeschichte

Offenbar muss man sich in Norwegen keine Sorgen um das Geschichtsbewusstsein der jüngeren, der Internet nutzenden Generation machen. Zum Gedenken an den 70. Jahrestag des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Norwegen am 7. April 1940 will das Staatsarchiv in Oslo über 5000 Dokumente aus dem Zweiten Weltkrieg ins Internet stellen. Man rechnet mit Klickzahlen in Millionenhöhe. Laut Odd Bjørn Fure, dem Direktor des norwegischen Holocaustzentrums, werfen diese Dokumente unter anderem auch ein neues Licht auf die Geschichte der Judenverfolgung in Norwegen durch die Nazis. Als besonders Aufsehen erregend bezeichnete er die Erkenntnis, dass sich die norwegische Regierung doch viel mehr um das Schicksal der aus dem Land deportierten Juden gekümmert habe, als bislang angenommen. Ins Netz gestellt werden unter anderem Pläne des Nazi-Kollaborateurs Quisling und Material aus Gefangenenlagern. Historiker berichten schon seit längerem im Vorfeld des Jahrestages von einer Zunahme des Interesses am Krieg. (Quelle: Deutschlandfunk)

SE: Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis 2011: an Kitty Crowther

Die belgische Illustratorin und Autorin Kitty Crowther erhält den diesjährigen Astrid-Lindgren-Gedächnis-Preis. „Kitty Crowther ist Meisterin der Linien, aber auch der Atmosphäre. Sie verwaltet, verwandelt und erneuert Bilderbucherzählungen“ lautet die Begründung der Jury. „In ihrer Welt steht die Tür zwischen der Phantasie und der Wirklichkeit weit offen.“ Das künstlerische Schaffen von Kitty Crowther zeichne sich durch tiefe „Menschlichkeit und Mitgefühl“ aus, lobt die schwedische Jury. Die Illustratorin und Autorin lebt und wirkt in Belgien. Sie wurde 1970 in Brüssel geboren und hat einen englischen Vater und schwedische Mutter. Der Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis gilt als weltweit größter Kinder- und Jugendbuchpreis und ist mit fünf Millionen Kronen (umgerechnet 513.000 Euro) dotiert. Zweck des Preises ist, Kinder- und Jugendliteratur zu stärken und ein weltweites Interesse zu fördern. (Quelle: Rabén & Sjögren)

DE/IS: Olafur Eliasson zeigt Glas-Pavillon auf der Berliner Pfaueninsel

Wer in Berlin Fahrräder findet, an deren Reifen Spiegel befestigt sind, sollte sich nicht wundern. Der Künstler Olafur Eliasson hat an öffentlichen Orten in der Stadt Werke versteckt, die den Start seiner geplanten Ausstellung im Martin-Gropius-Bau vorwegnehmen. Dabei handele es sich unter anderem um Objekte, die im Wasser trieben, hieß es. Wo die Werke versteckt seien, verrät Eliasson nicht. Parallel zur Ausstellung werde auf der Pfaueninsel der Glas-Pavillon zu sehen sein, den der Künstler 2003 für die Biennale in Venedig schuf. (Quelle: Deutschlandradio Kultur)

NORD: Finnin Sofi Oksanen erhält Literaturpreis des Nordischen Rates

Für ihren dritten Roman „Puhdistus“ hat die finnische Autorin den mit 47.000 Euro dotierten Literaturpreis des Nordischen Rates erhalten. Mit einer reichen und ausdrucksstarken Sprache verwebe sie einen historischen Stoff mit aktuellen Themen, so die Jury. Das Buch, das auf zwei Zeitebenen spielt, thematisiert die sowjetische Besatzung Estlands und aktuelle, globale Probleme wie Menschenhandel im Ostseeraum. (Quelle: Nordischer Rat)

IS/DE: Die Sagas kommen

Dass Island 2011 Gastland der Frankfurter Buchmesse sein wird, macht sich auf dem deutschen Buchmarkt bereits jetzt bemerkbar: Über sechzig isländische Bücher sind im Zuge der Buchmesse 2011 laut Sagenhaftes Island schon an deutsche Verlage vermittelt worden. Den größten Teil machen Romane und Kurzgeschichten aus, doch auch zahlreiche Gedichtbände, Kinder- und Sachbücher sind schon in hiesigen Verlagen untergekommen. Das wohl umfangreichste Projekt ist die Neuübersetzung der Isländersagas, die als Gesamtausgabe im S. Fischer Verlag erscheinen werden. Bis zum Herbst 2011 können sich Island-Freunde also auf viel frische Literatur aus dem hohen Norden freuen! (Quelle: Sagenhaftes Island)

NO: Vorerst weiter Sprachausbildung an der Universität Stavanger

Die Schließung der Fachbereiche Deutsch, Französisch und Spanisch an der Universität Stavanger ist vorerst abgewendet. Am Protest gegen diesen Vorschlag, den der Dekan der Philosophischen Fakultät, Tor Hauken, mit zu geringen Immatrikulationszahlen für diese Fächer begründet hatte, beteiligten sich u. a. namhafte Schriftsteller und Wissenschaftler aus Norwegen und dem Ausland. Eine Schließung sei ein falsches Signal für eine Wissensgesellschaft, die Menschen mit guten Sprachkenntnissen dringend brauche. Im Februar sprach sich die Universitätsleitung zunächst für den Erhalt der drei Fächer aus, allerdings werden zu Beginn des neuen Studienjahres im Herbst keine neuen Studenten aufgenommen. Bis Juni soll die Fakultät Vorschläge zur Integration der Sprachausbildung in die vorhandenen, überwiegend technischen Studiengänge an der Universität in Norwegens Ölmetropole vorlegen. (Quelle: Stavanger Aftenblad, Universität Stavanger)

EE: Estland plant staatliche Kunstförderung

In Estland wird ein Gesetz vorbereitet, demzufolge ein Prozent der Investitionssumme für Kunstwerke in Gebäuden ausgegeben werden soll. Ab 2011 soll es für Gebäude gelten, die im Auftrag des Staates errichtet wurden: Busbahnhöfe, Schulen, Gefängnisse, Behörden u. a. Da laut der Zeitung Eesti Päevaleht die Kunstwelt in Estland unterfinanziert und die Kaufkraft der Museen begrenzt sei, wird der Vorschlag begrüßt. Er würde die Bewahrung der nationalen Kultur unterstützen und die Werke von bekannten Künstlern der Öffentlichkeit zugänglich machen. Zudem würde das Wissen über Kunst gefördert, das gerade bei Schulkindern gering sei. Schließlich erführen die Künstler und damit ihre Werke durch die Präsentation eine größere Wertschätzung. (Quelle: Eurotopics)

DE: Wikinger-Dorf Haithabu soll Weltkulturerbe werden

Das kürzlich nach umfangreicher Modernisierung wiedereröffnete Wikinger-Museum Haithabu in Schleswig-Holstein soll auf die UNESCO-Weltkulturerbeliste. Island, Dänemark, Schweden und das Bundesland Schleswig-Holstein setzen sich gemeinsam für die Nominierung ein. Ebenso wie der alte Handelsplatz der Wikinger soll der Befestigungswall Danewerk Weltkulturerbe werden. (Quelle: NDR)

[März 2009]

US/DK: Oscar gewonnen

Der dänische Regisseur Joachim Back hat für "The New Tenants" den Oscar in der Kategorie Kurzfilm gewonnen. Der Däne, der in den letzten Jahren vor allem Werbefilme drehte und in New York lebte, hat eine Drehbuchvorlage von Anders Thomas Jensen verfilmt. Jensen hat damit zum vierten Mal ein oscarnominiertes Drehbuch geschrieben. Für "Valgaften" hatte der Regisseur von ”Adams Äpfel” ebenfalls einen Oscar erhalten. (Dänisches Filminstitut)

IS: Isländischer Literaturpreis 2009 für Krisenbuch

Am 10. Februar wurde auf dem Amtssitz des isländischen Präsidenten feierlich der Isländische Literaturpreis für das Jahr 2009 verliehen. In der Kategorie Bellestristik ging der Preis an den Jungautoren Guðmundur Óskarsson, der in seinem Roman „Bankster“ auf poetische Weise die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf das Leben der einfachen Bevölkerung beschreibt. „Bankster“ ist erst der zweite Roman des 32jährigen Hobbyschriftstellers, der eigentlich als Bürogehilfe in einer isländischen Bank arbeitet. In der Kategorie Sachbuch erhielt der Gletscherforscher Helgi Björnsson den Preis für sein umfangreiches und informatives Werk „Jöklar á Íslandi“ (Gletscher auf Island). Helgi forscht und lehrt seit fast vierzig Jahren auf diesem Gebiet und ist mittlerweile eine Autorität in der isländischen sowie der internationalen Gletscherforschung. Beide Autoren sind noch nicht in Deutschland herausgegeben worden. Guðmundur Óskarsson ist zurzeit der „Autor des Monats“ auf der Webseite „Sagenhaftes Island“ (http://www.sagenhaftes-island.is/de/autorin-des-monats/nr/796).

DK/NO: Dänische Krimipreise an Jo Nesbø und Jussi Adler-Olsen

Die Dänische Krimiakademie hat Jo Nesbø mit dem Rosenkrantz-Preis 2009 für Panserhjerte (dt. Titel ”Leopard”) und Jussi Adler-Olsens Flaskepost fra P mit dem Harald-Mogensen-Preis 2009 ausgezeichnet. In der Begründung der Jury heißt es, Nesbø habe mit seiner Hauptfigur Harry Hole den klassischen Chandler-Detektiv modernisiert. Jussi Adler-Olsens, dessen dritter Band um den Ermittler Carl Mørck als bester dänischer Krimi des Jahre ausgezeichnet wurde, erhält den Preis im April auf der Krimimesse in Horsens. (Dänische Krimakademie)

SE: Mankells TV-Serie über Ingmar Berhmann

Der schwedische Bestseller-Autor Henning Mankell arbeitet an einer vierteiligen TV-Serie über den weltberühmten Film- und Theaterregisseurs Ingmar Bergman. „Was mich fasziniert, ist der Preis, den Bergman für sein kompromissloses künstlerisches Schaffen zahlen musste“ sagt Mankell, der Schwiegersohn Bergmanns bei der Vorstellung des Filmprojektes. Gezeigt werden soll Leben und Werk Ingmar Bergmanns, angefangen von seinen ersten Theater-Erfahrungen, die er in einer Theatergruppe in Stockholm sammelte, bis zu seinen letzten Atemzügen auf der geliebten Insel Fårö. Das vierteilige TV-Drama soll 2012 im schwedischen Fernsehprogramm SVT ausgestrahlt werden, ob die Folgen zu einem späteren Zeitpunkt auch im deutschen Fernsehen ausgestrahlt werden bleibt abzuwarten. (Quelle: Expressen)

SE: Filmpreis „Guldbagge“ in Stockholm verliehen

Bei der diesjährigen Preisverleihung des schwedischen Filmpreisgala „Guldbagge“, am 25. Januar in Stockholm, gewann Claes Ljungmark in der Kategorie beste männliche Hauptrolle. Mit der aus emailliertem Kupfer mit Blattgold verzierten Skulptur wurde Claes Ljungmark für seine schauspielerische Leistung in dem Film Det enda rationella geehrt. Zusätzlich wurde der Regisseur des Filmes Jörgen Bergmark vom Schwedischen Filminstitut, als Jahres bester Neuling gefeiert. Als beste weibliche Hauptrolle wurde Noomi Rapace ausgezeichnet, die auch ... (Quelle: Nordisk Film og TV Fond)

SE: ... den Kulturpreis von „Dagens Nyheter“ 2010 gewinnt.

Der schwedische Star der Millennium Serie Noomi Rapace gewann den angesehenen Kulturpreis der schwedischen Tageszeitung „Dagens Nyheter“. „Noomi Rapace bot eine außergewöhnlich gute Darstellung der Lisbeth Salander in der Millennium Trilogie“ sagte Maria Schottenius, die vorsitzende Jurysprecherin und Kulturchefin der „Dagens Nyheter“. Schon im Vorfeld galt Rapace sowohl bei den Lesern der Zeitung als auch bei der Jury – bestehend aus Regisseuren, Künstlern, Autoren und Theaterkritikern – als klare Anwärterin für den diesjährigen Kulturpreis. Die Auszeichnung beinhaltet sowohl eine Skulptur von Eva Lange als auch 50.000 schwedische Kronen. (Quelle: Dagens Nyheter)

[Februar 2010]

NO: Bjørnson-Jahr in Oslo eröffnet

Ob Grieg, Ibsen, Wergeland oder Hamsun - auch die Norweger feiern ihre Künstler. Unter dem Motto "Bjørnson für unsere Zeit" und unter Schirmherrschaft von König Harald V. wurde 2010 nun zum Bjørnson-Jahr erklärt.

Bjørnstjerne Bjørnson (1832-1910), dessen Todestag sich am 26. April zum 100. Mal jährt, war nicht nur Dichter und Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger und Autor der norwegischen Nationalhymne. Als Politiker und Gesellschaftskritiker spielte er daneben eine wichtige Rolle für das Selbstverständnis und die Unabhängigkeit Norwegens als eigenständige Nation.

Offiziell werden die Feiern am 24. April mit einem Festakt im Osloer Nationaltheater und einer Ausstellung in der Nationalbibliothek eröffnet. Weitere Höhepunkte sind die Wiedereröffnung von Bjørnsons neu restauriertem Hof in Aulestad nahe Lillehammer und das Bjørnson-Festival Ende August in Molde. Darüber hinaus hat die Nationalbibliothek die Webseite www.bjørnstjerne.no eingerichtet.

Das mit 7 Millionen Kronen öffentlich geförderte Jubiläum entfachte erneut eine Debatte über die Erinnerungskultur im Lande. Dabei erachtet Kulturministerin Anniken Huitfeldt das nationale Kulturerbe als wichtig für eine junge Nation wie Norwegen und hofft auf ein neues Interesse an Bjørnsons Leben und Werk. (Quelle: Norwegische Nationalbibliothek)

NO: Versiegeltes Päckchen mit Hamsun-Briefen geöffnet

"Nicht vor 2010 zu öffnen" steht auf dem versiegelten Päckchen mit Briefen Knut Hamsuns "an ein junges Mädchen", dessen Geheimnis Hamsun-Biograph Ingar Sletten Kolloen und Lars Frode Larsen, Redakteur der Schriftenreihe "Nye Hamsun Samlede", nun nach 50 Jahren lüften durften. Die um 1890 entstandenen Briefe stammen aus einer Zeit, in der Hamsun teilweise in Kristiansund lebte und dort ein Verhältnis mit der jungen Klavierlehrerin Julie Amanda Lous, genannt Lulli, hatte. Er verließ Kristiansund jedoch unvermittelt und äußerte sich Dritten gegenüber wenig galant über Lulli. Sie selbst heiratete nie, stattdessen engagierte sie sich für Politik, Friedensarbeit und die Frauenbewegung. Experten bestätigten umgehend die Echtheit der Briefe, die Lullis Neffe 1960 der Norwegischen Nationalbibliothek übergeben hatte. Nun hoffen die Hamsun-Forscher, dass damit ein weiteres Teil in dem großen Puzzle von Hamsuns Leben und Werk seinen Platz findet. (Quelle: Norwegische Nationalbibliothek)

DK/DE: Knud Romer und Günter Grass

Als erster nicht-deutscher Schriftsteller wurde der Däne Knud Romer in die Gruppe "Lübeck 05" von Günter Grass eingeladen. Am 29. Januar diskutierte die Schriftstellergruppe in einem Seminar über Knud Romers neues Manuskript zu "Kort over paradis". Romer debütierte 2006 mit "Den der blinker er bange for døden" (Wer blinzelt, hat Angst vorm Tod). (Quelle: Danmarks Radio)

DE/IS: Erst die Schweden, jetzt die Isländer

Früher, als das Wünschen noch geholfen hat, kamen fast die meisten Spieler von Hansa Rostock aus Schweden, und die schwedischen Fußballfans stürmten das Rostocker Ostseestadion. Jetzt spielt Hansa eine Klasse tiefer und – orientiert sich noch nördlicher. Der Zweitligist hat die isländischen Fußball-Nationalspieler Helgi Valur Danielsson und Gardar Johannsson verpflichtet. Möge dies helfen. (Quelle: Isländische Botschaft)
DK: In Dänemark steht das teuerste Kunstwerk der Welt

Die bei Sotheby's in London für 65 Millionen Pfund versteigerte Plastik des Schweizer Bildhauers Alberto Giacometti der „Schreitende Mann“ kann man auch in Dänemark sehen. Darauf weist das Kunstmuseum in Louisiana hin. Das dänische Museum hat zwanzig Werke von Alberto Giacometti. Den gehenden Mann gibt es in einer Bronzekopie. Das Kunstwerk ist das teuerste, das jemals bei einer Auktion versteigert wurde. Poul Erik Tøjner vom Museum nannte die internationalen Auktionspreise „ein kapitalistisches Totalteater“. (Quelle: Kristelig Dagblad)

SE: Internationales Film Festival 2010 in Göteborg gefeiert

Das 33. Internationale Filmfestival, das vom 29. Januar bis zum 7. Februar in Göteborg stattfand, hat eine positive Festivalbilanz gezogen. Innerhalb von zehn Tagen wurden 130 400 Tickets für 450 unterschiedliche Filme aus 78 Ländern verkauft.

Rund 320 000 Zuschauer besuchten die 720 Vorstellungen und Rahmenveranstaltungen des größten Filmfestivals Skandinaviens. Im Vergleich zum Jahr 2009 gab es sogar ein Publikumszuwachs von fünf Prozent. Im Mittelpunkt des Festivals standen in diesem Jahr unter anderem afrikanischen Filme, wie „Soul boy“ von Hawa Essuman oder „Burdening Memories of a Cleaning Lady“ von Danii Kouyaté. Höchst erfolgreich war ebenfalls der deutsche Film „Soul Kitchen“ von Fathi Akin. Ein besonderer Reiz des Festivals bestand darin, dass die Besucher die Möglichkeit hatten, sowohl Regisseure als auch zu Schauspieler zu treffen. Auf der diesjährigen Gästeliste standen dabei nationale und internationale Größen wie: Vittorio Storaro, Claire Dans, Günther Wallraff sowie Mads Mikkelsen. (Ouelle: GIFF und www.goteborg-aktuell.blogspot.com)

[Oktober 2009]

N: Nachdruck für Jo Nesbø

Jo Nesbøs neuer Kriminalroman "Panserhjerte" mußte trotz der Rekorderstauflage in Höhe von 100 000 Exemplaren bereits nach zwei Wochen nachgedruckt werden. 20 000 neue Bücher sollen jetzt die Nachfrage decken. Panserhjerte ist in Norwegen auf Platz 1 der Bestsellerliste, seit es am 22. September erschien. (Quelle: Aschehoug forlag, Oslo)

DK: Dänische Literaturverfilmung sorgt für Ärger

Gabriel Garcia Marquez' Roman „Erinnerung an meine traurigen Huren“ wird derzeit von Henning Carlsen verfilmt. Im jüngsten Buch des lateinamerikanischen Literaturnobelpreisträgers geht es um einen alten Mann, der sich in ein sehr junges Mädchen verliebt. Der dänische Regisseur wurde in Mexiko jetzt dafür beschuldigt, mit seinem Film Kinderprostitution und Pädophilie zu unterstützen. Ein mexikanischer Koproduzent habe sich schon zurückgezogen, das Dänische Filminstitut hält hingegen an seiner Entscheidung fest, den Film mit 1,5 Millionen Dänischen Kronen zu unterstützen. Dem 82jährigen Henning Carlsen war der internationale Durchbruch 1966 mit der Verfilmung von Knut Hamsuns „Hunger“ gelungen. (Quelle: Politiken)

DK: Trier der Nächste

Lars von Trier macht wieder einen Film. ”Melancholia” wird im kommenden Jahr gedreht und eine Mischung aus Katastrophenfilm und psychologischem Drama sein. Zuletzt war von Triers „Antichrist“ in den dänischen Kinos, mit mäßigem Erfolg. (Quelle: ritzau/Politiken)

NORD: In Norwegen lebt es sich am besten

Norwegen bietet seinen Bürgern die höchste Lebensqualität in der Welt, das ist das Ergebnis einer Studie der Vereinten Nationen. Auf den Plätzen folgen Australien, Island und Kanada. Deutschland belegt nur den 22. Platz hinter Ländern wie den Niederlanden, Frankreich, Österreich, Spanien, Belgien, Italien und Großbritannien. Analysiert werden drei Indikatoren für den Entwicklungsstand eines Landes: Der Gesundheitszustand der Bevölkerung, gemessen an der durchschnittlichen Lebenserwartung; das Bildungsniveau, gemessen an der Alphabetisierungsquote und der Zahl der Schüler und Schülerinnen; und der Lebensstandard, gemessen am Pro-Kopf-Einkommen. Norwegen nimmt zwar in keiner der einzelnen Kategorien den ersten Platz ein, jedoch schneide im Durchschnitt der drei Indikatoren kein anderes Land besser ab. (Quelle: F.A.Z.)

D: Langstrumpf-Verlegerin Heidi Oetinger gestorben

Die Mitbegründerin des Hamburger Oetinger Verlages, Heidi Oetinger, ist im Alter von 100 Jahren verstorben. Mit großem Engagement setzte sie sich über Jahrzehnte für die Bücher ein, von denen sie überzeugt war, zu diesen Büchern zählte auch „Pippi Langstrumpf“, das ohne Heidi Oetingers Einsatz hierzulande niemals diesen außergewöhnlichen Erfolg erlangt hätte. Mit Astrid Lindgren, James Krüss und anderen verband die Verlegerin eine tiefe Freundschaft. Vom schwedischen König wurde sie 1988 zum Ritter der Ersten Klasse des Königlich Schwedischen Nordsternordens ernannt. (Foto: Astrid Lindgren und Heidi Oetinger (rechts), Quelle: Oetinger Verlag)

SE: Tag der Zimtschnecke

Der „Tag der Zimtschnecke“ feierte in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Seit 1999 wird am 4. Oktober jeden Jahres in Schweden der „Tag der Kanelbulle“ gefeiert. Das Gebäck eroberte ab den 20er Jahren das Land und gehört heute zu den Nationalbackwerken ganz Schwedens. Im Jahre 1999 wurde vom Hembakningsrådet, einer Vereinigung, die das Backen im Haushalt fördert, der Kanelbullens dag eingeführt. Ziel des Zimtschneckentages ist, seine Kanelbulle nicht zu kaufen, sondern sie selbst herzustellen. (Quelle: Schwedische Botschaft)

SE: Kosterhavet wird Nationalpark

Das Gebiet Kosterhavet im Norden der Provinz Bohuslän (Westschweden) ist Schwedens 29. Nationalpark. Gleichzeitig erhält Schweden damit seinen ersten Meeresnationalpark - und zwar mit einer Fläche von rund 450 km². Der Kosterhavet Marine National Park, der sich etwa 170 km von Göteborg und 154 km von Oslo entfernt befindet, wird zudem im Norden genau dort an Norwegen grenzen, wo zukünftig ebenfalls der norwegische Meeresnationalpark Ytre Hvaler entstehen soll. Gemeinsam werden sie eines der wenigen transnationalen Schutzgebiete in Europa bilden.

Weitere Informationen unter: www.kosteroarna.com und www.naturensar.se

NO: a-ha kündigt Abschied an

Seit mehr als zwei Jahrzehnten gehören sie zu den erfolgreichsten Pop-/Rockbands weltweit. Mit dem Videoclip zu ihrem Song „Take on me“ haben sie Popgeschichte geschrieben. Nun hat die norwegische Band a-ha das Ende ihrer gemeinsamen Karriere angekündigt, nach eigener Aussage auf dem Höhepunkt des Erfolges. Die Bandmitglieder Morten Harket, Magne Furuholmen und Paul Waaktaar-Savoy wollen sich künftig stärker anderen Projekten zuwenden, „sei es humanitäre Arbeit, Politik oder neue Konstellationen im Bereich Kunst und Musik“. Aus der Öffentlichkeit werden sie also nicht ganz verschwinden. Doch bevor die Band am 4. Dezember 2010, genau 25 Jahre nach Veröffentlichung ihres Debütalbums "Hunting High & Low", in Oslo ihr letztes gemeinsames Konzert gibt, tourt sie zum Abschied noch einmal um die Welt. (Quelle: www.a-ha.com)

[September 2009]

SE/DE: Ein Schwede in Weimar

Stefan Solyom
Stefan Solyom
Foto: © Mats Bäcker

Der schwedische Dirigent Stefan Solyom (30) ist neuer Generalmusikdirektor und Chefdirigent des Deutschen Nationaltheaters und der Staatskapelle Weimar. Sein Antrittskonzert gibt Stefan Solyom, der zudem ständiger Gastdirigent des Norrköping Symphony Orchestra und regelmäßiger Gastdirigent des BBC Scottish Symphony Orchestra ist, am 18. und 19. Oktober 2009 mit dem 3. Sinfoniekonzert der Staatskapelle Weimar.

Stefan Solyom wurde 1979 in Stockholm geboren und studierte zunächst Horn und später Dirigieren am Königlichen Konservatorium seiner Heimatstadt sowie an der Sibelius Akademie in Helsinki. Als Schüler von Leif Segerstam und Jorma Panula, zwei der angesehensten und zugleich außergewöhnlichsten Dirigierlehrer der Gegenwart, war er im Jahr 2000 Preisträger des Internationalen Sibelius Dirigentenwettbewerbs. Weitere Erfolge und Engagements folgten unmittelbar: In Skandinavien und Finnland arbeitet Solyom regelmäßig mit der Königlichen Philharmonie Stockholm, dem Göteborg Sinfonieorchester, dem Lahti Sinfonieorchester, dem Frankfurter Rundfunksinfonieorchester, dem MDR Sinfonieorchester, dem NDR Sinfonieorchester Hamburg, dem Rundfunksinfonieorchester des SWR Stuttgart und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. 1999 debütierte er am Königlichen Opernhaus Stockholm.
(Quelle: Deutsches Nationaltheater Weimar)

IS: Emiliana Torrini wochenlang auf Platz 1

Die isländische Sängerin Emiliana Torrini hat die deutschen Charts erobert – von Anfang Juli bis Ende August hielt sich ihr Lied „Jungle Drum“ insgesamt acht Wochen lang auf Platz 1 der deutschen Singlecharts. Damit hat Torrini nicht nur Musikgrößen wie Michael Jackson und Lady Gaga auf die hinteren Plätze verwiesen, sondern auch einen isländischen Rekord aufgestellt: Sie ist die erste Isländerin, die es in den deutschen Charts auf den ersten Platz geschafft hat. Dass „Jungle Drum“ in Deutschland so große Erfolge verzeichnen konnte, ist vermutlich nicht zuletzt auch auf die Sendung „Germany’s Next Top Model“ zurückzuführen, in der das Lied zu hören war, bevor es im Juni in die Charts gelangte.
(Quellen: www.mbl.is/www.icelandmusic.is)

NO: Auf der Suche nach Roald Amundsen

Um Reste des Flugzeugs „Latham 47“ zu finden, startete in Norwegen jetzt eine Expedition. Nordwestlich von Bjørnøya zwischen Nordkap und Spitzbergen wurde nach Teilen der Maschine gesucht, mit der Norwegens Polarheld Roald Amundsens verunglückte. Die Latham verschwand am 18. Juni 1928 mit Amundsen, dem Piloten Leif Dietrichson sowie vier französischen Besatzungsmitgliedern an Bord. Nach einer erfolglosen Suche im Jahr 2004 ist dies nun die zweite Expedition. Die Chancen, etwas zu finden, werden auf unter 50 Prozent geschätzt. 1911 hatte der Norweger Amundsen als erster Mensch den Südpol erreicht, noch vor seinem Konkurrenten, dem Briten Robert F. Scott. (Quelle: NRK)

DK: Tage des Weltkulturerbes in Dänemark

Am 12. und 13. September werden in Dänemark die UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten und solche Orte, die das vielleicht werden könnten, der Öffentlichkeit mit Vorträgen und Führungen zugänglich gemacht. Zum Weltkulturerbe zählt in Dänemark die Domkirche in Roskilde, Kronborg und die archäologischen Funde in Jellinge. Hinzu kommt noch der große Eisfjord in Ilulissat, Grönland.
(Weitere Informationen und Quelle: www.kulturarv.dk)

SE: Mit dem Boktåget, dem Buchzug, zur Buchmesse nach Göteborg

Wenn am 24. September die Buchmesse in Göteborg eröffnet, haben manche schon interessante Gespräche geführt, letzte Neuigkeiten ausgetauscht und Kollegen getroffen: Im Buchzug beginnt die Messe bereits unterwegs. Gemeinsam mit der Schwedischen Bahn bietet die Buchmesse Göteborg, die in diesem Jahr 25 Jahre alt wird, eine unterhaltsame Reisealternative an. Im Preis von 1495,00 SEK sind Reise, Frühstück, Mittagessen und Eintritt enthalten. Der Zug fährt in Stockholm los und endet in Liseberg, von wo aus man zur Messe laufen kann. Weitere Information: www.sjevent.se (Quelle: www.bokmassan.se)

[Juli/August 2009]

NO: Hamsun-Zentrum in Norwegen eröffnet

Aus Anlass des 150. Geburtstages Knut Hamsuns wurde am 4. August 2009 auf der nordnorwegischen Insel Hamarøy, wo der Schriftsteller seine Kindheit und Jugend verbrachte und später vorübergehend einen Bauernhof betrieb, ein Hamsun-Zentrum eröffnet. Der amerikanische Architekt Steven Holl versteht seinen von einer Vision des "Mysterien"-Helden Nagel inspirierten schwarzen Turm als "einen Körper, ein Schlachtfeld für unsichtbare Kräfte [und] Hamsun-Gestalt im architektonischen Sinne." Neben einer Ausstellung über Hamsuns Leben und Werk sowie dessen Interpretation bietet das Zentrum Räume für Seminare, Film- und Theateraufführungen sowie Festveranstaltungen und will zu Auseinandersetzung und Debatte über das umfangreiche und mehrdeutige Werk des wegen seines Bekenntnisses zum deutschen Nationalsozialismus umstrittenen Nobelpreisträgers im Kontext der gesellschaftlichen Strömungen anregen. (Quelle: www.hamsunsenteret.no)

SE: Das wirklich allerletzte Wallander-Buch

Trotzdem vor zehn Jahren der vermeintlich letzte Roman um Kommissar Wallander erschien, wird im August nun in Schweden ein neuer veröffentlicht. Autor Henning Mankell betont: diesmal ist es wirklich der ALLERletzte. Die neue Geschichte soll aber weniger ein Krimi, als eine Art „gestaltete Tragödie“ sein, in der der Kommissar, der mittlerweile Großvater ist, nach den verschwundenen Schwiegereltern seiner Tochter Linda sucht. „Wenn man dieses Buch gelesen hat, sieht man ein, dass es keine Chance gibt noch irgendetwas über Kurt Wallander zu schreiben“, so der Autor. Auch sonst herrscht großer Trubel um den beliebten Kommissar – in diesem Sommer drehen sowohl die BBC mit Kenneth Branagh, als auch ein schwedisches Filmteam neue Wallander-Filme in Ystad. Insgesamt sollen noch 13 neue schwedische Filme mit Krister Henriksson in der Rolle des Wallander entstehen. Auch hier gelobt Autor Mankell: die Letzten. Ob man ihm das glauben kann? (Quelle: svd.se, 20.07.09)

SE: Vier Konsulate und eine Botschaft schließen, Kulturhaus in Paris bleibt bestehen

Vier schwedische Generalkonsulate und eine Botschaft sollen geschlossen werden, ließ der Außenminister Carl Bildt am 23.07. bei einer Pressekonferenz verlauten. Betroffen sind die Konsulate in New York, Los Angeles, Kanton und Kaliningrad. Die zu schließende Botschaft befindet sich in Colombo, Sri Lanka. Mit diesen Aktionen möchte das Außenministerium nach eigenen Angaben sein Budget ausgleichen. Ein weiteres Ziel sei es, mehr auf operative, als auf repräsentative Bedarfe zu setzen. So werden beispielsweise in Bagdad, Kabul und Minsk neue Außenstellen errichtet. Das vorher von Schließung bedrohte schwedische Kulturhaus in Paris soll nun hingegen bestehen bleiben. Es bietet für ein paar hundert Schweden im Jahr Übernachtungsmöglichkeiten, außerdem lockt es die Pariser Bevölkerung mit Ausstellungen und einem schwedischen Café. So ist es laut dem Institutschef Mikael Jönsson neben einem wichtigen Ort für die schwedisch-französischen Kultur- und Wissenschaftsverbindungen auch ein Platz für die interkulturellen Begegnungen von normalen Bürgern. (Quellen: svd.se, dn.se, 23.07.09)

SE: Verbotene Fortsetzung von „Der Fänger im Roggen“ erscheint in Schweden

Das als Fortsetzung des legendären Romans von J. D. Salingers in den USA verbotene, in Großbritannien aber bereits veröffentlichte Buch soll nun in Kürze in englischer Sprache auch in Schweden herausgegeben und später dann ins Schwedische übersetzt werden. Am 1. Juli war die Veröffentlichung des Romans in den USA verboten worden. Der Verfasser des Nachfolgebuches, der schwedische Verleger Fredrik Colting, hatte sein Werk „60 Years Later – Coming through the Rye“ auf dem 1951 erschienenen Salinger-Buch aufgebaut. Salinger, der seit Jahrzehnten nicht mehr an die Öffentlichkeit getreten war, klagte gegen das Erscheinen des Romans in den USA aufgrund schwerer Urheberrechtsverletzungen. Das zuständige Gericht in New York beschloss nun, der Klage stattzugeben. In der Begründung kann man lesen, dass sich Coltings Werk „in großem Maße, sowohl stilistisch als auch inhaltlich, bei dem ‚Fänger im Roggen’ bedient.“ Colting empfindet den Gerichtsbeschluss zwar als „Zensur in einem eigentlich freien Land“. Er kann aber auch Positives aus dem Urteil ziehen: „Nichts macht ein Werk populärer als sein Verbot. Wir denken darüber nach, das Buch mit einem Aufkleber zu versehen, auf dem steht: ’Verboten in den USA’“. (Quelle: Dagens Nyheter)

DE/DK: Scandlines verlässt Rostock

Die dänische Reederei Scandlines verlegt ihren Sitz von Rostock-Warnemünde nach Puttgarden auf Fehmarn. Im Zuge der Verlagerung sollen 400 der insgesamt 2400 Stellen abgebaut werden. Nach Angaben eines Scandlines-Sprechers betrifft dies 200 Beschäftigte in Dänemark und 200 in Rostock. Vor zwei Jahren hatten die Deutsche Bahn und das dänische Verkehrsministerium die Reederei für 1,5 Milliarden Euro an drei private Gesellschafter verkauft. (Quelle: NDR)

DK: Wieder Weltmeister

Das dritte Jahr in Folge ist Dänemark zur besten IT-Nation der Welt gewählt worden. Das World Economic Forum untersuchte 134 Nationen unter anderem darauf, wie verbreitet IT-Nutzung ist und wie effektiv diese Technik gebraucht werden kann. Dänemark liegt vor Schweden und den USA sowie Singapur auf den folgenden Plätzen. (Quelle: Politiken)

DK: Kultur blüht in der Krise

Kino, Theater, Konzerte – die Zahl der verkauften Karten für Kulturveranstaltungen steigt in Dänemark rapide, und das der Finanzkrise zum Trotz. Allein 6.670.000 Kinokarten wurden im ersten Halbjahr verkauft, das sind sieben Prozent mehr als im Halbjahr zuvor. Der Juni war außerdem ein Rekordmonat für den Kartenverkauf insgesamt, mehr als 100 Millionen Kronen wurden für Festival- und Konzertkarten ausgegeben. Das ist die doppelte Summe im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres. (Quelle: Politiken)

NORD/DE: Nordische Filmtage – Neues in Lübeck

In Lübeck werden vom 4. bis 8. November die 51. Nordischen Filmtage stattfinden. Rund 130 skandinavische und baltische Produktionen aus dem Bereich Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilm werden zu sehen sein. Es wird eine Deutsch-Nordische Drehbuch-Werkstatt geben, Erstmalig wird ein Filmmarkt für skandinavische Filme, die in Deutschland noch keine Auswertung erfahren haben, und ein Zusammentreffen deutscher und norwegischer Koproduzenten organisiert. Die Retrospektive widmet sich in diesem Jahr Grönland. In Berlin sind die Nordischen Filmtage am 8. September im Felleshus der Nordischen Botschaften. Um 20 Uhr wird dort „Der Mann, der Yngve liebte“ gezeigt, der Gewinner des NDR Spielfilmpreises 2008. (Quelle: Nordische Filmtage Lübeck)

FI/DE: Zum ersten Mal spielt ein Tatort in Finnland

Der gebürtige Finne Hannu Salonen dreht diesen deutsch-finnischen Krimi derzeit in Helsinki und Ilomantsi in Nordkarelien, der östlichsten Gemeinde der EU. Das Kieler Ermittlerteam wird diesmal von dem finnischen Schauspieler Janne Hyytiäinen verstärkt, der im letzten Film von Aki Kaurismäki die Hauptrolle spielte. (Quelle: ARD)

[Juni 2009]

SE: Johan Theorin erhält den Glasnyckeln 2009

Der Gewinner des diesjährigen skandinavischen Kriminalpreises Glasnyckeln 2009, Johan Theorin, wird im Herbst Gast des Kulturhus Berlin sein.

Der 1963 in Göteborg geborene Autor wird für seinen zweiten Kriminalroman, der unter dem Titel „Nebelsturm“ im Herbst bei Piper erscheint, mit dem wichtigsten skandinavischen Krimipreis ausgezeichnet. Bereits sein erster Kriminalroman »Öland«, ausgezeichnet als bestes Krimidebüt des Jahres, war ein großer internationaler Erfolg. Als Herbst-Teil seines geplanten Jahreszeiten-Quartetts wurde es in 14 Sprachen übersetzt. »Nebelsturm«, dessen Filmoption bereits verkauft ist, spielt im rauen öländischen Winter. (Quelle: Piper-Verlag)

Über die Lesung informieren wir demnächst an dieser Stelle sowie unter www.kulturhus-berlin.de

DK: Das Ausland will kein dänisches Theater

Im Gegensatz zum Kindertheater, das im April 2009 ein Kindertheaterfestival veranstaltete, an dem 109 professionelle Theater, mit über 600 Aufführungen teilnahmen, schafft es das „große Theater“ Dänemarks kaum auf ausländische Bühnen. So war zum Beispiel das Königliche Theater in den letzten fünf Jahren nicht auf Auslandstournee. Die Stücke für Erwachsene würden nicht die große Resonanz erfahren wie das dänische Kindertheater, das derzeit international sehr erfolgreich ist. (Quelle: Politiken)

DK: Dänische Filme floppen

2009 scheint ein Krisenjahr für den dänischen Film zu werden. Noch nie seit fünf Jahren sahen so wenige Dänen dänische Filme wie in den ersten fünf Monaten dieses Jahres. Kaum ein dänischer Film erreiche derzeit die Grenze von 200 000 verkauften Tickets, meldet das Dänische Filminstitut. Selbst Lars von Triers „Antichrist“ scheint in Dänemark kein Kassenerfolg zu werden.

Die insgesamt in fünf Monaten etwas mehr als 700.000 verkauften Tickets sind nicht viel im Vergleich zum „Jubeljahr“ 2008, in dem für dänische Filme insgesamt 4,3 Millionen Tickets gekauft wurden Rekord seit mehr als 30 Jahren. 2008 zählten 9 von 28 dänischen Filmen mehr als jeweils 200 000 Besucher. Mit knapp 700 000 verkauften Tickets war „Flammen og Citronen“ der Kinoerfolg des Jahres. Der große Gewinner des bisherigen Kinojahres 2009 kommt zudem nicht aus Dänemark, sondern ist eine skandinavisch-deutsche Koproduktion: „Mænd der hader kvinder“. Der erste Teil der Stieg-Larsson-Verfilmung zog bislang 950 000 Dänen in die Kinos. Der Regisseur des Films ist Niels Arden Oplev – und der immerhin stammt aus Dänemark.
(Quelle: Dänisches Filminstitut)

SE: EU-Mandat für Piratenpartei

Die Schweden haben entschieden: Die Piratenpartei wird eines der 18 schwedischen Mandate im kommenden EU-Parlament erlangen. Hauptanliegen der Piratenpartei ist eine grundlegende Reform des Urheberrechts sowie das freie Herunterladen von Musik, Filmen und anderem urheberrechtlich geschützten Material aus dem Internet. (Quelle: Schwedenstube)

SE: Eintritt frei! Stockholmer Kulturfestival in diesem Jahr auf Finnisch

Vom 11. bis zum 16. August findet das Stockholmer Kulturfestival statt, das auch in diesem Jahr wieder hunderttausende Besucher anlocken wird. Seit 2005 wird den Besuchern des Festivals einmal jährlich jede Art von Kunst und Kultur zum Erleben und Mitmachen angeboten – von Musik und Tanz über Stand-Up-Comedy, Literatur, Theater, Street Art, Foto bis hin zu Karneval ist für jeden etwas dabei. Das Programm erstreckt sich über sechs Tage und wird voraussichtlich etwa 500 verschiedene Programmpunkte für alle Altersgruppen beinhalten – und dabei sind laut Angaben der Veranstalter 99 Prozent der Veranstaltungen kostenlos! Die gesamte Stockholmer Innenstadt soll von dem Festival vereinnahmt werden – auf allen großen Plätzen der Stadt, in Theatern und Cafes und an vielen weiteren Orten. Schwerpunkt in diesem Jahr wird Schwedens Nachbarland Finnland sein. Die Besucher können auf dem Festival alles über Kultur, Sprache und Menschen des schwedischen Nachbarlandes lernen – von Saunabad und wehmütigem Tango bis zum Hardrock. Zu den finnischen Highlights gehören sicher das Konzert der Cello-Metalband Apocalyptica auf dem Gustav Adolfs Torg sowie eine Lesung mit dem bekannten Schriftsteller Kjell Westö.

Das gesamte Programm sowie weitere Informationen gibt es unter: www.kulturfestivalen.stockholm.se

[25.05.2009]

Schweden für Jeden

Im Rahmen des Programms "Schweden für Jeden" während der schwedischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2009 veranstaltet die Schwedische Botschaft in Berlin am 27. und 28. Juni 2009 auf dem Botschaftsgelände ein großes Sommerfest für alle, die es himmelblau und sonnengelb mögen. HERZLICH WILLKOMMEN! Das Programm für Familien, Musikfans, Filmfreunde, Designfreaks und Architekturliebhaber finden Sie in Kürze unter www.schwedenfuerjeden.eu. Für die Durchführung dieser Veranstaltung sucht die Schwedische Botschaft noch freiwillige HelferInnen – ausführliche Informationen finden Sie hier [PDF].

[18.05.2009]

DK: Von Trier in Cannes

Das Filmfestival Cannes hat Lars von Triers „Antichrist“ eingeladen, am Wettbewerb um die „Goldene Palme“ teilzunehmen. Charlotte Gainsbourg und Willem Dafoe spielen die Hauptrollen in von Triers „Antichrist“. Zuletzt hatte von Trier 2000 die „Goldene Palme“ für „Dancer in the Dark“ gewonnen, den Preis der besten Schauspielerin erhielt die isländische Sängerin Björk, die in dem Film die Hauptrolle spielt. Dorte Bengtsons Animationskurzfilm „Sylfidden” ist ebenfalls in Cannes zu sehen (13. bis 24. Mai).

(Quelle: Dänisches Filminstitut)

SE: Schwedisches Nationalmuseum wird für sieben Jahre geschlossen

Ein bitterer Tropfen für Kunstliebhaber: Das schwedische Nationalmuseum in Stockholm soll für 775 Mio. Kronen (ca. 72,6 Mio. €) umgebaut und renoviert werden – und muss dafür sieben Jahre schließen. 2011 sollen die 700 000 im Museum befindlichen Werke evakuiert und auf Museen der Provinzen und Kommunen im ganzen Land verteilt werden. Einige Stücke werden sogar an ausländische Museen verliehen. Im Jahr darauf sollen dann die umfangreichen Bauarbeiten beginnen. Die Museumsleiterin Solfrid Söderlind wünscht sich neben der Renovierung auch einen Anbau, um dem Publikumsandrang und den gewachsenen Anforderungen an ein Museum gerecht zu werden. Ein solcher Anbau ist jedoch in den Bauplänen nicht vorgesehen. Allein im letzten Jahr kamen 474 000 Besucher in das Stockholmer Nationalmuseum. Nachdem die Arbeiten 2017 beendet sein sollen, wird das Museum schließlich im Jahr 2018 wieder seine Pforten öffnen. Unter anderem soll die Renovierung auch durch erhöhte Eintrittpreise finanziert werden.

(Quelle: Svenska Dagbladet, Dagens Nyheter)

DK: Rekord für Kindertheater

Das diesjährige Børneteaterfestival hat einen Rekord in seiner 39jährigen Geschichte aufgestellt. Das weltgrößte Kindertheaterfestival, das Szenekunst für Kinder und junge Menschen zum Schwerpunkt hat, fand Ende April im dänischen Ballerup statt. 109 professionelle Theater nahmen teil, insgesamt wurden 602 Aufführungen von über 177 Stücken gezeigt. Der Eintritt für alle Vorstellungen war frei. Im kommenden Jahr wird das Børneteaterfestival in Esbjerg stattfinden.

(Quelle: Teatercentrum und Statens Kunstfond)

NO: Per Petterson bekommt den Literaturpreis des Nordischen Rates.

Per Petterson bekommt für seinen Roman "Jeg forbanner tidens elv" („Ich verfluche den Fluss der Zeit“) den Literaturpreis des Nordischen Rates. Der Literaturpreis des Nordischen Rates gilt als wichtigster Literaturpreis Skandinaviens. Er wird für Prosaliteratur verliehen, die in einer der nordischen Sprachen geschrieben ist und hohe literarische und künstlerische Ansprüche erfüllt. Der Preis ist mit umgerechnet 47 000 Euro dotiert und wird jährlich seit 1962 vergeben. Für seinen Roman „Ich verfluche den Fluss der Zeit“ bekommt Petterson nicht zum ersten Mal einen wichtigen Preis, er gewann schon den norwegischen Kritikerpreis und den Bragepreis. Der Roman wurde in 15 Sprachen übersetzt. Pettersons früherer Roman „ Pferde Stehlen" wurde in 44 Sprachen herausgegeben und hat zahlreiche Preise, national wie international, bekommen. 700 000 Exemplare von „Pferde Stehlen“ sind bisher verkauft worden, was es zu einem internationalen Bestseller macht.

(Quelle: Norwegische Botschaft)

D/SE: Deutsch-Schwedische Sonderausgabe zu Stellan Arvidson

Rechtzeitig zum 200. Jubiläum des Todestages des bemerkenswerten schwedischen Aufklärers Thomas Thorild erschien ein Büchlein seines Biographen. Es ist der letzte Beitrag von Stellan Arvidson zur schwedischen Literaturgeschichte. „Unterm Sternenhimmel“ nannte der Autor sein poetisch-philosophisches Resümee eines langen Lebens. Er war fast 94 Jahre alt, als er seine Gedanken zu Papier brachte, von denen er sich eine weltanschaulich-ethische Debatte erhoffte. Professor Dr. Stellan Arvidson hatte einen Lebensweg, der mit dem von Thomas Thorild nicht wenige Parallelen aufwies. Beider Wirkungsfeld war die Universität Greifswald. Beide fühlten sich den Gedanken der Aufklärung verpflichtet und blieben den Idealen von einer gerechten menschlichen Gesellschaft treu. Beiden schlug Widerstand entgegen. Beide ließen sich nicht beirren. Zwei Bände der Thorild-Biographie hat Stellan Arvidson veröffentlicht, der dritte blieb leider unvollendet. Der Deutsch-Schwedische Verein Greifswald und die Deutsch-Schwedische Gesellschaft Berlin haben nun die letzte literarische Äußerung Arvidsons ins Deutsche übertragen und als zweisprachige Fassung in einem Band zu publiziert. Es ist die erste und einzige deutsche Übersetzung und nunmehr auch der einzige noch verfügbare schwedische Text. Durch die direkte Gegenüberstellung der zwei Sprachen Schwedisch und Deutsch ergibt sich ein besonderer Reiz auch für Sprachinteressierte und Lernende. Durch sein handliches Format – es passt in jede Jackentasche - ist es ideal als Reiselektüre und ausgezeichnet als Geschenk geeignet. Das Buch ist nicht im Buchhandel, sondern kann nur telefonisch unter 030/9818550 oder per mail unter fam.gabert@kabelmail.de bestellt werden.

(Quelle: Deutsch Schwedische Gesellschaft Berlin)

DK/SE/ICE: Roskilde in der Krise

In diesem Jahr hat das Rockfestival im dänischen Roskilde mit einem Rekordrückgang beim Kartenverkauf zu kämpfen. Vor allem, weil in Schweden die Krone auf einem historischen Tiefstand ist und auch das Geld auf Island horrend an Wert verloren hat, bleiben viele der nordischen Nachbarn in diesem Jahr zu Hause. Schweden und Isländer machten bislang stets einen Großteil der Festivalgäste aus. Gleichzeitig, so Festivaldirektor Henrik Rasmussen, seien die Honorare der Musiker auf ein Rekordniveau gestiegen, selbst das Jahresbudget von 37,5 Millionen Kronen reiche nicht aus, um die eingeladenen Musiker zu bezahlen.

(Quelle: Danmarks Radio)

DK: Olsenbande als Animationsfilm

Egon, Benny und Keld werden Trickfilmfiguren. Das erfolgreichste Trio Dänemarks tauchte zuletzt im Olsenbande-Junior-Film und in einem Musical auf. Diesmal planen die drei, H. C. Andersens originale Schreibfedern zu stehlen. Der Film wird am 15. Oktober 2009 Premiere haben.

(Quelle: Danmarks Radio)

[22. April 2009]

SE: Moneybrother – neues Album plus Tomatensuppe

Anders Wendin, vielen auch bekannt als der schwedische Popsänger „Moneybrother“, macht derzeit gleich doppelt auf sich aufmerksam. Am 15. April erschien in seinem Heimatland sein nunmehr viertes Album „Real Control“, mit dem er voraussichtlich einmal mehr die schwedischen Charts stürmen wird. Dieses Mal hat er sich aber noch ein neues Verkaufsfeld vorgenommen: Lebensmittelgeschäfte. Zeitgleich mit seinem neuen Album bringt er nämlich gemeinsam mit seinem „Kochkumpel“, dem ehemaligen Küchenchef und Lebensmittelhändler, Maximillian Lundin eine Tomatensuppe auf den Markt. Eine Erklärung gibt „Moneybrother“ in der dazu gehörigen Pressemitteilung ab: „Eine Künstlerkarriere fühlt sich heutzutage unsicherer an als ein Leben in der Lebensmittelbranche.“ Na dann guten Appetit!
(Quelle: Dagens Nyheter)

SE: US-Fotograf Robert Adams erhält Hasselblad-Preis

Der amerikanische Fotograf Robert Adams erhielt in San Francisco den schwedischen Fotografiepreis der Hasselblad-Stiftung. Ausgezeichnet wurde er für sein Lebenswerk, in dem er seit den 1960ern seine Heimat – den amerikanischen Westen – dokumentiert hat. In ihrer Begründung betonte die fünfköpfige internationale Jury vor allem Adams’ besonderen Blick für menschliche Sehnsüchte und eine sich verändernde Umwelt. Sie bezeichnete ihn als „einen der wichtigsten und einflussreichsten Fotografen der letzten 40 Jahre“. Der 1937 in New Jersey geborene Adams selbst ist der Meinung, Kunst habe eine soziale Funktion. In der Verleihung des Preises an ihn sieht er „ein Zeichen, dass die Kunstwelt weg möchte vom Fokus auf Trivialitäten“. Der nach dem Erfinder der Hasselblad-Kamera, Victor Hasselblad (1906-1978), benannte Preis ist auf 500 000 schwedische Kronen (ca. 46 000 Euro) dotiert und wurde bereits an Künstler wie Nan Goldin und Robert Frank verliehen.
(Quelle: Dagens Nyheter)

[1. April 2009]

SE: Im Geiste Astrid Lindgrens - Gedächtnispreis für Literatur nach Ramallah

Der mit 500 000 EUR dotierte weltweit größte internationale Kinder- und Jugendliteraturpreis und zweitgrößten Literaturpreis überhaupt geht in an das Tamer-Institute for Community Education. Damit wird eine Organisation geehrt, die sich für die Leseförderung in der Westbank und im Gazastreifen einsetzt. In der Begründung der Jury heißt es: „Mit Ausdauer, Mut und Ideenreichtum hat das Tamer-Institut in den vergangenen zwei Jahrzehnten die Leselust und Kreativität palästinensischer Kinder und Jugendlicher stimuliert.” Im Geiste Astrid Lindgrens betrachtet das Tamer-Institut die Macht des Wortes und des Buches, die Kraft der Erzählung und der Fantasie als wichtige Schlüssel zu Lebensmut, Selbstbewusstsein und Toleranz.

Das Tamer-Institut in Ramallah ist eine unabhängige Organisation, die seit 1989 lesefördernde Arbeit für Kinder und Jugendliche in der Westbank und in Gaza leistet. Gegründet wurde es, um Kindern einen Zugang zu Büchern und zu alternativen Lernmöglichkeiten zu geben, da der Schulalltag der Kinder und Jugendlichen, ihre Freizeit und ihr Leben unter den Unruhen in diesem Gebiet leiden. Als das Tamer-Institut seine Arbeit aufnahm, gab es im Grunde keine palästinensischen Kinderbücher. Bis heute hat die Organisation mehr als 130 Titel herausgegeben, und mehrere der Kinderbuchautoren haben einst selbst die Schreibwerkstätten des Tamer-Instituts besucht. (Quelle: www.alma.se)

NO: Nordischer Preis 2009 für Kjell Askildsen

Der norwegische Schriftsteller Kjell Askildsen wird mit dem Nordischen Preis der Schwedischen Akademie 2009 (Svenska Akademiens nordiska pris) ausgezeichnet. Der Preis wird seit 1986, dem Jahr des 200-jährigen Bestehens der Akademie, an Menschen aus den nordischen Ländern für bemerkenswerte Beiträge für die schwedische Literatur und Sprache verliehen und ist mit 350.000 Schwedischen Kronen (ca. 30.000 €) dotiert. Die diesjährige Preisverleihung findet am 1. April in Stockholm statt. Kjell Askildsen (geboren 1929) wird als Meister der Short Story bezeichnet. Er wurde u.a. zweimal mit dem Norwegischen Kritikerpreis sowie mit dem Brage Ehrenpreis geehrt. Seine Bücher wurden in mehr als 15 Sprachen übersetzt. Soeben erschien auf Deutsch seine Sammlung von Kurzgeschichten „Ein schöner Ort“ (Sammlung Luchterhand). Kjell Askildsen liest am 18. April in Hamburg aus seinen Werken. (Quelle: Luchterhand Verlag)

SE: Larssons-Romane nun bald alle verfilmt

Der erste Film der Stieg Larsson-Triologie „Män som hatar kvinnor“ (dt: Verblendung) lockte über 654.200 Schweden in die Kinos. Der ursprünglicher Entschluss der Produzentin SVT, die beiden anderen Bücher dieser Reihe, „Flickan som lekte med elden“ (dt: Verdammnis) und „Luftslottet som sprängdes“ (dt: Vergebung), lediglich als eine Serie im schwedischen Fernsehen auszustrahlen, wurde nun umgestoßen. Dem neuen Beschluss nach, sollen beide Bücher bis zum Herbst 2009 für die Kinoleinwand produziert werden. Eine TV-Serie soll außerdem noch folgen. (Quelle: Svenska Dagblatt)

[23. März 2009]

DK: Grundtvig soll ins Netz

Nikolai Frederik Severin Grundtvigs Werke sollen digitalisiert und im Internet zugänglich gemacht werden. „Grundtvig spielte und spielt eine große Rolle für unser Selbstverständnis als Dänen, aber viele seiner Schriften sind für uns nicht mehr zugänglich“ erklärt Michael Schelde, Leiter des Grundtvig Centret an der Universität Århus. Grundtvig, der als eine der wichtigsten Personen in der Geschichte Dänemarks gilt, begründete u. a. die Volkshochschulbewegung. Seine Gedanken spielen nach wie vor eine große Rolle im gesellschaftlichen Leben Dänemarks. (Quelle: Danmarks Radio)

BALT: Baltische Länder vergleichsweise unreligiös

Die baltischen Länder zählen zu den am wenigsten religiösen Staaten der Welt. Das ergab die letzte Gallup-Umfrage, die in 143 Ländern durchgeführt wurde. Danach führt Estland weltweit die Top Ten der „Unreligiösen“ an. Nur 14 Prozent aller befragten Esten bejahten die Frage, ob Religion ein Teil ihres alltäglichen Lebens sei. Weiter unten auf der Liste folgen Litauen und Lettland, Schweden und Dänemark. Auf eine zweite Liste, die die religiösesten Länder der Welt aufführt, schaffte es keiner der EU-Mitgliedsstaaten. Hier belegten Ägypten und Bangladesh die vordersten Plätze. Innerhalb der EU sind Polen, Griechenland und Italien die Länder, in denen Religion heute die größte Bedeutung hat. (Quelle: Baltic Times)

DK: Neues Buch – diesmal schneller

Der Schriftsteller Peter Høeg, einer der größten dänischen Namen in der internationalen Literaturszene, schreibt einen neuen Roman. An seinem neuen Buch arbeite er nach eigener Aussage „schneller als an dem vorangegangen“. „Den stille pige“ war 2006 nach über 10-jähriger Pause erschienen. Peter Høeg feierte seinen Durchbruch mit „Frøken Smillas fornemmelse for sne“ (dt: Fräulein Smillas Gespür für Schnee). (Quelle: Herning Folkeblad/Danmarks Radio)

NO: Vier neue Landschaftsschutzgebiete

Der Ålfotbreen als Norwegens westlichster Gletscher, die Quellen der Glomma, des längsten Flusses des Landes, die Insel Smøla mit ihrem großen Bestand an Seeadlern und Ottern sowie die Bergregionen von Naustdal-Gjengedal im Bezirk Sogn og Fjordane wurden vom norwegischen König zu neuen Naturschutzgebieten erklärt. Mit dem am 9. Januar getroffenen Beschluss vergrößert sich die Fläche der norwegischen Naturschutzgebiete um rund 1220 Quadratkilometer. (Quelle: www.regjeringen.no)

NORDEN: Verfilmumg von Stieg Larssons “Men Who Hate Women”

Das erste Mal in der Filmgeschichte, startet Nordisk Film eine Produktion zeitgleich in den skandinavischen Ländern. Der Film nach Stieg Larssons Bestseller-Millennium-Trilogie “Men Who Hate Women” von Niels Arden Oplev kam Ende Februar in Dänemark, Schweden und Norwegen in die Kinos, Finnland folgt im März. Bereis bis zum ersten Wochenende wurden allein in Dänemark 167.000 Eintrittskarten verkauft und in Schweden kamen noch einmal 174.00 dazu.
Unter den weltweit über zehn Millionen Menschen, die Larssons drei Bücher gelesen haben, sind drei Millionen Schweden, 1,1 Millionen Dänen und eine Millionen Norweger.
Die schwedische Schauspielerin Noomi Rapace spielt Lisbeth Salander, Michael Nyqvist ist Michael Blomkvist. (Quelle: Nordisk Film og TV Fond)

SE/DE: Henning Mankell stiftet Preisgeld

Der schwedische Schriftsteller ist erster Preisträger des Europäischen Preises für Kriminalliteratur, er erhielt den „Ripper Award“ des Krimifestivals Mord am Hellweg - Tatort Ruhr in Unna. Das Preisgeld in Höhe von 11.111 Euro spendet Mankell für Alphabetisierungs-Projekte. „Wir schreiben 2009, und immer noch haben Millionen von Kindern keinen Zugang zum Lesen und Schreiben, das macht mich wirklich böse.“ Er betrachte es als seine Aufgabe, an diesen Missständen etwas zu ändern. „Das geschriebene Wort ist eines der wichtigsten Werkzeuge, um Fortschritt und Freiheit zu erringen.”
(Quelle: Netzzeitung/W.A.Z.)

DK: Film des Jahres

Henrik Ruben Genz´ Film “Frygtelig lykkelig” (Terribly Happy) ist der große Gewinner der diesjährigen Bodil-Verleihung. Sechs von elf Preisen der dänischen Filmkritik erhielt der Film, der als bester dänischer Film des Jahres gewählt wurde. (Quelle: Dänisches Filminstitut)

[13. Februar 2009]

SE/DE: Schwedische Töne im Netz

Die Lübecker Schwedenstube hat ihr Angebot erweitert und bietet nun einen neuen Internet-Radiosender, bei dem rund um die Uhr Musik aus Schweden läuft, auf schwedischer und englischer Sprache. Zur Zeit gibt es fünf verschiedene Sendungen, die ständig erweitert werden: Schweden-Mix (Quer Beet), Only Swedish - Bara Svenska, Svensk Pop, Sweden Rocks und Swedish Jazz. Der Sender ist zu finden unter http://www.laut.fm/schweden.
(Quelle: Schwedenstube)

IS: Isländische Schriftsteller protestierten gegen Regierung

Isländische Schriftsteller trugen mit Protestaktionen und kritischen Schriften ihren Teil zum Rücktritt der isländischen Regierung letzte Woche bei. Ganz vorne dabei mit Kritik an der Regierung und dem bestehenden System ist der Schriftsteller Einar Már Gudmundsson. Er hat viele Protestschriften verfasst und war auch selbst bei den wöchentlichen Protesten vorm Regierungsgebäude dabei. Die Schriftsteller und auch ihre Verlage glauben, dass die isländische Literatur und vor allem Romane (im Gegensatz zu den seit einigen Jahren sehr populären Kriminalromanen) in der nächsten Zeit eine entscheidende Funktion einnehmen werden und dies auch schon tun. Dabei geht es vor allem darum, den isländischen Lesern eine Hilfestellung zu geben, wie sie sich ihre Identität in einem neuen Island bewahren und mit der Situation der Finanzkrise umgehen können. Die Autoren nehmen dabei auch eine bedeutende Rolle als Stimme des Volkes ein, wie man an ihren Aktivitäten beim Protest gegen die Regierung sehen konnte. (Quelle: Svenska bokhandel www.svb.se)

SE: Pippi und Bergman sind jetzt amerikanisch

Der schwedische Filmgigant Svensk Filmindustri (SF) hat die Rechte an den Filmen über Pippi Langstrumpf und von Ingmar Bergman verloren. Weil die Filmgesellschaft offene Rechnungen nicht beglich, wurden die Rechte von über 1200 Filmen an die amerikanische Firma Isis übertragen. Die verfügt damit über die Filme, die nach den Geschichten aus Astrid Lindgrens Büchern entstanden, und Bergman-Klassiker wie "Persona" und "Fanny und Alexander". Die amerikanische Firma besitzt jetzt außerdem die Rechte an Lasse Hallströms „Mit liv som hund“, Hans Alfredsons „Den enfoldige morder“ und Bo Widerbergs „Elvira Madigan“ und auch Peter Schønau Fogs „Kunsten at græde i kor“ aus Dänemark, der derzeit einer der weltweit erfolgreichsten skandinavische Filme ist. Nachdem SF im Jahre 2000 auf den immensen Kosten eines Konkursgeschäftes in den USA sitzen geblieben war, wurde die schwedische Gesellschaft per Urteil verpflichtet, die Schulden in Höhe von 10 Millionen Dollar an Isis zu bezahlen. Die Amerikaner sicherten sich im Gegenzug die Rechte an den Filmen, die zum schwedischen Filmerbe schlechthin zählen. (Quelle: Danmarks Radio/Information)

FIN: Schwedisch verliert an Bedeutung

Laut einer aktuellen Umfrage des finnischen Meinungsforschungsinstituts Taloustutkimus hält die Mehrheit der Finnen (93 Prozent) die Zugehörigkeit zu den nordischen Ländern für sehr wichtig. Mehr als 90 Prozent der Befragten ist allerdings dagegen, dass die Verständigung mit den Nachbarländern auf Schwedisch geschehen soll. Vielmehr wird stattdessen die Bedeutung des Englischen betont. Die Stellung des Schwedischen als in der finnischen Verfassung verankerte offizielle Sprache ist in Finnland schon lange ein viel diskutiertes Thema. Widerstand ruft vor allem Schwedisch als Pflichtfach in finnischsprachigen Schulen hervor. Seit 2005 ist diese Regelung sogar schon etwas aufgelockert, da Schwedisch kein verpflichtendes Prüfungsfach beim Abitur (studentexamen) ist. Weitere Informationen findet man unter http://www.norden.org (Quelle: Norden i veckan)

SE: Ulf Lundell mit königlicher Medaille ausgezeichnet

Für seine Verdienste als Schriftsteller, Musiker und Künstler erhält das schwedische Multi-Talent Ulf Lundell am 8. Juni eine Ehrenmedaille achten Grades. Diese überreicht der schwedische König Carl XVI. Gustaf. In Schweden bekannt wurde Lundell durch seinen in den 1970er Jahren erschienenen Generationenroman Jack. Darüber hinaus hat er zahlreiche Musikalben und Kunstwerke veröffentlicht. (Quelle: Svenska dagbladet, www.svd.se)

[30. Januar 2009]

DE/SE: Mankels "Chinese" als Zweiteiler

Der schwedische Krimiautor Henning Mankell bekommt einen weiteren Sendeplatz in der ARD. Nun soll der Bestseller «Der Chinese» verfilmt werden. Das teilte die ARD mit. Die Produktion wird die Münchner Firma Yellow Bird Pictures übernehmen, die das Projekt 2010 starten will. Der Krimi um 18 Tote, der von Schweden bis nach China führt, werde derzeit für einen zweiteiligen Fernsehfilm bearbeitet. Gedreht werden solle dann in Schweden und Asien, Produzenten sind Oliver Schündler und Boris Ausserer. Für die ARD laufen zurzeit die Dreharbeiten für eine weiteren Mankell-Verfilmung unter dem Arbeitstitel «Kennedys Hirn» mit Iris Berben und Heino Ferch. (Quelle: http://www.donaukurier.de)

NO: Hamsuns gate - Neues Stück von Yngve Sundvor

Am 5. Februar ist die Weltpremiere von "Hamsuns gate" am Nationaltheater in Oslo. In dem Stück von Yngve Sundvor wird Hamsuns burlesken und lustigen Geschichten Leben eingehaucht. Für "Hamsuns gate" wurden mehrere Novellen des Dichters zu einer Geschichte verflochten, wobei Hamsuns Novelle "En ærkeskjelm" die Rahmenhandlung liefert. Sundvor hat sich schon in der Vergangenheit mit seinen Bühnenadaptionen von Hamsuns "Sult" (Hunger) und "Markens Grøde" (Segen der Erde) einen Namen gemacht. (Quelle: Nationaltheater)

[29. Januar 2009]

SE: Ulf Lundell mit königlicher Medaille ausgezeichnet

Für seine Verdienste als Schriftsteller, Musiker und Künstler erhält das schwedische Multi-Talent Ulf Lundell am 8. Juni eine Ehrenmedaille achten Grades. Diese überreicht der schwedische König Carl XVI. Gustaf. In Schweden bekannt wurde Lundell durch seinen in den 1970er Jahren erschienenen Generationenroman Jack. Darüber hinaus hat er zahlreiche Musikalben und Kunstwerke veröffentlicht. (Quelle: Svenska dagbladet, www.svd.se)

SE: Schwedische Filme bei Kurzfilmfestival

Beim größten Kurzfilmfestival der Welt in Clermont-Ferrand (Frankreich) werden insgesamt 12 schwedische Filme vorgestellt. Dazu gehören Balladen om Marie Nord och hennes klienter von Alexander Onofri und Andrea Östlunds Film Majken, der auf einem Roman von John Ajvide Lindqvist basiert. Das Festival beginnt am 30. Januar. (Quelle: Svenska dagbladet, www.svd.se)

SE: Per Gessle auf Solopfaden

Zum ersten Mal begibt sich Roxette-Mitglied Per Gessle ohne Band und Mitstreiterin Marie Fredriksson auf eine Tournee außerhalb Nordeuropas. Präsentieren wird er sein neues Album Party crasher, das in Schweden Platinstatus erreicht hat. In Deutschland macht er Ende April in Hamburg, Köln und München Halt, bevor die Tour Anfang Mai in Stockholm endet.
(Quelle: Dagens nyheter, www.dn.se)

[27. Januar 2009]

SE: Deutsche Stockholm-Besucher zieht es in die Museen

Die 19 staatlichen Museen der schwedischen Hauptstadt Stockholm verzeichneten im Jahr 2008 insgesamt 3 374 907 Besucher – im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von nahezu 15 Prozent. Dabei stellen die staatlichen Museen nur einen kleinen Teil der Museen, Sehenswürdigkeiten und Attraktionen der Stadt dar. Die Stockholm-Karte, die wahlweise für 24, 48 oder 72 Stunden erworben werden kann, ermöglicht den freien Eintritt zu mehr als 75 Museen und Attraktionen der Stadt. Diese Angebot wurde und wird von deutschen Stockholm-Urlaubern sehr gut angenommen: So wurden in diesem Zeitraum 128 000 Stockholm-Karten an Touristen aus 35 verschiedenen Ländern verkauft – an der Spitze Deutsche, Schweden und Italiener. Diese wurden zu insgesamt 750 000 Museumsbesuchen genutzt. Unter den meistbesuchten Museen und Attraktionen waren das Vasa Museum, das Freilichtmuseum Skansen, das königliche Schloss, die Sightseeing-Tour „Djurgården rund“, die Schatzkammer, das Skansen Aquarium, das Aquaria Wassermuseum, das Nordische Museum, das Kindermuseum Junibacken sowie das Stockholmer Rathaus Stadshuset. Weitere Informationen zu Stockholm und den Museen der Stadt unter www.stockholmtown.com sowie www.stockholmsmuseer.se.

[23. Januar 2009]

NO: Hauskonzert für Gaza

Die Angestellten des Norwegischen Nationaltheaters in Oslo geben am 25. Januar eine Sondervorstellung, um die Bevölkerung im Gaza zu unterstützen. Die Einnahmen gehen komplett an die Norwegische Volkshilfe, die mit humanitären Projekten vorrangig traumatisierten Kindern hilft und bei der Beseitigung von Landminen sowie dem Auf- und Ausbau der Landwirtschaft und Fischerei in Palästina mitwirkt. Die Initiative für das Hauskonzert stammte vom Dramaturgen Hege Randi Tørressen. (Quelle: Nationaltheater)

[21. Januar 2009]

SE: Schwedische Krimiautorin für internationalen Krimipreis nominiert

Als erste schwedische Krimiautorin seit mehr als 30 Jahren ist die Autorin Karin Alvtegen für den „The Edgar Award“ der Mystery Writers in America nominiert. Der Preis genießt bei Krimifreunden in der ganzen Welt Ansehen und gehört zu den größten und bekanntesten Preisen seiner Art. Mit dem Krimi „Die Flüchtige“ (Saknad) ist Alvtegen damit eine Ehrung zu Teil geworden, die andere schwedische Krimiautoren wie etwa Henning Mankell und Stieg Larsson bisher noch nicht erhielten. Zu den Nominierten gehören auch die amerikanischen Krimiautoren Lisa Lutz, Robert Ferrigo und C J Box. Verliehen wird der Preis am 30. April. (Quelle: Svensk bokhandel, www.svb.se)

SE: Schwedischer Krimi meist gekauftes Buch in der EU

Der Krimi „Verblendung“ (Män som hatar kvinnor) des schwedischen Autors Stieg Larsson ist das in der EU am meisten verkaufte Buch des letzten Jahres. Es befand sich in insgesamt fünf Ländern auf den Top-ten-Listen. Allein in Frankreich verkaufte sich das Buch 512.800 Mal im Laden und dann noch einige Male mehr über das Internet. Auf dem elften Platz der EU-Top-Liste ist Henning Mankell zu finden. Beide Krimiautoren befinden sich auch in der Liste der weltweit meist verkauften Bücher, in die auch die Verkaufsstatistiken Amerikas und Chinas mit eingehen. Stieg Larsson hat es auf den zweiten Platz geschafft, Henning Mankell auf den zehnten. (Quelle: Svensk bokhandel, www.svb.se)

[15. Januar 2009]

SE: Schauspieler Folke Sundquist verstorben

Der schwedische Schauspieler Folke Sundquist ist am Dienstagabend im Alter von 83 Jahren nach langer Krankheit verstorben. Bekannt wurde er durch die Rolle des Studenten Göran in dem 1952 erschienen Film „Sie tanzte nur einen Sommer“ (Hon dansade en sommar). Auch sein Auftritt in dem Ingmar Bergman Film „Wilde Erdbeeren“ (Smultronstället, 1957) verschaffte ihm einen internationalen Bekanntheitsgrad. Sundquist war ebenfalls als Schauspieler am Theater tätig, unter anderem in einer Aufführung August Strindbergs „Ein Traumspiel“ (Ett drömspel, 1947). 1983 wandte er der Schauspielerei am Stadttheater in Malmö und seiner Filmkarriere den Rücken zu und wanderte nach Griechenland aus, wo er bis zu seiner Rückkehr nach Schweden humanitäre Arbeit verrichtete. (Quellen: Dagens Nyheter, Sydsvenskan.se)

SE: Camilla Läckbergs Debütroman wird verfilmt

Nachdem Camilla Läckbergs Krimidebüt „Die Eisprinzessin schläft“ (Isprinsessan, 2003) bereits als Roman in vielen Ländern einen großen Erfolg verzeichnen konnte, dient er jetzt als Vorlage für einen französischen Spielfilm. Der Roman erschien im Sommer 2008 in Frankreich, kurz darauf begannen bereits die Verhandlungen um eine Verfilmung des Buches. Der Handlungsort wird allerdings nicht wie in der Vorlage im schwedischen Fjällbacka auf der Insel Gotland liegen, sondern in ein französisches Dorf verlagert. Auf diese Weise soll er wohl ein größeres Publikum in Frankreich ansprechen. „Isprinsessan“ wurde in Schweden bereits als zweiteilige Fernsehserie im Jahr 2007 ausgestrahlt. (Quelle: Dagens Nyheter)

[11. Januar 2009]

SE: Größtes schwedisches Filmfestival in Göteborg

Vom 23. Januar bis zum 02. Februar findet in Göteborg zum 32. Mal das Göteborg International Film Festival (GIFF) statt. Zahlreiche schwedische und internationale Filme feiern während des Festivals Premiere. Darüber hinaus gibt es für die Regisseure auch einige Preise zu gewinnen, zum Beispiel The Ingmar Bergman International Debut Award oder Festivalens Nordiska filmpriset. Zu sehen sein werden Filme von Gus van Sant (das Drama Milk mit Sean Penn), Mikael Cee Karlsson, Robert Guédiguian, Jia Zhangke, Claire Simon und vielen anderen Regisseuren. Besonders viele weibliche Regisseure nehmen in diesem Jahr an dem Festival teil.
(Quelle: Svenska Dagbladet, Göteborg International Film Festival)

DK: Inger Christensen gestorben

Die dänische Dichterin Inger Christensen ist am 2. Januar Im Alter von 73 Jahren gestorben. Christensen, die als Dänemarks wichtigste Lyrikerin der Gegenwart galt, war lange als Anwärterin für den Literaturnobelpreis im Gespräch. 1935 in Vejle geboren, arbeitete sie zunächst als Lehrerin, bevor sie 1962 mit der Gedichtsammlung Lys debütierte. In Dänemark berühmt wurde sie durch ihr 1969 geschriebenes Weltgedicht Det. In Deutschland erschien zuletzt die Hör-CD Das Schmetterlingstal. Die Rezension von KULTURHUS BERLIN finden Sie hier.
(Quelle: Politiken)

DK: Giacomettis Maren bekommt einen Fahrstuhl

Holstebros Wahrzeichen, die Skulptur Maren von Alberto Giacometti, soll zurück an ihren alten Platz, nachts aber unter der Erde verschwinden – und zwar mit Hilfe eines Fahrstuhls. So will es zumindest die Stadt, die die auf 100 Millionen Kronen geschätzte Figur damit vor Raub und Beschädigung schützen möchte. Die letzten Monate stand Maren vorsichtshalber schon im Kunstmuseum der Stadt. Die Bürger aber wünschten die Plastik zurück auf den Platz vorm alten Rathaus. Die Kommune prüft nun, wie teuer der Fahrstuhl wird, denn schon im Januar soll das Geld bewilligt werden. Mit dem Kauf der berühmten Giacometti-Skulptur 1966 begann in der westjütländischen Stadt eine kulturelle Entwicklung, die dazu führte, dass man heute in der Innenstadt Holstebros an fast jeder Ecke auf ein neues Kunstwerk stößt. (Quelle: Politiken)

LT: Rotstift in Vilnius

Eigentlich sollte Vilnius im kommenden Jahr seinen großen Auftritt haben: Die litauische Hauptstadt ist gemeinsam mit Linz europäische Kulturhauptstadt 2009 und folgt damit Liverpool in England und Stavanger in Norwegen. In Litauen ist nun allerdings unklar, ob die insgesamt 300 Projekte im Rahmen des kulturellen Großereignisses tatsächlich stattfinden können. Die litauische Regierung erklärte, aufgrund der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise die Finanzierung zu großen Teilen nicht wie geplant übernehmen zu können. Welche der zahlreichen Kultur- und Sanierungsprojekte von der Streichung betroffen sind, ist noch nicht bekannt. (Quelle: Baltic Times)

DK: Der Neue – Cyron Melville

Der 24jährige dänische Schauspieler Cyron Melville ist einer der Kandidaten für den „Shooting Star“-Preis der Berlinale (5. bis 15. Februar 2009). Für die internationale Jury war Melvilles „physische Präsenz und sein aufrichtiger Blick“ entscheidend. Beides mache sein Spiel für das Publikum augenblicklich anziehend. Cyron Melville spielt seit seinem zehnten Lebensjahr, hat bereits in mehreren dänischen Filmen Rollen übernommen und ist außerdem ein begabter Schlagzeuger. (Quelle: Dänisches Filminstitut)

LV/SV: Letten wollen Schweden werden

Zehntausende wegen der Finanzkrise verzweifelte Bürger Lettlands haben per Petition um eine Invasion aus Schweden vom anderen Ufer der Ostsee gebeten. In einer Online-Petition haben sie Schweden aufgefordert, ihr Land zu besetzen, denn für Lettland gebe es keinen Grund zu existieren. In der auf http://petitiononline.com veröffentlichten Erklärung heißt es: „Wir, die Bürger von Lettland, möchten Schweden bitten, Lettland zu besetzen. Wir würden gerne schwedische Bürger werden und werden uns an die Gesetze des Landes halten.“ Dafür hoffe man im Gegenzug auf die gleichen Rechte wie dortige Bürger. Lettland musste zuletzt seine Währung mehrfach stützen und hat Notfallkredite der EU erhalten. Als Hintergrund gelten die massiven Folgen der Finanzkrise in dem kleinen baltischen Staat mit explodierender Arbeitslosigkeit, einer Inflationsrate von 15 Prozent, drastischen Einkommenskürzungen im öffentlichen Dienst sowie Bankzusammenbrüchen. Die schwedische Botschaft in Riga antwortete mit einem Augenzwinkern: Man könne dem Wunsch nach einer Invasion nicht nachkommen, weil die eigene Armee dafür leider zu klein sei. (Quellen: Financial Times Deutschland/Der Standard)

[17. Dezember]

DK/SE: “Maria Larssons evige øjeblik” nominiert für Golden Globe

Jan Troells dänisch-schwedischer Spielfilm "Maria Larssons evige øjeblik" ist für den Golden Globe Award in der Kategorie des besten nichtenglischsprachigen Film nominiert. Die Koproduktion mit Maria Heiskanen, Michael Persbrandt und Jesper Christensen in den Hauptrollen hat in Amerika bereits Begeisterung hervorgerufen, sowohl beim Telluride Film Festival in den USA als auch beim Toronto Film Festival in Kanada. Schweden hat die eindringliche Geschichte aus dem Beginn der 1900er Jahre für die Oscar-Nominierung vorgeschlagen. (Quelle: Dänisches Filminstitut)

NORD/DE: Wikinger in Speyer

Seeräuber, Plünderer und Piraten – das Bild der Wikinger ist meist klar umrissen. Kräftige Männer mit Helmen ziehen über die Meere und plündern was nicht niet- und nagelfest ist. Dass die Nordmänner auch anders konnten, zeigt eine neue Sonderausstellung in Speyer. Das Historische Museum der Pfalz zeigt an mehr als 300 Exponaten, dass die Wikinger auch Handwerker, Händler, Bauern und vor allem geniale Schiffsbauer und Seefahrer waren. Die Ausstellung "Die Wikinger" ist noch bis zum 12. Juli 2009 zu sehen. Mehr Informationen unter: www.wikinger.speyer.de. (Quelle: www.dradio.de/dkultur)

DE/SE: „Ripper Award“ für Henning Mankell

Der schwedische Autor Henning Mankell erhält den erstmals vergebenen „Ripper Award“. Der mit 11.111 Euro dotierte Preis ist eine Auszeichnung speziell für Krimiautoren, die sich in ihrem Werk besonders für die Kriminalliteratur und ihre Weiterentwicklung einsetzten. Die Preisverleihung findet am 2. März in Unna statt. Geplant sind dabei auch ein Gespräch und eine Lesung mit Mankell. Künftig soll der Krimi-Preis alle zwei Jahre vergeben werden. Mehr Informationen unter www.netzeitung.de.

FI: Dom von Poorvo wieder eingeweiht

Im finnischen Porvoo ist der gotische Dom wieder eingeweiht worden. Die Geschichte des Gotteshauses gleicht der vom Phönix aus der Asche, denn vor zweieinhalb Jahren war ein Brandanschlag auf die Kirche verübt worden. In den 600 Jahren seines Bestehens wurde der Dom mehrfach durch Feuer beschädigt. Der Dom gehört zu den bedeutendsten Sakralbauten Finnlands. (Quelle: www.dradio.de/kulturnachrichten)

[2. Dezember]

SE: Per Olov Enquist diesjähriger Gewinner des Augustpriset

Am Montag erhielt der schwedische Schriftsteller den begehrten Preis für sein im August erschienes Buch „Ett annat liv“. Die Autobiographie ist bereits jetzt ein Bestseller und beschreibt Enquists Leben und seine Arbeit als Schriftsteller aus der dritten Person. Enquist war bereits zum sechsten Mal nominiert und ziemlich überrascht, dass er sich, nachdem er bereits 1999 für „Der Besuch des Leibarztes“ den Preis erhielt, auch dieses Mal durchsetzen konnte.
Der Augustpriset wird jedes Jahr für die Bereiche Belletristik, Sachliteratur und Kinder- und Jugendliteratur vergeben. Im Bereich Belletristik wurden insgesamt 148 Bücher aus 27 Verlagen eingesendet, darunter auch Enquists Autobiographie. (Quelle: Dagens Nyheter, www.augustpriset.info)

[1. Dezember]

LV: Lettisches Centrum in Berlin eröffnet

In Berlin wurde im November das Lettische Centrum Berlin eröffnet, dessen Ziel die Förderung des kulturellen Austausches zwischen Deutschland und Lettland ist. Es soll zudem als deutsch-lettische Kommunikationsplattform für Kunst und Kultur fungieren. Zur Eröffnung des Lokals in der Solmsstraße 20 in Kreuzberg wird die Ausstellung des finnisches Fotografen Henrik Duncker "Relating Latvia" gezeigt, die noch bis Anfnag Januar zu sehen ist. Mehr Informationen unter www.l-c-b.de.

DK: Dänischer Architekt Jørn Utzon gestorben

Der bekannte dänische Architekt, Jørn Utzon, ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Er war nicht nur Dänemarks größter Architekt, sondern einer der besten Archiketen des 20. Jahrhunderts. Mit der Oper in Syney hat er eines der weltweit bekanntesten Bauwerke geschaffen. Seine Kollegen loben ihn als einen sehr inspirierenden, einzigartigen Mann, der ein großes Vorbild war und ist. (Quelle: Politiken)

LV: Meinungsfreiheit, Finanzkrise und Aufruf zur Denunziation

Die Musiker der lettischen Popgruppe „Putnu balle“ haben in Lettland angeblich das Finanzsystem destabilisiert. Gegen Valters Fridenbergs, Sänger der Band, ermittelt die lettische Polizei. Grund: Während der Gitarrist der Band sein Instrument nachstimmte, soll Fridenbergs die Zuschauer eines Konzerts aufgefordert haben, nicht gleich an die Geldautomaten der von der Insolvenz bedrohten (und inzwischen verstaatlichten) Parex-Bank zu rennen und ihre Konten zu räumen, sondern bis nach dem Konzert zu warten. Nach Ansicht der Behörden hat Fridensberg damit das Finanzsystem angegriffen. Die Ermittlung gegen den Sänger ist aber offensichtlich kein Einzelfall. Die lettische Sicherheitspolizei geht derzeit gegen „Gerüchtemacher“ vor und überwacht auch Bankangestellte. Die Polizei habe offenkundig, so schreibt die F.A.Z., Weisung, gegen jede Form von „Gerüchtemacherei“ vor allem über die Aussicht für eine Abwertung des Lat vorzugehen. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Individuen zu melden, die Abwertungsgerüchte verbreiteten, entsprechende SMS senden oder Telefonate machten. In der Stadt Ventspils musste der an der dortigen Universität lehrende Wirtschaftsdozent Dmitrijs Smirnovs wegen kritischer Äußerungen über das lettische Finanzsystem sogar zwei Tage in Haft. (Quelle: F.A.Z.)

[24. November]

NO: Oslos Oper zum Weltkulturgebäude gekürt

Die neue Osloer Oper hat nach dem norwegischen Staatlichen Baustilpreis nun auch eine internationale Ehrung ersten Ranges erhalten: Sie ist zum diesjährigen "Kulturgebäude der Welt" gekürt worden. Die Auszeichnung gilt als einer der wichtigsten Architekturpreise. Sie wurde dem Osloer Büro Snøhetta während des Weltarchitektur-Festivals in Barcelona verliehen. Das markante Gebäude in Form eines Eisberges setzte sich gegen 224 Projekte aus aller Welt durch. Es ist nun noch in der engeren Auswahl für das "Weltgebäude des Jahres".

Weitere Informationen: www.operaen.no

NO: Hamsun-Jahr 2009 und neues Hamsun-Zentrum

Den 150. Geburtstag des norwegischen Dichters Knut Hamsun begeht Norwegen mit einer Reihe von Veranstaltungen, die der nationalen und internationalen Aufmerksamkeit für den Literaturnobelpreisträger (4. August 1859 bis 19. Februar 1952) Rechnung tragen, Informationen zusammenführen und Wissen über Werk und Leben des Autors einem breiten Publikum zugänglich machen sollen. Zum 150. Geburtstag Knut Hamsuns wird am 4. August 2009 in Presteid auf der Insel Hamarøy, Region Nordland, ein großes Dokumentations- und Vermittlungs-Zentrum eröffnet. Es zeigt Leben und Werk des umstrittenen Literaten.

Weitere Informationen:
www.nb.no/hamsun2009 (Norwegisch); www.stevenholl.com (Englisch)

[20. November]

NORD/SE: Nordische Länder sollen wichtige Rolle beim UN-Klimatreffen 2009 einnehmen

Nach einer Umfrage, die unter anderem von Nordischen Ministerrat beauftragt wurde, meinen 75 % der Schweden, dass die nordischen Länder eine führende Rolle bei der Verhinderung von Klimaveränderungen in der Welt einnehmen sollten. Fast genauso viele Schweden glauben daran, dass der Norden das UN-Klimatreffen 2009 in Kopenhagen beeinflussen kann. Dies sind vor allem Mitglieder und Sympathisanten der schwedischen Miljöpartiet. Mit Dänemark als Gastgeber und Schweden als Wortführer in der EU im nächsten Herbst sehen sich die nordischen Länder in einer besonderen Position beim UN-Klimatreffen. Sie arbeiten mit der EU zusammen, um eine einheitliche globale Klimabestimmung zu entwickeln, die alle Länder einschließt. (Quelle: Norden i veckan)

NORD: Festival zum Erhalt der nordischen Dichtkunst

Damit die nordische Dichtkunst Zuwachs und Aufmerksamkeit findet, startet der Norden jetzt eine Großoffensive. Beim nordischen Poesiefestival "Rolf Jacobsendagene på Hamar“ vom 6. - 8. März 2009 treffen sich Dichter und junge Poesieinteressierte aus dem ganzen Norden im norwegischen Dorf Hamar. Während des Festivals sorgen ein umfassendes Programm sowie berühmte nordische Dichter, wie unter anderem Claes Andersson und Einar Gudmundsson, für drei abwechslungsreiche Tage. Darüber hinaus soll die nordische Dichtkunst in zwanzig 9. Klassen im ganzen Norden in den Lehrplan mit eingehen. Während des Festivals wird ein nordischer Lyrikpreis im Wert von 50.000 DKK (ungefähr 6.700 €) verliehen. Weitere Informationen zum Festival gibt es unter www.rolf-jacobsen.org und www.nordiskkulturfond.org. (Quelle: Norden i veckan)

DE/SE: Henning Mankell schreibt für Kieler „Tatort“

Der schwedische Krimi-Autor hat zwei Geschichten für den in der ARD ausgestrahlten Kieler „Tatort“ verfasst. Beide werden nun in Drehbücher umgewandelt, Drehbeginn ist vermutlich Ende 2009. Der Schauspieler Axel Milberg, der im Kieler „Tatort“ den Kommissar Klaus Borowski darstellt, versuchte bereits vor 6 Jahren den schwedischen Schriftsteller zu einer Arbeit für die Serie zu begeistern, was dieser aber ablehnte. Nachdem sie sich im Mai diesen Jahres während einer Lesereise zu Mankells neuestem Roman „Der Chinese“ wiedertrafen, änderte der Krimi-Autor seine Meinung. Die Ergebnisse wird man wohl erst 2010 im Fernsehen begutachten können. (Quelle: spiegel-online)

SE/FI/NO: Neue interregionale Filminitiative in Nordeuropa gegründet

Nun gibt es für die Produzenten aus den nördlichsten Teilen des Nordens keinen Grund mehr, sich abgeschnitten zu fühlen. Film Arc ist die neue interregionale Filminitiative der Produktionsfirmen Filmpool Nord, Film i Västerbotten in Schweden, POEM in Finnland und Filmcamp in Norwegen. Mit einem Gesamtbudget von 27 Mil. SEK für die nächsten drei Jahre hat sich Film Arc zum Ziel gesetzt, lokale Produktionsfirmen mit Aus- und Weiterbildung, Seminaren und Beratungsmöglichkeiten zu unterstützen. Das Projekt wurde vom europäischen Netzwerk für regionale Filmfinanzierung Cine Regio initiiert. (Quelle: Nordisk Film og TV Fond)

[18. November]

DE: Dänische Ferienhäuser in Brandenburg

Dänische Investoren wollen in Brandenburg Ferienhäuser in großem Stil bauen. Insgesamt sind es drei Ferienhausprojekte, die in den nächsten Jahren Tausende von Urlaubern in die Mark locken sollen, beispielsweise nach Zehdenick, wo eine Siedlung mit 600 Häusern entsteht. In der Nähe des Freizeitparks "Tropical Islands" sind gleich 2000 Wohnungen geplant. Hintergrund für das Engagement der beiden Branchenführer, der Eska-Gruppe als Investor und Novasol als Vermarkter, ist der Trend, Urlaub im eigenen Land zu machen. 2007 verbrachten 72 Prozent der Deutschen den Sommerurlaub klimafreundlich im eigenen Land. (Quelle: Tagesspiegel)

DK: Anonyme Spende

Eine Spende der besonderen Art durfte Skagens Museum zu seinem hunderjährigen Jubiläum entgegennehmen: Die berühmten "Rosen" von P.S. Krøyer stammen aus dem Jahr 1863. Das Bild, das zuvor schon einmal im Besitz des Muesums war, gehörte viele Jahrzehnte einer Privatperson. Das Porträt von Marie Krøyer an einem Rosenbusch wird als eines von Krøyers Meisterwerken bertachtet. Die Museumsdirektorin Lisette Vind Ebbesen sieht die Rückgabe nicht nur als ein Geschenk an das Museum, sondern auch an das dänische Kulturerbe. (Quelle: Politiken)

[15. November]

DK: Neues Buch von Per Kirkeby

Eine Facette des künsterlichen Schaffens von Per Kirkeby, die nicht alle kennen, ist seine Arbeit als Lyriker. Er malt nicht nur, er schreibt auch Gedichte - und das nicht erst seit kurzem. Nach der 2007 publizierten Lyriksammlung "rückwärts", erschien dieses Jahr unter dem Titel "liniertes Papier" der siebte Band der Gedichtsammlung des dänischen Künstlers. Wie bei den vorherigen Ausgaben, hat Kirkeby auch für dieses Buch einen Linolschnitt gestaltet, der als blaugrün funkelnder Schutzumschlag dient. Die deutsche Ausgabe des Gedichtbandes erscheint bei dem münsteraner Verlag Kleinheinrich, der sich auf skandinavische Autoren spezialisiert hat. (Quelle: Süddeutsche Zeitung)

DK: What's Up DOX

Vom 7. bis 16. November fand in Kopenhagen zum sechsten Mal das CPH:DOX Festival statt.
CPH:DOX ist Skandinaviens größtes Dokumentarfilm Festival, in diesem Jahr mit 200 Filmen, zehn Konzerten, 20 Debatten und den neuen Wett-bewerbsprogrammen DOC Alliance und den Danish DOX:Awards. Obwohl das Festival gerade einmal sechs Jahre alt ist, wird es von zahlreichen Produzenten für die Weltpremiere ihrer Filme ausgewählt. Mit seiner besonderen Ausrichtung auf experimentelle visuelle Künste und Musikfilme unterscheidet sich CPH:DOX deutlich von anderen Dokumentarfilm Festivals, wie dem ebenfalls im November stattfindenden IDFA in Amsterdam. (Quelle: Nordisk Film og TV Fond)

[14. November]

IS: Islands Präsident droht mit neuen Freunden

Die internationale Finanzkrise, die Island an den Rand des Staatsbankrotts gebracht hat, und die Verzögerungen bei westlicher Hilfe für den Inselstaat treiben führende Politiker in Reykjavik seit Wochen zu rhetorischen Rundumschlägen – nach dem Ministerpräsidenten Geir Haarde und Vertretern aller Parteien hat nun Präsident Olafur Ragnar Grimsson zugeschlagen. Während eines „informellen Essens“ mit allen ausländischen Botschaftern in Reykjavík soll Grimsson den nordischen Ländern, Großbritannien und den Vereinigten Staaten gedroht haben, Island könne sich neue Freunde suchen und den einstigen Nato-Stützpunkt Keflavík Russland zur Nutzung überlassen. Direkt ausfällig sei Grimsson gegen die Briten geworden. Nur Norwegen und die Färöer hätten Bestand geleistet, so Grimsson. Außerdem erregten sich die Isländer darüber, dass der Nato-Partner Großbritannien gegen die isländischen Banken sogar auf die Anti-Terror-Gesetze zurückgriff. Präsident Grimsson brachte gegen die Briten nun vor, dass Island während des Zweiten Weltkrieges im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße höhere Menschenverluste erlitten habe als Großbritannien. Zu den meisten Verlusten sei es gekommen, weil Island Nahrungsmittel für die Briten verschifft habe. Island habe jetzt alle internationalen finanziellen Regelungen eingehalten; es sei unfair, dass es nun abermals auf großen Rechnungen gegenüber den Briten sitzenbleibe. (Quelle: F.A.Z.)

SE/NO: Gleichgeschlechtliche Ehen in Skandinavien per Gesetz zugelassen

Schweden und Norwegen ändern ihre Ehegesetze. Während das norwegische Parlament im Juli die Einwilligung zu einem neuen geschlechtsneutralen Ehegesetz gegeben hat, das ab Januar 2009 Homo-Ehen zulassen wird, dürfte ab Mai 2009 Schweden als siebtes Land der Welt gleichgeschlechtliche Ehen zulassen. Kernpunkt des Gesetzesentwurfs, über das das schwedische Parlament noch abstimmen muß, ist ein Übergang zu bürgerlichen Trauungen. Richtern und vor allem der evangelisch-lutherischen Schwedischen Kirche, die bis 1999 Staatskirche war, soll das Recht zur Durchführung von juristisch gültigen Trauungen entzogen werden. Stattdessen muss sie – wie alle anderen Religionsgemeinschaften – eine Bewilligung für das Recht zur Trauung beantragen. Die Konservativen, die Liberalen und das Zentrum wollen eine Zusatzmotion einreichen, gemäß der das neue Eherecht auf Homosexuelle ausgeweitet werden soll. Schweden (1995) gehört nach Dänemark (1989) und Norwegen (1993) zu den weltweit ersten Ländern, welche die Registrierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften zuließen. (Quelle: Neue Zürcher Zeitung)

DE/NO: Fjord Line stellt Schnellfähre nach Norwegen ein

Die Reederei Fjord Line stellt zum Sommer 2009 ihre Schnellfähren-Verbindung nach Kristiansand ein. Fahrten mit der "HSC Fjord Cat" wurden schon in der Vergangenheit nur in den Sommermonaten angeboten, bisher aus Hanstholm in Nord-Dänemark. Im kommenden Jahr sollte Hirtshals neuer Abfahrtshafen in Dänemark werden. Dazu kommt es nun nicht, weil nach Darstellung von Fjord Line die Hafenbehörde in Kristiansand einen ganzjährigen Fährbetrieb gefordert hat. Diesen wolle das Unternehmen aber nicht anbieten, weil das Schiff "nicht für den harten Winterbetrieb auf dem Skagerrak geeignet ist". Wie Fjord Line in Hamburg mitteilte, ist die andere Fährroute des Anbieters von Dänemark nach Norwegen nicht betroffen. Sie führt von Hirtshals aus nach Stavanger und Bergen. Was aus der "HSC Fjord Cat" wird, ist laut einem Firmensprecher noch unklar. Eine Alternative zu Kristiansand als Ziel in Südnorwegen sei nicht zu finden gewesen. (Quelle: Fjord Line)

GB/SE/DE: Der neueste Wallander ist ein Brite

Kenneth BranaghKenneth Branagh wird den neuen Kurt Wallander spielen. Der britische Darsteller tritt in zunächst drei Romanverfilmungen auf, die von der ARD-Degeto, der BBC, den Produktionsfirmen von Henning Mankell sowie dem amerikanischen Sender WGBH und der Region des südschwedischen Schonen gedreht wurden. Branagh ist damit der dritte Kommissar Wallander nach Rolf Lassgard und Krister Henriksson. Für letzteren hatte Mankell eigens neue Episoden geschrieben. Neuverfilmt wurden jetzt die Romane "Auf falscher Fährte", "Die Brandmauer" und "Mittsommermord". Gina Thomas schreibt in der F.A.Z. dazu: "Mit einem fremden Blick auf die schwedischen Verhältnisse glaubt das britische Team dem vertrauten Genre des Fernsehkrimis eine neue Dimension abringen zu können. (...) Mankells Beschäftigung mit dem Versagen des schwedischen Sozialstaatsmodells wird leitmotivisch in die Handlung eingewoben, allerdings mit leichterer Hand als in den Romanen. Gleichwohl ist das Stimmungbild von geradezu strindbergscher Schwermut." Ob weitere Folgen mit Branagh gedreht werden, hänge von der Rezeption der Filme ab. (Quelle: F.A.Z. | Fotoquelle: ARD-Degeto/Yellow Bird/Left Bank)

DE/DK/LT: Scandlines stellt Fährlinie zwischen Jütland und Litauen ein

Die Reederei Scandlines stellt ihre Fährverbindung zwischen Jütland in Dänemark und Litauen bis spätestens Mitte Dezember ein. Ein Unternehmenssprecher begründete die Entscheidung in Rostock unter anderem mit dem rückläufigen Ladungsaufkommen. Zudem würden sinkende Marktpreise, drastische Kostensteigerungen und die Finanzkrise die Entwicklung der Route Arhus-Aabenraa-Klaipeda derart stark beeinflussen, dass langfristig keine Verbesserungen auf dieser Linie zu erwarten seien, sagte er. Die Fähre auf dieser Strecke soll später auf anderen Verbindungen zum Einsatz kommen. (Quelle: Ostseezeitung Rostock)

[7. November]

NO: Munch-Gemälde erzielt Rekordpreis

Der ”Vampyr” von Edvard Munch ist für 38.162.500 Dollar bei Sotheby´s in New York versteigert worden. Das 1894 entstandene Gemälde ist damit die teuerste Arbeit des norwegischen Künstlers. Munch selbst nannte sein Bild „Kærlighed og smerte”, es zeigt einen Mann und eine Frau, die sich umarmen. (Quelle: Politiken)

SV: Auseinandersetzung um Nolde-Gemälde in Schweden

Emil Noldes „Blumengarten“ war seit den 60ern im Moderna Museet in Stockholm zu sehen. Sein Blumenbild ist nun seit einiger Zeit Gegenstand einer Auseinandersetzung zwischen den Erben des früheren Eigentümers Otto Nathan Deutsch und dem Stockholmer Museum. Das Gemälde, dessen Wert sich auf 26 Mio. DKK beläuft, entstand vor etwa 100 Jahren. Otto Nathan Deutsch war Besitzer dreier Nolde-Gemälde. Er floh aus Deutschland nach Holland, sein Hab und Gut, darunter auch die expressionistischen Gemälde, sollte nach Amsterdam geschickt werden. Das geschah jedoch nie. Zwei der Werke seien gestohlen worden, meldete damals die Spedition. Der „Blumengarten“, der heute in dem Museum auf der kleinen Insel Skeppsholmen zu sehen ist, tauchte später in einer kleinen Galerie in Lugano auf, wo das Stück 1967 von Pontus Hultén, dem damaligen Direktor des Stockholmer Museums, entdeckt und gekauft wurde. Für 162 000 schwedische Kronen ging der „Blumengarten“ nach Schweden. Die Erbengemeinschaft der Familie Deutsch will nun die Rückgabe des Gemäldes, für das nach dem Krieg eine sehr geringe Entschädigung gezahlt worden ist. Das Stockholmer Museum verteidigt sich sowohl juristisch als auch moralisch gegen die Forderungen und gibt an, das Gemälde nicht ohne weiteres aus seinem Besitz geben zu wollen. „Mohn und Rosen“, das zweite Nolde-Gemälde der Familie Deutsch, ist bis heute verschwunden. (Quelle: Danmarks Radio)

LT: Kulturhauptstadt 2009 - Vilnius setzt auf Fluxus

Vilnius greift in seinem Programm als Kulturhauptstadt Ideen der Kunstrichtung Fluxus auf. Gefolgt wird dem Gedanken, dass Kunst und Leben untrennbar sind und dass Kunst nicht kommerziell sein muss, sondern verständlich und zugänglich für alle. Mit diesem Ansatz will Vilnius möglichst viele Menschen ansprechen und zum Mitmachen einladen. Zu den Projekten gehören u.a. "World at the Dawn of the Twenty-First Century", ein audiovisuelles Projekt, in dem moderne Technologien und Jazz mit Videoprojektionen der Kunst von Mikalojus Konstantinas CIurlionis Creation of the World verquickt werden. Außerdem das "Haiku Gedicht-Projekt", das alle sozialen Gruppen anspricht, indem jeder aufgefordert wird, Dreizeiler über Vilnius zu komponieren - über 1000 Dreizeiler wurden schon gesammelt. (Baltische Fremdenverkehrszentrale).

DK: Spezieller Feiertag in der Vorweihnachtszeit

Der sogenannte J-Dag ist der erste Ausschenktag des Julebrygs. Das spezielle Weihnachtsbier, das etwas dunkler und süsser ist als ein normales Pils, wird alljärhlich zur Weihnachtszeit auf den Markt gebracht. Dieses Jahr fällt der J-Dag auf den 7. November. Skål! (Visit Danmark)

[6. November]

BALT: Das Baltikum zu Gast beim 18. Filmfestival Cottbus

Das diesjährige Filmfestival Cottbus beginnt nächste Woche. Der diesjährige Schwerpunkt ist neues Kino aus dem Baltikum. Passend zum 18. Geburtstag des Festivals ist das Motto “Jung sein, leicht sein?“. Die Freuden und Entdeckungen, Chancen und Risiken oder ganz einfach die Tücken und Probleme des Erwachsenwerdens sind die zentralen Motive vieler neuer Produktionen aus Estland, Lettland und Litauen. Die Filme zeigen, wie junge Leute ihren Weg meistern. Neben den baltischen Staten beteiligen sich auch Polen, Russland und die skandinavischen Länder mit je einem Beitrag an dem diesjährigen Themenschwerpunkt. (Filmfestival Cottbus)

[30. Oktober]

DK: Peter Schaufuss Ballett verlässt Holstebro

Das Ballett von Peter Schaufuss verlässt Jütland und zieht nach Odense auf Fünen. Weil die Kompanie den Zuschuss der Kommune verlor, gab es seit geraumer Zeit Ärger. Ein geeignetes neues Gebäude ist bislang aber nicht gefunden. In Odense entsteht derzeit ein Musik- und Theaterhaus, allerdings noch auf dem Zeichenbrett. Der Neubau könnte das Ballett frühestens im Jahr 2013 aufnehmen. (Quelle: Ritzau)

NORDEN: Preise des Nordischen Rates verliehen

Am Dienstag Abend (28. Oktober 2008) wurden die Preise des Nordischen Rats verliehen: Die dänische Schriftstellerin Naja Marie Aidt erhielt den Literaturpreis für ihre Novellensammlung „Bavian“. Der schwedische Regisseur Roy Andersson und die Produzentin Pernilla Sandström bekamen den Filmpreis für ihren Film „Du Levande“ („Das jüngste Gewitter“). Der Musikpreis wurde dem dänischen Komponisten Peter Bruun für sein Musikdrama „Miki Alone“ verliehen. Das isländische Unternehmen Marorka erhielt den Umweltpreis des Nordischen Rats für die Entwicklung eines IT-Werkzeugs, durch welches der Energieverbrauch in der Seefahrt wesentlich reduziert werden kann. Das Preisgeld beläuft sich insgesamt auf eine Summe von 350 000 DKK. (Quelle: www.norden.org)

[29. Oktober]

SE: 3 x Ingmar Bergmann: Platz, Festival und Buch

Vergangenen Monat wurden in Stockholm nahe dem Königlichen Theater "Dramaten" ein Platz nach Ingmar Bergman benannt, dort, wo er nach der Vorstellung immer auf ein Taxi gewartet hatte. Die Verbindung zum Theater zeigt sich noch deutlicher in dem neuen, internationalen Theaterfestival am "Dramaten", das nach Bergmann benannt wurde. Zudem ist nun, gut ein Jahr nach seinem Tod, eine weitere Biografie über ihn erschienen, die an Größe und Gewicht kaum zu überbieten ist: The Ingmar Bergman Archives. 41 cm breit, 30 cm hoch, über 1000 Bilder, eine DVD mit Privatfilmen des Regiemeisters, 592 Seiten. Die Voraussetzungen für dieses 7,3 Kilo-Werk schuff Bergman selbst, als er vor sechs Jahren seine Stockholmer Wohnung ausräumte, um auf die Ostseeinsel Fårö zu ziehen. Aus der Wohnungsauflösung gingen 44 Kisten voller Notizen, Briefe, Fotos und privaten Filmen an die neu gegründete „Ingmar Bergman-Stiftung“, wo sie fast 50 laufende Regalmeter einnehmen. (Quelle: Dagens Nyheter/Die Welt).

[27. Oktober]

NO: Munch-Museum erhält Neubau

Das Osloer Munch-Museum erhält eine neue Heimat. Der Neubau soll bis 2013 im Stadtteil Bjørvika errichtet werden. Das beschlossen Oslos Stadtparlamentarier in diesen Tagen. Die weltberühmten Werke des norwegischen Malers Edvard Munch (1863-1944) sind derzeit noch in einem 1963 eröffneten und 1994 erweiterten Bau im Stadtteil Tøyen beheimatet. 2013 werden "Der Schrei" und rund 110 weitere Gemälde, 15.500 graphische Blätter, 4.700 Zeichnungen sowie sechs Skulpturen und unzählige Dokumente, Fotografien und Möbel des Künstlers in unmittelbare Nähe der neuen Nationaloper ziehen. Zusammen mit dem Munch-Museum sollen auch die Deichmannsche Bibliothek und das Stenersen-Museum nach Bjørvika verlegt und so im ehemaligen Hafenbereich eine neue Kulturmeile entwickelt werden.

Weitere Informationen:
www.visitoslo.com (Deutsch); www.munch.museum.no (Englisch)

D: Lübeck feiert 50. Nordische Filmtage

Zahlreiche Vertreter der skandinavischen und baltischen Filmszene werden vom 29. Oktober bis 2. November in Lübeck zu Gast sein, um auf den 50. Nordischen Filmtagen ihre neusten Filme persönlich vorzustellen: Aus Schweden kommt der Regie-Altmeister Jan Troell, um sein neues Epos "Die ewigen Augenblicke der Maria Larsson" zu präsentieren. Aus Dänemark reist der international bekannte Schauspieler Ulrich Thomsen nach Lübeck, der in "Wen du fürchtest" einen Psychopathen spielt. Ebenso aus Dänemark kommt Jesper Christensen, der nicht nur in "Die ewigen Augenblicke der Maria Larsson" eine Hauptrolle spielt, sondern auch im kommenden James Bond-Film "Ein Quantum Trost" mitwirkt.

Mehr Information unter www.luebeck.de/filmtage
(Quelle: Nordische Filmtage Lübeck)

[21. Oktober]

DK: Öffentlich-rechtlicher Kanal TV2 steht mit dem Rücken zur Wand

In Dänemark steht der öffentlich-rechtliche Fernsehkanal TV2 mit Schulden von umgerechnet gut 800 Millionen DKK (100 Millionen Euro) kurz vor dem Bankrott. Mit den Herausforderungen, den TV 2 gegenübersteht - der Digitalisierung des Sendenetzes im nächsten Jahr und offene Rechtsstreitigkeiten mit der EU - liegt bisher keine Lösung zur Rettung des Senders klar auf der Hand. Für die Chefetage geht es nicht nur um das Überleben des Senders, sondern auch darum, potentielle Käufer von dem Wert des Senders zu überzeugen. Die Tageszeitung Berlingske Tidende forderte einen gut durchdachten Rettungsplan: "Man muss sich ein für allemal entscheiden, was man mit TV2 erreichen will. [...] Wir brauchen ein starkes TV2, und öffentlich-rechtliche Medien können in diesem Umfeld auch überleben. [...] Die Leitung von TV 2 hat die Politiker lobenswerterweise um mehr Geld gebeten. Re-Kapitalisierung nennt man das heute. So weit reicht also die Phantasie. Nun bleibt zu hoffen, dass der ein oder andere noch auf eine bessere Idee kommt, bevor im Fernsehhaus die Lichter ausgehen." (Berlingske Tidende)

[16. Oktober]

N/FIN: Friedensnobelpreis für Ahtisaari

Mit dem diesjährigen Friedensnobelpreis wird der finnische Ex-Präsident Martti Ahtisaari ausgezeichnet. Das Nobelkomitee begründete seine Entscheidung mit dem jahrzehntelangen Einsatz Ahtisaaris als "international herausragender Vermittler" bei der Lösung von Konflikten. Der Nordeuropäer gehörte seit Jahren zum engsten Favoritenkreis für den mit einer Million Euro (zehn Millionen schwedischen Kronen) dotierten Preis. Der sozialdemokratische Politiker war von 1994 bis 2000 Staatspräsident von Finnland. Ahtisaari hatte Ende der 70er Jahre und bis 1990 als UN-Diplomat an der staatlichen Lösung Namibias von Südafrika mitgewirkt. Zwischen 1999 und 2006 beteiligte er sich mehrfach an Bemühungen zur Konfliktlösung während des Balkan-Krieges und in der Zeit danach. Als größter Erfolg gilt Ahtisaaris Vermittlung zur Beendigung des langwierigen Bürgerkriegs in der indonesischen Unruheprovinz Aceh im Jahr 2005. Ahtisaari erhält die Auszeichnung am 10. Dezember in Oslo im Beisein von Norwegens König Harald V. überreicht. (Mehr Infos unter www.nobelpeaceprize.org)

IS: Finanzkrise kann dem kulturellen Reykjavík nichts anhaben

Mit gleich zwei kulturellen Großereignissen trotzt Reyjkavík im Oktober der Finanzkrise: mit dem Kunstfestival Sequences 2008 und dem Iceland Airwaves Musikfestival. Das sogenannte „real-time art festival“ Sequences zeigt vom 11. bis zum 17. Oktober an verschiedenen Kunst-Orten in der isländischen Hauptstadt Performances, Klangkunst, Videoinstallationen und Musikprojekte von mehr als 40 isländischen und internationalen Künstlern. Ehrengast des zum dritten Mal stattfindenden Kunstfestes ist die isländische Künstlerin Rúrí, deren Wasser-Projekt „Vocal IV“ am 25. und 27. Oktober in der St. Lukas Kirche in München zu sehen sein wird. Auch das Airwaves-Musikfestival lässt sich sein 10. Jubiläum nicht von Bankenpleiten vermiesen – mehr als 150 Bands aus Island und aller Welt verwandeln Reykjavík vom 15. bis zum 19. Oktober in eine riesige Disko. In verschiedenen Bars, Clubs und sogar in der Blauen Lagune werden Musikfreunde aus aller Welt auf ihre Kosten kommen. (Quellen: www.sequences.is, www.icelandairwaves.com)

[6. Oktober]

IS/DE: Olafur Eliasson wird an die Universität der Künste Berlin berufen

Olafur Eliasson, 1967 in Kopenhagen geboren, zählt weltweit zu den erfolgreichsten Künstlern. Zuletzt kreierte er für die Stadt New York The New York City Waterfalls. Olafur Eliasson lebt und arbeitet in Berlin. Anlässlich seiner Berufung an die Universität der Künste Berlin lädt der Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, am 10. Oktober 2008 zur Pressekonferenz im Studio Eliasson ein, wo Olafur Eliasson sein Lehrkonzept und seine Projektvorhaben vorstellt. (Quelle: UdK)

[17. August]

DK/FR: Erstmals ein dänischer Maler im Louvre

Als erster dänischer Künstler erhält der Maler Nicolai Abildgaard seine eigene Ausstellung im französischen Louvre. Der Däne lebte von 1743 bis 1809. Er erhält nun postum eine besondere Anerkennung, denn der zu den bestbesuchten Museen der Welt zählende Louvre zeigt eine repräsentative Auswahl des dänischen Künstlers: 36 Gemälde, acht Zeichnungen und zwei von Abildgaard gestaltete Möbelstücke. Die in Zusammenarbeit mit dem Dänischen Museum für Kunst gestaltete Ausstellung ist vom 12. November bis zum 9. Februar 2009 in der französischen Hauptstadt zu sehen. Abildgaard ist damit der erste Däne, dem der Louvre eine eigene Ausstellung widmet. (Quelle: Danmarks Radio)

DK/SE: Dänen kaufen schwedische Höfe

Immer häufiger kaufen Dänen abgelegene Höfe in Schweden. Die Zahl der Dänen, die Mitglied im Verein Danske Torpare sind, habe sich in den letzten fünf Jahren auf 10 000 verdoppelt. Nach Angaben des Vereins, der Dänen organisiert, die Immobilien in Schweden erworben haben, werden die meisten Höfe nach den Sommerferien im Herbst gekauft. Das schwedische Wort Torp bedeutet kleines Haus. (Quelle: Jyllands-Posten)

DK: Jehova-Film für Oscar ausgewählt

To verdener - der neue Film von Niels Arden Oplev wird Dänemarks Beitrag zum Oscar-Entscheid 2009. Der Regisseur, der auch bei der TV-Serie Der Adler Regie führte, inszeniert in seinem neuen Streifen die Geschichte einer jungen Frau, die als Zeugin Jehovas in Konflikt zwischen Religion und Liebe gerät. 315 000 Dänen haben den Film im Kino gesehen. In der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film kommen fünf Filme in die Endauswahl, ob To verdener darunter sein wird, entscheidet sich am 22. Januar. Vor zwei Jahren war aus Dänemark Susanne Biers Efter brylluppet (Nach der Hochzeit) nominiert. Für Dänemark gewannen den Oscar bislang Gabriel Axel mit Babettes gæstebud (Babettes Fest, 1988) und Bille August mit Pelle Erobreren (Pelle der Eroberer, 1989). (Quelle: Dänisches Filminstitut)

IS: Komödie in Locarno

Mit einer ausgesprochen fröhlichen Komödie tourt die isländische Filmemacherin Sólveig Anspach derzeit durch Europa: Back Soon. Am Sonnabend wird der Film auf dem Locarno Film Festival gezeigt, danach kommt Back Soon nach Frankreich. Anna Hallgrimsdottir – Dichterin, Tellerwäscherin und Marijuana-Dealerin – lebt mit ihren beiden Söhnen Krummi und Ulfur in Reykjavik. Von ihrem Leben gelangweilt und von der Kälte Islands genervt, will Anna etwas ändern. Sie will ihr Geschäft verkaufen, und das besteht aus Mobiltelefon inklusive Kundenliste. Seit August ist der Film in den isländischen Kinos. (Quelle: Nordisk Film og TV Fonds)

[24. Juli]

LT: Cyber-Attacken auf staatliche Behörde

Litauen wurde von einer zweiten Welle von Cyber-Attacken getroffen: Die Internetseite der staatlichen Steuerbehörde wurde von Anfragen überschwemmt bei dem Versuch, die Website zum Erliegen zu bringen, wobei wichtige Steuerdaten verloren gingen. Ein Schaden entstand aber nicht. Trotzdem geht der Leiter der Steuerbehörde, Gediminas Vysniauskis, davon aus, dass der Angriff geplant war. Zum Zeitpunkt der ersten Untersuchung fand man die Server der Hacker in Rumänien, allerdings wird vermutet, dass die Angriffe nicht von hier kamen, sondern nur über diese Server geleitet wurden. (Quelle: Baltic Times)

LT: Vilnius - Stadt der Frauen

Hohe Selbstmordraten, Alkoholismus und Emigration haben laut des staatlichen Statistiksamtes dazu geführt, dass der Bevölkerungsanteil der Frauen den der Männer heute um 20 Prozent übersteigt. Die Zahlen des Statistikamtes zeigen, dass die Anzahl der Frauen in Vilnius trotz gleicher Geburtenrate die der Männer in allen Altersgruppen überragt. In anderen Städten ziegen sich ähnliche Entwicklungen. Der Unterschied scheint in dem gefahrenreichen und unvernünftigen Verhalten der jungen Männer zu liegen, das vermeidbar wäre. (Quelle: Baltic Times)

[23. Juli]

NO: Besucherrekord bei Norwegischen Museen

Im vergangenen Jahr besuchten erstmals mehr als zehn Millionen Gäste die insgesamt 173 in der norwegischen Museumsstatistik erfassten Museen zwischen Oslo und Kirkenes. Die insgesamt 10.193.093 norwegischen Museumsgäste bedeuten eine Steigerung von mehr als 800.000 zahlenden Besuchern oder neun Prozent gegenüber 2006. Spitzenreiter in der Besuchergunst ist die norwegische Hauptstadt: Fast vier Millionen Gäste verzeichneten allein die 25 Museen und Galerien von Oslo, darunter so bekannte Häuser wie Nationalmuseum, Munch-Museum oder Wikingerschiffsmuseum. Hauptgrund für die Steigerung ist die gewachsene Zahl an Ausstellungen: Genau 2.860 feste und wechselnde Ausstellungen waren 2007 in Norwegen zu sehen - 121 mehr als im Jahr davor. Weitere Informationen: www.abm-utvikling.no (Quelle: Norwegisches Fremdenverkehrsamt)

[22. Juli]

SE: Mickey Mouse und Co. gestohlen

Kunst im Wert von drei Millionen schwedischen Kronen wurde aus dem Lasse-Åberg-Museum in Bålsta gestohlen. Der Einbruch in das nordwestlich von Stockholm gelegene und mit doppeltem Alarm gesicherte Museum fand in der Nacht zum Freitag statt und habe nur zehn Minuten gedauert. Gestohlen wurden zwei Drucke von Andy Warhol – "Mickey Mouse" und "Superman" – sowie drei Bilder von Roy Lichtenstein. (Quelle: Dagens Nyheter)

DK: Leere Wohnungen in Kopenhagen

17774 Wohnungen in Dänemarks Hauptstadt haben zur Zeit keine Bewohner. Damit ist der Leerstand in den letzten fünf Jahren um fast 44 Prozent gestiegen, 2003 waren es "nur" 12.363 leere Wohnungen, schreibt die dänische Zeitung Information. Das Blatt zitiert die Kritik, wonach es in Kopenhagen derzeit unmöglich sei, "normale Wohnungen zu bauen, die zu Preisen bezogen werden können, die normale Dänen bezahlen können". Die meisten der leerstehenden Wohnungen seien Luxuswohnungen. Allein in den letzten fünf Jahren seien 15 000 neue Wohnungen gebaut worden. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum sei jedoch ungebrochen. (Quelle: Information)

NO: Sprachkurse für ausländische Prostituierte

Ausländische Prostituierte in der norwegischen Stadt Bergen haben künftig Anspruch auf Sprachkurse und rechtliche Hilfsangebote. "Mit besseren Norwegisch-Kenntnissen wird es leichter, sich in der Gesellschaft zurechtzufinden." sagt Lene Steimler vom Roten Kreuz. Eines der Ziele sei, den Frauen zu ermöglichen, größeres Vertrauen zu Polizei und Behörden aufzubauen. Die meisten der 550 in der Statdt lebenden Prostitierten kämen aus Osteuropa oder Nigeria. (Quelle: Bergens Tidende)

[21. Juli]

DK: Kopenhagens größte Touristenfallen

Rund 5000 Leser der dänischen Tageszeitung Politiken haben die größten Touristenfallen Kopenhagens gewählt: Den ersten Platz belegte die Einkaufsstraße Strøget, deren früheres Flair von den eintönigen Ketten-Läden zunichte gemacht worden sei. Dicht gefolgt war die Strøget von Nyhavn, dem alten Hafenviertel im Zentrum der Stadt mit seinen teueren Restaurants und schlechter Bedienung. Platz drei auf der Rangliste ging an das italienisch/mexikanische Restaurant Mama Rosa auf der Strøget. Mit unter den Top fünf waren auch das Hard Rock Cafè und das Museum Ripleys Believe It or Not. Dank der Liste ist der geneigte Tourist nun gewarnt und weiß, welche Orte er unbedingt meiden sollte – glücklicherweise gibt es noch genügend andere Attraktionen in der Stadt. (Quelle: Politiken)

SE: Michel-Illustrator Björn Berg gestorben

Am 14. Juli ist der schwedische Zeichner Björn Berg in Stockholm verstorben. Er illustrierte unter anderem Astrid Lindgrens „Michel aus Lönneberga“. 1923 wurde er als Kind schwedischer Eltern in Bayern geboren und lebte von seinem dritten Lebensjahr an in New York. Im Alter von zwölf Jahren kam er nach Schweden. Er traf früh die Entscheidung Künstler zu werden und studierte u. a. in Paris. Er arbeitete als Zeichner für die schwedische Tageszeitunge Dagens Nyheter, war Kinderbuchillustrator und auch Landschaftsmaler. 1971 wurden seine Michel-Illustrationen mit dem Elsa Beskow-Preis ausgezeichnet. Eines seiner Motive zierte eine Briefmarke zum 80. Geburtstag Astrid Lindgrens. (Quelle: www.vgo-presse.de)

NO: Sáivu – Ausstellung über samischen Glauben und Mythologie im Internet

Das Varanger Samische Museum präsentiert "Sáivu" – Die Internet-Ausstellung entführt die Besucher in eine mythenumsponnene Welt, in der sie viel über samischen Glauben und Mythologien lernen können. Das Varanger Samiske Museum liegt im Zentrum des Varanger-Fjord, in einem Kerngebiet der See-Samen. Im 19. Jahrhundert waren die meisten Fjordgebiete in der Finnmark von der Kultur und Lebensweise der See-Samen geprägt. Doch die „Norwegisierung“ der Landstriche hat dazu geführt, dass sich die samische Kultur und Identität sehr zurückgebildet hat. Erst in jüngster Zeit setzte ein neues Bewusstsein ein, was zu einer Revitalisierung der samischen Kultur auch in den Gebieten der See-Samen führte.

In der ständigen Ausstellung des Museums wird die Kulturgeschichte der See-Samen vermittelt. Die Ausstellung erzählt diese Geschichte anhand unterschiedlicher Themenschwerpunkte: „Eisfreies Land“, „Die erste Ansiedlung“, „Das Ende der Steinzeit“, „Rentierzucht und Rentierhaltung“, „Die Sammen von Varanger“ und „Die See-Samen im Jahr 2000“. Laut- und
Lichteffekte bereichern die Ausstellung und machen sie für die Besucher spannend. Etwas weiter draußen, im Varanger-Fjord bei Ceavccageadge/Mortensnes, liegt eines der reichsten und eigenartigsten Kulturdenkmäler Skandinaviens. Dieses Gebiet ist bereits seit 10 000 Jahren besiedelt. Ein Kulturwanderweg führt durch vorgeschichtliche und samische Siedlungen, samische Opferplätze und Gräber. Außerdem wurde eine samisches
Gemeinschaftshütte rekonstruiert. (Quelle: kulturnett.no)

Mehr Informationen unter (Seiten auf Samisch/Norwegisch/Englisch):
Várjjat Sámi Musea/Varanger Samiske Museum
Internet-Ausstellung "Sáivu"

FI: Neuer Botschafter

Finnlands neuer Botschafter in Deutschland heißt Harry Helenius. Als Nachfolger von Rene Nyberg trat er am 7. Juli 2008 offiziell sein Amt in Berlin an. Der neue Botschafter erwarte, dass die Ostsee während seiner Amtszeit in Deutschland weiterhin eine wichtige und besondere Aufmerksamkeit erfordernde Rolle einnehmen werde. Die Bedeutung der Ostseeregion reiche weit zurück, seien doch die kulturellen Einflüsse und der Handel zwischen Finnland und Deutschland schon seit hunderten Jahren über das Meer verlaufen. Helenius erinnerte daran, dass die Ostsee auch ein dynamischer Teil der EU sei und gleichzeitig den wichtigsten logistischen Schnittpunkt zwischen der EU und Russland bilde. (Quelle: Finnische Botschaft)

DK: Dänemark als Bioland des Jahres 2009

Die internationale Messe für Produkte aus ökologischer Erzeugung "BioFach" hat Dänemark zum "Bioland des Jahres 2009" gewählt. Das skandinavische Land bildet gleichzeitig einen Schwerpunkt der vom 19. bis 22. Februar 2009 in Nürnberg stattfindenden Messe, zu der diesmal eine Vielzahl dänischer Aussteller erwartet werden. Zur Begründung führten die Organisatoren heran, daß Dänemark durch die Einführung des staatlichen Siegels Ø, das für ökologisch steht, bereits seit den 80er und 90er Jahren Vorreiter in Sachen Bio sei. Nach Angaben der Branchenvereinigung Organic Denmark habe Bio in Dänemark einen Marktanteil von 6,5 Prozent, der damit mehr als doppelt so hoch liege wie in Deutschland mit circa 3 Prozent. Zu den in Dänemark besonders stark nachgefragten ökologischen Erzeugnissen zählen danach Obst und Gemüse. Bei Milchprodukten gäben die Dänen bereits jede vierte Dänische Krone für Bio-Produkte aus. Besonders beliebt ist Bio in der dänischen Hauptstadt: In Kopenhagen wird der Bio-Marktanteil auf 10 bis 12 Prozent geschätzt. 45 Prozent des Lebensmittelbedarfs in Schulen, Heimen, Krankenhäusern und Ämtern kämen aus Bio-Produktion. Bis 2009 werde ein Anteil von 90 Prozent angestrebt. Das Budget für Schulmensen sei 2008 auf 2 Mio. EUR verdreifacht worden.

Neben der Produktion für den einheimischen Markt spiele auch der Export eine wichtige Rolle: Für die Dänen liegt das Land mit dem größten Bio-Markt Europas, Deutschland, direkt vor der Haustür. Absatzstarke Gebiete wie der Hamburger und Berliner Raum seien sehr gut erreichbar. Das dänische Exportvolumen belief sich demzufolge 2006 bereits auf rund 37 Mio. EUR. In der Forschung für den ökologischen Landbau sei Dänemark mit dem DACROF-Projekt des Danish Research Centre for Organic Farming, bereits heute Trendsetter in Europa.
(Quelle: BioFach/Organic Denmark)

[17. Juli]

NO: Schlechtes Image - Aus für „Lidl“ in Norwegen

Der deutsche Discounter Lidl zieht sich vom norwegischen Markt zurück. Alle 50 Filialen werden vom einheimischen Anbieter „Rema 1000“ übernommen. Die in Österreich erscheinende Zeitung „Die Presse“ schreibt dazu: „Das Konzept mit den eigenen Marken kam bei den an ihre Traditionsprodukte gewöhnten Käufern nicht an – und so toll waren die Preise auch wieder nicht, dass sich die Norweger ihretwegen durch die an Lagerhallen erinnernden Läden gequält hätten. (...) Was über den Konzern aus Deutschland in die Nachrichten drang, von Lohndumping bis Bespitzelung, machte ihn den Norwegern nicht eben sympathischer. In einer Studie der Handelshochschule BI, in der 183 Unternehmen nach ihrer Beliebtheit gereiht wurden, landete Lidl auf Platz 176, in einer anderen Untersuchung der 20 sichtbarsten Markenzeichen war man Letzter. Mehr als 1,5 Prozent Marktanteil eroberte Lidl in Norwegen nie.“ Doch dies sei nicht der Grund für den Abzug der Deutschen, glaubt Forschungsassistent Hans Thjømøe. Für Lidl sei Norwegen ein „Mickymaus-Markt, winzig und wenig attraktiv“. Die Zollgrenzen, die das Nicht-EU-Land errichtet hat, machten es zudem schwer, mit Importwaren Geld zu verdienen, schreibt „Aftenposten“. (Quelle: Die Presse/Aftenposten)

SE: Weltrekord - 64 Stunden Jazz

Über 160 Musiker nahmen am Stockholm Jazzathon teil, der insgesamt 64 Stunden, 35 Minuten und 25 Sekunden dauerte. Mit der Marathon-Aufführung sei der bisherige Weltrekord in Jazz-Improvisation von 48 Stunden und zehn Minuten gebrochen. Am Ende hätten sogar die Tontechniker begonnen zu musizieren, sagte der Leiter des Stockholmer Jazz Festivals, Bosse Person, der schwedischen Tageszeitung „Dagens Nyheter“. Das "Guinness Buch der Rekorde" muss den Rekord aber noch anerkennen. Das Stockolm Jazz Festival läuft vom 16. bis zum 19. Juli. (Quelle: Dagens Nyheter)

DK: Lange Warteschlangen bei Musikschulen

Immer mehr dänische Kinder und Jugendliche wollen Unterricht an einer Musikschule. Doch die Wartelisten haben ein Rekordniveau erreicht: Knapp 9.000 Mädchen und Jungen warten darauf, in einer der Musikschulen aufgenommen zu werden. Landesweit gehen derzeit etwa 49.000 Schüler auf eine der kommunalen Musikschulen. Grund für die langen Wartezeiten sei fehlendes Geld zur Einstellung neuer Lehrer. Bezahlt werden die Musikschuleinrichtungen von den Kommunen und dem Kulturministerium. (Quelle: Politiken)

DK: Enormer Zuspruch für Hörbücher im Netz

Ein Service der dänischen Bibliotheken hat für großen Zuspruch bei Kindern und Erwachsenen gesorgt: Neue Romane, Krimis und Kinderbücher können seit April aus dem Internet heruntergeladen werden, darunter Hörbücher von Liza Marklund, Bjarne Reuter und Astrid Lindgren. „Die Gruppe der Nutzer, die Hörbücher ausleihen, ist geradezu explodiert.“ sagte Anne Christoffersen von der Bibliothek in Aabenraa dem Rundfunksender DR. „Die Menschen hören gute Geschichten während sie im Garten arbeiten oder wenn sie mit dem Auto fahren.“ (Quelle: DR)

[16. Juli]

DK: „Frygtelig lykkelig“ gewinnt Hauptpreis in Karlovy Vary

SzenenfotoFoto: Karin Alsbirk

Henrik Ruben Genz' neuer Spielfilm „Frygtelig lykkelig“ hat den mit 18 800 Euro dotierten „Grand Prix Crystal Globe“ des Internationalen Filmfestivals in Karlovy Vary gewonnen. Der Film hatte seine Weltpremiere auf dem Festival und ist der erste dänische Streifen, der in Karlovy Vary einen Hauptpreis gewinnt. Ende Oktober kommt die Romanverfilmung in die dänischen Kinos. Erling Jepsens fabelhaftes Buch ist auf Deutsch unter dem Titel „Dreck am Stecken“ bei Heyne erschienen und erzählt die Geschichte eines jungen Kopenhagener Polizisten, der in die Provinz Südwestjütland versetzt und dort Teil eines groteskes Kleinstadtleben wird. Die Rezension von KULTURHUS BERLIN finden Sie hier. (Quelle: Dänisches Filminstitut)

[11. Juli]

DK: Jakob Ejersbo gestorben

Der Schriftsteller Jakob Ejersbo ist im Alter von 40 Jahren gestorben. Das teilte sein Verlag Gyldendal mit. 2003 erhielt Ejersbo die „Goldene Lorbeere“ für sein Buch „Nordkraft“. Der von der dänischen Kritik hochgelobte Roman wurde 2005 von Ole Christian Madsen verfilmt, u. a. mit Thure Lindhardt in der Hauptrolle. Ejersbo, der an der Dänischen Journalistenhochschule ausgebildet wurde, starb an einer Krebskrankheit. (Quelle: Danmarks Radio)

DK: Dänisches Design erobert China und HCA hilft dabei

Für den dänischen Schuhproduzenten “Ecco” ist China einer der schnellstwachsenden Märkte. Von 2006 bis 2008 hat sich der Umsatz des Unternehmens verdoppelt. „Das waren 300 Millionen Kronen“ sagte Michael Hauge Sørensen, Verkaufschef von Ecco Asien, dem Sender Danmarks Radio. „Ecco” hat bereits 331 Geschäfte in 126 chinesischen Städten. Der dänische Kindermöbelhersteller Flexa eröffnete kürzlich seine 75. Filiale in China und verzeichnete 2007 eine Umsatzsteigerung von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hunderte Millionen Chinesen zählen mittlerweile zur sogenannten Mittelklasse, und der Privatkonsum der Chinesen war im letzten Jahr der wesentliche Faktor für das Wirtschaftswachstum des Landes. Neben dem gehobenen Kaufbewusstsein sei ein weiterer Grund für den Erfolg dänischen Designs in China, dass die Chinesen den Dänen Hans Christian Andersen kennen. Für viele Chinesen sei Dänemark ein Märchenland. „Man kennt H. C. Andersen aus der Schule und verbindet die dänischen Produkten immer auch mit diesem Land.“ sagt der Wirtschaftsexperte Hong Jiang aus Peking. Von Mitte der 1980er bis heute stieg das Einkommen der Chinesen durchschnittlich von 300 auf 2.000 Dollar. (Quelle: Danmarks Radio)

SE: Sommerhörbuch – Schwedisch hören auf DN.se

Die Online-Ausgabe der schwedischen Tageszeitung Dagens Nyheter bietet in diesem Sommer drei Hörbücher zum kostenlosen Download an: Während Jens Lapidus’ Stockholm-Krimi „Aldrig fucka upp“ nicht mehr zum Download bereitsteht, können Sie sich mit „Trollkarlen von Oz“ noch bis zum 13. Juli in L. Frank Baums Märchenwelt entführen lassen. Das letzte und dritte Sommerhörbuch ist Helena von Zweigbergks Familiendrama „Ur vulkanens mun“, das bis zum 30. Juli 2008 zum Download bereitgestellt wird: http://www.dn.se/DNet/jsp/polopoly.jsp?d=3358

[10. Juli]

SE: Jan Troells neuer Film in Toronto

SzenenfotoMaria Heiskanen och Mikael Persbrandt in "Maria Larssons eviga ögonblick", Foto: Nille Leander

"Maria Larssons eviga ögonblick", wurde für das internationale Filmfestival in Toronto ausgewählt. Der Regisseur des Films Jan Troell ist einer der wichtigsten Filmemacher Schwedens. Die Geschichte der schwedischen Arbeiterfrau Maria Larsson schrieb Agneta Ulfsäter-Troell, verfilmt wurde sie jetzt mit Maria Heiskanen, Mikael Persbrandt und Jesper Christensen in den Hauptrollen. Troells neuer Film spielt um 1900 und erzählt von Maria, die in einer Lotterie eine Fotokamera gewinnt, fotografieren lernt und damit beginnt, die Welt mit neuen Augen zu sehen. Das Toronto-Festival ist das wichtigste Filmfestival Nordamerikas. Der Film wird im August auf den Filmwochen in Malmö gezeigt, schwedische Premiere ist im September. (Quelle: Schwedisches Filminstitut)

[9. Juli]

SE: Schwedens ältestes Holzhaus steht in Småland

Geologen der Universität Lund haben ein altes Holzhaus in Ingatorp mittels der C14-Methode untersucht und kamen zu dem Ergebnis, dass es aus dem Jahr 1229 stammt – plus/minus zehn Jahre. Damit wäre es das älteste erhaltene Holzhaus Schwedens. Bei dem Gebäude handelt es sich um eine Zehntscheune, die etwa sieben Meter hoch und – klassisch schwedisch – rot gestrichen ist. Auch heute noch gehört es zu einem Pfarrhof, der am Ufer des Ingatorpasees liegt. Ingatorp befindet sich nur wenig östlich von Eksjö, einer småländischen Stadt, die seit jeher für ihre historischen Holzbauten bekannt und nunmehr um eine Touristenattraktion reicher ist. In der historischen Altstadt von Eksjö gibt es 56 unter Denkmalschutz stehende Gebäudekomplexe, an denen sich eine 400 Jahre lange Baugeschichte in Holz ablesen lässt. Auch heute noch wohnen und arbeiten viele Menschen aus Eksjö in der historischen Altstadt. www.visiteksjo.se (Quelle: VisitSweden)

[8. Juli]

SE: Neues zum schwedischen Filmjahr 2007

Auf www.sfi.se informiert das Schwedische Filminstitut ab Juli über die Entwicklung der Kinobesucherzahlen im letzten Jahr. Welche Filme die meisten Zuschauer in die schwedischen Kinos zogen, zeigt die umfassende Statistik aus dem Jahr 2007, die um Informationen über den Schwedischen Film ergänzt wird. Außerdem werden aktuelle nationale und internationale Trends im Kino beobachtet. Die Übersicht wird auf Schwedisch und Englisch angeboten.
(Quelle: Schwedisches Filminsitut)

DE: Studienschwerpunkt "Nordic Management"

An der Fachhochschule Westküste im schleswig-holsteinischen Ort Heide an der Nordsee können die Studierenden der Betriebswirtschaft den Schwerpunkt "Nordic Management" wählen. Während des sechs Semester dauernden Bachelor-Studiums werden neben betriebswirtschaftlichen Kenntnissen Sprach- und Kulturunterricht erteilt. Zu dem Studieum gehört auch ein Auslandssemester in einem Unternehmen oder einer Partnerhochschule in Skandinavien. Mehr Informationen unter www.fh-westkueste.de (FAZ).

DK: Neues Filmfestival in Kopenhagen

Kopenhagen hat ein neues Filmfestival. Im April 2009 wird "CPH:PIX" das erste Mal stattfinden. Das Festival, das die beiden großen Kopenhagener Filmschauen NatFilm Festival und Copenhagen International künftig vereint, soll als Publikumsfestival Filme aller Genres zeigen und geht mit internationalem Programm und Wettbewerb an den Start.
(Quelle: Dänisches Filminstitut)

SV: Schwedischer Film gewinnt in Brüssel


De ofrivilliga
Foto: Marius Dybwad Brandrud, Plattform

Ein schwedischer Film hat den Hauptpreis des diesjährigen internationalen Filmfestivals in Brüssel gewonnen. Ruben Östlunds "De ofrivilliga" wurde als bester europäischer Film gewählt und erhielt den mit 10 000 Euro dotierten "Iris Award". Seine Weltpremiere hatte "De ofrivilliga" in Cannes. Jetzt geht der Film nach Karlovy Vary, wo das wichtigste internationale Filmfestival dieses Sommers stattfindet und eine Reihe schwedischer Filme im Wettbewerb zu sehen ist. In die schwedischen Kinos kommt "De ofrivilliga" am 7. November, zuvor ist er auf den Filmtagen in Malmö zu sehen (25. bis 28. August). (Quelle: Schwedisches Filminstitut)

[23. Juni]

DK: Dänische Architektur-Projekte beim London Festival of Architecture

Bei dem diesjährigen London Festival of Architecture sind mit Sust-Dane-Able und Co-Evolution zwei dänische Architektur-Programmpunkte zu sehen, die beide nachhaltig gestaltete Architektur in den Mittelpunkt stellen.

In Co-Evolution werden vier gemeinsame Projekte von dänischen und chinesischen Architekten für urbane Entwicklung in China vorstellt, sust-DANE-able widmet sich insgesamt 18 modernen dänischen Architekten und Architekturbüros, die durch ihre Ausrichtung auf moderne und nachhaltige Entwicklung bekannt geworden sind. Während London für das bereits 2006 mit dem Goldenen Löwen der Venediger Architektur-Biennale dekorierte Co-Evolution nur eine Station auf der "Welt-Tourne" ist, ist sust-DANE-able an den Standort London gebunden, denn die von Arne Jacobsen entworfene Dänische Botschaft, in der sust-DANE-able gezeigt wird, ist selbst Gegenstand der Ausstellung.

Das London Festival of Architecture läuft einen Monat bis zum 20. Juli. Wer in dieser Zeit nicht nach London kommt, kann sich zu sust-DANE-able zumindest den sehr informativen Ausstellungskatalog und Informationen zu den beteiligten Architekturbüros im Internet ansehen: www.sustdaneable.um.dk (Quelle: www.kunst.dk)

[20. Juni]

DK: Deutsch-Nordische Parlamentariergruppe zu Besuch im Norden

Eine Delegation der deutsch-nordischen Parlamentariergruppe war unter Leitung des Vorsitzenden, Franz Thönnes (SPD), vom 8. bis zum 15. Juni 2008 zu Besuch Dänemark, Grönland und Island. Die Delegation traf in beiden Ländern zu politischen Gesprächen mit den dortigen Parlamentariern, Mitgliedern verschiedener Ausschüsse sowie Vertretern der Regierung und der Wirtschaft zusammen. Der thematische Schwerpunkt der Delegationsreise, die neben Kopenhagen und Reykjavik auch nach Grönland führt, lautete „Klimawandel und Energiepolitik“. (Quelle: Dänische Botschaft)

NO: Oslos neue Oper erhält prominente Nachbarn

In Oslo wird in den nächsten sechs Jahren entlang der Bjørvika-Bucht ein völlig neues Museums- und Kulturufer entstehen. Das teilt die Stadt Oslo mit. Ende Mai gaben Norwegens Kulturminister Trond Giske und der Stadtratsvorsitzende Erling Lae bekannt, dass Oslos spektakuläres neues Opernhaus in den nächsten Jahren prominente Nachbarn bekommen wird: In einem gemeinsamen Gebäude östlich der Oper sind mit dem Munch-Museum und dem Stenersenmuseum, das Malerei aus dem 19. und 20. Jahrhundert und zeitgenössische Bildkunst aus Norwegen zeigt, künftig zwei der bedeutendsten Kunstmuseen Norwegens unter einem Dach vereint. Die Deichman'sche Bibliothek, die größte öffentliche Bibliothek Norwegens, wird von ihren angestammten Räumlichkeiten im Stadtzentrum ebenfalls nach Bjørvika in ein eigenes Gebäude umziehen. Außerdem hat der norwegische Staat das freie Grundstück des ehemaligen Westbahnhofes gekauft, auf dem das Nationalmuseum ein neues Zuhause finden wird. Alle Umbau- und Umzugsmaßnahmen sollen bis 2014, rechtzeitig zur Hundertjahrfeier des norwegischen Grundgesetzes, abgeschlossen sein. Dann wird sich eine Kulturmeile vom ebenfalls neuen Astrup-Fearnley-Museum für Moderne Kunst auf Tjuvholmen über das Nationalmuseum im Westbahnhof und das Konzerthaus bis nach Bjørvika erstrecken, wo Oper, Hauptbibliothek und Munchmuseum ein ganz neues Kulturviertel bilden. Die Kulturmeile ist Teil des Fjordbyen-Projekts, das die Einbeziehung der alten Hafenanlagen im Zentrum Oslos in die Stadt vorsieht und diese komplett zum Fjord hin öffnet. Weitere Informationen:
www.byradet.oslo.kommune.no

[19. Juni]

SE: Bergman Week auf Fårö

In der kommenden Woche findet auf Fårö zum fünften Mal die Bergman Week statt. Sechs Tage lang werden auf der Schwedischen Insel Ingmar Bergmans Leben und Werk mit Filmvorführungen, Diskussionsrunden und der Premiere von Daniel Börtz’ neuem, Bergman-inspirierten Film Impression gewürdigt. Prominente Gäste sind unter anderem der schwedische Filmemacher Jan Troell, die aus zahlreichen Bergman-Filmen bekannte Schauspielerin Gunnel Lindblom, sowie Jörn Donner, Produzent des Oskar-prämierten Films Fanny & Alexander. (Quelle: http://www.nordiskfilmogtvfond.com)

[17. Juni]

SE: Legende kommt nach Göteborg

Neil Young kommt nach Göteborg. Im August wird er am Musikfestival Way Out West teilnehmen. Vom 7. bis 9. August 2008 geht das Festival in der westschwedischen Metropole an den Start, mitten in der Stadt im Park Slottskogen. Auf dem Programm: Musiker der schwedischen und internationalen Rock-, Indie- und Alternativ-Szene. Darunter Sonic Youth, The Flaming Lips, Franz Ferdinand, Sigur Rós, Iron & Wine, Sonic Youth, Okkervil River, Lightspeed Champion, N.E.R.D., Silverbullit und viele mehr. Das hochkarätige Programm ist von Times Online als eines der 20 besten Sommerfestivals in Europa gelistet (timesonline.co.uk). Mehr Infos unter: www.wayoutwest.se (Quelle: Dagens Nyheter)

SE: Schwedischer Jazzpianist Esbjörn Svensson ums Leben gekommen

Der schwedische Jazzpianist Esbjörn Svensson ist bei einem Tauchunfall in Stockholm ums Leben gekommen. Mit dem 1993 gegründeten Esbjörn Svensson Trio nahm der 44jährige Musiker ein Dutzend Platten auf. Zudem spielte er Alben mit Nils Landgren und Viktoria Tolstoy ein. 1995 und 1996 wählte man ihn in Schweden zum Jazzmusiker des Jahres. Die Wiener Zeitung schreibt: "Mit Svensson stirbt eine späte Schlüsselfigur der europäischen Jazz-Emanzipation vom Mutterland USA: Neben skandinavischen Kollegen wie Bugge Wesseltoft feilte Svensson seit den 90ern an einer Durchdringung von Jazz, Elektronik und Rock; ein Rezept, das e.s.t. zum Produzenten der meistverkauften Trio-CD in Europa aufsteigen ließ."
(Quelle: Deutschlandradio Kultur/Wiener Zeitung)

DK: Die beste U-Bahn der Welt

Kopenhagens Metro ist die beste U-Bahn der Welt. Den Titel The World's Best Metro erhielt das erst 2002 eröffnete moderne Verkehrmittel im Rahmen der internationalen Konferenz Metrorail 2008, die im April diesen Jahres in der dänischen Hauptstadt stattfand. Damit lag die Öresundmetropole vor U-Bahn-Traditionsstädten wie Madrid, Singapur und sogar London. Die Jury mit Transportfachleuten aus aller Welt überzeugte an der Kopenhagener Metro die besonders hohe Zuverlässigkeit und Frequenz, die Kundenzufriedenheit und die Sicherheit. Als bislang jüngste Strecke der Metro eröffnete Ende vergangenen Jahres die neue Linie zwischen der Kopenhagener City und dem internationalen Flughafen Kopenhagen Kastrup, dem größten Airport Nordeuropas. Die Fahrt dauert nur 15 Minuten. Weitere Metro-Ringrouten sind im Bau. Die Kopenhagener Metro hatte 2007 rund 40 Millionen Fahrgäste. (Quelle: Dänische Botschaft)

[16. Juni]

SE: Lars Norén neuer Theaterdirektor in Göteborg

Schwedens bekanntester Dramatiker Lars Norén übernimmt zusammen mit der Theaterproduzentin Ulrika Josephsson die Leitung des Folketeater in Göteborg. Vor zwei Jahre wollte das Personal im Betty Nansen Theater in Kopenhagen nichts von den beiden wissen, weshalb sie sich nach starken Protesten des Personals von der Leitung des Theaters zurückzogen. Nun gibt es ab 1. Juli 2009 ein Comeback des Duos im Folketeater in Göteborg, wo die Ernennung mit Applaus begrüßt wurde. Norén und Josephsson haben zuvor bereits das Riksteater in Schweden geleitet, das größte Tournetheater des Landes. (Politiken)

[10. Juni]

LV: Pride Parade in Riga friedlich verlaufen

Die jährliche Pride Parade ist am 31. Mai trotz der vielen protestierenden Gegner, die die Demonstranten beschimpften und verunglimpften, friedlich abgelaufen. Rund 200-300 Unterstützer der Rechte von Homosexuellen aus mehr als 30 Ländern marschierten in Riga an dem Fluss Daugava entlang, um auf ihre Situation und Rechte aufmerksam zu machen. Nach polizeilichen Angaben waren ca. 700 Gegner der Parade vor Ort. (Baltic Times)

DK: Höchste Lebensqualität in Kopenhagen

Die Kopenhagener genießen die beste Lebensqualität - das meint jedenfalls das britische Magazin Monocle. Auf einer Liste von 25 Städten, deren Bewohner besonders glücklich und zufrieden sind, erhielt Kopenhagen die Erstplatzierung. Grundlage der Beurteilung waren das kulturelle Leben in den Städten, internationale Transportmöglichkeiten, Kommunikation, Architektur, öffentliche Wohlfahrtssysteme u.a. Die dänische Hauptstadt wurde wegen ihrer Umweltfreundlichkeit und ihrer Esskultur auf den ersten Platz gewählt. Lob gab es auch für den sauberen Hafen und die vielen grünen Plätze in der Stadt, das Metrosystem und die weit verbreitete Nutzung von Fahrrädern. Laut Monocle ist Kopenhagen ebenfalls eine der besten Design-Städt der Welt. (Danmarks Radio)

[7. Juni]

SE: Stieg Larssons Erbe

Nach einem Bericht des schwedischen Fernsehens soll der Erfolgsautor Stieg Larsson sein Vermögen den Kommunisten in Schweden vererbt haben. Der Journalist und Autor war 2004 im Alter von 50 Jahren an einem Herzanfall gestorben, noch bevor der erste Teil seiner Krimitrilogie veröffentlicht wurde. Den Millionenerfolg seiner drei Bücher um Mikael 'Kalle' Blomkvist und Lisbeth Salander hat Stieg Larsson nicht mehr erlebt. Er wäre heute ein reicher Mann. Das Dokument aus dem Jahr 1977 wurde von Larssons Lebensgefährtin Eva Gabrielsson gefunden. Darin schreibt der Autor, dass all sein Geld an den Kommunistisk Arbejderforbunds Umeå gehen soll. Derzeit wird die Trilogie in Schweden hochkarätig verfilmt. Die Bücher erschienen in Deutschland im Heyne-Verlag, wo sie ebenfalls überaus gut verkauft werden. (Quelle: Politiken/Norwegisches Filminstitut)

DK: Margrethes Kunst wird bei Netto verkauft

In den Geschäften der dänischen Discount-Kette Netto können Aquarelle von Königin Margrethe gekauft werden. Das Paket mit vier Bildern im A5-Format kostet 25 Kronen. Mit dem Verkaufserlös soll das 350jährige Jubiläum der Königlichen Leibgarde am 30. Juni unterstützt werden. Gedruckt wurden 280.000 Karten, die in alle der 390 Netto-Filialen Dänemarks kommen. (Quelle: Danmarks Radio)

EE: Museum des Jahres ist in Tallin

Das Kunstmuseum KUMU in der estnischen Hauptstadt Tallin ist in Dublin mit dem diesjährigen "European Museum of the Year Award" ausgezeichnet worden. Damit würdigte das Europäische Museumsforum (EMF) das größte und modernste Museum des Baltikums und bewertete insbesondere die Publikumsfreundlichkeit. Insgesamt bewarben sich 38 Museen aus 22 europäischen Ländern um die Auszeichnung. (Quelle: Baseler Zeitung)

[3. Juni]

DK: Kostenlose Fahrradhelme für Kopenhagener Kinder

Kinder in Kopenhagen bekommen von der Stadtverwaltung einen Fahrradhelm geschenkt. Dieses Angebot richtet sich an alle Schülern in der dritten Klasse. Zu diesem Zweck wurden 3500 Helme bestellt. Der Bürgermeister, Klaus Bondam, äußert dazu: " Wir möchten, dass alle Kinder verstehen, wie wichtig die Sicherheit im Straßenverkehr ist und wie ausschlaggebend Fahrradhelme dafür sind." Außerdem hofft er, dass die Kinder dieses Wissen an ihre Eltern weitergeben, damit diese zufünftig auch einen Helm beim Radfahren benutzen. Allerdings müssen sie ihre Kopfbedeckung selbst bezahlen. (Quelle: Politiken).

[26. Mai]

NORD: Beste Bedingungen für Mütter in nordischen Ländern

Die weltweit besten Möglichkeiten für Mütter bieten die skandinavischen Länder. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Internationalen Roten Kreuzes. Untersucht wurde die Situation von Frauen in 146 Ländern hinsichtlich der Möglichkeiten von Hilfsangeboten während der Schwangerschaft, der Bedingungen für Schwangerschafts- und Erziehungsurlaub oder des Risikos von Tod während der Schwangerschaft. Zusammen mit den nordischen Ländern liegen Neuseeland und Australien an der Spitze der Auswertung. (1 Schweden, 2 Norwegen, 3 Island, 4 Neuseeland, 5 Dänemark, 6 Australien, 7 Finnland). Deutschland liegt nach Irland an neunter Stelle. Am Ende der Untersuchung befinden sich die afrikanischen Länder südlich der Sahara.
(Quelle: Danmarks Radio)

NO: Oslos Busfahrer sind am beliebtesten in Europa

74 Prozent von 1500 befragten Osloer Bürgern sind mit der Höflichkeit und Hilfsbereitschaft der örtlichen Linienbusfahrer sehr zufrieden. Mit dieser Zustimmung hat sich Oslo im Qualitätswettbewerb Best 2007 - Benchmarking in European Service of Public Transport gegen die Konkurrenz aus Berlin, Wien, Prag, Stockholm, Kopenhagen und Helsinki durchgesetzt. Die jährlich stattfindende Umfrage, die im Jahr 2000 auf Initiative der Stockholmer Verkehrsbetriebe erstmals durchgeführt wurde, gilt europaweit als eine der renommiertesten Untersuchungen über die Kundenzufriedenheit im öffentlichen Nahverkehr.
(Quelle: Norwegisches Fremdenverkehrsamt)

FI: Aki Kaurismäki geehrt

Der finnische Regisseur Aki Kaurismäki wurde mit dem Titel Academic of Arts geehrt, den er am 23. Mai von der Präsidentin Finnlands Tarja Halonen in Helsinki erhielt. Acht finnische Künstler unterschiedlicher Kunstrichtungen tragen den Ehrentitel. (Quelle: Finnisches Filminstitut)

[23. Mai]

DK: Dänischer Jugendfilm in Cannes

Der Film Ung mand falder des dänischen Regisseurs Martin de Thurah wird auf dem Internationalen Filmfestival in Cannes gezeigt, das vom 14. bis zum 25. Mai stattfindet. Der 43minütige Film erzählt in experimentieller Stil- und Formsprache von der 17jährigen Hue, die sich einige Probleme mit ihrem Examen macht. De Thurah wurde bereits mit dem dänischen Filmpreis Robert ausgezeichnet, sein neuester Film kommt im Laufe dieses Jahres heraus.
(Quelle: www.boernekultur.dk)

DK/PL: Polen zeigt dänische Kinderfilme

Kinderfilme haben seit mehr als 60 Jahren einen festen Platz im Spektrum des dänischen Films. Vom 31. Mai bis zum 6. Juni zeigt das anerkannte Muranow-Kino in Warschau eine Reihe dänischer Kinderfilme, darunter Klassiker wie Gummi Tarzan bis hin zu neueren Kurz- und Spielfilmen. In Warschau lädt das Dänische Filminstitut zudem Filmschaffende, Politiker und Kulturmitarbeiter ein, über das dänische Modell, Finanzierung und Produktion von Kinderfilmen zu diskutieren. Erwartet wird der Kinderfilmexperte Ulrich Breuning, der über die Geschichte des Genres berichten wird. (Quelle: Dänische Botschaft in Polen)

DK: Beste Kinderbücher gewählt

Am 3. Mai wurden die dänischen Orla-Preise vergeben, u. a. in den Kategorien bestes Kinderbuch, bestes Jugendbuch, beste Zeichenserie und bestes Bilderbuch. Gewonnen haben u. a. Manu Sareen, Iqbal Farooq og Jakob Martin Strid. Der Talentpreis Bette Orla ging an die 12jährige Mathilde Sejer Hansen aus Farum für ihre Geschichte "En ny begyndelse". Insgesamt 800 Geschichten waren aus ganz Dänemark eingesandt worden. Der in Zusammenarbeit mit Danmarks Radio organisierte Wettbewerb ist der einzige, bei dem Kinder und Jugendliche selbst die Gewinner wählen können.

Alle Gewinner und Geschichten unter www.dr.dk/DR1/Orla/forside.htm

[22. Mai]

DK: Dänemarks Königliche Leibgarde feiert ihren 350. Geburtstag

Eines der beliebtesten dänischen Fotomotive feiert Geburtstag: Der Wachwechsel der Königlichen Leibgarde vor dem Königsschloss Amalienborg in Kopenhagen zieht vor allem in den Sommermonaten jeden Tag um zwölf Uhr zahlreiche Schaulustige an. Am 30. Juni feiern die Männer mit den malerischen Bärenfellmützen das 350. Jubiläum ihrer Einheit. Das umfangreiche Jubiläumsprogramm bietet Höhepunkte wie das Rosenborg Tattoo vom 26.-28. Juni sowie die Festparade am 30. Juni. (Quelle: Visit Danmark)

NO/DE: Elling in Hamburg

Das Theaterstück Elling wird ab dem 25. Mai in den Hamburger Kammerspielen aufgeführt. Es entstand nach dem Roman Blutsbrüder des Norwegers Ingvar Ambjørnsen. Die Verfilmung des Romans war in Norwegen das Filmereignis des Jahres 2001. Der Film war im darauffolgenden Jahr als bester ausländischer Film für den Oscar nominiert und auch in Deutschlands Kinos erfolgreich. Die Tragikomödie um zwei Außenseiter auf der Suche nach ihrem Platz in der Gesellschaft ist menschlich, aber nicht tränenrührend - witzig, aber nicht lachhaft - und dabei angenehm unprätentiös und kurzweilig. Das Stück inszeniert hat Axel Hellstenius unter der Mitwirkung von Petter Næss, der bei den mittlerweile drei Elling-Filmen die Regie führte. Es spielen Boris Aljinovic, Hans-Jörg Frey, Peter Theiss, Imke Trommler
(Quelle: Norwegische Botschaft)

NO/SE: Norwegischer Medienkonzern kauft Anteile an Metro Schweden

Die schwedische Gratiszeitung Punkt SE wurde das erste Opfer, nachdem der norwegische Medienkonzern Schibsted 35 Prozent der Anteile am schwedischen Metro-Verlag kaufte. Am Montag kam die letzte Ausgabe von Punkt SE, die von der Schibsted-Zeitung "Aftonbladet", Schwedens größter Zeitung, herausgegeben wurde. Insgesamt 350 Millionen schwedische Kronen bezahlte Schibsted für die 35 Prozent an den Metro-Aktien. Der norwegische Medienkonzern ist außerdem Eigentümer von Svenska Dagbladet und bereits seit einiger Zeit in der schwedischen Medienlandschaft aktiv. (Quelle: Politiken)

PL: Mode im Mai

Bisher versteckte sich polnische Haute Couture gern hinter englischen oder französischen Namen. Doch der Stolz auf die eigene Stärke wächst, die Kreativen betrachten ihre Herkunft immer mehr als ein Plus. Das Maiheft des in Berlin erscheinenden Heftes "polenplus" beschäftigt sich deshalb in diesem Monat mit Mode und Lifestyle in und aus Polen. Porträtiert werden große Labels und weltweit agierende Unternehmer und Designbüros. Es geht aber nicht nur um Glanz und Höhepunkte, sondern auch um den Reiz des Alltags, das Lebensgefühl in der neuen und der alten Hauptstadt Polens etwa und die Frage, warum immer mehr Polen Fashion in Altkleidistan erwerben. (Mehr Infos unter www.polenplus.eu)

LT: Zappa im Anflug

Ein Duplikat der Bronzestatue von Frank Zappa ist auf dem Weg von Vilnius in seine Geburtsstadt nach Baltimore. Dies sei ein Dankeschön dafür, dass die Stadt eine so große Persönlichkeit hervorgebracht habe, so Saulis Paukstys, Vorsitzender des lokalen Fanclubs in Vilnius. Zappa hat in Litauen eine große Fangemeinde und wurde von vielen künstlerischen Freiheitsbewegungen in der früheren Sowjetunion als Inspiration betrachtet. Nach vielen Jahren konnten beide Seiten nun von der Aktion überzeugt werden, ebenso die Bürgermeister beider Städte. Die Statuen werden am 21. Dezember, dem Geburtstag Zappas, enthüllt. (Quelle: Baltic Times)

[5. Mai]

Re:New - Forum für digitale Kunst

Re:New 2008 ist eine Kombination aus Festival und Konferenz zur digitalen Musik, Kunst, Technologie und Forschung. An dem jährlichen Festival, das 2008 vom 19.-23. Mai in Kopenhagen stattfindet, nehmen nordische Künstler, Netzwerkpartner und Forscher teil. Neben einer Konferenz gibt es Ausstellungen, Konzerte, Video-Vorführungen, Workshops und Wettbewerbe. Der Schwerpunkt liegt auf der praktischen und künstlerischen Anwendung der neusten technologischen Entwicklungen und wissenschaftlichen Grübeleien. Die Vison, die hinter Re:New steht, ist die Etablierung einer langjährigen nordischen Zusammenarbeit auf diesem Gebiet. Ziel ist die kulturelle Erneuerung sowie neue und lustige Kunst im Zusammenspiel mit Forschung und Ausbildung zu präsentieren, um so Vorurteile gegenüber den neuen Technologien abzubauen. (Quelle: Norden i veckan)

Mehr Informationen auf Englisch gibt es unter http://www.re-new.dk.

[2. Mai]

SE: Gleichberechtigung an der Fußgängerampel

In Schweden naht das Ende der Geschlechterdiskriminierung an den Fußgängerampeln. In Zukunft soll das auch ein Ampelfrau-Signal eingesetzt werden können. Die schwedische Regierung beschloß, dass das Signal "Fru Gåmand" (Frau Gehmännchen) entweder alleine oder zusammen mit "Hr. Gåmand", dem jetzigen Signal, angezeigt werden soll. Bis Oktober soll das Strassenverkehrsamt ein Signal designen, das nach Neujahr 2008/2009 einsatzbereit sein soll. Der Regierungsbeschluss wurde verabschiedet, nachdem mehrere Kommunen im Namen der
Gleichstellung begonnen hatten, "Gådame-Signale" zu installieren. (Politiken)

SE: Schwedens Bildungsminister Leijonborg in Berlin

Vom 5. bis 6. Mai kommt der schwedische Bildungsminister Lars Leijonborg nach Berlin, um am ersten Treffen der Bildungsminister im ASEM-Dialog teilzunehmen. Das unter dem Motto „Zukunftsorientierte Bildung und Ausbildung – gemeinsame Perspektiven asiatischer und europäischer Partner“ stehende Treffen wird die Hochschulzusammenarbeit und die Arbeitsmarktorientierung von Bildung und Ausbildung behandeln. (Schwedische Botschaft in Berlin)

SE: „Jacksons“ – Skandinavisches Design nun auch in Berlin

Das Gründerpaar der führenden Stockholmer Galerie „Jacksons“ - Carina und Paul Jackson - sammelt seit fast 30 Jahren hochqualitatives skandinavisches Design des 20. Jahrhunderts. Designmöbel und Objekte anspruchsvollen Niveaus aus dieser Sammlung werden nun auch am neuen Berliner Standort im Galerienhaus Lindenstrasse, Lindenstr. 34, in Berlin-Kreuzberg zu bewundern sein. Die neue Galerie öffnet am Freitag, dem 2. Mai, um 11.00 Uhr erstmalig ihre Tore. Neben der laufenden Ausstellung sind auch thematische Präsentationen geplant, so wird beispielsweise – in Kooperation mit der schwedischen Botschaft – im August/September dem schwedisch-österreichischen Architekten Joseph Frank eine Ausstellung gewidmet. (Schwedische Botschaft in Berlin)

[29. April]

DK: Neue Nummer des Danish Literary Magazine

Die erste Nummer des Danish Literary Magazin ist seit Mitte April online. Das Danish Literary Magazine ist ein englischspachiges Web-Magazin über dänische Literatur. Besprochen werden u. a. neue Romane, Wiederauflagen von Klassikern und Fachliteratur. Außerdem gibt es einen Überblick über die Literatur des Jahres 2007. Das Danish Literary Magazine wird von Kunstrådets Litteraturudvalg herausgegeben.
(Quelle: www.kunst.dk)

DK: Neuer Film von Simon Stahos hatte im April Premiere

Simon Stahos Film 'Himlens hjerte', ein Ehedrama, wird von dänischen Kritikern hochgelobt.
Stahos, auch die "junge Antwort Dänemarks auf Ingmar Bergmann" genannt, debütierte 1998.
Alle seine Filme fanden die Anerkennung der Kritiker, die Besucherzahlen allerdings hielten sich bislang in Grenzen. Das könnte sich mit dem neuen Film ändern.
(Quelle: www.politiken.dk | www.information.dk)

[27. April]

IS: Gastland der Buchmesse 2011

Island wird im Jahr 2011 Gastland der Frankfurter Buchmesse. Dies wurde am Freitag in Reykjavik besiegelt. Auch wenn Island einer der kleinensten Buchmärkte der Welt ist, so ist das Land sehr produktiv, mit einer Buchproduktion von rund 2000 Titeln pro Jahr. Island hatte sich bei seiner Bewerbung gegen Finnland durchgesetzt. (Quelle: Frankfurter Buchmesse)

Weitere Informationen: www.buchmesse.de

[26. April]

LV: Ministerin tritt zurück

Die Ministerin für E-Governance wurde zum Rücktritt gezwungen, nachdem heraus kam, dass sie für ihre private Geburtstagsparty Staatsgelder verwendet hatte. Ina Gudele, Sonderbeauftragte für elektronische Regierungsangelegenheiten und Mitglied der Grünen/Bauernunion, reichte ihre Rücktrittserklärung am 21. April ein. Berichten zufolge verschwand sie von einer Regierungssitzung während der Pause, legte ihre Rücktrittserklärung auf den Schreibtisch des Premierministers und verließ das Gebäude ohne Erklärung an die Presse. (Baltic Times)

[22. April]

DK: Literaturpreis für Jens Smærup Sørensen

Am 20. April erhielt Jens Smærup Sørensen den Romanpreis von Danmarks Radio für seinen Roman "Mærkedage". Bereits im Februar war der jütländische Autor für sein Buch über die Auflösung der Bauernkultur in der modernen Welt mit dem Buchhändlerpreis "Det Gyldene Laurbær" ausgezeichnet worden. Nun folgte die nächste Ehrung für das "meisterlich komponierte Leseerlebnis" des 61-Jährigen. Der Literaturpreis, der zum zehnten Mal vom Dänischen Radio verliehen wurde, ist mit 25.000 Kronen dotiert. (Politiken)

[16. April]

DK: Hochzeit im dänischen Königshaus

Am 24. Mai heiratet der dänische Prinz Joachim seine Verlobte Marie Cavallier. Die Trauungszeremonie findet in der Kirche des südjütländischen Møgeltønder unter Leitung von Bischof Erik Norman Svendsen statt. Die anschließende Hochzeitsfeier im privaten Kreis wird auf Schackenborg, dem Wohnsitz des Prinzen, begangen. Die Französin Marie Cavallier ist die zweite Frau des Bruders von Kronprinz Frederik. Seine erste Ehe mit Alexandra Manley, mit der Prinz Joachim zwei Kinder hat, wurde nach zehn Jahren geschieden. (Visit Danmark)

DK: Vier neue Nationalparks

Dänemark erhält im Herbst vier neue Nationalparks. Nach dem ersten Nationalpark im nordjütländischen Thy, der im vergangenen Jahr ausgewiesen wurde, hat das Kopenhagener Umweltministerium nun landesweit weitere typische Natur- und Kulturlandschaften unter besonderen Schutz gestellt. Hierzu gehören die von der Eiszeit geprägte Hügellandschaft des Nationalparks Mols Bjerge in Ostjütland bei Århus, das von Wäldern und Schlössern durchzogene Nordseeland der Könige nördlich von Kopenhagen, das Vogel- und Robbenparadies des Wattenmeers zwischen deutscher Grenze und Rømø sowie das renaturierte Flusstal der Skjern Å in der Kommune Ringkøbing-Skjern. (Visit Danmark)

[8. April]

G+J International: Start von GEO in Estland, Lettland und Litauen

Gruner + Jahr setzt den Expansionskurs von GEO fort. Das Reportagemagazin erscheint erstmals im Mai mit lokalen Ausgaben in Estland, Lettland und Litauen. Damit wird die Zeitschrift GEO in 20 Ländern weltweit publiziert. Die Grundlage ist auch in den baltischen Staaten das zentrale Redaktions- und Verlagskonzept von GEO International in Hamburg. Als Lizenzpartner ist Lilita Publishing einer der führenden Verlage der Region mit mehr als 20 starken lokalen aber auch internationalen Magazinen wie "FHM", "Cosmopolitan" und "Joy". (www.dailynet.de)

[April]

NO: Nationaloper in Oslo wird eröffnet

Am 12. April wird die neue Nationaloper in Oslo (KULTURHUS BERLIN berichtete) mit einer großen Galavorstellung feierlich eröffnet. Am 15. Juni 1999 entschied das norwegische Parlament, Stortinget, ein neues Opernhaus in Bjørvika in Oslo zu bauen. Das Architekturbüro Snøhetta überzeugte mit einem spektakulären Entwurf eines Gebäudes, das einem aus dem Wasser herausragenden Eisberg gleicht und ging damit als Sieger eines international ausgelobten Wettbewerbs hervor. Die Arbeiten begannen 2003, und am 7. Januar 2008 konnten die Nutzer in die neue Oper am Kirsten Flagstads Platz 1 am Oslofjord einziehen. Die Oper ist das größte Kulturgebäude, das seit dem Nidarosdom zu Trondheim in Norwegen gebaut wurde. (Quelle: Norwegische Botschaft)

DK/SV: Dänische und Schwedische Post fusionieren

Wie das Dänische Transportministerium mitteilte, wird Post Danmark A/S wird mit der schwedischen Posten Sverige A/B fusionieren. Der Hauptsitz der Gesellschaft soll in Stockholm sein, die nationalen Betriebsstandorte in Dänemark sollen erhalten bleiben. In der neuen Gesellschaft arbeiten 50 000 Mitarbeiter. (Quelle: Danmarks Radio)

SV: Vin & Sprit wird französisch

Für den Verkauf des traditionsreichen schwedischen Staatskonzerns Vin & Sprit erhält der schwedische Staat 5,626 Milliarden Euro. Der neue Eigentümer ist Pernod Ricard aus Frankreich, einer der weltweit wichtigsten Wein- und Spirituosenanbieter. Der weltberühmte Absolut Vodka wird die größte Einzelmarke des französischen Alkoholriesen. Um Vin & Sprit hatten sich insgesamt fünf Konkurrenten beworben, darunter die dänische Carlsberg Brauerei. (Quelle: Dagens Nyheter)

NO: Filme auf Lateinamerika-Tournee

Mit den Filmen „Heftig og begeistret“ und „Elling", die innerhalb kürzester Zeit zu großen Kinoerfolgen in Norwegen wurden, startete im März in Havanna auf Kuba eine Tournee des Norwegischen Filminstituts durch Lateinamerika. Gezeigt wird eine Vielzahl neuer norwegischer Filme, die danach in Nikaragua, Argentinien, Uruguay, Chile, Mexiko und Venezuela zu sehen sind. Ein Extra-Programm wird es in Brasilien geben. (Quelle: Norwegisches Filminstitut)

SV: 13 neue Wallander-Filme

Wie die Produktionsgesellschaften TV4 und Yellow Bird bekanntgaben, sollen dreizehn neue Filme, geschrieben von Henning Mankell, gedreht werden. Die ARD wird mit DEGETO das Projekt von deutscher Seite unterstützen. Drehbeginn, der neuen Filme aus Ystad soll im Sommer sein. Krister Henriksson wird wieder den Kommissar Wallander spielen. Die Besetzung der weiteren Rollen wird demnächst bekanntgegeben. (Quelle: Norwegisches Filminstitut)

DK: Besucherrekord für neuen dänischen Film

In Dänemark feiert der Film "Flammen og Citronen" einen gigantischen Erfolg. Mehr als 92 000 Dänen gingen am letzten März-Wochenende ins Kino, um den Film zu sehen, der am 28. März startete. Der 45 Millionen Kronen teure dänische Film erzählt die Geschichte zweier Dänen, die während der deutschen Besatzung in der Widerstandsorganisation "Holger Danske gruppen" gegen die Besatzungsmacht kämpfen. Die Filmgesellschaft rechnet damit, dass insgesamt mindestens eine halbe Million Tickets verkauft werden. (Quelle: Berlingske Tidende)

[28. März 2008]

Skandinavische Autoren nominiert für den Los Angeles Times Book Prize

Åke Edwardsons Roman "Himlen är en plats pa jorden" ("Der Himmel auf Erden") und Karin Fossums Buch "Älskade Poona" ("Stumme Schreie") sind in der Sparte Kriminalliteratur (”Mystery and Thriller”) nominiert. In der Belletristik ist der Roman "Ut och stjärla hästar" ("Pferde stehlen") des norwegischen Autors Per Petterson nominiert.

Die Los Angeles Times ist eine der auflagenstärksten Tageszeitungen der USA. Seit 1980 wird der Preis in neun Sparten vergeben, in jeder Sparte gibt es fünf Nominierungen. Am 25. April wird er im Rahmen des Los Angeles Times Festival of Books – dem größten amerikanischen Literaturfestival – verliehen.

(Quelle: SvB direkt – www.svb.se; Los Angeles Times Book Prizes - www.latimes.com)

[28. März 2008]

Lilja 4-ever – Uraufführung in den Münchner Kammerspielen

Der erfolgreiche und mit mehreren Preisen ausgezeichnete schwedische Film Lilja 4-ever von Lukas Moodyson findet den Weg auf die Bühne.

Am 15. April wird das Stück unter der Regie von Roger Vontobel uraufgeführt. 2006 wurde Roger Vontobel von Theater heute zum Nachwuchsregisseur des Jahres gewählt und erhielt den Preis für Junge Regie, der im Rahmen des Gertrud-Eysoldt-Preises vergeben wird.

Weitere Informationen: www.muenchner-kammerspiele.de

[28. März 2008]

Björn Runeborg erhält den "Romanpreis des Schwedischen Radios 2008"

Für seinen Roman "Dag" ("Tag") erhält Björn Runeborg den diesjährigen Romanpreis des Schwedischen Radios. Sein Buch wurde unter sechs nominierten Romanen ausgewählt. Die Begründung der Jury lautet: "Es ist eine einfühlsame Schilderung der menschlichen Suche nach Sinn und Wegen. Björn Runeborg schreibt mit Respekt für seine Figuren und seine Leser."

Der Preis wurde in diesem Jahr zum 15. Mal vergeben und ist mit 30.000 SKR dotiert. Eine Gruppe von Kritikern nominiert sechs schwedische Neuerscheinungen des vergangenen Jahres. Diese Romane werden von einer Hörerjury, die jedes Jahr neu bestimmt wird, gelesen und im Radio diskutiert.

Björn Runeberg, 1937 geboren, debütierte 1962 mit dem Roman "Utflykten" als Schriftsteller. Neben Romanen schrieb er auch Dramatik für Theater, Radio und Fernsehen.

(Quelle: Dagensbok.com / sr.se)

[26. März 2008]

Neue Nationalparks in Dänemark

Vier neue Nationalparks bewahren Dänemarks typische Natur
Dänemark erhält im Herbst vier neue Nationalparks. Nach dem ersten Nationalpark im nordjütländischen Thy, der bereits im vergangenen Jahr ausgewiesen wurde, hat das Kopenhagener Umweltministerium jetzt landesweit weitere typische Natur- und Kulturlandschaften unter besonderen Schutz gestellt. Die Nationalparks sind: Die sanfte Hügellandschaft der Mols Bjerge in Ostjütland, das Nordseeland der Könige nördlich von Kopenhagen, das dänische Wattenmeer an der Nordseeküste zwischen deutscher Grenze und der Urlaubsinsel Rømø sowie das renaturierte Flusstal der Skjern Å in der Kommune Ringkøbing-Skjern. (Quelle: Dänisches Fremdenverkehrsamt)

[26. März 2008]

Urlaub machen wie Dänemarks Schauspieler

Urlaub machen wie einst die Schauspieler des Königlichen Theaters Kopenhagen können Dänemarkreisende jetzt in Marielyst. Im dänischen Seebad an der Ostküste der Insel Falster bieten fünf neue Ferienwohnungen im ehemaligen "Rekreationsheim des Dänischen Schauspielerbundes" den Rahmen für Freizeitgenuss der Extraklasse. Die Ferienwohnungen bieten Platz für zwei Personen und sind mit skandinavischen Designermöbeln, Flachbildschirm und Internetanschluss komplett ausgestattet. (Quelle: Dänisches Fremdenverkehrsamt)

[23. März 2008]

LI: Vilnius - Europäische Kulturhauptstadt 2009

2009 ist Vilnius Europäische Kulturhauptstadt und Litauen feiert 1000 Jahre seit der Erwähnung in den historischen Chroniken.
Dies ist das erste Europäische Kulturhauptstadt Programm, das die Ideen der Kunstrichtung Fluxus aufgreift. Das Konzept von Fluxus basiert auf der Idee von George Maciunas, dass Kunst und Leben untrennbar sind, Kunst muss nicht kommerziell sein, Kunst ist verständlich und zugänglich für alle Menschen. Mit seinem vielfältigen und innovativen Kulturprogramm will Vilnius möglichst viele Menschen ansprechen und einladen mitzumachen. Verschiedene Projekte wurden ins Leben gerufen, hier drei davon:

    1. "World at the Dawn of the Twenty-First Century" ist ein audiovisuelles Projekt, in dem moderne Technologien und Jazz mit Videoprojektionen der Kunst von Mikalojus Konstantinas CIurlionis Creation of the World verquickt werden.

    2. Das "Haiku Gedicht-Projekt" spricht alle sozialen Gruppen an. Alle sind aufgefordert, Dreizeiler über Vilnius zu "komponieren". Über 1000 Dreizeiler wurden schon gesammelt.

    3. Durch das "Vilnius-Botschafter"-Projekt sind alle Litauer und Litauerinnen, die im Ausland leben, aufgefordert "Vilnius- Botschafter/in" zu sein und alle einzuladen Vilnius und Litauen zu besuchen.

Weitere Informationen: www.culturelive.lt (Quelle: Baltikum News März 2008)

[23. März 2008]

OSTSEE: Øresundregion feiert 2008 den Frieden von Roskilde

Vor 350 Jahren verlor das Königreich Dänemark-Norwegen die südschwedischen Regionen Schonen, Halland und Blekinge an Schweden. Den Auftakt zum gemeinsamen Jubiläum macht die jetzt eröffnete Sonderausstellung „Der Frieden von Roskilde“ im kulturhistorischen Roskilde Museum, das Hintergründe des für beide Seiten einschneidenden Ereignisses zeigt.

In Roskilde – Jahrhunderte lang Sitz der dänischen Könige – endete im Februar 1658 formell der Krieg der zwischen Dänemark und Schwedens König Karl Gustav X. Über den Friedensschluss hinaus beleuchtet die bis 5. Mai dieses Jahres dauernde Ausstellung auch den 1675 beginnenden Schonischen Krieg und wirft einen Blick auf die Øresundregion von heute.
Bis Dezember finden zwischen Roskilde, Helsingør, Südschweden und Bornholm ferner zahlreiche Veranstaltungen, Vorträge und Sonderschauen zum Thema statt. So ist beispielsweise in Malmö seit Anfang März die Ausstellung „Auf Geheiß des Königs – die schonischen Kriege im 17. Jahrhundert“ zu sehen. Und das Museum Kulturen in der Universitätsstadt Lund wirft einen Blick auf das „Lund nach 1658“.

Das komplette Jubiläumsprogramm in dänischer bzw. schwedischer Sprache unter www.roskildefreden.dk und www.roskildefreden.se. Weitere Information: Roskilde Museum, Sankt Ols Gade 18, DK-4000 Roskilde, Tel. 0045 / 4631 6500.

Allgemeine Øresund-Info: www.visitoresund.info/content/de.

[19. März 2008]

EE: Estnische Insel Hiiumaa: Projekt für den Erhalt historischer Leuchttürme

Eine Bürgerinitiative der Bewohner der estnischen Insel Hiiumaa hat eine "Leuchtturm Gesellschaft" für den Erhalt dieser einmaligen Gebäude gegründet. Bisher sind nur die Leuchttürme von Kopu, Ristna und Tahkuna öffentlich zugänglich. Zusammen mit der Universität von Turku (Finnland) wird ein Projekt entwickelt: die touristische Nutzung von Leuchttürmen. Weitere Informationen: www.hiiumaa.ee (Quelle: Baltikum News März 2008)

[19. März 2008]

LI: Vilnius: Neues Produkt - "Zurück in die Sowjetzeit"

"1984. The Drama of Survival" ist der Name eines Produkts, das im Dezember 2007 ins Leben gerufen wurde. 25 km vor den Toren von Vilnius kann man sich für zwei Stunden in einem Labyrinth aus Gängen in zwei unterirdischen Stockwerken auf einem Areal von 3000 qm in die Sowjetzeit zurückversetzen lassen. Zum Programm gehören KGB Verhöre, das Zusammenbauen eines Kalashikovs, sowjetische Tänze mit sowjetischem Kantinen-Essen.
Weitere Informationen: www.vilnius-tourism.lt/index.php/en/53642 (Quelle: Baltikum News März 2008)

[18. März 2008]

SE: Astrid-Lindgren-Preis für australische Autorin Hartnett

Der Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis geht 2008 an die australische Autorin Sonya Hartnett.
Die 39-Jährige sei eine der wichtigsten treibenden Kräfte bei der Erneuerung des modernen
Jugendromans, begründete die schwedische Jury ihre Entscheidung. Hartnett verfüge über
«sprachliche Virtuosität und eine brillante Erzähltechnik».

Schon mit 15 Jahren veröffentlichte Hartnett ihren ersten Roman. Seither hat sie 18 Bücher
für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geschrieben. Ihre Werke seien «eine Kraftquelle»
und die Autorin spare darin auch die dunklen Seiten des Lebens nicht aus, erklärte die Jury.
Hartnetts Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, darunter auch Deutsch. Der
Astrid-Lindgren-Preis ist mit fünf Millionen Kronen (532.000 Euro) dotiert und wurde nach
dem Tod der Schriftstellerin 2002 von der schwedischen Regierung ins Leben gerufen. Er gilt
als der größte Kinderbuchpreis. Die diesjährige Auszeichnung übergibt Kronprinzessin
Victoria am 28. Mai in Stockholm. (Quelle: http://www.abendblatt.de)

[17. März 2008]

EE: Rollendes Kino

In Estland geht man nicht nur ins Kino, dort kommt das Kino auch zu seinen Besuchern. Ein "Kinobuss" nach Art des ehemaligen Wanderkinobusses fährt mit den für die Vorführung benötigten Mitarbeitern, der Technik und den bestellten Filmen zum Spielort. Der Auftraggeber muss nur den Ort der Vorführung zur Verfügung stellen, für die Bezahlung aufkommen und, falls verabredet, Übernachtungsmöglichkeiten oder anderes zur Verfügung stellen. Zusätzlich zu Filmvorführungen bietet der Kinobuss auch Filmworkshops an, durch die das Interesse der Kinder für Filme durch die Anleitung zum Filmemachen gesteigert werden soll. Der Kinobuss besucht zumeist ländliche Gebiete und Kleinstädte, wo es kein ortsfestes Kino mehr gibt oder nie gegeben hat. Die bekannteste Veranstaltung des Kinobuss ist die in jedem Sommer stattfindende Tour durch ganz Estland. Während der Sommertour fährt der Bus durch alle Landkreise und in jedem Landkreis wird an einem Abend eine große Volksveranstaltung veranstaltet. In mehreren Zelten werden kostenlos sowohl estnische als auch ausländische Filme gezeigt. Die Kinder können an Filmworkshops teilnehmen.

Der im Jahr 2001 gegründete Kinobuss hat bisher sechs Sommertouren durchgeführt. Von Jahr zu Jahr ist die Zahl von Publikum und kleinen Filmemachern, aber auch der vorgeführten Filme immer größer geworden. Mehr Informationen unter www.kinobuss.ee.

[17. März 2008]

Finnlines bringt Passagiere nach Malmö

Auf der Strecke Travemünde –Malmö nimmt Finnlines in Zukunft auch Fahrgäste mit. An Bord der Schiffe sei Platz bis zu 500 Passagiere und Fahrzeuge, sagte eine Sprecherin der die Reederei in Lübeck.

Während der neunstündigen Überfahrt können die Fahrgäste auch das Büfettrestaurant, eine Sauna und einen Kinderspielbereich nutzen. Angeboten wird die Verbindung viermal am Tag.

Finnlines hatte die Strecke nach Malmö im Juni 2007 eingeführt, zunächst aber als reine Frachtverkehrsverbindung betrieben. Nach eigenen Angaben ist Finnlines der einzige Anbieter einer Fährverbindung von Deutschland direkt in den Hafen von Malmö. (Quelle: Kölnische Rundschau)

[14. März 2008]

BALT: Fachpersonal fehlt

Ob Landtechnik, Großhandel, Bürobau oder Rechtsberatung: Deutsche Unternehmen haben die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen bereits als lohnende Standorte für sich entdeckt, wie das "Handelsblatt" berichtet. Seit einigen Jahren glänzten die drei kleinen Länder mit realen Wachstumsraten von jährlich bis zu elf Prozent. "Und obwohl der Wirtschaftsboom mit einem stark steigenden Preisniveau einhergeht, scheinen die Rahmenbedingungen für deutsche Unternehmen zu stimmen." schreibt die Zeitung. Einer aktuellen Umfrage der Deutsch-Baltischen Handelskammer (DBHK) zufolge, die in den drei Ländern agiert, beabsichtigten 70 Prozent aller befragten Unternehmen mit deutschem Hintergrund, ihre Aktivitäten in der Region fortzusetzen und gegebenenfalls auszuweiten. Doch neben vielen Chancen gebe es an der Ostsee auch Herausforderungen. Danach klagen deutsche Firmen vor allem über fehlende Fachkräfte. (Quelle: Handelsblatt)

Weitere Informationen unter www.handelsblatt.com

[14. März 2008]

DK: Dänische Lehramtsstudierende haben keine Lust auf Deutsch

Dänisch und Mathematik sind bei den dänischen Lehramtsstudierende sehr beliebt, während andere Fächer wie Deutsch, Französisch und Chemie/Physik nur wenig Anklang finden. Nur sieben Prozent der Studierenden wählen ein Naturfach, wie folkeskolen.dk mitteilt. Besonders die kleinen Fächer wie Deutsch oder Geographie leiden. Die Zusammenlegung von Chemie/Physik und Natur/Technik zu einem "Naturfach" sieht Kaj Pedersen vom Lehrerseminar in Kopenhagen als ein Hauptproblem an. Sie könnte viele daran hindern, sich für ein naturwissenschaftliches Fach zu entscheiden, wenn sie statt einem gleich zwei wählen müssten.

Die Lehrerausbildungsstätten kämpfen darum, weiterhin alle Ausbildungsfächer anbieten zu können, was an vielen Orten aufgrund von mangelnder Nachfrage ökonomisch nicht möglich
ist. (Quelle: Politiken)

[12. März 2008]

Geldnot: Schwedens Kunstakademie will Rembrandt verkaufen

Die schwedische Kunstakademie will mit dem Verkauf eines berühmten Rembrandt-Bildes ihre chronische Geldnot beheben. Wie Akademie-Chef Olle Granath der „Svenska Dagbladet“ mitteilte, hofft die Akademie für das drei Meter breite und zwei Meter hohe Ölgemälde „Der Treueeid der Bataver für Claudius Civilis“ aus den Jahren 1661/1662 300 Millionen Kronen (32,1 Millionen Euro) zu bekommen. „Man kann nicht sagen, dass wir uns das Geld ausgegangen ist. Wir haben nie welches gehabt. Nach diesem Verkauf könnten wir von den Zinsen leben“, sagte Granath.

Als Bedingung hat die Akademie sich ausbedungen, dass die neuen Besitzer das Werk des 1669 mit 63 Jahren gestorbenen niederländischen Malers dem Stockholmer Nationalmuseum schenken. Es hängt dort seit 1866 aus. Wegen der für Kaufinteressenten nicht unerheblichen Einschränkung begnüge man sich auch mit weniger als der Hälfte des Versicherungswertes von 750 Millionen Kronen, sagte Granath.

Das Bild war der Kunstakademie 1798 von der Adelsdame Anna Johanna Grill überlassen worden, als sie Mitglied wurde. Sie erfüllte damit eine Aufnahmebedingung, wonach neue Mitglieder der Akademie mindestens ein Werk aus ihrer eigenen Kunstsammlung überlassen müssen. (Quelle: http://www.derwesten.de)

[12. März 2008]

Munch-Museum restaurierten «Schrei» und «Madonna»

Knapp vier Jahre nach dem Raub der weltberühmten Bilder «Der Schrei» und «Madonna» von Edvard Munch (1863-1944) präsentiert das Osloer Munch-Museum die restaurierten Kunstwerke im Frühsommer der Öffentlichkeit. Wie das Museum am Dienstag ankündigte, sollen die derzeit noch nicht ganz wiederhergestellten Bilder im Mittelpunkt einer Sommerausstellung vom 23. Mai bis 26. September stehen.

«Der Schrei» und «Madonna» wurden am 22. August 2004 von bewaffneten und maskierten Männern vor zahlreichen Augenzeugen aus dem für Besucher geöffneten Museum geraubt und dabei erheblich beschädigt. Sie tauchten erst zwei Jahre später wieder auf. Für die Tat, deren Hintergründe bis heute nicht vollständig aufgeklärt sind, wurden drei Norweger zu Haftstrafen zwischen sechs und zehn Jahren verurteilt. Der Schätzwert der beiden Bilder, die als Hauptwerke des Frühimpressionismus gelten, liegt bei zusammen etwa 90 Millionen Euro.

Sie waren im September 2006 vor Beginn der Restaurierungsarbeiten bereits kurz für das Publikum zu sehen. Das Munch-Museum wurde nach dem spektakulären Raub komplett umgebaut und massiv mit zusätzlichen Sicherheitseinrichtungen ausgestattet. (Quelle: Tagesspiegel.de)

Berlin, Hauptstadt von Dänemark?

Artikel von Jennifer Allen in der Zitty

[7. März 2008]

Dänin Aidt erhält Nordischen Literaturpreis 2008

Die dänische Lyrikerin und Erzählerin Naja Marie Aidt (44) erhält den Nordischen Literaturpreis 2008 für ihren Novellenband «Bavian» («Pavian»). Aidt schreibe mit einem «schönen und doch unheilschwangeren Realismus, der der Wirklichkeit versteckte Töne entlockt, so dass man die Möglichkeit unendlich vieler Katastrophen im Alltag erkennt», hieß es in der Begründung bei der Bekanntgabe am Freitag in Stockholm.

Die 1963 auf Grönland geborene und im Wechsel zwischen der Polarinsel und Dänemark aufgewachsene Aidt debütierte 1991 mit einer Gedichtsammlung. Auf Deutsch erschienen bisher 2001 mit «Wasserzeichen» (Suhrkamp) und 2003 unter dem Titel «Zugang» (Achilla Presse) zwei Bände mit Erzählungen. In Dänemark sind acht Gedicht- und drei Novellensammlungen erschienen.

Der Nordische Literaturpreis ist mit umgerechnet 47 000 Euro (350 dänische Kronen) dotiert. Juroren aus den fünf Mitgliedsländern des Nordischen Rates (Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden) nominieren je zwei Autoren des eigenen Landes mit einer aktuellen Veröffentlichung. Hinzu kommt je ein Vorschlag aus Grönland, von den Färöer und für die samische Urbevölkerung aus Nordskandinavien.

Aidt erhält ihren Preis Ende Oktober bei der 60. Herbstsession des Nordischen Rates in Helsinki. (Quelle: amerikawoche.com)

[7. März 2008]

Vanhanen verliert vor Gericht gegen Ex-Geliebte als Klatschautorin

Finnlands Ministerpräsident Matti Vanhanen hat einen Gerichtsstreit über das «Enthüllungs»-Buch seiner 16 Jahre jüngeren Ex-Geliebten Susan Ruusunen verloren. Das Amtsgericht Helsinki wies die Klage des liberalen Politikers zurück. Vanhanen hatte Ruusunens Veröffentlichung über die gemeinsame Affäre vor zwei Jahren eine Verletzung seiner Intimsphäre angesehen.

Ruusunen hatte in dem Buch «Paaministerin morsian» («Die Braut des Ministerpräsidenten») neben allerlei Sex-Details auch die Anbahnung der Liebschaft durch den frisch geschiedenen Vanhanen per Internet-Dating geschildert. Beendet haben soll er sie dann einige Monate später per SMS. Vanhanens Popularität in der Bevölkerung stieg bei Umfragen sichtlich an, als seine privaten Anstrengungen für eine neue Zweierbeziehung von der Ex-Freundin publik gemacht wurden.

Ruusunen entschuldigte sich später beim Regierungschef in einem «offenen Brief» für das Buch, wurde aber dennoch zusammen mit ihrem Verlag von Vanhanen verklagt. Nach dem nicht einstimmig gefassten Urteil in erster Instanz kündigte Finnlands Regierungschef sofort Berufung an. (Quelle: Amerikawoche.com)

[3. März 2008]

Iran verbietet Reise von Palme-Preisträgerin Ardalan nach Schweden

Die iranische Polizei hat die Ausreise von Parvin Ardalan nach Schweden blockiert. Hier sollte die Frauenrechtlerin den Olof-Palme-Preis bekommen. Wie Ardalan am Dienstag von Teheran aus berichtete, hatten Beamte sie und ihre Schwester am Sonntag zum Verlassen einer schon startbereiten Maschine der Fluggesellschaft Air France gezwungen. Ardalan wurde ohne Angabe von Gründen mit einem Ausreiseverbot für 72 Stunden sowie einer Meldepflicht belegt.

Ardalan bekommt den Olof-Palme-Preis für ihren Einsatz für die Rechte von Frauen im Iran. Der Preis ist mit 75.000 Dollar (51.500 Euro) dotiert.

Das schwedische PEN-Zentrum protestierte gegen das Ausreiseverbot und erklärte, es dürfe Teheran nicht gelingen, die Stimme Ardalans zum Schweigen zu bringen. Die Journalistin hatte Mitte der 90er Jahre mit anderen Iranerinnen ein Frauen-Kulturzentrum gegründet und gibt unter anderem die erste Frauenzeitung des Landes im Internet heraus. (Quelle: Spiegel)

März 2008

NO: Internationale Saatgutbank auf Svalbard

Norwegens Ministerpräsident Jens Stoltenberg hat das "Svalbard Global Seed Vault" eröffnet. Das globale Saatgutlager liegt auf der Insel Svalbard (Spitzbergen) und soll ein weltweit wichtiger Beitrag zum Kampf gegen Hunger und Armut in den Entwicklungsländern sein. Die mit Wissenschaftseinrichtungen in aller Welt kooperierende Saatgutbank soll die genetische Vielfalt an Lebensmittelgewächsen für zukünftige Generationen sichern, um dem drohenden Verlust der biologischen Vielfalt zuvorzukommen. Die "moderne Ausgabe der Arche Noah" liegt etwa 130 Meter tief im Gebirge, einige Kilometer von Longyearbyen entfernt und beherbergt insgesamt 12 Tonnen Saatgut.
(Quelle: Norwegische Botschaft/F.A.Z.)

DK/SV: Geliebte Hörbücher

In Dänemark sind Hörbücher erfolgreicher denn je. 2007 stieg die Anzahl verkaufter Exemplare im Vergleich zum Vorjahr um 75 Prozent. Nach Angaben der Verlegervereinigung entsprach der Umsatz damit etwa 40 Millionen Kronen in Dänemark. Einen noch besseren Stand allerdings haben Hörbücher in Deutschland und Schweden. In Schweden wurden 2006 etwa 185 Millionen schwedische Kronen für Hörbücher ausgegeben.
(Quelle: Danmarks Radio)

DK: Neues Schauspielhaus in Kopenhagen eröffnet

Am 16. Februar wurde das neue Schauspielhaus in Kopenhagen eingeweiht. Das von Architekturkritikern gelobte Gebäude der dänischen Architekten Boje Lundgaard und Lene Tranberg wurde innerhalb von drei Jahren erbaut und liegt direkt am Wasser, gegenüber der neuen Oper, in unmittelbarer Nähe des touristisch geprägten Nyhavn und dem königlichen Schloß Amalienborg. Mit seinen drei Bühnen wird das Skuespilhus insgesamt etwa 1000 Gästen Platz bieten.

Bei der Eröffnung wurde dem hochkarätigen Premierenpublikum, darunter in erster Reihe Regierungschef Anders Fogh Rasmussen, das Schauspiel "Hamlet" präsentiert. Als weiteres aktuelles Stück wird bis zum 17. März die Urpremiere von "Sult" (Hunger), einem Stück des norwegischen Autors und Dramatikers Jon Fosse nach dem Roman von Knut Hamsun gezeigt.
Mehr Infos unter www.skuespilhus.dk
(Quelle: Politiken)

SV: Dramaten feiert 100 Jahre

Das Gebäude des Königlich Dramatischen Theaters (Kungliga Dramatiska Teatern) – kurz Dramaten – feiert in diesem Jahr sein 100jähriges Bestehen. Das Haus, das speziell für das bereits 1788 gegründete Theater entworfen und erbaut wurde, ist seit seiner Fertigstellung Anfang 1908 Heimstatt des wichtigsten Stockholmer Theaters. Eingeweiht wurde Dramaten im Februar 1908 mit August Strindbergs Drama "Meister Olof". Zu Ehren des Jubiläums werden im Dramaten in diesem Jahr zahlreiche skandinavische Klassiker aus dieser Zeit aufgeführt.
Weitere Infos unter www.dramaten.se

BALT: 2008 jazzt das Baltikum

In den drei baltischen Ländern finden in diesem Jahr zahlreiche Internationale Jazz-Festivals statt. Seit Jahrzehnten präsentiert sich die Jazz-Avantgarde beim "Vilnius Jazz Festival", das als eines der bedeutendsten Jazz Festivals in Osteuropa gilt. Im Sommer steigen unzählige Open Air Jazz Konzerte, darunter das alternative Jazzfestival auf der Insel Muhu in Estland. Zum Jahresausklang bietet der internationale Weihnachtsjazz in Tallinn eine besondere Atmosphäre in Kaffeehäusern, Konzertsälen und Kirchen.
Weitere Infos unter www.baltikuminfo.de

FI: Mikko Franck künstlerischer Leiter der finnischen Nationaloper

Der 28jährige Mikko Franck ist der neue künstlerische Leiter und gleichzeitig der Chefkapellmeister der finnischen Nationaloper. Franck ist vergangenes Jahr von seiner Position als Chefdirigent der Nationaloper wegen Differenzen zurückgetreten und kehrt jetzt mit zusätzlichen Befugnissen zurück.

Sein Ziel ist, die Zeitspange der künstlerischen Planung zu verlängern, um so die wirtschaftlichen und personellen Resourcen besser zu berücksichtigen. Franck plädiert für ein balanciertes Repertoire von modern und klassisch mit regelmäßigen Uraufführungen der neuen einheimischen Oper und ausländischen und heimischen Klassikern. (Qelle: Suomi News)

DK: Universitätsstudium für dänische Lehrer

Bisher werden Lehrer in Dänemark wie Sozialarbeiter oder Krankenschwestern an Fachhochschulen ausgebildet. Nun wird die Universität Aarhus einen fünfjährigen Studiengang für Lehrer anbieten. Die Zeitung findet das gut: "Da sich die Anforderungen an die Ausbildung und Kompetenz der Lehrer verändern und immer komplexer werden, ist eine gute Grundlage wichtiger denn je. Diesem Bedarf wird eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung entgegenkommen: Lehrer wie Schüler verdienen es, dass Methoden und Unterrichtsverlauf in der Grundschule auf echtem Wissen darüber aufbauen, was funktioniert und was nicht. Wenn alles gut läuft, besteht die begründete Hoffnung, dass die neue akademische Lehrerausbildung den Weg für eine engere Zusammenarbeit zwischen Universitäten und [Lehrer]-Seminaren im ganzen Land ebnen." (Quelle: Politiken/Eurotopics)

Februar 2008

DK: Neues Schauspielhaus in Kopenhagen eröffnet

Am 16. Februar wurde das neue Schauspielhaus in Kopenhagen eingeweiht. Das von Architekturkritikern gelobte Gebäude der dänischen Architekten Boje Lundgaard und Lene Tranberg wurde innerhalb von drei Jahren erbaut und liegt direkt am Wasser, gegenüber der neuen Oper, in unmittelbarer Nähe des touristisch geprägten Nyhavn und dem königlichen Schloß Amalienborg. Mit seinen drei Bühnen wird das Skuespilhus insgesamt etwa 1000 Gästen
Platz bieten.

Bei der Eröffnung wurde dem hochkarätigen Premierenpublikum, darunter in erster Reihe der Regierungschef Anders Fogh Rasmussen, das Schauspiel "Hamlet" präsentiert.

Als weiteres aktuelles Stück wird bis zum 17. März die Urpremiere von "Sult" (=Hunger), dem Stück von dem norwegischen Autor und Dramatiker Jon Fosse nach dem Roman von Knut Hamsun gezeigt.

DK: Mohammed-Karikaturen kommen ins Museum

Die umstrittenen Mohammed-Karikaturen sollen ins Museum. Das bestätigte ein Sprecher des Medienmuseums Odense gegenüber der "Netzzeitung". Danach sollen die im September 2005 von der dänischen Tageszeitung "Jyllands-Posten" veröffentlichten Zeichnungen als Teil einer Ausstellung mit dem Titel "Meinungsfreiheit in Dänemark - 1907 bis heute" gezeigt werden. Dies werde allerdings frühestens Anfang 2009 passieren.

"Muhammeds ansigt" ("Das Gesicht Mohammeds") – unter diesem Titel hatte die dänische Zeitung zum Karikaturenwettstreit aufgerufen. Mohammed mit einer Bombe im Turban, Mohammed als aufsässiger Grundschüler _ diese und andere Motive hatten noch Monate nach ihrer Veröffentlichung in weiten Teilen der islamischen Welt für Massenproteste gesorgt, bei denen mehr als 150 Menschen starben und mehrere dänische Botschaftsgebäude gestürmt oder in Brand gesetzt wurden.

Begründet wurden die Proteste mit der Verletzung des im Islam geltenden Abbildungsverbotes für den Propheten Mohammed. "Jyllands-Posten" dagegen erklärte, sie habe prüfen wollen, wieviel Selbstzensur sich dänische Künstler mit Blick auf den Islam auferlegen würden. Außerdem müssten sich Muslime, wie alle anderen in der Gesellschaft, daran gewöhnen, "verspottet und lächerlich gemacht zu werden". Elf der zwölf Originalzeichnungen sollen nun entweder von der Königlichen Bibliothek oder dem Medienmuseum selbst aufgekauft werden. Die zwölfte wurde schon bei einer Auktion für 15.000 Kronen, etwa 2000 Euro, versteigert.
(Quelle: Netzzeitung)

NO: Kinder von Golzow kommen nach Oslo

Das Norwegische Filminstitut hat die beiden Filmemacher Winfried und Barbara Junge nach Oslo eingeladen, um dort den letzten Teil der Golzow-Reihe "Und wenn sie nicht gestorben sind … Die Kinder von Golzow – Das Ende der unendlichen Geschichte" zu zeigen und an einem Publikumsgespräch teilzunehmen. Der 2006 fertiggestellte Film ist der Abschluss der in der Filmgeschichte als einzigartig geltenden Reihe, die 1961 begann. Bis Februar werden in Oslo im Rahmen der Filmserie "Det andre Tyskland – Filmbilder fra DDR" außerdem filmwissenschaftliche Seminare angeboten und eine Auswahl von DEFA-Filmen gezeigt, darunter der Klassiker "Paul und Paula", aber auch Western und Kinderfilme.
(Quelle: Norwegisches Filminstitut)

SV: Rekord beim Bücherkauf

Die schwedischen Leser kaufen mehr und mehr Bücher. 2007 erwarben die Schweden 4,1 Prozent mehr Bücher als im Jahr zuvor. Dies sei ein neuer Rekord für Schweden, teilte der Schwedische Buchhandel mit. Nie zuvor seien so viele Bücher gekauft worden wie im letzten Jahr. Einen großen Anteil am Verkauf haben mittlerweile die Internetanbieter, 38 Prozent werde über den traditionellen Buchhandel verkauft, 19 Prozent über Buchklubs.
(Quelle: Sveriges Boghandlerforening/Sveriges Forlagsforening)

D/FIN: Deutscher Krimipreis für Matti Rönkä

Matti RönkäNachdem Matti Rönkäs Erstlingskrimi "Der Grenzgänger" (Tappajan näköinen mies) im vergangenen Jahr zum besten skandinavischen Krimi gekürt wurde, gewann das Buch jetzt den dritten Preis in der internationalen Kategorie des Deutschen Krimi Preises 2008. Seit 1985 zeichnet eine Jury aus Krimi-Kritikern, Literaturwissenschaftlern und Krimi-Buchhändlern die besten deutschen und ausländischen Kriminalromane des Jahres aus. Rönkä ist der erste Finne, der mit diesem Preis gewürdigt wurde. Neben seiner literarischen Arbeit ist der Autor als Nachrichtenchef bei den TV-Nachrichten des Finnischen Rundfunks und Fernsehens YLE tätig.
(Quelle: Krimi Archiv Bochum)

 

DK: Arken wieder geöffnet

Mit zwei Sonderausstellungen eröffnete das dänische Kunstmuseum Arken in Ishøj bei Kopenhagen nach zweijährigen Um- und Ausbauarbeiten seinen neuen Anbau. Auf jetzt 5.000 Quadratmetern und damit verdoppelter Ausstellungsfläche versucht das Museum für Moderne Kunst dabei zum einen eine neue Sicht auf die berühmten Skagenmaler und zeigt insgesamt 97 Werke der berühmten Künstlerkolonie, die um 1900 im hohen Norden des Königreichs lebte und arbeitete. Unter den Ausstellungsstücken sind zahlreiche Gemälde namhafter Künstler wie P.S. Krøyer oder Anna und Michael Ancher, die in Privatbesitz sind oder in ausländischen Museen hängen und noch nie in dieser Konstellation zu sehen waren. Außerdem zeigt Arken 31 Arbeiten des 28jährigen Berliner Künstlers Andreas Golder. Hinzu kommt die neu gestaltete Präsentation der umfassenden Museumssammlung zur Gegenwartskunst, die zu den größten ihrer Art in Dänemark gehört.
(Quelle: Dänische Botschaft)

BALT: Schweizer Verlag startet "Baltische Bibliothek"

Der Schweizer BaltArt Verlag will mit seiner Reihe "Baltische Bibliothek" bedeutende Werke der baltischen Literatur in deutscher Übersetzung sowie Bücher zum Baltikum veröffentlichen und damit dem deutschsprachigen Publikum näherbringen. Mit "Der Wald der Götter" (Dievu miškas) von Balys Sruoga kommt jetzt eines der wichtigsten Werke der litauischen Literatur erstmals auf Deutsch heraus. Den autobiographischen Roman verfasste Sruoga 1945 innerhalb weniger Monate. Er beschreibt darin das Leben und Leiden in einem deutschen Konzentrationslager – in seinem Fall das im KZ Stutthof bei Danzig - mit scharfer Feder, Sarkasmus und viel Galgenhumor.
(Quelle: Baltart.ch)

DK: Jens Smærup Sørensen

Der dänische Schriftsteller Jens Smærup Sørensen erhält den "Goldenen Lorbeer", den Preis der dänischen Buchhändler. Sein in Dänemark 2007 außerordentlich erfolgreiches Buch "Mærkedage" ist außerdem für den Literaturpreis des Nordischen Rates nominiert worden. Im letzten Jahr war Knud Romer für seinen Roman "Den som blinker er bange for døden" von den dänischen Buchhändlern mit dem Lorbeer ausgezeichnet worden.
(Quelle: Danmarks Radio)

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