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KULTURHUS-BERLIN SPEZIAL: Baltikum Die nordeuropäischen Regionen eröffnen neue und gemeinsame Perspektiven. Von Grönland, das mit Dänemark assoziiert ist, bis hin zu Sankt Petersburg. Unser SPEZIAL-Newsletter August 2007 widmet sich deshalb diesmal dem Baltikum. Lettland, Litauen und Estland - drei Länder, die in Deutschland oftmals in einem Atemzug genannt werden. Länder, die - wie eben alle Nachbarländer der Welt - neben den vielen Gemeinsamkeiten ebenso viele Unterschiede zueinander aufweisen. Inhalt
Transformation Richtung Skandinavien? Die skandinavischen Staaten setzen auf das BaltikumKULTURHUS BERLIN richtet mit diesem SPEZIAL den Blick auf das BaltikumSkandinavien – ein geographischer Begriff, für den es keine einheitliche Definition gibt. Sind dies nun die drei Länder Schweden, Norwegen und Dänemark, oder gehören Finnland, Island und die Färöer-Inseln ebenfalls dazu? Jedenfalls - was Finnland betrifft - würden hierzulande heute wohl die meisten die Zugehörigkeit bejahen, wenngleich die Finnen selbst das unterschiedlich sehen. Und historisch gesehen sind die Inselreiche im Westen sehr eng mit Norwegen und Dänemark verbunden, nicht nur in sprachlicher Hinsicht. Es gibt noch ein weiteres verbindendes Element im Norden Europas, das einen größeren Zusammenhang schafft: Die Ostsee. (Den vollständigen Text von Margerita Bube lesen Sie hier.) Emigration trotz Wirtschaftswachstum. Die Jugend verlässt das BaltikumDie drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen zählen zu den am stärksten wachsenden Volkswirtschaften der Welt. Bei Nordea, einem führenden Finanzkonzern in Nordeuropa, geht man heute davon aus, daß die baltischen Staaten in den kommenden Jahren schneller wachsen werden als der EU-Durchschnitt. Parallel zum Aufschwung der Wirtschaft sanken auch die Arbeitslosenzahlen: Im Jahr 2006 hatte sich die Arbeitslosenquote in Estland auf 4,4 Prozent, in Lettland auf 6,8 Prozent und in Litauen auf 6,4 Prozent reduziert. Trotz Erfolgsmeldungen ist die Emigrationsquote hoch – vor allem junge und gut ausgebildete Menschen wandern aus und die Staaten klagen über einen Mangel an Arbeitskräften. Was sind die Gründe für diese Entwicklung? (Den vollständigen Text von Inken Dose lesen Sie hier.) Nach dem EU-Beitritt: Und wie weiter? Die Zukunft der deutsch-baltischen BeziehungenAnders als zum Zeitpunkt der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen im Herbst 1991 erhofft, haben sich die deutsch-baltischen Beziehungen bis heute eher mäßig entwickelt. Ungeachtet der von Vertretern der Bundesregierung geäußerten Kooperationsabsichten und des wiederholten deutschen Eingeständnisses, eine besondere historische Verantwortung für Estland, Lettland und Litauen zu tragen, hielt die Bundesregierung die um enge Anbindung bemühten Balten stets auf Distanz. (Den vollständigen Text von Helge Dauchert lesen Sie hier.) „Dann erzählen sie einem alles“KULTURHUS BERLIN im Gespräch mit dem Dokumentarfilmer Volker Koepp
Volker Koepp zählt zu den wichtigsten und produktivsten Dokumentarfilmern unseres Landes. Seine auch international erfolgreichen Filme werden regelmäßig auf Festivals im In- und Ausland gezeigt und ausgezeichnet. Bekannt wurde er mit seiner großartigen Langzeitdokumentation über Textilarbeiterinnen in Wittstock, die er 1974 als Regisseur im Auftrag des DEFA-Studios für Dokumentarfilm in Potsdam-Babelsberg begann. In diesem Sommer läuft sein neuester Film „Söhne“ in den Kinos. KULTURHUS BERLIN: Das Thema Ihrer Filme sind vergessene Regionen Europas. Gegenden, die nicht gerade in unserem Blickwinkel sind und die zu den ärmsten Europas zählen. Ostpreußen, Masuren, die Kurische Nehrung, Polen, Hinterpommern, Litauen und - die Uckermark. Die Hoffnungslosigkeit und den Zerfall zu dokumentieren - wie kann man das, ohne melancholisch zu werden? Volker Koepp: Diese Hinwendung zu bestimmten Landschaften
hat ja – wenn man es kulturhistorisch sieht – schon etwas
mit Melancholie zu tun. Die Landschaft nördlich Berlins bis Ostpreußen
ist sehr ähnlich. Da ist die Ostsee. Da ist die Geschichte, die
hier wie dort bis 1945 bestimmte Ähnlichkeiten hat. Die von Gütern
geprägte Struktur beispielsweise. Die größeren Flächen,
die die Landschaft auch geprägt haben. (Das vollständige Interview von Ulrike Schulz lesen Sie hier.) Schreibblockaden und Pionierarbeit: Die Balten in der Literatur. Eine unvollständige Bestandsaufnahme
Literatur aus Litauen, Lettland und Estland ist in der deutschen Wahrnehmung eine Randerscheinung, wenngleich sie kein Schattendasein fristet. Die drei Länder werden häufig in einem Atemzug genannt, weisen aber in Gesellschaft als auch der Literatur erhebliche Unterschiede auf. Daher ist es auch verfehlt von baltischer Literatur zu sprechen. Pionierarbeit bei der Vermittlung estnischer Literatur leistet die Übersetzerin Irja Grönholm. Sie hat das 2006 erstmals im Dr. Ute Hempen Verlag erschienene „estonia. Jahrbuch estnischer Literatur“ herausgegeben. Sehr ausführliche Informationen zu estnischen Autoren und Neuerscheinungen finden sich auf der englischsprachigen Seite www.estlit.ee Ähnlich engagiert arbeitet der Lettisch-Übersetzter Matthias Knoll. Seine Website www.literatur.lv ist einzigartig, nicht nur eine Freude für Literaturinteressierte, sondern ein Muß für jeden Lettland-Fan. Etwas schwieriger ist es um die Vermittlung litauischer Literatur bestellt. Aufbauarbeit leistet hier der kleine und feine Athena Verlag von Rolf Duscha (www.athena-verlag.de), der eigens das Segment „Litauische Literatur“ in sein Verlagsprogramm aufgenommen hat. Angeregt wurde das von Bettina Twrsnick, Leiterin der Phantastischen Bibliothek Wetzlar. KULTURHUS BERLIN hatte die Gelegenheit mit Bettina Twrsnick über die Besonderheit litauischer Literatur zu sprechen. (Den vollständigen Text von Gabriela Friedrich lesen Sie hier.) -------- Teodoras Cetrauskas – Als ob man lebte Weitere Informationen unter: www.booksfromlithuania.lt (deutschsprachig) KULTURHUS BERLIN hat für Sie gelesen:Dace Ruksane: Warum hat du geweint Janis Jaunsudrabinš: Ich erzähle meiner Frau Ervin Õunapuu: Die stinkenden Handschuhe des Chefs Tomas Venclova: Vilnius – Eine Stadt in Europa Neu: „Lett-landweit“ - Eine deutschsprachige Zeitung in und über Lettland„Lett-landweit“ heißt die gerade neu erschienene deutsche Zeitung, die Nachrichten und Informationen für Reisende bietet. Sie informiert nicht nur über Reiseziele in Lettland und Reiserouten von Deutschland aus, sondern widmet sich auch aktuellen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Themen. Hierzu gehören die steigende Inflation und die Entwicklung der Wirtschaft nach dem EU-Beitritt, Investitionen und steigende Immobilienpreise. Die zweite Ausgabe beschäftigt sich mit der Gesellschaft, mit dem Zusammenleben von Letten und russischsprachigen Einwohnern. Damit der Reisende einen Eindruck vom Land erhält, bildet eine Kurzdarstellung der staatlichen Geschichte den Übergang zu den kulturellen Themen der ersten Ausgabe der Zeitung. Berichtet wird über Libau, Riga, Nordkurland und Daugavapils. Reise- und Speisetipps, ein kleiner Sprachführer sowie Literatur- und Veranstaltungshinweise runden die kurzen Reportagen ab. Die zweite Zeitungsausgabe wartet mit Informationen über Reisen entlang der Rigaer Bucht, nach Estland oder Camping an der Küste auf, abgerundet von dem Hinweis auf „Krogs“ als Schlemmerziele an der Landstraße oder nützlichen Tipps für Autofahrer. Einen Einblick in die Geschichte bietet ein Bericht über die Revolution von 1905/06. Die Herausgeber der Zeitung gehören dem deutschen Kulturverein in Ventspils an, der seit 2003 existiert. Die Zeitung kann im Abonnement bestellt werden und kostet 15 Euro für vier Ausgaben (inkl. Porto nach Deutschland) oder 10 Euro innerhalb Lettlands. Weitere Informationen unter gallmeister@inbx.lv Inken Dose Sprachen lernen, Tipps & LinksLitauisch, Lettisch und Estnisch lernen in BerlinDie Nachfrage nach Möglichkeiten, die baltischen Sprachen zu erlernen, ist leider nicht besonders groß. Für Litauisch ist das Angebot am besten, denn hierfür gibt es zwei regelmäßig stattfindende Kurse auf hohem Niveau, die von Muttersprachlerinnen geleitet werden: - Volkshochschule Pankow (qualitätstestierte VHS): Der Kurs richtet sich sowohl an Anfänger wie auch an Fortgeschrittene. Je nach Niveau der Teilnehmer findet der Unterricht gruppenweise statt: Während die Dozentin die eine Gruppe unterrichtet, sind die anderen mit mündlichen und schriftlichen Übungen beschäftigt. - Sprach- und Kulturbörse der Technischen Universität
Berlin Für Lettisch bietet Frau Antra Strazdina muttersprachlichen Privatunterricht an. Bei einer entsprechenden Teilnehmerzahl kann über die Sprachschule Lernbrücke, Berlin-Schöneberg, ein Kurs organisiert werden. Wegen des Unterrichts kann unter folgender Email-Adresse Kontakt aufgenommen werden: antra.strazdina(a)web.de. Außerdem bietet die Friedrichshainer Sprachschule Sprachenatelier Berlin bei entsprechender Nachfrage ganzjährig in Blöcken von jeweils drei Monaten bzw. 24 Unterrichtsstunden, Kurse für Estnisch, Lettisch und Litauisch an. Nützliche LinksÜberregional: Baltisches Informationsportal: Infobalt Online Zeitung: The Baltic Times Online Reiseführer für die baltischen Länder: In Your
Pocket (in Englisch) Tourismus: Baltische Tourismuszentrale Berlin Lettland: Deutsch-Lettisches Nachrichtenfenster: Lettische Presseschau Das lettische Institut - Latvian Institute Literatur aus Lettland: Onlineportal mit Autorenportraits, Texte, Interviews,
Termine und weitere Informationen zur lettischen Literatur (auf Deutsch) Estland: Das estnische Institut – Estonian Institute Estnische Literatur und Wörterbücher auf Deutsch: Hempen
Verlag Online-Portal zu estnischen Sprichwörtern in der (buchstäblichen)
deutschen Übersetzung Deutsch-estnische Gesellschaft in Berlin Litauen: Das litauische Institut – Lithuanian Institute Litauische Literatur auf Deutsch: Athena Verlag Rolf Duscha Online-Portal zu Litauischer Literatur in Übersetzung: Bücher
aus Litauen Informationen über ein Freiwilliges soziales Jahr: |
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| Mit besten Grüßen, KULTURHUS BERLIN und Förderverein des Kulturhus Berlin e.V. |
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